Planung: Mix aus Selbstfahrer und Guided Safari

24 Antworten · 4'045 Aufrufe · gestartet 26. Dez. 2023 von hosh
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Themenstarter4 Beiträge · seit 202326. Dez. 2023 · #1
Hallo Foristen,

seit einigen Tagen lese ich mich quer durchs Forum. Toll, wie viele Erfahrungen ihr hier teilt – auch um immer wieder Erstreisenden (wie wir es sind) zu helfen. Ich habe hier schon viel lesen und lernen können. Dennoch bleiben einige Fragen, hoffentlich keine, die schon x-fach gestellt wurden. Vielleicht bekommen wir diesen Thread genauso informativ hin wie die anderen 🙂

Kenia als erstes Ziel in Afrika (Marokko ausgenommen)
Kurz was zu uns: Zuletzt waren wir als Selbstfahrer in Costa Rica und Marokko unterwegs. Danach haben wir Süd-/Ostafrika ins Auge gefasst, wobei ein Land spannender zu sein scheint als das andere. Letztlich kamen Kenia, Tansania und Südafrika in der engere Auswahl. Aktuell tendieren wir zu Kenia, weil uns die abwechslungsreichen Landschaften sowie zahlreichen Nationalparks gefallen und weil wir auf viele Tiererlebnisse hoffen. (Eigentlich fanden wir auch die Küste interessant, aber wir sind uns nicht sicher, ob dafür "Zeit bleibt".)

Reisezeit
Ich lese eigentlich überall, dass die Haupt-Trockenzeit – und damit die Hauptsaison – von Mitte Dezember bis März wäre. Alternative wird Juni bis Oktober empfohlen. Mich wundert jedoch, dass bei fast allen Anbietern, die Preise zwischen Dezember und März günstiger sind als von Juni bis Oktober. Was ist richtig?
Generell mögen wir es lieber etwas leerer, auch wenn das Wetter dann unbeständiger ist. In Costa Rica waren wir zB ganz bewusst zu Beginn der Regenzeit. Klar, hat öfter mal geregnet, aber die Parks waren herrlich leer.

Art der Reise: von geführt bis Selbstfahrer
Insgesamt haben wir 3 Wochen zur Verfügung, vielleicht ein, zwei Tage mehr. Grundsätzlich scheint es folgende Möglichkeiten zu geben, Kenia zu bereisen:
– im Rahmen einer organisierten und geführten Tour, privat oder als Gruppe, mit Camping oder in Lodges
– Selbstfahrer, auch hier entweder mit Camping (zB Dachzelt) oder in Unterkünften

Eine komplett geführte Tour über 2 oder 3 Wochen, egal ob Gruppe oder privat, erscheint uns für uns nicht passen. Zum einen wird das schnell sehr hochpreisig und zum anderen sind wir keine Herdentiere und fahren gerne selbst, mögen unser eigenes Tempo. Gleichzeitig ist uns bewusst, dass Ostafrika nicht wie Costa Rica oder Südafrika ist. Die Berichte sind ja eindeutig 😉
Daher scheint uns nach allen Recherchen ein Mix aus drei Blöcken für uns am besten zu passen.

– Süden mit Amboseli, Tsavo-Ost, Tsavo-West als Selbstfahrer-Tour
– Norden mit Meru, Samburu, Ol Pajeeta vermutlich als Selbstfahrer-Tour
– Masai Mara als Höhepunkt in Rahmen einer Guided Tour, entweder als Fly-In ab Nairobi oder über ein Camp, dass uns dort einsammelt.
Bei einem guten Angebot könnten wir uns vorstellen, den Norden und die Mara als Guided Tour zu kombinieren.

Die genaue Aufteilung und was für wie viele Nächte ist noch offen. Erst mal geht es um die Grobplanung.
Was meint ihr zu diesem Mix? So hätten wir ein bisschen Selbstfahr-Abenteuer, aber gerade die Mara möchte ich als Erstreisender nicht herausfordern.

Unsere nächsten Schritte
Wir haben schon viele Anbieter und Angebote rausgesucht. Für den Selbstfahr-Block würden wir vermutlich auf Sunworld, roadtripafrica oder Let's go Africa zurückgreifen, die sehr oft empfohlen wurden. Und Tipps zu Unterkünften gibt es ja auch zuhauf. Für die Mara-Safari würden wir dann bei ein, zwei einschlägigen Anbietern anfragen und Angebote einholen. Es wäre also vermutlich viel selbst gebucht. Oder doch lieber alles aus einer Hand, trotz Selbstfahr-Block?

Die Nationalparkpreise in 2024
Noch eine letzte Sache ... Aktuell treiben uns jedoch die für 2024 angekündigten Preise für die Nationalparks um. Uns ist klar, dass eine Kenia-Reise samt Safari nicht günstig wird, aber eine Tagesgebühr von $200 pP in der Masai Mara ist schon üppig. Wie seht ihr das? Ist Kenia immer noch für eine erste Ostafrika-Reise empfehlenswert, auch hinsichtlich "Preis/Leistung"? Oder doch lieber Richtung Tansania oder Uganda orientieren? Oder – als Afrika-Neulinge – erst mal mit Südafrika "anfangen"?

Wir würden uns sehr über eure Meinungen freuen und sind für jeden Hinweis und Tipp dankbar.

Viele Grüße
hosh
zuletzt bearbeitet 26. Dez. 2023
2'192 Beiträge · seit 201626. Dez. 2023 · #2
Hallo Hosh,

nachdem Du ja hier im Namibia-Forum bist: Namibia ziehst Du nicht in Erwgägung`?

Südafrika und Namibia sind deutlich einfacher als Selbstfahrer zu bereisen, Namibia und Südafrika bieten neben Tiersafaris auch noch etliche andere Möglichkeiten, wie z.B. die Dünen im Sossusvlei, die Panoramaroute in Südafrika, die Drakensberge zum Wandern.

Kenia ist doch hauptsächlich Safari, dafür bietet die Masai Mara wahnsinnige Tiererlebnisse. Wenn Du 1 x in der Masai Mara warst, dann wird es schwer das zu toppen.

Ich kenne Kenia allerdings wesentlich weniger als Namibia. In Kenia war ich nur 1 x in der Masai Mara (das war top), in Nambia und Südafrika waren wir insgesamt schon 10 x als Selbstfahrer.

LG

Gabi
10.2023 Gardenroute // 03.2023 Namibia // 03.2022 Swakop, Etosha und Damaraland // 08:2021 Uganda // 01.2021: Caprivi // 10.2020: Etosha pur // 04.2019: KTP, Tok Tokkie Trail und Sossusvlei // 06.2018: Swakopmund und Etosha // 08.2017: Kalahari, KTP, Fish River, Soussusvlei, Swakopmund // 04.2016: Gardenroute
Themenstarter4 Beiträge · seit 202326. Dez. 2023 · #3
Hallo Gabi (und frohe Weihnachten),

die erste Antwort kam ja schnell, toll, danke!

