Katma1722560 Beiträge · seit 202105. Mai 2024 · #21
Liebe Elisabeth! Kann gar nicht glauben, dass ihr keine Birder seid... ihr kennt ja jeden Piepmatz und die Fotos ... da kann ich mich nur Karsten anschließen - allererste Sahne! Danke auch für die super Tipps zu den Unterkünften! Schönen Sonntag noch und LG Kathrin
Liebe Elisabeth, ich komme gerade zum 2. Mal aus Costa Rica zurück. Wer hätte gedacht, dass man immer mehr zum Birder wird. Ich habe auch überraschend den anscheinend eher seltenen Stickbird (Potoo) gesehen. Wir waren ganz aus dem Häuschen ...
Und jetzt zeigst du hier so tolle bunte Vögelchen. Da werde ich mich mal genauer mit Ecuador beschäftigen. Sieht sehr interessant aus. Danke fürs Zeigen!
sphinxThemenstarter1'624 Beiträge · seit 201506. Mai 2024 · #23
Mit so viel Begeisterung hatte ich wirklich nicht gerechnet. Natürlich freuen sich Christian und ich sehr darüber. Lieben Dank Euch Allen für die Kommentare und das Danke Button drücken. 😘
casimodo schrieb: ich habe einfach bisher sehr wenig Infos über Ecuador und hätte diese Vogelvielfalt niemals erwartet! Die neuen Bilder sind ............ welche Worte soll ich wählen 😕 ..... ultraphantastischgeilosuper 😘 Mit welcher Ausrüstung seid Ihr denn unterwegs? Ich bin hin und weg 😎 😎 😎 Carsten
Lieber Carsten, Danke für Deine Antwort. Wenn ich mich jetzt richtig erinnere haben wir auch erst 2017 gelernt, was für bunte Vögel dort herumfliegen. Und die Vögel gerade in der Mindo Region sind einfach Hingucker! Zur Kameraausrüstung: nach wie vor die D500 + Nikon 200-500mm und die OM-D E-M1 Mark II + 40-150mm Pro. An dieser Stelle gilt Ralf /Panther noch einmal mein Dank, ohne ihn wären viel weniger Fotos entstanden. Er hat mich letztes Jahr sehr ermutigt, mich noch einmal mit der Olympus auseinander zu setzen und ich würde sagen inzwischen ist die OM-D E-M1 und ich ziemlich beste Freunde geworden. Dazu kommt natürlich das KI Entrauschen von Lightroom, dass nun auch sehr hohe Isozahlen selbst bei kleinen Sensoren ermöglicht.
Liebe Bele, es war ja auch schon spät – fast Schlafenszeit 😎 😄
Champagner schrieb: Ach Elisabeth, ich glaube, ich brauche eine Reiseberatung von dir (wobei du ja schon tolle Tipps im Bericht gibst!) 🤩 . Wann kommsch denn mal wieder bei mir im Garten vorbei? Ich würde auch was richtig Scharfes kochen, wenn ich es lange genug vorher weiß.... Überredet? 😉
Sehr gerne, super Idee und sowas von überzeugt. 🤪 🙂 😘 Bei der nächsten Reise in den Westen nehme ich das Auto und komme vorbei! 🤩
JP K schrieb:das sind schon tolle Fotos, gar kein bisschen langweilig. Ich bin auch´n büschn neidisch, dass Du so viel buntes Gefieder vor die Linse bekommen hast, insbesondere die Toucanets und die Barbets haben wir nur gehört aber nicht gesehen. Weiter so, Deinen Bildern folge ich gerne.
Lieber JP, lieben Dank für die Blumen! Dafür hattest Du die (Plural!!!) Brillenbären. Ich habe mich kaum getraut die Fotos Christian zu zeigen, da ich befürchtete, dass er gleich einen Flug bucht. Und nächstes Jahr will ich schließlich nach Kanada!
