Namibia Offroad

45 Antworten · 3'469 Aufrufe · gestartet 02. Nov. 2025 von miganz81
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Themenstarter139 Beiträge · seit 202102. Nov. 2025 · #1
Hallo zusammen,

Wir überlegen gerade, ob wir im April/Mai 2026 doch nach Namibia fliegen sollen... Nach zwei Reisen in Botswana (22/24) würden uns auch ein paar Abschnitte in Namibia interessieren, welche wir bei der ersten Reise 2021 noch nicht besucht haben. Im Hinterkopf hätte ich eine ungefähre Route für 4 Wochen:

📎 Namibia_2026.pdf



Hat jemand Erfahrungen mit dem Abschnitt Swakopmund-Sesfontain mit den Abschnitten Messum/Doros/Desolation Valley, danach dem Crowthers Trail - Hoanib River und dem Khowarib Trail? Wo brauchts es Permits und wie kann man sich da Campsites reservieren? Wo kann man frei übernachten?

Wie ist der aktuelle Stand nach dem grossen Feuer im Etosha (Westen)? Kann man da schon sagen, ob man im April wieder hin kann - oder ist das noch viel zu früh und von der Regensaison abhängig?

Was für Informationen gibt es zum Khaudum besonders zu erwähnen?

Wir waren die letzten Jahre mit Savanna Car Hire unterwegs (Landcruiser Safari Camper), dieser bietet für uns mit zwei Kühlschränken und Double Cap die Idealkonfiguration für abgeschiedene Routen. Leider haben wir letztes Jahr sehr schlechte Erfahrung mit der Qualität gemacht und ich habe auch das Gefühl, dass diese Fahrzeuge langsam sehr alt sind und bei Savanna nicht mehr erneuert werden. Was kennt ihr da für Alternativen (Bushlore sehr teuer, nur single Cab; weitere)?

LG, Michael
zuletzt bearbeitet 02. Nov. 2025
2'534 Beiträge · seit 200703. Nov. 2025 · #2
HI,
sehr schöne Runde habt ihr da ausgesucht. Meine bevorzugte Gegend.
Ein paar Tipps bzw. Hinweise:
Ich würde den zweiten Tag in Windhoek sparen und am Tag nach der Ankunft gleich nach Sesriem fahren.
Den Tag würde ich dann nach Mirabib in Homeb verbringen. Sehr sehr uriger Campingplatz unter sehr großen Bäumen direkt am Kuiseb. Bisschen heruntergekommen, aber wenn man ohnehin Selbstversorger ist, braucht man nicht viel.
Am nächsten Tag früh nach Gobabeb und dort einen Nature Walk mitmachen (ev. am Vortag hinfahren und euch ankündigen). Auch sehr interessant. Dann nach Swakopmund.
Permit dafür bekommst du in Sesriem.

Nach Swakopmund (Permit für den Dorob NP besorgen!) am Besten durch den Messum Krater zum Rhino Ugab Camp. Das geht an einem Tag, bisserl "zieht" es sich dann am Ende, weil man durch den steinigen Untergrund nur langsam voran kommt. Zahlt sich aber aus. Das Camp selbst ist die letzten Jahre nicht mehr bewirtschaftet, hat aber WCs. Die Duschen haben 2024 nicht mehr funktioniert. Ist aber ein wirklich schöner Platz direkt im Ugab. Wir lassen dann auch immer einen Obulus beim Save thr Rhino Trust dort.

Statt danach "wild" zu übernachten würde ich durch's Desolation Valley Richtung Twyfelfontein fahren und dort eine der vielen Campingmöglichkeiten nutzen. Mowani Mountain Camp ist die schönste und "exklusivste", eventuell müsstest die aber im April vorbuchen. Oder auf gut Glück hinfahren und wenn dort nichts mehr frei ist, eine der anderen nehmen.
Man kann dort dann auch sehr gut einen Tag im Huab verbringen. Haben dort auch bis dato immer Elephanten gefunden.

