Campingreise: eine Familie und viel Wasser

Reisebericht 45 Antworten · 7'157 Aufrufe · gestartet 05. Aug. 2025 von Leo-IMMER
Themenstarter58 Beiträge · seit 202417. Aug. 2025 · #21
29.3. Rock Pools und Leermond
Wir haben die Tage in Swakopmund sehr genossen, freuen uns nun aber wieder auf Pad zu sein. Wir fahren über Henties Bay zur Spitzkoppe. Wir wollen früh dort sein, damit wir eine gute Auswahl an Stellplätzen haben. Es ist toll, dass man sich den Platz selbst aussuchen darf. Aber ich bin etwas kompliziert und kann nicht einfach den erst besten nehmen, sondern muss sicher sein, dass wir wirklich den für uns perfekten Platz erwischt haben. Es wurde 11b und rückblickend denke ich, das war optimal. Gute Kletterfelsen für die Kinder, perfekter Sundowner-Spot und man kann sich tagsüber für Schatten immer irgendwo zwischen die Felsen setzen.

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Wir richten uns aber noch nicht richtig ein, sondern fahren mit dem Auto zu den Rock Pools. Die Pools sind prall mit frischem Wasser vom Regen gefüllt. Wir baden und quatschen auch hier mit Locals, die extra wegen den gefüllten Pools angereist sind. Wir geniessen unser tolles Timing und die Aussicht auf die Spitzkoppe. Zurück bei unserem Platz muss wieder mal alles gleichzeitig passieren: Zelte aufstellen, Feuer machen, kochen und Sundowner geniessen. Tja, das sind Probleme…. 😛

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Heute ist Leermond und wir sitzen mit unserem Büchlein über den Südhimmel unter den Sternen und versuchen Sternbilder zu finden. Nach anfänglichen Orientierungsproblemen gelingt es uns ganz gut. Der Sternenhimmel ist auf jeden Fall schön, aber irgendwie haben wir es uns bombastischer vorgestellt. Es scheint uns, als werde es gar nicht recht dunkel, was wenig Sinn ergibt.

30.3. Heute gehen wir dem Schatten nach
Wir haben hier eine zweite Nacht eingeplant, um die Landschaft und den ausgesprochen schönen (aber einfachen) Camping zu geniessen. Das Auto bewegen wir heute nicht, es steht uns ein entspannter Tag bevor. Etwas Rumklettern am Morgen, bevor es zu heiss wird. Danach lesen, «hangen», spielen und Tiere fotografieren.

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Zwischen den Felsen hat es zum Glück immer irgendwo Schatten, wir müssen einfach immer etwas nachrücken. Am Nachmittag (die Hitze hat leider noch nicht abgenommen) gehen wir zu Fuss zum Arch. Es sind nicht alle Familienmitglieder begeistert. Tja, auch das gehört dazu. Dafür gehen wir auch nochmals zu den Pools, das stimmt versöhnlich. Nochmals Braai, Sonnenuntergang und Sterne gucken, wunderbar! Die Nacht ist dann aber leider so windig und damit laut im Zelt, dass Teile der Familie kaum schlafen. 🙁
zuletzt bearbeitet 17. Aug. 2025
Themenstarter58 Beiträge · seit 202419. Aug. 2025 · #22
Jetzt habe ich mich doch endlich mal schlau gemacht, wie ich die Personen auf den Fotos einfach und sicher unkenntlich machen kann. Voilà: jetzt gibt es etwas mehr Fotos.

31.3. ab zum Haasenhof!
Heute fahren wir zum Haasenhof, wo wir dann die kommende Woche verbringen werden. Die B2 scheint mir verkehrstechnisch die deutlich mühsamste Strasse bis jetzt. Wir nehmen danach eine scheinbar etwas unkonventionelle Zufahrt zur Guestfarm über die D2156. Die Pad ist sehr zugewachsen, der Weg recht abenteuerlich. Wir kommen in der kleinen Oase an, werden von den Hunden und der Besitzerfamilie begrüsst und gleich zu Kaffee und Kuchen eingeladen. Unsere zwei Zimmer liegen gleich nebeneinander und sind sehr sauber, einfach und praktisch. Mehr zu unserer Zeit im Haasenhof im nächsten Abschnitt.

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1.-4.4. Farmlife und Schweizer Bank
Die Zeit auf dem Haasenhof dient uns einerseits als Pause vom Unterwegs sein und andererseits wollen wir ein mögliches Alltagsleben in Namibia kennenlernen. Die Guestfarm ist einfach und authentisch, uns gefällt es sehr!

Wir haben im Voraus mit Claudia abgeklärt, dass wir sie in den Tagen unterstützen können oder ein Projekt auf der Farm umsetzen können. Vor Ort stellt sich dann heraus, dass wir aus Paletten eine Sundowner-Bank für einen bestimmten Ort bauen sollen. Neben Farmausflügen, entspannen und essen wird das unsere Beschäftigung für die nächsten paar Tage. Das Bauen macht uns Spass. Nach getaner Arbeit macht es doppelt Freude an den reich gedeckten Tisch zu sitzen. Wir sitzen gemeinsam mit anderen Gästen und der Farmerfamilie an einem Tisch. Es gibt sehr gutes und währschaftes Essen mit vor allem Zutaten aus Eigenproduktion. In Gesprächen und geteiltem Alltag bekommen wir auch viel über die Herausforderungen im Farmalltag mit. Mal ist ein Kind krank, eine Angestellte hat unerwartet gekündigt oder das Farmauto steckt im regendurchnässten Boden fest. Mal gibt es eine organisierte Farmrundfahrt oder einen Sundowner-Ausflug oder wir können spontan mitfahren, wenn ein Zaun oder eine Tränke kontrolliert werden muss.

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Interessant ist für uns auch, dass auf der Farm Jagd-Tourismus (Trophäen-Jagd) angeboten wird. Wir waren dem Thema gegenüber negativ eingestellt, wussten aber eigentlich wenig drüber. In solchen Fällen bewegen wir uns gerne mal etwas aus unserer Komfortzone. Am Anfang unseres Aufenthaltes sind drei Wildhüter/Forstwarte aus Deutschland zum jagen auf der Farm. Der Austausch mit ihnen ist sehr interessant. und wir lernen viel über die Jagd. Durch die Gespräche erhalten wir einen differenzierten Blick auf das Thema, auch wenn wir dadurch nicht zu Fans vom Jagd-Tourismus werden.

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Vor allem die Kinder schätzen die Pausentage sehr. Sie kümmern sich wie grosse Geschwister um die kleinen Farmkinder, kosten das Trampolin aus und vor allem die Farmhunde ziehen sie in ihren Bann. Vor dem Aufenthalt waren sie überhaupt keine Hundefreunde. Mit den unglaublich lieben (Jagd-)hunden der Farm toben sie herum, spielen mit ihnen und kümmern sich um sie. Die Farmfamilie ermöglich uns ohne viel Aufsehen zu erregen wunderbare Tage. Sie kümmern sich um uns, zeigen uns das Farmleben, kochen das Lieblingsessen der Kinder und geben uns Tipps für die Weiterreise.

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Wir geniessen die Zeit auf dem Haasenhof sehr!
zuletzt bearbeitet 20. Aug. 2025
Themenstarter58 Beiträge · seit 202420. Aug. 2025 · #23
5.4. Hätten wir hier doch mehr Zeit einplanen sollen?
Nach der Pause auf dem Haasenhof freuen wir uns auf weitere Abenteuer. Am letzten Abend hat es heftig geschüttet und wir fahren deshalb wiedermal über sehr ausgewaschene Strassen weiter. Zuerst machen wir ein Grosseinkaufs-Stopp in Omaruru und dann geht es weiter ins Damaraland. Landschaftlich gefällt uns die C35 ab Uis ausgesprochen gut!
Wir haben tags zuvor im Madisa Camp telefonisch einen Platz für eine Nacht reserviert. Leider weiss vor Ort niemand etwas von dieser Reservation. Zum Glück hat es noch einen freien Platz. Das Camp ist eigentlich schön, aber irgendwie springt der Funke bei uns nicht recht rüber. Vielleicht liegt es aber auch einfach daran, dass bei uns grad schlechte Stimmung herrscht.
Mir gefällt die Landschaft im Damaraland so gut, dass ich es bereue, dass wir hier nicht mehr Zeit eingeplant haben. Zudem weiss ich nicht recht, ob es die richtige Entscheidung war, auf die Wüstenelefantentour zu verzichten. Dieser Zweifel wird mich leider bis zum Schluss begleiten. Tja, aber ein paar Fehlentscheidungen gehören wohl dazu.

6.4. Spektakulärste Strecke und Stachelschweine
Heute ist ein sehr langer Fahrtag. Die Landschaft während der Fahrt ist aber spektakulär und unglaublich abwechslungsreich (D2612, C39 und C43). Es ist einmal mehr überraschend grün. Von der Pad aus sehen wir über den Tag verteilt Giraffen, Zebras, Springböcke und Paviane.

