Reisebericht

Öfter mal was Neues - Kaokoveld Feb. 2026

von dergnagflow · begonnen 07. März 2026 · 21 Teile

Teil 107. März 2026
Hi,
unter dem Motto "Öfter mal was Neues" versuchten wir heuer, die Tour, die eigentlich schon für 2023 geplant war, umzusetzen.

Viel Neues aber auch ein bisschen etwas, schon Bekanntes, gab es zu erkunden und hiermit öffne ich die Türen unserer leider nur SIngleCab Landcruiser für die Mitfahrt. Ich kann nur den Piloten auf beiden Flügen wiederholen, "fasten your seat belts". Es war ziemlich ruppig auf unserer Reise, nicht nur während des Fluges. Quetscht's euch rein wenn ihr wollt, am Dach ist auch genug Platz. Hinten im Aufbau gibt's leider keine Fenster, da werdet ihr nicht viel sehen.

Geflogen sind wir diesmal mit Discover, gemietet haben wir bei Advanced Car Hire zwei "Luxury Camper", entsprechende Erfahrungen habe ich dort geschrieben -> Erfahrungen Advanced Car Hire
Folgende Route ist es geworden:
kaokoveld-2026.jpg


Zeit hatten wir insgesamt 19 Tage, Plan war natürlich wieder fertig, allerdings hatten wir aus Sicherheitsgründen wegen eventueller Unwägbarkeiten im Norden zwei Reservetage in peto, die - falls wir sie nicht brauchen sollten - den Aufenthalt im Damaraland dann entsprechend verlängern würden.

Als kleinen Appetizer gibt's ein kleines Foto eines meiner Lieblings-Stellplätze, der muss einfach immer dabei sein, wenn's in den hohen Norden geht.

SING0094.JPG


Ich tanke noch schnell voll und dann geht's los.

lg Wolfgang
Teil 207. März 2026
HI,

vorab noch ein paar Details zur geplanten Strecke.
Diese sollte Klassiker wie CrowthersTrail, Hartmannstal, Marienflusstal, Khowarib Schlucht und diverse Reviere enthalten, aber auch eher selten befahrene Strecken wie
#) die westliche Umfahrung des Joubert Passes beim Marble Camp / House on the Hill,
#) den Shortcut vom Hartmannstal ins Marienflusstal,
#) die südliche Umfahrung des Van Zyls Passes (siehe Südumfahrung Van Zyls,
#) den Otijtheka 4WD Trail nach der Klein Serengeti

An geplanten Übernachtungsplätzen standen auf dem Programm:
#) Duncan's Campsite (beim "The Movie House") südlich von Kamanjab
#) Elephant Song Community Camp im Hoanib
#) Purros Canyon Campsite
#) House on the Hill (bei Etambura)
#) Camp Synchro bzw. Community Camp oben am Kunene
#) Kaoko Mopane Campsite (Opuwo)
#) Khowarib Lodge Campsite
#) EHRA Camp Ugab

Generell hatten wir bis auf die Duncan Campsite zu Beginn und das EHRA Camp am Ende nichts vorgebucht, um im Falle von Verschiebungen, Regen, abgehenden Revieren etc, möglichst flexibel bleiben zu können.

Mit dabei war auch der hier im Forum vertretene Dünenpeter, mit dem ich mittlerweile das fünfte Mal in Namibia war und unsere beiden Navigatorinnen 😉.

Einen kurzen Überblick habe ich bereits als "Livebericht" verfasst, die Details kommen nun noch hier.

lg Wolfgang
Teil 310. März 2026
Am 6.2. war's also wieder mal soweit, diesmal flogen wir mit Discover über Frankfurt (eine Premiere für uns) und nahmen den Zubringerflug von Wien um knapp nach 17:00. Flüge ereignislos, Frankfurt Flughafen ist halt Frankfurt.

Am Terminal C, zu dem wir dann eher länger unterwegs sind, gibt's entgegen unseren Erwartungen keinerlei Gastronomie, an einem kleinen Ministand bekommen wir wenigstens noch was zu Trinken 😉. Wer also vorher noch etwas essen möchte, sollte dies tun, bevor er durch die Sicherheitsschleuse geht.

Flug ist dann fast bis auf den letzten Platz gefüllt und verläuft ereignislos, wenngleich die ersten paar Stunden ziemlich turbulent sind.

070226-01.jpg


Als wir landen, ist der München Flieger schon da, aber alle Passagiere offenbar schon abgefertigt. Wir sitzen ganz hinten, sind daher auch relativ schnell in der Halle und haben uns für VoA (ohne "e") entschieden. War heute die richtige Wahl.
Die meisten haben eVoA, da dauert's entsprechend länger. Aber auch bei uns dauert's rund 10 Minuten, bis beide Pässe entsprechend abgehandelt sind und das Geld bezahlt ist. Dünenpeter kam rund 20 Personen hinter uns in die Schlange und brauchte über eine halbe Stunde länger, aber da waren immer noch sehr viele beim eVoA angestellt.

Kurz die mitgeschriebene Doku:
Landung 9:12
Gepäck erhalten: 9:42 (das war schon von den Bändern geschlichtet)
Geld beheben, SIM-Karte besorgen, etc.
Abfahrt Flughafen: 10:40
Ankunft Advanced Car Hire: 11:10 (das ist deutlich schneller als früher ohne Autobahn)
Abfahrt ACH: 14:10.

Wir haben nach der sehr gründlichen Einweisung, Tausch von Kühlschrank und anderen Kleinigkeiten noch unser Gepäck ordentlich eingeräumt und die großen Koffer bei der Vermietfirma gelassen. Weil ich im Vorfeld gefragt habe, wie andere das denn so machen, wenn sie die Koffer bei der Vermietfirma lassen: wir haben uns für diese Packsäcke entschieden: https://amzn.eu/d/0gfDiM5Q

Sehr sehr praktisch, haben einen Kompressionsreissverschluss, wodurch alles sehr klein zusammengeschnürt werden kann. Ich hatte drei Stück davon für mein gesamtes Gewand (OK, im Sommer braucht man nicht so viel) und es war schnell aus dem Koffer aus- und vor allem nachher wieder schnell eingeräumt. Ist auch staubdicht, was in unserem Fall durch den Camperaufbau eher egal war.

Als ich dann abfahren wollte, ging plötzlich nix mehr. Schlüssel drehen, aber nicht mal ein kleines Aufflackern (obwohl's 20 Minuten vorher beim ersten Test anstandslos funktioniert hat). Schnell wurde die Batterie getauscht und ich konnte losfahren. 5 Minuten später Dünenpeter am Funkgerät: "Motor ist plötzlich ausgegangen, ich steh noch zwei Ampeln weiter hinten". Ursache war schnell gefunden: bei der Demonstration des SubTanks (der mittels Druckknopf im Cockpit umgeschalten wird) wurde vergessen, den wieder auf den Haupttank zu stellen und der Subtank war halt leer...

OK, also Einkaufen zum Spar und gegen 16:00 kamen wir dann in Palmquell an.

Dort gab's gleich zwei schlechte Nachrichten.
Einerseits hatten sie trotz expliziter vorheriger Zusage einfach vergessen, unsere "Basisausstattung" an Bier und Wein für den ersten Abend zu besorgen, was ein wenig doof ist, wenn man Samstags nach 13:00 Uhr erst einkaufen kann. "We can buy it for you on Monday". Ja, danke.
Andererseits wurde der Fahrer der Klein Windhoek Schlachterei, der in der Früh das Fleisch geliefert hatte, unverrichteterdinge wieder weggeschickt. Obwohl wir geschrieben hatten, dass die Lieferung kommt und die Namen auch bekannt waren.
So standen wir also da, ohne Fleisch und ohne Bier und Wein und vor allem ohne Gin für den ersten Sundowner, der am Sonntag südlich von Kamanjab geplant gewesen wäre.
Leider gab's auch überhaupt keine Anstalten, das Problem irgendwie zu lösen, die am Laptop geschauten Serien waren wichtiger.

Ein paar Recherchen (auch hier) später waren wir nicht wirklich klüger, Bei der KWS ging klarerweise niemand mehr ans Telefon, Wildfleisch war nicht so einfach aufzutreiben, angeblich würde es im Norden der Stadt einen kleinen Laden geben, der auch Sonntags Bier und Wein verkauft. Na, ja. Egal. Abends dann bei Joes auf ein paar Austern und die Welt war eh schon wieder halbwegs gut.

080226-02.jpg

(Ja, wir bestellten dann jeder noch eine Portion, die waren nicht wirklich groß 😎 )

Wir nahmen uns jedenfalls vor, das nächste Mal wieder an einem Donnerstag los zu fliegen, da gibt's dann wenigstens Samstag Vormittag noch "Luft" für solche Eventualitäten.

Kurzer Einschub:
über die Vor- und Nachteile von Discover gegenüber Ethiopian konnten wir uns kein finales, abschließendes Bild machen. Vorteil Discover ist sicherlich die - auch von Wien aus - kürzere Gesamtreisezeit, vor allem beim Rückflug, da man hier um die vier Stunden in der Nacht in Addis hockt. Auch die Ankunftszeit ist natürlich besser, da man mehr Zeit in Windhoek für Besorgungen hat. Und dass man am letzten Abend nicht in Windhoek übernachten muss, weil der Flieger erst Abends geht, war für einige von uns auch ein Vorteil. Wenn's bei der Vermietfirma noch Duschen gäbe, wär's überhaupt super 😉.
Die Bestuhlung in der Discover ist halt doch ein wenig enger, dafür gibt's Zweiersitze. Die Kosten für Sitzplätze (45 pro Person pro Flug für FRA-WDH, für VIE-FRA jeweils 20 oder so pro Person pro Strecke) und extra Koffer (150 Euro pro Strecke) schlagen halt schon nochmal ziemlich zu.
Die Wandertage in Frankfurt zwischen den Terminals sind halt extrem, da ist Addis ein kleiner Regionalflughafen dagegen.
Wir werden's das nächste Mal wahrscheinlich wieder über den Preis entscheiden.

lg Wolfgang
Teil 412. März 2026
Sonntag, 8.2.2026
Der Tag ist recht schnell erzählt, Fotos gibt's auch keine 😕

Wir finden uns nach einem Frühstück gegen 9 am Parkplatz ein, mit dem Plan, zum Food Lovers Market zu fahren, eventuell gibt's dort ja Wildfleisch. Zudem zur "geheimen" Adresse, an der auch Sonntags angeblich Alkoholika verkauft werden. Dann, so der Plan, auf Richtung Kamanjab, um dort auf Duncans Campsite (ja, die bei Movie House) das erste Feuer zu machen.

Alles eingeräumt, ich drehe den Schlüssel, nichts tut sich. Na, im Ernst?
Ich schaue ungläubig, dreh alles ab, Ganghebel der Automatik ist eh in "P", Lamperln leuchten, aber Motor macht keinen Mucks.
Und das bei einem Landcruiser mit 44.000 Kilometer und seit gestern offenbar neuer Batterie.

OK, da geht nix und bevor wir jetzt mit den Starter-Kabeln herumhantieren (was wir im Kaokoveld dann sicher gemacht hätten) rufe ich nochmal bei Advanced Car Hire an. Dort sind sie bestürzt, wissen ja, dass das selbe Problem gestern schon aufgetreten ist und wollen gleich jemanden schicken. Wir packen die Sesseln aus und machen es uns am Parkplatz gemütlich. Peter meint, er könne ja während der Wartezeit schnell zum "geheimen" Shop fahren, dann wäre das schon erledigt. Gesagt getan, nur hat sein Auto plötzlich das selbe Problem. 😮

Jetzt haben wir zwei Autos mit offenbar leerer Batterie und sitzen zu viert und warten. Wir überlegen noch, ob wir eine der beiden Aufbau-Batterien ausbauen und zum Starten verwenden können, aber schon nach zwei Stunden kommt der Chef persönlich mit zwei komplett neuen Batterien. Er misst auch alles durch, das wäre ihm unerklärlich, die beiden Autos wären die letzten Monate eigentlich laufend unterwegs gewesen ohne jegliche Probleme. Wir sind nicht ganz happy, dass das jetzt das zweite Mal passiert und versuchen der Ursache auf den Grund zu gehen. Die Verbindung zum Aufbau kann's nicht sein, da wäre zu 100% ein Schutz drin, wenn der Motor vorne nicht über 13V liefern würde, wäre die Verbindung nach hinten gekappt.

