Erst "Oh je!", dann "Oh ja!" - Botswana Mai 2026

Reisebericht 25 Antworten · 2'646 Aufrufe · gestartet 16. Juni 2026 von Skotch
Themenstarter123 Beiträge · seit 201917. Aug. 2026 ·
Champagner schrieb:

Oh je 🙄.... wetten, dass es mich da reingehauen hätte 🙈? Ein klarer Fall für Bele.... im wahrsten Sinne des Wortes 🙃.

Schön, dass es jetzt mit diesem Kapitel doch noch geklappt hat (auch wenn ich hintenrum das Zaunpföschdle rausholen musste), selbst als das neue Forum dann plötzlich reingegrätscht hat - und ich freue mich schon sehr auf das nächste Boteti-Kapitel! 

Liebe Grüße und einen schönen Abend!

Bele

Ich war aber auch schon kurz davor mich dort reinzulegen 🫠 Aber wer weiss, vielleicht hat dieser Bakterien-Algen-Irgendwas-Schleim ja auch eine bestimmte Wirkung, so wie das manchen Schlammpackungen nachgesagt wird 😗

Makalani schrieb:Hallo Marcel,

zuerst einmal vielen herzlichen Dank für deinen schönen Reisebericht und die tollen Fotos. 

Wow- bei den Baines Baobabs soviel Wasser in der Nxai Pan, das finde ich schon ganz besonders.  Auch hattet ihr bisher sehr schöne Sichtungen und Wasser im Boteti River - da war der viele Regen im Nachhinein vielleicht sogar ein Glücksfall. 

Dieses Bild gefällt mir außerordendlich gut - Danke!


Viele Grüße, Sabine 

Vielen Dank 🙂 Ja, der Regen hatte dann im Nachhinein trotzdem irgendwie sein Gutes. Wir hatten ja schon mit dem Schlimmsten gerechnet aber wurden dann dann doch nicht enttäuscht...

Nacho schrieb:Hallo Marcel, 

jetzt bin ich auch auf dem Laufenden. Was ist das schön grün auf euren Fotos und dazu das Wasser und die vielen Tiere. Unglaublich schön. 

Ich bin schwer begeistert.

Vielen Dank für diese tollen Eindrücke.

Liebe Grüße,

Silvia

Auf den Fotos kommt es teilweise gar nicht so rüber aber es war in Wirklichkeit schon um einiges grüner finde ich... Da hat man zu unseren Reisen im September und November schon einen krassen Unterscheid gesehen 🙂


Viel Spaß beim Weiterlesen und Bilder gucken!

LG Marcel

Themenstarter123 Beiträge · seit 201917. Aug. 2026 ·

Tag 7:

09.05.2026

Boteti bei Khumaga


Die Nacht war dieses Mal nicht ganz so kalt. Dafür hatten wir nachts Besuch von einigen Zebras, die sich rund um unser Auto aufhielten. Von den Löwen, vor denen wir am Gate gewarnt worden waren, bekamen wir dagegen nichts mit - weder hörten wir sie noch bekamen wir sie zu Gesicht.

Das Schöne am Boteti ist, dass man nicht sonderlich weit fahren muss, um etwas zu sehen. Auch die Gamedrive-Strecke ist überschaubar: Letztlich geht es immer den Fluss hinauf und wieder zurück. Und genau so sah auch unser Tagesablauf aus. Zum Sonnenaufgang fuhren wir langsam den Fluss entlang, beobachteten die badenden und grasenden Zebras und Elefanten und hielten immer wieder lange an, um ihnen zuzusehen. 


Lediglich zum Brunchen kehrten wir zurück ins Camp. Nach einer ausgedehnten Mittagspause wiederholten wir am Nachmittag unser Programm vom Vormittag. Sonderlich viel Neues gab es dabei zwar nicht zu entdecken, allerdings waren am Nachmittag deutlich mehr Elefanten unterwegs als am Morgen.


Am nächsten Morgen verzichteten wir auf einen weiteren Gamedrive, da wir für diesen Tag eine längere Strecke bis zum Moremi South Gate geplant hatten. Eigentlich wollte ich die Khumaga-Fähre vermeiden und stattdessen durch den Nationalpark zurück zur Teerstraße fahren. Nachdem uns jedoch andere Reisende Mut bezüglich der Fähre zugesprochen hatten und ich außerdem keine große Lust mehr auf das sandige Stück bis zur Straße hatte, entschieden wir uns schließlich doch, die Fähre auszuprobieren.

Und tatsächlich: So schlimm war es gar nicht! Um auf die Fähre zu gelangen und auf der anderen Seite wieder herunterzufahren, mussten wir zwar durch tiefes Wasser, das teilweise bis zur Motorhaube stand, aber die Fährbetreiber halfen uns dabei sehr gut und gaben uns klare Anweisungen per Handzeichen. So war der Boteti schließlich schneller überquert als gedacht.



