loeffelThemenstarter1'412 Beiträge · seit 201328. Juli 2025 · #21
Rund um Camaret-sur-Mer liegen viele Sehenswürdigkeiten direkt nebeneinander.
Der Strand Plage de Pen Hat wird eingerahmt von den beiden Kaps Pointe du Toulinguet im Norden und dem Pointe du Pen Hir im Süden.
Pointe du Toulinguet war zum Zeitpunkt unseres Besuchs nicht zugänglich, aber vom Parkplatz aus hat man einen fantastischen Blick auf den nahezu menschenleeren Strand:
Vom Strand aus wiederum hat man einen ebenso fantastischen Blick auf die einrahmenden Pointes: Pointe du Toulinguet Pointe du Toulinguet Pointe du Pen Hir Das Pointe du Pen Hir gehört zu den meistbesuchten Kaps der Bretagne und es war wirklich jede Menge los. Trotzdem gelangen ein paar eindrucksvolle Momentaufnahmen von der wilden Szenerie:
Das riesige Kreuz wurde für die im zweiten Weltkrieg gefallenen französischen Soldaten errichtet:
LG Stefan
Die Reise unseres Lebens: Antarktis 2018/19
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loeffelThemenstarter1'412 Beiträge · seit 201329. Juli 2025 · #22
Die Steinreihen von Lagatjar (franz. Alignements de Lagat-Jar ) sind etwa 5000 Jahre alt und liegen am Ortsrand von Camaret-sur-Mer direkt an der Straße zur Pointe du Pen Hir. Hier stehen 143 Menhire in U-Form. Allerdings lassen sie sich nicht archäologisch auswerten, denn in den Jahrhunderten wurden zahlreiche Steine abtransportiert und auch die Anordnung der Steine ist vermutlich historisch nicht mehr korrekt. Für uns ist dies alles von untergeordneter Bedeutung. Denn im Gegensatz zu den wesentlich bedeutenderen, deutlich größeren und eindrucksvolleren Steinreihen von Carnac sind diese hier nicht eingezäunt und jederzeit frei zugänglich.
LG Stefan
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freshy3'883 Beiträge · seit 201129. Juli 2025 · #23
Die Menhire hast du wirklich schön ins Bild gesetzt. Die Wolken dahinter - tolle Komb!nation!
loeffelThemenstarter1'412 Beiträge · seit 201330. Juli 2025 · #24
Danke, danke. Ja, Wolken und Licht waren in dem Moment einfach ideal. Viele Bilder dort sind bodennah entstanden und ich hatte gut zu tun, um Autos, Häuser und andere Besucher in den Bildern zu "verstecken".
LG Stefan
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loeffelThemenstarter1'412 Beiträge · seit 201330. Juli 2025 · #25
Pays Bigouden nennt sich die Region südlich der Halbinsel Sizun zwischen Küste und dem Fluß Odet. Es ist eine vom Sommertourismus wenig beeinflusste Region, in der bretonische Traditionen, die Trachten und auch die bretonische Sprache noch sehr lebendig sind. Der bedeutendste Wirtschaftszweig dieser Region ist der Fischfang. Sechs wirtschaftlich sehr aktive Fischereihäfen reihen sich an der Südküste aneinander. An der Küste von Pays Bigouden gibt es entsprechend auch so einiges zu entdecken:
Surfer am Plage de Tronoën
Rund um den Pointe de Flots:
Der mächtige, 65 Meter hohe Leuchtturm Phare de Eckmühl am Pointe de Penmarc’h schickt seinen Lichtstrahl rund 50 Kilometer weit.
Am Hafen von Loctudy, er ist der östlichste der Bigouden-Fischereihäfen. Hier ein paar (Schiffs)Details:
Ein Stück weiter am Strand lassen sich ein paar Steinwälzer beobachten. Die Bretagne ist schon ihr Winterquartier.
Und mit dem schwarz-weiss karierten Leuchtturm Tourelle des Perdix lassen sich fast schon kitschige Postkartenbilder mit Boot und Möve kreieren.
