GEGernot EickerGast25. Aug. 2008 · #61moin,
es geht doch nicht nur um Lieferbereitschaft (machen denn die Versandapotheken Nacht- und Wochenenddienst??) und Preis!!
Wenn inzwischen über 50% der vom Versandhandel gelieferten Medikamente gefälscht sind, dann geht es eben auch um Leben und Tod!
STSteffis91 Beiträge · seit 200825. Aug. 2008 · #62Also ich muß mich über die Art und Weise einiger hier im Forum schon wundern. Die ganze Aufregung kann ich beim besten Willen nicht nachvollziehen. Vergleiche zwischen Tomaten aus der Türkei und einem anpassen des Gehaltniveau an das besagte Land sind doch eher weniger hilfreich. Ganz abgesehen vom Versandhandel kann man doch sicher nicht argumentieren, dass es sich um im Ausland erworbenen Medikamente ausschließlich um wirkungslose Medizin handelt. Wenn dem so wäre, müßte man daraus folgern, dass die Lebenserwartung geringer wäre. Dies ist am Bsp. Niederlande nicht so. Aber ich vergaß, alles was nicht auf dem deutschen Markt gekauft wird ist schlecht. Sicherlich sind deutsche Fahrzeuge die als Reimport gekauft werden auch nur von minderer Qualität, da die erste Wahl schließlich dem exklusiven deutschen vorbehalten ist. Aber das kann man bestimmt nicht vergleichen. :-)Sorry aber da kann man nur schmunzeln, oder aber sprachlos werden.
Nochmals vielen dank an Henni und Holger!
Grüße
BAbaerchen36 Beiträge · seit 200807. Sept. 2008 · #63"50 Euro pro Person". Na ja, pro Packung wäre richtiger. Eine Packung zu ca. 50 Euro enthält 12 Tabletten, das reicht bei 2 Tagen Einnahme vor Abreise und 7 Tagen nach Verlassen des Gebietes nach Adam Riese noch für 3 Tage Aufenthalt im Malariagebiet....
Naukluft1'910 Beiträge · seit 200607. Sept. 2008 · #64Selbst in sogenannten renommierten Apotheken wird gespart, laut den Medien wurde da schon das eine oder andere Plakiatprodukt gefunden...
Aufgrund der Anordnung muss der Arzt das billigste Medikament aufschreiben, bzw. der Apotheker hat Ihn sogar zu kontrollieren, denn auf einem nicht expliziet gekennzeichnetes Rezept bekommst Du das Ersatzpräperat, bekommst womöglich sogar importierte Medis, aus den Niederlanden, Polen, Frankreich...Selbst erlebt! 😊
Gruss, der K l a u s
Nicht behindert zu sein ist ein Geschenk, welches einem schnell genommen werden kann....... In einem Augenblick! ......
Wer einen Fehler macht und ihn nicht korrigiert, begeht schon den zweiten...
262696.margret12 Beiträge · seit 200830. Okt. 2008 · #65Also ich finde auch dass die Apotheken in Deutschland viel zu lange eine Monopolstellung gehabt haben und das auch ordentlich ausgenützt haben. Habe erst kürzlich einen
online Apotheken Vergleich gemacht und dabei habe ich festgestellt dass erstens die Preise dort fast immer billiger als bei meiner Apotheke um die Ecke sind und zweitens auch zwischen den online Apotheken horrende Preisunterschiede herrschen. Wieso also das nicht ausnützen und ein paar Euro sparen? 🤨
Bin da voll Holgers Meinung: Konkurrenz belebt das Geschäft und das ist gut so!
