Khaudum oder Alternative

13 Antworten · 821 Aufrufe · gestartet 14. Juni 2026 von Nadjas
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Themenstarter131 Beiträge · seit 200914. Juni 2026 · #1
Hallo,
bei unserer nächsten Reise war geplant, den Khaudum zu durchqueren. Nun bekomme ich jedoch kalte Füße, da immer wieder vor dem Alleinfahren im Park gewarnt wird. Um nicht gänzlich auf den Khaudum zu verzichten, habe ich folgende Alternative im Blick und würde gern eure Meinung dazu hören, ob ihr das sinnvoll findet:

Grootfontein → Tsumkwe Country Lodge → Fahrt in den Khaudum bis Sikereti Camp (2–3 Nächte) → Grenzübertritt nach Botswana über Dobe → Guma Lagoon Camp oder Shakawe → Divundu.

Ich überlege auch, vor Ort nach einem zweiten Fahrzeug zu schauen, denke aber, dass das schwierig wird, weil wir vorbuchen möchten und dann wenig flexibel sind. Wir haben schon Tiefsand-Erfahrung, möchten aber keinesfalls gestresst werden. Unsere Reisezeit wird Mitte August 2027 sein.
Wie sind eure Meinungen oder welche Alternativen könnt ihr empfehlen?
Ich habe im Forum schon alles durchsucht, aber die Einträge sind teilweise schon viele Jahre alt.

Danke, viele Grüße
Nadja
87 Beiträge · seit 202215. Juni 2026 · #2
Ich konnte ehrlich gesagt das Aufhebens um den Khaudum noch nie so ganz verstehen. Die Reifen sollten alle sechs was taugen und der Umgang mit Gummiwürsten sollte grundsätzlich bekannt sein - für die eine dumme Wurzel, die man doch mal irgendwo in der Spur erwischen könnte. Hauptschwierigkeit würde ich sonst eher im bei Regen im Bett des Khaudum (und zwei, drei anderen Cotton-Soil- bzw. Tonschlamm-Stellen) sehen. Insbesondere der Trail parallel zum Khaudum nach Osten Richtung Bots-Grenze kann gemein werden. Schlimmste Tiefsandstelle ist die Ausfahrt im Norden, zwischen Park und B8 - bei Hitze vielleicht hin und wieder mal auf die Temperaturen schauen und nicht stumpf mit Hackengas durchprügeln.

Ich würde unbedingt Khaudum Camp statt Sikereti empfehlen. Mit der Lage auf dem Hügel immer wieder ein schönes Erlebnis, direkt von der Campsite aus unten im Flussbett Löwen zu sehen. Hyänen leider auch direkt im Camp. Morgens bei der Einfahrt in den Park hatten wir übrigens ein großes Rudel Wildhunde mitten auf der Straße, und auch sonst lässt sich bei zeitiger Einfahrt im Süden ein ganz netter Game Drive einbauen.

Alternativen: parallel zum Khaudum den Omatako River hinauf. Weniger spektakulär, mehr Dörfer, aber für den etwas engeren Zeitplan auch ein netter Weg in den Norden, ohne sich auf Asphalt zu Tode zu langweilen.
zuletzt bearbeitet 15. Juni 2026
Themenstarter131 Beiträge · seit 200915. Juni 2026 · #3
Hallo magpie13,
ich hatte es befürchtet. Den Khaudum hatte ich gewählt, weil wir ihn noch nicht kennen und es immer wieder begeisterte Rückmeldungen gibt. Die Alternative über den Omatako River kenne ich gar nicht. Ich denke, ich werde noch einmal komplett umplanen. Danke!
Gruß Nadja
33,1k Beiträge · seit 200616. Juni 2026 · #4
Hi Nadja,

Khaudum ist absolut einen Besucht wert, würde das aber für "Anfänger" aus Sicherheitsgründen wirklich nur mit einem zweiten Fahrzeug empfehlen. Du bist halt wirklich allein dort.

Viele Grüße
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
2'462 Beiträge · seit 200616. Juni 2026 · #5
Hi Nadja,

wir werden dieses Jahr Mitte September den Khaudom von Nord nach Süd queren und sind auch nur mit einem Fahrzeug unterwegs. Im Norden soll es sehr tiefsandig sein, da wollen wir zusehen, möglichst früh am Morgen zu starten. Sollte es wider Erwarten regnen und uns wird vor Ort empfohlen, das Ganze zu lassen, lassen wir die Buchungen der Campsites halt verfallen und überlegen uns eine Alternative. Wir wollen uns die Gelegenheit nicht entgehen lassen, mal einen Park fast ganz für uns zu haben. Wir kennen Khaudom nämlich noch nicht. Wir stellen uns darauf ein, dass wir möglicherweise das Auto aus dem Sand buddeln müssen, aber das ist auch kein Hexenwerk. Learning by doing. 😛

Ich berichte aber gern, wie es bei uns dann gelaufen ist.