Einzige Erklärung bei mir wäre, dass die Fahrertüre nicht ganz zu war und ich auch das Auto selbst gar nicht abgesperrt hatte. Da hätte die Alarmanlage dann die ganze Nacht gearbeitet und die Batterie leergesaugt. Bei Peter war's nicht ganz klar, sein Auto war eigentlich zugesperrt.

Meine Vermutung nachträglich war, dass die Alarmanlage einfach den ganzen Motor blockiert hat. Was wir nämlich nicht versucht hatten war, das Auto zuzumachen, mit der Fernbedienung abzusperren, wieder aufzusperren und dann zu starten. Peter meinte jedoch, dass sie jedenfalls seine Batterie gemessen hätten und die wäre leer gewesen, es hätten auch keine Lamperln am Armaturenbrett geleuchtet. Dass der Motor bei mir aber so gar keinen "Zucker" macht, war für mich nicht wirklich verständlich.

Jedenfalls haben wir gegen halb eins wieder zwei funktionstüchtige Fahrzeuge und beratschlagen, wie der restliche Tag aussehen könnte. Zum Glück haben wir aufgrund unserer doch bisschen "aussergewöhnlichen" Route zwei Puffertage, die gar nicht verplant waren und beschließen, den einen jetzt zu nehmen. Wir kämen ohnehin sehr spät zur Campsite, wenn das Problem morgen wieder auftreten würde, wären wir zumindest noch nicht so weit und ein wenig einkaufen wollten wir auch noch, zudem können wir am Montag dann noch unsere Biervorräte aufstocken und das Fleisch von der KWS abholen. Also lauter Vorteile.

Gesagt getan. Nochmal Zimmer reserviert, Zum Foodlovers Market gefahren (kein Wildfleisch), vollgetankt und dann den "geheimen" Bottle-Shop gesucht. Den gab's natürlich, allerdings hatte er auch geschlossen.

Abends die Austern im Roof of Africa getestet, kann ich empfehlen. 😉

080226-01.jpg


In Summe OK, wir haben das Beste draus gemacht. Wenn man einen eher strafferen Zeitplan mit im Sommer gebuchten Unterkünften hat, ist das natürlich ärgerlich. Ich kann's aber gleich hier vorwegnehmen: Wir hatten die gesamte Reise kein Problem mehr mit den Autos. Haben abends die Türen auch immer ordentlich geschlossen und abgesperrt. Also eventuell lag's wirklich daran.

lg Wolfgang
Teil 513. März 2026
Montag, 9.2.2026

Vor dem Frühstück kann ich's nicht lassen und schaue zum Auto. Es startet ohne jegliches Problem, als wäre nie was gewesen.
Der Abfahrt nach dem Frühstück und mit einem 50% Rabatt auf den Zimmerpreis (fand ich dann nett) steht also nichts mehr im Weg.

Wir stoppen kurz beim Bottleshop neben dem Spar Supermarkt und fahren dann noch bei der KWS im Norden der Stadt vorbei, um unsere bestellte Ware abzuholen. Und dann sind wir endlich auf dem Weg Richtung Norden.
Fahrt ist relativ ereignislos, sieht man von den vielen Verkäufern entlang der Straße ab, die die, nach den guten Regenfällen wohl üppig sprießenden Termitenpilze feilbieten.

Überall ist es grün, je weiter wir nach Norden kommen, desto höher steht das Gras neben der Straße.

PXL_20260209_120530662.jpg


PXL_20260209_125033836.jpg


Wir erreichen unser Ziel, die Duncan Campsite (Onjowewe Campsite) gegen 15:00 und sind sehr überrascht.
Die Campsite 3 ist derart groß, wie wir das noch nie gesehen haben. Da findet ein ganzer Reisebus mit 20 oder mehr Personen Platz. Es gibt eine Bar, eine große Küche, Sanitäranlagen, einen Pool, ein "Wohnzimmer", zwei tented Camps, etc. Hier ein paar Eindrücke:

PXL_20260209_152309573.jpg


PXL_20260209_152343127.jpg


PXL_20260209_152426066.jpg


PXL_20260209_152403722.jpg


PXL_20260209_152447599.jpg


PXL_20260209_152708876.jpg



Dieser Platz wird "exklusiv" vergeben, das heisst, dass keine "Fremden" zu einer bestehenden Buchung dazugestellt werden. Gut, jetzt ist eh nix los, die letzten Gäste waren hier vor drei Wochen. Für einen Zwischenstopp (oder gar mehr) kann ich das wirklich empfehlen.

Abends gibt's dann endlich den ersten Sundowner und ein Feuer.

PXL_20260209_174132601.jpg


PXL_20260209_175337506.jpg


Neben der Campsite gibt's auch noch ein kleines Himbadorf mit einer kleinen Schule, hier werden allerlei Dinge bis hin zum traditionellen Abendessen angeboten.

Facts & Figures
Geplanter Track laut T4A: 457 Kilometer.
Fahrtzeit: 4:38 Stunden.
Tatsächlicher Track (inkl. Einkaufen etc.): 463 Kilometer.
Gesamtzeit 6:21 Stunden, Zeit in Fahrt: 5:04 Stunden, Durchschnitt in Fahrt: 91,3 km/h
Kosten Campsite: 300 NAD p.P.

tag1.jpg
Teil 618. März 2026
Dienstag, 10.2.2026

In der Früh besichtigen wir noch das Filmhouse, das vor einiger Zeit extra für einen Film auf dem Gelände errichtet wurde. Es dient nun als "House on the hill" und kann für Übernachtungen gemietet werden. Ist wirklich beeindruckend groß, wenn man mal ein wenig Auszeit genießen möchte, ist das echt zu empfehlen.

PXL_20260210_073559803.jpg


PXL_20260210_074155943.jpg


PXL_20260210_074349120.jpg


PXL_20260210_074704667.jpg


PXL_20260210_074745525.jpg


Wir wollen aber nicht bleiben, sondern nun nach Palmwag und zum Crowtherstrail.
Nach einer relativ ereignislosen Fahrt durch's nun immer mehr ins gelbliche bzw. karge driftende Namibia gelangen wir über den Grootbergpass und den Vet-Zaun zur Tankstelle, wo wir mal alles wieder volltanken. Dann in die Lodge auf einen traditionellen Rockshandy, soviel Zeit muss sein.

PXL_20260210_102750181.jpg


PXL_20260210_104138176.jpg


Im Gegensatz zu vor zwei Jahren ist die Lodge bzw. die Pools gut besucht, man merkt auch an den Fahrzeugen, die einem begegnen, dass der Tourismus offenbar wieder Höchstzahlen zu verzeichnen hat, auch im Jänner/Februar.

Auf der Asphaltstraße bzw. dem bisschen Gravelroad hat der Landcruiser ca. 13 Liter verbraucht, das ist durchaus OK bei dem Gewicht.

Am Gate bei der Einfahrt ins Konzessionsgebiet bezahlen wir und fahren anschließend noch den Leopard-Trail. Allerdings bekommen wir leider nicht mal ein Tier zu Gesicht. Wir schaukeln uns langsam durch die Gegend, die noch mit gelbem Gras von der vorigen Saison überzogen ist, nehmen den Aussichtshügel natürlich noch mit und enden auf der Campsite Nr. 3, die wir schon vom letzten Mal kennen und die uns wegen der Lage sehr gut gefällt.

PXL_20260210_134634974.jpg


PXL_20260210_135618542.jpg


WhatsAppImage2026-03-18at12.37.01.jpeg

Bei YouTube ansehen ↗

PXL_20260210_153233020.jpg


PXL_20260210_155136565.jpg


PXL_20260210_134436162.jpg


SING0008.JPG


PXL_20260210_171549455.jpg


PXL_20260210_180757590.jpg


Und weil ich vor der Reise gefragt hatte, ob man von Windhoek aus bis zur CS3 im Konzessionsgebiet fahren kann, nein, das würde ich nicht machen wollen. Man kann's - wenn man gleich gegen 9 weg kommt - bis nach Palmwag durchaus schaffen, aber dann weiter ins Konzessionsgebiet würde ich nicht mehr fahren. Das ist dort schon sehr zeitraubend. Wir sind gegen 13:50 vom Gate weggekommen und waren um 17:10 auf der Campsite. OK, die Fahrt auf den Hügel, ein paar Fotostopps, den Umweg über den Leopard-Drive etc. aber 3:20 Stunden für 50 Kilometer ist schon eine Ansage.

Facts & Figures
Geplanter Track laut T4A: 181 Kilometer
Fahrtzeit: 3:55 Stunden
Tatsächlicher Track: 202 Kilometer
Gesamtzeit: 7:27 Stunden, Zeit in Fahrt: 5:12 Stunden, Durchschnitt in Fahrt: 38,8 km/h
Kosten Campsite: 0 NAD (Gebühren für's Konzessionsgebiet sind zu entrichten, 450 NAD für zwei Personen+Auto, zwei Tage, eine Nacht)

tag2.jpg
Teil 719. März 2026
Mittwoch, 11.2.2026

Wir genießen in der Früh den herrlichen Platz und machen uns gegen 10:00 Uhr auf Richtung Norden. Ursprünglich hatten wir geplant, heute entweder auf der Campsite 8 oder 9 zu bleiben, allerdings hat uns das Wetter bzw. die Berichte gestern in der Lodge nicht ganz gefallen. Im Osten Richtung Etoscha waren in der Nacht schwere Niederschläge vorhergesagt und uns war nicht ganz klar, ob die es eventuell in den Hoanib schaffen könnten. Plan war also in den Hoanib zu schauen und - falls er trocken ist - ihn zu queren und nördlich einen Übernachtungsplatz zu suchen.

Die Fahrt führte durch eine stetig trockener werdende Landschaft, irgendwann waren auch die letzten trockenen Grasbüschel wieder weg. Allerdings säumen den Weg wirklich sehr sehr viele - mitunter auch sehr große - Welwitschias, die wir natürlich entsprechend honorierten.

PXL_20260211_083539268.jpg


PXL_20260211_085242247.jpg


PXL_20260211_085315147.jpg


PXL_20260211_090433110.jpg


PXL_20260211_100743479.jpg


PXL_20260211_121033989.jpg


Wir besuchten auch die Campsites am Weg um ev. für's nächste Mal eine Alternative zu haben, fanden die aber alle relativ "öde".
Campsite 4 ist auf einem Hügel mit wirklich netter Aussicht auf den Crowthers Trail, allerdings extrem exponiert und beim - in der Regel abends ziemlich oft herrschenden starken Wind - mühsam.

Campsite 5 liegt ebenfalls exponiert, direkt neben der Straße. Allerdings könnte man hier deine kleine Abfahrt hinunterfahren und dann an der Abbruchkante Schutz vor dem Wind suchen. Dann hat man halt keine schöne Aussicht mehr.

Campsite 6 liegt auch etwas erhöht, mit schönem Blick Richtung Westen, aber auch ohne jeglichen Schatten und auch bei starkem Wind eventuell ein wenig mühsam.

Campsite 7 haben wir irgendwie nicht gefunden und die Campsite 8 haben wir uns angesehen, die liegt wirklich schön und ist auch ein wenig windgeschützt.

Und gestern gab's bereits einen Vorgriff, dieser Aussichtshügel der auf dem Video zu sehen ist, wurde erst heute "bezwungen"...
Da habe ich mich ein wenig in der Timeline geirrt 😉

Etwa 15 Kilometer vor dem Hoanib tauchte dann eine Giraffe auf, heuer das erste Tier, das wir am CT gesehen hatten. Kurz danach auch noch ein einsamer Springbock, ich gehe davon aus, dass sie beide vom Hoanib aus Richtung Süden gezogen sind.

PXL_20260211_133607724.jpg


PXL_20260211_144925282.jpg


Wir erreichen den staubtrockenen Hoanib und queren ihn geplanterweise Richtung Sawurogab, wo wir dann ein paar Kilometer später einen zerfetzten Reifen neben dem Track liegen sehen. Diesen bindet Peter an seine vorhandene Bullbar, wir können einfach keinen Mist in diesen Gegenden liegen lassen.

Viel weiter fahren wir dann aber nicht mehr, unter dem einzigen Baum im ganzen Tal beenden wir den Tag und bauen unser Lager auf. Ein wunderbarer Platz.