GEGernot EickerGast31. Okt. 2008 · #662696.margret schrieb:Also ich finde auch dass die Apotheken in Deutschland viel zu lange eine Monopolstellung gehabt haben und das auch ordentlich ausgenützt haben. Habe erst kürzlich einen online Apotheken Vergleich gemacht und dabei habe ich festgestellt dass erstens die Preise dort fast immer billiger als bei meiner Apotheke um die Ecke sind und zweitens auch zwischen den online Apotheken horrende Preisunterschiede herrschen. Wieso also das nicht ausnützen und ein paar Euro sparen? 🤨
Bin da voll Holgers Meinung: Konkurrenz belebt das Geschäft und das ist gut so!
Da muss man doch annehmen, dass die Online-Apotheken ihre Tabletten aus verschiedenen Ländern beziehen. In dem einen Land ist der Inhalt der Tabletten eben nur Kreide und in dem anderen -teureren- eben der teurere Zucker
😠 Ob das allerdings dann als Prophylaktikum gegen eine Malaria hilft, wage ich zu bezweifeln.
PEpebble202 Beiträge · seit 200701. Nov. 2008 · #67Hallo, Gernot,
ich kann nur immer wieder schreiben: Es sind die gleichen Präparate der gleichen Firmen, die du auch von Apotheken vor Ort bekommst. Sowohl rezeptfreie Medikamente, als auch Medikamente auf Rezept die wir aus den Niederlande bekommen. Wir praktizieren dies schon seit etlichen Jahren und haben dadurch schon eine Menge Geld gespart, da ich regelmäßig Herzmedikamente und Gerinnungshemmer benötige.
Auch Malarone haben wir mittels Rezept aus den Niederlanden bekommen, und es war exakt das gleiche Präparat wie du es auch in deutschen Apotheken bekommst.
Grüsse aus dem verregneten Rheinland
Henni
"Träume nicht dein Leben, lebe deinen Traum"
adkstr155 Beiträge · seit 200701. Nov. 2008 · #68Vielleicht gelingt es ja mir etwas sachlichkeit in diese Diskussion zu bringen:
1. In ein Malaria-Gebiet ohne vorbeugenden Schutz halte ich für sträflich leichtsinnig. Für Touristen ist die Chemoprophylaxe ein einfacher und relativ sicherer Weg. 100% Schutz gibt es dabei aber nicht, aber die Infektion verläuft zumindest so abgemildert, dass man nicht daran verstirbt und geheilt werden kann. Jedes Jahr sterben immerhin 20-50 deutsche Touristen an einer "malaria tropica". Desweiteren sind begleitende physikalische Massnahmen wie Kleidung, Netze, Repellentien sinnvoll.
2. Lariam oder Malarone sind die Medikamente, die in den Malaria-Gebieten Namibias und seiner Nachbarländer wirksam sind. Malarone ist für kurzfristige Aufenthalte (z.B. 1-3 Tage Aufenthalt im Norden und ansonsten nur in malariafreien Gebieten) oder bei Unverträglichkeit von Lariam sinnvoll, da es deutlich teuer ist. Lariam sollte man am besten zu Hause über 1-2 Wochen einnehmen. Treten keine Probleme auf, wird das Mittel auch in Zukunft gut vertragen werden. Bitte nicht erst die Verträglichkeit beim ersten Mal auf der Reise testen!
3. Zu den Preisen:
In Europa erheben nur noch drei Staaten die vollen Mehrwert-Steuer auf Arzneimittel (Deutschland, Dänemark und Ungarn). Im übrigen nehmen internationale Konzerne für Ihre Produkte, was sie kriegen können, d.h. in einem reichen Land wie Deutschland lassen sich auch höhere Preise erzielen, wenn nicht gesetzliche Krankenkassen den Preis drücken. Aber es gibt Alternativen:
Für Malarone gelten z.Zt. folgende Preise:
In der deutschen Apotheke (incl. 19% MWSt):
Original 12Tabl. 62,64 Euro
Reimport 12Tabl. 56,68 Euro
Über eine ausländische Versandapotheke (incl. 19%MWSt)
Import 12Tabl. 56,38 Euro + Porto ???