Für den Crowthers Trail bekommst du das Permit in Palmwag bei der Einfahrt. Einfach angeben, wie lange du bleiben willst. Es gibt dort designierte Campsites, die aber keinerlei Infrastruktur bieten.
https://www.bwana.de/images/pdf/geheimtipps/geheimtipp-palmwag.pdf
https://www.bwana.de/images/pdf/geheimtipps/geheimtipp-palmwag2.pdf
Wenn du in der Früh in Palmwag weg fährst, kannst du mit viel Pausen und gemütlichem Fahren zwei Tage einplanen. Wenn man die raue Wüste dort mag, kann man natürlich auch zwei Übernachtungen einplanen.
Über den Hoanib fährt man dann wieder raus Richtung Sesfontein. Gegebenenfalls in der Elephant Song Campsite nochmal übernachten, in Sesfontein selbst gab's im Jänner 2023 überhaupt keine betriebene Campsite mehr.

Dass du in Sesfontein Diesel bekommst ist nicht sicher. Meine letzten Versuche waren jeweils nicht erfolgreich. Wenn du einen Doppeltank hast und in Palmwag volltankst, sollte das aber kein Problem sein.

Am Khowarib Trail kommst du mit einer Übernachtung vollkommen aus, die würde ich noch vor dem Vet-Fence machen. Am nächsten Tag dann einen Abstecher nach Kamanjab zum Tanken und dann wieder zurück zum Westtor von Etoscha zur Hobatere Campsite. Auch sehr schön. Dann Einfahrt in den Westen, das wird im April nach einer hoffentlich guten Regenzeit alles grün sein. Ich würde da den Westen "abgrasen" und in Olifantrus übernachten. Dort gibt's auch nicht viele Plätze. Also entweder vorbuchen oder vom Galton Gate direkt nach Olifantrus (~ 60km) um zu schauen, ob's für die Nacht einen Platz gibt. Wenn ja, den gleich "buchen" und den restlichen Tag im Westen verbringen, falls nicht, müsst ihr ohnehin Richtung Okaukuejo weiterfahren.

Khaudum bin ich leider noch "blank", da wir immer im Jänner/Februar fahren waren wir in der östlichen Ecke noch nicht, weil's da immer mehr Regen gab.

Generell sind die vier Wochen Reisezeit wirklich toll. Wenn du ev. Etoscha ein wenig kürzt, könntet ihr noch vom Crowthers Trail bis Purros rauf fahren. Auch sehr sehr schön, da müsstet ihr aber dann mit dem Sprit ein wenig kalkulieren. Ich hab' in Purros aber bis dato immer Sprit bekommen. Kann dir nach meiner Reise im Februar sagen, ob das wieder geklappt hat.

Die Troubles mit den LandCruisern von Savanna kennen wir leider auch zu gut. Wir haben für die nächste Reise bei Advanced Car Hire den "Luxury Camping Car" gebucht: https://www.advancedcarhire.com/4x4-camping-car-hire-namibia
Preislich in Ordnung und diese Art des Campingaufsatzes ist neu bei denen.

Aber zur Ehrenrettung muss man schon dazuschreibenn, dass Savanna offenbar "aufgerüstet" hat und neue Landcruiser mit offenbar auch neuen Kabinen anbietet. https://www.savannacarhire.com.na/car-rental/1400742212/Toyota-Land-Cruiser-Camper-28-4x4-Can-be-Brown-or-White Die sind mittlerweile auch preislich wieder in Ordnung (waren exorbitant teuer als wir das letzte mal geschaut hatten).

Soweit mal für's erste. Viel Spaß bei der weiteren Planung!

lg Wolfgang
Mit Peanut und Glück auf Namibia-Tour - RB 2015 Öfter Mal was Neues - Kaokoveld Februar 2026
2'534 Beiträge · seit 200703. Nov. 2025 · #3
Hi nochmal,

noch was, weil du es in der Überschrift hast: man bewegt sich dort zwar auf Untergründen, die wir in Mitteleuropa als "Offroad" bezeichnen würden, allerdings sind das alles Straßen. Du fährst also "Onroad". Bitte niemals, unter keinen Umständen irgendwo wirklich "querfeldein" fahren. Bitte immer am Track bleiben.

lg Wolfgang
Mit Peanut und Glück auf Namibia-Tour - RB 2015 Öfter Mal was Neues - Kaokoveld Februar 2026
33,1k Beiträge · seit 200603. Nov. 2025 · #4
Hi Michael,
dass diese Fahrzeuge langsam sehr alt sind und bei Savanna nicht mehr erneuert werden. Was kennt ihr da für Alternativen (Bushlore sehr teuer, nur single Cab; weitere)?
ich meine es gab gerade einen Thread dazu, dass Savanna nun Neufahrzeuge im Programm hat.