Kulturelles Zentrum der Region ist Pont-l’Abbé mit zahlreichen historischen Gebäuden und einem netten Flußhafen. Die auch heute noch wichtige bretonische Bigouden-Tradition zeigt sich im entsprechenden Denkmal:
Eine weitere Sehenswürdigkeit ist die 1675 zerstörte L’Eglise de Lambour, deren Ruine frei zugänglich besichtigt werden kann. Auch wenn die Architektur etwas anders ist, fühlten wir uns hier an Irland und Schottland erinnert:
Auch der Flußhafen bietet nette Fotomotive:
Und noch ein paar Eindrücke vom Stadtrundgang:
LG Stefan
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loeffelThemenstarter1'412 Beiträge · seit 201331. Juli 2025 · #26
Unser weitester und gleichzeitig auch landschaftlich spektakulärster Tagesausflug führt uns rund 150 Kilometer / 2 Stunden weit von unserer Unterkunft zur Cóte Sauvage und Carnac. Etwa 8 km lang schlängelt sich die Cóte Sauvage, also die wilde Küste, entlang der Halbinsel Quiberon. Ein spektakulärer Küstenabschnitt, trifft hier der Atlantik doch ungebremst auf die schroffe Steilküste. Wir haben Glück, denn zum Zeitpunkt unseres Aufenthalts dort herrscht Flut.
LG Stefan
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freshy3'883 Beiträge · seit 201101. Aug. 2025 · #27
Dramatisch wilder Küstenabschnitt, etwas für Liebhaberinnen wie mich! Und mittendrin Beate in rotem Anorak und windzerzaust. Einfach toll! Grüß' sie bitte herzlich von mir!
Old Women1'543 Beiträge · seit 201301. Aug. 2025 · #28
Hallo Stefan, auf den Küstenabschnitt freue ich mich ganz besonders 🤩 , herrliche Fotomotive, und für mich als Kind des Nordens kann der Wind gar nicht heftig genug, na ja zumindest ab und an 😉 , blasen. Danke fürs Zeigen.
loeffelThemenstarter1'412 Beiträge · seit 201301. Aug. 2025 · #29
Hallo freshy, hallo Beate,
ja, für Liebhaber schroffer Küsten ist es ein Traum, und es hat wirklich ordentlich gepustet. Leider waren wir nur wenige Stunden dort, das ist eigentlich viel zu wenig. Man kann dort auch einen Küstenpfad entlangwandern, was für uns mit dem Rolli natürlich nur sehr eingeschränkt und mit viel Mühe machbar war. Thomas war ein jahr zuvor schon mal für eine ganze Woche alleine zum Fotografieren dort und hat atemberaubende Aufnahmen mitgebracht.
LG Stefan
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loeffelThemenstarter1'412 Beiträge · seit 201301. Aug. 2025 · #30
Unser Besuch bei den Steinreihen von Carnac war nur kurz. Der Tag war schon fortgeschritten, das Wetter leider schon wieder trüb und grau. Auf der kurzen Fahrt von der Cóte Sauvage nach Carnac hatte es sogar geregnet. Zudem hatten wir ja noch 2 Stunden Rückweg.
Die Landschaft rund um Carnac ist gespickt mit den Überresten der Megalithkultur. Über Kilometer hinweg ziehen sich endlose Steinreihen, auch Dolmen, einzelne Menhire, Tumuli sind über die Landschaft verstreut, oft auf Privatgelände. Viele der Steinreihen sind inzwischen eingezäunt, um der Überbeanspruchung durch Besucherströme entgegenzuwirken.
Aus Zeitgründen beschränken wir uns auf die Steinreihen nördlich von Carnac. Auch diese sind natürlich eingezäunt, nur im Rahmen organisierter Führungen kommt man auf das Gelände.