Katma1722 schrieb: Kann gar nicht glauben, dass ihr keine Birder seid... ihr kennt ja jeden Piepmatz
Liebe Kathrin, jetzt habe ich nach einer Definition von „Birder“ im Internet gesucht und fand folgendes im Oxford Dictonary „a person who watches birds in their natural environment and identifies different species as a hobby“. Danach sind wir tatsächlich birder 🤩 🤩 🤩 . Für mich waren das immer Menschen, die Listen führen und die gesichteten Vogelarten zählen. Und um diese Liste zu erweitern, anfangen die Zehenglieder von Vögeln zu zählen, um die Art zu bestimmen. Kennst Du den Film „Ein Jahr Vogelfrei“?
yp-travel-photography schrieb: ich komme gerade zum 2. Mal aus Costa Rica zurück. Wer hätte gedacht, dass man immer mehr zum Birder wird. Und jetzt zeigst du hier so tolle bunte Vögelchen. Da werde ich mich mal genauer mit Ecuador beschäftigen.
Hallo Yvy, wie schon geschrieben, Ecuador hat viel mehr Vogelarten als Costa Rica und eine vielfältigere Landschaft. Als Birder wirst Du sicherlich nicht enttäuscht. Dafür sieht man in Costa Rica einfacher viel mehr andere Tierarten. Ich fand es schön, dass Ecuador noch nicht so „amerikanisiert“ ist, wie Costa Rica schon von fast 30 Jahren war und bestimmt nicht weniger geworden ist. Viele Grüße, Elisabeth
sphinxThemenstarter1'624 Beiträge · seit 201506. Mai 2024 · #24
Noch etwas zu dieser Region westlich von Quito. Bei Vogeltouren findet man auch immer wieder die San Jorge de Milpe Bird Lodge. Das Gebiet erstreckt sich zwischen 600 und 900 Höhenmetern und deckt damit den höheren Regenwald + Nebelwald ab. Mindo, Paz de la Aves und Bellavista gehören zum Nebelwald. Und wer es sich leisten will und kann, für den ist die Mashpi Lodge sicherlich eine tolle Möglichkeit in diesen Nebelwald einzutauchen. Manchmal zuckt es tatsächlich in den Fingern. Und damit kein falsches Bild von der Paz de la Aves Lodge entsteht, hier der link zum Satellitenbild von der Unterkunft und der Umgebung. Ja, diese Gegend wird landwirtschaftlich genutzt, aber natürlich gibt es auch jede Menge Wald dort. https://www.google.de/maps/@0.0201257,-78.707425,388m/data=!3m1!1e3?entry=ttu Die Straße wird eigentlich nur von der Familie befahren. Bis zum Parkplatz des Cock of the Rock Hide fahren noch ein paar wenige Tagesbesucher. Und da ich gerne Vögel im Kontext ihres Lebensraumes habe, hier noch „ein Quetzal im Beet“.
Conny hat mich heute auf Deinen Bericht aufmerksam gemacht. Der wäre mit um ein Haar durch die Lappen gegangen. Und das hätte ich bereut, denn Deine Bilder machen so richtig Lust auf Ecuador.
Wir waren selbst ja auch schon "vor Ort", allerdings in einer ganz anderen Region, u.a. auch Galapagos. Ein toller Urlaub war das!
Deine Vogelbilder sind allesamt SPITZE! Richtig schön - Danke dafür.
Katma1722560 Beiträge · seit 202108. Mai 2024 · #26
Liebe Kathrin, jetzt habe ich nach einer Definition von „Birder“ im Internet gesucht und fand folgendes im Oxford Dictonary „a person who watches birds in their natural environment and identifies different species as a hobby“. Danach sind wir tatsächlich birder 🤩 🤩 🤩 . Für mich waren das immer Menschen, die Listen führen und die gesichteten Vogelarten zählen. Und um diese Liste zu erweitern, anfangen die Zehenglieder von Vögeln zu zählen, um die Art zu bestimmen. Kennst Du den Film „Ein Jahr Vogelfrei“?