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Auch die Pad selbst sorgt für Spannung. Wir treffen zwar auf wenig Wasser auf der Strasse, aber vor allem ab Palmwag ist die Strasse unglaublich ausgewaschen. Wir fahren quasi in einem Bachbett! Hier war wohl noch gestern kein Durchkommen wegen des Wassers.
Wir haben gestern im Camp Aussicht angerufen und uns wurde bestätigt, dass der Weg und die Süd-Zufahrt heute möglich sein sollte. Wir kommen langsam voran, schaffen es aber bis zum abgelegenen Camp Aussicht. Die Campsites sind hübsch angelegt. Der mit der besten Aussicht ist bereits belegt, wir suchen uns dafür den Gemütlichsten aus. Hier fühlen wir uns sofort wohl! Wir werden zur abendlichen Stachelschweinfütterung beim Haupthaus eingeladen. Das sind unglaubliche Tiere, wir sind begeistert!

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7.4. Dioptas-Mine und Natur-pur
Heute verbringen wir einen gemütlichen Tag im Camp und können uns gut auf die Einsamkeit einlassen. Viel Zeit verbringen wir bei der ehemaligen Dioptas-Mine. Vor dem verschütteten Zugang hat es Berge an Material. Mit ausgeliehener Hacke und blossen Händen suchen wir alle eifrig nach den schönsten Steinen. Wir kommen richtig gehend in ein Schatzsuch-Fieber.

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Nach getaner «Arbeit» gönnen wir uns eine sparsame Dusche aus dem selbst geheizten Regenwasser in der tollen Bucket-Shower. Irgendwie sind wir hier alle im Einklang mit uns selbst und der Natur. Dieser Ort strahlt für uns etwas ganz Besonderes aus.

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8.4. Mix der Kulturen und Okuhepa
Auf der heutigen Weiterfahrt sind die Pads einmal mehr sehr ausgewaschen, wobei bereits erste Aufräum-Arbeiten verrichtet werden. Vor Opuwo bereiten wir auf einen Spurt in den Spar vor. Unsere Befürchtung, dass wir dort von bettelnden Leuten und Strassenhändler:innen belagert werden, bewahrheitet sich leider. In dem Masse ist es für uns unangenehm. Geben tun wir nichts.
Bei der Tankstelle müssen wir länger warten und beobachten interessiert das Treiben um uns herum. Es ist für uns unglaublich faszinierend wie hier traditionelle Himba- und Herero-Frauen, Männer in Anzug und Frauen in Miniröcken selbstverständlich neben- und miteinander leben. Das ist echt ein anderes Erlebnis als in den anderen Städten bisher. So verlassen wir Opuwo doch noch mit gutem Gefühl Richtung Norden.
Heute Morgen haben wir kurz mit jemandem vom Living Museum Mungunda telefoniert und uns angekündet. Bei unserer ersten Namibiareise haben wir die Living Culture Foundation Namibia und die Living Museums kennen gelernt und das Konzept hat uns überzeugt. Das Ovahimba Living Museum ist sehr interessant. Nicht so vielfältig, aber eindrücklich und authentisch. Es ist für uns auch angenehm, dass die Himba-Frauen nicht nur über sich und ihre Kultur erzählen, sondern auch über unser Leben mehr erfahren wollen. Wir geben bereitwillig Auskunft. So wird es fast etwas zu einem Austausch. Nach der Tour kaufen wir selbstgemachte Kleinigkeiten im dazugehörigen Shop und bedankten uns (Okuhepa). Wir übernachten auf dem dazugehörigen Campingplatz. Der ist gut geeignet für eine Zwischenübernachtung.
zuletzt bearbeitet 20. Aug. 2025
Themenstarter58 Beiträge · seit 202421. Aug. 2025 · #24
9.4. noch mehr Wasser!
Weiter geht es auf der krass zerstörten C43 durch das grüne Kaokoveld nach Norden. Wir kommen langsam voran, aber befahrbar ist die Pad zum Glück. Es geht vorbei an Dörfern und winkenden Menschen, die dann teilweise noch schnell – weil sich die Gelegenheit ja bietet – eine bettelnde Hand machen. Einige Kinder lassen sich was einfallen und tanzen auf der Strasse, um Geld oder Essen zu erhalten und andere stellen sich einfach direkt vor unser Auto. So schwierig es auch ist, aber Kinder erhalten von uns erst recht nichts. Wir winken einfach immer freundlich zu. Tja, echt schwierige Situation für alle Beteiligten.

In Epupa gehen wir als Erstes zum Lookout. Wir sind überwältigt von den Wassermassen, die den Wasserfall herunterdonnern, unglaublich!

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Auch in Angola hat es sehr viel geregnet, weshalb der Kunene extrem viel Wasser führt. So viel Wasser, dass wir bereits vor einer Woche von unserem gebuchten Camp (Epupa Camp) informiert wurden, dass es leider überschwemmt ist. Das bereits bezahlte Geld erhalten wir anstandslos zurück. Mit Gondwana klärten wir ab, ob beim Omarunga Epupa-Falls Camp noch gecampt werden kann und haben da eine Site reserviert. Vor Ort sehen wir, dass die erste Reihe der Campsites auch überflutet ist und somit die zweiten Reihe zur Riverfront upgegradet wird. Da erhalten wir einen Platz. Die Anlage ist grundsätzlich sehr schön, die sanitären Anlagen sind sehr angenehm, aber leider sind die Sites extrem eng nebeneinander. Wir gucken über den Zaun zur Epupa Falls Lodge & Campsite. Auch da sind die Campsites für unseren Geschmack sehr eng beieinander. Tja, das Epupa Camp hätte uns wohl besser gefallen. Aber Hauptsache, wir sind hier an diesem wunderschönen Ort.

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10. und 11.4. ohrenbetäubender Lärm und Krokodile
Wir verbringen zwei gemütliche Tage in Epupa. Gleich am ersten Morgen besuchen wir die Epupa-Falls von Nahem. Die Wassermasse ist echt beeindruckend und die Baobabs sind auch toll, wie sie sich an die Felsen klammern. Zwischen dem Camp und dem Wasserfall hat es viele Verkaufstände mit schönen Souvenirs. Einige Verkäuferinnen sind leider etwas aufdringlich.

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Im Camp wird sehr aktiv ein Wasch-Service und verschiedene Touren angeboten. Grundsätzlich wollen wir beides in Anspruch nehmen, aber gerne zu der von uns gewünschten Zeit. Das ständige Nachfragen stört uns etwas.

Wir spielen, geniessen das Wlan und auch der Pool wird hier von den Kindern ausnahmsweise sehr intensiv genutzt. Es ist ein entspannter Ort zum verweilen. Das Wasserfall-Geräusch als ständiger Begleiter vergleichen wir irgendwann mit dem Rauschen im Flugzeug. Eigentlich ist es ohrenbetäubend laut, aber irgendwann bemerkt man es gar nicht mehr richtig. Wir machen uns mit einer geführten Walking-Tour auf die Suche nach Krokodilen und erfahren nebenbei Einiges über das Leben in und um Epupa. Wir freuen uns sehr, dass wir tatsächlich zwei Krokodile finden!


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Unterwegs gehen wir am eigentlich gebuchten Epupa Camp vorbei. Es ist wirklich total unter Wasser, sieht aber abgesehen davon sehr sehr schön aus.

Ein Sundowner am Wasserfall und ein Abendessen im Restaurant des Camps runden unsere Tage in Epupa ab.

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12.4. langer Fahrtag und Löwengebrüll?
Die kommende Übernachtung haben wir noch nicht im Voraus gebucht, da wir nicht abschätzen konnten, wie lange wir fahren können/wollen. Am Vortag haben wir entschieden, dass wir gut bis vor den Etosha durchkommen sollten. Wir starten relativ zeitig und machen uns auf den Rückweg nach Opuwo. Einige kritische Stellen der Pad wurden inzwischen bereits ausgebessert. Wir sind beeindruckt, wie schnell das geht.

Beim Spar in Opuwo kennen wir die Autobewacher bereits. Wir stocken unsere Vorräte auf. Fleisch gibt es heute keines, weil wir über den Vet-Fence fahren werden. Beim letzten Mal in Opuwo haben wir eine kleine Gas-Auffüllstation am Rand der Stadt entdeckt und füllen dort unseren Gaskocher wieder auf. Diesmal ist es nicht ganz so abenteuerlich wie in Keetmanshoop und trotzdem finden wir Begegnungen mit Locals, die nicht oft mit Touristen zu tun haben, immer sehr interessant.

