mc3009Themenstarter219 Beiträge · seit 201523. Juni 2026 · #21
Beim Auschecken am nächsten Morgen hatten wir noch einen Beobachter:
Dann ging es weiter zu Ndhovu Safari Lodge. Die Strecke zwischen Kongola und Divundu ist jetzt nun nicht spektakulär, aber ich finde besser als ihr Ruf. Witzig fand ich die Warnschilder "Achtung Kurve" bei den wenigen leichten Richtungsänderungen. Sie war relativ schlaglochfrei, was auf der B8 zwischen Grootfontain und Divundu leider nicht immer so war. In Summe war es aber gut zu fahren, anders als wir es schon in Südafrika erlebt haben. Verkehr war wenig bis mäßig.
mc3009Themenstarter219 Beiträge · seit 201524. Juni 2026 · #22
Hallo zusammen,
angekommen an der Ndhovu, haben wieder gleich für den Abend einen River Cruise gebucht. Hier haben wir dann auch erstmals vom Fluss aus größere Tiere gesehen, neben den Hippos auch Elefanten, Büffel und diverse Antilopen. Immer wieder schön auch die vielen Wasservögel.
Viele Grüße
Marc
mc3009Themenstarter219 Beiträge · seit 201525. Juni 2026 · #23
Am Folgetag steht dann der nahegelegene Mohango NP auf dem Programm. Auf der ganzen Reise haben wir diesmal kaum Raubtiere gesehen, außerhalb des Etoshas leider kein einziges. Dafür hatten wir mehr Glück bei Raubvögeln, die ich teilweise aus der Nähe fotografieren konnte, wie auch wieder hier im Mohango.
mc3009Themenstarter219 Beiträge · seit 201525. Juni 2026 · #24
Das war's dann mit unserem Caprivi-Besuch. Bevor es dann Richtung Etosha geht, noch zwei Bilder zur Stimmung am Morgen, fotografiert von der Terrasse unseres Chalets.
mc3009Themenstarter219 Beiträge · seit 201526. Juni 2026 · #26
Hallo zusammen,
@Melanie: Danke, die Stimmung am Cubango morgens war einfach traumhaft, auch schon bei der RiverDance
Da es in der letzten Zeit hier immer wieder ein Thema war, möchte ich hier meine Erfahrungen zu den Parks im Caprivi geben. Den Nkasa Rupara und die Kwando Core Area haben wir ausgelassen, aus Zeitmangel wie auch aus Sorge, dass diese zu schlecht zu befahren sind. Besucht haben wir den Mudumu, den Mahango und den Buffalo.
Voraussetzungen Ich bin ein durchschnittlicher Angsthase, ich trau mich schon was, bin aber kein Draufgänger. Erfahrungen mit besonderen Pistenverhältnissen habe ich ein paar, ist aber teilweise schon länger her. Wirklich geübt bin ich nicht, viele Kenntnisse eher theoretisch. Der Fortuner hatte einen vom Vermieter eingestellten Reifendruck von 1,8 bar, keinerlei besondere Ausstattung, also keine Schaufel, keinen Kompressor usw. Lust zum Luft ablassen und später weit zur Tankstelle zu fahren, hatte ich keine, hab also den Reifendruck so belassen. In den Parks haben wir, wenn wir Zweifel hatten, mit MapsMe navigiert, was wunderbar geklappt hatte.
Gemeinsamkeiten Eintritt 230 N$/pp (Mudumu NP keine Kartenzahlung!). Jeweils eine nette Dame hat uns einen Zettel mitgegeben, auf dem halbwegs sichtbar die Parkwege zu erkennen waren. Uns wurde jedes mal mitgeteilt, wie wir fahren sollten, wo nur mit 4x4, wo wir besser nicht fahren und wo wir nicht fahren dürfen. Bis auf einen Fall hat das auch mit meinem Empfinden übereingestimmt.
