dergnagflowThemenstarter2'534 Beiträge · seit 200715. Feb. 2026 · #1
Hi, kurzes Update zu unserer derzeitigen Tour:
Hoanib war vor drei Tagen vollkommen trocken, wir haben zwei Elephantenherden mit kleinen Jungtieren gesehen.
Hoarusib konnten wir gestern zweimal fahren, einmal Purros Richtung Lodge beim Eingang zum Skeleton NP und wieder zurück. Waren aber die ersten die es gefahren sind, nachdem er im Dezember (?) abgegangen ist. War ein bisschen nass, aber mit den Land Cruiser vollkommen problemlos befahrbar.
House on the Hill beim Marble Camp hat WIFI!
Die Autos (Luxury Camper) von Advanced Car Hire sind die besten die wir je hatten. Erstens vom Fahrzeug und zweitens vom Aufbau. Vollkommene Empfehlung, jederzeit wieder. Werde Details nach meiner Rückkehr schreiben.
Purros hatte für uns keinerlei Netz die Internet ermöglichen. Nur Edge. Da gingen nicht mal WhatsApps durch.
Sind dann ab morgen unterwegs Richtung Hartmannstal, Marienflusstal und südlich von Van Zyls.
Schreibe wieder in Opuwo, ca. in 5 Tagen.
Wetterberichte habe ich gelesen. Mal schauen, ob alles so weit nach Westen auch kommt.
chrisanna275 Beiträge · seit 201315. Feb. 2026 · #2
Danke! Bin sehr gespannt auf deinen Bericht! Wir wollen auch in den nächsten Wochen los, wenn die Flüsse es zulassen. Wir sind zeitlich flexibel. chrisanna
dergnagflow schrieb: Die Autos (Luxury Camper) von Advanced Car Hire sind die besten die wir je hatten. Erstens vom Fahrzeug und zweitens vom Aufbau. Vollkommene Empfehlung, jederzeit wieder. Werde Details nach meiner Rückkehr schreiben.
Sind das nicht die aus dem "Schnäppchen-Thread"?
LG Logi
dergnagflowThemenstarter2'534 Beiträge · seit 200715. Feb. 2026 · #4
Hi Logi, ja genau! Dank dir haben wir die gefunden. LG Wolfgang
dergnagflow schrieb: Die Autos (Luxury Camper) von Advanced Car Hire sind die besten die wir je hatten. Erstens vom Fahrzeug und zweitens vom Aufbau. Vollkommene Empfehlung, jederzeit wieder. Werde Details nach meiner Rückkehr schreiben.
Aus Interesse: Habt ihr mit dem Vermieter irgendwelche Sonderbedingungen ausgehandelt bezüglich Kaokoveld? Laut Agbs ist das ja "at own risk" - also alle Reparatur,- und Versicherungsleistungen ausgeschlossen.
Namibia Apr. 2017, Botswana Nov. 2021, Namibia Nov. 2022, Nam/Bots/KTP Nov&Dez.2024, Cape Town - Windhoek, Nov 2026
dergnagflowThemenstarter2'534 Beiträge · seit 200716. Feb. 2026 · #6
Hi, mittlerweile ist das offenbar Standard bei allen. Nein, keine Sonderklauseln. Prinzipiell geht's vor allem um die Recovery Costs wurde uns im Übergabe Gespräch jedenfalls erklärt. Teilweise wären die durch meine KK Versicherung abgedeckt. Aber wir fahren halt möglichst so, dass nix passiert. 😉. LG Wolfgang
dergnagflowThemenstarter2'534 Beiträge · seit 200719. Feb. 2026 · #7
Hi, so, zurück in der Zivilisation. Waren spannende Tage da oben.