SING0016.JPG


SING0022.JPG


Ach ja, und auch wenn's schon früh ist, weil die Bergkette so hoch aufragt, SUNDOWNER! Ganz wichtg! 😉

51c98591-3af6-415b-bda8-4a41751b92ce.jpg



Kurze Frage: Ist schon einmal jemand den Hunkab Richtung Osten in diese Kharokhaob Plains gefahren? Wenn ja, zahlt sich das aus? Ist das landschaftlich lohnenswert und überhaupt gestattet? Ich hab dieses Mal nicht wirklich darauf geachtet, im T4A ist dort kein "No entry" vermerkt...

Facts & Figures
Geplanter Track laut T4A: 93 Kilometer
Fahrtzeit: 3:47 Stunden
Tatsächlicher Track: 100 Kilometer
Gesamtzeit: 7:00 Stunden, Zeit in Fahrt: 4:11 Stunden, Durchschnitt in Fahrt: 24 km/h
Kosten Campsite: 0 NAD

tag3.jpg
Teil 820. März 2026
Donnerstag, 12.2.2026

In der Früh können wir den tollen Vorteil des Platzes länger genießen, es dauert sehr sehr lange, bis die Sonne über den Bergkamm kommt. Wir verlassen ihn dann gegen 10:00 Uhr natürlich genauso wie wir ihn vorgefunden haben und machen uns auf den Weg nach Norden. Schon sehr kurze Zeit später treffen wir auf eine kleine Herde Oryx, na die hätten ja schon zum Frühstück bei uns vorbei marschieren können... 😉

P1030847.JPG


Auf dem Weg den Sawurogab entlang treffen wir immer wieder auf kleinere und größere Tiere, kurz vor dem Abbiegen zum Fearless Pass läuft eine wirklich sehr große Herde Springböcke plötzlich in der weiten Ebene herum. So viele habe ich in diesen Regionen auch schon sehr lange nicht mehr gesehen. Die Landschaft ist extrem abwechslungsreich, von weiten Ebenen und Flussbetten bis hin zu eher engen Canyons ist da alles dabei.

P1030856.JPG


P1030859.JPG


P1030864.JPG


P1030876.JPG


P1030878.JPG


P1030881.JPG


P1030885.JPG


Der Pass selbst ist kaum als solcher wahrzunehmen, er macht seinem Namen somit alle Ehre. Angst ist hier wirklich fehl am Platz 😉
Es ist kein Wunder, dass wir den Pass nicht wahrnahmen, wir sind nämlich kurz vorher nach rechts abgebogen und somit gar nicht wirklich über den Pass gefahren 😉.

Ein wenig später kommen wir zu einer Stelle, die ich mühsam aus einem Foto von mir zurückverfolgt habe. Reverse Engineering sozusagen. Feenkeise, umliegende Berge und ein einsamer Baum in einer weiten Ebene. Ein Wahnsinnsplatz für mich, da wollte ich unbedingt wieder hin.

SING0027.JPG


SING0042.JPG


SING0047.JPG


SING0056.JPG


Anschließend statten wir noch dem Signal Hill einen kurzen Besuch ab. Hier sieht man, dass der Platz der Öfteren zum Übernachten verwendet wird. Aber bis auf eine leere Blechdose, die wir natürlich in unseren Müllsack stecken, liegt nichts weiter herum.

P1030904.JPG


P1030916.JPG


Auf dem weiteren Weg den Obias hinunter, funkt mich plötzlich Peter an. "Du hast deine Schubladen verloren...".
Oha. Tatsächlich. Das Aussenfach ist offen, alle drei Schubladen verschwunden. Mist, die Seite habe ich nach dem Stopp beim Signal Hill zwar zugemacht, aber nicht verschlossen. Und offenbar ist dann durch das Gerüttel und Geschüttel der Verschluss aufgegangen. Wir drehen um, finden die erste Lade (die war leer) und wenig später die zweite. Die war mit Bierdosen befüllt. Hm. Wer die namibischen Dosen kennt, weiß, dass das Blech maximal die Stärke eines besseren Papiers hat. 10 von 14 Dosen sind hinüber. Wir packen alles ein und fahren noch weiter zurück, wo Peter uns schon erwartet. Auch in dieser Lade waren Dosen, die bis auf wenige auch alle hinüber sind. Road Toll auf namibisch. Na, ja, wird's ja wieder irgendwo geben. Eine Lade ist zudem extrem verbogen, die dürfte mit der ganzen Ladung genau auf eine Kante gefallen sein.

Wir setzen nach diesem Drama unseren Weg fort und treffen bei der Einfahrt in den Hoanib einen anderen Reisenden, der von einer kleinen Herde Elephanten "gleich rechts im Fluss" erzählt. Die suchen wir natürlich, finden sie aber leider nicht. Daher machen wir uns nach kurzer Zeit in Richtung Osten auf, wo unser Tagesziel, das Elephant Song Camp auf uns wartet.

PXL_20260212_130156716.jpg


Das Camp liegt großartig, genau oberhalb des Flusses und bietet eine weite Sicht in Richtung Osten. Die Campsite Nr. 4 liegt genau am nördlichsten Punkt, wodurch man einen wirklich guten Blick hinunter in den Fluss hat. Die Hütten sind zweckmäßig, bieten Schutz vor dem auch hier regelmäßig stark wehenden Wind und haben Dusche, WC und einen überdachten Aufenthaltsraum mit Küchenzeile. Die Preise sind relativ hoch, hier zahlt man durchaus die Aussicht mit. Zwei Arbeiter/Verantwortliche wohnen dort, sie hatten die letzten 3 Wochen "nichts" zu tun, da wir seit 28.1. die ersten Gäste sind.

PXL_20260212_170955860.jpg


PXL_20260212_172129795.jpg


Im Osten sehen wir den ganzen Abend über heftiges Wetterleuchten, da wir aber nicht einen Donner hören, dürften die Gewitter wirklich sehr weit weg sein.

Kleiner Einschub zum Müll und dessen Mitnahme: Wir haben extra zu diesem Zweck hinten auf unseren Resevereifen einen großen "Müllrucksack", in den wir herumliegenden Müll einsammeln. Generell muss man glücklicherweise sagen, liegt in dieser Gegend sehr sehr wenig herum. Auch die Campsites am Crowtherstrail waren alle sauber (bis auf die eine Hose). Wie Peter schon geschrieben hat, ändert sich das, wenn man näher zu eher bewohnteren Regionen kommt. Rund um Purros (ausser im Canyon) braucht man ned wegen Plastikflaschen stehenbleiben, da wird man nicht fertig. genauso im Aba Huab oder Huab rund um Twyfelfontein oder im Dorf beim Camp Synchro oder gar rund um Opuwo.

Facts & Figures
Geplanter Track laut T4A: 102 Kilometer
Fahrtzeit: 3:22 Stunden
Tatsächlicher Track: 102 Kilometer
Gesamtzeit: 6:15 Stunden, Zeit in Fahrt: 4:31 Stunden, Durchschnitt in Fahrt: 22,6 km/h
Kosten Campsite: 265 NAD pro Person und 290 NAD für die Campsite/Hütte (820 NAD für zwei Personen und Campsite)
Ist es das wert? Ja, für die eine Nacht mit diesem Ausblick war's das.

tag4.jpg
Teil 926. März 2026
Freitag, 13.2.2026

PXL_20260213_054323244.jpg


Wir genießen die Aussicht noch ein wenig, sind froh, dass die weit entfernten Gewitter das Wasser nicht bis zu uns gebracht haben und machen uns auf den Weg Richtung Westen im Hoanib wo uns kurze Zeit später der Versorgungs-LKW der Lodge entgegen kommt.

P1030930.JPG


Der Fluss besticht heuer wirklich durch seinen Tierreichtum. Ich bin den schon öfter gefahren, kann mich aber nicht erinnern, derart viele unterschiedliche Tiere wahrgenommen zu haben. Nur Giraffen verstecken sich erfolgreich...

P1030921.JPG


P1030931.JPG


P1030937.JPG


P1030949.JPG


P1030966.JPG


P1030968.JPG


P1030977.JPG


beba08e5-aced-45b6-9da6-a243dcb9707c.jpg


a17afd6e-fc69-41aa-babb-adc96e94c758.jpg


Wir fahren bis zum Ende des Hoanibs zum Amspoort Gorge, da würde ich wirklich einmal gerne dabei sein, wenn der Fluss in voller Breite läuft und sich dann hier durch quetscht.

PXL_20260213_102356175.jpg


Die folgenden 35 Kilometer Richtung Norden sind wirklich übel. Die Straße auf zig Fahrspuren verteilt, keine davon auch nur halbwegs befahrbar, wir werden das erste Mal wirklich ordentlich durchgerüttelt. Wellblech überall. Dazu eine wirklich ein wenig eintönige Landschaft (und das sage ich als jemand, der den Crowtherstrail landschaftlich spannend findet!). Ob ich dort nochmal fahren werde, bin ich mir nicht sicher. Ich glaub' es ist schöner, den Sawurogab raufzufahren.

Erst kurz vor der Abzweigung auf den ganz westlichen Track wird der Straßenzustand ein wenig besser. Wir sehen drei einsame Springböcke in dieser wirklich trockenen Region, verpassen dann natürlich auch die Abzweigung und müssen ein Stück zurückfahren.

P1030982.JPG


P1030985.JPG


Landschaftlich wird's auch interessanter. Weite Ebenen wechseln sich wieder mit Hügeln und Bergen samt engen Canyons ab, der einspurige Track ist auch viel weniger befahren und dadurch auch besser in Schuss. Wir beschließen noch einen kurzen Abstecher in den Hoarusib zu machen, um zu sehen, ob und wieviel Wasser noch drin ist (wenig) und machen uns dann auf den Weg Richtung Purros (nicht ohne Abstecher zum Airfield 😉. Der Wartebereich war das letzte Mal auch noch nicht vorhanden.

PXL_20260213_134947868.jpg


Dort ist rund um die Manchester Bar erstaunlich viel los. Sehr viele Herero Frauen in ihren typischen Gewändern sind da, zudem auch viele Himbas. Rudimentär erfahren wir, dass es wohl eine "Sitzung" gäbe, bei der alle von weit und breit angereist kamen. Worum's geht, konnten wir nicht wirklich in Erfahrung bringen. Nach dem Aufstocken der Bier-Vorräte machen wir uns auf die Suche nach einem Campingplatz, deren es mittlerweile ja zahlreiche gibt.

PXL_20260213_142032287.jpg


Ich will die Canyon-Campsite testen, doch dort angekommen finden wir nur ein einsames Zelt bei der Rezeption, sonst ist niemand anwesend. Wir sehen auch die Campngplätze nirgendwo, nur eine weite ebene Fläche. Kein Schatten, keine Bäume, kein Nichts. Also zurück. Im Community-Camp ist auch niemand anzutreffen, auf dem Areal ist mittlerweile auch eine Lodge gebaut worden mit zahlreichen kleinen Häuschen.

Also fahren wir wieder zur vom letzten Mal bekannten Omenje Camp Site. Die liegt wirklich fantastisch direkt am Fluss mit einem excellenten Blick Richtung Osten.

20260213_175811.jpg


Hornbills sind natürlich auch da und lassen sich gleich mal auf meiner Motorhaube nieder.

PXL_20260213_163737346.jpg


Wir gehen noch ein wenig spazieren und entdecken flussaufwärts noch einige Giraffen bevor wir den wichtigsten Part jedes Tages schweigend genießen.

e4be5440-0a6c-4bca-b85b-7f8427f45bcd.jpg


Facts & Figures:
Geplanter Track laut T4A: 146 Kilometer
Fahrtzeit: 4:57 Stunden
Tatsächlicher Track: 179 Kilometer
Gesamtzeit: 7:52 Stunden, Zeit in Fahrt: 5:58 Stunden, Durchschnitt in Fahrt: 30,1 km/h
Kosten Campsite: 200 NAD p.P.p.N.

Ein paar bewegte Eindrücke vom Hoanib an diesem Tag gibt's auch noch.

Bei YouTube ansehen ↗

tag06.jpg
Teil 1027. März 2026
Samstag, 14.2.2026
In der Früh besucht uns beim Frühstück noch eine Giraffe auf der anderen Uferseite, die ebenfalls ihr Frühstück zu sich nimmt.

