Befahrbarkeit Moremi+Khwai / Zustand der Brücken

228 Antworten · 18,2k Aufrufe · gestartet 12. Aug. 2025 von Champagner
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576 Beiträge · seit 201304. März 2026 ·
Champagner schrieb:Die Lage in Khwai (hier beim Khwai Guesthouse bzw. Khwai Bridge) hat sich weiter verschlechtert - definitiv aktuell kein Urlaubsziel....



LG Bele
Wahnsinn, das ist fast nicht zu glauben, wenn ich da an unsere Besuche dort zurückdenke...

LG
1'695 Beiträge · seit 200706. März 2026 ·
Das ist sicher verständlich. Allerdings wird in den einschlägigen Groups und Foren zurecht gefragt, warum die Regierung keinen Notstand erklärt, um den Zugang zu den Orten Sankuyo, Mababe und Khwai zu gewährleisten. Mit schwerem Pioniergerät und entsprechendem Material wäre da sicher was zu machen.
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16,9k Beiträge · seit 201210. März 2026 ·
BotswanaFlutwarnung.PNG



LG
Logi
Themenstarter8'746 Beiträge · seit 201010. März 2026 ·
pollux schrieb:Das ist sicher verständlich. Allerdings wird in den einschlägigen Groups und Foren zurecht gefragt, warum die Regierung keinen Notstand erklärt, um den Zugang zu den Orten Sankuyo, Mababe und Khwai zu gewährleisten. Mit schwerem Pioniergerät und entsprechendem Material wäre da sicher was zu machen.
Ich denke, das ist ein sehr komplexes Thema und ich habe jetzt auch nicht nachgeschaut, wie viele Leute in den Foren genau diese Meinung haben. Wie man aus dem Schreiben, das Logi gepostet hat, ja zwischen den Zeilen lesen kann, wird weiterhin auf dieser Strecke gefahren, es ist nicht so, dass die Orte von der Außenwelt abgeschnitten sind (anders als zum Beispiel in Sambia zwischen South- und North Luangwa). Dies wurde mir gestern von Leuten vor Ort auch so erzählt - wenn jemand krank ist und dies wirklich nötig ist, wird er nach Maun gefahren, die entsprechenden Fahrer können die Strecke durchaus bewältigen. Einmal in der Woche kommt eine Art mobiler Krankendienst (local mobile clinic vehicle) nach Khwai, und der kommt wohl auch weiterhin durch. Für Touristen ist es aber wirklich nicht zu empfehlen.

Dann muss man sich mal vor Augen halten, dass es nicht ein paar Meter sind, die geteert oder anders besser befestigt werden müssten, sondern, wenn ich richtig geschaut habe, über 120 Kilometer (Shorobe - Mababe - Khwai). Wenn man die Strecke in letzter Zeit live erlebt hat, kann man sich schwer vorstellen, wie dort eine so lange Straße gebaut werden sollte, die den nächsten Regen dann auch aushält 🙄 . Man müsste ein sehr tiefes und solides Fundament herstellen und gegebenenfalls eine Art von niedrigen Brücken erstellen....dies sagt mir zumindest mein Laienverstand. Wir haben im Februar erlebt, wie akutell die Schlaglöcher zwischen Maun und Shorobe geflickt werden - dies sieht schon nach einer längeren Bauphase und vor allem nach einer Sisyphusarbeit aus 😗 . Man hat es ja in Baden-Württemberg nicht mal geschafft, die Autobahn A81 so zu bauen, dass der Knollenmergel ihr keinen Schaden zufügt - wie soll so etwas ein einem Gebiet im/am Rande des Deltas auf längere Sicht funktionieren? Der Begriff "Schwieriger Baugrund" ist da wohl geschmeichelt... 😎 .

Nächster Punkt - und das sagen auch die Leute vor Ort: es passiert nicht ständig, dass Khwai unter Wasser steht, ich meine mich zu erinnern, dass das letzte Mal 2017 war. Es ist also kein Dauerzustand (der schlechte Zustand der Gravelroad auch in der Trockenzeit aber natürlich schon).