News: 1.) es gibt eine Umfahrung vom Joubert Pass. Angeblich ist der derzeit auch unpassierbar. Konnten wir nicht feststellen, da wir die Umfahrung gefahren sind. Generell führt die wie in T4A, aber der Teil, der dann westlich von Roidroom ankommt, den konnten wir nicht finden. Wie vom Betreiber von dem House on the Hill beschrieben führt der Weg um den Pass herum (sehr sehr schöne Landschaften, erste mal seit langer Zeit Bergzebras gesehen) und kommt dann wieder auf die Straße die vom Joubert Pass nach Norden führt. Wir sind dann weiter Richtung Westen und haben den Track in Natura auch gesehen, der laut T4A vorhanden sein sollte. Wer also von Nord nach Süd fährt, sollte den finden und nutzen können.
2.) Hartmannstal ist wie immer, Monsterdune schön zum Rauffahren, generell niemand unterwegs, die Spuren zu unserem Übernachtungsplatz waren nur sehr vage zu erkennen, da komplett zugeweht.
3.) Shortcut runter ins Marienflusstal: da gibt's eine Abfahrt Richtung Osten von einer Sanddüne, für die gibt's für die andere Richtung eine Umfahrung. Die kommt man dort, wo wir runtergefahren sind, nicht rauf. Bei der zweiten Schlüsselstelle sind wir runter, meiner Meinung nach ist es aber sehr sehr schwer dort rauf zu fahren. Da sind zwei wirklich große Stufen drin. Der direkte Weg ist durch einen großen Fels versperrt (Absicht oder nicht?) der wäre aber auch eher noch schlechter.
4.) Community Camp oben im Norden war verwaist, wir wollten uns dann nicht einfach hinstellen und sind zum Camp Synchro gefahren. Ist OK, wir waren nur zu zweit. Wenn alle Plätze eventuell doppelt belegt sind, ist es aber ziemlich voll.
5.) Die Umfahrung südlich des Van Zyls Passes gibt es. Manchmal nur sehr leidlich erkennbar, manchmal deutlich, aber gefahren ist da schon lang keiner mehr. Eine erste Schlüsselstelle ganz zu Beginn etwa 10 km vom Fuß des Passes entfernt ist noch OK, weil felsig und guter Grip. Danach geht's durch hügelige Landschaft ohne wirklich besondere Schwierigkeiten. Am südlichsten Punkt ist ein kleines Himba Dorf. Generell sind überall kleine Siedlungen zu sehen. Ungefähr 25 (?) km nach diesem Dorf haben wir aufgrund einer etwa 400 Meter langen sehr steilen Steigung mit großem Geröll beschlossen, dieses Vorhaben abzubrechen. Kaum Felsen mit Grip, nur große runde Steine, zu steil und zu groß die Gefahr, entweder sich fest zufahren oder dem Auto Schaden anzutun. Und das ist dort einfach unpackbar mühsam, wieder weg zu kommen. Vor allem, weil wir auf der Zufahrt schon einen Reifen wechseln mussten. Hinunter - also in Ost-West Richtung - wären wir es gefahren, hinauf nicht. Sind dann zurück zum südlichsten Punkt, dort gibt's einen Ausgang Richtung Otjiha Plains. Haben dort irgendwo übernachtet.
Schaut natürlich auf den Fotos wieder aus wie Pipifax, ich war aber viel weiter oben und es geht "ewig" so weiter. 😉
6.) West-Ost Verbindung von den Plains (also beispielsweise von Etambura oder dem Marble Camp House on the Hills kommend über die 3703 nach Opuwo: die sind wir dann heute gefahren. Steiniger Weg. Und der eine Pass, dessen Namen ich jetzt nicht auswendig weiß (sitze an der Bar in der Kaoko Mopane Lodge in Opuwo ;-)) ist schwieriger als 2023. Die eine Fahrrinne ist komplett zerstört, rechts daneben gibt's eine neue Auffahrt Ohne Untersetzungsgetriebe und Erfahrung, wie man die Fahrspur wählt, ist das derzeit kaum zu schaffen. Außer dieser Schlüsselstelle ist aber alles relativ problemlos, wenn auch extrem langsam. Wir haben für die ersten 100 Kilometer über fünf Stunden benötigt. Ab Etanga (dort gibt's 4G Netz!) gibt's dann gute und vor kurzem gegradete Gravelpad. Da waren wir dann in ca. 2 Stunden in Opuwo. Genau Zeiten muss ich dann nachliefern.