Die Weiterfahrt über die C41 und C35 ist unspektakulär. Wir kommen wegen der guten Teerstrasse aber rasch voran. Im Hobatere Roadside Camp sind wir überrascht von den hübschen und praktischen Häuschen zu den Campsites. Den Sundowner verbringen wir im Hide beim Wasserloch des Camps, sehen aber leider keine Tiere. In der Nacht schrecke ich auf. Habe ich da wirklich einen Löwen brüllen hören? Vielleicht, der Etosha ist ja ganz nah.
Themenstarter58 Beiträge · seit 202423. Aug. 2025 · #25
13.4. Elefanten, aber kein Glück beim Hide
Heute wollen wir vor Ort sein, wenn das Galton Gate öffnet. Ohne Frühstück packen wir zusammen. Inzwischen sind wir sehr schnell, jeder Handgriff ist eingeübt. Vor dem Galton Gate müssen wir sogar noch etwas warten, weil sie verspätet öffnen. Wir erhalten eine ausführliche Instruktion und müssen leider unsere gesammelten Stachelschweinstacheln abgeben. Die könnten bei der Rausfahrt eine Buse geben. Die Parkbewilligung haben wir nun, aber das Office für die Bezahlung ist heute scheinbar unbesetzt. Wir erhalten die Instruktion, dass wir bei unserer Ausfahrt beim Andersen Gate bezahlen sollen (es stellt sich später heraus, dass das leider nicht stimmt…).
Aufgeregt und freudig starten wir also in unser Etosha Abenteuer. Nach nur 15 Minuten hören wir von hinten: ELEFANT! Und tatsächlich, eine kleine Herde bewegt sich nahe der Strasse hinter den Bäumen. Man sieht sie nicht super gut, aber trotzdem ist es unglaublich faszinierend. Immer wieder sieht man Ohren, einen Rüssel oder auch einen ganzen Elefant zwischen den Bäumen. Das Knacken der Äste, die sie abbrechen, ist gut hörbar. Irgendwann drehen sie von der Pad ab und wir fahren weiter. In der schönen Morgenstimmung sehen wir Impalas, Zebras, Springböcke, Gnus und Giraffen. Irgendwo halten wir an, essen Frühstück im Auto und beobachten die Tiere.

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Am Mittag kommen wir in Olifantsrus an. Wir checken ein und suchen uns eine Campsite. Das Camp ist recht ok, aber wir haben auch nicht viel erwartet. Wir essen in der Dayvisitor Area, weil es da mehr Schatten gibt. Wir schauen uns das Informationszentrum an, bereiten einen Nudelsalat für das Abendessen vor und spielen unser Lieblingsspiel. So bringen wir die heisse Mittagszeit rum.

Am späten Nachmittag starten wir nochmals zu einem Gamedrive, der aber abgesehen von einem Schakal und Kind- und Mama-Kuhantilope leider ziemlich erfolglos verläuft.

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Kurz vor Gateschliessung sind wir zurück und stellen schnell unser Zelt auf.
Mit einem Sundowner und dem Abendessen machen wir uns auf zum sehr schönen Hide. Der Sonnenuntergang ist wunderschön, aber Tiere sehen wir leider keine.

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14.4. Elefanten, Pech und Elefantendusche
Frühmorgens starten wir wieder ohne Frühstück und essen dann irgendwo unterwegs im Auto an einem Wasserloch. Leider sehen wir den ganzen Morgen kaum Tiere. Je näher wir Okaukuejo kommen, desto mehr Zebras, Gnus und Springböcke sehen wir. Teilweise sind es riesige Herden! Bei einer Rest Area machen wir eine kurze Mittagspause. In Okaukuejo machen wir später einen längeren Halt, um uns die Beine zu vertreten, die Nachmittagshitze zu überbrücken und ein Eis zu essen. Wie an allen anderen Wasserlöchern ist auch hier nichts los.
Wenn wir schon keine Tiere sehen, wollen wir wenigstens die Salzpfanne betrachten. Eine wunderbare Landschaft im Nachmittagslicht.

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So, nun machen wir uns auf den Weg zum Etosha Safari Camp. Nach dem langen und heissen Safari-Tag freuen wir uns unglaublich auf unser hübsches Zimmer mit Dusche.
Wir haben uns angewöhnt jede Sichtung kurz zu erwähnen, damit alle im Auto es mitkriegen. Kurz vor dem Anderson Gate sage ich schon fast abwesend «Elefant» und merke erst da, was vor uns gerade über die Pad gegangen ist. Ein riiiesen Elefant! Wir fahren noch etwas näher und sehen, dass der eine Elefant zu seiner Familie wollte. Gross und Klein steht da versammelt. Wir beobachten die Elefanten begeistert aus etwas Distanz. Plötzlich bemerken wir, dass die Leute im Game Drive Auto vor uns alle auf die andere Seite schauen. Erst da fällt uns wieder ein, dass man das in solchen Situationen immer tun sollte. Und siehe da ein nächster Elefant will auf unserer Höhe über die Pad. Stehen wir ihm im Weg? Aber weg können wir nicht, wir sind zwischen zwei Autos eingeklemmt. Er geht ganz ruhig hinter uns durch und zu seiner Familie. So kommen noch zwei weitere Elefanten hinter uns über die Pad und dann zieht die riesige Herde weiter. Das war eine tolle Sichtung für den Abschluss von heute!

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Aber ist wirklich schon fertig? Wie wir instruiert wurden, wollen wir beim Rausfahren bezahlen. Es wird uns aber freundlich und bestimmt erklärt, dass dies hier nicht möglich ist und wir nach Okaukuejo zurück müssen. Hui, so wütend war ich noch selten 😈 . Nach dem Tag brannten bei mir irgendwie die Sicherungen durch. Wir stehen kurz vor Zimmer und Dusche und sollen nun nochmals eine knappe Stunde zusätzlich fahren? Alle Argumente bringen nichts. Wir müssen wieder zurück.

Endlich, endlich kommen wir beim Etosha Safari Camp an. Die geben uns zwei Schlüssel für die zwei Häuschen, die wir angeblich reserviert haben. Gemäss unserer Bestätigung haben wir aber ein Familienhäuschen gebucht. Wir haben uns sogar extra für dieses Camp entschieden, weil ich die Familienzimmer so hübsch fand. Es ist die teuerste Unterkunft unserer ganzen Reise! Ich atme tief durch und erklärte freundlich, aber mit Nachdruck die Situation. Nach kurzer Absprache übergibt uns nun die Managerin drei Schlüssel und meint, wir können uns die Zimmer anschauen und entscheiden, ob wir zwei Häuschen oder das Familienhäuschen wollen. Wow! Allerdings glaube ich ihrer Reaktion zu entnehmen, dass eine andere Familie nun kein Familienzimmer haben wird. 😊 Uns gefällt das Familienhäuschen so gut, dass wir es tatsächlich unbedingt wollen. Das Häuschen ist hübsch eingerichtet, es hat zwei Doppelbetten übereinander (das finden die Kinder toll) und die Dusche sieht wie ein Elefant aus (finde ich toll 😄 ). Frisch geduscht, geniessen wir das reichhaltige Buffet zum Abendessen und fallen müde ins Bett.

15.4. Wir freuen uns an Kleinem
Heute gönnen wir uns zuerst ein reichhaltiges Frühstück vom Buffet und gehen dann aber direkt los. Wir sehen in der Morgenstimmung eine super süsse und grosse Mangusten-Familie. Das ist vielleicht keine aussergewöhnliche Sichtung. Aber irgendwie ist die Stimmung so schön und die Mangusten so lustig, dass wir lange zuschauen.

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Wir sind noch lange unterwegs, fahren verschiedene Pads ab, sehen aber abgesehen von zwei Löwen, deren Umrisse wir im Busch verschwinden sehen, NICHTS.
Über Mittag machen wir Pause im Etosha Safari Camp, das ist nicht weit weg vom Anderson Gate. Die Pause tut uns gut und wir fühlen uns sehr wohl im Camp und unserem Häuschen.
Gegen Abend gehen wir nochmals in den Etosha. Diesmal in Richtung von Olifantsbad und hoffen, dass wir da vielleicht nochmals Elefanten sehen. Tiere sehen wir aber auf der ganzen Strecke und auch beim Wasserloch überhaupt keine. Dafür kommt ein Gewitter immer Näher und erwischt uns tatsächlich noch auf dem Weg zum Gate.

16.4. Sichtungsglück!
Ich will los zum Frühstück, mache die Tür von unserem Häuschen auf und da steht einfach ein Zebra vor mir im Halbdunkeln. Ich nehme das mal als gutes Omen für den heutigen Safaritag. Die Hauptpad von Okaukuejo in Richtung Namutoni ist in einem schrecklichen Zustand. Reines Wellblech, wir kommen nur langsam und mit viel Gerüttel voran. Ein paar Autos stehen an der Strasse und wir fragen wie gewohnt, was sie sehen. 3 Löwinnen liegen direkt neben der Pad im Gras. Es sind nur ein paar wenige Meter, aber das Gras ist so hoch, dass sie sehr gut getarnt sind. Auch wenn wir nur ab und zu einen Kopf sehen, freuen wir uns sehr über die Sichtung.

Die Kinder wollen gerne Rhinos sehen, also versuchen wir uns mit dem Rhinodrive. Viele Tiere sehen wir hier nicht und vor allem keine Rhinos. Tja, ein Versuch war es wert. Wir finden ein schönes Plätzchen für unseren Mittagshalt in Halali. Danach gehen wir noch durchs Camp zum Wasserloch. Es ist sehr hübsch angelegt, Tiere sehen wir aber keine. Auf dem Rückweg (zu Fuss!) sehen wir eine Schlange auf dem Parkplatz des Wasserlochs liegen. Ein paar Touristen vor uns haben die Schlange gar nicht bemerkt und sind nahe daran vorbei gegangen. Die Schlange beweg sich nicht und wir sind unsicher, ob sie überhaupt noch lebt. Tut sie! Einige Leute mahnen zur Vorsicht, es sei eine Puffotter, krass! Wir freuen uns ab der Sichtung aus sicherer Entfernung. Aber ist das gut, dass die einfach hier Mitten im Weg liegt? Wir melden es an der Rezeption. Die bedanken sich und lassen sie rausbringen.

