Ich bin auf einer Wiese herumgelaufen, irgendwo zwischen Campingplatz und Visitor Center, da gab es keine Boardwalks....
Liebe Grüße
Makra
fahrinurlaubThemenstarter392 Beiträge · seit 200802. Apr. 2026 ·
Wie schon erwähnt, konnten wir mit unserem Camper den Western Explorer Highway nicht fahren. Stattdessen nahmen wir den Umweg über Cradle Mountain und Stanley und kehrten anschließend noch einmal ins Tarkine-Gebiet zurück, um den Tarkine Drive zu fahren.
Stanley ist ein kleiner historischer Fischerort an der Nordküste und vor allem bekannt für den markanten Vulkankegel „The Nut“ sowie für seine Pinguine, die nach Sonnenuntergang zu ihren Höhlen am Campingplatz zurückkehren. Meiner Erinnerung nach gab es 2001 die Zwergpinguine dort noch nicht.
Ein weiteres Highlight ist der Aufstieg auf den Vulkankegel „The Nut“. Da ich mir leider am Tag zuvor das Knie verrenkt hatte, brachte mich der Sessellift ganz entspannt auf den 143 Meter hohen Gipfel. Die Aussicht auf das Meer sollte man sich auf keinen Fall entgehen lassen.
Am nächsten Tag starteten wir zur etwa 200 Kilometer langen Rundfahrt auf dem Tarkine Drive. Die Hauptstrecke ist inzwischen größtenteils befestigt. Mindestens eine Übernachtung sollte man für diese Tour einplanen. Wir begannen mit dem Abschnitt durch den Regenwald und hielten an mehreren Lookouts an. Ein besonderes Highlight ist der „Trowutta Arch“, ein riesiger Felsbogen, der den Blick auf eine Höhle freigibt. Diese ist auf einer Seite offen und hat in der Mitte ein kleines Sinkhole, umgeben von üppigen Baumfarnen.
Nach dem Regenwald erreicht man die raue, windgepeitschte Küste. Wir stoppten an den Felsen der Couta Rocks und schauten noch kurz beim „Edge of the World“ vorbei… es war unglaublich stürmisch, kalt und regnerisch. Danach organisierten wir im Park Office am Arthur River einen einfachen Campsite für drei Dollar, die Wahl fiel auf Prickly Water.
Von unserem fast leeren Campground führte ein kurzer Spaziergang zur wilden Küste. Am Strand lagen zahlreiche angespülte Stämme der alten Huon Pines. Die Nacht war regnerisch, und am nächsten Morgen fuhren wir noch einmal zum „Edge of the World“. Der Name passt perfekt: Der Wind war unglaublich stark, und die Wellen schlugen mit voller Kraft gegen die Felsen und Küste, aber dafür schien die Sonne. Nachdem wir noch einen kurzen Abstecher zum Bluff Hill Point Lighthouse gemacht hatten, fuhren wir direkt zu unserer nächsten Station: dem traumhaften Boat Harbour Beach.
Stanley, mit dem Ayers Rock Tasmaniens 'The Nut'
Mit dem Sessellift nach oben. Blick auf unserem Campingplatz
Blick in die „Trowutta Arch“
Die Küstenstraße
Ceuta Rocks mit dramatischem Himmel
Spaziergang von Campground Prickly Wattle zum Strand
Riesige Houn Pine Stämme am Strand
„Edge of the World“ die weiteste Ausdehnung an Meeresflächen ohne Landmasse… 15.000 km bis zur Ostküste Patagoniens in Argentinien
fahrinurlaubThemenstarter392 Beiträge · seit 200803. Apr. 2026 ·
Boat Harbour Beach ist der ideale Ausgangspunkt, um die Strände der Umgebung und den nahegelegenen Rocky Cape National Park zu erkunden. Vom Campingplatz aus hatten wir einen atemberaubenden Blick über die Bucht mit ihrem kristallklaren Wasser und der hügeligen Küste. Im Park selbst gibt es keine Übernachtungsmöglichkeiten, daher unternahmen wir von hier einem Strandspaziergang entlang des Sister Beaches und im Park kurze Touren zum Leuchtturm und zu verschiedenen Aussichtspunkten. Im Park gibt es viele Höhlen, die den Aboriginals früher als Schutzräume dienten, und nicht betreten werden dürfen.