Liebe Grüße
Sanne
"Der letzte Beweis von Größe liegt darin, Kritik ohne Groll zu ertragen." Victor Hugo
224 Beiträge · seit 201316. Juni 2026 · #6
Hallo Nadja,

Euer ursprünglicher Plan ist doch ganz nett. Ich würde vielleicht zusehen, dass ihr Tsunkwe komplett überspringt. Von Grootfontein oder Roy’s schafft man das an einem Tag nach Sikereti.
Die Piste von Tsunkwe nach Sikereti ist entschärft. Die kann man gut fahren. Ist kein Tiefsand.
In Sikereti gibt es ein Lodge, Campsite, Restaurant mit Pool und eventuell die Möglichkeit jemanden zu finden mit dem man nach Norden rausfahren kann, falls man das will.
Ansonsten ist euer Plan Grootfontein—Tsunkwe— Sikereti—Dobe—BW m.M. nach gut machbar.
LG, RB
388 Beiträge · seit 201716. Juni 2026 · #7
Unbedingt eine Nacht in der Nyae Nyae Conservency einplanen, nicht Lodge in Tsumkwe. Da ist immer was frei.
Mit einem Auto alleione Khaudum durchqueren ist kein Problem. Sollte was passieren, kommt schon irgendwann jemand vorbei. Klar, ist das blöd. Wenn ihr mit zwei Autos da seid, dann ist der Urlaub gleich für zwei Partien versaut. Was daran ein Vorteil sein soll, weiss ich nicht.
Aber: Die Wahrscheinlichkeit, dass ihr auf einer der B Straßen oder der Gravel Roads einen schlimmen Unfall habt, ist statistisch gesehen sehr viel größer.
Also: Einfach durchfahren, aber vorher unter einem riesigen Boabab in Nyae Nyae nächtigen!
2'534 Beiträge · seit 200716. Juni 2026 · #8
Hi,
wieso sollte der Urlaub gleich für beide versaut sein, wenn der eine dem anderen helfen kann?
Ist doch besser, als man muss dann zwei Tage warten und Wildfremde (deren Urlaub dann ja wohl ebenfalls versaut ist) um Hilfe bitten zu müssen.

Ich sag immer alleine ist blöd. Zwei Autos ist perfekt, drei gehen zur Not aber ab dem vierten Auto ist die Wahrscheinlichkeit, dass was kaputt wird, schon wieder zu groß. Somit ist der Vorteil zunichte gemacht.

LG Wolfgang
Mit Peanut und Glück auf Namibia-Tour - RB 2015 Öfter Mal was Neues - Kaokoveld Februar 2026
Themenstarter131 Beiträge · seit 200916. Juni 2026 · #9
Hallo,
vielen Dank für eure Beiträge. Ich habe wieder etwas mehr Mut gefasst und denke, wir können es versuchen. Wir sind auch schon durch den Chobe und in Flussbetten im Kaokoveld gefahren. Die Möglichkeit, kurzfristig umzuprogrammieren bzw. auf gebuchte Campsites zu verzichten, ist ebenfalls eine Option. Die Nyae Nyae Conservancy hatte ich bisher noch nicht in Erwägung gezogen, werde ich mich mit befassen. Und vielleicht finden wir in Sikereti ein weiteres Fahrzeug, das uns begleitet.
Gruß Nadja
2'462 Beiträge · seit 200617. Juni 2026 · #10
dergnagflow schrieb:Hi,

Ich sag immer alleine ist blöd.

LG Wolfgang
Wir geben uns Mühe, im September zu zeigen, dass wir nicht blöd waren. 😗 Wir haben Satphone dabei und reichlich Wasser. Was soll also außer Ausbuddeln und Reifenwechsel groß passieren? Bei einem medizinischen Notfall hilft auch kein zweites, drittes oder viertes Fahrzeug, sofern keine Ärzte dabei sind. Mich würde interessieren, was Du blöd findest, in der Trockenzeit dort allein unterwegs zu sein.
"Der letzte Beweis von Größe liegt darin, Kritik ohne Groll zu ertragen." Victor Hugo
5'479 Beiträge · seit 200924. Juni 2026 · #12
Wir waren immer allein im Khaudom unterwegs. Hatten dabei nie Bedenken. Gerade wenn Ihr auch schon im Kaokovelt allein unterwegs wart, sollte der Khaudom nicht das große Problem sein.

Die berüchtigte und durchaus anspruchsvolle Tiefsandstrecke liegt im übrigen gar nicht im Nationalpark, sondern ist die Zufahrt von Norden. Die Zufahrt von Süden ist einfach und die Strecken im Park sind vergleichbar mit Moremi und Savuti.
Unser Reise-Blog: KaTho_VanTour Staub & Schlamm (Kenia 21/22) 7 Wochen in der Regenzeit !? (NAM/BOT 18/19) Leoparden hautnah (Tansania 2016/2017) Elefantös - Zimbabwe 2016 Auf Großer Fahrt (Reisebericht SA-NAM-BOT-ZIM 2014/2015) Rivers & Sand (Reisebericht Namibia/Botswana 2013) Reisebericht Tansania 2013: "Das volle Programm"
1'003 Beiträge · seit 200824. Juni 2026 · #13
Hallo Nadja,
Sehe ich auch wie Topobär. Wir sind schon 2x im August durchgefahren und da war es trocken und kein Problem. Da fand ich es von Savuti nach Linyanti anspruchsvoller. Es war auch nicht so einsam im August, wir sind immer auch anderen Leuten begegnet und auch auf den Camp sites waren andere Autos.
Mach doch einen Aufruf hier im Forum, wenn du den genauen Zeitraum weißt. So haben wir nette Mitfahrer gefunden, zu denen wir heute noch Kontakt haben 🙂
Viele Grüße
Doro
zuletzt bearbeitet 24. Juni 2026
Themenstarter131 Beiträge · seit 200924. Juni 2026 · #14
Hi an alle,
danke für eure Antworten!
Ja, Khaudum ist nun fest eingeplant. Und wir werden sehen ob es weitere Fahrzeuge ab dem Sikereti Camp gibt, die den Khaudum nach Norden durchfahren möchten.
Wir freuen uns jedenfalls jetzt schon darauf.
Schönen Abend, Gruß Nadja