Hi Elisabeth! 😗 Dann sind wir ja direkt auch Birder... allerdings wenig talentierte ... als wir vor einigen Jahren in Bolivien waren, haben wir uns ein kiloschweres Buch über Vögel gekauft, aber immer wenn wir abends unseren Guide Roberto gefragt haben, ob es denn dieser oder jener Vogel war meinte er immer nur: No, no, sis is different..." 😛 Egal - Spaß macht es allemal! Ich hab mal ein Buch gelesen das "Vogelfrei" hieß - der Typ ist herumgereist und wollte in möglichst kurzer Zeit möglichst viele Vogelarten abhaken... der Frankfurter Flughafen war auch dabei... fand ich schon ein bisschen strange 😕 Naja - der Herrgott hat einen großen Tiergarten 😗 Freu mich jedenfalls schon auf eure nächsten Erlebnisse! Liebe Grüße, Kathrin
sphinxThemenstarter1'624 Beiträge · seit 201508. Mai 2024 · #27
Hallo Claus, schön, dass Conny und Du hier auch mitschauen. Und bei Deinem Ecuador Bericht war ich damals natürlich mit dabei. Ich könnte auch Lagunen und Vulkane zeigen, berichten wie wir zu den Schutzhütten des Cotopaxi und Chimborazo hochgelaufen sind und in der Cotopaxihütte die beste heiße Schokolade, die wir jemals hatten, tranken. Oder erzählen wie ich zu Christian sagte, als wir im Cajas Park Lamas sahen, die müssen hier angebunden sein, Conny und Claus haben die auch hier gesehen. Da mir schreiben allerdings sehr schwer fällt, konzentriere ich mich lieber auf die Unterkünfte/Aktivitäten, die meines Wissens hier im Forum noch nicht aufgetaucht sind. Schöne Tage auf Eurem Hausboot! Viele Grüße, Elisabeth Und gleich geht es weiter in den El Angel Park.
sphinxThemenstarter1'624 Beiträge · seit 201508. Mai 2024 · #29
Bevor es wieder in eine Birder Lodge geht, nehme ich Euch mit an die kolumbianische Grenze. Dies ist eine Region für Pflanzenliebhaber. Sabine26 hat hier im Forum bereits von der Region Lagunas Voladero im El Angel Park berichtet. Meine Idee war vor Ort zu übernachten und buchte die Polylepis Lodge. Leider hatte ich mich nicht genügend im Vorfeld informiert, denn rund um diese Lodge wachsen viel weniger Frailejónes, als man es von Bildern kennt, die vermutlich alle bei den Lagunen entstanden sind. Dafür gibt es bei der Polylepsis Region viele Blumen dazwischen, was natürlich auch schön ist und die Lodge ist in einen uralten Polylepiswald integriert, was einfach traumhaft ist. Hier zwei Fotos aus unserem Zimmer in den Wald hinein.
Inkludiert sind bei der Lodge zwei Aktivitäten. Am Abend liefen wir einen Hügel hinauf und hatten einen schönen Blick auf den Wald und das Gebiet, dass wir am nächsten Morgen durchwandern.
Wir sehen die ersten blühenden Frailejónes.
Leider ist das einzige Foto, bei dem man eine Idee von den unterschiedlichen Pflanzen bekommt die hier wachsen, mal wieder mit Christian 😣 . Ich sollte das nächste Mal daran denken Fotos für das Forum zu machen 😗
Am nächsten Morgen kommt immer wieder die Sonne durch und wir haben teilweise blauen Himmel, was die Stimmung durchaus steigert.
Die morgendliche Wanderung durch diesen Märchenwald wird superschön. Ich hoffe die Fotos vermitteln einen Eindruck von dieser einmaligen Vegetation. Die Bäume sind überwuchert von Flechten, Farnen, Moosen, Orchideen und Bromelien.
Die Papierbäume (Polylepis Incana) wachsen sehr langsam und einige sollen bis zu 2000 Jahre alt sein.
Wir kommen erst um 1 Uhr von der Wanderung zurück. (Gummistiefel bekommt man in der Lodge) Viel zu spät für unser Vorhaben. Da es bei der Lodge nicht die Frailejónes-Wälder gibt, wollen wir spontan noch zu den Lagunas Voladero fahren. Womit ich nicht gerechnet habe, ist die Straßenbeschaffenheit dorthin. Die Straße zwischen der Lodge und El Angel ist asphaltiert, aber für die 14 km zwischen El Angel und dem Visitor Center bei den Lagunen benötigen wir mit dem Duster unfassbare 45 Minuten.