Viele Grüße
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
Themenstarter139 Beiträge · seit 202104. Nov. 2025 · #5
Hallo Wolfgang,

Besten Dank für deinen ausführlichen Bericht, ich habe mir da gerade einige Notizen gemacht, welche wir sicher berücksichtigen werden.

Den zusätzlichen Starttag haben wir bewusst bei der letzten Reise eingeschleust, da wir meistens eine sehr stressige Vorferienzeit in der Arbeit haben und zuerst nicht gleich gestresst starten wollen. Zusätzlich mit den bisher schwierigen Fahrzeugübernahmen und den Grosseinkäufen für 2 Wochen wurde uns ein Tag zu wenig.

Lg und euch eine schöne Reise, ich hoffe du kannst dann viel gutes berichten, Michael
Themenstarter139 Beiträge · seit 202104. Nov. 2025 · #6
Das "Offroad" ist uns so bekannt, wir sind uns auch nach den sehr sensiblen Salzpfannen in Botswana. Der Titel sollte eher darauf abspielen, dass wir nicht auf den grossen Strassen und Hauptwegen unterwegs sein werden, sondern die Shortcuts mitten durch nehmen möchten 😉
544 Beiträge · seit 201405. Nov. 2025 · #7
Hallo Michael,

tolle Route mit ein paar der schönsten Ecken habt Ihr vor und dann noch vier Wochen am Stück. Da bin ich fast ein bisschen neidisch. 😉
Bis auf den Messum Krater sind wir alles, was Ihr vorhabt, 'mal gefahren' aber eben nicht am Stück, sondern über diverse Urlaube verteilt.

Khowarib Trail und Little Serengeti bin ich bei Wolfgang, da reicht locker eine Nacht. Wir sind seinerzeit von der Ongongo Campsite nach Hoada (also in Erwee durch den Vetfence) an einem Tag durchgefahren, das war schon ein ziemlicher Ritt. Andererseits sind wir (unser individuelles Ding auch weil wir allein unterwegs sind) nicht so die ambitionierten Wildcamper, wenn Siedlungen in der Nähe sind.

Der Khaudum ist toll, wir waren vor knapp zwei Jahren dort. Mit einem relativ neuen Mietwagen und einem evtl. weniger kulanten Vermieter hätte ich vor der Fahrzeugrückgabe etwas Bauchschmerzen. Ich zitiere mich aus dem damaligen RB mal selbst, wobei wir bei der nördlichen Zufahrt nicht dem Maintrack (der auch von LKWs benutzt wird), sondern eine schmalere, westlich gelegene Zufahrt genutzt haben:
Tja, und dann ging es quasi direkt in die Büsche, wir fuhren eine ausgefahrene, tiefsandige Spur, die mitten durch die Vegetation verlief. Ausweichen war unmöglich und die Äste schrammten laufend links oder rechts oder gleichzeitig auf beiden Seiten am Auto lang. Mit eigenem Auto blutet einem das Herz, mit gemietetem Auto vermutlich das Portemonnaie bei der Rückgabe… und das sollte 50-60 km so gehen, bevor wir überhaupt den Khaudom erreichen würden.

Das Problem mit den Büschen, die in die Fahrspur reinragen (und man kann wegen der ausgefahrenen Spuren im Tiefsand quasi nicht ausweichen) bezieht sich aber auf den gesamten, nördlichen Teil des Khaudum.

Generell finde ich den Khaudum toll, die Elefantendichte (aber in unserem Fall auch deren Aggressivität) sind schon was besonderes. Ich will da garantiert auch noch mal wieder hin aber ich finde, dass der bei Eurer Planung irgendwie 'unpassend angeflanscht' wirkt.
Sofern Ihr auch überzeugte Wiederholungstäter seid, würde ich den fast auf einen anderen Urlaub in Kombination mit dem Caprivi einbauen und die gewonnene Zeit im Nordwesten einplanen (via Puros z. B. hoch zum Marble Camp oder so...).

Das nur als ein bisschen Input von mir.

Gruß
Henning
5'479 Beiträge · seit 200905. Nov. 2025 · #8
Hallo Michael;

vieles wurde schon geschrieben, weshalb ich nur auf einige Details eingehen will.

