StreifenhörnchenThemenstarter297 Beiträge · seit 200701. Nov. 2007 · #1Hallo,
könnt Ihr mir sagen, ob man für Botswana / Camping einen Wasserfilter mitnehmen sollte? Ist das Wasser dort trinkbar? Oder muss man ab und zu mal entkeimen?
Grüsse heike
Andreas Cierpka2'732 Beiträge · seit 200601. Nov. 2007 · #2Wir haben das Wasser nie getrunken! Aber zum Zähneputzen, Waschen und Kochen kannst du es problemlos verwenden. Trinken würde ich nur welches aus den Supermärkten.
Ein Gast bin ich im fremden Land geworden.
margotzi198 Beiträge · seit 200601. Nov. 2007 · #3Hallo!
Wir waren letzten Monat auch in Botswana und mehrheitlich auf Campsites. Wir haben unser Trinkwasser immer gekauft und hatten aber nebenbei einen Tank im Auto mit "Brauchwasser", ca. 55 Liter. Eine Campsite ganz ohne Wasser haben wir nirgends angetroffen, so haben die 55 Liter die ganzen 3 Wochen gereicht. Für im Notfall hätten wir noch Micropur-Tropfen gehabt, welche wir nicht brauchten.
Gruss
Margot
oribi818 Beiträge · seit 200701. Nov. 2007 · #4Schließe mich der Meinung meiner Vorgänger an.
Für Namibia gilt:
Das Wasser da ist statistisch gesehen reiner als deutsches Leitungswasser, auch wenn der Kaffee den Du dort trinkst, schon von zwei Leuten vor Dir getrunken wurde.
Namibia ist eben ein Wüstenlande, was für Botswana auch zutrifft.
GFGforce435 Beiträge · seit 200701. Nov. 2007 · #5Hallo Heike,
meine Erfahrung ist, das alles Wasser, das aus einem (Wasser-)Hahn kommt, generell genießbar ist 🙂 . Das gilt generell für Botswana, Namibia & Südafrika.
LG
helga655 Beiträge · seit 200601. Nov. 2007 · #6hallo g-force, "meine Erfahrung ist, das alles Wasser, das aus einem (Wasser-)Hahn kommt, generell genießbar ist 🙂 . Das gilt generell für Botswana, Namibia & Südafrika." das stimmt aber nicht für das wasser im camp synchro am kunene, da kommt nämlich originalkunenewasser aus dem hahn 🤩 war auch zum wäschewaschen nur bedingt tauglich 🤪 . lb gruß von helga
GFGforce435 Beiträge · seit 200701. Nov. 2007 · #7Hallo Helga,
dankeschön für deine Nachricht. Im Wissen, mich jetzt richtig unbeliebt zu machen, auch ich habe schon einiges an Kunene-Wasser getrunken. 🤨 Das "Problem" mit Wasser kann auch damit zusammenhängen, wie bevölkert der Flußlauf vor der Wasserentnahme ist. 😐
Das Wasser Department fliegt regelmäßig auch den Kunene ab und entnimmt dem Fluß Wasserproben. Bisher ergab jede Analyse, das daß Wasser des Flusses trinkbar ist. Das kann ab morgen anders sein, oder auch nicht s.o.
LG
La Leona2'779 Beiträge · seit 200701. Nov. 2007 · #8In Namibia halte ich es generell so: alles aus dem Hahn nördlich von Etosha meiden, da eben direkt aus den Flüssen gepumpt. In Botswana nur gekauftes Wasser.
Und dann kann es einem auch passieren, wie mir vorige Woche in Vic Falls, dass man "bottled mineral water" kauft, den Schraubverschluss aufmacht (oh Wunder das Siegel bricht ja gar nicht auseinander?) davon trinkt und merkt dass es genauso schmeckt wie das chlorige Wasser aus der Leitung. Damit habe ich etwas dazugelernt und breche ab jetzt sofort das Siegel auf und wenns eben ganz abkommt gebe ich die FLasche galant retour. War übrigens importiertes Wässerlein aus Zambia...
marc21191 Beiträge · seit 200702. Nov. 2007 · #9Hallo
Ich denke ich würde Leitungswasser nicht trinken. Aber wenn man es zweimal aufkocht ist es OK. Von daher würde ich als Trinkasser bottled water nehmen und für alles andere inkl.Tee das normale Wasser aufkochen, auch Flusswasser.
A propos Eis: sofern es aus der Eisfabrik kommt wahrscheinlich problemlos, wenn es von einem Restaurant selner gefrohren wird eher problematisch. Deshalb ist Eis am Wegrand (die Stände haben kein Geld für Generator und Tiefkühler) eher OK als in Mittelklassehotels.
