Wildhunde

10 Antworten · 1'894 Aufrufe · gestartet 20. Okt. 2024 von jekabemu
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Themenstarter324 Beiträge · seit 201820. Okt. 2024 · #1
Hallo zusammen,

nachdem ich in einigen Reiseberichten gesehen habe, dass einige von euch Wildhund-Begegnungen hatten, kam mir die Frage, wie man sich bei Wildhunden verhalten soll. Ich kann mich an unseren ersten Afrika Urlaub in 2010 erinnern und da waren wir im Chobe mit Guide unterwegs und als er das Wort „dog“ hörte wurde er für mich sichtlich nervös. In einigen Reiseberichten las ich, das die einfach durchs Camp sind, selbst jagend und es schien niemanden nervös zu machen.

Mir hängt die Nervosität des Guides von damals noch so stark im Gedächtnis, das ich mal hier in die Runde fragen will wie man sich bei Wildhunden richtig verhält und ob sich jemand die Nervosität des Guides irgendwie erklären kann.

Danke und noch einen schönen Tag

LG Jens
06/2026: Botswana; 10/2025: Namibia, Botswana; 10/2023: Namibia, Botswana; 11/2018: Südafrika, Namibia; 06/2012: Südafrika; 11/2010: Namibia, Botswana
1'165 Beiträge · seit 201720. Okt. 2024 · #2
Mhhhh... welche Art der Begegnung meinst du denn?

Unterwegs auf Safari oder wenn sie einem auf dem Campingplatz begegnen. Wildhunde sind ja erstmal sehr selten und immer eine tolle Sichtung, die auch jeder Guide natürlich gerne seinen Gästen zeigt. Deswegen kann ich mir auch vorstellen, dass seine Reaktion daher kommt, dass er diese Chance für seine Gäste nicht verpassen will.

Ich denke deine Frage zielt eher auf Wildhunde im Camp ab. Da würde ich sagen grundsätzlich wie immer wenn sich wilde Tiere nähern ist erstmal Vorsicht geboten. Speziell bei Predatoren gilt für mich der Grundsatz, dass die sich eigentlich nicht dem Camp nähern würden. (mal abgesehen Hyänen abends, die sind immer auf Reste aus)

Also da bin ich erstmal skeptisch und schaut man sich an, das Wildhunde im Rudel sehr erfolgreich auch größere Beute erlegen, sind das eben keine Haushunde.

Ein Elefant etc. zieht vielleicht auch einfach gerade eben genau daher und frisst am Baum oder grast. Aber auch dann ist man ja eher in Habacht-Stellung und gewarnt.

Selber begegnet auf einer Campsite sind sie uns nur einmal. Das war Xakanaxa und wir haben sie gar nicht bemerkt... während wir am Wagen unser Zelt zusammengebaut haben kam ein kleines Rudel plötzlich aus dem hohen Gras und lief dann entlang der sandigen Pad davon. Die wollten nur den einfachen Weg nehmen und ignorierten uns genauso wie alle anderen Camper. Hätten wir sie vorher bemerkt, hätte aber auch in der Situation obiges gegolten; Vorsicht und Skepsis.


Gruß,
Robin
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zuletzt bearbeitet 20. Okt. 2024
2'610 Beiträge · seit 200720. Okt. 2024 · #3
Hallo Jens,

bei all meinen Aufenthalten im südl. Afrika hatten wir nur 1x Wildhunde im Camp. Das ging so schnell, man sah staunte und weg waren sie. Das war im Third Camp/Moremi. Ich spülte und mein Mann bastelte an der Kamera herum. Zuerst sprang eine Impala an uns vorbei und kurz dahinter 4 oder 5 Wildhunde. Für Angst, Schrecken oder ein Foto blieb keine Zeit, da waren sie schon wieder weg.
LG
Jambotessy
Nur im Vorwärtsgehen gelangt man ans Ende der Reise. (Sprichwort der Ovambo) 1x Togo + Benin (mit TUI), 1x Ruanda + Zaire ( mit Explorer Reisen), 3x Kenia (in Eigenregie mit dem Bodenzelt), 23 x südl. Afrika (in Eigenregie Namibia, Botswana, Zimbabwe, Sambia, Südafrika/ 17x mit dem Dachzelt und 6x ohne Dachzelt)
699 Beiträge · seit 201023. Okt. 2024 · #4
Gestern gesichtet in Savuti Marabu pan
Giselbert
20241022_111154.jpg
1'094 Beiträge · seit 200923. Okt. 2024 · #5
Wildhunde stellen für Menschen keine Gefahr dar.
Wenn du das Glück hast, sie rastend zu erleben, geniess es und erfreue dich daran.
Ich hatte sie bisher einmal in Sambia im Camp und habe es genossen.
Einmal haben wir sie in Mana Pools zu Fuss getroffen und ich habe in rechter Nähe im Fluss gelegen um sie beim tollen und baden zu fotografieren. Diese Tiere sind vollkommen relaxt was Menschen betrifft.