Zu Beginn haben wir auch über Namibia nachgedacht, evtl. auch in Kombination mit Botswana (Okavango) und den Victoriafalls in Simbabwe. Wir sind uns sicher, dass es dort auch toll ist (daher auch noch auf der Bucket List). Doch uns kam Namibia etwas karger/trockener vor und eben mit weniger Fokus auf Safari. Und die ... ich sag mal ... Spuren der deutschen Kolonialvergangenheit haben uns nicht angesprochen. Vielleicht tun wir dem Land unrecht, aber das waren die ersten Recherche-Eindrücke – und irgendwann mussten wir was ausschließen 😉

Südafrika ... alles was wir davon hören, sehen und lesen ist der Wahnsinn. Diese enorme Vielfalt und Bandbreite, die es dort zu erleben gibt, toll. Das ist definitiv weit oben auf der Liste. Safaris kann man dort ja auch unternehmen, wobei mich geteerte Straßen im Krüger NP total abschrecken. Wobei wir auch von ganz tollen privaten Game Reserves gehört haben.
Letztlich kam uns Ostafrika uns insb. Kenia mehr nach "Abenteuer" vor und nach mehr Nationalparks. Das haben wir schon in Costa Rica geliebt.

Aber falls sich Kenia letztlich als zu teuer herausstellt, kann es durchaus Südafrika werden.
zuletzt bearbeitet 26. Dez. 2023
1'835 Beiträge · seit 201527. Dez. 2023 · #4
https://www.safaritalk.net/topic/21799-first-time-kenya-a-self-drive-safari-tr-to-5-parks-august-26-september-16-2021/

Hallo Hosh!
Oben siehst du den Link zu meinem RB von unserer Selbstfahrer Tour in Kenya in 2021. Ich hoffe du kannst den öffnen und lesen wie es uns ergangen ist.
Als Afrika Neulinge würde ich nicht Kenya als erstes Safari Land wählen. Es ist schwierig dort als Self-Driver in mancher Hinsicht. Und ich sage das nachdem wir 10 Safaris in andern Ländern gemacht haben. Tanzania 2x war auch schwierig als Selbst-Fahrer aber doch weniger so als eben Kenya.
Die beste Safari Zeit in Kenya ist July, August und September und eben wegen der Migration sind die Preise am höchsten.
Der Krüger Park hat zwar Teerstrassen, aber auch viele Naturstrassen und das sollte dich nicht abschrecken. Aber dafür hat es anständige Toiletten, warme Duschen, und viel weniger Chaos als in den Kenianischen Parks. Ich würde da noch einmal dreinschauen.
Für Botswana in der Hauptsaison und Camping bist du schon zu spät dran.
Wenn du noch spezielle Fragen hast, kannst du nochmals fragen, ich antworte gerne, aber der RB sollte dir helfen, er ist zwar in English…
Liebe Grüsse von Katrin
If life is a journey be sure to take the scenic road! Expedition Antarktis: https://www.namibia-forum.ch/forum/weiterelaender/299327-expedition-antarktis-mit-falklands-und-s-georgia.html Island In Herbstfarben https://www.namibia-forum.ch/forum/weiterelaender/299288-island-in-herbstfarben-september-2018.html Nordamerikanische Safari und Landschaften May Till October 2019 https://www.namibia-forum.ch/forum/index/weitere-laender/299141-nordamerikanische-safari-und-landschaft-2019.html Zweite Selbst Fahrer Tour in Tansania. Same same but different. Juni 2018 https://www.namibia-forum.ch/forum/index/tansania/295665-zweite-selbst-fahrer-tour-in-tansania-same-same-but-different.html Trip reports in English: Namibia and KTP 2016 http://safaritalk.net/topic/16959-self-drive-safari-tr-nam-sa-bots-nam/ Botswana 2016: http://safaritalk.net/topic/16985-self-drive-safari-tr-bots-nam-sa/ Tanzania 2015: http://safaritalk.net/topic/15256-self-drive-safari-through-northern-tz-parks-of-mara-crossings-and-lions-in-camp/ Nam-SA-Bots 2014: http://safaritalk.net/topic/14669-self-drive-safari-in-botswana-south-africa-and-namibiab/page
zuletzt bearbeitet 27. Dez. 2023
6'375 Beiträge · seit 201127. Dez. 2023 · #5
Hoi Hosh

Du hast ja eh schon bemerkt dass Costa Rica nicht mit Afrika, insbesondere nicht mit dem östlichen Afrika zu vergleichen ist.
Auch wenn meine erste Reise ausserhalb Europas eine MIschung aus Selvdrive und Fly-In in Kenya war (wobei nicht ich selbst gefahren bin sondern mein dort wohnhafter Schulfreund) würd ich Dir eher Uganda/Ruanda oder Tansania als erste Selbstfahrerreise empfehlen.
Wobei ich persönlich keinerlei Vorteile beim Selbstfahren sehe, denn man kann auch mit Guide, Koch und Bodenzelt, in Uganda/Ruanda auch mit Lodges, sehr spontan in seinem Tempo unterwegs sein, aber jeder wie er mag.
Dachzelt würd ich nicht empfehlen, zum Einen hats davon nicht viele in Ostafrika, zum Anderen kannst Du damit kein Hubdach geniessen.
Kannst ja mal in meine Reiseberichte reinschauen, siehe unten.
Gruss, Picco B) Meine Reiseberichte: Nord- und Süd-Tansania, Kenya, Ruanda, Uganda, Botsuana/Sambia, DR Congo, und als ausserafrikanische Gebiete: Costa Rica und Mt. Everest BC (klick hier)
1'366 Beiträge · seit 201127. Dez. 2023 · #6
Hi Hosh,

da ich doch ab und an in Kenia bin, versuche ich mal zu helfen, bzw. meine Meinung beizutragen

Reisezeit:
Hauptreisezeit ist, vor allem in der Mara, Juli bis Ende Oktober. Da hier die Migration zu erwarten ist.
Die kleine Regenzeit ist ca. im November, die große Regenzeit beginnt im März/ April und geht bis Ende Mai. In den letzten Jahren verschiebt sich das Wetter aber immer. Ich war schon im November und hatte das beste Wetter.
Was man wissen sollte, dass das Gras nach der großen Regenzeit recht hoch ist und Sichtungen damit erschwert werden.
Bei nassen Verhältnissen im Gelände zu fahren, ist teilweise schon eine Herausforderung. Vor allem in der Mara.
Da du auch schon die Preise angesprochen hast, bleibt dir ja fast nur die Low Season von März (wobei ich nicht weiß, ob März eingeschlossen ist) bis Juni.

Art der Reise: von geführt bis Selbstfahrer:
In Kenia war ich bisher immer mit einem Guide unterwegs, da ich auch fotografieren will und somit mehr Bewegungsfreiheit habe.
Der Unterschied "Guide" und "ohne Guide" sollte preislich nicht so viel ausmachen. Schätze so 30$/Tag. Wenn ihr alleine mit dem Guide unterwegs seid, habt ihr auch alle Freiheiten, sofern sie den Parkregeln entsprechen.
Amboseli, Tsavo, Samburu, Meru kann man alles gut selbst fahren, wenn man sich ein bisschen was zutraut und auch die Grenzen kennt. Ich war gerade wieder in Kenia unterwegs und es gab einige Herausforderungen aufgrund der starken Regenfälle. Da kann es auch schnell mal vorkommen, dass Strassen nicht mehr passierbar sind.