Vom Parkplatz hat man keine Aussicht auf die Lagunen, man muss erst einen Hügel hinauflaufen. Dafür hatten wir keine Zeit. Mir war zum Heulen, aber es half nichts, wir wollten nicht bei Dunkelheit fahren und obwohl wir sofort umdrehten erreichten wir unsere Unterkunft im Norden von Ibarra erst kurz vor Sonnenuntergang. Frailejónes-„Wälder“ sieht man bereits bei der Fahrt zu den Lagunen, aber Fotos entstehen bei uns nur noch aus dem Auto heraus.
So beeindruckend diese Páramo Landschaft ist, so traurig ist es, wenn man bedenkt, dass diese Landschaft vermutlich einstmals von Bäumen bedeckt war und diese Landschaft ziemlich sicher durch Menschen und massive Abholzung erschaffen wurde.
Im nächsten Kapitel geht es zur Guango Lodge und zu mehr schillernden Juwelen.
Ein schönes langes Wochenende, wünscht Euch Elisabeth und Christian
Wow, habe euren Bericht gerade entdeckt und bin schwer begeistert. Wir sind grad von 6 Wochen Chile (Patagonien und Atacama) zurückgekommen und haben uns unterhalten, welches südamerikanische Land wir als nächstes bereisen wollen. Jetzt ist es klar! Einiges erinnert schon an Costa Rica, aber vieles sieht total anders aus. Ich freue mich auf die Fortsetzung und nehme gerne einige Tipps mit für eine allfällige Reise. Liebe Grüsse Daniela
was für ein passender Titel!! Grandiose Bilder von wirklichen Schönheiten. Toll, toll,toll! Bin grad total begeistert.
liebe Grüße Elke
Menschen, mit denen man lachen und weinen kann, sind die Menschen, die das Leben ausmachen.
Sabine261'394 Beiträge · seit 200910. Mai 2024 · #32
Liebe Elisabeth,
leider habe/hatte ich einiges um die Ohren, sodass ich hier im Forum nur immer mal sporadisch reingeschaut habe. Nun muss ich aber unbedingt schreiben, weil ich meine Begeisterung für Eure genialen Fotos und Sichtungen nicht mehr zurückhalten kann und kundtun muss. So toll!!! - Und vielen Dank fürs Berichten (was Du, wie ich finde, immer klasse machst, und fürs Zeigen) … und ja, Ihr macht einfach ganz besonders tolle Reisen - vielleicht sollte ich mich einfach mal bei Euch ins Handgepäck schmuggeln 😘 .
Nach der Mashpi Lodge habe ich damals auch geschaut, aber die Wegstrecke dorthin war mir zu riskant (Du weißt, warum), daher haben wir es gelassen.
Die Umgebung der Polylepis Lodge sieht tatsächlich so ganz anders, aber auch so schön aus. Das gefällt mir sehr gut. Sei nicht traurig, Ihr habt doch viele Frailejones gesehen. Ich weiß nicht, ob es so viel besser geworden wäre. Ich bin mir nicht sicher, ob Ihr die gleiche Strecke dorthin gefahren seid, wie wir, aber ich habe gerade noch einmal geschaut, was ich zu diesem Streckenabschnitt geschrieben habe:
„Alleine auf den letzten 15 Kilometern sind wir 50 Minuten unterwegs, und ich finde, diese allerletzte Passage verdient den Namen Straße nicht wirklich.“
… könnte sich daher möglicherweise um die identische Passage gehandelt haben.
Liebe Grüße - auch an Christian -
Sabine
sphinxThemenstarter1'624 Beiträge · seit 201513. Mai 2024 · #33
Hallo Daniela, schön, dass du auch mitliest und ich hoffe Du kannst ein paar Tipps mitnehmen. Habt Ihr auch für Ecuador 6 Wochen Zeit? Auch wenn das Land relativ klein ist, es gibt so vieles zu entdecken. Der Podocarpus Park hätte mich noch sehr interessiert. Einige Informationen zu Parks in Ecuador sind hier zu finden. http://areasprotegidas.ambiente.gob.ec/
Liebe Elke, es freut mich sehr, dass Du auch mitliest und Dich die bunten Vögel begeistern. Ich könnte schon wieder los!
Liebe Sabine, ich hatte Dich schon vermisst, ist doch Südamerika Dein Lieblingsreise-Kontinent.
Sabine26 schrieb: vielleicht sollte ich mich einfach mal bei Euch ins Handgepäck schmuggeln 😘 .