PXL_20260214_065845258.jpg


Angeblich gibt es irgendwo in der Nähe einen Giraffenriss durch Löwen, die auch Cubs haben sollen. Leider erhalten wir von vielen Einheimischen viele Aussagen, wo der wäre und auch wie alt der schon wäre. Die Angaben reichen von gerade erst vorgestern bis über zwei Wochen. Genaue Angaben, wo der Riss zu finden wäre, sind auch nicht zu erhalten, durch unsere Single-Cabs können wir auch niemanden mitnehmen, selbst wenn, hat sich auch niemand angeboten, uns zu dem Riss zu führen. Ob der Canyon befahrbar wäre, nach dem der Fluss vor einiger Zeit abgegangen ist, konnte uns auch niemand sagen, es wäre seit dem niemand mehr durchgefahren.

Also versuchen wir unser "Glück" und fahren los.

PXL_20260214_115343131.jpg


PXL_20260214_124713222.jpg


Anders als vor drei Jahren, als wir relativ bald umkehren mussten, können wir dieses Mal den gesamten Canyon durchfahren. Wir sind allerdings tatsächlich die ersten, mitunter sind die Tracks komplett verschwunden und wir müssen neue legen. Es ist zudem der - wie immer ein wenig laufende - Fluss sehr oft zu queren, stellt uns da aber vor keinerlei Probleme. Mitunter sehen wir große, recht frische Spuren von Elephanten und anderen Tieren, diese selbst zeigen sich jedoch leider nicht.

Bei YouTube ansehen ↗

Wir erreichen das Ende des Canyons und fahren zur Lodge hinauf, um im Restaurant einen Rockshandy zu trinken. Leider dieses Mal ohne Erfolg, die Bedienung wird uns höflich aber doch verweigert, das gäbe es nur für Lodgegäste. Hm, seltsam, da letzte Mal ging's noch. Na, ja. Dann nicht. Dann genießen wir doch einfach nur den Blick von oben auf den darunterliegenden Fluss und fahren halt wieder.

PXL_20260214_103509469.jpg


Das Weiterfahren verzögert sich dann allerdings dank eines Lochs im Reifen von Peter. Hier helfen die Mitarbeiter dann aber sehr schnell und kompetent.

PXL_20260214_103355505.jpg


Nach der Reparatur machen wir uns auf den Rückweg, den wir wieder durch den Canyon machen. Ist dann doch schöner als die Rüttelpiste südlich davon.

SING0060.JPG


SING0066.JPG


SING0071.JPG

Bei YouTube ansehen ↗

Wieder leider ohne Tiersichtung erreichen wir dann Purros wieder und können dort den vorbestellten Diesel tanken. Der Ist mit 35 NAD/Liter zwar wohlfeil, für unsere nächsten Strecken aber alternativlos. Auf der Campsite wurden uns dann zusätzliche 10 Liter angeboten, die dort verlangten 40 NAD konnten dann aber auch auf 35 reduziert werden, da wir diese eigentlich nicht mehr gebraucht hätten.

Abends kommt es dann noch zum "Drohnengate". Peter fliegt über den Fluss Richtung Dorf, als seine App plötzlich ein Update einfordert, ohne Möglichkeit, dieses abzubrechen. Als er schließlich zustimmt, bricht die Verbindung ab und kann nicht mehr hergestellt werden. Nach 15 Minuten Warten ohne dass die Drohne zurück kommt ist klar, die Drohne ist irgendwo hoffentlich gelandet, allerdings haben wir keine Ahnung, wo. Zudem bricht der Abend herein, eine Suche ist nun auch deshalb zwecklos.

Facts & Figures
Geplanter Track laut T4A: –
Fahrtzeit: –
Tatsächlicher Track: 61,4 Kilometer
Gesamtzeit: 6:32 Stunden, Zeit in Fahrt: 3:50 Stunden, Durchschnitt in Fahrt: 16 km/h
Kosten Campsite: wieder 200 NAD p.P.p.N

Wieder ein zusammengeschnittenes Video von diesem Tag:

Bei YouTube ansehen ↗

tag7.jpg
Teil 1130. März 2026
Sonntag, 15.2.2026

In der Früh begrüßen uns wieder zwei Giraffen in der Ferne und Peter macht sich auf, um ein wenig herumzufahren und nach der Drohne zu suchen. Wir stoßen danach auch dazu, aber es ist eher sinnlos in dieser weiten Gegend. Er hat seinen Kontaktmann Riccardo schon informiert, er wird das im Dorf weitergeben und sie werden Ausschau halten.
Kleiner Einschub: sie wurde tatsächlich einige Tage später gefunden und weilt derzeit auf einen Rückflug wartend bereits in Windhoek.

Da wir gestern bereits den Canyon durchfahren sind, nehmen wir heute die D3707 und fahren Richtung Westen. Um den Aussichtshügel Richtung Skeleton Coast zu erreichen, müssen wir ein Stück zurück in den Süden fahren.

20260215_110255.jpg


P1040001.JPG


Der Hügel selbst ist ein bisschen tricky und steil, aber mit Untersetzung eigentlich schlussendlich recht unkompliziert zu befahren, auch wenn das unsere beiden Mitfahrerinnen nicht ganz so sehen 🙂.
Oben hat man wirklich eine tolle Aussicht auf die Skeleton Coast im Westen und auch nach Osten ist's spektakulär.

20260215_111407.jpg


P1040010.JPG


P1040016.JPG


P1040015.JPG


Wir fahren anschließend die sandige Ebene Richtung Norden und müssen bereits vor dem eigentlichen Beginn des NP die Straße verlassen, da hier bereits die Verbotsschilder stehen. Auf der östlich gelegenen Straße finden wir einen gut windgeschützten Übernachtungsplatz, falls hier einmal jemand etwas sucht 😉.

P1040018.JPG


P1040021.JPG


Wir erreichen den Khumib, den wir Richtung Osten befahren. Irgendwie trügt mich hier meine Wahrnehmung komplett, denn ich habe das sichere Gefühl, dass wir stromabwärts fahren. Kann aber eigentlich nicht sein, zumindest wenn man den Karten Glauben schenken mag. Im Fluss selbst spüren wir eine einsame Giraffe auf, bevor wir auf die sehr gut geschobene Pad Richtung Orupembe treffen.

P1040025.JPG


Auf dieser machen wir natürlich Halt an den Steinmännchen, die nicht zu übersehen sind.

PXL_20260215_110501260.jpg


PXL_20260215_114636691.jpg


P1040043.JPG


Da wir im Vorfeld kaum Informationen über das "Marble Camp" bzw. "House on the Hill" erhalten haben, wollen wir uns das heute anschauen, daher lassen wir das (auch sehr sehr schöne!) Etambura hinter uns und fahren die paar Kilometer weiter. Und es entpuppt sich auch als äusserst empfehlenswert.

Drei Häuser wurden hier errichtet, alle mit großem Aufenthaltsraum mit Küche, Kühlschrank, Gasherd etc, zwei Schlafzimmer und Badezimmer. Mit herrlichem Ausblick Richtung Westen. Strom, Warmwasser, alles mit Solar bzw. PV Anlagen erzeugt. Draussen eine große Terrasse mit Feuerstelle und - ganz neu - eine SAT-Schüssel für WIFI. Die wurde vor einer Woche montiert, die Monteure wären gerade am Weg nach Opuwo, da sie noch etwas besorgen müssen, aber WIFI würde bereits funktionieren. Und tatsächlich, nach fast einer Woche wieder stabiles und flottes Internet eines südafrikanischen Providers. Da sind wir alle vier einmal eine Stunde beschäftigt 😉. Das letzte zuverlässige Internet hatten wir in Palmwag, selbst in Purros ging maximal hie und da einmal eine Whatsapp durch, von anderen Diensten gar nicht zu sprechen.

SING0078.JPG


PXL_20260215_162609913.jpg


PXL_20260215_162628932.jpg


PXL_20260215_162644082.jpg


PXL_20260215_162701340.jpg


PXL_20260215_162706225.jpg


PXL_20260216_062509244.jpg


Man kann sich aussuchen, ob man drinnen schläft (400 NAD p.P.p.N.) oder draussen im Auto und nur die Küche, Bad und Terrasse des Hauses verwendet (160 NAD p.P.p.N. Am Zettel steht zwar 200 NAD Camping, ich bin aber sicher, dass nur 160 bezahlt wurden). Top Empfehlung, vor allem wenn man mal wieder im Internet nach dem Wetter bzw. der Entwicklung schauen möchte oder daheim bekanntgeben, dass man nicht verschollen ist.

Facts & Figures
Geplanter Track laut T4A: 162 Kilometer
Fahrtzeit: 4:40 Stunden
Tatsächlicher Track: 163 Kilometer
Gesamtzeit: 8:03 Stunden, Zeit in Fahrt: 4:10 Stunden, Durchschnitt in Fahrt: 39 km/h
Kosten Campsite: 400 NAD p.P.p.N drinnen, 160 p.P.p.N draussen im Auto

Auch von diesem Tag ein kurzes Video mit verschiedenen Sequenzen (leider erst ab dem Khumib River)

Bei YouTube ansehen ↗

15-2.jpg
Teil 1201. Apr. 2026
Montag, 16.2.2026

Nach einer guten Nacht in bequemen Betten (nicht, dass die Matratzen im Landcruiser nicht bequem wären, aber echte Betten sind doch was anderes 😄 ) unterhalten wir uns noch ein wenig mit Edinson. Er erzählt uns, dass der Joubert Pass durch die letzten Regenfälle teilweise zerstört und unbefahrbar wäre und dass es die Umfahrung, die ich eingeplant hatte, auch tatsächlich gibt. Er meint, sie käme dann nördlich des Passes wieder auf die originale Straße und dass es auch ein Steinmännchen Richtung Passhöhe gäbe. Er würde auch mit uns mitfahren, mache dies öfter als Guide mit seinen Gästen um dann über den Pass wieder zurück zu wandern. 😮
Da wir durch unsere Single Cabs aber keinen Platz haben, bedanken wir uns für die Hinweise und machen uns auf den Weg.

Der Track ist auch ohne Navi deutlich zu sehen, alleine zu Beginn in dem kleinen Dorf ist nicht ganz klar, wo die Abzweigung ist. Danach ist es ein wunderbarer Track, der um einige Berge führt, immer im Tal bleibt und sich als landschaftlich wirklich abwechslungsreich entpuppt und auch einen zarten Hauch von Grün aufweist. Ohne fahrtechnisch anspruchsvoll zu sein. Ist also als Alternative zum Pass durchaus empfehlenswert.

GOPR0289.JPG


GOPR0296.JPG


GOPR0397.JPG


Und dann *die* Überraschung: Eine Herde Zebras kreuzt unseren Weg, leider in sehr großer Entfernung. Durch die heisse Luft ist viel Flimmern dabei und sie haben eine hohe Fluchtdistanz, aber wir freuen uns sehr, nach 2018 wieder einmal Zebras ausserhalb Etoschas zu Gesicht bekommen zu haben.

P1040053.JPG


P1040055.JPG


P1040059.JPG


Irgendwie verpassen wir hier aber offenbar eine Abzweigung in meinem geplanten Track, der uns eigentlich direkt westlich von Rooidrom hätte bringen sollen, der war "in Natura" aber leider nicht sichtbar (oder wir waren durch die Zebras abgelenkt). So folgen wir dem sichtbaren Track und treffen, wie vorhergesagt, auf die Straße, die vom Joubert Pass hinunterführt. Danach übles Wellblech bis zur Abzweigung bei Rooidrom, wo ein obligatorisches Foto nicht fehlen darf.

PXL_20260216_102752238.jpg


Auf der Weiterfahrt Richtung Westen ist der Track, der von der Umfahrung kommen sollte, auch zu erkennen. Wer also den umgekehrten Weg fährt, könnte den gleich versuchen, spart sicherlich Zeit. Wir haben mit dem "Umweg" von der nicht sichtbaren Abzweigung bis zu dem Punkt, an dem der Track auf die Ost-West Verbindung westlich von Roidroom trifft, ca, 70 Minuten gebraucht (inkl. kurzem Aufenthalt bei Rooidrom). T4A gibt für die direkte Strecke 10 km und 15 Minuten an. Die würde ich jetzt mal in Frage stellen, aber mit 30 Minuten sollte man durchaus hinkommen.
Ich habe nach meiner Rückkehr den gefahrenen Track bei OSM eingefügt und mit "Detour Jan Joubert Pass" benannt.