Das ist aber eine Regel für die ich nicht garantieren kann.
Beste Grüsse
Marc
GUGuido.Gast02. Nov. 2007 · #10Wie die meisten hier trinke ich da ausschließlich Wasser aus Flaschen. Bei einem Preis von 10 bis 40 Eurocent pro Liter macht es für mich keinen Sinn da zu sparen und ein erhöhtes Risiko für z.B. 2 Tage Durchfall in Kauf zu nehmen. Mißtrauisch bin ich eigentlich weniger gegen das Wasser selbst, als gegen die "Leitungsnetze" in einigen Camps.
Guido
StreifenhörnchenThemenstarter297 Beiträge · seit 200702. Nov. 2007 · #11vielen Dank für Eure Tips! Werde den Filter vorsichtshalber mal mitnehmen.
In Namibia hab ich immer Leitungswasser getrunken, auch aus dem Kunene... da ich jetzt zum ersten Mal nach Botswana reise war ich mich nicht so sicher...
Also, danke nochmals und schönes Wochenende!!!
Heike
myrio962 Beiträge · seit 200702. Nov. 2007 · #12Hallo, Helga,
ihr seid ganz schön mutig, eine solche Mutprobe, Wassser aus dem Fluss zu trinken, überhaupt in Erwägung zu ziehen- es sei denn, ihr würdet in eine lebensgefährliche Situation ohne jede menschliche Hilfe kommen!
Wir planen unsere 4x4 Touren logistisch sehr detailiert und berechnen den Trinkwasserverbrauch mit 3 L/Person/Tag und Brauchwasserverbrauch des Bushcamperwassertanks(ca. 100 l).Zusätzlich füllen wir immer 2 x5l Kanister als Brauchwasserreserve auf.
Da wir die Gefahren der Darmparasiten in ganz Afrika als sehr gefährlich einschätzen, trinken wir nur gekauftes Trinkwasser oder abgekochtes aus seriös einzuschätzenden Wasserleitungen.
Das einzige Wasser, was uns im Okavangodelta überzeugt hat, war das wilde superklare Okavangowasser, was alle Schwarzeinwohner trinken. Aber offensichtlich haben sie eine abwehrkräftigere Darmflora, als wir Europäer.
mit ah-namibia grüsst Frank
GUGuido.Gast02. Nov. 2007 · #13myrio schrieb:Das einzige Wasser, was uns im Okavangodelta überzeugt hat, war das wilde superklare Okavangowasser, was alle Schwarzeinwohner trinken. Aber offensichtlich haben sie eine abwehrkräftigere Darmflora, als wir Europäer.
In der Tat sollte man sich bei Essen und Trinken nicht unbedingt an Einheimischen orientieren. Z.B. produzieren Einheimische in einigen Regionen in Afrika 7 mal mehr Magensäure als der durchschnittliche Europäer. Logisch das die ganz andere Dinge vertragen und verwerten können als Unsereiner. Wir sind ja eher auf die Verarbeitung von klinisch reinem, industriellem Essen und Trinken konditioniert. Ob das angesichts fraglicher Inhaltsstoffe und Methoden letztlich besser ist, sei mal dahingestellt...
Guido
joli3'491 Beiträge · seit 200602. Nov. 2007 · #14Hallo zusammen,
zu diesem Thema möchte ich etwas wiedergeben, was ich kürzlich gelesen habe:wenn man Zweifel über die Beschaffenheit des Wassers hat, soll man dieses in eine helle Plastikflasche füllen und dann ca. 6 Std. ins Sonnenlicht legen. Die ultraviolette Strahlung würde zuverlässig alle Keime töten. Bei bedecktem Himmel soll gleiches in ca. 12 Std. erreicht werden. Haut mich bitte nicht - ich habe es noch nicht probiert; aber wenn man wirklich mal in Wassernot geraten sollte und nur Flusswasser o.ä. zur Verfügung hat, dann würde ich es so machen. Angeblich soll diese Verfahren inzwischen auch von der Weltgesundheitsorganisation geprüft und empfohlen worden sein.
Gruß Joli
Chrigu7'267 Beiträge · seit 200602. Nov. 2007 · #15zebra.reisen: Individuelle und Begleitete Selbstfahrerreisen, Kleingruppenreisen und Reiseberatung
Satellitentelefon: Satellitentelefon für die weltweite Nutzung
Reiseplanung / Reiseberatung: Besprechung per Videokonferenz
Der Zebra Shop: Karten, Bücher und Infos für das südliche Afrika
Erlebnisse: Einige unserer Reiseerlebnisse aus Namibia, Botswana und Sambia
joli3'491 Beiträge · seit 200603. Nov. 2007 · #16Danke Chrigu, ich glaube, dieser Link ist sehr hilfreich.