Aus dem Ausland zwei weitere Preise
Holland: 12Tabl. 43,95 Euro (incl. 6% holl.MWSt)
Schweiz: 12Tabl. 63,30 Sfr (=42,86 Euro incl. 7,6% MWSt)
Hier stellen sich jedoch folgende Fragen:
wie kann ich mein Rezept in der ausländischen Apotheke einlösen
ist ein deutsches Rezept im Ausland gültig
wie bekomme ich das Medikament mit welchem Aufwand nach Deutschland.
Eine Überlegung ganz nebenbei: Wenn ich im deutschen Staat lebe, meine Geld hier verdiene und die Annehmlichkeiten des deutschen Staats in Anspruch nehme, empfinde ich es als unmoralisch, meine (Mehrwert)-Steuer an einen ausländischen Staat bezahle (bei direktem Einkauf im Ausland), nur um ein paar Mark zu sparen.
ADVENTURE BEFORE DEMENTIA - noch etwas erleben im Leben
SUsukram291 Beiträge · seit 200801. Nov. 2008 · #69Gelöscht durch Admin!
Bitte keine Medikamente im Internet anbieten
BikeAfrica7'296 Beiträge · seit 200602. Nov. 2008 · #70sukram29 schrieb:gelöscht
.. und ich könnte Dich jetzt anzeigen, weil Du verschreibungspflichtige Medikamente anbietest. Das ist in Deutschland verboten ...
Für 50 Euro sehe ich von einer Anzeige ab. 😉 (kleiner Scherz)
Aber im Ernst: Mit solchen Anzeigen bringst Du Dich in Teufels Küche ...
Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
GEGernot EickerGast02. Nov. 2008 · #71pebble schrieb:Hallo, Gernot,
ich kann nur immer wieder schreiben: Es sind die gleichen Präparate der gleichen Firmen, die du auch von Apotheken vor Ort bekommst. Sowohl rezeptfreie Medikamente, als auch Medikamente auf Rezept die wir aus den Niederlande bekommen. Wir praktizieren dies schon seit etlichen Jahren und haben dadurch schon eine Menge Geld gespart, da ich regelmäßig Herzmedikamente und Gerinnungshemmer benötige.
Auch Malarone haben wir mittels Rezept aus den Niederlanden bekommen, und es war exakt das gleiche Präparat wie du es auch in deutschen Apotheken bekommst.
Grüsse aus dem verregneten Rheinland
Henni
moin,
in der Türkei, in Indien und vor allen Dingen in China leben ganze Industrie-Zweige davon, dass sie europäische Produkte haargenau kopieren.
Das ist bei Auto-Ersatzteilen so und auch bei Medikamenten.
Bei jeder intrenationalen Messe ist der Zoll unterwegs, um kopierte Industrieprodukte zu beschlagnahmen.
Jeder wird aufschreien, wenn ihm ein z.B. gefaketer Bremsklotz für sein geliebtes Auto als Original-Teil angedreht wird.
Aber seltsamerweise ist das bei lebenswichtigen Arzneimitteln nicht so. Da geht es nur nach der Dewise: H A U P T S A C H E B I L L I G !!
GEGernot EickerGast02. Nov. 2008 · #72moin ADKSTR,
vor allen Dingen stimme ich dem letzten Absatz Deines Postings voll zu!!!
ECecki40 Beiträge · seit 200602. Nov. 2008 · #73Hi,
lesen jetzt schon einige Zeit diesen Thread mit. Irgendwie haben meiner Meinung nach alle ein bischen Recht...
Mein Problem ist nur:
Meiner Meinung nach ist die Chance in Deutschland ein gefaktes Medikament zu bekommen, zuminsdest fast genauso groß, wie z.B. in Holland. Oder wer garantiert mir hier die Echtheit? Auch hier gibt es mindestens ganau so viele habgierige Händler und Zwischenhändler. Oder ist mir da was entgangen?
