BikeAfricaThemenstarter7'307 Beiträge · seit 200613. Juli 2024 ·
Hallo zusammen,
ich habe hier zwei Fotos einer Schmetterlingsraupe, die wir für die Raupe eines Totenkopfschwärmers halten. Dieser Falter kommt ja häufig in Afrika vor, verbreitet sich aber auch ins südliche Europa. Die Fotos hier stammen aktuell aus dem Schweizer Kanton St. Gallen. Die Raupe war etwa 10 cm lang.
Vielleicht weiß Maddy, der Biologe oder sonst jemand Bescheid, was das genau ist?
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
Hallo Wolfgang, auf FB gibt es die Gruppe "Entomology". Ich habe da schon unglaubliche Tiere gesehen, und idR weiß jemand, was es ist. Mein Blick auf alles, was so kreucht und fleucht, hat sich sehr erweitert und ich bin sehr froh drum. Lb Gruß von Helga
Hi, da könnt ihr euch glücklich schätzen, dieser tolle Nachtfalter ist extrem selten geworden und ich habe ihn in meinem Leben nur ein einzigen Mal gesehen. LG Burschi
BikeAfricaThemenstarter7'307 Beiträge · seit 200614. Juli 2024 ·
Burschi schrieb:Hi, da könnt ihr euch glücklich schätzen, dieser tolle Nachtfalter ist extrem selten geworden und ich habe ihn in meinem Leben nur ein einzigen Mal gesehen.
Ich habe die Raupe leider nicht selbst gesehen, sondenr die Fotos zur Bestimmung nur für eine andere Person eingestellt.
Gruß Wolfgang
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BikeAfricaThemenstarter7'307 Beiträge · seit 200614. Juli 2024 ·
maddy schrieb:Oh ja, den habe ich bisher auch nur einmal gesehen - an meinen Chillies! Acherontia atropos
Vielen Dank! Welche Arten Chilis züchstest Du denn? Die interessieren mich nämlich auch ... 😉
Gruß Wolfgang
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Hallo; hier eine kleine Ergänzung zum Totenkopfschwärmer Aus Europa beschrieben (Linné, 1758) aber das tropische Afrika ist das Ursprungsland! Von hier aus regelmäßige Einwanderung nach Europa. Weitere Vorkommen: Transkaukasien, Nordpersien, im Westen bis zu den Azoren. Die Raupe ist polyphag, wird aber insbesondere auf Solanaceen (Nachtschattengewächse) angetroffen. Als Jugendlicher habe ich die Raupe oft bei der Kartoffelernte angetroffen. Jetzt ernte ich nicht mehr selbst, sondern kaufe im Laden Beste Grüße Michael
7x Namibia, 2x S-Afrika, ca. 45x Atlantische Inseln (Kapverden > 25x, Kanaren, Madeira, Azoren); 7x W-Afrika (Senegal, Guinea Bissau, Gambia, Sierra Leone), Marokko, Tunesien, Jemen, Madagaskar, USA, Kanada, Costa Rica, ziemlich viel ME & SE rauf und runter und kreuz und quer
...wird aber insbesondere auf Solanaceen (Nachtschattengewächse) angetroffen.
Danke, das erklaert dann auch wieso sie auf meinen Chillies sass! Ich muss diese Pflanzen wohl oefters anschauen! Die Raupe ist allerdings so gross dass sie kaum zu uebersehen ist...
Hallo Wolfgang, Ich habe keine Ahnung welche Arten von Chilies bei mir wachsen - das kommt jeweilen drauf an was die Gaertnerei so an Setzlingen hat, und die sind meistens auch nicht mit Namen angeschrieben. Neben den duennen roten habe ich auch Jalapenos. Und das bloede ist, dass sich die verschiedenen Sorten auch kreuzen. Nun ist die zweite Generation da, und da haben wir zum teil extrem scharfe Jalapenos und eher milde Chilies...
BikeAfricaThemenstarter7'307 Beiträge · seit 200615. Juli 2024 ·
Biologe schrieb: Als Jugendlicher habe ich die Raupe oft bei der Kartoffelernte angetroffen. Jetzt ernte ich nicht mehr selbst, sondern kaufe im Laden
Ich habe immer nur Kartoffelkäfer vorgefunden oder die Raupen von seinerzeit gängigen Arten wie Kohlweißling, Pfauenauge oder Kleinem Fuchs. Heute sind ja alle selten geworden ...