Nach zwei Nächten fuhren wir weiter zum Narawntapu National Park, der auch als „Serengeti Tasmaniens“ bezeichnet wird. Vor 25 Jahren trug der Park noch den Namen Asbestos National Park. Im Parkbüro bezahlten wir für einen einfachen Busch-Campground, auf dem wir zwei Nächte bleiben wollten. Da es Wochenende war, hatten bereits viele „Grey Nomads“ die meisten Stellplätze belegt, Mit etwas Glück fanden wir jedoch noch ein schönes Plätzchen in der Nähe von Bakers Beach… einem kilometerlangen, wunderschönen Strand, den wir noch am selben Tag entlangspazierten. Von Reisenden aus Übersee wird der Park oft übersehen.
Durch die vielfältigen Landschaftsformen – Grasland, Laubwälder, Feuchtgebiete, Lagunen und Küstenabschnitte – ist der Park besonders artenreich. Allerdings war es an diesem Tag sehr warm, sodass wir hauptsächlich Wallabys, Pademelons und Forester-Kängurus zu Gesicht bekamen. Auf unserem Spaziergang zu einer Vogelbeobachtungshütte an der Lagune konnten wir außerdem zahlreiche Wasservögel beobachten.
Am nächsten Tag fuhren wir noch etwas weiter in den Park hinein und unternahmen eine weitere Wanderung entlang von Bakers Beach und hinauf zum Aussichtspunkt auf dem 115 Meter hohen Archers Knob. Von dort oben bot sich uns ein beeindruckender Blick über den langen Strand, die Feuchtgebiete und das weite Grasland – einfach traumhaft.
Boat Harbour, das Meer schillert in den unterschiedlichsten Blautönen. Wir hatten endlich auch wärmeres und sonniges Wetter
Was für ein Ausblick vom Campingplatz!
Er und sein Hund hatten sich einen noch besseren Aussichtsplatz gesucht
Wanderung vom Sisters Beach
Mittagsrast am Parkplatz neben dem Sisters Beach
Im wenig besuchten Rocky Cape NP
Traumhafte Rastplätze aber übernachten im Park war nicht erlaubt
Und weiter zum Narawntapu NP: hier ein Spaziergang am endlosen Bakers Beach
Surfen und Angeln, die Hauptbeschäftigung der Aussies in ihrer Freizeit
Besuch am Buschcamp im Park
Australischer Grasbaum
Wanderung zum Aussichtspunkt Archers Knob
Ausblick von Archers Knob auf das Grasland und die Lagune
fahrinurlaubThemenstarter392 Beiträge · seit 200807. Apr. 2026 ·
Auf dem Weg zur Bay of Fires lag das Trowunna Wildlife Sanctuary nahezu auf unserer Route, sodass wie einen kurzen Abstecher dorthin machten. In diesem privat geführten Naturschutzgebiet kümmert man sich um verletzte und verwaiste einheimische Tiere, die nicht mehr ausgewildert werden können. Auch gibt es Zucht- und Erhaltungsprogramme. Der Tasmanische Teufel leidet seit 1996 unter einer spezifischen, tödlichen Krebserkrankung.
Besucher haben hier die seltene Gelegenheit, die Tiere in einer naturnah gestalteten Umgebung zu beobachten. Das Gelände lässt sich eigenständig erkunden, zusätzlich werden mehrere Führungen angeboten. Bei den interaktiven Touren, jeweils um 11:00, 13:00 oder 15:00 Uhr, kann man einem Wombat ganz nah kommen und den Tasmanischen Teufel kennenlernen. Ein besonderes Highlight ist dabei die Fütterung einer Gruppe lebhafter Tasmanischen Teufel. In weiteren Gehegen lassen sich außerdem verschiedene Vogelarten, Possums und Beutelmarder entdecken.