Viele grüße
Lutz
IMImbali23 Beiträge · seit 200702. Nov. 2008 · #74adkstr schrieb:Vielleicht gelingt es ja mir etwas sachlichkeit in diese Diskussion zu bringen:
Eine Überlegung ganz nebenbei: Wenn ich im deutschen Staat lebe, meine Geld hier verdiene und die Annehmlichkeiten des deutschen Staats in Anspruch nehme, empfinde ich es als unmoralisch, meine (Mehrwert)-Steuer an einen ausländischen Staat bezahle (bei direktem Einkauf im Ausland), nur um ein paar Mark zu sparen.
Dann dürftest Du auch nur innerhalb Dtl. Urlaub machen:-)
Und das wäre doch echt schade!
LG Imbali
GEGernot EickerGast02. Nov. 2008 · #75ecki schrieb:Hi,
lesen jetzt schon einige Zeit diesen Thread mit. Irgendwie haben meiner Meinung nach alle ein bischen Recht...
Mein Problem ist nur:
Meiner Meinung nach ist die Chance in Deutschland ein gefaktes Medikament zu bekommen, zuminsdest fast genauso groß, wie z.B. in Holland. Oder wer garantiert mir hier die Echtheit? Auch hier gibt es mindestens ganau so viele habgierige Händler und Zwischenhändler. Oder ist mir da was entgangen?
Viele grüße
Lutz
moin,
hier in Deutschland leben wir in einem Beamtenstaat preussischer Prägung.
Hier wird alles protokolliert und für ewige Zeiten festgehalten (ob das mal einer liest, ist eine andere Frage). Bei Arzneimitteln oder Medizinprodukten ist es jederzeit möglich, alles(!) bis zu seinem Ursprung zurück zu verfolgen, weil jeder verpflichtet ist, jeden Schritt zu dokumentieren. Es werden auch von Rückstellungsmustern immer mal wieder Analysen gemacht und, wenn irgendwas auffällig ist, wird die gesammte Charge zurückgezogen. Meines Wissens gibt es eine solche Kontrolle in keinem anderen Land der Welt!
GEGernot EickerGast02. Nov. 2008 · #76ecki schrieb:Hi,
lesen jetzt schon einige Zeit diesen Thread mit. Irgendwie haben meiner Meinung nach alle ein bischen Recht...
Mein Problem ist nur:
Meiner Meinung nach ist die Chance in Deutschland ein gefaktes Medikament zu bekommen, zuminsdest fast genauso groß, wie z.B. in Holland. Oder wer garantiert mir hier die Echtheit? Auch hier gibt es mindestens ganau so viele habgierige Händler und Zwischenhändler. Oder ist mir da was entgangen?
Viele grüße
Lutz
moin,
hier in Deutschland leben wir in einem Beamtenstaat preussischer Prägung.
Hier wird alles protokolliert und für ewige Zeiten festgehalten (ob das mal einer liest, ist eine andere Frage). Bei Arzneimitteln oder Medizinprodukten ist es jederzeit möglich, alles(!) bis zu seinem Ursprung zurück zu verfolgen, weil jeder verpflichtet ist, jeden Schritt zu dokumentieren. Es werden auch von Rückstellungsmustern immer mal wieder Analysen gemacht und, wenn irgendwas auffällig ist, wird die gesammte Charge zurückgezogen. Meines Wissens gibt es eine solche Kontrolle in keinem anderen Land der Welt!
LULudwigshafen48 Beiträge · seit 200803. Nov. 2008 · #77Hallo Ralf,
vielleicht hilft es Dir etwas weiter.
Unten stehende Info habe ich gestern vom Manager der Vingerklip Lodge erhalten. Ist nur eine Empfehlung für seine Gäste, entscheiden wie man es letztendlich macht, muss jeder für sich selbst. Es wird auch nicht jeder dieser Meinung sein, aber das muss ja auch nicht sein. Letztendlich entscheidet jeder für sich.