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Wir fahren weiter. Vor Namutoni wird es deutlich tierreicher. Wir sehen eine hübsche Giraffe-Herde vor dem mit Wasser gefüllten Salzsee. Ein Game-Drive-Führer erklärt uns, dass der schwarze Punkt weit vorne ein Gepardenkopf ist. Tatsächlich im Fernglas ist es zu erahnen. Viel mehr als einen schwarzen Punkt mit Katzenohren sehen wir nicht, aber wir können den Geparden auf der Liste abhaken. 😄

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Wir entscheiden bei Namutoni noch einen kleinen Schlenker nach Norden zu fahren. Ein Game-Drive-Führer macht uns auf drei Löwen aufmerksam, aber wir sehen wegen des hohen Grases und dem stehenden Auto überhaupt nichts. Wir markieren uns die Stelle und wollen auf dem Rückweg nochmals vorbeischauen. Das tun wir etwas später. Es ist kein Auto mehr da, aber die Löwen schon! Die jungen Männchen liegen faul im Gras direkt neben der Pad und wir haben einen tollen Blick darauf. Wir warten geduldig und hoffen, dass einer vielleicht mal noch aufsteht. Und tatsächlich einer tut uns den Gefallen und zieht eine richtige Show ab! Wir halten den Atem an und unser Ältere schiesst tolle Fotos. Wir sind total geflasht! So unglaublich, dass wir das erleben dürfen. Wirklich einmalig!

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Giraffen verabschieden uns aus dem Etosha und wir fahren zum nah gelegenen Onguma Tamboti Camp. Das Camp ist eigentlich ganz schön und gut. Aber irgendwie begeistert es uns nicht recht, ich weiss nicht recht warum. Für eine Zwischenübernachtung ist es auf jeden Fall empfehlenswert.
zuletzt bearbeitet 23. Aug. 2025
Themenstarter58 Beiträge · seit 202426. Aug. 2025 · #26
17.4. Wokenbruch und Upgrade in Bungalows
Heute steht uns ein langer, unspektakulärer Fahrtag bis Rundu bevor. Wir haben uns überlegt über die B15 und B10 zu fahren. Uns dann aber doch für die schnellere und langweiligere Strecke über Grootfontein und die B8 entschieden. Einkaufen in Grootfontein empfinden wir als sehr angenehm.

Es hängen überall grosse Regenwolken am Himmel. Mittagessen können wir aber noch im Trockenen auf einer Rest Area auf der B8. Dabei schaut uns eine Gruppe Kinder mit grossen Augen zu. Kaum sind wir wieder losgefahren, holt uns der Regen ein und zwar so richtig! Es schüttet ununterbrochen bis Rundu! Wir fahren sehr langsam. Zwischendurch müssen wir sogar komplett anhalten, weil wir nichts mehr sehen.

Wir sind unglaublich froh, dass uns die Hakusembe River Campsite vor ein paar Tagen ein Upgrade auf Bungalows in der dazugehörigen Lodge (inkl. Frühstück) angeboten hat. Der Camping und die Zufahrtsstrasse sind überflutet. Wir zahlen nur den Campingpreis, das Abendessen müssen wir natürlich extra bezahlen. Die Aussicht auf ein trockenes Zimmer stimmt uns zuversichtlich. Wir fahren zum angegebenen Abholort, damit sie uns mit dem Boot zur Lodge fahren können. Leider stürmt und regnet es so stark, dass das Boot nicht fahren kann. Etwa nach einer Stunde Wartezeit und knapp vor dem Einbruch der Dunkelheit kommt das Boot zum Glück doch noch und holt uns und unser Gepäck ab. Die Bungalows sind sehr edel und schön. Die Kinder haben ein Bungalow für sich und wir eines nebenan für uns. Was für ein Luxus! Das Abend-Buffet ist auch sehr edel und reichhaltig, aber auch nicht ganz gratis. Wir wollen aber auf keinen Fall meckern, wir sind sehr zufrieden mit dem angebotenen Deal und schlafen wunderbar in unserem Himmelbett.

18.4. Kaffee am Okavango und erstes Hippo
Am Morgen will ich als erstes einen Blick auf den nebelverhangenen Okavango erhaschen. Dabei sehe ich eine Thermoskanne mit frischem Kaffee vor unserem Bungalow stehen. Das lass ich mir nicht entgehen! Was für ein Geschenk! Für Andere mag das total normal sein, aber für mich ist es in dem Moment purer Luxus. Ich geniesse diesen einmaligen Moment ganz für mich allein.

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Auf der Bootsfahrt zu unserem Auto sehen wir ein riesengrosses Krokodil. Die heutige Fahrstrecke nach Divundu zieht sich ziemlich. Aber es ist Karfreitag und es sind viele Leute unterwegs. Teilweise sehen wir auch Zeremonien und Prozessionen. Eine sehr quirlige und trotzdem friedliche Stimmung.

Das Ngepi Camp gfällt uns sehr gut und wir freuen uns hier zwei Nächte zu verbringen. Die Campsites sind direkt am Okavango zwischen den Bäumen und mit genügend Abstand zu den Nachbarn. Hier fühlen wir uns sehr wohl. Bevor wir unsere Zelte aufstellen, machen wir noch einen Abend-Drive durch die Mahango Core Area. Die Strecke dem Fluss entlang gefällt uns sehr gut und wir sehen viele Tiere. Wir beobachten beispielsweise eine sehr spannende Situation zwischen zwei Krokodilen und einer Herde Lechwe und entdecken unser erstes Hippo. Wir sind begeistert von Pawianen, Pumbas und Kudus. Dabei vergessen wir etwas die Zeit und wir müssen am Schluss schauen, dass wir rechtzeitig aus dem Park kommen.

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Am Abend im Dunkeln im Ngepi Camp meinen wir, Hippos schmatzen und plantschen zu hören. Auf einmal hören wir aber ein lautes Tröten. Das ist definitiv kein Hippo! Aber mit unseren Taschenlampen können wir das andere Flussufer nicht erreichen. Wir erfreuen uns einfach an dem Gedanken, dass ein Elefant in der Nähe ein Bad genommen hat.

19.4. Die Flucht aus dem Camping
Bei Ankunft im Camp haben wir für diesen Morgen eine Flussrundfahrt gebucht. Wir sind die einzigen Gäste und werden den Okavango hoch- und runtergefahren. Wir sehen eine grosse Gruppen Hippos und hören viele interessante Informationen über das Leben im und am Fluss. Neben ein paar Vögeln sehen wir leider keine weiteren Tiere. Aber die Stimmung ist sehr schön.

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Zurück im Camp wollen wir einen gemütlichen Tag vor Ort verbringen. Plötzlich kommt der Camp-Manager zu uns und meint, dass wir – respektive unser Auto – so schnell wie möglich das Camp verlassen müssen, weil der Damm, der die Zufahrt zum Camp bildet, bald nicht mehr befahrbar sein wird. Das viele Wasser schwemmt den Damm weg. Das Camp selbst sei sicher, aber die Zufahrt nicht. Hui, so schnell haben wir noch nie alles zusammengepackt. Es hängt sogar noch nasse Wäsche… Alle 4 packten an, kein Gemecker der Kinder, allen ist der Ernst der Lage bewusst. Alles zusammengepackt fährt der Manager das Auto über den Damm. Uff, danach können wir aufatmen.

Nun stellt sich aber die Frage, wo wir übernachten. Die festen Unterkünfte im Ngepi Camp sind inzwischen alle belegt. Der Manager ruft für uns die umliegenden Camps an. Aber alle Campingplätze sind überschwemmt oder belegt. Da wir am nächsten Tag Richtung Kongola wollen, beschliessen wir dort nach einem verfügbaren Platz zu suchen. Nambwa ist schon voll, aber das Kazondwe Camp hat Platz und dahin wir fahren los. Zum Glück ist der Tag noch nicht so weit fortgeschritten. Rückblickend haben wir das Gefühl, dass alle Camper über den gefährdeten Damm informiert wurden, als wir auf dem Boot waren. Sie haben uns einfach vergessen. Deshalb war der Camp Manager selbst überrascht, dass wir noch nicht weg waren.

Das Kazondwe Camp ist sehr schön, ziemlich «hightech« (Wlan, elektrische Anschlüsse,…). Trotzdem springt der Funke bei uns nicht 100% rüber. Dies ist aber vielleicht auch den Umständen geschuldet. Im Dunkeln sehen wir zwei Hippos über einen beleuchteten Weg nahe unserer Campsite gehen, das freut uns sehr.
Themenstarter58 Beiträge · seit 202427. Aug. 2025 · #27
20.4. Lagerfeuer und Hippogelächter
Wir machen uns gemütlich auf den Weg Richtung Kwando Core Area und Nambwa Camping. Die Pad im Nationalpark ist abenteuerlich, aber gut machbar. Die Mittagspause verbringen wir bereits auf unserer Campsite. Uns gefällt es hier ausgesprochen gut. Es ist sehr wild, die Site sehr grosszügig und die Infrastruktur top. Am späteren Nachmittag machen wir uns auf den Weg zum Horse Shoe. Da beobachten wir eine Gruppe Hippos mit Kleinen aus nächster Nähe, das ist toll! Sonst ist leider nichts los. Schön ist die Stimmung trotzdem. Am Abend geniessen wir ein grosses Lagerfeuer auf unserem Camping und in der Nacht hören wir ständig Hippos «lachen».