Wenn ich es richtig verstehe, wollte ihr alle aufgezählten Parks besuchen? Das wären 7 an der Zahl 😮 Kann man machen, wäre mir persönlich zu viel des Guten.
Ich würde mindestens folgende Tage in den jeweiligen Parks einplanen:
Amboseli 2-3 Übernachtungen
Tsavo Ost 3-4 Übernachtungen
Tsavo West 3 Übernachtungen
Samburu 3-4 Übernachtungen
Meru 4-5 Übernachtungen
Ol Pejeta 2-3 Übernachtungen
Masai Mara 4-X Übernachtungen

Ich bleibe gerne mindestens 3 Nächte, so hat man zumindest 2 volle Gamedrive Tage und ist nicht nur mit Ein- und Auschecken beschäftigt. Nicht zu unterschätzen sind die Fahrzeiten zwischen den einzelnen Parks. Auch wenn man auf dem Highway unterwegs ist, hat man i.d.R. nur eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 50 km/h. Eine defensive Fahrweise ist in Kenia durchaus empfehlenswert 😉 Gerade der Mombasa Highway sowie der Weg in die Mara (viele Trucks) oder auch die Strecke in den Meru (viele Mira-Autos die mit Höchstgeschwindigkeit über die Strassen fetzen) haben ihre Tücken.

Dann braucht ihr noch eine Nacht am Ankunftstag in Nairobi, sowie Zischenstopps auf dem Weg vom Süden in den Norden (z.B. Nairobi) und vom Norden in die Mara (z.B. Naivasha)

Bezüglich euren nächsten Schritten:
Sunworld und Lets Go Africa sind im Prinzip das Gleiche. Lets Go Africa ist das Reisebüro in Österreich, das sehr eng mit Sunworld Safaris zusammenarbeitet. Mein persönlicher Favorit und ich kann es aus guter Überzeugung empfehlen. Ich sag´s mal so, es ist wie überall, man bekommt, was man zahlt. Sicherlich gehören die beiden Anbieter nicht zu den günstigsten, aber der Service, die Guides und die Fahrzeugflotte ist perfekt. Sollte doch mal etwas nicht passen, sollte man dies umgehend dem Office melden, es wird stets versucht, die Probleme zu lösen.

Die Nationalparkpreise in 2024
Das ist tatsächlich eine Sache, die einem den Spaß an Kenia verdirbt. Selbst ich habe für entschieden, nächstes Jahr nicht in die Mara zu fahren. Wenn ich nach Kenia reise, dann werde ich die privaten Conservancies aufsuchen oder nochmal Meru. Ich bin zumindest nicht bereit die 200$ Parkgebühren plus die Accomodation Fees zu bezahlen und dann noch eine überfüllte Mara vorzufinden, wo viele Guides und Touristen keinen Respekt mehr vor der Natur haben. Da geht es nur noch darum, möglichst nahe an die Tiere dran zu kommen, um mit dem Smartphone ein formatfüllendes Foto zu machen. Sicherlich hat die Mara die größte Tierdichte die ich bisher gesehen habe und es ist immer wieder ein Erlebnis, aber nicht um jeden Preis.

Wollt ihr eigentlich in eigenen Zelten/ Dachzelt übernachten und als Selbstversorger unterwegs sein oder wollte ihr in Camps übernachten?

Wenn ich euch noch weiter Fragen beantworten kann, einfach nochmal melden.

Eine schöne Seite zu Kenia findet ihr übrigens unter "Safari Wangu", Jörg ist seit vielen Jahren als Selbstfahrer in Kenia unterwegs.
Gruß Thorsten :) Thorsten Hanewald Photography Auf den Spuren der Gnus - Tansanias Norden Zu Besuch im Angama Mara Camp (Mara Triangle) Masai Mara intensiv " Alles, was ich jetzt wollte, war nach Afrika zurückzukommen. Ich hatte es noch nicht einmal verlassen, aber wenn ich nachts aufwachte, lag ich lauschend da, bereits voller Heimweh danach." Ernest Hemingway
64 Beiträge · seit 202327. Dez. 2023 · #7
Moin Hosh,
hosh schrieb: Doch uns kam Namibia etwas karger/trockener vor und eben mit weniger Fokus auf Safari.
Das ist grundsätzlich natürlich richtig, trifft aber auf den Caprivi-Streifen (Bwabwata, Kwando, Chobe) sicher nicht zu. Dazu vielleicht noch ein Abstecher nach Botswana und 3 Wochen Safari pur steht nichts im Wege. Natürlich nicht mit der Tierdichte wie in der Mara, aber auch die Touristen-Dichte ist eine andere. Das könnte eine Überlegung wert sein.

Gruß
Ralf
Themenstarter4 Beiträge · seit 202327. Dez. 2023 · #8
Hallo zusammen,

uff, eure vielen und so informativen Antworten sind echt klasse. Danke Gabi-Muc, Sadie, picco, THBiker und RalfT. Da denkt man, man hat sich vorher schon informiert und langsam halbwegs einen Durchblick, und dann merkt man, dass dem nicht so ist. Langsam beschleicht mich das Gefühl, dass wir doch noch eine etwas falsche Vorstellung hatten, was Selbstfahren, Dauer und auch anderen Aspekte angeht.

Ja, wir würden gerne eine dreiwöchige Reise machen. Aber vielleicht sind 3 Wochen "Dauer"-Safari auch nicht das Richtige für Anfänger, auch hinsichtlich des Budgets. Das gilt ebenso für die Anzahl der Parks. Wir legen wohl besser einen Fokus mit mehr Nächten, den man ggf. noch etwas anreichern kann. In beiden Fällen gilt vermutlich: weniger ist mehr.

Die Kombination von "gar nicht so einfach" und "es bietet eigentlich keinen Vorteil" (sondern ist letztlich eine Geschmacksfrage) lässt uns mittlerweile eher zu einem Fahrer/Guide tendieren. Ich mein, uns geht darum, Kenia kennenzulernen sowie Natur und Tiere in Form von Safaris zu erleben. Das steht im Vordergrund. Und wenn es sich als Anfänger dafür besser anbietet, orts- und fachkundige Fahrer anzuheuern, ist das okay. Es gibt schließlich viele andere Länder, die sich toll auf eigene Faust erkunden lassen. Ich vermute, dass es ebenso eine tolle Erfahrung sein kann, mit einem Local unterwegs zu sein. Vor allem, wenn man trotzdem die Freiheit hat, die Tage selbst zu gestalten.

So wie ich alles verstehe, könnte man sagen, dass es in Kenia eine persönliche Geschmacksfrage ist, ob man als Selbstfahrer oder geführt reisen möchte. Es ist keine Frage des Budgets. Man bekommt zwar gute Autos (wie über Sunworld), aber das ist nicht günstig, während ein Fahrer recht günstig ist.