Und was wäre, wenn es eine geteerte Straße gäbe? Laut Aussagen - auch der Leute vor Ort: viele (Wild)Unfälle, denn es würde zu schnell gefahren werden und wir befinden uns ab dem Buffalo Fence in einem Wildschutzgebiet. Das war ein Argument, das sofort genannt wurde!

Generell habe ich eher den Eindruck (der aber natürlich auch falsch sein kann, so tief stecke ich nicht im Thema drin bzw. so intensiv und/oder vielfältig bin ich nicht im Austausch), dass die Menschen vor Ort sich mit der Situation arrangieren - sie leben von und mit dem Wasser. Wir haben viele Fischer mit jeder Menge Tilapias auf den "Straßen" in Khwai gesehen.... und der Khwai ist eine große Touristen-Attraktion, von diesen Touristen leben viele Leute dort, die in den Lodges, Guesthouses und Campingplätzen arbeiten. Wir haben z.B. im Khwai Guesthouse im Februar erlebt, dass die Angestellten aktuell sehr "kleinteilig" beschäftigt werden, bei jeder Mahlzeit war abgesehen von den Hauptarbeitskräften jemand anderes zuständig - für mich sah das so aus, als ob jede(r) mal zum Zug kommen, also auch in der schlechten Zeit ein bisschen was vom Kuchen abhaben soll.

Wie gesagt, es gibt sicher verschiedene Interessen und Sichtweisen zu diesem Thema - einfach ist das nicht. Und natürlich wäre es wünschenswert, wenn die Strecke, sobald die Regenzeit vorbei ist, mal gegradet und neu geschottert werden würde. Zu glauben, dass dies dann lange hält, ist aber bei dem vielen Verkehr (Touristen, Zulieferer für Tourismus, Locals) sicher ein Wunschgedanke.

Trotzdem wäre für mich - ohne dass ich viel Ahnung von technischen und wirtschaftlichen Zusammenhängen habe - eine (einigermaßen gewartete) Gravelroad die beste Lösung als Mittelweg zwischen den verschiedenen Interessenslagen.

Ich bin auf jeden Fall gespannt, wie die Lage sich in den nächsten Monaten entwickeln wird, bin zwar leider selber nicht vor Ort, kenne aber zumindest jemand hier aus dem Forum, der sich das im Mai live anschauen wird.

LG Bele
Meine Reiseberichte im Namibia-Forum von 2011 bis heute
zuletzt bearbeitet 10. März 2026
Themenstarter8'746 Beiträge · seit 201010. März 2026 ·
Noch ein kleiner Nachtrag: leider gibt es seit dem 3. Februar 2026 kein verwertbares Satllitenfoto (am 8.2. verfälschen die Wolkenschatten zu viel), und damals war auf der Strecke ab Shorobe alles noch einigermaßen gut fahrbar, aber man kann hier schon erkennen, in was für einem schwierigen Gelände sich der Track befindet. Kurz vor dem Mawana-Gate (Buffalo-Fence), von wo die ganzen Fotos im Netz stammen und wo auch wir am 16.02.2026 kaum mehr durchgekommen sind (eine Woche vorher ging es noch sosolala), befindet sich ein Nebenarm des trockenen Flussbettes des Thamalakanes, der bei solch Starkregenlagen natürlich vollläuft und quer über der ganzen "Straße" liegt.

Davor und dahinter befinden sich unzählige Senken (ich habe nur ein paar markiert, es ist eine Never-Ending-Story), die ebenso voller Wasser laufen bei Regen. Zu unserer Zeit waren das teilweise schon richtige Seen über die ganze Spurbreite. Diese sind nicht von Fahrzeugen gemacht (wenn auch sicher dadurch verstärkt im Laufe der Zeit), sondern geomorphologisch bedingt, wie man rechts und links davon sehen kann. Wie man dort ein Fundament für eine Teerstraße hinbekommen sollte, damit sie nicht sofort von den Rändern her wieder angefressen wird, ist für mich schwer vorstellbar (ich bin aber auch keine Straßenbauingenieurin) 😕 .