Den großen Campingplatz in St. Helens am Bay of Fires erreichten wir am Nachmittag. Hier verbrachten wir den restlichen Tag mit Wäsche waschen, kochen und relaxen.
Ein Wombat wird vorgestellt
Der Wombat auf dem Laufsteg
Ein erwachsener Tasmanischer Teufel
Ein totes Wallaby wurde in weniger als 15 Min von der Meute vollständig verzehrt
Ihm ist es zu heiß
Tasmanische Teufel besitzen im Verhältnis zu ihrer Körpergröße eine extrem starke Beißkraft, die zu den höchsten aller lebenden Säugetier-Fleischfresser zählt.
Ein Beutelmarder, ein Verwandter des Tasmanischen Teufels
fahrinurlaubThemenstarter392 Beiträge · seit 200807. Apr. 2026 ·
Mit ihren endlos puderweißen Stränden, den markanten orange-roten Felsen und dem azurblauen Meer zählt die Bay of Fires zu den beliebtesten Reisezielen Tasmaniens. Die ersten beiden Nächte verbrachten wir auf dem großen BIG4-Campingplatz in St. Helens.
Am nächsten Tag unternahmen wir einen Tagesausflug zur nahegelegenen Binalong Bay und schauten uns einige freie Campsites an. Mein Gott, waren die voll! Überall standen die australischen „Grey Nomads“ mit ihren Motorhomes und teilweise riesigen Zeltstädten.
Auf der Rückfahrt hielten wir in der Stadt am Informationsbüro, um uns nach freien Campgrounds im Park zu erkundigen. Die freundliche Mitarbeiterin erklärte uns, dass wir die besten Chancen auf einen freien Platz zwischen 10 und 11 Uhr morgens hätten… dann würden viele Camper abreisen.
Unsere Wahl fiel schließlich auf den Swimcart Beach. Dort gab es schöne, ruhige Stellplätze im Busch. Direkt am Strand wollten wir wegen des starken Winds nicht stehen.
Einen weiteren Ausflug machten wir zu „The Gardens“. Am Gardens Lagoon Beach wagte ich sogar ein Bad im eiskalten Wasser… allerdings nur kurz. Die Kälte prickelte regelrecht auf der Haut.
Kurz überlegten wir noch, ob wir das Risiko eingehen sollten, die etwa 50 Kilometer lange, nicht asphaltierte Piste zur Ansons Bay zu fahren. Letztlich entschieden wir uns dagegen… das Risiko einer Panne wäre uns einfach zu groß gewesen.
Am Swimcart Beach hätten wir durchaus noch länger bleiben können, denn im nahegelegenen St. Helens gab es eine Dumpstation und Frischwasser. Doch wir wollten schließlich noch mehr entdecken.
Puderweißer Sand, türkisfarbenes Meer und die orange-roten Felsen
Abendstimmung am Swimcart Beach
The Gardens
Der Beweis, ich war im eiskaltem Meer.
Trotz der Beliebtheit findet man noch einsame endlose Strände
Die Bay of Fires ist schon super ! Bei den kostenlosen Campgrounds scheinen auch Dauerbewohner zu sein, denn im Jahr darauf waren die gleichen Leute immer noch da.
Liebe Grüße
Makra
fahrinurlaubThemenstarter392 Beiträge · seit 200807. Apr. 2026 ·
Ja, eigentlich ist der Zeitraum auf 28 Tage eingeschränkt. Aber ob das jemand kontrolliert? Eine Freundin meinte, während ihrer Zeit dort, gab verwaiste Zelte etc. von Dauercampern. Sie hatte dort niemanden gesehen
fahrinurlaubThemenstarter392 Beiträge · seit 200810. Apr. 2026 ·
So allmählich erreichten wir die sonnigeren und milderen südlichen Regionen Tasmaniens. Unsere nächste Station war der Freycinet National Park. Wie schon im Jahr 2001 wollten wir dort erneut den kleinen Wineglass Bay Track unternehmen.