Anstelle über den Doros Crater würde ich die Strecke durch den Zebra-Canyon und Gai As ins Desolation Valley empfehlen. Den Zebra-Canyon erreicht Ihr eine Zufahrt in den Ugab westlich der Zufahrt zum Rhino Camp. beeindruckende Landschaft und jede Menge schöner Spots zum Wildcampen.

Im Khaudom wurde in den letzten Jahren viel investiert. Zwei luxuriöse Campsites und modernisierte Wasserlöcher mit Hides. Wir waren schon mehrfach in der Regenzeit dort. Man hat in dieser Zeit nicht den Eindruck in einer Halbwüste zu sein. Alles ist saftig grün. Der Park ist sehr einsam. Meist sieht man den ganzen Tag über kein anderes Fahrzeug. Die besten Tierbeobachtungsmöglichkeiten hat man in den fossilen Flusstälern, da dort die Vegetation offener ist. Die Tiere sind Fahrzeuge nicht gewohnt, weshalb die Fluchtdistanz größer als z.B. im Etosha NP ist. Gerade in/nach der Regenzeit sind die Wege ziemlich zugewachsen und es gibt "Straßensperren" durch von Elefanten umgeschmissene Bäume, die man umfahren muss. Die Anfahrt von Norden ist noch immer eine der anspruchsvollsten Tiefsandstrecken, die ich kenne. Ich empfehle L4 und 1,0bar vorne / 1,2 bar hinten.

Wir haben immer den Bushcamper von Bushlore gemietet und wurden nie enttäuscht. Ist zwar teurer als manch anderer Vermieter, aber Fahrzeuge und Ausrüstung sind sehr gut. Sollte es doch mal zu Problemen am Fahrzeug kommen, waren wir sehr zufrieden mit dem Support von Bushlore. Außerdem bietet Bushlore für seine Kunden einen kostenlosen Buchungsservice für die Unterkünfte und Campsites.

Alles Gute
Thomas
Unser Reise-Blog: KaTho_VanTour Staub & Schlamm (Kenia 21/22) 7 Wochen in der Regenzeit !? (NAM/BOT 18/19) Leoparden hautnah (Tansania 2016/2017) Elefantös - Zimbabwe 2016 Auf Großer Fahrt (Reisebericht SA-NAM-BOT-ZIM 2014/2015) Rivers & Sand (Reisebericht Namibia/Botswana 2013) Reisebericht Tansania 2013: "Das volle Programm"
7'263 Beiträge · seit 200605. Nov. 2025 · #9
Hallo Michael

ich bin immer wieder gerne in den Gegenden unterwegs die du beschreibst. Siehe meine letzte Tour vor ein paar Wochen: https://findpenguins.com/7ptlyqgw3vk6v/trip/namibia-nord-tour

Was du immer bedenken musst ist die Jahreszeit. Es kann sein, dass du im April/Mai die Trockenflüsse nur bedingt oder gar nicht befahren kannst. Das war dieses Jahr so. In anderen Jahren klappt es ganz gut. Haltet aber auch einen Plan B bereit.

Obwohl wir jetzt auch Palmwag Konzession-Hoanib-Forgotten Valley-Etosha-Divundu und Khaudum gemacht haben, bin ich eigentlich eher ein Freund das in zwei Touren aufzuteilen. Dann ist eine Tour mehr im Westen und Nordwesten. Die zweite Tour dann eher Caprivi und Khaudum. Die Gebiete liegen doch auch weit auseinander.

Wenn ihr schon Mirabib macht, dann würde ich mir auch überlegen das Fahr und Offroadtraining auf Ababis noch einzubauen. Das tut mit jedem Mietwagen gut und gibt dir Sicherheit für die weitere Reise.

Beim Messumkrater ist wichtig, dass du den richtigen Einstieg nutzt und wirklich durch das Messum Flussbett fährst.
Siehe: https://die-besten-touren.de/touren/offroad-tour-von-swakopmund-zum-ugab/

Ich fahre vom Rhino Camp (dieses Jahr im April nicht machbar) gerne Richtung Norden bis zum Huab. Das ist die schnellste Variante. Wenn du Oben an eine Gabelung kommt, dann mag ich den Weg rechts (Doros) am wenigsten. Wenn ich Zeit habe nehme ich den Weg links über Gai-As zum Huab. Der Huab kann im April schwierig sein.

