Elefanten im Camp am Brandberg

5 Antworten · 1'641 Aufrufe · gestartet 21. Nov. 2024 von walter1961
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Themenstarter18 Beiträge · seit 201821. Nov. 2024 · #1
17.11. 1h30, White Lady Lodge Campsite, am Brandberg. Ich erwachte in meinem Bodenzelt wegen des Geräuschs umstürzender Campingstühle und unmittelbar darauf gabs einen heftigen Schlag auf mein Zelt. Dachte erst, ein Sturm, der möglicherweise einen Ast vom Baum, unter dem ich campte, runtergefallen ist. Doch durch den Zeltausgang, der nur durchs Moskitonetz verdeckt war, konnte ich Elefanten sehen. Als die beim Zerlegen der Wasserentnahme und der Mülltonnen waren, schlich ich mich ins Sanitärhäuschen; das hat ein offenes Dach, da konnte ich das Schauspiel weiter beobachten. Dauerte gute 3 Stunden. Meinem Reisekollegen, der im Dachzelt schlief, hatten sie als erstes attackiert. Daraufhin das Auto und die Campingstühle.....
Mein Zelt ist nur noch Schrott.
Letztendlich gabs eine Menge Sachschaden, v.a. auf der Campsite, ansonsten ists gut ausgegangen.
Grüsse aus NAM Walter
275 Beiträge · seit 201321. Nov. 2024 · #2
Das ist ein sehr ungwögnliches Verhalten von Elis. Ich hatte schon einige Elibegegnungen auf Campsites (Brandberg, Puros etc.) In Puros wurde die Wasseleitung direkt neben einer ohne Zelt auf Stretcher schlafenden Bekannten auseinander genommen.
Absolut keine Berührung mit dem Stretcher! Sie schlichen auch immer lautlos und super vorsichtig an unserem Wagen und Zelt vorbei. Nachts bekamen wir es nie mit, sahen nur am Morgen die Spuren. Tut mir leid für den Schaden, den ihr dadurch habt! Ich frage mich: was ist da schief gelaufen?
Beste Grüße aus Windhoek, chrisanna
1'096 Beiträge · seit 200921. Nov. 2024 · #3
Tut mir leid, dass du eine solche Erfahrung gemacht hast.
Direkt unter den "Futterbäumen" zu campen ist dort keine gute Idee. Wir haben bisher immer genügend Raum zwischen uns und den Bäumen gelassen und bis auf neugierige Untersuchungen mit dem Rüssel keine andere Erfahrung gemacht. Möglich ist auch, dass der Stressfaktor sich erhöht, seit die Politik der Lodge sich geändert hat. Die Elefanten werden nun frühzeitig vertrieben und sind auf Grund der vielen Beschädigungen an den Wasserleitungen aseit einiger Zeit auf der Campsite unerwünscht.

Dennoch ist davon auszugehen, dass deine Erfahrung eine negative Ausnahme ist. Es ist zwar nicht ganz so schlimm wie im Moremi aber auf der Campsite werden die Elis auch gerne als attraktive Haustiere seitens der Camper betrachtet.

Alles Gute und liebe Grüsse
Guido
Themenstarter18 Beiträge · seit 201821. Nov. 2024 · #4
Laut Auskunft des Rangers, der am Morgen kam, ist bei dieser Herde ein halbwüchsiger, wie sagt man so, verhaltenskreativer, 2,5 Jahre alter Bulle, der bereits öfter aufgefallen ist, sie nennen ihn Fury. Hatte auch schon mehrmals Elefantenbegegnungen, auch in Camps, war aber nie ein Problem.
1'678 Beiträge · seit 200721. Nov. 2024 · #5
Die Brandberg-Elefanten sind als agressiv bekannt. Haben wohl dort öfter schlechte Erfahrungen mit den Communities. Wir hatten das vor einigen Jahren auch auf der Campsite. Ein Ranger musste mit einem Pickup herumkurven, um einen Eli wegzutreiben. War nicht so richtig lustig.
Südliches Afrika seit 1992: 49 Reisen, 1.369 Tage, 174.380 km, 493 Vogelarten
2'536 Beiträge · seit 200721. Nov. 2024 · #6
Hi,

hm, das ist doch die Herde, die im Ugab umherstreift. Mit Fioni, dem jetzt zwei(?)jährigen Kalb. Die auch bei EHRA immer wieder vorbeizieht, oder? Die habe ich in all meinen Sichtungen nie als aggressiv erlebt. Dass Jungbullen (überall) mitunter Probleme bereiten, ja, *das* ist bekannt. Aber doch nicht die ganze Herde dort.

lg Wolfgang
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zuletzt bearbeitet 21. Nov. 2024