PXL_20260216_105117540-2.jpg


joubert.jpg


Wir fahren die einzelnen Tonnen ab und zweigen - abweichend vom geplanten Track, der uns noch weiter bis zur Groendrom geführt hätte - bereits bei Oranjedrom Richtung Hartmannstal ab.

P1040070.JPG


20260216_134901.jpg


Dort können wir zu unserer großen Freude Oryx, Springböcke und auch wieder Zebras sehen. Es ist mir unverständlich, wie die hier in dieser Weite überleben können. Wir machen zwar einen leichten Grünschleier aus, der sich hier über die Landschaft zieht, es dürfte also zumindest bereits ein klein wenig geregnet haben, aber Wasser selbst ist hier nicht wirklich leicht zu finden.

P1040078.JPG


P1040080.JPG


Die herangezoomten Detailfotos sind leider wegen des Flimmerns nicht zur Veröffentlichung geeignet 😉

Wir treffen noch auf die Überreste eines Rindes, wie und woher auch immer das in diese Gegend kam. Siedlungen haben wir weit und breit nirgendwo gesehen.

P1040087.JPG


Bevor der Untergrund nun zu sandig wird, lassen wir noch mehr Luft aus den Reifen, was sich bereits wenig später als hilfreich herausstellt, da wir eine Hügelkette überqueren müssen, die nur aus Sand besteht und oben durch die Windverwehungen der Sand wirklich tief und keinerlei Spuren mehr sichtbar sind.

GOPR0419.JPG


GOPR0428.JPG


GOPR0431.JPG


Unseren bereits bekannten Übernachtungsplatz bei einem der nördlichsten Berge, erreichen wir ebenfalls nur über Tiefsand, bei dem sich zum ersten Mal bei Peter ein Leistungsverlust bei hohen Drehzahlen bemerkbar macht und er sich festfährt.

PXL_20260216_141703271.jpg


Nach ein wenig Schaufelarbeit ist aber auch sein Cruiser wieder flott und wir können im Schatten des Felsens unser Camp aufschlagen.

SING0094-2.JPG

Cruiser-Suchbild 😉

PXL_20260216_180452610.NIGHT.jpg


SING0100.JPG


PXL_20260216_193004195.jpg


Und wer sich meine eher dilettantischen Drohnen-Videoversuche anschauen möchte, hier sieht man ein wenig, warum ich diesen Platz so liebe (am Besten mit doppelter Geschwindigkeit abspielen 😂) .

Bei YouTube ansehen ↗

Oder um es mit einem Bild zu erklären:

20260216_193001.jpg


Facts & Figures
Geplanter Track laut T4A: 143 Kilometer (mit dem westlichsten Track ab Groendrom)
Fahrtzeit: 4:12 Stunden
Tatsächlicher Track: 126 Kilometer
Gesamtzeit: 6:19 Stunden, Zeit in Fahrt: 4:25 Stunden, Durchschnitt in Fahrt: 28,5 km/h
Kosten Campsite: 0 NAD

Wieder ein Video mit verschiedenen Sequenzen des Tages:

Bei YouTube ansehen ↗

map.jpg
Teil 1302. Apr. 2026
Dienstag, 17.2.2026

Ein wirklich toller, extrem abwechslungsreicher Tag beginnt aufgrund der geplanten Strecke relativ früh. Bevor wir aber losfahren können, entdeckt Peter erneut einen platten Reifen an seinem Auto. Die Auswechslung ist im tiefen Sand ein wenig schwierig, gelingt aber schlussendlich doch. Abseits davon gehen wir ein wenig auf den Dünen spazieren und können zahlreiche Spuren von nächtlichen Besuchern sehen.

20260217_083638.jpg


20260217_090957-1.jpg


Die Auffahrt erweist sich dann doch ein wenig spannender als gedacht, ich brauch' drei Versuche bis ich oben bin, weiß aber nach den zwei gescheiterten sofort woran es gelegen ist. Wenn die GoPro nicht aufgedreht ist, verweigert das Fahrzeug halt brav die Auffahrt, solange, bis ich mich erinnere und sie aufdrehe 😄

Bei YouTube ansehen ↗

Wir machen noch einen Abstecher ganz in den Norden zu einer der dort liegenden "Monsterdunes", die wir schon von einer früheren Reise kennen. Auch hier merkt man, dass länger niemand gefahren ist, mit gesperrtem zweiten Gang und entsprechend Gas ist es aber kein Problem.

Bei YouTube ansehen ↗

Kurzer Einschub: Die Videos werden offenbar beim Einbinden auf diese Größe verkleinert. Wenn man sie dann auf Vollbild vergrößert, sind sie in der Qualität sehr schlecht. Wer also am PC sitzt mit großem Bildschirm sollte das Video direkt auf Youtube aufmachen.

Peter hat erneut das Problem des fehlenden Dieseldurchflusses bei hohen Drehzahlen, anscheinend ist tatsächlich der Filter verstopft. Er schafft es leider nicht und "verhungert" schon im ersten Drittel.

Von oben gibt's wirklich eine tolle Aussicht, diesmal ist auch der Wind eher schwach, sodass wir ein wenig verweilen und die Aussicht genießen.

P1040110.JPG


P1040105.JPG

Hier sieht man dann auch wie hoch der Hügel eigentlich wirklich ist. Unten links sitzt Peter im Hang.

Aber wir haben ja heute noch den Shortcut ins Marienflusstal vor, daher trennen wir uns von der Aussicht und fahren gemeinsam wieder Richtung Süden. Haben wir gestern bei der Fahrt hinauf keinerlei "No entry" Schilder gesehen, kommen wir nun im östlichen bereich doch wieder an den Schildern vorbei. Es gibt sie also doch noch.

P1040118.JPG


P1040127.JPG


PXL_20260217_092100302.jpg


Dann die nächste Überraschung. Wir müssen eine ziemlich hohe Sanddüne hinunter, anfangs noch nicht ganz so aber am Ende dann wirklich steil. Zum Glück gibt es hier eine Umfahrung, hinauf ist das meiner Meinung nach ein Ding der Unmöglichkeit.

PXL_20260217_083356953.jpg


Ist im unten verlinkten Video bei ~ 0:40 zu sehen.

Unten eine ein wenig arrangierte Knochenparade, die schiere Menge an Überresten lässt uns ein wenig staunen. Wer braucht, hier ist auch ein toller Übernachtungsplatz, windgeschützt durch die umgebenden Felsen.

20260217_103852.jpg


Wir lassen schließlich vorerst den Sand hinter uns und kämpfen uns durch mehr oder weniger grobes Geröll Richtung Shortcut hinunter ins Marienflusstal (auf dem Video unten etwa ab Minute 5). Bis auf eine kurze aber steile Abfahrt ist es fahrtechnisch ganz OK.
Im Livebericht hatte ich noch vermerkt: "Bei der zweiten Schlüsselstelle sind wir runter, meiner Meinung nach ist es aber sehr sehr schwer dort rauf zu fahren. Da sind zwei wirklich große Stufen drin. Der direkte Weg ist durch einen großen Fels versperrt (Absicht oder nicht?) der wäre aber auch eher noch schlechter." Muss diese Ansicht mittlerweile aber revidieren, habe ein gutes Video gesehen, wo diese Schlüsselstelle von Ost nach West gefahren wurde. Finde es leider nicht mehr, dürfte ein Oberösterreicher gewesen sein. Hinweise werden gerne entgegen genommen, dann kann ich das hier dazuverlinken.

P1040151.JPG


P1040157.JPG


P1040154.JPG


Im Marienflusstal machen wir eine kurze "After-Passhöhe" Bier Pause, bevor wir durch die rote Sandwüste Richtung Kunene aufmachen. Ich mag die Landschaft dort einfach.

GOPR0474.JPG


GOPR0484.JPG


Am Fluss angekommen, fahren wir bis zur Lodge, die als "Okahirongo River Camp" ausgeschildert ist, liegt sehr toll an einer Flussbiegung, sah aber ein wenig verwaist aus. Auch das Boot, mit dem offenbar Touren auf dem Wasser veranstaltet werden, lag am Trockenen. Hier sind wohl kaum Touristen im Februar anwesend. Wir machen auch noch einen Blick zum Community Camp, finden das aber auch verlassen vor, zudem gibt's nicht viel Schatten und dort wo die Bäume sind, funktioniert das Wasser nicht.

Also wird's doch das Camp Synchro. Ich find' das ganz OK, wenn allerdings alle Plätze eventuell auch noch doppelt belegt sind, wird es doch sehr eng. Wir waren die einzigen Gäste dort, es waren zudem viele Einheimische anwesend, weiß nicht, ob die mittlerweile alle dort wohnen. Die Managerin kümmert sich aber um alles, es sah auch nicht verkommen aus. Es gibt einen "Mini" Shop, der mir mit ein wenig Bier aushelfen kann, also alles wunderbar.

PXL_20260217_175015390.jpg


SING0102.JPG


Facts & Figures
Geplanter Track laut T4A: 125 Kilometer
Fahrtzeit: 4:20 Stunden
Tatsächlicher Track: 138 Kilometer
Gesamtzeit: 6:54 Stunden, Zeit in Fahrt: 4:52 Stunden, Durchschnitt in Fahrt: 28,4 km/h
Kosten Campsite: 200 NAD p.P.p.N.

Wieder ein Video mit verschiedenen Sequenzen des Tages (auf großem Bildschirm direkt in Youtube aufrufen, sonst passt die Qualität nicht!).

Bei YouTube ansehen ↗

tag.jpg
Teil 1407. Apr. 2026
Mittwoch, 18.2.2026

Heute wird's spannend, einer der Hauptgründe, warum wir hier sind, steht auf dem Programm.
Ich habe vor einigen Jahren hier im Forum von LaLeona über eine neue südliche Umfahrung vom Vyn Zyls Pass gelesen. Hatte dann mit Andrew auch direkt Kontakt aufgenommen, er hat mir auch sofort geantwortet und seine gpx Daten geschickt. Er fuhr die Strecke damals in Ost-West Richtung, wir sind heuer umgekehrt unterwegs.

2023, als wir das das erste Mal versuchen wollten, kamen wir wegen diverser Probleme nicht bis nach Camp Synchro, daher stand die Etappe heuer erneut auf dem Plan. Aufrufe hier im Forum oder auch in der 4x4community, ob die Strecke in der Zwischenzeit jemand gefahren wäre, blieben unbeantwortet. Wir wussten nicht wirklich, was uns erwarten würde.

Also machen wir uns nach einem Frühstück mit frischem Brot aus dem Camp Synchro auf den Weg. Zuerst wieder zurück durch's Marienflusstal direkt zum Fuße des Van Zyls Passes, wo der Track los geht.

P1040170.JPG


P1040178.JPG

Kleine Überreste am Weg von einem, der's nicht geschafft hat 😉

Wir erreichen den Fuß des Passes und fahren ein Stück den Berghang Richtung Westen um schließlich in ein Tal einzufahren. Hier sind einige Hütten und auch Rinder zu sehen, der Track ist erkennbar aber es sieht nicht so aus, als würden hier öfter Autos unterwegs sein. Am Ende des Tals ist schließlich ein, in den Fels gebauter, Track zu sehen, der nach oben führt. Nach kurzem Check, ist genau das unser Weg. Schmal aber ausreichend, großteils fester Untergrund mit kleineren Steinen, mache ich mich auf den Weg nach oben.

Das (hochformatige) Video kann nicht direkt eingefügt werden, daher hier der Link: https://www.youtube.com/shorts/EuvBVpeMt9s

Nachdem dieser erste Aufstieg geschafft ist, führt der Track mehr oder weniger sichtbar durch eine zart grün angehauchte hügelige Landschaft, ohne fahrerisch sehr anspruchsvoll zu sein. Ab und zu gibt's schmälere und breitere Reviere, wo manchmal der Track nicht mehr sichtbar ist, irgendwo in der Ferne sieht man aber immer die Spuren und so fahren wir gemütlich und langsam immer weiter Richtung Osten. Immer im Hinterkopf habend, dass dieser Track auf keinen Karten verzeichnet ist und uns hier möglichst nix passieren sollte. Wir schrecken ein Straussenpärchen auf, dass - wie immer - dann genau vor uns auf den Track entlangläuft und keinerlei Anstalten macht, einfach ein paar Meter links oder rechts abzuzweigen.

