Namibia u. Botswana April 2024

9 Antworten · 1'533 Aufrufe · gestartet 07. März 2024 von bl4ckeye
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Themenstarter4 Beiträge · seit 202407. März 2024 · #1
Hallo liebes Forum,

erstmal ein Hammer Lob. Ein solch sauber sortiertes und auskunftsreiches Forum habe ich noch nie bei allen meinen Reisevorbereitungen erlebt! Richtig cool!

Kurz zu mir/uns
Meine Frau und ich hatten für Februar/März heuer eine völlig andere Reise geplant. Dann erwischte mich die Grippe und wir mussten alles stornieren.
Jede Reise hat unserer Meinung ihre Zeit. Für die geplante ist die Zeit nicht mehr.
Ansonsten waren wir schon viel unterwegs. In Afrika haben wir bisher allerdings "nur" Marokko bereist.

Deswegen planen wir jetzt "kurzfristig" Namibia und Botswana vom 11.04. - 30.04.
Im Forum habe ich so einiges schon gelesen. Daraus hat sich groooob folgende Route ergeben:

Windhoek
Moremi Game Reserve / Khwai
Chobe Nationalpark
Caprivi Streifen
Etosha Nationalpark
Waterberg

Allerdings stellt sich die Frage, ob wir nach Caprivi nicht wieder nach "unten" Richtung Maun abbiegen und uns deutlich mehr Zeit für die ersten Stationen lassen.

Worauf ich noch keine "finale" Antwort gefunden habe: Reisezeit April
Wie sind die Straßen in dem Gebiet wo wir hinwollen? Komme ich mit 4x4 als unerfahrener Fahrer nach Khwai?
Dann habe ich auf eine eurer Karten eine Umfahrung von Savuti auch über Nata gefunden. Ist diese gut? Oder würdet ihr immer über Bagani fahren?
Bekannt ist mir zu der Reisezeit, viel Grün und evtl. schlechtere Tiersichtung da alles grün.
Okavangodelta ist noch nicht "geflutet". Lohnt sich daher ein Aufenthalt dort?

Was ich schon habe:
Mögliche Verfügbarkeit Toyota 4x4 Helux und Anfragen in Khwai und Chobe mit positiver Rückmeldung in dem Zeitraum.

Bin ich mit dieser Planung in der Zeit völlig daneben?
Ist das alles machbar? Grundsätzlich würden wir eher in Lodges schlafen als campen.

Bitte gebt mir einfach mal eine Einschätzung aus eurem Wissensschatz wie ihr zu der Planung steht.
Details wie Lodges und so würden dann folgen wenn ich wüsste das ich auf dem richtigen Pfad bin.

Vieeeeelen Dank schon jetzt!
6 Beiträge · seit 202407. März 2024 · #2
Hallo,
Ich war letztes Jahr mit meiner Partnerin Ende April Anfang Mai im Moremi und es hat sich definitiv gelohnt. Wege waren gut für uns Neulinge befahrbar, keine großen Pfützen, nur eine Wasserquerung die wir gut umfahren konnten. Viele Tiere inklusive Löwen und durch das Grün sehr schöne Landschaft. Wasser gab es weiter im Inneren definitiv genug für die ein oder andere Bootstour. 🙂

Hoffe dass das zumindest für den Zeitraum im Delta was hilft.

LG
Fabian
33,1k Beiträge · seit 200608. März 2024 · #3
Moin bl4ckeye,
Wie sind die Straßen in dem Gebiet wo wir hinwollen?
Das kann jetzt keiner sagen. Nur so viel, dass es in einem normalen Regenjahr durchaus nass sein kann. Aktuell erlebt Botswana scheinbar eine der schlimmsten Dürren (es soll aber in den kommenden Wochen noch Regen kommen), so dass es Stand heute wahrscheinlich keine Probleme für Euch da oben geben wird. Aber in einem Monat...

Ich verstehe aber nicht so ganz (nicht nur bei Dir), warum ihr zur Regenzeit nicht einfach andere Gebiete aufsucht, wo es keine möglichen, tiefergreifenden Einschränkungen geben könnte. Zumal ihr ja in Namibia startet und eh nur 19 Tage habt.

Viele Grüße
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
Themenstarter4 Beiträge · seit 202408. März 2024 · #4
Vielen Dank für die Informationen.