Screenshot2026-03-10115917.jpg
Meine Reiseberichte im Namibia-Forum von 2011 bis heute
zuletzt bearbeitet 10. März 2026
1'136 Beiträge · seit 202210. März 2026 ·
Weil immer wieder von „graden“ zur Reparatur nach Wasserschäden geschrieben wurde, meine Frage, was man beispielsweise bei sowas ….
Champagner schrieb:
DSC06587.JPG
….. im besonderen und derart eingetieften Naturstraßen i. A. mit einem Grader ausrichten kann? ME hat pollux recht.

Nach den diesjährigen Rekordregen kann man mE auch nicht für Klein/Klein-Kosmetikreparatur wie bisher argumentieren, weil diese ja auch „Rekordschäden“ hinterlassen haben, die saniert werden müss(t)en. Heuer wurden die Karten neu gemischt.

Und angenommen, dass man sich für eine „gebaute“ (Schotter?)Straße mit Entwässerung entscheiden würde, könnte man sich angesichts des hohen Aufwandes für den Unterbau in dortigen Situationen mE gleich Gedanken über das „Teeren“ machen, weil die Decke die Straße bei/vor Regen schützt, den Wartungsaufwand vermindert und die Lebensdauer verlängert. Das ist eine reine Kosten/Nutzen-Abwägung, die natürlich auf der zukünftig erwarteten Verkehrsbelastung basieren muss. Diese wird angesichts der augenblicklichen Hype und berichteten Investitionen in Tourismus zunehmen …… siehe die gleichartigen Diskussionen betr. Namibia.

Daher würde mich betr. „……es gibt sicher verschiedene Interessen und Sichtweisen zu diesem Thema …“ (Champagner) die Interessenslage der Touristen und deren Vorstellung von Wegen im Spannungsfeld zwischen Sinnhaftigkeit (Funktionalität) vs. Safarifeeling 😎 interessieren.