Von Palmwag aus durch den Crowthers Trail zum Hoanib ist toll. Mach es gemütlich. Die Fahrt kann sonst sehr anstrengend sein. Das Highlight ist der Hoanib, sofern er befahrbar ist. Schaut euch unbedingt auch den Aussichtspunkt bei The Poort an.
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Am besten ist die Ausfahrt aus dem Hoanib bei der Hoanib Valley Lodge. Ihr kommt dann zu den Giribes Plains mit dem Leopard Rock (oder Signal Hill).
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Auch die Khowarib Schlucht ist stark Wetter abhängig. Ich mag die Khowarib Schlucht sehr gerne. Es ist aber in gewissen Gegenden sehr Tiefsandig und puderig.
Falls ihr Lust auf eine Selbstversorger Lodge habt, gibt es etwas nördlich die ganze neue Forgotten Valley Lodge. Es ist eine Spannende Fahrt von Warmquell dahin. Ihr seid dann nahe bei der Etosha. Das Highlight bei der Lodge sind tausende Rosenkopf Papageien.
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Wegen der Brände im Westen der Etosha würde ich mir keinen Kopf machen. Bis im April wird es da wieder viel Gras geben.

Ich würde immer versuchen noch bis zu den Popafalls zu kommen und da im Mahango oder Buffalo Core einen Ausflug machen. Die Tierwelt ist so anders und wirklich toll.

Beim Khaudum Camp wird aktuell die Lodge wieder gebaut. Dadurch ist die Zufahrt aus Norden noch mehr ausgefahren als sonst. Ich mag den Park, bin immer wieder da. Dieses Jahr waren aber wirklich wenig Tiere unterwegs.

Nicht vergessen solltest du die Naye-Naye Gegend mit den Baobabs, wenn du schon mal da bist.
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Viel Spass bei der Vorbereitung und deiner Reise!

Herzliche Grüsse
Chrigu
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zuletzt bearbeitet 05. Nov. 2025
Themenstarter139 Beiträge · seit 202105. Nov. 2025 · #10
Hallo euch allen,

Besten Dank für die weiteren sehr spannenden Inputs, da kommt wirklich ganz viel zusammen...

Es fällt immer wieder, dass der Khaudum extrem tiefsandig und schwierig zu befahren ist. Wir sind nun zwei mal die Zufahrt in die Central Kalahari von New Kennt ihr allenfalls die Zufahrt über New Xade zum Xade Gate und später zur Piper Pan gefahren. Die 80km waren super tiefsandig und auch sehr anstrengend mit den nahen Büschen auf der Nebenpiste. Die Hauptpiste war aber aufgrund der tiefen und breiten Lastwagenspur fast nicht fahrbar. Kennt ihr diese Strecke und wie vergleicht sich diese mit der Nord-Zufahrt zum Khaudum?

Die Route habe ich ungefähr so zusammengesetzt, da wir viele dieser Gegenden in der ersten Namibia-Reise entdeckt haben und uns gesagt haben, dass wir irgendwann dafür retour kommen wollen. Den Caprivi haben wir im 2021 schon durchfahren und gerade mit einer mehrtägigen Bootstour im Kavango mit Dan wunderbare Gegenden erlebt. Da möchten wir aktuell aber nicht gerade mehr hin.

Und merci Chrigu für den Hinweis zum Wetter. Ich muss ehrlich sagen, dass ich das Thema Regen ab Mitte April in Namibia nicht mehr auf dem Radar habe. Das wäre dann tatsächlich schön für Namibia, wenn es nochmals viel regnen würde, aber dann doch schade für uns, wenn diese Flusstäler alle nicht fahrbar wären.

Wir optimieren die Reise mal noch etwas und müssen jetzt aber bald mal schauen, ob wir wirklich nächsten April hin wollen oder diese Route noch etwas aufschieben... Wir werden sehen...