Der etwa 12 km lange Rundweg führt zunächst zum Wineglass Bay Lookout, von wo aus man hinunter zur Wineglass Bay gelangt. Anschließend geht es über den Isthmus Track weiter zur Hazards Beach. Der anschließende Hazards Beach Track entlang der Felsküste zieht sich dann doch ziemlich in die Länge, bis man schließlich wieder den großen Parkplatz erreicht.
Eigentlich war nur der Abschnitt bis zum Lookout und der Abstieg zur Wineglass Bay recht stark besucht. Danach wanderte man sehr entspannt weiter und begegnete nur wenigen anderen. Vielleicht lag das aber auch daran, dass wir schon früh am Morgen, direkt zur Parköffnung, mit der Wanderung begonnen hatten.
Der BIG4 Iluka on Freycinet Holiday Park war von uns lange im Voraus gebucht worden… eine gute Entscheidung, denn der Platz erwies sich als sehr beliebt. Nach zwei Nächten setzten wir unsere Reise entlang der Küste fort und fuhren weiter nach Triabunna. Unterwegs machten wir noch einen Abstecher zum Bolton’s Beach, wo wir eine Mittagspause einlegten und einen Spaziergang am endlos wirkenden Strand unternahmen, bevor sich am Himmel dichte Regenwolken zusammenzogen.
In Triabunna angekommen, richteten wir uns zunächst auf dem örtlichen Caravan Park ein und besuchten anschließend noch die Fährstation, denn für den nächsten Tag wollten wir früh die Insel Maria Island besuchen
Das Postkartenmotiv vom Wineglass Bay
Hier wollten wir runter
Am Wineglass Bay Beach
Der Hazards Beach nach dem Isthmus
Ein Spaziergang am Strand vom BIG4 Iluka
Sonnenuntergang am BIG4
Das Surfbrett wird den Kids schon in die Wiege gelegt
Wow, Uli! ich bin begeistert. Vor allem mit blauem Himmel ist die Landschaft wirklich einzigartig. Dazu noch die niedlichen Wombats. Hach, so cute. 🙂 Du hast deine Eindrücke toll eingefangen.
Wir hatten bei der Wanderung zur Wineglass Bay leider trübes Wetter und Nieselregen. Die ganze fantastische Landschaft war dadurch recht fad.
Liebe Grüße
Makra
fahrinurlaubThemenstarter392 Beiträge · seit 200811. Apr. 2026 ·
@ Yvy, Danke! im Norden und Westen hatten wir wirklich Glück mit dem Wetter und der Himmel Down Under ist bei Sonne und auch bei Bewölkung oft immer toll.
@ Makra Schade, ein Grund nochmal die Insel zu besuchen 🙂
fahrinurlaubThemenstarter392 Beiträge · seit 200811. Apr. 2026 ·
Der Caravan Park in Triabunna wirkte etwas aus der Zeit gefallen. Der Toilettenblock stammte vermutlich noch aus den 60er-Jahren, und für den großen Platz gab es lediglich zwei Toiletten und Duschen. Außerdem hatten sich dort einige Aussies wohl notgedrungen dauerhaft niedergelassen. Die Mieten… ebenso wie die Lebensmittelpreise (mit Ausnahme von Fleisch), sind auch in Tasmanien sehr hoch.
Die Fähre nach Maria Island hatten wir bereits mehr als eine Woche im Voraus gebucht. Die spätere Rückfahrt um 16:15 Uhr war schon komplett ausgebucht, und es gab auch keine Stornierungen. Dadurch war unser Aufenthalt auf der Insel leider recht kurz. Die Hinfahrt startete um 8:30 Uhr, Ankunft etwa eine Stunde später… damit blieben uns rund fünf Stunden bis zur Rückfahrt um 14:30 Uhr.