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21.4. Wilder Gamedrive mit wenigen Tieren
Frühmorgens starten wir zu einem langen Gamedrive durch die Kwando Core Area. Beim Horse Shoe essen wir Frühstück im Auto. Die Hippos sehen wir nicht mehr. Ein paar Lechwes sind zu sehen, sonst nichts. Wir fahren weiter tief in die Kwando Core Area. Es wird noch wilder, das Gras ist teilweise deutlich höher als unser Auto. Manchmal ist die Pad etwas eng, aber für uns gut befahrbar. Eine Zeit lang «jagen» wir eine Familie von Perlhühnern vor uns auf der Pad, weil sie nicht auf der Seite weg wollen. Auf dem Rückweg sehen wir gut versteckte Giraffen hinter Bäumen, Pumbas und Ellipsen-Wasserböcke.

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Bereits gegen Mittag sind wir wieder in Kongola und stocken unsere Vorräte auf. Der Supermarkt ist sehr einfach, hat aber überraschend viel. Die Stimmung im kleinen Ort Kongola gefällt uns gut. Es ist nicht mehr weit bis zum Mukolo Camp. Wir freuen uns, nun endlich wieder mal zwei Nächte an einem Ort zu verbringen. Die vielen Wechsel in den letzten Tagen waren ja nicht alle freiwillig. Das Mukolo Camp ist einfach, entspannt, die Sites sehr grosszügig und hübsch. Wir richten uns gemütlich ein und entspannen. Zum Abendessen kochen wir nach Schweizer Rezept und freuen uns darüber, mal wieder was Vertrautes zu essen. Trotzdem hat es natürlich mit «Hippogelächter» im Hintergrund einen abenteuerlicheren Geschmack als zu Hause.

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22.4. Ruhiger Tag mit Krokodilen
Wir verbringen einen ruhigen und entspannten Tag auf unserer Campsite im Mukolo Camp. Spielen, in der Hängematte lesen, Wäsche waschen,...
Bei der Ankunft haben wir für heute eine Sundowner-Tour auf dem Kwando gebucht. Weil sich keine anderen Gäste angemeldet haben, ist die Führung privat. Eigentlich hätten wir mit unserem Auto die kurze Strecke bis zum Boot zurücklegen sollen. Das ist natürlich unpraktisch, weil unsere Zelte noch aufgebaut sind. Der Guide hat aber genügend Platz in seinem Auto und wir dürfen mit ihm mitfahren. Der Kwando führt noch nicht viel Wasser. Wir erfahren, dass dort das viele Wasser erst später ankommen wird. Es ist deshalb ein ganz anderes Flussfahr-Gefühl als auf dem Okavango (der Kwando ist sowieso kleiner). Man ist viel näher an den Tieren. Wir sehen einen Waran, ein verirrtes (?) kleines Lechwe, Fischadler, verschiedene grosse und kleine Krokodile und natürlich Hippos. An den Hippos müssen wir teilweise ziemlich schnell vorbei, damit sie uns nicht gefährlich werden. Die Abendstimmung über dem Kwando ist sehr schön. Uns gefällt der Ausflug sehr gut.

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Wir kommen spät zurück und sind froh, dass wir nicht mehr kochen müssen, sondern im Restaurant des Camps reserviert haben. Es gibt für alle das gleiche Menu. Unsere Kinder sind zum Glück nicht heikel, sondern neugierig und das Essen ist sehr gut.

23.4. Nochmals wilder Gamedrive mit wenigen Tieren
Wir fahren nach Divundu und stocken dort unsere Vorräte auf. Die Supermärkte da haben uns nicht so überzeugt, sind aber durchaus ok. Gegen den Nachmittag starten wir mit einem Game-Drive durch die Buffalo Core Area. Es ist teilweise anspruchsvoll zum fahren und landschaftlich sehr reizvoll und wild. Aber auch hier zeigen sich wenige Tiere. Am späteren Nachmittag sehen wir eine schöne Familie von Kudus, Warzenschweine und Impalas. Wir werden noch kurz und heftig verregnet, dafür gibt es danach einen schönen Regenbogen.

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Wir kommen erst spät beim Mobola Island Camp an. Hier sind die vordersten Campsites auch überschwemmt. Wir entscheiden uns für eine Site mit Regendach, was sich noch als praktisch erweise wird. Ansonsten ist unser Site und die Infrastruktur gut, aber nicht überragend. Das Gelände werden wir erst morgen erkunden.

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24.4. Fischen im und Insel-Bar am Okavango
Wir verbringen den ganzen Tag auf dem Mobola Island Camp. Ich habe mal irgendwo gelesen, dass man hier fischen kann und die Kinder sind sofort Feuer und Flamme. Wir fragen bei der Rezeption, ob es möglich ist, für ein paar Stunden Boot, Fischerutensilien und einen Guide zu buchen. Kein Probelm! Eine Stunde später sitzen wir alle auf dem Boot und die Kinder erhalten Instruktionen, wie fischen funktioniert. Am Anfang sind sie noch etwas ungeschickt, lernen aber schnell dazu. Als ich helfen will, hält mich der Guide zurück. Die Kinder sollen selbst ihre Erfahrungen machen können. Recht hat er! Das erste Mal fischen und das gleich am Okavango, nicht schlecht. Der Preis ist im Vergleich zu anderen Touren auch ok. Wir fahren mit dem Boot zu verschiedenen Stellen des Okavangos in der Nähe des Camps. Auch hier erzählt uns der Guide nebenbei interessante Geschichten über den Fluss. Wir fangen zwar keinen Fisch, aber es ist trotzdem ein großartiges Erlebnis.

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Wir entdecken während des Tages, dass die Hängebrücke, die Insel, die zum Camp gehört und die Insel-Bar super schön sind. Den Nachmittag verbringen wir bei Starkregen mit unserem Lieblingsspiel unter dem Regendach unserer Site. Pünktlich für unseren Sundowner bei der Insel-Bar hört der Regen aber wieder auf. Wir lassen den Tag bei einem Braai mit gutem Gnu-Fleisch von der Rezeption ausklingen.

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zuletzt bearbeitet 27. Aug. 2025
Themenstarter58 Beiträge · seit 202429. Aug. 2025 · #28
25.4. quirlige Stadt und schöner Truckstopp
Heute wollen wir einige Kilometer zurücklegen. Wir entscheiden uns aber nicht gleich bis zum Living Museum der San (Ju/Hoansi) durchzufahren, sondern unterwegs im Roy’s Restcamp einen Übernachtungsstop einzulegen. Unterwegs kaufen wir in Rundu ein (kein Fleisch, da wir in den nächsten Tagen mehrmals den Vet-Fence überschreiten). Wir haben im Voraus Schlechtes über die Stadt gehört. Es ist zwar sehr chaotisch, aber wir sind positiv überrascht. Wir empfinden die Stadt als sehr lebhaft und sympathisch. Es sind ganz viele verschiedene Leute unterwegs, aber wir werden in Ruhe gelassen, sehr angenehm.

Roy’s Rest Camp hat für uns das Flair eines (sehr hübschen!) Truckstopps. Für unseren Zweck funktioniert es gut. Die Campsites sind auch angenehm. Auf dem Platz hat es viele und zutrauliche Dikdiks, das ist süss.

26.4. Verständigung in unterschiedlichen Sprachen und schönster Shop im Nirgendwo
Wir fahren über guten Gravel auf der C44 und biegen gleich nach dem Vet-Fence zum Living Museum Ju/Hoansi ab. Wir haben uns bereits gestern kurz angekündet, eine Reservation ist nicht nötig. Wir werden sehr herzlich begrüsst und sofort in ein Gewusel von San aufgenommen. «Unsere» Übersetzerin erklärt, welche Angebote wir buchen können. Wir entscheiden uns für ein mehrteiliges Programm mit Mittagspause dazwischen. Zuerst zeigen sie uns aber noch unsere Campsite. Sie ist sehr einfach gehalten. Ein grosser Sandplatz im Bush, aber uns gefällt die Natürlichkeit.

Bevor wir mit dem Programm starten, erzählen wir, dass wir bereits vor 16 Jahren hier waren. Sie sind begeistert und fragen sofort nach Fotos. Die haben wir und sie stossen auf grosses Interesse. Jeder kennt wieder irgend jemanden auf den Fotos und es wird freudig und wirr durcheinandergeredet. Irgendwann legt sich die Aufregung und wir starten.