Malaria wird ausschliesslich von der Anopheles Mücke übertragen. Jedoch NUR von den weiblichen Tieren und von diesen nur von ganz wenigen "Trägerinnen". Man kann also durchaus 10 oder 50 Stiche bekommen (passiert jedoch nie) und keine
Malaria bekommen. Die Mücken brüten auf offenem, stillstehenden Wasser, oder
auf grossen Rasenflächen, die regelmässig gewässert werden. Offenes und stillstehendes Wasser wie auch grosse Rasenflächen hat Namibia jedoch SEHR
wenig. Andererseits ist es jedoch Tatsache, dass sich Malaria weltweit immer weiter ausbreitet. Die Gründe dafür sind (laut englischer Wissenschaftler):
1) Die Einnahme von Prophylaxen während der letzten Jahrzehnte (Die Mücken sind mehr und mehr resistent geworden) und
2) Moderne Transportmittel wie Flugzeug und Auto, durch welche die Mücken verbreitet werden. (Man kann heute in Europa Malaria bekommen, wenn man
im Nahbereich der grossen Flughäfen wie Frankfurt, London, Paris, Zürich, Amsterdam etc. lebt. Es gibt zur Zeit einen Durchschnitt von 17 Fällen pro Jahr in Europa.)
Wir, die wir hier leben, nehmen fast alle keine Prophylaxe, obwohl wir genauso
wenig "immun" sind wie jeder Besucher. Trotzdem haben die meisten von uns noch nie Malaria gehabt, selbst wenn und wannimmer wir im Caprivi oder Kavango waren. (Dort ist das Risiko höher als im sonstigen Namibia, weil es viel offenstehendes Wasser geben kann wenn die Flüsse gut Wasser führen oder geführt haben und das Wasser über die Ufer getreten sind.)
Die beste Prophylaxe, die man machen kann, ist die sog. "Expositionsprophylaxe". Dies heisst, dass man ab der Abenddämmerung bis zur Morgendämmerung - denn nur dann ist die Anophelesmücke wirklich aktiv - lange Hosen, feste Schuhe mit dickeren Socken, lange Hemdärmel etc. tragen sollte und
nicht kurze Hosen, Sandalen ohne Strümpfe, T-Shirt, etc. Wenn man sich "richtig"
wie genannt anzieht, hat man nur noch Hände, Gesicht und Hals frei. Hier kann man sich mit "Autan" oder dem hier in Namibia hergestellten "Fabupharm" (nichts anderes als Zitronella-Öl auf Vaseline-Basis und Peaceful Sleep) schützen und braucht dann keine andere Prophylaxe. Somit würde man auch die teilweise schlimmen Nebenwirkungen der diversen Prophylaxen vermeiden ! (Auch in den Gebieten Kavango / Caprivi verlassen die meisten von uns sich bisher erfolgreich ausschliesslich auf Expositionsprophylaxe !)
Wenn ein Gast trotzdem lieber eine Prophylaxe nehmen will (trotz eventuellen und manchmal schlimmen Begleiterscheinungen) so würden wir in jedem Fall abraten von "Lariam" denn dieses ist keine Prophylaxe, sondern eine Kur ! Wenn jemand
"Lariam" als Prophylaxe genommen hat und dann trotzdem Malaria bekommt - was durchaus möglich ist - , hat er/sie ein richtiges Problem weil es dann anscheinend nur noch ein Mittel als Kur gibt, und dieses gibt es momentan nur in den USA. Auch sind die Prophylaxen in Europa teuer (was allerdings kein Kriterium sein sollte, da es um die Gesundheit geht). Für für hiesige Zustände hergestellte Prophylaxen gibt es für einen Bruchteil der europäischen Kosten hier in Windhoek oder Swakopmund in (auch deutschsprachigen) Apotheken
Ein "Stand-by Mittel" würden wir auch nicht empfehlen, es sei denn es ist jemand dabei, der feststellen kann, dass man wirklich Malaria hat. Und Letzteres sollte man hier (oder zu Hause nach der Inkubationszeit) doch lieber von einem Arzt machen lassen.)