Daher, aktueller Planungsstand:
– vermutlich geführte Reise statt Selbstfahrer
– weniger ist mehr, vielleicht 2–2,5 Wochen Safari/NPs + ein bisschen Küste am Ende
– Fokus auf Norden, falls möglich mit Süden kombinieren. Vermutlich nicht in die Masai Mara
– Camps/Lodges statt Zelten
– Reisezeit zwischen November und Dezember
Sadie schrieb:[...] Link zu meinem RB von unserer Selbstfahrer Tour in Kenya in 2021 [...] und lesen wie es uns ergangen ist.
Als Afrika Neulinge würde ich nicht Kenya als erstes Safari Land wählen. Es ist schwierig dort als Self-Driver in mancher Hinsicht. Und ich sage das nachdem wir 10 Safaris in andern Ländern gemacht haben.
Vielen Dank, euren RB lese ich mir heute Abend durch (Englisch passt). Eure Aussage will ja schon was heißen, wenn ihr bereits so safarierfahren wart.
picco schrieb:Du hast ja eh schon bemerkt dass Costa Rica nicht mit Afrika, insbesondere nicht mit dem östlichen Afrika zu vergleichen ist.
Jepp, ich wollte euch zeigen, dass wir zumindest nicht völlig naiv und romantisch verklärt an die Sache rangehen 🙂
Bisher habe ich oft gelesen, dass Uganda/Ruanda eher geeignet wäre, wenn man schon ein bisschen Afrika-/Safari-Erfahrung hat. Tansania hatten wir ja auch auf dem Schirm, wobei ich das als "eher noch teurer als Kenia" abgespeichert habe. Wieso würdest du die beiden eher empfehlen?
Wobei ich persönlich keinerlei Vorteile beim Selbstfahren sehe, denn man kann auch mit Guide, Koch und Bodenzelt, in Uganda/Ruanda auch mit Lodges, sehr spontan in seinem Tempo unterwegs sein, aber jeder wie er mag. Dachzelt würd ich nicht empfehlen, zum Einen hats davon nicht viele in Ostafrika, zum Anderen kannst Du damit kein Hubdach geniessen.
Alles gute Punkte, danke dir. Ich glaub, wir haben das mit einem Guide falsch eingeschätzt. Und stimmt, das Dachzelt ist diesbezüglich ja ein großer Nachteil, hab ich nicht dran gedacht.
THBiker schrieb:da ich doch ab und an in Kenia bin, versuche ich mal zu helfen, bzw. meine Meinung beizutragen.
Das ist dir gelungen (das Helfen) 🙂

Wir tendieren aktuell zu Mitte/Ende November bis Dezember. Lieber etwas abseits der Hochsaison (wg. Fülle und Budget) und dafür abwechslungsreicheres Wetter. Wir sind keine Wetter-/Sonnenfanatiker, gibt ja passende Kleidung. Und wenn wir nicht selbstfahren, sollte das ja passen.
Wenn ich es richtig verstehe, wollte ihr alle aufgezählten Parks besuchen? Das wären 7 an der Zahl 😮 Kann man machen, wäre mir persönlich zu viel des Guten. [...] Ich würde mindestens folgende Tage in den jeweiligen Parks einplanen: [...] Ich bleibe gerne mindestens 3 Nächte, so hat man zumindest 2 volle Gamedrive Tage und ist nicht nur mit Ein- und Auschecken beschäftigt. Nicht zu unterschätzen sind die Fahrzeiten zwischen den einzelnen Parks.
Danke für die Klarheit. Du hast total recht, weniger wird mehr sein, wie oben gesagt. Typischer Anfänger-Fehler 😉
Uns reizt der Norden etwas mehr. Das könnte unser Fokus sein. Vielleicht schaffen wir es noch den Amboseli und/oder 1x Tsavo anzuschließen. Damit kommen wir dann so auf 2 oder 2,5 Wochen. Zum Abschluss dann doch noch Küste.
Die Nationalparkpreise in 2024: Das ist tatsächlich eine Sache, die einem den Spaß an Kenia verdirbt. [...] 200$ Parkgebühren plus die Accomodation Fees
Wir sind hin und her gerissen. Das, was du beschreibst, ist überhaupt nicht das, was wir suchen oder mögen. Wir sehen lieber weniger, dafür aber respektvoll. (In Costa Rica haben wir den bekanntesten und "Must Have"-Nationalpark, Manuel Antonia, genau deswegen ausgelassen. War uns zu touristisch, mehr "Zoo" als Wildnis. Klar, wir sind genauso Touries, aber wir versuchen, zurückhaltend zu sein.) Und die Kosten sind halt enorm.
Andererseits ist es DIE Masai Mara, DER Hotspot ... "wenn man schon mal in Kenia ist" ... Aber vielleicht muss man sich davon einfach lösen? Zumal wie Gabi-Muc schon sagte ... vielleicht noch etwas "Luft nach oben" lassen und nicht direkt mit dem Fettesten starten.
Wollt ihr eigentlich in eigenen Zelten/ Dachzelt übernachten und als Selbstversorger unterwegs sein oder wollte ihr in Camps übernachten?
Bisher hatten wir beides in Betracht gezogen. Aber wenn wir ehrlich sind, sind wir vermutlich doch eher Lodge-Lieger als Camper.
RalfT schrieb:Das ist grundsätzlich natürlich richtig, trifft aber auf den Caprivi-Streifen (Bwabwata, Kwando, Chobe) sicher nicht zu. Dazu vielleicht noch ein Abstecher nach Botswana und 3 Wochen Safari pur steht nichts im Wege.
Das sieht wirklich toll aus, ist also defintiv eine Überlegung wert. Ich denke, wir bleiben erst mal bei Ostafrika (oder Südafrika als Alternativ). Namibia steht auf unserer Liste für später (es scheint für uns bzgl. Reisezeit auch nicht so gut zu passen. Wir haben eher in unserem Herbst/Winter Zeit für größere Reisen).
zuletzt bearbeitet 27. Dez. 2023
207 Beiträge · seit 202327. Dez. 2023 · #9
Hi Hosh,
Kenia und auch Tansania sind für mich nach wie vor "das Afrika": die vielen herzlichen Menschen, die bunten Farben, das Wirrwarr
auf den Straßen und die Weiten der Savannen mit den vielen verschiedenen Tieren.
In Kenia waren wir jeweils zwischen Juli und September, der wirklichen Trockenzeit. Es regnete nie und deshalb ist es auch die
Hochsaison. In Tansania waren wir Ende Januar/Anfang Februar 2020 (noch kurz vor Corona) in der eigentlichen "kurzen" Trockenzeit. Allerdings regnete es ab und an mal (meist in der Nacht) und alles war grün. Es waren wenige Touristen unterwegs und wir sahen so viele Tiere wie noch nie zuvor auf einer Safari.

Ich denke, es ist eine gute Entscheidung mit einem Fahrer/Guide in Kenia unterwegs zu sein, denn die Straßen und Wege in Ostafrika können recht abenteuerlich sein. Ich erinnere mich an Reifenpannen, Festfahren, fahren im Konvoi durch Überfallgebiete,
Durchqueren eines Flusses, der am Abend vorher noch ein Rinnsal war,....
Die Guides sind in der Regel über die aktuellen Verhältnisse gut informiert.