Screenshot2026-04-07123502.png


Screenshot2026-04-07123630.png


Screenshot2026-04-07123737.png


Am südlichsten Punkt des Tracks machen wir eine kurze Pause und sehen, dass vom kleinen Dorf hinter den Bäumen, zwei junge Mädchen zu uns kommen. Sie sind eher schüchtern, lächeln uns an und kommen auch näher. Kommunikation ist schwierig, das angebotene Wasser lehnen sie dankend ab. Sie setzen sich unter den Baum neben unsere Autos und wir betrachten uns wohl gegenseitig sehr neugierig. Peter macht mit ihrer Zustimmung dann auch ein paar Fotos, die sie auch gleich laut auflachend am Display betrachten. Mich hat die Haarpracht der beiden wirklich fasziniert. Die jüngere (wir hätten sie auf 14 geschätzt), mit den schwarzen festgebundenen, nach vorne ragenden Haaren ist, soweit ich das einmal gelesen habe, noch "single", die ältere (die hätten wir auf 16 geschätzt) mit den typischen roten, mit Lehm versehenen Haaren, dann bereits verheiratet. Ihr kleines Baby hatte sie auch bereits mit.

vanzyls01.jpg


af7c0dc4-afa2-48d0-8f0b-f1874690bf12.jpg

Sehr hübschen Schmuck hatten sie jedenfalls auch.

Irgendwann wird's aber für uns Zeit, weiter zu fahren, wir wissen, dass wir noch nicht am Ende sind. So verlassen wir die beiden Mädchen, die im Schatten sitzen bleiben und fahren wieder nordwärts. Der Track geht nun auch wieder stetig bergauf und wie es der Teufel will, funkt Peter, dass sie erneut einen Platten haben.

20260218_135136.jpg


Also erneut auf dem schrägen Untergrund einen Reifen wechseln. Während der Aktion bemerken wir, dass der zweite Reservereifen mit einem Schlüssel versperrt ist. Und keiner der Schlüssel, die wir auf dem Schlüsselbund haben, passt. Bei meinem zweiten Wagenheber fehlt der Hebel, zudem ist offenbar kein Öl drin. Ich nehme einen Reservereifen von mir hinten hinunter, damit wir den bei Peter montieren können, Da kommen wir drauf, dass die Radmuttern nicht passen, weil es sich dabei offenbar um Alufelgen handelt. Na dann suchen wir halt passende Schrauben von den defekten Reserverädern und stecken alles passend zusammen.
Als wir fertig sind, bemerken wir einige Himba Buben, die rund 50 Meter von uns entfernt unter einem Baum sitzen und uns nur beiläufig zur Kenntnis nehmen. Egal wir müssen weiter. Haben zwar keinen Zeitdruck, weil wir ohnehin irgendwo am Weg eine Übernachtung eingeplant haben, aber zwei, drei Stunden haben wir noch, die wir ins Weiterkommen investieren können.

Der Track wird schließlich enger, steiniger und mühsamer zu befahren.

Screenshot2026-04-07133026.png


screenshot.png


Stetig geht's bergauf, wir kommen nur im Schritttempo voran. Untersetzung ist bereits drin, 4x4 sowieso. Kurz nach einem Stück, bei dem es bergauf ging und ich schon eingestellt war, stetig am Gas zu bleiben und weiter zu fahren, nehme ich eine kurze aber ebene Fläche wahr und entscheide instinktiv stehen zu bleiben, um das vor uns liegende Stück genauer anzusehen.

das_ende.jpg


Gute Entscheidung. Wir gehen hinauf, schauen uns den Untergrund an und entscheiden dann, unseren Endgegner gefunden zu haben. Der Track geht ganz oben auf diesem Bild nach rechts weg und führt etwa nochmal so lang bergauf. Zudem ist nur im ersten Viertel einmal rechts und dann links nackter Fels mit gutem Grip, danach sind nur mehr mittelgroße bis große Steine, rundgeschliffen und lose. Wir beraten kurz unsere Alternativen aber hier und in dieser Region macht ein Weiterfahren bergauf keinen Sinn. Wenn hier irgendwas passiert, ist man so in der absoluten Einöde, dass wir mit keinerlei Hilfe rechnen können.
Wir sehen, dass am südlichsten Punkt des Tracks, also beim Dorf mit den beiden Mädchen, ein Track Richtung Süden in die Otjiha Plains führt. Das würde uns zumindest ersparen, den ganzen Weg Richtung Marienflusstal zurückzufahren. Gesagt, getan. Wir drehen um und fahren bei den Buben vorbei, die wiederum keinerlei Anstalten machen, sich zu bewegen, passieren das kleine Dorf, in dem sich die Mädchen nicht mehr zeigen und fahren Richtung Süden in eine weite Ebene. Alles im Schritttempo. Der Tag ist schon lang und so beschließen wir, in dieser schönen Ebene unser Nachtlager aufzuschlagen.

PXL_20260218_085628112.jpg


P1040194.JPG


PXL_20260218_182016787.jpg


PXL_20260218_181501422.jpg


Facts & Figures
Geplanter Track laut T4A: ~80 Kilometer
Fahrtzeit: ungewiss.
Tatsächlicher Track: 131 Kilometer
Gesamtzeit: 8:22 Stunden, Zeit in Fahrt: 6:36 Stunden, Durchschnitt in Fahrt: 19,8 km/h (14,5 km/h wenn man nur den Abschnitt ab dem Westende des Van Zyls Passes bis zum Übernachtungspunkt betrachtet).
Kosten Campsite: 0

Hier das Video des Tages.

Bei YouTube ansehen ↗

Weil's so lang ist, einige Schlüsselszenen:
Anfangs Fahrt durchs Marienflusstal.
Ab Minute 1: Einfahrt in das Tal mit Rindern
Ab Minute 1:30 Auffahrt erste Schlüsselstelle
Ab Minute 7:30: es wird enger...
Minute 8:40 this is the end...

tagesetappe.jpg
Teil 1521. Apr. 2026
Donnerstag, 19.2.2026

Wir verlassen unseren schönen Platz nach einer ungestörten Nacht relativ zeitig für uns (gegen 8) um über die Otjiha Plains nach Opuwo zu fahren. Da wir wissen, dass die Strecke über den Pass schon vor einigen Jahren mühsam zu befahren war, wollen wir kein Risiko eingehen, dass es uns anschließend zu spät wird. Da wir ohnehin eine Nacht zwischen Camp Synchro und Opuwo eingeplant hatten, benötigen wir für die gestrige "Aufgabe" der Umfahrung nicht einmal einen eingeplanten Puffertag.

PXL_20260219_052433488.jpg


PXL_20260219_054001403.jpg


Die Strecke führt lange Zeit fahrtechnisch anspruchslos durch auch mit zartem Grünschleier gekennzeichnete Täler, bis man nach Otjihaa den Pass erklimmen muss.

20260219_081724.jpg


GOPR0532.JPG


Dieser ist durch die vorherige Regensaison mittlerweile extrem ausgewaschen und der Original-Track besteht nur mehr aus einer tiefen Rinne. Rechts daneben ist jedoch bereits ein Bypass sichtbar, der sicherlich schon längere Zeit besteht. Dennoch muss man den Original-Track einige Male queren, mit Low Gear und gesperrtem ersten Gang geht das aber halbwegs brauchbar.

Bei YouTube ansehen ↗

Oben angekommen geht's nochmal deftig hinunter und erneut über die endgültige Passhöhe, bevor man wieder an Höhe abbaut und anschließend wieder in der Ebene Richtung Etanga fährt. Man kommt nun bei zahlreichen kleineren und größeren Siedlungen vorbei, uns passiert auch ein kleiner LKW mit zahlreichen Männern hinten auf der Ladefläche, scheint der örtliche Busverkehr zu sein 😉.
Die gesamte Strecke ist zum großen Teil nur langsam zu befahren, Bis kurz vor Etanga (wo wir kurz anhalten und den 4G Mobilempfang nutzen, um uns nach vier Tagen ohne Netz wieder daheim zu melden) haben wir für 89 Kilometer fast 5 Stunden gebraucht.


P1040200.JPG


P1040204.JPG


P1040201.JPG


P1040205.JPG


Von Etanga aus ist die D3703 frisch geschoben und wir genießen es auch mal wieder eine ordentliche Straße unter den Rädern zu haben, auf der man schneller als 30 km/h fahren kann. Wir beschließen, das Tanken, die Reparatur der Räder und das Einkaufen auf morgen zu verschieben und gleich die Kaoko Mopane Lodge Campsite anzusteuern. Irgendwie sind wir nach den letzten Tagen ein wenig geschlaucht und haben morgen ohnehin wenig zu fahren.

GOPR0552.JPG


Gesagt, getan, wir durchqueren Opuwo und checken schon kurze Zeit später, nach einem kleinen Verfahrer dank Google Maps, in der Mopane Lodge ein.

Die ist, vor allem nach den letzten Tagen, sehr eng und verwinkelt. Das "Angebot", beide Autos auf einen Stellplatz zu stellen, lehnen wir dankend ab, da wären wir einander laufend auf die Zehen gestiegen. Aber es gibt ein Schwimmbad, das ich sogar nutze, in der Bar gibt's flottes Internet (das es aber nicht bis zum Stellplatz schafft) und kühles Bier. Als Zwischenübernachtungsplatz durchaus brauchbar, wenngleich jetzt nix Aussergewöhnliches.

Facts & Figures
Geplanter Track laut T4A: – (Strecke war so nicht geplant)
Fahrtzeit: ungewiss
Tatsächlicher Track: 198 Kilometer
Gesamtzeit: 7:36 Stunden, Zeit in Fahrt: 6:24 Stunden, Durchschnitt in Fahrt: 30,9 km/h (dank der guten Straße von Enanga nach Opuwo 😄 ).
Kosten Campsite: 300 NAD p.P.p.N.

Hier das Video des Tages.

Bei YouTube ansehen ↗

190226.jpg
Teil 1622. Apr. 2026
Freitag, 20.2.2026

Heute haben wir nur eine kurze Fahrt Richtung Khowarib Campsite vor uns, das gibt Gelegenheit, in Opuwo alles aufzustocken, vor allem Sprit und unsere Reifen flicken zu lassen. Daher führt der erste Weg zum Reifenflicker an der Hauptstraße. Dieser ist „Best in Town“, also hoffen wir, dass Peters Reifen ordentlich geflickt werden. Wir werden natürlich auch sofort von zahlreichen Frauen mit Armbänder-Schmuck umringt.

7e5abea5-f3f9-49c0-83a5-ac25d77cd90e.jpg


cebc6f8a-466a-4086-8e2b-ad54ad135c8e.jpg


Wir vereinbaren, dass sie in Ruhe arbeiten und wir in der Zwischenzeit Tanken und Einkaufen. Der Spar Supermarkt ist immer noch ageschlossen, bzw. sieht man gar nicht mehr, dass der jemals da war. Aber der OK Food Market auf der gegenüberliegenden Seite hat alles was wir benötigen. Und natürlich noch einiges mehr an Menschen, die gerne säckeweise Maismehl oder andere Dinge von uns wollen. Man muss da mitunter härter Nein sagen, aber in Summe sind alle zwar ein wenig zudringlich aber harmlos.

20260220_113601.jpg


20260220_113639.jpg


20260220_113431.jpg


Wir tanken auch noch voll und machen uns nach einer Stunde auf den Weg zurück zum „Best in Town“ Reifenshop. Dort sind die Reifen erledigt und wir können unsere erneute Fahrt durch Opuwo fortsetzen.

20260220_120815.jpg


PXL_20260220_100840470.jpg


PXL_20260220_101004529.jpg


Der Rest der Fahrt ist auf der gut geschobenen Straße relativ bald erledigt, wir wollen gerne dem Camp Steiner noch einen kurzen Beusch abstatten, sehen davon aber aufgrund der extrem schlechten Zufahrt von der C43 ab und drehen schon nach wenigen Minuten wieder um. Es gibt dann noch eine südliche Zufahrt von der C43, aber da ist der „Expeditionsgeist“ schon verschwunden und wir lassen die auch links liegen.

GOPR0557.JPG


P1040207.JPG


P1040210.JPG


Kurz vor Anabeb passieren wir den Otjomatemba Pass, der auf der Nordseite sogar asphaltiert ist, inklusive einer großen Brücke und massiven Einschnitten in die Berglandschaft. Die Südseite ist dann wieder Gravel, führt aber durch eine bemerkenswerte Schlucht. Wirklich toll, bin da heuer zum ersten Mal überhaupt gefahren.