Wir bewundern die vielen Hinkelsteine von außen. Tipp: Nicht auf dem großen Besucherparkplatz parken. Am Westrand des eingezäunten Geländes gibt es einen kleinen kostenfreien Parkplatz, von wo aus ein gut ausgebauter Weg nördlich an den Steinreihen vorbeiführt:
Die nachfolgenden Bilder entstanden alle hier und von der Straße am Ostrand aufs Nachbargelände, wo Schafe zwischen den Hinkelsteinen grasen. Mit ein paar Wildschweinen wäre es noch authentischer gewesen, aber auch so ist Obelix' Hinkelsteinlager mehr als beeindruckend …
LG Stefan
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loeffelThemenstarter1'412 Beiträge · seit 201302. Aug. 2025 · #31
Natürlich haben wir auch einige Städte besucht, von denen ich hier einige Impressionen zeigen möchte. Zunächst einige Eindrücke des kleinen Städtchens Locronan. Hier scheint die Zeit stehengeblieben zu sein, und nicht umsonst wurden hier auch schon Filme gedreht:
LG Stefan
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loeffelThemenstarter1'412 Beiträge · seit 201303. Aug. 2025 · #32
Auch das kleine Hafenstädtchen Concarneau lohnt einen Besuch. Die von einer Stadtmauer umschlossene autofreie Altstadt ("La Ville Close") liegt auf einer Insel, die allerdings bereits seit dem 12. Jahrhundert über eine Brücke mit dem Festland verbunden ist.
LG Stefan
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loeffelThemenstarter1'412 Beiträge · seit 201305. Aug. 2025 · #33
Ein kleines Fazit:
Die Bretagne stand bei uns schon ewig auf der Wunschliste, bereits 1998 hatten wir dort mit Freunden ein Ferienhaus gebucht und konnten dann die Reise wegen eines Todesfalls in der Familie nicht antreten. Danach hatte es sich dann nie ergeben und andere Ziele waren "wichtiger". Jetzt hat es aber endlich geklappt und wir haben es nicht bereut, im Gegenteil, jetzt haben wir richtig Lust auf mehr von Nordfrankreich. Dieser Mix aus Historie, Kultur, Natur und rauer Landschaft hat uns wirklich gut gefallen.
Unterkunft und Buchung: Wir haben unser Ferienhaus über Airbnb gefunden und gebucht. Die Besitzer haben aber auch eine eigene Homepage, über die man buchen kann.
Reisezeit und Wetter: Wir waren Ende September/Anfang Oktober unterwegs. Die Hauptreisezeit war vorbei, entsprechend hielt sich der Trubel in Grenzen, auch an touristischen Hotspots. Das Wetter war sehr wechselhaft und insgesamt sicher nicht optimal. Wir hatten einen wilden Mix aus Sonne, Wolken und Regen, das ganze meist bei einer ordentlichen Brise. Regenphasen hielten aber meist nur kurz an, und wir konnten an jedem unserer neun Tage vor Ort etwas unternehmen.
Anreise: Auch von unserer Heimat im Südwesten Deutschlands hatten wir eine Anreise von rund 1100 Kilometer, die wir mit einer Zwischenübernachtung südlich von Paris aufgeteilt hatten. Wir waren mit zwei Autos von unseren jeweiligen Heimatorten aus angereist und haben uns bei der Zwischenübernachtung im Hotel getroffen. Die restliche Etappe haben wir dann im Mini-Konvoi zurückgelegt und über Walkie-Talkies miteinander kommuniziert.
Tagesausflüge: Unsere Tagesausflüge haben wir jeweils immer nur mit einem Auto unternommen. An einigen Tagen waren wir auch getrennt voneinander unterwegs, geschuldet unterschiedlicher Interessenlagen und auch Möglichkeiten. So haben Sabine & Thomas beispielsweise eine Küstenwanderung unternommen, was ja für uns mit Rolli nicht möglich ist.
Verpflegung: Wir haben gemeinsam eingekauft, gefrühstückt und manchmal auch im Ferienhaus gekocht. Ansonsten haben wir die regionale Küche in vollen Zügen genossen. Vor allem diverse Creperien mit ihren leckeren Angeboten an Crepes und Galettes hatten es uns angetan.
Soweit unser kleiner Bericht über die Bretagne. Vielleicht hat ja der eine oder die andere dadurch Lust auf die Bretagne bekommen. Vielen Dank an alle Mitleser und Dankebutton-Drücker. Schön, dass ihr dabei ward.
LG Stefan
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freshy3'883 Beiträge · seit 201105. Aug. 2025 · #34
Danke lieber Stefan für den interessanten Bericht mit den tollen Fotos. Bretagne - lang, lang ist's her! Vielleicht sollten wir - inzwischen ohne Kinder - ein weiteres Mal hinfahren. Aber jetzt ist erst einmal Polen mit Danzig und Masuren dran.