Gruß Wolfgang
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BikeAfricaThemenstarter7'307 Beiträge · seit 200615. Juli 2024 ·
maddy schrieb: Ich habe keine Ahnung welche Arten von Chilies bei mir wachsen - das kommt jeweilen drauf an was die Gaertnerei so an Setzlingen hat, und die sind meistens auch nicht mit Namen angeschrieben. Neben den duennen roten habe ich auch Jalapenos. Und das bloede ist, dass sich die verschiedenen Sorten auch kreuzen. Nun ist die zweite Generation da, und da haben wir zum teil extrem scharfe Jalapenos und eher milde Chilies...
Ja, Chilis kreuzen sich, wenn bei der Bestäubung die Insekten von Pflanze zu Pflanze fliegen und der Blütenstaub einer Pflanze an der nächsten Blüte hängenbleibt. Ich habe hier auch gerade diverse (ca. 10 Sorten) und bin mal gespannt, was da im nächsten Jahr rauskommt. 😉
Im südöstlichen Afrika werden oft Birds Eye Chilis angebaut. Vielleicht hast Du solche. Die gibt es in runder und länglicher Wuchsform und sind relativ scharf. In Malawi wird daraus eine Chilisauce (Nali Hot Sauce) hergestellt, die die beste ist, die ich bisher weltweit probiert habe.
Gruß Wolfgang
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Hallo Wolfgang, Kartoffelkäfer kenne ich natürlich auch zur Genüge. Habe sie als Student kiloweise an eine Dänische Lehrmittelfirma verkauft. Deine sonstigen Beobachtungen sehe ich allerdings sehr kritisch! Der Kohlweißling lebt ausschließlich auf Kreuzblütlern (Cruciferen). Andere Weißlinge sind etwas flexibler (Prunus, Resedaceen), aber nie auf Nachtschattengewächsen.. Das Tagpfauenauge lebt ausschließlich an Brennnesseln und Hopfen. Der kleine Fuchs lebt ausschließlich (immer sehr gesellig) auf Brennneseln. Beste Grüße Michael
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BikeAfricaThemenstarter7'307 Beiträge · seit 200615. Juli 2024 ·
Hallo Michael, da magst Du recht haben. Die Zeit, in der ich im Garten rumwuselte, ist lange vorbei. Ich weiß nicht mehr genau, wo ich welche Raupen gefunden hatte. Ich weiß nicht mal mehr, wann ich überhaupt mal eine Raupe gefunden habe. Schmetterlinge und ihr Raupen sind leider sehr selten geworden.
Gruß Wolfgang
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Hallo, jetzt wird es aber mal Zeit, den Falter, der sich hinter "Acherontia atropos" und der Raupe verbirgt, zu zeigen. So sieht der "Totenkopffalter" aus. Die Zeichnung am Kopf hat ihm seinen Namen gegeben.
Wie ich dazu komme? Vor vielen Jahrzehnten habe ich mich mal sehr mit Schmetterlingen und Käfern beschäftigt. Ein Imker, der von meinem Hobby wusste, hat mir den toten Falter gebracht. Die Falter fallen nämlich gerne in Bienenstöcken ein und laben sich am Honig. Diesem hat seine Genusslust das Leben gekostet. Übrigens, es gibt noch eine Besonderheit dieses Schmetterlings, der zu den Schwärmerngehört. Er kann Laute ausstoßen! Es handelt sich hier übrigens um ein Weibchen, was man an den Fühlern sieht. Die sind beim Mänchen etwas größer und gefiederter, damit sie die duftenden Weibchen auf eine Entfernung bis zu einem Kilometer riechen können. 🤩 Das wird heute kaum mehr helfen, denn die Falter sind extremst selten geworden. Viele Grüße: Burschi
BikeAfricaThemenstarter7'307 Beiträge · seit 200617. Juli 2024 ·
Burschi schrieb: Es handelt sich hier übrigens um ein Weibchen, was man an den Fühlern sieht. Die sind beim Mänchen etwas größer und gefiederter, damit sie die duftenden Weibchen auf eine Entfernung bis zu einem Kilometer riechen können. 🤩
Man kann sie auch noch an der Form des Hinterleibs unterscheiden. Der ist bei Weibchen abgerundet und läuft bei Männchen spitz zu. Leider fehlt der entscheidende Bereich auf dem Foto.
Gruß Wolfgang
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