Die Masai Mara würde ich auf keinen Fall auslassen, denn sie verspricht die Sichtung der Big Five und im November/Dezember wird
es dort voraussichtlich nicht zu voll sein. Die Erhöhung der Nationalparkgebühren würde ich durch eine kürzere Gesamtreisezeit kompensieren.
Aber Achtung: Infizierung mit dem Afrikavirus ist möglich 🙂

Viele Grüße, Sabine
6'375 Beiträge · seit 201128. Dez. 2023 · #10
Hoi Hosh
hosh schrieb:Ich vermute, dass es ebenso eine tolle Erfahrung sein kann, mit einem Local unterwegs zu sein. Vor allem, wenn man trotzdem die Freiheit hat, die Tage selbst zu gestalten.
Mit einem Local kommt man halt auch eher in weniger touristische Ecken eines Dorfes, eines Marktes usw. Klar kann man das auch ohne Local, dann sollte man jedoch nicht nur Englisch sondern auch die ortsübliche Sprache beherrschen.
hosh schrieb:Bisher habe ich oft gelesen, dass Uganda/Ruanda eher geeignet wäre, wenn man schon ein bisschen Afrika-/Safari-Erfahrung hat. Tansania hatten wir ja auch auf dem Schirm, wobei ich das als "eher noch teurer als Kenia" abgespeichert habe. Wieso würdest du die beiden eher empfehlen?
Meine kostengünstigste Reise in Afrika hab ich im ach so teuren Tansania gemacht... 😉
1650$ excl. Flug und Trinkgeldern für 2 Wochen Safari...ist aber schon eine Weile her und war pro Person zu viert mit Guide und Koch und Camping.
Warum Tansania eher als Kenya? Weil die Fahrweise in Tansania zwar auch 'afrikanisch', aber nicht so 'afrikanisch' wie in Kenya ist...
Auch in Tansania kann Dir in einer unübersichtlichen Kurve ein Bus mit 100km/h auf Deiner Seite entgegen kommen, weil es einen lahmen Lastwagen überholt...und da die Fahrweise nach dem Recht des Stärkeren gehandhabt wird kann das schon mal unangenehm sein. In Kenya seh ich da aber mehr Chancen so was zu erleben. 😕
Uganda und erst recht Ruanda sind beinahe so einfach zu bereisen wie Costa Rica, nur ohne all die Vorsichtsmassnamen für die Amis und für Namibia-Erfahrene offenbar sehr wild (ich kanns nur vom Hörensagen her beurteilen, ich kenn im südlichen Afrika nur Botswana, das mir zum Teil für meinen Geschmack sehr sehr zivilisiert vorkam...nur in Kampala wird etwas anspruchsvoll gefahren, aber nicht auf den letzten Millimeter wie in Nairobi und Mombasa.
Natürlich hats da keine Massai Mara und keine Serengeti, aber auch wunderschöne afrikanische Natur und Menschen.
Sowie Menschenaffen, Vulkane, Berge, den Nil, den wunderschönen Lake KIvu usw.
Aber auch die Rebellengebitete der DR Congo gleich nebenan, was im (meiner Meinung nach eh nicht sehr lohnenswerten) Queen Elisabeth NP auch erst kürzlich zur Ermordung von zwei Touris und ihrem Guide geführt hat.
hosh schrieb:Ich glaub, wir haben das mit einem Guide falsch eingeschätzt.
Man kann auch bei Guides die Niete ziehen, siehe meinen Reisebericht von 01/2015 oder auch den Amboseli-Teil des Reiseberichtes von 02/2011...so was möchte ich nie mehr erleben!
hosh schrieb:Wir sind keine Wetter-/Sonnenfanatiker, gibt ja passende Kleidung.
In der Zeit von November bis Mai hats eh weniger Sonne und mehr Wolken als man erwarten würde.
Und denkt daran: In Afrika kanns schon mal richtig kalt werden, speziell wenn man morgens in der Mara ins offene Safarifahrzeug steigt und einem der 10°C kalte, feuchte Wind um die Nase pfeift. Oder wenn man am Bwindi NP in Uganda auf 2500müM mit einem Feuer unter dem Tisch schlotternd zu Abend isst...
hosh schrieb:Uns reizt der Norden etwas mehr. Das könnte unser Fokus sein. Vielleicht schaffen wir es noch den Amboseli und/oder 1x Tsavo anzuschließen. Damit kommen wir dann so auf 2 oder 2,5 Wochen. Zum Abschluss dann doch noch Küste.
Als Anfang in Kenya empfehle ich immer den völlig unterschätzten Nairobi NP! Einer meiner Lieblingsparks!
hosh schrieb:Wir sehen lieber weniger, dafür aber respektvoll.
Sehr sympatisch!!!
hosh schrieb:Andererseits ist es DIE Masai Mara, DER Hotspot ... "wenn man schon mal in Kenia ist"
Ja, die Mara ist schon der Hammer...war mein zweiter NP in Afrika...aber wie schon gesagt wurde: Tiermässig der Höhepunkt, insbesondere im Gebiet des Triangles! Kann man aber auch bei einer weiteren Afrikareise machen...
hosh schrieb:Aber wenn wir ehrlich sind, sind wir vermutlich doch eher Lodge-Lieger als Camper.
Okey, dann wirds in Tansania teuer, besonders in der Serengeti.
Und Campen in Ostafrika heisst ja auch Bodenzelt in der Wildniss mit Küchenkäfig und meist ekelhaften Toiletten.
Und das alles ohne Zaun...da kann schon mal die Hyäne beim Zähneputzen hinter der nächsten Ecke kichern oder der Löwe neben Deinem Zelt brüllen.
Nicht falsch verstehen: Wenn man weder Esswaren, riechende Kosmetika noch Leder im blickdicht verschlossenen Zelt hat und das Zelt nicht auf irgendwelchen Trampelpfaden steht ist man da drin recht sicher, aber Fehler haben schnell mal eine unangenehme Auswirkung.
Ich für mich liebe das Zelten in der afrikanischen Wildniss, meine Partnerin würd ich aber niemals dazu bringen können so was mitzumachen... 😉
Gruss, Picco B) Meine Reiseberichte: Nord- und Süd-Tansania, Kenya, Ruanda, Uganda, Botsuana/Sambia, DR Congo, und als ausserafrikanische Gebiete: Costa Rica und Mt. Everest BC (klick hier)
1'366 Beiträge · seit 201128. Dez. 2023 · #11
Wir tendieren aktuell zu Mitte/Ende November bis Dezember. Lieber etwas abseits der Hochsaison (wg. Fülle und Budget)
Laut den neuen Definitionen für die Preise, ist November immer noch Hochsaison, Dezember (Weihnachten) sowieso. Trotzdem wird es vermutlich etwas leerer in den Parks sein, vor allem unter der Woche. An den Wochenenden kommen inzwischen auch sehr viele Locals in die Parks.
In Kenia waren wir jeweils zwischen Juli und September, der wirklichen Trockenzeit. Es regnete nie und deshalb ist es auch die
Hochsaison.
Ich denke nicht, dass das Wetter der Grund der Hochsaison ist, sondern 1. die Migration, die von Juli bis Oktober in der Mara ist und 2. die Hauptferienzeit, zumindest in Europa.
Uns reizt der Norden etwas mehr. Das könnte unser Fokus sein. Vielleicht schaffen wir es noch den Amboseli und/oder 1x Tsavo anzuschließen. Damit kommen wir dann so auf 2 oder 2,5 Wochen. Zum Abschluss dann doch noch Küste.
Ihr könntet zum Beispiel zuerst den Norden machen, dann auf dem Rückweg einen Zwischenstopp in Nairobi und weiter in den Amboseli und den Tsavo fahren. Lumo ist inzwischen eines meiner neuen Lieblingsgebiete. Klein, ganz wenig Camps und nicht überlaufen. Das Cheetah Fly Camp wäre da eine günstige Alternative. Ihr könntet euch dann über Tsavo, z.B. Satao Camp weiter bis zur Küste fahren lassen.
Falls ihr euch doch für die Mara entscheidet, könntet ihr den Norden machen, ein Zwischenstopp in Naivasha oder Nakuru einlegen, dann weiter in die Mara fahren. Von dort dann an direkt an die Küste fliegen.
Andererseits ist es DIE Masai Mara, DER Hotspot ... "wenn man schon mal in Kenia ist" ...
Ja, mit allen Vor- und Nachteilen. Die Tierdichte ist immens, nirgendwo wirst du so viele Katzen auf einem Fleck sehen. Man kann fast sagen, dass man in der Mara Katzen-Garantie hat. Problem: Es gibt zu viele Unterkünfte in und bei der Mara, ich glaube mich zu erinnern, dass es in der Mara um die 5000 Gästebetten gibt. Entsprechend voll wird es an den Hotspots, denn die Fahrer sind alle per Funk verbunden. D.h. einer findet was, alle heizen hin 🙁 Das ist nicht wirklich schön. Es kann dann schon vorkommen, dass z.B. bei einem Leoparden 30-40 Autos stehen. Wenn die Fahrer sich ordentlich verhalten würden, wäre das auch kein Problem, aber manche meinen halt, dass sie bis an die Nasenspitze des Tieres fahren müssen und es auf Schritt und Tritt verfolgen.
Wir sind keine Wetter-/Sonnenfanatiker, gibt ja passende Kleidung.
Es schüttet in der Regel nicht den ganzen Tag. Oft nachmittags oder in der Nacht. Dieses Jahr war extrem, aufgrund von El Nino 🙁
Die Masai Mara würde ich auf keinen Fall auslassen, denn sie verspricht die Sichtung der Big Five
Mit den Nashörnern muss man in der Mara schon ziemlich Glück haben. Da muss man schon rüber ins Triangle fahren um die Nashorn-Garantie zu haben. Ich denke nicht, dass sie viele neue Tierarten entdecken werde, als vorher auf der Nord-Route. Nashörner sieht man besser in Ol Pejeta oder in Meru.
Aber ja, Mara ist schon toll, wie oben bereits beschrieben, mit allen Vor- und Nachteilen. Ich werde sie auch vermissen.