Zuerst zeigen sie uns, wie sie traditionelle Feuer gemacht haben. Sie sprechen immer ihre eigene Klick-Sprache und «unsere» Übersetzerin übersetzt es auf Englisch, wir dann wiederum auf Deutsch für die Kinder. Aber eigentlich sind die San so geübt darin ihre Sprache mit ein paar geschickten Handzeichen zu unterstreichen, dass wir oft auch ohne Übersetzung erahnen können, worum es geht. Die San scheinen uns super freundlich, fröhlich und zugewandt. Sie lachen viel über sich selbst und auch über uns. Mit den Kindern bauen sie einen traditionellen Bogen und danach wird auf eine Zielscheibe geschossen. Eines der Kinder meint: «Wir verstehen uns eigentlich ganz gut, auch wenn sie ihre Klicksprache und ich Schweizerdeutsch spreche.» Schöne und interessante Erkenntnis! Mir zeigen die Frauen, wie sie die Perlen aus Strausseneiern machen und ich werde auch gleich eingespannt. Wir fühlen uns fast etwas wie ein Teil der Gruppe. Zum Abschluss dürfen die Kinder und ich mit den Frauen ein paar Tanz- und Singspiele machen. Auch da wird sehr viel gelacht. Es ist ansteckend.

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Danach ist Mittagspause und alle ziehen sich in der Hitze etwas zurück. Im Anschluss geht es mit einem spannenden Bushwalk weiter. Neben unserer Übersetzerin ist ein etwas älterer Mann und ein jüngerer dabei. Zwischendurch taucht auch ein Junge auf, der interessiert zuhört. Uns wird gezeigt, wie eine Falle gebaut wird und sie erzählen, wozu verschiedene Beeren, Blätter und Wurzeln gebraucht werden. Interessant ist, dass sie die Naturmedizin auch heute noch genutzt wird. Oft sind die Ärzte zu weit weg oder zu teuer.

Nach dem gebuchten Programm gehen wir in den wunderschönen, im Bush integrierten «Shop». Bereits vor 16 Jahren habe ich mich hier mit Souvenirs eingedeckt. Der Shop wie auch die Sachen sind unglaublich schön. Zudem kauft man direkt bei den Hersteller:innen. Wir streunen unglaublich lange durch den Shop und können uns einfach nicht entscheiden, welches die schönsten Sachen sind.

Den Abend verbringen wir auf unserer Campsite. Hier hat es sehr viele Insekten. Aber das gehört halt zur Wildnis dazu. Wir hören die San in ihrem Dorf singen und das inspiriert uns auch ein grosses Lagerfeuer zu machen und zu singen. Das ist die erste kalte Nacht auf der Reise. Wir ziehen uns fürs schlafen etwas wärmer an, dann ist es kein Problem.

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27.4. Was fehlt uns noch?
Wir haben bei der Reiseplanung offengelassen, wo wir die folgenden zwei Übernachtungen verbringen. Wir wollten kurzfristig entscheiden können, je nach dem, was uns fehlt, worauf wir Lust haben und was noch verfügbar ist. Die Kinder möchten gerne noch Rhinos sehen und wir haben Lust auf den Waterberg. Deshalb haben wir vor einigen Tagen bei Waterberg Wilderness eine Campsite und das Rhino-Tracking gebucht.

Wir fahren zuerst nach Grootfontein und gehen dort nochmals einkaufen. Danach entscheiden wir uns für den Weg über D-Strassen (D2804 und D2512). Die Pad und die Landschaft sind schön. Gegen den Schluss ist die Pad vom Regen wieder sehr ausgewaschen. Die Campsites sind sehr unterschiedlich schön und relativ nah beieinander. Uns wird zum Glück ein recht schöner zugeteilt. Die Infrastruktur ist top. Uns gefällt auch gut, dass man verschiedenen Pools (von uns nicht benutzt) und Loges/Restaurants zu Fuss erreichen kann. Heute ist nochmals Leermond und wir bestaunen und studieren den Sternenhimmel. In der Nacht machen sich Tiere an den Abfalleimern zu schaffen, was ziemlich laut ist. Wir haben unseren dank Vorwarnung zum Glück im Auto verstaut.

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28.4. Mit Rhinos auf Tuchfühlung und Stachelschweinsichtung vom Bett aus
Für heute haben wir das Rhinotracking gebucht und gehen früh am Morgen zu Fuss zum Treffpunkt. Die Rhinos werden hier 24/7 vor Wilderern bewacht. Deshalb wissen sie immer wo sich die Rhinos aufhalten und können eine Sichtung garantieren. Bis jetzt haben wir bewusst kein Tracking gemacht und versucht die Tiere selbst zu finden. Aber so zum Schluss gönnen wir uns ein solches Erlebnis. In einer Gruppe von ca. 10 Personen wandern wir ca. 2 Stunden durch den Busch. Der Guide ist leider mässig. Trotzdem erfahren wir einiges über die Situation der Rhinos mit den Wilderern. Unser Jüngerer motzt den ganzen Weg. Er findet es eine Zumutung, dass wir wandern müssen, wenn es doch einen Rhino-Drive gegeben hätte. Als wir dann tatsächlich bis 5m an die Rhinos ran können, sind dann aber doch alle begeistert. Klar, die Rhinos sind sich Touristen gewohnt. Trotzdem ist der Guide auf der Hut und gibt uns klare Anweisungen, wenn die Rhinos neugierig zu nah kommen. Wir fühlen uns sicher. Nachdem sich alle an den Rhinos satt gesehen haben, wandern wir ca. 1h zurück zum Camp. Der Ausflug hat uns sehr gut gefallen!

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Zurück auf unserer Campsite ist waschen, spielen und faulenzen angesagt. Am Nachmittag machen wir Erwachsenen den History-Path. Die Runde gefällt uns gut und die Informationen sind interessant. Es dauert etwas länger als wir gedacht haben, aber wir geniessen die verlängerte Zeit zu zweit.

Beim Einschlafen höre ich ein Schmatz-Geräusch, das ich schon letzte Nacht nicht einordnen konnte. Wir gucken mit Licht aus dem Zelt und vor uns steht ein Stachelschwein. Unglaublich!
770 Beiträge · seit 201729. Aug. 2025 · #29
Hallo, was für eine schöne Familienreise! Etwas nass zwar 😉 aber wirklich toll!
Euer Tag mit den San war für die Kinder sicher ein besonderes Erlebnis.
Liebe Grüsse und vielen Dank für‘s Teilen eurer Reise!
2016: Südafrika mit Gardenroute 2018 : Vic Falls, Namibia, Botswana, Mauritius 2020: Kapstadt und Gardenroute 2022: Namibia 2024: Namibia und Südafrika 2026: Namibia und Botswana in Planung :-)
Themenstarter58 Beiträge · seit 202431. Aug. 2025 · #30
Enilorac65 schrieb:Hallo, was für eine schöne Familienreise! Etwas nass zwar 😉 aber wirklich toll!
Euer Tag mit den San war für die Kinder sicher ein besonderes Erlebnis.
Liebe Grüsse und vielen Dank für‘s Teilen eurer Reise!
Liebe Caroline
Vielen Dank für deine liebe Nachricht. Für uns war es wirklich eine super tolle Reise! Das Wasser hat uns zum Glück oft gar nicht so gestört. Es hat unsere Reise mit zusätzlichen spannenden Momenten und Abenteuer ergänzt.
So, jetzt mache ich mich bereit für den Endspurt und den Abschied. 🙁
Liebe Grüsse, Leonie
Themenstarter58 Beiträge · seit 202431. Aug. 2025 · #31
29.4. Traum-Camping trotz Mücken
Am Morgen sehen wir, dass das Stachelschwein vielleicht angefüttert wird. Auf jeden Fall hat es da, wo das Stachelschwein war, Überreste von irgendwelchen Körnern am Boden.

Heute fahren wir zu einem Camping, den wir uns als Highlight bis zum Schluss aufgespart haben. Deshalb auch die etwas unlogische Routenführung: Erongo Rocks! Unterwegs in Otjiwarongo im Spar sind wir etwas überwältigt von der grossen Auswahl. Dieser Laden ist grösser und luxuriöser als alles was wir bisher angetroffen haben. In Omaruru gönnen wir uns einen leckeren Kuchen im Main Street Cafe. Neugierig auf das Camp fahren wir auf der D2315 durch das wunderschöne Erongo-Gebirge.

Die Campsite Dikdik auf Erongo Rocks ist wirklich ein Traum! Der Platz wurde in die runden Felsen integriert. Die Infrastruktur ist top, aber doch sehr einfach und naturnah (kein Donkey, Bucket-Shower). Nur leider werden wir sofort von Mücken zerstochen und dies mitten am Nachmittag! So viele Mücken hatten wir nicht mal im Caprivi beim Eindunkeln. Tja, da helfen nur lange Kleider, Mückenspray und Feuerrauch. Wir versuchen die Mücken zu ignorieren, denn abgesehen davon fühlen wir uns super wohl hier.

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30.4. Gipfelbuch und Abschieds-Sundowner-Spaziergang
Heute stehen wir früh auf und stärken uns mit einem schnellen Frühstück. Wir wollen nämlich im Morgenlicht und in der Morgenkühle über den Mountain View Trail zum Gipfel wandern. Die Morgenstimmung ist grandios!

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Teilweise geht der Weg durch hohes Gras. Das macht mich wegen den Schlangen etwas nervös. Der grosse Teil des gut ausgeschilderten Wegs geht aber über Felsen. Teilweise muss man auch etwas kraxeln, was den Kindern Spass macht. Nach einer Stunde sind wir oben, tragen uns ins Gipfelbuch ein und geniessen die tolle Aussicht.

