Vielleicht ein kurzer Erfahrungsbericht als Datenpunkt für künftige Interessenten (wenn uninteressant, bitte einfach ignorieren):
- 15.06.26: Überweisung Antragsgebühren per ING
- 19.06.26 (Freitagnachmittag): Antrag per Mail ans NCAA
- innerhalb von 10 bzw. 35 Minuten (Freitag, nach 15 Uhr!): Bestätigung Eingang des Antrags und kurze Nachbesserungsanfrage (bei Feld 1b steht zwar "if different from 1a", aber da soll dann auch explizit "same as 1a" stehen, und ich hatte zwar meine neue Fernpilotenlizenznummer eingetragen, aber das PDF vom LBA mit dem Nachweis vergessen anzuhängen).
- 22.06.26: Bestätigung Zahlungseingang durch Finance Division NCAA
- 25.06.26: Freigabe der Flugspots durch ANSSO
- 01.07.26, 07:45 Uhr: Erhalt RPAS Letter of Approval
==> Dauer zwischen Antragsabsendung und Genehmigungseingang: 12 Tage - finde ich völlig okay.
Ich habe den LBA Nachweis für Fernpiloten gemacht (auch um zu wissen, wo ich die neue Drohne in Deutschland fliegen darf) und die Lizenznummer im Antrag angegeben. Am 12.06.26 hatte ich mich abends zwei Stunden hingesetzt und durch die Lernunterlagen für den Nachweis für Fernpiloten auf
https://lba-openuav.de/ geklickt. Der 45-Minuten-Test war dann nach knapp 13 Minuten erledigt. Ob eine NCAA Drohnengenehmigung ohne Pilot License Number schwieriger zu bekommen ist, kann ich nicht beurteilen.
Am meisten Zeit und Nerven hat mich das Raussuchen und Markieren der Flugspots/-zonen in Google Earth und das Übertragen in das Word-Dokument sowie die sinnvolle Verkleinerung der Screenshots/des Dokuments gekostet. Ich habe aber auch > 20 Spots eingetragen und erst beim nochmaligen Durchgehen bedacht, dass es evtl. sinnvoller ist, die Flugzonen so zu markieren, dass keine Straßen und Wege überquert werden (auch wenn das bei abgelegenen Sandpisten vermutlich kein relevantes Risiko wäre).
Inhaltlich habe ich an dem mehrfach verlinkten
Video orientiert und im Begleitschreiben, im Antragsformular und in der Flugspotübersicht an jeder sich halbwegs anbietenden Stelle betont,
- wie klein die Drohne ist ("pocket-sized", "Class C0 (EU)", Größe, Gewicht, "vertical take-off and landing (VTOL) from hand or small flat surface; no dedicated runway or launch pad required."),
- dass die Aufnahmen nur für private Erinnerungszwecke sind ("capture aerial photographs and video footage for private, non-commercial souvenir purposes"),
- ungefragt Sicherheitsaspekte und Genehmigungen hervorgehoben ("7 km, but will stay within VLOS", "2000m ceiling, but will stay below 150ft", "clear areas away from obstacles, property or people", "will only be operated in clear skies", "if applicable, will aquire permission from land owner/lodge operator prior to flight"),
- wie sehr wir uns auf Land und Leute freuen.
Jetzt hoffen wir noch, dass wir vor dem Etosha in Opuwo die Drohne per NamPost problemlos an unsere letzte Unterkunft oder nach Deutschland gesendet bekommen. Was gleich eine Frage aufwirft: Weiß jemand, ob Verpackungsmaterialien auch in kleineren NamPost-Filialen problemlos zu bekommen sind? Sollten wir lieber schon bei Ankunft in Windhoek entsprechend vorsorgen?