Naja warum man diese Bereiche nimmt. Glaube da gibt es mehrere Punkte.
Die Reise zur "Trockenzeit" ist bei uns leider nicht möglich.
Beim Durchlesen aller möglichen Parks und Reiseziele dort haben uns diese Stopps am meisten gereizt.

Und so kommt dann die Frage auf ob es möglich wäre mit den Straßen.
Wenn das natürlich alles gar nicht geht, muss man umplanen.

Das höre ich so aber nicht raus. Sondern nur, dass man evtl. mit kleineren Einschränkungen in speziellen Gebieten rechnen muss.
33,1k Beiträge · seit 200608. März 2024 · #5
mit kleineren Einschränkungen in speziellen Gebieten rechnen muss
Nein, wenn es richtig regnet ist in vielen Gebieten Moremis und Chobes für viele (v. a. wenn man das Auto nicht dementsprechend beherrscht) Schluss. Das kann schon große Einschränkungen mit sich ziehen. Wenn ihr flexibel seid (sofern das bei vorgebuchten Lodges geht) ist das kein Problem. Vielleicht würde ich die Tour aber dann andersherum planen (Etosha-Caprivizipfel-Chobe-Moremi). Dann habt ihr die regenreichen Gebiete Caprivizipfel/Chobe/Moremi eher zu Mitte/Ende April und damit steigen die Chancen, dass zumindest kein akuter Regenfall Euch ein Strich durch die Rechnung macht.

Viele Grüße
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
Themenstarter4 Beiträge · seit 202408. März 2024 · #6
danke!

ja auf die "Drehung" der Route bin ich auch wieder gekommen, da die zwei Wochen ja doch einiges ausmachen.
12 Beiträge · seit 202208. März 2024 · #7
Hallo, bl4ckeye,
ich mache in diesem April mit zwei Freunden vom Prinzip die gleiche Tour, die Ihr auch machen wollt.Am 4.April geht der Flieger nach Windhoek(hoffentlich).Der Monat April war eine ganz bewußte Entscheidung. Eben weil green Saison und nicht die staubige, graue Trockenzeit.
Deine Bedenken betreffs der Befahrbarkeit der Pads hatte und habe ich teils auch heute noch.Ich buche ja meine Reisen mit einer namibischen Verwandten, die ein Reiseportal betreibt, un die sagte mir, daß sich das Delta im April normalerweise gut befahren läßt, weil nach der Regenzeit und vor der Flut.
Natürlich hat sie auch keine Glaskugel und weiß wie es dieses Jahr wird. Mich hat diese Aussage bestätigt und beruhigt.
Wir bleiben nach der Ankunft erstmal kurz in der weiteren Umgebung von Windhoek, fahren dann zur Grenze nach Buitepos und von dort in Richtung Zentralkalahari mit 2 Tagen Aufenthalt. dann geht es nach Maun und von dort nach Khwai, dort wollen wir am11.April ankommen.
Schau mal auf die Webseite vom Khwai-Guesthouse, dort sind zwei Zufahrten beschrieben: eine für die trockene Zeit, allerdings mit Tiefsandpassagen, eine ohne Wasserdurchfahrten, allerdings durch den Moremi, sicher mit Parkgebühren.
Ich werde mich in Maun erkundigen.
Die Choberiverfront lasse ich weg, weil mir zu trubelig und touristisch und möchte dafür den Caprivi ausführlicher genießen.
Ob man bei der Runde zuerst Caprivi oder das Delta macht, ist mM gehupft wie gesprungen.
Ich war 2015 auch im April/Mai im Caprivi: Damals sah die Zufahrt zur Ndhovu-Lodge so aus:
ZufahrtzurNdhovu-LodgeAnf.Mai2015.jpg

Ich wurde mit einem Ruderboot 😄 transportiert.
2015 wollte ich auch in den Mamili und hatte die Nkasa Lupala-Lodge gebucht. Das ging garnicht, da die ganze Lodge noch unter Wasser stand. Meine Verwandte buchte mich in die wunderschöne Nambwa-Lodge um, die ich aus Kostengründen nie in Erwägung gezogen hatte: zu den Preisen von Nkasa-Lupala !!!
Also, ich will sagen, Du kannst die Runde so oder so machen, sicher vor Wetterunbilden bist Du nie.G ute Vorbereitung, vor Ort rechtzeitug fragen und den Einheimischen vertrauen und flexibel sein, dann klappts und wird toll.
Vielleich laufen oder fahren wir ja auch mal über den Weg.
Wenn Dich unsere Route interessiert und das Reiseportal meiner Cousine, dann schicke mir eine PN.