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Wieder zurück, geniessen wir unsere Campsite zuerst mit einem Brunch, dann mit spielen, kraxeln, «hangen» und … Mücken.

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Unser schwarzer Brauchwasser-Kanister steht den ganzen Tag in der Sonne und so können wir am späteren Nachmittag im schönen Outdoor-Badezimmer warm duschen. Danach unternehmen wir Erwachsenen einen letzten Sundowner-Spaziergang zum Yoga Rock. Ein wunderschöner Ort, um sich von 8 Wochen Namibia innerlich zu verabschieden. 🙁

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1.5. Verabschiedung durch Giraffen
Weil wir das Ende unserer Reise noch nicht ganz wahrhaben wollen und auf ein letztes Sichtungsglück hoffen, nehmen wir den Umweg über Erindi (D2328 und D2414) auf uns. Wenn man nur durchfährt und von der Hauptpad nicht abweicht, darf man gratis durch das private Game-Reservat durchfahren. Viele Tiere sehen wir nicht, aber wir werden kurz vor der Ausfahrt von eine paar Giraffen freundlich verabschiedet. Das freut uns!

Danach geht es auf nach Windhoek. Im Chameleon Backpacker dürfen wir wieder das gleiche Zimmer beziehen. Es ist gleichzeitig gut und merkwürdig wieder am gleichen Ort zu sein, wie schon am Anfang unserer Reise. Wir sind um so viele Erfahrungen und Erlebnisse reicher! Nun ist ausmisten und umpacken angesagt, was sich da alles so angesammelt hat... 🤪 Beim Ausräumen des Autos finden wir unter dem Sitz sogar die seit Wochen verloren geglaubte Kamera unseres Jüngeren. Er ist überglücklich! 😄

Diesmal sind wir fit genug und wollen unbedingt ins Joe’s Beerhouse. Das Essen ist erwartungsgemäss gut und die Portionen gross.

2.5. Letztes Shopping und Rückreise
Wir packen unser Gepäck für den Rückflug. Danach steht Souvenir-Shopping im Spar bei der Maerua Mall und im Craft Center an. Das Mittagessen im Craft Center ist sehr lecker. Danach geben wir das Auto bei Africa on Wheels zurück. Das geht ganz schnell und schon sind wir unterwegs zum Flughafen. 😮

Wir freuen uns sehr, als wir Hans Peter vom Haasenhof per Zufall am Flughafen treffen. Von einem neuen Freund am Flughafen verabschiedet zu werden, rundet unsere Reise auf wunderschöne Weise ab.

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zuletzt bearbeitet 31. Aug. 2025
243 Beiträge · seit 202131. Aug. 2025 · #32
Hallo Leonie, sehr interessiert habe ich Deinen tollen Bericht mitverfolgt. Höhen und Tiefen gehören zu einer Reise dazu und ihr habt viele Höhen erlebt. Auf Erongo Rocks camp DikDik waren wir auch schon 2 Nächte und haben die Wanderung auf den Berg ebenfalls gemacht. Eine unserer schönsten Erlebnisse.
Vielen dank für Deine Mühe
Kirsten
171 Beiträge · seit 202031. Aug. 2025 · #33
Danke für deinen Bericht. Ich habe habe ihn sehr gern gelesen.
Themenstarter58 Beiträge · seit 202431. Aug. 2025 · #34
Hallo zusammen

Was meint ihr, soll ich noch ein Fazit zur Reise schreiben? Was würde euch da abschliessend interessieren? Ich freue mich, wenn ihr mir zur Inspiration ein paar Fragen schreibt.

Vielen Dank für eure lieben Rückmeldungen, Kirsten und Hella!

Herzlich,
Leonie
992 Beiträge · seit 202331. Aug. 2025 · #35
Liebe Leonie,
heute habe ich endlich wieder aufgeholt. Ihr habt ja fast ganz Namibia auf einmal gesehen. Wie wollt ihr diesen Urlaub noch toppen?

Grandiose Landschaften, Sonnenuntergänge zum Verlieben, ganz tolle Tierbegegnungen mit Herzkklopf - Feeling, Nervenkitzel mit Hochwasserfahrten und sogar eine Evakuierung.
Der Abenteuerfaktor war definitiv da.

Schön, dass ihr uns mitgenommen habt. Vielen Dank fürs Erzählen und die tollen Fotos.

Die Löwen hat dein Sohn richtig gut getroffen. Richte ihm bitte mein Kompliment aus.
Liebe Grüße, Silvia
Schmiere stehen für ein Steak - Südafrika im Februar 2026 Frühstück mit Giraffen – Namibia Mai 2025 Mauritius – Das andere Afrika (Dezember 2024) Two in One – Kruger Region & Garden Route (Südafrika 2023)
111 Beiträge · seit 202401. Sept. 2025 · #36
Leo-IMMER schrieb:Was meint ihr, soll ich noch ein Fazit zur Reise schreiben? Was würde euch da abschliessend interessieren? Ich freue mich, wenn ihr mir zur Inspiration ein paar Fragen schreibt.
Ja, sehr gerne ein Fazit! Ich finde einen Rückblick immer ziemlich spannend.

Was hat euch besonders (auch negativ) beeindruckt? Was würdet ihr bei der nächsten Reise anders machen? was habt ihr für eure Reise erwartet und was nicht?

Vielen Dank auch hier nochmals für deinen Bericht und deine Mühe.
Themenstarter58 Beiträge · seit 202403. Sept. 2025 · #37
Nacho schrieb:Liebe Leonie,
heute habe ich endlich wieder aufgeholt. Ihr habt ja fast ganz Namibia auf einmal gesehen. Wie wollt ihr diesen Urlaub noch toppen?
Grandiose Landschaften, Sonnenuntergänge zum Verlieben, ganz tolle Tierbegegnungen mit Herzkklopf - Feeling, Nervenkitzel mit Hochwasserfahrten und sogar eine Evakuierung.
Der Abenteuerfaktor war definitiv da.
Schön, dass ihr uns mitgenommen habt. Vielen Dank fürs Erzählen und die tollen Fotos.
Die Löwen hat dein Sohn richtig gut getroffen. Richte ihm bitte mein Kompliment aus.
Liebe Grüße, Silvia
Liebe Silvia
Es freut mich sehr, dass du Zeit für meinen Bericht gefunden hast. Wir schwelgen immer noch ab und zu in Erinnerungen und haben tatsächlich den Eindruck, dass wir diese Reise nicht toppen können. Wir werden uns aber auch ein paar Jahre gedulden bis zur nächsten Überseereise. Da fällt uns dann bestimmt ein neues Abenteuer ein.
Das Lob bezüglich Löwen-Foto richte ich sehr gerne aus. Vielen Dank!
Liebe Grüsse,
Leonie
1'005 Beiträge · seit 200803. Sept. 2025 · #38
Hallo Leonie,
Ich möchte mich auch herzlich für deinen Bericht bedanken, den ich heute in einem Rutsch durchgelesen habe.
Viele locations und Unterkünfte habe ich genauso ins Herz geschlossen. Ich finde man merkt Dir an, wie besonders Eure Familienreise war und ich war beeindruckt wie relaxt ihr trotz Kinder gereist seid. Es ist doch wunderschön, wenn man dieses spannende Land als Familie erleben darf!
Toll fand ich auch Eure Auszeit auf der Farm. Das war sicherlich sehr beeindruckend, nicht nur für die kids.
Jetzt war der viele Regen ja nicht typisch, aber mich würden trotzdem noch die Temperaturen im April interessieren, Nachts war es dann tatsächlich wärmer, als ihr erwartet hattet?
Viele Grüße
Doro
Themenstarter58 Beiträge · seit 202407. Sept. 2025 · #39
Reisemaus schrieb:Hallo Leonie,
Ich möchte mich auch herzlich für deinen Bericht bedanken, den ich heute in einem Rutsch durchgelesen habe.
Viele locations und Unterkünfte habe ich genauso ins Herz geschlossen. Ich finde man merkt Dir an, wie besonders Eure Familienreise war und ich war beeindruckt wie relaxt ihr trotz Kinder gereist seid. Es ist doch wunderschön, wenn man dieses spannende Land als Familie erleben darf!
Toll fand ich auch Eure Auszeit auf der Farm. Das war sicherlich sehr beeindruckend, nicht nur für die kids.
Jetzt war der viele Regen ja nicht typisch, aber mich würden trotzdem noch die Temperaturen im April interessieren, Nachts war es dann tatsächlich wärmer, als ihr erwartet hattet?
Viele Grüße
Doro
Hallo Doro
Vielen Dank für deine Nachricht. Die Reise war für uns wirklich ein ganz besonderes Erlebnis! Es freut mich, dass das rüber kommt. Wir waren selbst überrascht, wie relaxt das Reisen mit den Kindern für uns war. Aber es gab natürlich schon auch ab und zu unentspannte Situationen: Die Kinder stritten sich oder sie machten alles, nur nicht das was sie eigentlich sollten oder wir hätten wiedermal alles gleichzeitig erledigen müssen, damit wir nicht unverrichteter Dinge plötzlich im Dunkeln dastehen. Tja, zum Glück blendet man im Nachhinein viele solche Situationen aus.
Über die Temperaturen habe ich tatsächlich nicht viel geschrieben. Das hole ich gerne nach. Die genauen Temperaturen weiss ich aber nicht. Grundsätzlich empfand ich es zu unserer Reisezeit (März/April) als sehr angenehm zum campen.
- Über Mittag war es oft sehr heiss. Wir versuchten zu dieser Zeit im Auto unterwegs zu sein oder sonst irgendwo im Schatten möglichst wenig machen zu müssen. Ich fand es aber durchaus aushaltbar.
- Am Morgen und am Abend war es oft sehr angenehm. Dicke Pullis brauchten wir nicht, aber was Langes war nicht nur wegen den Mücken angesagt.
- Überrascht haben uns die Nächte. Anfänglich war es teilweise sehr heiss, später einfach angenehm warm. Bis auf ein paar wenige Nächte am Schluss, konnten wir gut in kurzen Pyjamas schlafen. Wir haben kalte Nächte in der Wüste erwartet. Das war bei uns nicht so. Zum Abschluss gab es dann noch ein paar empfindlich kalte Nächte. Aber ausgerüstet mit Kappe, Wollsocken, langem Pyjama und Schlafsack vom Vermieter ging es gut.
- Angenehm überrascht waren wir von den Temperaturen im Caprivi. Das haben wir uns feucht und heiss vorgestellt. Weil es ja Malaria-Saison war, haben wir versucht, möglichst lange Kleidungsstücke zu tragen. Das ging überraschend gut. Natürlich war es feuchter als im Rest von Namibia. Aber die Temperatur war ganz ok.
Wenn ich mal etwas mehr Zeit habe, versuche ich noch ein Fazit zur Reise zu schreiben. Ich muss mir aber noch ein paar Gedanken dazu machen.
Herzlich,
Leonie
Themenstarter58 Beiträge · seit 202417. Sept. 2025 · #40
Liebe Fomis