Wir passieren dann Warmquelle und checken kurze Zeit später in der Khowarib Lodge Campsite ein. Formalitäten sind schnell erledigt, doch bevor wir dann zum Stellplatz fahren (natürlich haben wir jene gewählt, die direkt in die Schlucht schauen), genehmigen wir uns beim Pool noch schnell ein frisches Bier aus dem Fass. Herrlich ist es hier.

PXL_20260220_174938966.jpg


Nach dem Dritten fahre ich dann doch das Auto zur Campsite und baue das Zelt auf, bevor ich zurück zu den anderen an die Bar gehe. Wir werden gefragt, ob wir auch etwas essen möchten, es kamen extra aus der Lodge noch eine Köchin und ihre Helferin vorbei. Long story short: die Burger und die weiteren Biere waren wirklich gut. Abends schaute ich dann noch zum Fluss hinunter, der hatte zwar nicht viel, aber dennoch fließendes Wasser. Eine Affenherde am anderen Ufer beschwerte sich lautstark über die Störung.

PXL_20260220_175356546.jpg


PXL_20260220_180431791.jpg


Facts & Figures
Geplanter Track laut T4A: 160 Kilometer
Fahrtzeit: 2:11.
Tatsächlicher Track: 169 Kilometer
Gesamtzeit: 4:24 Stunden, Zeit in Fahrt: 3:08 Stunden, Durchschnitt in Fahrt: 53,7 km/h
Kosten Campsite: 200 NAD p.P.p.N. (special offer, Normalpreis 350 NAD)

Video des Tages:

Bei YouTube ansehen ↗

20022026.jpg
Teil 1707. Mai 2026
Samstag, 21.2.2026

In der Früh setzt leichter Regen ein, aber nur gerade soviel, dass man es so nennen kann. Der Reifenschuster in Opuwo hat sich leider auch nicht wirklich als „Best in Town“ herausgestellt, Peters Reifen ist wieder platt und so muss er zum Frühstück wieder einmal unters Auto.

Da wir beschlossen haben, unseren noch verfügbaren Puffertag heute „aufzubrauchen“ und nur bis in die kleine Serengeti zu fahren (und nicht wie geplant zur Hoada Campsite) haben wir ohnehin Zeit.

So machen wir uns erst gegen 11 Uhr auf, um in die Khowarib Schlucht zu fahren. Wir kennen die bereits und freuen uns auf ein gemütliches Fahren im Flussbett und auf Sand. Allerdings habe ich offenbar die doch etwas mühsame Zufahrt verdrängt, der Fluss führt hier in der Regel Wasser und so muss man die erste Zeit den steinigen 4x4 Trail nehmen. Kurz nach Verlassen der Campsite führt der Trail durch’s (niedrige) Wasser und auf der anderen Seite einen Hang hinauf. Mit Untersetzung und langsamen Fahren eigentlich kein Problem.

Bei YouTube ansehen ↗

Die hinter uns Fahrenden hatten eine andere Sichtweise auf die Dinge…

Bei YouTube ansehen ↗

Zwei relativ tiefe kleine Wannen waren von mir vorab nicht als wirklich bemerkenswert eingeschätzt worden, wir haben beide dann mit Steinen gefüllt wodurch die Auffahrt für Peter deutlich entschärft wurde. Nach dem ersten Einstieg ist der Rest des 4x4 Trails aber ohne größere Vorkommnisse, man kommt durch den doch recht steinigen Trail aber nur langsam voran.

20260221_102517.jpg


GOPR0571.JPG


20260221_114221.jpg


Wo der Trail nahe an den Fluss heranführt, versuchen wir ob wir dort bereits im Flussbett fahren können, entschließen uns aber, dass eine Fahrt im Wasser auch nicht wirklich schneller und einfacher wäre.

20260221_120822.jpg


Irgendwann ist das Wasser jedoch weg und wir können den Rest der Strecke im Flussbett fahren. Natürlich nicht ohne vorher wieder Luft aus den Reifen gelassen zu haben. Leider sind uns diesmal, bis auf eine Giraffe und eine kleine Antilope, keine Tiersichtungen gewährt.

GOPR0578.JPG


20260221_134242.jpg


P1040217.JPG


P1040220.JPG


P1040222.JPG


P1040223.JPG


Die Ausfahrt Richtung Klein Serengeti gestaltet sich dann auch ein wenig tricky weil der Sand ziemlich tief ist (im Video des Tages bei etwa 3:00), ist aber in Summe problemlos zu meistern. Danach geht es durch eine wirklich wunderbare Lanschaft Richtung Südosten. Lange Zeit fährt man auf einer tollen Ebene, auch hier steht das gelbe Gras sehr hoch, leider erweist sich die Ebene aber auch als sehr tierarm.

GOPR0588.JPG


GOPR0602.JPG


Wir kommen an einer alten, bereits vollkommen zerstörten ehemaligen Solarpuimp-Anlage mit Wasserbecken vorbei, an der aber ausser einem großen Elefantenschädelknochen nichts mehr an Wasser erinnert.

P1040251.JPG


Anschließend ändert sich die Landschaft wieder und es wird steiniger und hügeliger. Die Geschwindigkeit sinkt wieder mitunter fast auf Schritttempo. Und plötzlich, inmitten dieser sehr hügeligen Landschaft tauchen Giraffen auf. Eine flüchtet in schnellem Schritt den Berg hinauf und verschwindet hinter dem Kamm, zwei andere nehmen uns kaum wahr und bleiben stehen. Schöne Überraschung, in dieser Region hätte ich sie nicht erwartet.

P1040236.JPG


P1040242.JPG


P1040255.JPG


Insgesamt sehen wir sechs Stück bevor wir uns in einem kleinen Flussbett einen Übernachtungsplatz suchen. Auch dort wandert in großer Entfernung nochmal eine Giraffe vorbei. Weit im Osten gehen schwere Regenfälle nieder, zumindest sehen wir sehr sehr dunkle Wolken. Unser Flussbett ist aber Richtung Osten abfallend, die Wolken müssten daher in der Nacht zuerst über uns drüber bevor uns das Wasser gefährlich werden könnte. Wir entschließen uns daher, das kleine Risiko einzugehen, räumen aber abends alles vor dem Auto weg, um im Fall des Falles schnell auf eine Anhöhe fahren zu können.

SING0112.JPG


PXL_20260221_174447593.jpg


PXL_20260221_181254449.jpg


Im Abendschein sitzen wir dann gemütlich noch beim Feuer, als dann allerdings die bodengebundenen Nachttiere erscheinen, krabbeln wir müde in unser Bett. Interessant, dass wir heute zum ersten Mal auf der gesamten Reise Skorpione gesehen haben.

PXL_20260221_195627588.jpg


Fazit: Gut, dass wir unseren Plan, von Khowarib bis zur Hoada Campsite zu fahren, aufgegeben haben, die knapp über 80 Kilometer heute waren durch das großteils sehr langsame Vorankommen anstrengend.

Facts & Figures
Geplanter Track laut T4A: 108 Kilometer (bis Hoada Campsite)
Fahrtzeit: 4:50.
Tatsächlicher Track: 82 Kilometer
Gesamtzeit: 5:40 Stunden, Zeit in Fahrt: 4:26 Stunden, Durchschnitt in Fahrt: 18,4 km/h
Kosten Campsite: –

Video des Tages:

Bei YouTube ansehen ↗

21022026.jpg
Teil 1818. Juni 2026
Sonntag, 22.2.2026

Die Nacht verläuft ereignislos, kein Regen, kein Gewitter, kein plötzlicher Aufbruch.
In der Früh meint Peter, dass Spuren von größeren Tieren (Rhino?) am Vorabend noch nicht da gewesen wären, auf meiner ein paar Meter flussabwärts von den Autos befestigten Wildkamera ist aber leider nichts zu sehen.

Nach einem gemütlichen Frühstück machen wir uns auf den Weg. Der ist teilweise wieder sehr grün aber jedenfalls erneut mit vielen Steinen gespickt, was ein Vorwärtskommen nur im sehr langsamen Modus möglich macht, Mittlerweile ist das Gerumpel und Geschunkel fast schon zuviel. Je näher wir dem Vet-Tor kommen, umso größer wird die Angst, dort einfach ein geschlossenes Tor vorzufinden. Der Track ist schon lange nicht mehr befahren geworden, niemand kam uns entgegen, wir haben seit der Khowarib Schlucht auch keine Menschenseele mehr gesehen. Warum um alles in der Welt soll bei so einem abgelegenen Track ein Tor im Vet Fence sein?

20260222_100952.jpg


Wir schunkeln uns immer weiter Richtung Osten, als wir dann plötzlich über eine grüne Wiese in ein relativ enges Tal einfahren. Hier fließt Wasser und dutzende, wenn nicht hunderte Palmen säumen den Weg. In der Luft das Gezwitschere von hunderten Vögeln. Ah Ja, „Palm Canyon“ sagt Tracks4Africa 😉.

20260222_111110.jpg


P1040260.JPG


P1040265.JPG


P1040269.JPG


P1040271.JPG


Wirklich toll und sehenswert, auch wenn die laufenden Bachdurchfahrten samt den nur zu vermutenden weiterführenden Tracks auf der anderen Seite höchste Konzentration beim Fahren erfordern. Einmal nicht geschaut und plötzlich liegt ein großer Stein unter meinem LC, auf den ich beim langsamen Weiterfahren aufrolle. Zum Glück nichts beschädigt und mit ein wenig reversieren ist auch das Problem gelöst.

20260222_112138.jpg


Am Ende des Canyons erwartet uns schließlich ein kleines Dorf mit einigen Kunstfiguren, die allerdings ihre beste Zeit auch bereits hinter sich haben. OK, also dafür gibt’s das Tor im Vet-Fence, alles klar.

P1040272.JPG


Wir kommen bei einem offenen Tor im Zaun vorbei und überlegen schon, dort rauszufahren, allerdings weist uns mein Garmin an, noch ein Stück weiter geradeaus zu fahren. Zudem schaut der Track nach diesem Tor nicht wirklich befahrbar aus, als fahren wir noch ein paar hundert Meter weiter. Und siehe da, es gibt das Tor. Dieses überrascht uns derart in seiner Größe, dass wir total vergessen, auch nur ein einzelnes Foto davon zu machen. Eine große überdachte Fläche, ein massiver Zaun, kein Mensch vorhanden. Hat Ähnlichkeit mit dem Tor am Ende des Khowarib Trails bevor man auf die C35 rausfährt (falls das jemand kennt).

Wir überlegen, ob wir klingeln sollen, dann sehen wir allerdings bereits den Officer, wie er vom einige hundert Meter entfernten Wohnhaus auf uns zu kommt. Nach einem kurzen Gespräch bekommt er eine offene Packung Oryxsteaks und ein wenig Biltong, damit ist die Amtshandlung auch bereits beendet. Er erzählt uns, dass er bereits seit vier Jahren hier Dienst macht, immer da ist (das Tor kann von 6-23 Uhr passiert werden) und dass wir seit Anfang Jänner die ersten wären, die hier durchwollten. Uns wird auch klar, warum’s ein wenig gedauert hatte, bis er kam, ziemlich sicher musste er sich erst die Uniform anziehen.

Wir verabschieden uns und sind froh, als wir kurz danach auf der C40 endlich wieder halbwegs tauglichen Untergrund unter den Reifen spüren. Endlich mal wieder ein wenig schneller als 30 km/h, da kommt doch Freude auf. Allerdings nur kurz, denn bereits am Grootbergpass hat Peter wieder ein Reifenproblem. Jetzt ist’s aber wirklich bereits verhext, allerdings vermuten wir hier wieder, dass die Reparaturen in Opuwo einfach wirklich Schrott waren. Freundlicherweise kommen von der Passhöhe fünf Männer mit dem Pickup heruntergefahren und fragen, ob sie uns helfen können, wir bedanken uns höflich, können den Reifen aber dann selbst wechseln.

20260222_131710.jpg


In der Früh haben wir beschlossen, unsere noch vorhandene Reservenacht in Twyfelfontein zu verbringen, dort gibt’s ja auch eine Garage, wo wir eventuell die Reifen nochmal checken lassen können. Also „Auf nach Mowani“ und dort auf eine der tollen Campsites und in den neuen Pool.