Schaut euch aber auch mal die Conservancies oder das Mara Triangle in der Mara an, die sind eine echte Alternative. Zumindest sind dort aktuell die Preise noch "normal", die Anzahl der Fahrzeuge ist begrenzt und Regeln werden strikter kontrolliert.
Gruß Thorsten :) Thorsten Hanewald Photography Auf den Spuren der Gnus - Tansanias Norden Zu Besuch im Angama Mara Camp (Mara Triangle) Masai Mara intensiv " Alles, was ich jetzt wollte, war nach Afrika zurückzukommen. Ich hatte es noch nicht einmal verlassen, aber wenn ich nachts aufwachte, lag ich lauschend da, bereits voller Heimweh danach." Ernest Hemingway
Gast28. Dez. 2023 · #12
Kenia ist mit den neuen Gebühren sicher das teuerste Safariland in Ostafrika. Uganda am billigsten und Tansania dazwischen.

Gerade wenn ihr in der Trockenzeit unterwegs seid, finde ich Kenia als Selbstfahrer nicht schwer - nicht schwerer als Tansania oder Uganda. In einigen Nationalparks in Kenia ist die Ausschilderung vor Ort (z.B. der Wasserlöcher und Viewpoints) dünn bis nicht vorhanden, aber dem lässt sich durch eine entsprechende Vorbereitung und POIs auf dem Smartphone vorbeugen. Der Standard auf Campsites ist deutlich schlechter als in Namibia oder Südafrika.

U.a. Roadtrip Africa hat LandCruiser mit Dachzelt, Campingausstattung und Dachluken. So lange nur ein Dachzelt installiert ist, bleiben die Luken nutzbar. Um Tiere zu sichten, sind Hubdach und Luken super. Für gute Fotos ist beides nicht erste Wahl. Von oben herab auf Tiere zu fotografieren, ist suboptimal.

Zum Thema Guide: Das kann alles super passen, man kann einen neuen Freund gewinnen. Im dümmsten Fall muss man 2-3 Wochen jeden Tag 16 Stunden mit jemandem verbringen, mit dem die Chemie nicht stimmt und das ruiniert den ganzen Urlaub. Guide heißt auch, dass man 2-3 Wochen kaum Privatsphäre hat. Mit Guide sieht man häufig mehr, andererseits empfinden viele eigene Sichtungen als befriedigender, als wenn man alles mundgerecht serviert und "den Hintern gepampert" bekommt. Zu den Kosten eines Guides: Die stehen im Angebot. Man kann hier aber regelmäßig lesen, dass die Reisenden 10-20$ Trinkgeld pro Tag für angemessen halten. Dann kannst du bei einer 3wöchigen Reise zu den offiziellen Kosten noch mal 200-400$ dazurechnen.

Was ich eigentlich sagen will: In Bezug auf "mit oder ohne Guide" gibt es kein pauschales gut oder schlecht, kein richtig oder falsch. Es hängt davon ab, was für Euch am besten passt. Für uns passt ohne Guide besser, aber das gilt nur genau für uns.

Nebenbei: Ich befürchte ein bisschen, dass Tansania und Uganda die neuen Gebühren in Kenia sehen, die eigenen Gebühren im Vergleich als viel zu billig bzw. den Preisabstand nun als zu groß befinden und 2025 auch kräftig erhöhen werden. Finanziell könnte es sinnvoll sein, 2024 Tansania oder Uganda zu besuchen und sich Kenia für 2025 aufzuheben. Es ist nicht zu erwarten, dass Kenia die Gebühren dann erneut anhebt.