Grüße
Betr. Khwai unter Wasser steht im 4x4forum das:
"…. You can even see images coming from Khwai, that channels that were dormant, are now flowing e.g the Channel passing across the village. So, we are having an exceptional year…"
Na wenn das so ist ……. ist es aber auch nicht anders als bei uns, wo ja auch in Wildbachgängen gebaut wurde.
zuletzt bearbeitet 10. März 2026
5'483 Beiträge · seit 200911. März 2026 ·
Wir sind immer während der Regenzeit ins Delta gefahren, haben solch eine Überschwemmung aber noch nie erlebt.
Unser Reise-Blog: KaTho_VanTour Staub & Schlamm (Kenia 21/22) 7 Wochen in der Regenzeit !? (NAM/BOT 18/19) Leoparden hautnah (Tansania 2016/2017) Elefantös - Zimbabwe 2016 Auf Großer Fahrt (Reisebericht SA-NAM-BOT-ZIM 2014/2015) Rivers & Sand (Reisebericht Namibia/Botswana 2013) Reisebericht Tansania 2013: "Das volle Programm"
1'136 Beiträge · seit 202211. März 2026 ·
Diese Regensaison wird wohl eine der stärksten der Aufzeichnungen sein. Man wird sehen bis die Statistiken komplett sind. Aber einmalig, obwohl selten, sind derart großflächige Totalüberschwemmungen mW nicht. 1974 war so ein Ereignis, da standen halb Ngamiland UND Zentralbotswana unter Wasser. Maun war für Wochen praktisch abgeschnitten. Die Owens (Cry of the Kalahari) brauchten 11 (!) Tage von Gabs nach Maun und haben dort Viele überrascht, dass sie überhaupt durchgekommen sind.
Ich habe eine geplante Delta/Moremi-Tour gestrichen. Als Alternative haben wir uns für Mozambique angrenzend an KNP entschieden. Nur haben wir uns so/zu lange Zeit gelassen, bis das Wasser schon über den Limpopo abfloss und so endete auch dieser Tourenplan an einem reißenden und immens ausgebreiteten Limpopo.
Denn, alles Wasser fließt zum Meer, wie schon Blixens Farah sinngemäß sagte 😎 .
zuletzt bearbeitet 11. März 2026
1'695 Beiträge · seit 200711. März 2026 ·
Man muss gar nicht so weit zurück. Anfang Mai 2000 war Moremi auch geschlossen.
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1'136 Beiträge · seit 202211. März 2026 ·
Hallo pollux,
Ich kenne keine chronologische Darstellung von Morimesperrungen. Aber ich denke, dass es im langjährigen Durchschnitt so ein (bis zwei?) Kurzeitige in einer Jahresdekade waren. Und zwar meistens dann, wenn auf eine starke Wasserführung des Okavango sehr ergiebige Regen vor Ort oben d‘raufkamen. Das Besondere in 1974 war, dass zusätzlich zu obig, auch überdurchschnittlich hohe Niederschläge im Central Distric waren, sodass im halben Land Landunter war, für Wochen.
Und weil ich nicht wieder einen Rüffel wg. OTs riskieren möchte, noch etwas zum Thema Wegebau dort, nämlich:
Champagner schrieb:... Wie man dort ein Fundament für eine Teerstraße hinbekommen sollte, damit sie nicht sofort von den Rändern her wieder angefressen wird, ist für mich schwer vorstellbar (ich bin aber auch keine Straßenbauingenieurin) 😕
Hallo Champagner, dazu braucht man kein „Straßenbauintscheniör“ 😄 zu sein (ich bin auch keiner) sondern man braucht sich nur anzuschauen, mit welchen Maßnahmen an „gebauten“ Straßen und Wegen die Entwässerung unter den „geomorphologischen“ (Spitzenwort für eine Senke 😎 ) Gegebenheiten gewährleistet wird. Das kann man sich von den täglich zurückgelegten Wegen dahoam oder auch auf Urlaub in Afrika odgl. abschauen. Das ist keine Raketenwissenschaft und afrikanische Länder mit Starkregenerfahrung verstehen sowieso selber was davon.
Aber die Straße, die hier Thema ist, ist halt abschnittsweise keine „gebaute“ Straße sondern eine vielerorts eingetiefte Naturstraße (eher -Piste), ohne Entwässerung. Dein Bild zeigt das deutlich: Eine durch den Verkehr eingetiefte Wanne (ohne seitliche Abflussmöglichkeit) leitet das Wasser PS: über das Gefälle, direkt in die nächste Senke ab und füllt diese an. Das würde auch passieren, wenn diese keine eigene Wasserführung hätte.
Deswegen wird sich an der Misere auch nichts Grundsätzliches ändern, solange keine richtige Straße mit Entwässerung gebaut wird. Aber das kostet eben.
Ob die Fahrbahndecke „geteert“ ist oder verdichteter „Schotter“, ist dabei mE ziemlich egal, weil Überhöhung und Entwässerung und Wasserabfluss/durchgang so oder so gewährleistet sein müssen. Vielleicht können sich Fachleute dazu äußern? Die gab/gibt es hier.
Grüße
zuletzt bearbeitet 11. März 2026
51 Beiträge · seit 202011. März 2026 ·
Moin,

Vielleicht mach ich mir ja zu viele Sorgen, wäre nicht das erste Mal, aber ich frag mich grad, ob das dieses Jahr funktioniert für uns, Nam/ Bot ?

Wir landen am 15.5. und wollen dann, von Bwana organisiert, im Lcruiser in Nam hochwärts nach Norden, dann den Caprivi bis nach Vic Falls- also Kasane, Chobe stehen da auf der Liste.

Dann nach Süden zurück durch den Moremi, incl. Maun, eigentlich dort incl. Flug ins Delta, und dann über Ghanzi zurück. Danach bleibt meine Frau dort, mein Sohn übernimmt, ich flieg heim, die beiden wollten nochmal ins Delta hoch.