NANamdu152 Beiträge · seit 201705. Aug. 2025 · #35
Danke für den tollen Reisebericht. Die Vorfreude für unsere in 15 Tagen beginnende Wohnmobil Rundreise in der Bretagne steigt nach Sicht der schönen Bilder. In der von euch bereisten Region werden wir auch 5 bis 6 Tage bleiben und haben nun einen Eindruck der Highlights, die ich bei der Routenplanung auch herausgefunden habe.
Da ihr in diesem Spätsommer in der Normandie seid, kann ich euch evtl. Tipps geben, wenn du sagst in welcher Gegend ihr übernachtet, da wir im Juni begeistert von der Normandie waren.
loeffelThemenstarter1'412 Beiträge · seit 201305. Aug. 2025 · #36
Freshy, Namdu, es freut uns dass euch der Bericht gefallen hat.
@freshy: Danzig und Masuren ist sicher auch sehr interessant. Danzig kennen wir von einem Besuch 2017, eine schöne Stadt, wir haben beste Erinnerungen an den Besuch dort.
@Namdu: schön, dass der Bericht eure Vorfreude auf die Bretagne gesteigert hat, es gefällt euch bestimmt dort. Falls ihr euch für so etwas interessiert: Südlich von Quimper in Plomelin gibt es eine Brennerei (Distillerie des Menhirs), in der Whisky aus Buchweizen gebrannt wird. Es ist die einzige Brennerei in der Bretagne, die Buchweizen für die Whiskyproduktion verwendet. Nahe der Brennerei stehen auch ein paar Menhire. Unsere Normandie-Reise sieht insgesamt so aus: - 2 Nächte Metz (Stadtbesichtigung + Constellation de Metz) - 5 Nächte bei Dieppe (Tagesausflüge an Küste und Hinterland) - 5 Nächte bei Caen (Tagesausflüge an Küste und Hinterland, evtl. Mont Saint-Michel) - 2 Nächte Rouen - 1 Nacht Verdun Für Tipps sind wir immer dankbar 🙂 .
LG Stefan
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NANamdu152 Beiträge · seit 201705. Aug. 2025 · #37
Hallo Stefan und Beate , jetzt habe ich endlich Zeit gefunden , eure sehr interessante Reise zu genießen . Frankreich habe ich nur mal kurz hinter der Grenze gestriffen , ansonsten ist mir das Land völlig unbekannt . Das heißt aber nicht , daß kein Interesse vorliegt . Einen Reiseführer hatten wir schon gekauft - aber wie das Leben so spielt. Durch meinen Sohn und Freunde und besonders durch euren RB habe ich viele Inspirationen erhalten . Da möchte ich auch mal hin . Mal schauen , wie ich das ermöglichen kann .Auch wenn das Wetter ja nicht optimal war , habt ihr wunderschöne Erlebnisse gehabt . Danke für`s Mitnehmen . Liebe Grüße Conny
Namibia zum 1.
Elefantenrunde
Abschied für immer
Auf neuen Wegen ins Kaokoveld (hummeldumm?")
[url//namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/306123-der-kreis-hat-sich-geschlossen-bot-nam.
Old Women1'543 Beiträge · seit 201306. Aug. 2025 · #39
Hallo Stefan, oh, schade, schon vorbei, ich fand es so schön, mit euch zu reisen. Die raue Landschaft gefällt mir sehr, auch die schnuckeligen Dörfer. Da haben wir ja vieles, auf das wir uns freuen können. Danke noch einmal fürs Zeigen!
Herzliche Grüße auch an Beate von der anderen Beate
loeffelThemenstarter1'412 Beiträge · seit 201306. Aug. 2025 · #40
@Namdu: Wir sind gespannt ... 🙂
@Conny: Wir haben ja schon mehrfach gleiche Interessen wie Irland oder Schottland festgestellt. Die Bretagne hat da schon bestimmte Ähnlichkeiten, auch beim Wetter 😉 . Von daher bin ich ziemlich sicher, dass auch die Bretagne dir gefallen wird.
@Beate: ja, freut euch darauf, es ist wirklich schön dort 🙂 .
LG Stefan
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