Alle Parks waren schön, man hat immer wieder Tiere gesehen, es wurde einem nicht langweilig. Raubtiere waren leider Fehlanzeige, wir sind aber auch nicht zu besten Uhrzeit gefahren, sondern erst nach dem Frühstück. In allen Parks waren wir ca. 3-4h unterwegs, ohne dass wir eine Strecke doppelt gefahren wären, was uns dann auch gereicht hat.
Buffalo Es gibt eine Stelle, die sehr steil und holprig ist. Einige Strecken konnten wir nicht befahren, weil das Wasser einfach noch zu hoch stand. Hinweis darauf bekommt man keinen, muss also wieder umdrehen. Im südlichen Teil gibt es relativ viele sandige Pisten. In Summe aber mit dem Fortuner kein Problem. Es sind uns auch relativ viele Fahrzeuge begegnet, also hätte man Hilfe bei einem Problem.
Mudumu Der Teil westlich der C49 ist absolut problemlos und einfach zu befahren. Östlich davon gibt es einen Stichweg von ca. 8 km zu einem Aussichtpunkt, auf halber Strecke ist das schön gelegene Maziba Waterhole (bei uns ohne tierische Besucher). Uns ist die Strecke dann auch zu sandig geworden und haben nach ca. 5 km umgedreht. Entgegen der Info vom Park Office, wurde uns im Camp Kwando nicht empfohlen, diese Strecke zu fahren. Für mich war es grenzwertig. Es gibt einige tiefsandige Teilabschnitte, die auch eine Umfahrung haben. Leider konnte ich nicht immer erkennen, was nun die Umfahrung war und habe dann auch ein Mal prompt die falsche Entscheidung getroffen. Ich denke, wäre der Abschnitt noch 50m länger gewesen, wären wir stecken geblieben. Auf dem Rückweg habe ich dann die andere Option gewählt, die war relativ problemlos für den Fortuner. (Wer demnächst mal fährt, ich empfehle bei den ersten beiden Gabelungen die rechte Spur zu wählen und bei der dritten unbedingt die linke, ohne Gewähr 😎 ). Der Park war absolut einsam. Außer einem Traktor mit ein paar Leuten, die die Piste verbessert haben, ist uns kein Fahrzeug begegnet.
Mahango Die Seite östlich der C48 ist problemlos und auch mit einem kleinen Auto ohne Allrad zu befahren. Bei der Westseite wurde uns abgeraten, die Runde im Uhrzeigersinn zu fahren, sondern wir sollten zurück auf der C48 und kurz vor dem Park Office links zum Mahango Waterhole und wieder zurück fahren. War eine gute Entscheidung, unterwegs gab es auch relativ viele Tiere zu sehen. 4x4 sollte man schon haben, es gibt ein paar (einfache) sandige Passagen, ansonsten relativ viele Auswaschungen, aber keine wirklichen Schwierigkeiten.
Fazit Für uns waren es drei schöne Ausflüge, die ich wieder machen würde. Ins Schwitzen bin ich ein Mal gekommen. Viel Spaß, sollte jemand von euch demnächst dort sein!
Viele Grüße Marc
mc3009Themenstarter219 Beiträge · seit 201528. Juni 2026 · #27
Hallo zusammen,
auf dem Rückweg ging es über Roy's Restcamp und Etosha. Roy's Restcamp hat mich ein wenig überrascht. Ich dachte, da erwartet uns eine kleinere Unterkunft. Tatsächlich scheint sie aber auch öfters größere Gruppen zu beherbergen, bei unserem Stopp waren zwei zugegen. Man merkt, dass das Restcamp darauf eingestellt ist. Trotzdem war es ein netter Zwischenstopp mit Fütterung von Bushbabys, Dik-Diks und einigen Vögeln (inklusive meinen Lieblingen, den Rosy-faced Lovebirds).
mc3009Themenstarter219 Beiträge · seit 201530. Juni 2026 · #28
Hallo zusammen,
hier eine kleine Auswahl von Bildern aus dem Etosha. Wir waren rund um Namutoni unterwegs und haben dort die Wasserlöcher teilweise mehrfach angefahren. Immer gut besucht waren Klein Namutoni, Chudop und Kalkheuwel.