Nun frag ich mich, ob wir ggf. mangels Sprit überhaupt was bewegt kriegen, und was uns angesichts der Straßenzustände und der Wassermassen erwartet ? Ja, das sind noch so 10 Wochen, aber würdet ihr sagen, das normalisiert sich noch ?

Schöne Grüße,

Carsten (der am Sonntag Bwana in D trifft, bin sehr gespannt, was er sagt)
1'695 Beiträge · seit 200712. März 2026 ·
Carsten, keiner hat eine Glaskugel was die Weltlage und das Ende der Regenzeit betrifft. Aber WENN die Regenzeit normal endet, und Ihr erst ca. Ende Mai Richtung Moremi fahrt, sollte das gehen, vielleicht eingeschränkt auf die Hauptpisten. Die Meinung von Bwana wäre natürlich interessant. Kannst Du hier vielleicht schreiben.
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Themenstarter8'746 Beiträge · seit 201012. März 2026 ·
Carsten2020 schrieb:
Dann nach Süden zurück durch den Moremi, incl. Maun, eigentlich dort incl. Flug ins Delta, und dann über Ghanzi zurück. Danach bleibt meine Frau dort, mein Sohn übernimmt, ich flieg heim, die beiden wollten nochmal ins Delta hoch.
..... und was uns angesichts der Straßenzustände und der Wassermassen erwartet ? Ja, das sind noch so 10 Wochen, aber würdet ihr sagen, das normalisiert sich noch ?
Hier die - zufällige, wir haben uns gestern Mittag u.a. auch drüber unterhalten - Aussage von jemandem, der seit Jahrzehnten vor Ort lebt, sein Business teilweise in Khwai hat und sich daher wirklich (! 😎 ) auskennt (aber auch keine Glaskugel besitzt): das Wasser in Khwai Village sinkt aktuell täglich um ca. 10-15 Zentimer, in ein paar Tagen wird, falls es nicht wieder draufregnet, wonach es aber nicht aussieht , die Lage wieder kontrollierbar sein. Die Hauptwege werden wieder - wie Pollux auch schreibt - befahrbar sein, aber es wir auf längere Dauer matschige und sehr schlechte bis nicht fahrbare Passagen überall geben (O-Ton).

Aus meiner Erfahrung: letztes Jahr war noch im Juni die Strecke von Xakanaxa bis Khwai Village oben am Khwai entlang teilweise nicht befahrbar, ich kann mir nicht vorstellen, dass sich das dieses Jahr im Mai/Juni zum Besseren ändern wird. Aktuell geht da gar nichts....der Moremi ist ja auch noch gesperrt und die angesprochene Passage sowie die Strecke zwischen Xini und Third Bridge schon viel länger. Die Wassermassen, die wir im Februar um Xini und Xakanaxa rum gesehen haben, lassen einen vermuten, dass man dort nicht auf guten Pisten fahren wird in absehbarer Zeit.

"Normalisieren" ist daher also ein relativer Begriff - es wird einiges gehen, aber vieles sehr eingeschränkt sein. Zumal die Zufahrt nach Khwai und South Gate seeeehr anstrengend sein wird. Vielleicht wäre es besser, auf Boteti und Nxai Pan zum Beispiel auszuweichen? Ich kann schlecht einschätzen, wie "belastbar" und flexibel Ihr seid....

Liebe Grüße von Bele
Meine Reiseberichte im Namibia-Forum von 2011 bis heute
zuletzt bearbeitet 12. März 2026
170 Beiträge · seit 202012. März 2026 ·
Carsten2020 schrieb:Moin,

Vielleicht mach ich mir ja zu viele Sorgen, wäre nicht das erste Mal, aber ich frag mich grad, ob das dieses Jahr funktioniert für uns, Nam/ Bot ?