Grüße
zuletzt bearbeitet 28. Dez. 2023
1'366 Beiträge · seit 201128. Dez. 2023 · #13
Zum Thema Guide: Das kann alles super passen, man kann einen neuen Freund gewinnen. Im dümmsten Fall muss man 2-3 Wochen jeden Tag 16 Stunden mit jemandem verbringen, mit dem die Chemie nicht stimmt und das ruiniert den ganzen Urlaub.
Da gebe ich dir Recht, die Chemie kann auch mal nicht passen. Aber dann würde ich beim Safari-Veranstalter anrufen und ihn darum bitten den Guide zu tauschen. Das sollte bei einem seriösen Anbieter auch kein Problem sein.
Bezüglich "Freund gewinnen" sag ich mal "naja" 😉 In erster Linie sind wir Kunden und in vielen Augen sind wir die reichen Kunden, wie sonst, sollte man sich so eine Reise leisten können. Deshalb erwartet der/ die ein oder Andere auch ordentlich Trinkgeld. Selbst wenn man glaubt, einen Guide jahrelang gut zu kennen, kann man böse überrascht/ enttäuscht werden. Manche werden wohl größenwahnsinnig 😈
Die Guides werden i.d.R. bezahlt und die Bezahlung ist nicht so schlecht (vermutlich abhängig vom Safarianbieter), d.h. das Trinkgeld ist etwas, das man dem Guide für eine gute Extra-Leistung gibt. Pro Fahrzeug sollten es nicht mehr als 10-20$ pro Tag sein. Sollte ein Guide unzufrieden mit dem Trinkgeld sein, dann sollte das der Kunde umgehend dem Safariveranstalter melden. So ein Verhalten muss dann auch Konsequenzen haben. Manche Guides sind da inzwischen ziemlich dreist geworden. Wie gesagt "Manche" nicht "Alle". Ich spreche hier nur gerade aus eigener Erfahrung.
Was ich eigentlich sagen will: In Bezug auf "mit oder ohne Guide" gibt es kein pauschales gut oder schlecht, kein richtig oder falsch. Es hängt davon ab, was für Euch am besten passt. Für uns passt ohne Guide besser, aber das gilt nur genau für uns.
Genau so ist es 😎
Nebenbei: Ich befürchte ein bisschen, dass Tansania und Uganda die neuen Gebühren in Kenia sehen, die eigenen Gebühren im Vergleich als viel zu billig bzw. den Preisabstand nun als zu groß befinden und 2025 auch kräftig erhöhen werden. Finanziell könnte es sinnvoll sein, 2024 Tansania oder Uganda zu besuchen und sich Kenia für 2025 aufzuheben. Es ist nicht zu erwarten, dass Kenia die Gebühren dann erneut anhebt.
Tansania war die ganze Zeit schon teuer und wurde nun von Kenia überholt. Hoffen wir es mal nicht, dass es so kommt.
Ich hoffe, dass Kenia ordentlich auf die Schnauze fällt mit ihrem neuen Konzept. 😈 Leider würde es aber, wie immer, zuerst die armen Menschen treffen. 🙁 Die reichen und korrupten Land Lords und Regierungsbeamte haben ihre Schäfchen, bzw. ihre Kühe, im Trockenen. 😈
Aber die Diskussion sollten wir an anderer Stelle fortführen, deshalb bin ich hier jetzt ruhig , was das Thema angeht 😗
Gruß Thorsten :) Thorsten Hanewald Photography Auf den Spuren der Gnus - Tansanias Norden Zu Besuch im Angama Mara Camp (Mara Triangle) Masai Mara intensiv " Alles, was ich jetzt wollte, war nach Afrika zurückzukommen. Ich hatte es noch nicht einmal verlassen, aber wenn ich nachts aufwachte, lag ich lauschend da, bereits voller Heimweh danach." Ernest Hemingway
Gast29. Dez. 2023 · #14
THBiker schrieb:Manche Guides sind da inzwischen ziemlich dreist geworden.
Es sind letztlich andere Touristen, die die so "versauen". Wenn dann einer 30 oder 50 US$ Trinkgeld pro Tag gibt und ein paar andere das wiederholen, dann ist das das neue "Normal". Dann macht sich die Erwartungshaltung breit, dass westliche Touristen das zahlen. Dann wird mindestens sehr sparsam geguckt oder eben gemault, wenn ein Touri "nur" 20 US$ oder gar nur 10 US$ am Tag gibt.

Aus dem Grund bin ich auch sicher, dass Kenia mit den neuen Eintrittsgebühren nicht auf die Nase fällt: Es gibt mehr als genug, die ohne mit der Wimper zu zucken jeden aufgerufenen Preis bezahlen. Die Preise für einige Unterkünfte steigen jedes Jahr stärker als die Inflation? Wird trotzdem gebucht. Die Campsite kostet 100 US$? Hoffentlich ist die noch verfügbar. Der Mietwagen soll jetzt 250 US$ am Tag kosten? Wo kann ich buchen?

Mir schlackern hier regelmäßig die Ohren, wenn einige schreiben, was sie an Trinkgeldern geben oder dass für den Parkplatzwächter in Namibia 20-50 N$ "normal" wären. Es geht mir dabei gar nicht darum, zu knausern, aber ich gucke vorher schon mal, wie das Einkommensniveau im Land ist und was die Mittelschicht dort verdient. Ich muss das Gefüge nicht sprengen und ich verschaffe Namibia auch keine gute Zukunft, wenn die Erbringung anspruchslosester Dienstleistungen wie Parkplatz "bewachen" effektiv besser bezahlt wird als studierte Jobs.

Aber vielleicht bin ich auch nur ein alter Sack, der Probleme hat, sich an veränderte Zeiten anzupassen 🙁

Grüße
1'130 Beiträge · seit 202229. Dez. 2023 · #15
mitglied19210 schrieb:....Ich muss das Gefüge nicht sprengen ....
übertrieben hohes Trinkgeld kann auch folgenden Effekt haben.
Ein Freund aus Kapstadt, selber im Tourismus tätig und erfahren, hat mir schon vor Jahren erzählt, dass Besitzer von Gastronomiebetrieben, wo das grassiert, dann die Gehälter kürzen oder überhaupt streichen. Dann ist Trinkgeld das einzige Einkommen des Personals.
zuletzt bearbeitet 29. Dez. 2023
Themenstarter4 Beiträge · seit 202312. Jan. 2024 · #16
Hallo zusammen,

ich hoffe, ihr seid alle gut ins neue Jahr gestartet.

In der Zwischenzeit haben wir natürlich viel überlegt und uns auch Angebote eingeholt. Die voraussichtlichen erhöhten NP-Gebühren sind ordentlich. Wie zuletzt schon geschrieben, tendieren wir aktuell zu einem ersten Afrika-Einstieg über Südafrika samt Krueger und zwei, drei Private Game Reserves. Einfach um zu schauen, wie gut uns Safari grundsätzlich gefällt. Dann werden wir viel besser beurteilen können, worauf wie Wert legen und wie viel uns eine Reise, eben zB nach Kenia, wert wäre.

Ich möchte bei euch für die vielen Antworten und Informationen bedanken und bin mir sicher, dass dieser Thread auch anderen weiterhelfen wird, wenn es um die Wahl des Reiselandes und Selbstfahrer vs. Guided geht.
Danke!
72 Beiträge · seit 201514. Jan. 2024 · #17
An diese interessante Anfrage würde ich mich gerne anhängen denn es ist eine gute Idee die sich dahinter verbirgt.

Wir sind erfahrene Weltreisende mit Allraderfahrung und würden gerne über Winter Nov. - März in Afrika unterwegs sein. Eine Fahrzeugkauf scheiterte zuletzt an Corona.