Wir sollten uns gegenseitig ins Gepäck schmuggeln können 😎 - wenn nur die Arbeitgeber da mitspielen würden 😗
Sabine26 schrieb: Ich bin mir nicht sicher, ob Ihr die gleiche Strecke dorthin gefahren seid, wie wir, aber ich habe gerade noch einmal geschaut, was ich zu diesem Streckenabschnitt geschrieben habe: „Alleine auf den letzten 15 Kilometern sind wir 50 Minuten unterwegs, und ich finde, diese allerletzte Passage verdient den Namen Straße nicht wirklich.“… könnte sich daher möglicherweise um die identische Passage gehandelt haben.
Soweit ich weiß, gibt es nur eine Straße zu den Lagunen. Und ich kannte Deine Zeitangabe, aber Straßen könnten sich ja ändern 😄 Die Fotos täuschen tatsächlich, ich wollte mehr die Pflanzen links und rechts aufnehmen, als die Straßenbeschaffenheit dokumentieren 😐 . So richtig schlecht war die Straße nicht, aber kurvig, immer wieder tiefe Schlaglöcher, die man schwer vorhersehen konnte und Kühe und Hühner führten zum ein oder anderen Roadblock. Und das ich zur Dramaqueen wurde, lag einfach daran, dass wir uns mehrfach auf der Fahrt überlegt hatten aufzugeben und als wir endlich das Rangerhäuschen sahen dachten wir natürlich am Ziel zu sein und dann sah ich diesen verflixten Hügel, von dem ich bisher nichts gelesen hatte und den ich in dieser Höhe von etwa 3700m nicht einfach hätte hochrennen können. So knapp vor dem Ziel zu scheitern, war einfach blöde. Ich war schlichtweg nicht gut genug vorbereitet. Irgendwie habe ich durch die Covid-Zeit meine Energie für Detailplanung verloren bzw. ich glaubte nicht mehr daran, dass wir diese Reise tatsächlich antreten würden, hatten wir sie doch bereits für 2017, 2020 und 2022 geplant! Es war tatsächlich der 4. Anlauf. Aber hey 2023 haben wir es geschafft, ohne Unruhen, ohne Straßensperren, ohne Vulkanausbrüche mit Evakuierung, ohne Autopanne, einfach ein wunderschöner erholsamer Urlaub.
Heute Abend geht es hier weiter mit der Guango Lodge. Viele Grüße, Elisabeth
sphinxThemenstarter1'624 Beiträge · seit 201514. Mai 2024 · #34
Zusatz zur Anreise El Angel und Lagune Voladero: Auf der Straße zwischen Ibarra und der Grenzstadt Tulcan fuhren viele Lastwagen. Zusätzlich hatten wir in beide Richtungen viele Polizeikontrollen, die immer wieder zu kleineren Staus führten. Das kostete uns viel Zeit. Nach El Angel (und zurück) fuhren wir über Mira/ San Isidro. Diese Strecke war bei uns nicht geteert. Rauf schafften wir knappe 50km/h, hinunter waren es dann ca 60km/h. Ich hatte keine Informationen über die Straßen gefunden, vielleicht wäre die Straße via Gracia Moreno besser zu fahren gewesen, dafür hätten wir uns aber auch länger auf der Hauptstraße vorwärts quälen müssen. Wir waren froh auf eine Nebenstraße zu kommen. Im Nachhinein wäre ich gerne zwei Nächte in der Polylepis Lodge gewesen.
Heute gibt es wieder bunte Vögel bevor es in den Amazonas geht.
Die Guango-Lodge liegt ein kleines Stück östlich von Papallacta (bekannt für heiße Quellen) und vor allen 600 Höhenmeter tiefer als Papallacta. Auf 2700m schnauft es sich leichter als auf 3300m. Wir buchten 2 Nächte Guango, wollten mittags eigentlich in die heißen Quellen bzw. etwas wandern. Aber erstens regnete es viel an dem Tag und zweitens konnten wir uns von den Kolibris nicht trennen. Wanderrouten bei Papallacta sind über die gängigen Internetseiten zu finden. Zum Beispiel https://www.outdooractive.com/en/hiking-routes/parroquia-papallacta/hiking-in-parroquia-papallacta/249793930/ Die Guango Lodge hat uns nur bedingt gefallen, was vor allem am Wetter lag wofür die Unterkunft natürlich nichts kann. Das hielt uns allerdings nicht davon ab hunderte von Kolibrifotos mit Hilfe der Zuckertränken zu machen. Diesmal hatte ich keine Hilfe bei der Bestimmung und hoffe ich liege richtig.