Viele Grüße Marc
mc3009Themenstarter219 Beiträge · seit 201530. Juni 2026 · #29
...und noch ein paar Vögel...
Was ist denn da Ast und was Bein 😕
mc3009Themenstarter219 Beiträge · seit 201501. Juli 2026 · #30
Wie schon bei unserer Reise vor 2 Jahren waren wir im Fort Namutoni. Weil damals der Nightdrive ein echtes Highlight war, haben wir ihn dieses mal wieder gemacht, obwohl uns klar war, dass wir nicht immer so viel Glück haben können. Neben den üblichen Verdächtigen wie Elefanten und Rhinos, weiße wie schwarze, haben wir kleine Hyänen gesehen. Highlight war ein Löwenmännchen direkt an der Piste und ein wirklich beeindruckende Giant Eagle Owl.
Die meisten Bilder sind mit meinem Equipment wie erwartet nichts geworden. Hier die beiden besten:
mc3009Themenstarter219 Beiträge · seit 201501. Juli 2026 · #31
Nächster Stopp "Munsterland Guest Farm". Wie geplant sind wir durch den Etosha über Halali und Okaukuejo gefahren. Hätten wir gewusst, was uns erwartet, hätten wir nochmals die Wasserlöcher um Namutoni abgeklappert und dann den Park über das Lindequist Gate verlassen.
Aufgrund der Baustelle der C38 wird man ab Halali umgeleitet. Wahlmöglichkeit hat man keine, so dass man nur noch an den Wasserlöchern Sueda und Charitsaub sowie Gemsbokvlakte vorbei kommt. Auf der Strecke ist viel los, die meisten scheinen sie so schnell wie möglich hinter sich lassen zu wollen. Manche sind abartig gerast. Vielleicht hatten die Tiere auch deshalb keine Lust, sich an der Strecke aufzuhalten.
Das Gute war noch (oder das Schlechte, je nachdem wie man es sieht), dass die Pisten alle recht gut präpariert waren. Im Gegensatz zu vor zwei Jahren war es eine Wohltat, auf den Hauptstrecken zu fahren. Ausnahme waren alle Zufahrten zu den Wasserlöchern. Das ist eine absolute Zumutung und überhaupt nicht nachvollziehbar, warum man diese kurzen Stücke nicht präpariert. Für Anfahrten wie Kalkheuwel (3,5km) haben wir 20 Minuten gebraucht. Mir hat das teilweise komplett die Laune verhagelt und ist für mich echt ein Grund, den Park in Zukunft zu meiden.
Viele Grüße Marc
Noch ein paar wenige Bilder von unterwegs:
boris1'816 Beiträge · seit 200801. Juli 2026 · #32
Hallo Marc,
erst mal vielen Dank für den schönen Bericht! Richtung Caprivi geht es für uns in 10 Wochen. Mal ne Frage zu Etosha: Du schreibst, man könne ab Halali nur Sueda, Salvadora und Gemsbokvlakte anfahren. Das versteh ich nicht ganz, geht die Umleitung nicht über Aus und Olifantsbad?
Grüsse Boris
mc3009Themenstarter219 Beiträge · seit 201501. Juli 2026 · #33
Hallo Boris,
danke, freut mich, dass er dir gefällt.
Ich wusste zwischenzeitlich nicht mehr, wo wir waren, möglicherweise war meine Karte zu alt. Aber wir sind definitiv nicht an Aus und Olifantsbad vorbeigekommen und Gemsbokvlakte lag zwei Mal links von der Strecke. Unterwegs waren alle Abzweigungen auch gesperrt. Wir hätten nach Aus und Olifantsbad nur über Gemsbokvlakte kommen können. Wir sind die Strecke am 9.6. gefahren. Möglicherweise hat sich inzwischen auch etwas geändert.