Viele Grüße von Shenda
8'672 Beiträge · seit 201008. März 2024 · #8
Shenda schrieb:
Schau mal auf die Webseite vom Khwai-Guesthouse, dort sind zwei Zufahrten beschrieben: eine für die trockene Zeit, allerdings mit Tiefsandpassagen, eine ohne Wasserdurchfahrten, allerdings durch den Moremi, sicher mit Parkgebühren.
Kurz zu der erwähnten Beschreibung:

1. Ich finde da gar nichts von Tiefsandpassagen, wo steht das? (Kann sein, dass ich flüchtig gelesen habe, ist aber auch nicht so wichtig, allerdings ist das durchgehend Gravel).

2. Die Wasserdurchfahrten kurz vor Khwai Village gibt es NICHT mehr! Ich habe eben kurz den Chef von Bushways angefunkt und gefragt, warum das so noch auf der Website steht (Ralf "panther" ist darüber gestolpert und hat mich gefragt!) . Antwort: sie werden es ändern! Früher ist man die rote Strecke gefahren (wie in der Beschreibung erwähnt), da gab es dann ein paar Möglichkeiten, zu crossen, (2017 war das auf jeden Fall so, da sind wir durch) , auf dem Screenshot sieht man übrigens kein Wasser, weil es keines gab zum Zeitpunkt der Aufnahme, und das Grüne ist die neue Brücke.

Khwaibridgek.jpg



Nicht unterschätzen sollte man aber die Stelle vor Mababe (von Maun kommend). Ich kenne ein Fomi, das dort den Mietwagen versenkt hat. Angeblich war die Absperrung (ein Baumstamm) entfernt worden und dann ist er, ohne das Crossing abzugehen oder sonst irgendwie zu prüfen, durchgefahren. Das ergab einen Schaden im fünfstelligen Bereich und viel Frust. Leider nicht die wirkliche Einsicht, bei wem der Fehler lag, aber er will meines Wissens eh nie wieder nach Afrika, so what....

Mababe1k.jpg


Dazu noch:
eine ohne Wasserdurchfahrten, allerdings durch den Moremi, sicher mit Parkgebühren.
Genau, man muss Parkgebühren zahlen, auch wenn man nur die Cutline fährt, die parallel zu der Gravelroad nach Mababe, aber eben im Park verläuft. Sie ist ziemlich langweilig, viel Mopanegebüsch, Sand, wenig Tiere. Sie war aber sehr wichtig, als Third Bridge kaputt war...

LG Bele
Meine Reiseberichte im Namibia-Forum von 2011 bis heute
zuletzt bearbeitet 08. März 2024
12 Beiträge · seit 202208. März 2024 · #9
@Bele
Mit Deiner ausführlichen Beschreibung der Zufahrt zum Khwai Village hast Du mir einen großen Teil meiner (noch zu stellenden ) Fragen) zu den Strecken unserer Tour abgenommen. Ganz lieben Dank dafür.
Mit dem Tiefsand habe ich wohl etwas durcheinander gebracht.Ich glaube mich aber zu erinnern, daß Annick in ihrem Reisebericht über ihre Fahrt zum Khwai im August 2023 so eine Sandpassage erwähnt hatte, die wohl nicht einfach war. Sie hat es aber geschafft.
Bekräftigt mich wieder, vor Ort entsprechende Informationen einzuholen.
Viele Grüße von Shenda
Themenstarter4 Beiträge · seit 202410. März 2024 · #10
vielen Dank für die Tips und Antworten!!!

das klingt doch alles sehr gut und machbar.
das mit der Fahrt nach Khwai beruhigt mich auch sehr.

Wir sind gerade auch mit bwana im Austausch und dort fühlen wir uns sehr gut aufgehoben. Wir haben nun eine grobe Reiseplanung die wir versuchen die Tage zu fixieren.

Aktueller Plan ist weiterhin Caprivi Streifen und dann Chobe und außen herum dann nach Maun und wieder zurück.
Jetzt hoffen wir mal das noch Unterkünfte frei sind und wir das alles fixieren können.

Einzig Malaria bremst uns noch aus, da meine Frau beim letzten Mal als wir es nehmen mussten, dass "falsche" Malarone nicht vertragen. hier haben wir nächste Woche einen Beratungstermin, welche Alternativen es gibt.