Meine Erfahrung und meine Meinung.
Liebe Grüsse
Guido
88 Beiträge · seit 202024. Okt. 2024 · #6
Ich bin schon zu Wildhunden in ein Gehege geschickt worden, und das einzige, was man mir als Tipp mitgegeben hat, ist, dass ich einen Stock in die Hand nehmen soll, wenn sie sich mir nähern, dann hauen sie ab. Sie wären zwar sicherlich problemlos in der Lage, einen Menschen zu töten, aber sie sind wohl auch nicht sonderlich mutig.
Insofern genieß eine solche Begegnung als das was sie ist: einzigartig.
224 Beiträge · seit 201326. Okt. 2024 · #7
Wir haben als Zweibeiner einen Sonderstatus in der Natur, der es ermöglicht, dass nicht jede Begegnung mit Hunden/Katzen ausserhalb unseres Autos sofort zu einer Katastrophe wird. Physisch gesehen haben wir noch nicht mal gegen einen Caracal einen Chance. So begegnet man uns eher mit distinguierter Neugierde über LMAA-Stimmung bis hin zur Flucht. Dieser Sonderstaus erlischt wenn:
1. man hinfällt und die Silhouette verliert
2. Tiere sich durch Anfüttern anders benehmen
3. Krankheit (Tollwut/ stärkste Schmerzen/ Sepsis mit Hirnbeteiligung (Enzephalopathie) , Schlangenbisse etc. pp.)

Also immer schön die Situation im Auge behalten und nicht so weit vom Auto weglaufen.
Gute Sichtungen wünscht RB
1'125 Beiträge · seit 202226. Okt. 2024 · #8
RB schrieb:Wir haben als Zweibeiner einen Sonderstatus in der Natur......
ich ergänze noch: erwachsener Zweibeiner
Das sollte man mitdenken, wenn man mit Kindern (ohne Zaun) kampiert.
zuletzt bearbeitet 26. Okt. 2024
Themenstarter324 Beiträge · seit 201826. Okt. 2024 · #9
danke an alle für die Antworten. ich war nur irritiert, weil der Guide damals halt auf mich einen nervösen Eindruck machte sobald das Wort „dog“ kam. aber dann weiß ich jetzt Bescheid. ich dachte es mir schon, so wie alle immer von diesen Begegnungen schreiben.

also nochmal: vielen dank an alle und ein schönes Wochenende

lg Jens
06/2026: Botswana; 10/2025: Namibia, Botswana; 10/2023: Namibia, Botswana; 11/2018: Südafrika, Namibia; 06/2012: Südafrika; 11/2010: Namibia, Botswana
59 Beiträge · seit 202326. Okt. 2024 · #10
Ich habe 2019 mal im Kruger mehrere Wildhunde gesehen, unser Guide meinte, man sieht sie nicht so häufig, es sind relativ wenige im ganzen Park. Beunruhigt schien er nicht
Nach dem Urlaub ist vor dem Urlaub, daher immer in Vorfreude Ines 2001 Ghana, 2019 Südafrika, Eswatini, 2019/2020 Südafrika, Lesotho, 2022 Südafrika, 2024 Südafrika, Eswatini, Namibia, 2025 Sinai, 2027 Tanzania in Planung
224 Beiträge · seit 201326. Okt. 2024 · #11
@tacitus: Klar, Kinder sind potentiell erst mal Opfer.

@jakabemu: Was euren Guide letztlich angetriggert hat, weiss man nicht. Erfolgsdruck? Schlechte Erfahrung mit verwilderten Haushunden.

@Afrikaträumerin: Euer Guide im KNP war 1. mit euch im Auto (was den Hunden völlig egal ist und für die Menschen im Auto ungefährlich) oder 2. bewaffnet mit euch auf der Walking Safari. Davon reden wir hier aber nicht.

Es geht darum, was passiert, wenn die Tiere ins Camp rennen und im weitern Sinne um die Leute, die mit "nacktem Ar***" und ohne nennenswerte Deckung meilenweit zwischen Ablution Block und Auto rumlatschen oder lustig Blühmchen fotografieren. Irgendwann hat die Glücksfee dann auch mal Off-Time.