Generell haben wir seit Purros kein anderes Fahrzeug mehr gesehen, die Van Zyls Umfahrung ist echt nur was für Abenteurer, ehrlich gesagt waren wir dann auch froh, wieder auf einer "normalen" Straße zu sein. Das ist echt *remote* *remote*. Dort kommt wirklich wirklich niemand vorbei, man muss sich einfach komplett selbst helfen können.
Jetzt kommen "nur mehr" einfachere Sachen, mal schauen, ob die Khowarib Schlucht noch geht, eventuell Twyfelfontein und die Flussbetten dort und EHRA Camp und der Ugab. Bei uns war bis dato alles trocken, allerdings auch im äussersten Westen bis hier nach Opuwo fast überall ein zartes Grün in der Landschaft.
Hallo Wolfgang, danke für deinen "Live-Bericht". Ich hoffe, die Wetterlage dort hält sich noch zwei, drei Wochen.
Unter 5) beschreibst du einen Abzweig von der van Zyls-Umfahrung zu den Plains. Ich versuche das gerade nachzuvollziehen...meinst du evtl die Otjiha Plains? Die Giribes Plains finde ich irgendwo bei Sesfontein...
Hatte es einen besonderen Grund die 3703 nach Opuwo zu fahren und nicht die 3707? Die 3703 ist ja eher bekannt für ihre Rauheit, aber klar, wenn man eine neue Strecke fahren will oder eben gerade das sucht.
dergnagflowThemenstarter2'534 Beiträge · seit 200719. Feb. 2026 · #10
Hi,
sorry natürlich die Otjiha Plains. Ich korrigiere das noch in meinem Post. Kommt davon, wenn man ohne Karte in der Bar bei einem Bier sitzt. 😉.
Und die 3707 ist in dem Bereich, wo sie den Hoarusib mehrfach kreuzt angeblich unpassierbar, außerdem wollten wir nicht mehr so weit in den Süden. Sondern die möglichst kurze Strecke nach Opuwo, weil's irgendwann mit dem Sprit - trotz 80 Liter in Purros pro Fahrzeug - eng wird.
Und die 3703 kannten wir schon aus 2023. Da wussten wir, wie die ungefähr aussieht.
chrisanna275 Beiträge · seit 201319. Feb. 2026 · #14
Hi Wolfgang, ganz herzlichen Dank für den detaillierten Bericht! Wie weit plant ihr, den Ugab Richtung Westen zu fahren? LG, chrisanna
dergnagflowThemenstarter2'534 Beiträge · seit 200719. Feb. 2026 · #15
Hi Chrisanna, geplant ist noch nichts. Wir fahren am 23.2. zum EHRA Camp und bleiben bis 25.2. Am 24.2. habe ich Geburtstag, da fahren wir - so möglich - dorthin, wo sie meinen, dass wir Elephanten finden können. Nix geplant daher. Ugab ist ja geflossen bei der White Lady Lodge keine Ahnung derzeit, wie's dann dort aussehen wird. Kann mich gerne aus Windhoek dann melden, bei der EHRA gibt's aus meiner Erinnerung kein Netz. LG Wolfgang
chrisanna275 Beiträge · seit 201319. Feb. 2026 · #16
Danke und weiterhin lekker pad!