Mit dem Fazit zu unserer Reise habe ich mich jetzt irgendwie schwer getan. Zumal ich ja auch schon beim Intro einige Punkte vorweg genommen habe. Aber jetzt habe ich es geschafft. Ich bin gespannt, ob ihr ähnliche Fazit zu euren Reisen gezogen habt oder, ob euch der eine oder andere Punkt für eure zukünftige Reise inspiriert.

Wir haben es zu keinem Zeitpunkt bereut, dass wir uns für Namibia als Reiseziel für unsere grosse Reise entschieden haben. Auch wenn uns viele Leute gefragt haben, ob wir die 8 Wochen wirklich «nur« in Namibia verbringen, für uns war es eine gute Entscheidung. Es gibt so viel zu sehen, auch 8 Wochen sind da eigentlich noch zu kurz.

Namibia ist ein absolutes Traum-Camping-Land. Ich dachte eigentlich immer, dass die USA bezüglich Camping-Reisen nicht zu toppen ist. Diese Überzeugung ist also sehr schwer ins Wanken geraten! Die Campingplätze in Namibia sind einfach der absolute Hammer bezüglich Anlage, Aussicht, Infrastruktur, Abgeschiedenheit, Naturverbundenheit… Die Plätze und das Campingleben war unser persönliches Highlight auf der Reise.

Unsere Route hat uns sehr gut gefallen. Es war ein guter Mix aus verschiedenen Landschaften, Aktivitäten und Themen (Tiere, Menschen, Kultur, …).
- Der Süden Namibias hat es uns besonders angetan. Die Landschaft und auch der KTP haben uns besonders gut gefallen. Wenn wir eine nächste Reise nach Namibia planen könnten, dürfte der Süden auf keinen Fall fehlen.
- Auch Swakopmund war als Camping-Pause super: spannende Aktivitäten, schöne Restaurant-Auswahl und angenehme Stadt.
- Auch die Reise-Pause auf dem Haasenhof war eine gute Idee. So eine Pause kann ich bei einer längeren Reise wärmstens empfehlen.
- Schade finde ich, dass wir im Damaraland nicht mehr Zeit eingeplant hatten. Einerseits, weil mir die Landschaft da wahnsinnig gut gefallen hat und andererseits, weil ich rückblickend gerne eine Wüsten-Elefantentour gemacht hätte.
- Verhältnismässig weniger gut gefallen hat uns der Caprivi. Vielleicht ist das geringe Sichtungsglück Schuld daran. Aber es ist Tatsache, dass uns grüne Flusslandschaften grundsätzlich weniger beeindrucken, als aride Gegenden. Auch wenn die Vegetation und die Flüsse total anders sind als zu Hause, trotzdem ist es uns vertrauter als eine Wüste. Bezüglich Leben und Leute empfanden wir den Caprivi allerdings am interessantesten und entspanntesten. Trotzdem würde ich rückblickend im Caprivi nur bis Divundu reisen. Das hätte uns gereicht. Aber dann hätten wir natürlich nicht herausgefunden, ob vielleicht nicht doch eine Elefanten-Herde am Horseshoe auf uns wartet…
- Zum Erongo habe ich eine persönliche, tiefe Verbindung. Weshalb weiss ich nicht. Aber die Landschaft berührt mich besonders.

Die 1-Nacht-Stopps haben uns auf unserer Reise überhaupt nicht gestört. Entweder war es für uns wirklich nur eine Zwischenübernachtung oder wir sind so früh angekommen, dass wir den Ort problemlos noch erkunden konnten. Das hat aber für uns nur funktioniert, weil wir dazwischen immer wieder mehrere Tage mit wenig Aktivitäten eingebaut haben. Wir hatten zwischendurch immer mal wieder sehr entspannte Phasen, in denen bei den Kindern beispielsweise aus Langeweile kreative Ideen entstanden sind. Einzig im Caprivi war uns der ständige Standortwechsel etwas viel, aber das war ja eigentlich auch nicht so geplant. Unsere Einschätzung nach, wäre es oft nicht nötig gewesen, den Campingplatz Monate im Voraus zu reservieren. Aber das weiss man halt nicht und wir finden, dass es das Reisen auch entspannter macht, wenn man nicht dauernd entscheiden muss, wie es nun weitergeht. Zwischendurch etwas Flexibilität und spontane Entscheidungen haben wir aber sehr geschätzt.

Überrascht hat mich, dass sogar mir das Autofahren in Namibia Spass gemacht hat. Ich fahre sonst überhaupt nicht gerne Auto. Es ist für mich einfach ein nötiges Übel, um von A nach B zu kommen, wenn es keine öffentlichen Verkehrsmittel gibt. Aber in Namibia sass ich wirklich sehr gerne hinter dem Steuer! Kein Verkehr, gute Gravelroads, die immer wieder eine Überraschung bereit haben, ein super Auto und dazu diese wunderbare und erstaunlich abwechslungsreichen Landschaften.

Bei der Ausrüstung fand ich alles hilfreich, was die Ordnung erleichtert hat. Wenn man als Familie so lange aus dem Auto lebt, ist es einfach extrem praktisch, wenn alles seinen fixen Platz hat. Wir hatten viele kleine und grosse Taschen von zu Hause mitgenommen. Jede/r hatte z.B. sein Säckchen mit den Sachen für die Nacht drin. So musste man am Abend nur diese Taschen richtig in den Zelten verteilen. Und wir haben zwei Rücksitz-Organizer von zu Hause mitgenommen. Da hatte Sonnencreme, Besteck für Snacks, Tierführer, Fernglas usw alles seinen fixen Platz und wir mussten es nicht ständig suchen. Bezüglich Ausrüstung kann ich auch noch sagen, dass unsere Hängematte erstaunlich oft im Einsatz war. E-Reader und Hörspiele/-bücher waren ständige Begleiter und waren nicht wegzudenken. Einzig eine andere Lösung fürs Wäschewaschen wäre toll gewesen. Ich weiss, einige Fomis machen das mit dem Rüttel-Kanister bei Autofahrten. Aber wir hatten nicht die Geduld, anfänglich ein dichtes Gefäss mit grosser Öffnung zu suchen. Zudem, ob es bei einer 4-köpfigen Familie praktisch gewesen wäre? Es lohnt sich aber meiner Meinung nach, sich nach günstigen Alternativen zur ewigen Handwäsche umzuschauen.

Es war eine wunderbare Reise! Ich bin sicher, dass uns die Erinnerungen daran noch ganz lang begleiten werden. Die Bilder der surrealen Landschaften in den unglaublichsten Farbtönen haben sich tief in meinen Kopf und mein Herz eingebrannt. Noch heute stockt mir der Atem, wenn ich an die eindrückliche Begegnung mit den Löwen im Etosha denke. Die gemeinsamen Erlebnisse haben uns als Familie zusammen geschweisst.

Nochmals herzlichen Dank für all die inspirierenden Berichte, die ich im Vorfeld lesen durfte und eure Tipps.
So, nach dem Reisebericht mache ich mich nun daran, unser Fotobuch fertig zu gestalten.
Danke fürs Lesen und viel Spass auf eurer nächsten Reise!

Herzlich,
Leonie
zuletzt bearbeitet 18. Sept. 2025