In Maun stockten wir noch unsere fehlenden Vorräte auf und fuhren anschließend direkt weiter in Richtung South Gate. Der Weg war inzwischen fast vollständig abgetrocknet. Die einstigen Schlammlöcher und Wasserquerungen waren allerdings teilweise steinhart ausgetrocknet, sodass unser Auto von einer Bodenwelle in die nächste und anschließend direkt ins nächste Schlagloch holperte. Wir kamen nur mühsam voran. Auch wenn die Strecke inzwischen grundsätzlich betahrbar war, war die Fahrt körperlich doch eine echte Strapaze. Umso erleichterter waren wir, als wir am Nachmittag endlich das South Gate erreichten und unsere Campsite beziehen konnten.

Die South Gate Campsite war rappelvoll. Viele Reisende waren hierher ausgewichen, weil es zu dieser Zeit noch keine Möglichkeit gab, Third Bridge oder Xakanaxa zu erreichen. Entsprechend wuselig ging es auf der Campsite, zu, und auch die Ablu-tions, machten einen entsprechend wenig einladenden Eindruck. Das Personal vor Ort schien zudem nicht sonderlich motiviert, daran etwas zu ändern.

Wir verbrachten die Zeit bis zum Abend noch mit einem kleinen Gamedrive bis zur Abzweigung zu den Black Pools. Weiter kamen wir nicht - die Straße endete hier im Marschland. Und davon gab es in dieser Gegend reichlich: Rechts und links des Hauptweges erstreckten sich Wasser, Matsch und Sumpf, soweit das Auge reichte.


Einige Elefanten und Giraffen ließen sich trotz der eingeschränkten Möglichkeiten blicken. Wie man uns erzählte, gab es hier hin und wieder sogar Wildhunde und Leoparden zu sehen. Für uns jedoch heute nicht.

Insgesamt waren wir jedoch sowohl vom Zustand der Campsite als auch von den eingeschränkten Gamedrive-Möglichkeiten mehr als enttäuscht. Deshalb ließen wir uns offen, die für den Rückweg geplanten zwei weiteren Nächte hier überhaupt zu verbringen. Sollte in Magotho, noch etwas frei sein, würden wir lieber dort verlängern...

Auch der Abend auf der South Gate Campsite war alles andere als ruhig. Einige Gäste fanden es offenbar besonders lustig, ein Spiel daraus zu machen, wer die meisten Steine in das blecherne Müllfass, werfen konnte. Und dann bekamen wir in der Nacht noch Elefantenbesuch. Einer von ihnen machte sich direkt im Gebüsch neben unserem Auto zu schaffen 🤫


LG Marcel

8'746 Beiträge · seit 201017. Aug. 2026 ·

Guten Abend Marcel,

danke für dieses schöne Kapitel - der Boteti ist einfach ein Traum, ich freue mich schon wieder sehr auf ihn 🤩:

Und ich kann mir übrigens sehr gut vorstellen, wie sich diese ganzen Matschlöcher in ausgehärtetem Zustand anfühlen - da weiß man echt nicht, was besser ist.... so ein bisschen Pest oder Cholera, gell?


Jetzt bin ich mal gespannt, ob das nächste Kapitel ohne Pföschdle klappt 😛😇!

Ganz liebe Grüße von Bele


Meine Reiseberichte im Namibia-Forum von 2011 bis heute
Themenstarter123 Beiträge · seit 201918. Aug. 2026 ·
Champagner schrieb:

danke für dieses schöne Kapitel - der Boteti ist einfach ein Traum, ich freue mich schon wieder sehr auf ihn 🤩:

Das hört sich ja schon nach einem konkreten Plan an, erzähl mir mehr 😀


LG Marcel 

8'746 Beiträge · seit 201018. Aug. 2026 ·
Skotch schrieb:

Das hört sich ja schon nach einem konkreten Plan an, erzähl mir mehr 😀

LG Marcel 

Naja, irgendwann mal werde ich ihn schon wiedersehen 😉😇(sofern ich gesund bleibe 🙄)!

LG Bele

Meine Reiseberichte im Namibia-Forum von 2011 bis heute
901 Beiträge · seit 201624. Aug. 2026 ·
Moin Marcel,

großartiger Bericht, tolle Bilder, vielen Dank! Und der Boteti wird wieder über die Fähre überquert, wie schön! 

Aber was für mich wirklich der Knaller ist, sind die Bilder von Baines Baobabs! Habe die Pfanne noch nie voll Wasser gesehen, was für ein Eindruck! Seid Ihr auf den Campsites gewesen, kommt man da hin?

Herzliche Grüße

Martin

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zuletzt bearbeitet 24. Aug. 2026