Nochmals besten Dank für alle Inputs und einen schönen abend, Michael
2'534 Beiträge · seit 200706. Nov. 2025 · #11
Hi Chrigu,
chrigu schrieb:
Von Palmwag aus durch den Crowthers Trail zum Hoanib ist toll. Mach es gemütlich. Die Fahrt kann sonst sehr anstrengend sein. Das Highlight ist der Hoanib, sofern er befahrbar ist. Schaut euch unbedingt auch den Aussichtspunkt bei The Poort an.
Hast du da ev. Koordinaten? Ist das nördlich von DePoort bei der Umfahrung? Man kann's in Google Maps nicht genau sehen.
chrigu schrieb:
Falls ihr Lust auf eine Selbstversorger Lodge habt, gibt es etwas nördlich die ganze neue Forgotten Valley Lodge. Es ist eine Spannende Fahrt von Warmquell dahin. Ihr seid dann nahe bei der Etosha. Das Highlight bei der Lodge sind tausende Rosenkopf Papageien.
Und hast du hiervon ev. Details?
Auf der Webseite https://forgotten-valley.com/ ist noch nicht viel zu sehen.
Sind die "Campsites", die unten angeführt werden (Omatapati, Leadwood und Rockart), auch dort in der Nähe?

lg Wolfgang
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33,1k Beiträge · seit 200606. Nov. 2025 · #12
Zu Forgotten Valley findest Du hier mehr Infos (u. a. aktuelle Videos): https://www.facebook.com/profile.php?id=61575167866840
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
7'263 Beiträge · seit 200606. Nov. 2025 · #13
dergnagflow schrieb:Hi Chrigu,
chrigu schrieb:
Von Palmwag aus durch den Crowthers Trail zum Hoanib ist toll. Mach es gemütlich. Die Fahrt kann sonst sehr anstrengend sein. Das Highlight ist der Hoanib, sofern er befahrbar ist. Schaut euch unbedingt auch den Aussichtspunkt bei The Poort an.
Hast du da ev. Koordinaten? Ist das nördlich von DePoort bei der Umfahrung? Man kann's in Google Maps nicht genau sehen.
Die Koordinate bei Google Maps ist -19.225021927766296, 13.3719166963544
https://maps.app.goo.gl/PNCmsJLbG6GbHrxt5
viewpointthepoort.jpg
dergnagflow schrieb:
chrigu schrieb:
Falls ihr Lust auf eine Selbstversorger Lodge habt, gibt es etwas nördlich die ganze neue Forgotten Valley Lodge. Es ist eine Spannende Fahrt von Warmquell dahin. Ihr seid dann nahe bei der Etosha. Das Highlight bei der Lodge sind tausende Rosenkopf Papageien.
Und hast du hiervon ev. Details?
Auf der Webseite https://forgotten-valley.com/ ist noch nicht viel zu sehen.
Sind die "Campsites", die unten angeführt werden (Omatapati, Leadwood und Rockart), auch dort in der Nähe?
Die Forgotten Valley Lodge ist ganz neu. Wir waren tatsächlich die ersten Gäste. Vermarktet wird die Lodge über Namibia Click & Travel. Die Campsites waren bei unserem Besuch noch nicht fertig. Wir haben die Plätze aber schon angeschaut. Auch toll aber nicht zu vergleichen mit dem Ausblick den die Lodge hat.

Die Anfahrt von Warmquell (Ongongo) aus war für uns noch etwas experimentell. Sie soll nun besser ausgeschildert sein. Richtung Etosha war es schon gut. Es sind kleine blaue oder grüne Schildchen (je nach Weg). Die Strecke erfordert zwingend einen 4x4!

Herzliche Grüsse
Chrigu
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zuletzt bearbeitet 06. Nov. 2025
2'534 Beiträge · seit 200706. Nov. 2025 · #14
Hi Chrigu,

danke. Den Aussichtspunkt hatte ich mir fast gedacht, da hab ich auch in Google Maps nochmal nachgeschaut, der dürfte dort doch sichtbar sein.

Die Forgotten Valley Lodge hab ich jetzt mal über die auf der Webseite angegebene Mailadresse angeschrieben. Ich finde da praktisch nix. Keine genaue Location, keine Informationen, aber vielleicht schreiben sie mir ja Details. Schaut sehr interessant aus und würde uns für Februar ev. interessieren.
Am Marketing sollten sie noch ein wenig arbeiten, auch bei Namibia Click & Travel gibt's keine Infos.

lg Wolfgang
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7'263 Beiträge · seit 200607. Nov. 2025 · #15
Wie gesagt ist die Lodge ganz neu. Wir waren im September die ersten Gäste. Es wird aktuell ganz bewusst noch nicht stark vermarktet. Die Angestellten sind noch in der Trainingsphase. Wir fanden die Lodge sensationell schön, die Angestellten sehr bemüht, auch wenn noch nicht alles perfekt ist. Ich denke, dass im Lauf der nächste Monate auch das Marketing langsam Fahrt aufnehmen wird.