Wir landen am 15.5. und wollen dann, von Bwana organisiert, im Lcruiser in Nam hochwärts nach Norden, dann den Caprivi bis nach Vic Falls- also Kasane, Chobe stehen da auf der Liste.

Dann nach Süden zurück durch den Moremi, incl. Maun, eigentlich dort incl. Flug ins Delta, und dann über Ghanzi zurück. Danach bleibt meine Frau dort, mein Sohn übernimmt, ich flieg heim, die beiden wollten nochmal ins Delta hoch.

Nun frag ich mich, ob wir ggf. mangels Sprit überhaupt was bewegt kriegen, und was uns angesichts der Straßenzustände und der Wassermassen erwartet ? Ja, das sind noch so 10 Wochen, aber würdet ihr sagen, das normalisiert sich noch ?

Schöne Grüße,

Carsten (der am Sonntag Bwana in D trifft, bin sehr gespannt, was er sagt)
Hallo Carsten,

auch im April 2025 hat es in Botswana und Simbabwe geregnet. Wir haben unsere Reise am 19. Mai in Moremi gestartet und konnten überall ohne Probleme durchkommen. Bei Second Bridge sind wir sogar durch das Wasser neben der Brücke gefahren – das war noch möglich.

Im Juli/August, als das Wasser aus Angola angekommen ist, konnte man dort nicht mehr fahren. Die Situation war deutlich schwieriger als im Mai. Das Regenwasser versickert normalerweise sehr schnell. Man kann das auch gut über die Webcams beobachten.

Im Moment sieht es nicht so aus, als ob es in den nächsten 14 Tagen große Regenmengen geben wird. Daher denke ich, dass es im Mai in Ordnung sein wird.

Im Jahr 2025 gab es in Moremi im Juli/August mehr Wasser als im Mai. Wahrscheinlich wird es dieses Jahr ähnlich sein.

LG Elena
Meine Reiseberichte: https://www.namibia-forum.ch/forum/linksammlungen-signaturen/306267-photografrican-adventures-von-elena.html
Themenstarter8'746 Beiträge · seit 201012. März 2026 ·
Khwai Airstrip von heute (man erkennt ihn etwa ab der Hälfte des Videos als hellen Streifen unter Wasser, das davor ist der Khwai und viel drumrum...) - darunter gab es in der Chatgruppe diesen Kommentar 😣 :


Screenshot2026-03-12120241.png


Bei YouTube ansehen ↗

Meine Reiseberichte im Namibia-Forum von 2011 bis heute
zuletzt bearbeitet 12. März 2026
Themenstarter8'746 Beiträge · seit 201012. März 2026 ·
ElenaHanak schrieb:
Hallo Carsten,
auch im April 2025 hat es in Botswana und Simbabwe geregnet. Wir haben unsere Reise am 19. Mai in Moremi gestartet und konnten überall ohne Probleme durchkommen. Bei Second Bridge sind wir sogar durch das Wasser neben der Brücke gefahren – das war noch möglich.
2025 mit diesem Jahr zu vergleichen führt meines Erachtens an der Realität vorbei. 2025 war Kindergarten gegen dieses Jahr!

2025 ist der gute Regen auf ausgetrocknete Böden gefallen. Die Flut fiel zwar gut aus und hat unter anderem dazu geführt, dass die Querung bei 4th-Bridge Mitte/Ende Juni nicht mehr fahrbar war. Wäre die Brücke in Ordnung gewesen, wäre das aber gar nicht groß ins Gewicht gefallen. Die Lagunen wurden gefüllt, die Kanäle führten Wasser, ansonsten alles soweit normal.

Dann hat es bereits im Dezember 2025 wieder viel geregnet. Die Strecke von South Gate nach 3rd-Bridge wurde bereits Ende Dezember von HATAB als nicht mehr befahrbar deklariert und sie haben ihre Campsites dort geschlossen.