Auf der Fähre waren hauptsächlich chinesische Touristen, die direkt aus Hobart angereist kamen. Für den Tag hatten wir Mountainbikes gemietet und planten, Richtung Süden zu fahren. Das stellte sich als sehr gute Entscheidung heraus, denn die meisten Besucher blieben im Hauptort und hielten auf den Wiesen Ausschau nach Wombats.
Wir radelten entspannt an der Küste entlang, machten einen kurzen Stopp bei Frenchs Farm und fuhren anschließend noch einen Abstecher zur Encampment Cove, bevor wir über die Convict Cells wieder Richtung Norden zurückkehrten. Auf den Wiesen bei Frenchs Farm soll es eigentlich viele Wombats geben. Da es jedoch sehr warm war und das Gras ziemlich vertrocknet, blieben die meisten Tiere lieber in ihrem Bau.
Eine längere Pause legten wir schließlich am Four Mile Beach ein. Dort aßen wir unsere mitgebrachten Brote und genossen ein wenig die Sonne. Danach machten wir noch einen kurzen Abstecher zu den Painted Cliffs, bevor wir die Fahrräder wieder abgaben. Gerade noch rechtzeitig erreichten wir die Fähre zurück.
Trotz der begrenzten Zeit war es insgesamt ein sehr schöner Ausflug.
fahrinurlaubThemenstarter392 Beiträge · seit 200812. Apr. 2026 ·
Allmählich neigte sich unsere Tasmanienreise dem Ende zu, und wir überlegten, wo wir die letzte Nacht vor der Rückgabe des Campers verbringen sollten. Da wir am letzten Tag keine Fähre mehr nehmen wollten – man weiß ja nie, was passieren kann – entschieden wir uns, von Triabunna über Hobart nach Bruny Island zu fahren. Dort wollten wir zwei Nächte auf einem Campingplatz verbringen, bevor wir anschließend wieder über Hobart zur Tasman-Halbinsel zurückfahren. So konnten wir die Fährfahrt am letzten Tag vermeiden, und außerdem liegt die Halbinsel deutlich näher an der Camperstation am Flughafen.
Auf Bruny Island übernachteten wir auf einem Campingplatz in der Adventure Bay. Am spätem Nachmittag unternahmen wir noch einen Spaziergang in Richtung Fluted Cape. Da es bereits recht spät war, schafften wir es nur bis zum Aussichtspunkt mit Blick auf Penguin Island.
Für den nächsten Tag hatten wir eine Küstenwanderung entlang der Labillardiere-Halbinsel geplant. Die Zufahrt dorthin führt über eine längere Sandpiste, die eigentlich etwas mehr als die erlaubten zwölf Kilometer umfasst. Da das Navigationsgerät im Auto ohnehin nicht funktionierte, wagten wir dennoch die Fahrt.
Die rund 16 Kilometer lange Umrundung der Labillardiere Halbinsel füllte den ganzen Tag aus. Zu Beginn führte der Weg noch durch weitgehend unberührte Vegetation. Doch schon bald stellten wir fest, dass ein großer Teil der Halbinsel erst vor Kurzem abgebrannt war. Der Wanderweg war zwar nicht gesperrt, jedoch wurde an mehreren Stellen vor herabfallenden Ästen gewarnt. Wie wir später im Internet nachlesen konnten, hatte der Brand im November 2025 stattgefunden. Inzwischen (Ende Feb. 20026) sprossen die Gräser und Eukalypten jedoch bereits wieder.
Bei unserer Wanderung im Jahr 2001 hatten wir noch viele Kängurus und auch einige Tigersnakes auf dem Weg gesehen… vermutlich sind viele Tiere dem Brand zum Opfer gefallen. Außer einem Echidna gleich zu Beginn der Wanderung begegneten wir diesmal keinem einzigen Tier.