Eine noch ganz wichtige Sache betreffend Malaria:
Wenn sich jemand mal von einem Arzt auf Malaria untersuchen lassen will, wird dem Patienten ein Tropfen Blut abgenommen indem man ihm einen kleinen Stich in den Finger macht. Hier bei uns können die Ärzte innerhalb von 10 Minuten feststellen ob
man Malaria hat, und, falls positiv, innerhalb von 30 Minuten welche Malaria.
Das Wichtige dabei ist, dass bei dem Patienten zur Zeit der Blutabnahme die Temperatur so hoch wie möglich sein muss ! (Bei Malaria gibt es eine Fieber-kurve, die rauf und runter geht.) Sollte die Blutabnahme erfolgen wenn die Fieberkurve ganz unten ist, wird der Arzt Malaria nicht feststellen können !
IVIvonne82 Beiträge · seit 200603. Nov. 2008 · #78Ludwigshafen schrieb:
entscheiden wie man es letztendlich macht, muss jeder für sich selbst. Es wird auch nicht jeder dieser Meinung sein, aber das muss ja auch nicht sein. Letztendlich entscheidet jeder für sich.
Malaria wird ausschliesslich von der Anopheles Mücke übertragen. Jedoch NUR von den weiblichen Tieren und von diesen nur von ganz wenigen "Trägerinnen". Man kann also durchaus 10 oder 50 Stiche bekommen (passiert jedoch nie) und keine
Malaria bekommen. Die Mücken brüten auf offenem, stillstehenden Wasser, oder
auf grossen Rasenflächen, die regelmässig gewässert werden. Offenes und stillstehendes Wasser wie auch grosse Rasenflächen hat Namibia jedoch SEHR
wenig.
Bis hierhin richtig
Andererseits ist es jedoch Tatsache, dass sich Malaria weltweit immer weiter ausbreitet. Die Gründe dafür sind (laut englischer Wissenschaftler):
1) Die Einnahme von Prophylaxen während der letzten Jahrzehnte (Die Mücken sind mehr und mehr resistent geworden) und
2) Moderne Transportmittel wie Flugzeug und Auto, durch welche die Mücken verbreitet werden. (Man kann heute in Europa Malaria bekommen, wenn man
im Nahbereich der grossen Flughäfen wie Frankfurt, London, Paris, Zürich, Amsterdam etc. lebt. Es gibt zur Zeit einen Durchschnitt von 17 Fällen pro Jahr in Europa.)
Wir, die wir hier leben, nehmen fast alle keine Prophylaxe, obwohl wir genauso
wenig "immun" sind wie jeder Besucher. Trotzdem haben die meisten von uns noch nie Malaria gehabt, selbst wenn und wannimmer wir im Caprivi oder Kavango waren. (Dort ist das Risiko höher als im sonstigen Namibia, weil es viel offenstehendes Wasser geben kann wenn die Flüsse gut Wasser führen oder geführt haben und das Wasser über die Ufer getreten sind.)
Mag sein, Quellen rauszusuchen im Hinblick auf die "englischen Wissenschaftler" bin ich im Moment zu bequem, hat aber m.E. alles nichts mit der individuellen Entscheidung zu tun.
Die beste Prophylaxe, die man machen kann, ist die sog. "Expositionsprophylaxe". Dies heisst, dass man ab der Abenddämmerung bis zur Morgendämmerung - denn nur dann ist die Anophelesmücke wirklich aktiv - lange Hosen, feste Schuhe mit dickeren Socken, lange Hemdärmel etc. tragen sollte und
nicht kurze Hosen, Sandalen ohne Strümpfe, T-Shirt, etc. Wenn man sich "richtig"
wie genannt anzieht, hat man nur noch Hände, Gesicht und Hals frei. Hier kann man sich mit "Autan" oder dem hier in Namibia hergestellten "Fabupharm" (nichts anderes als Zitronella-Öl auf Vaseline-Basis und Peaceful Sleep) schützen
Das kann man nur unterstreichen!
und braucht dann keine andere Prophylaxe. Somit würde man auch die teilweise schlimmen Nebenwirkungen der diversen Prophylaxen vermeiden ! (Auch in den Gebieten Kavango / Caprivi verlassen die meisten von uns sich bisher erfolgreich ausschliesslich auf Expositionsprophylaxe !)