dergnagflowThemenstarter2'534 Beiträge · seit 200720. Feb. 2026 · #17
Kurzes Update: Fahrt nach Khowarib Lodge Camp ereignislos. 160 km auf gut geschobener Pad. Nördliche Zufahrt zu Camp Aussicht extrem kaputt, da sind wir nach 10 Minuten umgekehrt, da wir nicht übernachten wollten sondern nur kurz vorbei schauen wollten. Südliche Zufahrt haben wir dann nicht mehr versucht. Campsite der Khowarib Lodge ist OK, die Sites 6-9 liegen Richtung Schlucht, die anderen sind auf der Ebene, eher nicht so zu empfehlen. Gute Bar, sogar Abendessen verfügbar, das wir heute auch annehmen 😅 Wetter weiterhin trocken, von der Campsite ist ein wenig Wasser sichtbar, aber generell soll die Schlucht befahrbar sein laut Rezeption der Campsite. Wollen morgen noch in der Klein Serengeti übernachten. Regen kommt vom Osten aber nicht so weit wie wir sind. LG Wolfgang
chrisanna275 Beiträge · seit 201320. Feb. 2026 · #18
"Nördliche Zufahrt zu Camp Aussicht extrem kaputt, da sind wir nach 10 Minuten umgekehrt, da wir nicht übernachten wollten sondern nur kurz vorbei schauen wollten. Südliche Zufahrt haben wir dann nicht mehr versucht." Hi Wolfgang, Danke für die aktuellen Info! Zu Camp Aussicht: Marius Steiner ist ja gestorben. Es hieß,die Schwester würde es weiter betreiben. Aber ob das tatsächlich geklappt hat? Wäre interessant gewesen. LG, chrisanna
dergnagflowThemenstarter2'534 Beiträge · seit 200720. Feb. 2026 · #19
Hi, Ja, das wusste ich, daher wollte ich mal kurz vorbei schauen. Aber die nördliche Zufahrt hätte uns wahrscheinlich 30 Minuten gekostet. Und ich wusste nicht, das es eine südliche Zufahrt auch gibt. Bei dieser stand, das es offen ist. Ich gehe also eher davon aus, dass es das ist. LG Wolfgang
dergnagflowThemenstarter2'534 Beiträge · seit 200722. Feb. 2026 · #20
Hi, Last Update, unsere Reise geht nun bald wieder zuende.
In der Khowarib Schlucht war der Riverbedtrail wegen Wasser nicht befahrbar. Die Alternative ist ganz furchtbar mühsam. Wir erwarteten einen gemütlichen Flussbett Tag und waren schon beim ersten Einstieg in den Trail mit heftiger Steigung konfrontiert. Ich habs dann trotz Untersetzung offenbar ein wenig zu forsch angegangen, die hinter mir Filmenden dachten, es würde mich jetzt auf die Seite legen. 2 Stunden ärgstes Geschaukele, große Steine, kleine Steine, wirklich mühsam. Erst danach war das Flussbett trocken und wir konnten dort fahren. Würde ich nicht nochmal fahren.
Klein Serengeti ist landschaftlich toll, es steht das gelbe Gras sicher 40 cm. Auch gut zu fahren, viel fester Sand.
Otijtheka 4WD Trail: auch sehr sehr mühsam. Steine ohne Ende. Mehr als ein Schnitt von 10 km/h ist da nicht drin. Landschaftlich toll, aber halt wirklich mühsam und teilweise auch steil bergauf, bergab. Ohne Untersetzung geht da nix. Haben uns dann in einem Flussbett einen Übernachtungsplatz gesucht und sind die restliche 25 km heute gefahren. Haben dafür fast 2 Stunden gebraucht. Toll waren die vielen Giraffen, die wir gestern gesehen haben, dachte nicht, dass es die hier gibt. Am Ende dieses Trailer, der vor uns auch kaum befahren wurde, steht dann beim Vet Fence tatsächlich ein riesen Bau. Ich hatte schon die Befürchtung, dass wir dort gar nicht raus kommen. Ein Officer lebt dort seit über 4 Jahren. Der hat einen sehr sehr langweiligen Job. Heuer waren wir das erste Auto, das da durch wollte. 😉.
Danach gut geschobener Pad über den Grootbergpass nach Twyfelfontein. Mowani, unsere erste Anlaufstelle, war voll :-o. Jetzt sitzen wir am Aba Huab Camp . Auch toll. Wird aber Regen kommen in der Nacht. Schaut ziemlich schwarz aus im Osten.
Morgen noch nach EHRA und am Mittwoch dann nach Windhoek. War spannend.
Reisebericht folgt dann wenn alle Fotos und Videos gesichtet sind 😉.