Erst recht spät am Tag erreichten wir schließlich wieder unseren Campingplatz in der Adventure Bay.
Die kurze Wanderung vom Adventure Bay zum Fluted Cape
Abendstimmung am Adventure Bay
Campingplatz mit Aussicht
Die Sandpiste ca. 18 km zur Labillardiere Peninsula. Achtung Känguru
Schuhe müssen vor der Wanderung gereinigt und desinfiziert werden
Hier war die Vegetation noch intakt
Begegnung gleich zu Anfang… ein Echidna
Sehr zutraulich das Echidna
Die Natur erholte sich allmählich von dem Brand vor 3 Monaten
Die Strände waren noch intakt
Fast wie ein Mahnmal oder eine Skulptur
Hier gab es einen schönen Campground von der Parkbehörde fast direkt am Meer. Wäre eine gute Alternative zum Adventure Bay gewesen.
Ich sage zwischendurch mal "Vielen Dank!" @fahrinurlaub für deinen tollen Reisebericht. Auch wenn die Reise wohl bald zu Ende gehen wird, freue ich mich auf die verbleibenden Tage. Deine Fotos sind wirklich toll und dein Schreibstil macht wirklich Lust auf eine Reise ins sehr entfernte Tasmanien.
fahrinurlaubThemenstarter392 Beiträge · seit 200813. Apr. 2026 ·
Auf der Tasman-Halbinsel entschieden wir uns für den NRMA Port Arthur Holiday Park … einen großen und schönen Campingplatz in Laufnähe des ehemaligen Gefängnisses von Port Arthur Historic Site, das heute zum UNESCO-Welterbe gehört. Das Museumsgelände hatten wir bereits bei unserem letzten Aufenthalt besucht, daher machten wir am späten Nachmittag nur einen kleinen Spaziergang vom Campingplatz entlang der Küste bis zur historischen Anlage.
Am nächsten Tag starteten wir zu unserer etwa 10 km langen und rund vierstündigen Wanderung zum Cape Hauy. Ausgangspunkt war die wunderschöne Fortescue Bay. Anfangs verlief der Weg noch relativ eben, später wechselten sich steile Abstiege mit kräftigen Anstiegen ab. Unterwegs boten sich immer wieder fantastische Ausblicke auf die gewaltigen Doleritfelsen entlang der Küste. Der Aussichtspunkt belohnt schließlich mit einem atemberaubenden Blick auf zwei steil aus dem Meer aufragende Felsinseln: Mitre Rock und The Lanterns. Sie sind nur durch wenige Meter breite Wasserstraßen voneinander und vom Festland getrennt. Noch bekannter sind jedoch die spektakulären Felsformationen am Fuß des Cape Hauy: The Candlestick und Totem Pole. Besonders der Totem Pole stellt mit seinen rund 65 Metern Höhe bei nur etwa vier Metern Durchmesser eine extreme Herausforderung für Kletterer dar und zählt zu den berühmtesten Kletterzielen Australiens. Als Belohnung für die anstrengende Wanderung gönnten wir uns im Café der Port Arthur Lavender Farm einen Lavender Infused Pancake mit Himbeeren, getoppt mit Lavendeleis und Lavendelsahne … eine wahre Geschmacksexplosion.
Am folgenden Tag gaben wir unseren Camper problemlos zurück. Selbst unsere Fahrten von teilweise über 12 km auf Off-Road-Strecken wurden gar nicht registriert. Mit einem Uber fuhren wir anschließend zu unserem vorab gebuchten Hotel, dem Ibis Styles Hobart, im Zentrum der Stadt. Dort unternahmen wir noch einen kurzen Spaziergang über den Salamanca Market und durch die Hafengegend und statteten anschließend der Tasmanian Museum and Art Gallery einen kurzen Besuch ab.