Wenn ein Gast trotzdem lieber eine Prophylaxe nehmen will (trotz eventuellen und manchmal schlimmen Begleiterscheinungen) so würden wir in jedem Fall abraten von "Lariam" denn dieses ist keine Prophylaxe, sondern eine Kur ! Wenn jemand
"Lariam" als Prophylaxe genommen hat und dann trotzdem Malaria bekommt - was durchaus möglich ist - , hat er/sie ein richtiges Problem weil es dann anscheinend nur noch ein Mittel als Kur gibt, und dieses gibt es momentan nur in den USA. Auch sind die Prophylaxen in Europa teuer (was allerdings kein Kriterium sein sollte, da es um die Gesundheit geht). Für für hiesige Zustände hergestellte Prophylaxen gibt es für einen Bruchteil der europäischen Kosten hier in Windhoek oder Swakopmund in (auch deutschsprachigen) Apotheken.
Meiner Ansicht nach eine gefährliche Mischung aus Angstmacherei vor Medikamentennebenwirkungen, Halbwahrheiten (Verschleierung einer Malaria durch die Prophylaxe) und komplettem Unsinn (auch wer Lariamprophylaxe betreibt, kann bei einer eventuell trotzdem eintretenden Malaria behandelt werden!!).
Ein "Stand-by Mittel" würden wir auch nicht empfehlen, es sei denn es ist jemand dabei, der feststellen kann, dass man wirklich Malaria hat. Und Letzteres sollte man hier (oder zu Hause nach der Inkubationszeit) doch lieber von einem Arzt machen lassen.)
Eine noch ganz wichtige Sache betreffend Malaria:
Wenn sich jemand mal von einem Arzt auf Malaria untersuchen lassen will, wird dem Patienten ein Tropfen Blut abgenommen indem man ihm einen kleinen Stich in den Finger macht. Hier bei uns können die Ärzte innerhalb von 10 Minuten feststellen ob
man Malaria hat, und, falls positiv, innerhalb von 30 Minuten welche Malaria.
Das Wichtige dabei ist, dass bei dem Patienten zur Zeit der Blutabnahme die Temperatur so hoch wie möglich sein muss ! (Bei Malaria gibt es eine Fieber-kurve, die rauf und runter geht.) Sollte die Blutabnahme erfolgen wenn die Fieberkurve ganz unten ist, wird der Arzt Malaria nicht feststellen können !
Bitte, bitte informiert Euch bei einem Arzt über die unterschiedlichen Medikamente und glaubt keinem auch noch so guten Forum oder irgendwelchen Gästeinformationen.Ich halte es schon für sinnvoll, dass man sich über seine persönliche Risikobereitschaft Gedanken macht und dis auch mit Hilfe von Meinungen erfahrener Reisender aus dem Forum tut, aber alles, was Medikation angeht, gehört in ärztliche Hände.
Gruss Ivonne
GUGuidoL84 Beiträge · seit 200805. Jan. 2009 · #79Ob nun Versandhandel oder nicht, aber gebrauchte Medikamente?
Ich gieße ja auch kein Altöl in mein Auto.
Chrigu7'272 Beiträge · seit 200613. Jan. 2009 · #80Hallo
Weil es immer wieder Leute gibt, die über diesen Thread Ihre alten Medis loswerden wollen, wird der Thread geschlossen.
Herzliche Grüsse
Chrigu
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