Chestnut-breasted Coronet
Collared Inca male
Collared Inca female
Long-tailed Sylph female
Puffleg + Long-tailed Sylph female
Tourmaline Sunangel male
Tourmaline Sunangel female
Buff-winged Starfrontlet
Sword billed Hummingbird
Speckled Hummingbird
Buff-tailed Coronet
White-bellied Woodstar male
White-bellied Woodstar male
White-bellied Woodstar female
Es gibt noch eine Schwesterunterkunft Cabañas San Isidro, die sich auch interessant anhört, diese liegt auf gut 2000 Höhenmeter und hat deshalb wieder andere Vogelarten, außerdem gab es wohl einen zahmen Tapir. Beide Lodges befinden sich im Nebelwald.
Die Unterkunft war einfach, das Essen teuer aber sehr gut. Es gab den ganzen Tag über Kaffee und heißes Wasser, Teebeutel, Kakao sowie Kekse auch für die Tagesgäste. Achtung: unser Navi hatte leider die Lodge 100m weiter im Osten angezeigt. Die Einfahrt war nicht ausgeschildert und schwupp waren wir daran vorbeigefahren. Bei den Kurven und der engen Straße war umdrehen eine Herausforderung, eine Herde Kühe als Roadblock für den Gegenverkehr kam uns zum Glück zur Hilfe. Man kann die Lodge auch gut von Papallacta aus besuchen, wenn man Wert auf eine bessere Unterkunft legt. Spanisch zu sprechen wäre in dieser Unterkunft sehr hilfreich gewesen. Es gibt mehrere Wanderwege dort.
Mit dem Guide, der gerade noch angelernt wird, laufen wir etwa 1,5 Stunden durch den Wald und am Fluss zurück.
Vogeltechnisch kein Erfolg, nur ein Andenguan lässt sich schön fotografieren.
sphinxThemenstarter1'624 Beiträge · seit 201514. Mai 2024 · #35
Aufgrund des schlechten Wetters konnten wir morgens an der Futterstelle keine scharfen Fotos machen, es war einfach zu Dunkel. Um trotzdem einen Eindruck zu vermitteln, wer da so alles ans bequeme Futter kam, hier einige Fotos.
Inca Jay
Turquoise + Inca Jay
Turquoise Jay
Pale-naped Brushfinch
Chestnut-capped Brushfinch
Russet-crowned Warbler
Spectacled Whitestart Warbler
Woodcreeper
Wren
Masked Flowerpiercer
Und ein Chestnut-crowned Antpitta wird mit Würmchen angelockt.
Im nächsten Kapitel besuchen wir die Napo Wildlife Lodge, ein Ort gefühlt irgendwo im Nirgendwo.
sphinxThemenstarter1'624 Beiträge · seit 201515. Mai 2024 · #36
Meinen Informationen nach, hat die Sacha und die Napo Lodge die besten Guides für diese Amazonas Region. Den Ausschlag für die Napo Wildlife Lodge gab, dass diese zu 100% der Kichwa Añangu Community gehört und eine zweite Lehmlecke für Papageien besucht wird. Allerdings hatte ich mir lange überlegt die Sacha Lodge zu buchen, da mir der Internetauftritt besser gefallen hatte. Aber spätestens am Flughafen in Quito, als wir am Gate saßen, waren wir sehr froh um unsere Entscheidung. Beim Einchecken hatten wir Aufkleber mit der jeweils gebuchten Lodge bekommen und es war frappierend, die „Normalos“ mit Jeans, Wanderschuhen und Rucksack hatten Napo-Aufkleber, die amerikanischen Gucci Handtaschenträger mit teuren Outfits Sacha-Aufkleber. Wer mich kennt, weiß in welcher Gruppe ich mich wohlfühle. 😗 Es ist eine lange Anreise bis man in diesen Teil von Ecuador gelangt. Am Anreisetag, der bei uns um 6 Uhr startete, kamen wir zum Mittagessen in der Lodge an und hatten nachmittags die erste Aktivität. Der Abreisetag startete noch früher und so war keine Zeit mehr für Landschaft und Tiere. Aufenthalte unter 4 Nächten würden sich deshalb für mich nicht lohnen. Von Quito kommt man per Auto oder mit einem 30-minütigen Flug nach Coca. Von dort fährt man gute 2 Stunden mit einem Schnellboot den Napo Fluss hinunter, entlang eines immer dichter werdenden Waldes.