Am nächsten Morgen ging schließlich unser Flug nach Melbourne, wo wir in den folgenden vier Tagen die Stadt erkunden wollten.
Spaziergang zum Port Arthur Historic Site
Die Wanderung zum Cape Hauy, atemberaubende Aussichten auf die Küste
Der Aussichtspunkt ist erreicht
Kletterer am Totem Pole, und das bei den extremen Winden
Die Lavender Farm in der Nähe unseres Campingplatzes
Das musste sein, nach der anstrengenden Wanderung
Sehr schöner Campingplatz mit ruhigen Stellplätzen
Unsere Nachbarn, die Maskenkiebitze. Wallabys und Gelbohr-Rabenkakadus waren weitere Bewohner des Campingplatzes
Herzlichen Dank für diese Reise nach Tasmanien ! Das Allermeiste kenne ich und hab mich gefreut, es durch euch noch einmal zu erleben. Auch wir haben beide Male unsere letzte Nacht auf dem Big 4 Port Arthur verbracht - für uns einer der schönsten australischen CP's. Gibt es denn die Fischtheke im Lädchen von Port Arthur noch ? Wir sind immer dahin gelaufen und haben uns mit frischen Scallops und Trevally versorgt.
Liebe Grüße
Makra
fahrinurlaubThemenstarter392 Beiträge · seit 200814. Apr. 2026 ·
Die letzten Tage in Melbourne möchte ich euch nicht vorenthalten. Schließlich gilt Melbourne als eine der lebenswertesten Städte der Welt und steht in ständiger Konkurrenz zu Sydney. Mittlerweile hat die Stadt ihre Rivalin sogar bei der Einwohnerzahl überholt.
Nach fast fünf Wochen im Camper konnten wir endlich wieder ein komfortables Hotelbett genießen. Wir hatten ein sehr schönes Hotel im Szenestadtteil Fitzroy gefunden: das The StandardX. Es lag mitten im Viertel und war dennoch angenehm ruhig. Von der Dachterrasse aus hatten wir einen tollen Blick auf die Skyline der Stadt, und am Sonntag fand direkt vor den Türen des Hotels ein Flohmarkt statt.
The StandardX in Fitzroy
Der Sonntagsflohmarkt direkt vor der Haustür
Blick von der Dachterrasse
Bis auf den ersten und den letzten Tag unseres Aufenthalts war das Wetter allerdings alles andere als ideal. Für australische Verhältnisse war der Himmel ungewöhnlich wolkenverhangen und es regnete häufig.
Wir erkundeten die Innenstadt mit ihrem spannenden Mix aus viktorianischer und moderner Architektur. Auch die Gärten … das Conservatory und der Botanische Garten … waren ein echtes Highlight. Von der Terrasse des War Memorials, dem Shrine of Remembrance, bot sich uns ein großartiger Blick auf die Skyline der Stadt. Ein weiterer Ausflug führte uns in den Küstenort St. Kilda.
Zum Glück führte unser Rückflug nicht über die Golfstaaten. Nur wenige Tage zuvor war der Golfkrieg ausgebrochen, und in den Nachrichten hörten wir, dass viele Flüge von Down Under gestrichen worden waren. Über Hongkong und Helsinki erreichten wir schließlich nach 37 Stunden Berlin.
fahrinurlaubThemenstarter392 Beiträge · seit 200814. Apr. 2026 ·
Makra schrieb: Gibt es denn die Fischtheke im Lädchen von Port Arthur noch ? Wir sind immer dahin gelaufen und haben uns mit frischen Scallops und Trevally versorgt.
Oh, den haben wir gar nicht gesehen. Wir hatten allerdings mit nur 2 Nächten Aufenthalt nicht so viel Zeit für die Halbinsel. Mit der Wanderung zum Cape Hauy, dem Spaziergang nach Port Arthur Historic Site und dem Aufräumen für die Rückgabe des Campers waren wir voll beschäftigt.