Bis dato besucht haben wir in Afrika, Namibia, Südafrika, Botswana, Zimbabwe und ein wenig Sambia. Hierbei haben wir viele der bekannten Parks bereist. Interessieren würde uns vermehrt Ostafrika und zwar als Selbstfahrer bzw. Guided Tours. Was uns gar nicht gefällt sind die oftmals voll getackteten Termine in Parks mit Voranmeldung und detaillierter Planung. Wir lieben es da zu sein wo man was sehen und erleben kann.

Hierzu suchen wir einen passenden verlässlichen Autovermieter mit für uns passenden 4x4 gerne in Kleinbusgröße. HZJ mit Dachzelt in unserem Alter muß nicht unbedingt sein. Tour und Safariunternehmen bzw. Unternehmen die gute Guided Touren anbieten und wie geschrieben verläßlich sind.

Was sicher unser Problem ist, "preislich" wie aufwandtechnisch solche jährlich geplanten Touren zusammen zu fügen. Dazu dann noch das passende Wetterfenster je nach Region und Park. Wir sind für jeden brauchbaren Tip dankbar, egal in welche Richtung, ob Parks, Touranbieter, Autovermieter ( auch privat... ) usw.

Danke für Eure Unterstützung und sicher tolle Tips...
Gruß Waldi
1'835 Beiträge · seit 201514. Jan. 2024 · #18
Hallo Vagabondo-Waldi!

Nun bist du da mitten in einem Thread gelandet und viele Experten werden dich hier nicht finden. Vielleicht solltest du einen eigenen Thread im Tanzania und auch im Kenya Forum öffnen.
Also für mich passen Winter in Ostafrika und Kleinbuss nicht zusammen. Denn es ist dort Regenzeit und die Tracks seien wie Schmierseife habe ich gelesen aber selber nicht erfahren. Natürlich gibt es nicht Dauerregen, aber im Bodenzelt im Regen…. Das ist doch nach einem Tag Regen auch nicht mehr lustig.
Kommen denn Kleinbusse überhaupt in 4X4? Davon wird Picco sicher etwas beisteuern.
Wenn du in dieser Zeit die Mara besuchen willst, dann nur mit 4x4 und am besten im Landcruiser, den du auch im August und September brauchst um durch einige Bachüberfahrten zu kommen.
In Kenya haben wir über Roadtrip Afrika einen Landcruiser gemietet. Leider kann ich dieses Unternehmen nicht empfehlen, es ging Einiges schief.
In Tanzania mieteten wir einen Landrover von Serengeti Select Safaris. Der Inhaber, Nathan, ist ein Amerikaner (wie wir) und vermietet Landrover auch mit Fahrer wenn gewünscht. Es ging auch Einiges schief, einmal mit dem Dachzelt meiner Schwester und mit dem Wagen bei uns.
Unten in meiner Signatur kannst du davon lesen. Mein RB von Kenya hat einen Link den ich eben im Kenya Forum veröffentlichte.
Es gibt sicher einige Forumsmitglieder die dir mehr Auskunft über die Regenzeit geben können. Ich persönlich würde nie während der Regenzeit im Zelt unterwegs sein, dann nur in Lodges und mit Fahrer um z.B. im Februar die calving time der Wildebeest in Ndutu zu sehn.
Die Kenya NP sind super und da wird es sicher nicht in allen zur gleichen Zeit regnen. Aber zum Vorausplanen wird da sicher nichts draus, da musst du eher vor Ort entscheiden in welche Richtung ihr fahren wollt, je nach Prognose. Public campgrounds in den National Parks, im Mara Triangle, und auch in den Northern Parks in Tanzania, brauchst du nie vorzubuchen. Man erscheint einfach und stellt sich auf eine große Wiese wo es noch Platz hat.
Ich hoffe meine Antwort hilft ein wenig…
Liebe Grüsse Von Katrin
If life is a journey be sure to take the scenic road! Expedition Antarktis: https://www.namibia-forum.ch/forum/weiterelaender/299327-expedition-antarktis-mit-falklands-und-s-georgia.html Island In Herbstfarben https://www.namibia-forum.ch/forum/weiterelaender/299288-island-in-herbstfarben-september-2018.html Nordamerikanische Safari und Landschaften May Till October 2019 https://www.namibia-forum.ch/forum/index/weitere-laender/299141-nordamerikanische-safari-und-landschaft-2019.html Zweite Selbst Fahrer Tour in Tansania. Same same but different. Juni 2018 https://www.namibia-forum.ch/forum/index/tansania/295665-zweite-selbst-fahrer-tour-in-tansania-same-same-but-different.html Trip reports in English: Namibia and KTP 2016 http://safaritalk.net/topic/16959-self-drive-safari-tr-nam-sa-bots-nam/ Botswana 2016: http://safaritalk.net/topic/16985-self-drive-safari-tr-bots-nam-sa/ Tanzania 2015: http://safaritalk.net/topic/15256-self-drive-safari-through-northern-tz-parks-of-mara-crossings-and-lions-in-camp/ Nam-SA-Bots 2014: http://safaritalk.net/topic/14669-self-drive-safari-in-botswana-south-africa-and-namibiab/page
zuletzt bearbeitet 14. Jan. 2024
72 Beiträge · seit 201514. Jan. 2024 · #19
Danke Karin!

Bin gespannt ob die Anfrage brauchbare Vorschläge bringt weil es kein einfaches Thema ist, das vermutlich selten zur Anwendung kommt.
6'375 Beiträge · seit 201115. Jan. 2024 · #20
Hoi zämä
Sadie schrieb:Also für mich passen Winter in Ostafrika und Kleinbuss nicht zusammen. Denn es ist dort Regenzeit und die Tracks seien wie Schmierseife habe ich gelesen aber selber nicht erfahren.
Sorry, das stimmt so nicht!
Ende Oktober/Anfangs November bis in den Januar hinein ist die kleine Regenzeit, Mitte Februar bis Juni ist die grosse Regenzeit.
Ob sich der Regen jedoch daran hält ist in der Zwischenzeit eine andere Frage...wir waren immer in der Zeit zwischen etwa dem 25.01. und dem 15.02. in Tansania unterwegs. Und einmal im Dezember in Kenya, war kein grosses Problem, 1-2 Tage mit sintflutartigem Regen von einer halben Stunde...
Sadie schrieb:Kommen denn Kleinbusse überhaupt in 4X4? Davon wird Picco sicher etwas beisteuern.
Die gibts durchaus in 4x4, beim Toyota Hiace ists dieselbe Technik wie beim Hiace, nur kleinere Räder und dadurch etwas schlechtere Traktion im Schlamm oder Sand und durch die nicht fürs Gelände optimierte Carosserie schlechtere Geländeeigenschaften.

@Waldi: Was genau willst Du wissen? Ich steh bei Deinem Beitrag etwas auf dem Schlauch...meines Wissens (Bin kein Selbstfahrer) muss man die Parkpermits im Voraus bezahlen, was es schon etwas schwiriger macht mit der Spontanität, aber sicher bin ich mir hierzu nicht, da können aber sicher andere weiterhelfen.
Gruss, Picco B) Meine Reiseberichte: Nord- und Süd-Tansania, Kenya, Ruanda, Uganda, Botsuana/Sambia, DR Congo, und als ausserafrikanische Gebiete: Costa Rica und Mt. Everest BC (klick hier)