Herzliche Grüsse
Chrigu
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600 Beiträge · seit 202212. Nov. 2025 · #16
Hallo Michael,

Advanced Car Hire schliesst den Khaudum in ihren Versicherungsbedingungen aus.

Ich mache aber gleich mal einen separaten Thread zu den von Dir genannten Mietwagen auf

Grüße

Uta
7'263 Beiträge · seit 200627. Nov. 2025 · #17
dergnagflow schrieb:
Auf der Webseite https://forgotten-valley.com/ ist noch nicht viel zu sehen.
Sind die "Campsites", die unten angeführt werden (Omatapati, Leadwood und Rockart), auch dort in der Nähe?
lg Wolfgang
Die Webseite vom Forgotten Valley ist nun Online:
https://forgotten-valley.com/

Wir hatten die letzten Tage wieder Leute bei uns aus dem Büro und auch ein paar Kunden vor Ort. Auch die waren super begeistert.
Der Preis ist recht hoch, aber die Selbstversorgung Unterkunft ist wirklich ihr Geld wert.

Die Campsites sollen ab Mitte 2026 verfügbar sein.

Herzliche Grüsse
Chrigu
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zuletzt bearbeitet 27. Nov. 2025
87 Beiträge · seit 202227. Nov. 2025 · #18
miganz81 schrieb:Hallo euch allen,
Es fällt immer wieder, dass der Khaudum extrem tiefsandig und schwierig zu befahren ist. Wir sind nun zwei mal die Zufahrt in die Central Kalahari von New Kennt ihr allenfalls die Zufahrt über New Xade zum Xade Gate und später zur Piper Pan gefahren
Dagegen ist Khaudum (überwiegend) Kinderkram. Der Sand im Khaudum ist halt sehr buckelig und an ein paar kurzen Stellen auch mal tiefer - aber nicht tiefer als zum Xade-Gate. Die Büsche nerven etwas und auf Wurzeln in der Spur sollte man achten.

Bin letztes Jahr mit Freunden unterwegs gewesen, die im Prinzip noch nie mit einem Landcruiser gefahren sind. Nach Lektion 1 - wie fahre ich auf einer Gravel road, ohne mich dabei umzubringen (quer durch von Windhoek nach Tsumkwe) - war das dann auch direkt Lektion 2: Sand, Luftablassen, Low Range einlegen, Motortemperatur ablesen, ggf. erste Schlammlöcher ohne schmutzige Füße durchqueren.

Ich bin ohnehin der Meinung, dass man sich in Khaudum im Sand überhaupt nicht festfahren kann, wenn man das Wort "Luftablassen" wenigstens ein einziges Mal in seinem Leben gehört und durchbuchstabiert hat. Der Schlamm und Cotton Soil an einigen flussnahen Stellen im Khaudum in der Regenzeit ist jedoch ein ganz anderes Thema - aus dem Fenster schauen, vorzugsweise nach vorn, sehr zu empfehlen!

Nervöse Ellies und allgemein recht scheues Wild kann ich ansonsten auch bestätigen - die Tiere dort mussten wohl hin und wieder schon mal in den Lauf einer Langwaffe schauen.

Wir hatten übrigens schon bei der Zufahrt nach Khaudum (aus Tsumkwe) direkt ein großes Rudel Wildhunde auf der Straße (morgens früh um Sunrise natürlich) und in der ersten Nacht die Löwen unterm Khaudum Camp. Die Begeisterung bei allen Beteiligten war unermesslich 😉
zuletzt bearbeitet 27. Nov. 2025
19 Beiträge · seit 202527. Nov. 2025 · #19
Hallo, ich würde gerne im März nach Kaokoland reisen. Ist das der richtige Monat dafür? Ich habe gelesen – bin mir aber nicht sicher –, dass die Flüsse Hochwasser führen könnten und die Gefahr besteht, nicht zurückkehren zu können. Stimmt das, oder ist März ein guter Monat für eine Reise nach Kaokoland? Kennst du dich im Gebiet westlich von Opuwo gut aus und könntest mir ein paar Informationen geben? Danke!
19 Beiträge · seit 202527. Nov. 2025 · #20
Danke!