Die Ölindustrie ist dabei nicht zu übersehen. Am Welcome Center wurden wir von einer großen Ansammlung von Schmetterlingen begrüßt.
Auch eine Gruppe von Tamarinäffchen lebt dort, es sind unglaublich hektische Gesellen.
Es gibt übrigens auch das am Napo Fluss gelegene und einfachere Napo Culturel Center. Zur Napo Wildlife Lodge geht es weitere 2 Stunden per Kanu den Añangu Fluss hinauf.
Während der Fahrt wird weiter nach Tieren Ausschau gehalten. Wir sehen unsere ersten Totenkopfäffchen
und Brüllaffen.
Das Faultier versteckt sich so sehr hinter Zweigen, dass man nur etwas Fell und die zwei Krallen sieht. Das Foto erspare ich Euch. Wir sehen Vögel Capped Heron
Russet-backed Oropendola
Yellow Rumped Cacique
und plötzlich weitet sich die Vegetation und man erblickt den Añangu See und die Lodge auf der gegenüberliegenden Seite. Leider verpasste ich es ein Foto zu machen, viel zu begeistert war ich vom Anblick. Von der Napo Homepage habe ich dieses Foto geklaut, damit man sieht wie genial diese Unterkunft liegt.
Die einzelnen Cabanas mit Hängematte davor und Blick auf den See ließen bei mir keinen Wunsch offen. Die fast die gesamten Wände ausfüllenden Fenster waren nur mit feinem Maschendraht versehen. So drang nur die Geräuschkulisse des Dschungels und Luft, aber keine unliebsamen Tiere hinein. Die Napo Wildlife Lodge und die Umgebung war für mich etwas ganz Besonderes. Gibt es magische Orte? Ich bin Naturwissenschaftler und nicht besonders romantisch veranlagt. Und eigentlich ist es einfach diesen Ort zu erreichen, aber gleichzeitig befindet sich dieser doch ferner der Zivilisation, als ich es gewohnt bin. Auf alle Fälle war es ein Ort, an dem ich eine unvergleichliche innere Ruhe verspürte und ich genoss jede Minute die ich dort sein konnte – gefühlt irgendwo im Nirgendwo. Natürlich hatten wir auch großes Glück mit unserer Gruppe. 3 entspannte amerikanische Rentner aus SF, die wegen sozialen Projekten nach Ecuador gekommen waren und noch etwas Urlaub dranhängten und 2 Franzosen auf Hochzeitsreise, die allerdings nur 3 Nächte blieben. Dazu ein souveräner und engagierter Guide. An einem Vormittag laufen wir nach kurzer Kanufahrt durch den Wald
Sehen einen Frosch, Pilze und kleine Drachen (Handyfotos 😖)
und erklimmen eine 36m hohe Turm. Von oben blickt man weit über das Kronendach des Regenwaldes.
Wir sehen zwar viele Vögel und auch Kapuziner- und Klammeraffen turnen in den Bäumen herum, aber für Fotos sind diese Tiere fast alle zu weit entfernt. Beweisfoto Blue-and-yellow Macaw
Squirrel Cuckoo + Crimson-crested Woodpecker
Echsen an der Plattform werden dankbare Fotoobjekte,
ebenso ein Many-banded Aracari.