Viele Grüße und viel Spaß bei eurer Reise
Marc
Daxiang5'050 Beiträge · seit 201403. Juli 2026 · #34
Hallo Marc,
kurz vor Schluß bin ich auch noch schnell zugestiegen und mich an deinen tollen Fotos erfreut.
mc3009Themenstarter219 Beiträge · seit 201504. Juli 2026 · #35
Hallo Konni,
schön, dass dir die Fotos gefallen!
Ich bin auch heimlicher Mitleser deines tollen Reiseberichts. Soooo viele tolle Sichtungen!
Viele Grüße
Marc
mc3009Themenstarter219 Beiträge · seit 201506. Juli 2026 · #36
Hallo zusammen,
ich habe mich schon ein paar Mal inzwischen über die Fahrweise mancher Touristen echauffiert, besonders an dem Tag, der (Tor-) Tour von Namutoni nach Okaukuejo war ich bedient. Da hat es dann gut gepasst, dass uns zwischen dem Anderson Gate und Outjo fünf Porsche entgegen kamen. Der fünfte hatte wohl den Anschluss verloren und versucht, mit drastisch überhöhter Geschwindigkeit, ihn wieder zu finden. Irgendwie hat mich das ein wenig sprachlos gemacht, vor allem als ich später danach googelte und die Preise solcher Touren gesehen habe. Die Geschmäcker sind einfach verschieden. Auf jeden Fall war mir der Radfahrer, den wir zwischen Divundu und Kongola überholt haben, deutlich sympathischer.
Ein Grund, warum wir immer wieder gerne ins südliche Afrika fahren, ist das gute Essen. Das bei der ersten Reise (Red Dunes, Hoodia, Erongo Wilderness, Grootberg, Onguma, Okonjima) war in der Folge schwer zu erreichen, aber dieses Mal haben wir es geschafft. Das wirklich hervorragende Essen der Caprivi-Lodges wurde aus unserer Sicht noch von dem der Fiume und dann zum Schluss von der Munsterland getoppt. Hier das Menü der Fiume:
vielen Dank für deinen Bericht/Eindrücke und die tollen Fotos!
Viele Grüße Andrea
mc3009Themenstarter219 Beiträge · seit 201514. Juli 2026 · #38
Hallo zusammen,
@Andrea Danke, freut mich, dass es dir gefällt!
Der Plan war, am Ende der Reise noch zwei Nächte dort zu verbringen, wo man sich noch ein wenig entspannen, die Eindrücke der Reise verarbeiten und ein wenig die Füße vertreten und vielleicht noch ein paar Vögel beobachten. Der Plan ist komplett aufgegangen, die Munsterland war der perfekte letzte Stopp mit einem hervorragendem Essen.
Vor der Restaurantterrasse sind kleine Wasserstellen, an denen sich zahlreiche Vögel aufhalten, hier eine erste Auswahl:
mc3009Themenstarter219 Beiträge · seit 201515. Juli 2026 · #39
Hallo zusammen,
die Farm besticht durch ihre landschaftliche Schönheit bei den Ugab-Terrassen. Hier ein paar Eindrücke, aufgenommen bei unserer Wanderung bzw. beim Scenic-Drive mit Jandré, dem Sohn der Gastfamilie
Auf der Farm gibt es wohl auch einige größere Tiere, gesehen haben wir aber "nur" ein Steinböckchen. Aber Danjan, der Host und Jandré wissen sehr viel über kleinere Tiere, allen voran Skorpione, Schlangen und Spinnen. Wer möchte, mit dem geht Danjan auf Skorpionsuche (leider findet man im Winter nicht allzu viele), Jandré hat uns bei der Fahrt eine Fledermauskolonie, eine Tarantel und eine braune Witwe gezeigt. Leider sind nicht alle Bilder was geworden. Vor dem Chalet hat sich dann auch noch das eine oder andere Tier gezeigt.
Viele Grüße Marc
mc3009Themenstarter219 Beiträge · seit 201516. Juli 2026 · #40
Hallo zusammen,
das war nun der kurze Reisebericht. Ich hoffe, es hat euch gefallen und vielleicht war ja auch eine hilfreiche Info dabei. Verabschieden will ich mich mit weiteren Vogelbildern von der Munsterland.