Und dann kam der extreme Regen im Januar und vor allem Februar! Er traf auf gesättigte Böden aus Anfang und Ende 2025 - und als Ergebnis steht aktuell der Moremi und die Khwai-Region unter Wasser, wir haben es mit eigenen Augen gesehen. Allerdings haben wir schon damals gesagt, dass man das nicht erzählen kann, weil einem das niemand glaubt, sondern dass man es gesehen haben muss. Vielleicht hilft das Video oben ein bisschen bei der Veranschaulichung.
Im Vergleich dazu sah es vor genau einem Jahr dort auf dem Satellitenbild so aus (ein klar definierter Fluss und ein ebensolcher Airstrip):


Screenshot2026-03-12121948.png



Natürlich trocknet es aktuell ab (wobei ich keine einzige Webcam kenne, auf der man das sehen kann, über einen Link würde ich mich sehr freuen), aber erstens kann niemand einem sagen, ob es nicht noch mal regnet und zweitens wird man lange nicht "back to normal" sein. Die Aussage
Daher denke ich, dass es im Mai in Ordnung sein wird.
finde ich deshalb fragwürdig. Es wird vielleicht kontrollierbar und teilweise fahrbar sein, aber mehr auf keinen Fall, wenn überhaupt.

Welchen Einfluss die Flut bei der ganzen Geschichte haben wird und wann, das kann man heute noch nicht sagen, zumal sie sich schon letztes Jahr anders als vermutet verhalten hat. Sie scheint zwar laut Graph bei Divundu ein klitzekleines bisschen schwächer bisher auszufallen als letztes Jahr - aber in der Realität habe ich gestern Fotos aus Shakawe gesehen, auf denen ein Tagesvergleich 2025/2026 gemacht wurde. Ergebnis: der Pegel ist höher als letztes Jahr. Vermutlich auch eine Kombi aus Bodensättigung und zusätzlich zum Flutwasser noch viel Regenwasser.

LG Bele
Meine Reiseberichte im Namibia-Forum von 2011 bis heute
zuletzt bearbeitet 12. März 2026
1'136 Beiträge · seit 202212. März 2026 ·
(Edit: Langfristige) Prognosen können höchstens Leute mit langjähriger Erfahrung vor Ort abgeben und auch diese Buschweisen liefern unterschiedliche Einschätzungen. Aber „rasches VERSICKERN“ so pauschal gesagt wie
ElenaHanak schrieb:... Das Regenwasser versickert normalerweise sehr schnell....
ist unter den jetzigen Bedingungen eher nicht zu erwarten, weil:

überall wo lehmiger Boden ist (das ist dort wo Mopane und Pfannen sind) sowieso wenig versickert. Auch ist eine Aufnahmefähigkeit des Bodens nach den wochenlangen Flutungen (durch Flut + Regen) wohl kaum mehr gegeben, siehe die Bilder von Champagner. Ab Bodensättigung kann nur mehr VERDUNSTEN und das ist wieder stark vom Wetter abhängig (Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Wind)..... und dauert.

Das jährliche Flutwasser in den Überschwemmungsgebieten ist ein ganz anderer Vorgang. Dieses versickert tatsächlich, weil die Bodenstruktur anders ist. Zuerst wird das Grundwasser, dort wo geflutet, (rasch) vertikal aufgefüllt. Danach breitet es sich seitlich (lateral) aus, wofür die Grundwassersenken durch die Verdunstung durch Ufervegetation den „Motor“ für die horizontale Ausbreitung liefern. Jahreszeitlich bedingt spielt Verdunstung dabei wenig Rolle.
zuletzt bearbeitet 12. März 2026
Themenstarter8'746 Beiträge · seit 201012. März 2026 ·
tacitus schrieb: Aber „rasches VERSICKERN“ so pauschal gesagt ist unter den jetzigen Bedingungen eher nicht zu erwarten,
Exakt - man kann nur von Abtrocknen reden! Wohin soll das Wasser denn versickern? Da ist alles schon besetzt 😄 😎 !
Meine Reiseberichte im Namibia-Forum von 2011 bis heute
zuletzt bearbeitet 12. März 2026