Auf einer nächtlichen Runde um die Lodge sahen wir leider kaum Frösche, dafür unter anderem einen Nachtaffen, ein Anoli? und Spinnen.
sphinxThemenstarter1'624 Beiträge · seit 201519. Mai 2024 · #37
Vor Sonnenaufgang starten wir zu den Lehmlecken. Die Steilwand, die auch von anderen Lodges in der Gegend besucht wird, liegt direkt am Napo-Fluss. Der Anker wird geworfen und man hofft das die Aras und Papageien kommen. Da wir das größte Boot hatten, haben wir einen noch größeren Abstand zur Steilwand, als die 3 Boote der anderen Lodges, dazu kam, dass das Boot nicht ruhig lag. Keine guten Bedingungen für gute Fotos. Ich muss gestehen dies ist eine Situation, zum Glück die einzige und nur kurz dauernde, in der mir meine verflixte Erwartungshaltung die Stimmung trübt. Irgendwie hatte ich mir eine Lehmlecke in herrlichem Morgenlicht mit einem Hide an Land ganz in der Nähe vorgestellt. Okay, das warme Licht wäre da gewesen, aber das übrige……So war ich sehr froh, als unser Guide relativ schnell beschloss die 2. Lehmlecke aufzusuchen. Diese liegt auf dem Gebiet der Kichwa-Community und steht, laut Guide, nur den Besuchern der Napo Wildlife und dem Napo Cultural Center zur Verfügung. Eine Schutzhütte bietet Sitzgelegenheiten und beste Aussicht auf die Lehmlecke – nur die Sonne fehlt, denn die Lehmlecke liegt im Wald. Erst am frühen Nachmittag kommt das Licht dorthin und dann natürlich gleißend. Mir machte das nicht mehr aus, ich saß glücklich im Hide und wartete was da so kommt. Wer allerdings schöne Fotos von Papageien an Lehmlecken machen möchte, für den kann ich weder die erste noch die zweite empfehlen.
Am Morgen sahen wir Brüllaffen,
ein paar Orange-cheeked Parrots und in den Bäumen ließen sich drei Scarlet Macaws nieder. An die Lehmlecke kamen sie nicht.
Während die anderen unserer Gruppe zur Kichwa Community aufbrechen, um sich deren Bräuche und Traditionen zeigen zu lassen, bleiben Christian und ich im Hide sitzen und das Warten lohnt sich, die Sittiche kamen zu hunderten zur Tränke.
An diesen Tag wird das Mittagessen im Welcome Center eingenommen. Die Fahrt zurück zur Lodge wird zur Tierbeobachtung genutzt. Neben den üblichen Totenkopfäffchen, Kapuzineraffen, Vögeln und Fledermäusen
entdeckten wir einen Miller´s? Saki. Von so einem Tier hatte ich noch nie gehört und ich finde das dicke Fell hier bei diesen Temperaturen erstaunlich.
Angekommen am See suchen wir nach den Riesenottern und finden einen
der kleinen Familie, die dort lebt. Mir gefällt allerdings auch die Vegetation sehr gut.
An diesem Nachmittag schlägt das Wetter plötzlich um, eine Gewitterwand baut sich auf
und gerade noch erreichen wir die Unterkunft bevor der Himmel die Schleusen öffnet.
Liebe Elisabeth, Habe erst heute deinen Reisebericht entdeckt, bin ganz begeistert von der Landschaft mit der bunten vogelvielfalt, super tolle Bilder ,ich hätte wirklich was versäumt. Danke für's mitnehmen.schönes Pfingsten wünscht dir Hanne
8 x Südafrika,1x Zimbabwe, 22x Namibia, 4x Botswana, 1x Lesotho, 1 x Swasiland
freshy3'883 Beiträge · seit 201119. Mai 2024 · #39
Hallo Elisabeth, Lichtverhältnisse hin oder her, das sind doch wirklich sehr eindrucksvolle Fotos von seltenen Tieren. Du hast sie gut getroffen. Danke dafür! Liebe Grüße freshy
Champagner8'702 Beiträge · seit 201021. Mai 2024 · #40
sphinx schrieb:
Herrlich 🤩 😘 !
Die stehen auch noch auf meiner Wunschliste - ich würde allerdings auch die kleine botswanische Ausführung nehmen 🙂 . Oder sogar einen in Deutschland. Ich geb die Hoffnung auf jeden Fall mal noch nicht auf 😉
und gerade noch erreichen wir die Unterkunft bevor der Himmel die Schleusen öffnet.
Dafür brauch ich allerdings nicht mal meine Couch verlassen - das bekomme ich gerade gratis in den Garten geliefert 🤩 😠