20260222_144002.jpg


Auf der Fahrt sehen wir noch eine riesengroße Straußenherde mit zig Teenagern und einigen ausgewachsenen Vögeln, wahrscheinlich ein Schulausflug. Noch nie haben wir so viele auf einem Haufen gesehen.

P1040275.JPG


Als wir in Mowani ankommen, gibt leider eine schlechte Nachricht. „Fully booked“. Na geh, was soll denn das? Ist ja Februar und Nebensaison… Aber OK, wenigstens gibt’s hier noch weitere Campsites. Wir versuchen noch das Twyfelfontein Mopane Camp, das auch an den Hang geschmiegt eine tolle Aussicht verspricht, allerdings ist niemand dort anzutreffen. Zudem ist die Anlage nicht wirklich schön, also fahren wir nach ~ 20 Minuten Wartezeit wieder und beschließen, im Community Camp am Aba Huab zu nächtigen. Da ist die Aussicht zwar nicht so toll, allerdings gibt’s sicher Platz.

P1040278.JPG


Gesagt, getan, wir müssen zwar auch hier warten, bis jemand gelaufen kommt und müssen auch den aufgerufenen Preis noch ein wenig verhandeln, aber sonst passt alles hier. Wir sind alleine und können uns ausbreiten, wie wir möchten. Duschen funktionieren und schon bald ist auch ein Feuer gemacht. Einzig der Müll im Aba Huab ist ein wenig störend, bei einem kleinen Spaziergang sammeln wir ein wenig ein, allerdings ist das leider ein hoffnungsloses Unterfangen. Vor allem, weil der Fluss, wenn er mal abgeht, wohl wieder Zeug anspülen wird.

20260222_192807.jpg


Abends zahlt sich unsere UV-Lampe erneut aus, die Skorpione sind allerdings um ein Vielfaches kleiner, als der gestern. Im Hinterkopf hatte ich allerdings gespeichert, dass die kleinen eher die Gefährlichen sind, also beschließen wir relativ bald nach der Sichtung schlafen zu gehen.

PXL_20260222_193401204.jpg


Facts & Figures:
Geplanter Track laut T4A: - (Nicht sinnvoll, da wir die Reservenacht in Twyfelfontein genommen haben.)
Tatsächlicher Track: 198 Kilometer
Gesamtzeit: 6:15h, Zeit in Fahrt: 4:32h, Durchschnitt in Fahrt: 43,6 km/h
Daten vom Camp bis zum Vet-Zaun: Strecke: 18,6 km; Gesamtzeit: 2:11h, Zeit in Fahrt: 1:38h, Durchschnitt in Fahrt: 11,4 km/h
Kosten Campsite: 200 p.P.p.N.

Video des Tages:

Bei YouTube ansehen ↗

22022026.jpg
Teil 1908. Juli 2026
23.2.2026

Heute haben wir generell nicht viel vor, ausser zum EHRA Camp zu kommen, wo wir für die letzten beiden Nächte reserviert hatten.
Daher fahren wir nach dem Frühstück zur Werkstatt neben dem Flugplatz. Dort hofft Peter, seine beiden Reifen erneut flicken lassen zu können. Es ist reger Betrieb und es dauert ein wenig, bis der erste Reifen untersucht wird. Sie versuchen zweimal ihn dicht zu bekommen, dann reicht es uns vorerst und wir vereinbaren, dass wir ein wenig im Aba Huab nach Elephanten suchen und sie in der Zwischenzeit die Reifen flicken, so schön ist es jetzt dort auch nicht, als dass wir die nächsten weiteren zwei Stunden bei ihren Versuchen zuschauen. In der Nähe soll sich eine Elephantenherde aufhalten, also nichts wie los.

Wir fahren durch’s wirklich nette Flussbett, machen da und dort ein paar Abstecher, aber können die Herde nicht finden. Schöne Fotos gibt’s allerdings auf jeden Fall. Einen für uns neuen Aussichtshügel können wir auch erklimmen, bevor wir uns an die Rückfahrt machen.

P1040281.JPG


P1040287.JPG


PXL_20260223_095229002.jpg


Und schließlich, einige Kilometer vor der Werkstatt zeigt sich noch ein Bulle. Na bitte. „Problemelephant“ sagen uns die Mitarbeiter der Werkstatt später, er würde sich laufend rund um den Flugplatz und die Werkstatt herumtreiben und die Wasserhähne und Zuleitungen kaputt machen.

P1040290.JPG


P1040291.JPG


Wahrscheinlich haben sie deshalb auch keine Zeit gehabt, sich während der knapp drei Stunden um die Reifen zu kümmern, als wir zurückkommen, beginnen sie gerade den zweiten anzuschauen. Der Auch beim zweiten gibt’s nach einer halben Stunde keine besseren Nachrichten. Jetzt ist guter Rat teuer. Wir fahren zwar nicht mehr viel, aber ganz ohne Reservereifen ist’s auch nicht sinnvoll. Peter telefoniert noch mit Advanced Car Hire und meint beiläufig, dass wir ja im Fall des Falles einen meiner Reifen verwenden könnten (wir wir das ja bereits auf einem Teilstück gemacht haben). Aber Advanced Car Hire winkt schnell ab, das wären ja unterschiedliche Reifendimensionen, das könne man auf gar keinen Fall machen. Oha.

Tatsächlich. Peter hat 265er montiert, ich 285er. Das ist uns bis dato nicht aufgefallen. Allerdings, bei näherer Betrachtung meint Peter dann schon, dass es – als er meinen Reifen montiert hatte – ein wenig seltsam war. Aber wer rechnet denn bei komplett gleichen Autos damit?

Egal. Wir können einen gebrauchten Reifen erwerben, an einem meiner Reifen wird ein Mini-Loch geflickt und wir machen uns nach einigen Stunden Aufenthalt auf den Weg zum EHRA Camp. Auf dem Weg kaufen wir noch Feuerholz und erreichen das Camp am frühen Nachmittag. Leider hat die gebuchte Site offenbar einen Wasserschaden und kann derzeit nicht verwendet werden, wir werden auf einer relativ neu errichteten Site untergebracht, die der uns bereits bekannten fast um nichts nachsteht. Wirklich toll hier und der Blick auf den Fluss ist fast einzigartig.

Die 400 NAD sind - im Vergleich, was man auf anderen Campsites dafür bekommt - ein wenig viel (Dusche aus dem Kübel, Trockentoilette), die einzigartige Lage, die Zusammenstellung, der schattige Aufenthaltsbereich ist es aber wert, hier eine oder zwei Nächte zu verbringen.


PXL_20260223_163133600.jpg


20260223_170344.jpg


20260223_175802.jpg


SING0120.JPG


SING0128.JPG


20260223_193531.jpg


PXL_20260223_183349243.jpg



Facts & Figures:
Geplanter Track laut T4A: - (Nicht sinnvoll, da wir die Reservenacht in Twyfelfontein genommen haben.)
Tatsächlicher Track: 169 Kilometer (inkl. Elephantensuche im Aba Huab)
Gesamtzeit: 7:23h, Zeit in Fahrt: 4:23h, Durchschnitt in Fahrt: 38,4 km/h
Kosten Campsite: 400 p.P.p.N.

Video des Tages:

Bei YouTube ansehen ↗

23022026.jpg
Teil 2010. Juli 2026
24.2.2026

Was gibt es Schöneres, als an seinem Geburtstag an so einem Ort aufzuwachen und sein Frühstück mit dem Blick auf den darunterliegenden Ugab zu genießen? Wir lassen uns gemütlich Zeit, bevor wir runter zum Ugab fahren und Richtung White Lady Lodge aufbrechen. Unser Plan war, den gesamten Ugab entlang zu fahren, Elefanten zu spotten, in der White Lady Lodge gemütlich etwas zu essen und einen Rockshandy zu trinken und dann wieder zurück zu fahren und den restlichen Nachmittag im EHRA Camp zu genießen.

20260224_113724.jpg


Der erste Teil klappt noch ganz gut, ich verpasse natürlich wieder die Abzweigung und so stehen wir schon kurz danach auf der C35. Also die paar Kilometer im Flussbett wieder retour und weiter Richtung Brandberg. Der Untergrund wird hier aber dann ein wenig schwieriger, einmal muss ich umdrehen, da ich im immer feuchter werdenden Boden fast stecken bleiben. Wir bahnen uns den Weg durch dichtes „Gemüse“ und zweifeln dann schon ein wenig, ob das die beste Idee gewesen wäre. Wirkliches Vorwärtskommen schaut anders aus.

20260224_114101.jpg


Später wird der Untergrund zwar wieder trockener, allerdings auch extrem tiefsandig, meine Automatik kämpft die ganze Zeit und beschert mir kurze Zeit später auch ein rotes Licht als Überhitzungswarnung. Kein Wunder, ich habe zwar die Automatik gesperrt, allerdings im (zu) hohen dritten Gang. Nach Umschalten und Sperren des zweiten Gangs geht es besser, die Temperatur sinkt auch sofort und die Lampe erlischt. Wirklich weiter kommen wir allerdings durch den tiefsandigen Fluss nicht, so beschließen wir, bei der nächsten Querverbindung aus dem Fluss rauszufahren und unser Glück auf den parallelen Tracks zu versuchen. Bis dahin haben wir kein einziges Tier gesehen.

20260224_125752.jpg


Wir fahren nun nördlich des Flusses, nicht ohne die Reifen wieder auf Gravel-Druck gebracht zu haben, auf eingezeichneten Tracks, die aber ebenfalls wieder nur langsam zu befahren sind. Landschaftlich ist’s allerdings wirklich sehr sehr toll. Immer in der Ferne den Brandberg vor Augen, die Farben des Untergrunds wechseln sich ab, es geht manchmal lange auf einem Plateau dahin, dann wieder hinunter und hinauf.

GOPR0694.JPG


GOPR0702.JPG


PXL_20260224_105742148.jpg


Wir passieren (verlassene?) Gehöfte, teilweise eingezäunt aber ohne jegliche Tiere bis wir schließlich auf den Track stoßen, der vom Norden Richtung White Lady Lodge führt. Im tiefsandigen Fluss stehen dann natürlich genau im Track noch zwei Fahrzeuge, ich schaffe es gerade noch aussen rundherum, Peter bleibt mit den (zu) vollen Reifen im Sand stecken und lässt sich danach von dem einen Lodgefahrzeug rausziehen.

Wir verbringen einen schönen Nachmittag in der (vollen) Lodge mit Burger und Rockshandys. Bei einem Gespräch mit den Verantwortlichen in der Lodge plaudern wir ein wenig, ich erzähle von unserem Trip entlang des Ugabs und sie meinen, es wäre alles viel zu feucht und sie hätten schon einige Fahrzeuge westlich der White Lady Lodge aus dem Sumpf ziehen müssen. Zudem wären alle Elephanten weg, sie selbst würden Tracking zwar noch anbieten, dafür aber einen Tagesausflug nach Twyfelfontein und in den Aba Huab fahren.

Nach eineinhalb Stunden machen wir uns danach auf den schnellen Rückweg über die Gravelroads, auch hier stoßen wir kurz nach der Abfahrt wieder auf eine riesen große Straußenherde. Abends räumen wir noch unser Auto auf und packen unsere Sachen in die mitgenommenen Koffer-Organizer, morgen ist ja nur mehr die Fahrt nach Windhoek und Autorückgabe, bevor abends unser Rückflug ansteht. Den Abschluss macht natürlich wieder ein schönes Feuer mit Blick auf den dunklen Ugab und den leuchtenden Sternenhimmel.

20260224_194157.jpg


PXL_20260224_195316102.jpg


PXL_20260224_185807686.jpg


PXL_20260224_195503372.MACRO_FOCUS.jpg


Facts & Figures:
Geplanter Track laut T4A: -
Tatsächlicher Track:
1.) EHRA-WLL: 52 Kilometer, 3:18 Stunden, 2:13 in Fahrt, 23,4 Schnitt in Fahrt
2.) WLL-EHRA: 63 Kilometer, 1:15 Fahrtzeit, 1:03 in Fahrt, 59,3 Schnitt in Fahrt
Kosten Campsite: 400 p.P.p.N.

Video des Tages:

Bei YouTube ansehen ↗

240226.jpg
Zur Diskussion mit allen 45 Beiträgen