Gruß Joli
SISibylleKohler1 Beiträge · seit 201701. Juni 2017 · #17Moin Freunde.
Selbstverständlich ist Wasserfilter ist sehr nützlich und ist billigste Lösung, um Wasser zu reinigen. Wissen Sie wie viele Schädliche Stoffen enthält Wasser ? Natürlich hängt es von der Gebiet ab, aber Leitungswasser kann Gefahr für die Gesundheit Menschen stellen.
Ich benutze
Brita 1016719 XXL und bin sehr zufrieden mit der Qualität des Wassers
Swakop19522'664 Beiträge · seit 201201. Juni 2017 · #18Streifenhörnchen schrieb:Hallo,
könnt Ihr mir sagen, ob man für Botswana / Camping einen Wasserfilter mitnehmen sollte? Ist das Wasser dort trinkbar? Oder muss man ab und zu mal entkeimen?
Grüsse heike
Ein einfacher Wasserfilter ist gut um die Schwebstoffe heraus zu holen. Das Wasser als Europäer niemals unbehandelt trinken, und auch beim Zähneputzen kann man sich Montezumas Rache einfangen. Man muß sich aber auch nicht nur das teure Mineralwasser kaufen, man kann sich das Wasser abkochen und abkühlen lassen, und gut ist´s. Auch für den Kaffee oder zum normalen Trinken.
Glaube nicht den Schildern "Drinking Water". Auch hier abkochen, es ist Afrika, und der naive Glaube an alles was geschrieben steht hat schon für manche Überraschung und kräftige Durchfälle gesorgt.
lilytrotter4'129 Beiträge · seit 200801. Juni 2017 · #19SibylleKohler schrieb:Moin Freunde.
Selbstverständlich ist Wasserfilter ist sehr nützlich und ist billigste Lösung, um Wasser zu reinigen. Wissen Sie wie viele Schädliche Stoffen enthält Wasser ? Natürlich hängt es von der Gebiet ab, aber Leitungswasser kann Gefahr für die Gesundheit Menschen stellen.
Ich benutze Brita 1016719 XXL und bin sehr zufrieden mit der Qualität des Wassers
guten Tag, SibylleKohler,
bevor man sich hier so spontan mit Haushalts-Wasserfiltern ins Spiel bringt, es wäre schon nett, erst einmal zu versuchen zu verstehen, wovon die Anderen reden. 😕
Es geht um Bakterien und Viren, nicht etwa kalkhaltiges deutsches Leitungswasser!
In Bezug auf Filter geht es um etwas anspruchsvollere Aufgaben, die man mit entsprechend verlässlichen Filtersystemen löst.
https://www.katadyn.com/de/deDas macht man aber nur, wenn man keinen Zugang zu sauberem Wasser hat, bei dem Micropur und/oder Chlor nicht ausreichen (Schwebstoffe) – und das haben wir z.B. im südlichen Afrika noch nie nötig gehabt. Man kommt dort eigentlich sehr oft an gutes Wasser! Und wenn wir nicht grad Zugang zu guten Farmbrunnen haben, kaufen wir das gute Flaschenwasser. 🙂
Gruß lilytrotter
Gruß lilytrotter
Always look on the bright side of life... :-)
Walvisbay boomt
Logi16,9k Beiträge · seit 201227. Juni 2024 · #20Ich stelle diese Nachricht mal hier mit ein:
New 16 MLD water treatment plant will benefit Botswana’s economyEin mehrstufiges Wasseraufbereitungsanlagenprojekt von WEC Water ... wurde in Kasane im Norden Botswanas fertiggestellt und in Betrieb genommen. Die neue Aufbereitungsanlage versorgt die örtlichen Gemeinden mit sicherem und einwandfreiem Trinkwasser.
Die Wasseraufbereitungsanlage produziert 16 Millionen Liter Trinkwasser pro Tag für die 90.000 Einwohner der Region sowie für Unternehmen in der Region. Sie ersetzt eine ältere Anlage, deren Wasseraufbereitung nicht mehr ausreichte, um den gestiegenen Bedarf einer schnell wachsenden lokalen Wirtschaft zu decken.
...
Das Rohwasser wird aus dem Chobe-Fluss entnommen und durch Klärung aufbereitet. Anschließend erfolgt eine Schwerkraftfiltration mit Sand und Aktivkohle sowie eine abschließende Desinfektion durch die Dosierung von Chlordioxid. ...LG
Logi