AkirfaThemenstarter5 Beiträge · seit 202324. Juli 2023 · #1Ich hab mich einigermaßen eingelesen und finde es toll, wie die Forumsmitglieder versuchen zu helfen. Auch ich mit 2 Freunden nach Namibia (evt. Botswana) mit Toyota Dachzelt. Campingplätze sind sehr schwer zu finden. Die ersten 6 Nächte sind fest aber dann. Die meisten die ich anschreibe sind voll. Die wo mal noch ne Nacht frei ist, senden mir ein Formblatt, dass ich mit Kreditkartendaten und Passnummer usw.usf. ausfüllen soll und dann per Mail zurückschicken. Ich geb aber ungern meine Kreditkartendaten einfach so ins Web.
Die Bankverbindungen, die angegeben werden enthalten keine IBAN, sonst würde ich es ja so überweisen. Ich kann auch keine generieren. Also, ich bin schon ziemlich verzweifelt. Hat jemand eine Idee?
Wäre es möglich einfach hinzufliegen und dann zu gucken wo was frei ist? Geht am 18. August los. (3 Wochen).
travelNAMIBIA33,1k Beiträge · seit 200624. Juli 2023 · #2Hallo Akirfa,
das Thema taucht hier gefühlt jede Woche auf. Die Formblätter mit KK-Details sind hier seit Jahrzehnten Gang und Gebe. Wem das zu unsicher ist, muss dann eben auf anderem Wege bezahlen. Du kannst eine Auslandsüberweisung machen (je nach Heimat- und Empfängerbank kann das teuer werden). Einfach eine für außerhalb des SEPA-Raums machen, dann brauchst du auch keine IBAN (die es in einem Großteil der Länder gar nicht gibt), sondern nur die Kontonummer und SWIFT-Code. alternativ ohne Reservierung fahren, was aber in der absoluten Hauptsaison auch bei Camping einer Lotterie gleichkommen kann.
Viele Grüße aus Windhoek
Christian
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Hajo52409 Beiträge · seit 202224. Juli 2023 · #3Überweisen ist sehr einfach geworden, aber man benötigt eine eigene Kreditkarte dazu.
In den vergangenen Monaten habe ich mich auf den niederländischen Anbieter xe.com mit einer Vielzahl Überweisungen nach Namibia und Südafrika "eingeschossen". Schnell und absolut zuverlässig. Einfach, wenn es von Deiner Kreditkarte geht, jedoch muß diese auf Internet-Transaktionen eingerichtet sein. Geht dann mit Deiner Bank-Pin, und TAN über Dein Handy zum Abschluß der Transaktion.
Kostet € 2,99 pro Überweisung, die verdienen anscheinend noch geringe Margen am Wechselkurs.
Es gibt auch gleich eine Fragestellung woher und wofür nach Regeln der Zentralbanken. Dann gibt es keine Rückfragen der Zentralbank beim Empfänger.
Nach maximal 4 Tagen liegt das Geld in NAM oder ZA auf dem Konto. Hatte nach Windhoek schon nur 1 Tag.
Angeben muß man immer die Bank, Kontonummer und Swift des Empfängers.
Läuft phantastisch, einfacher und schneller als über die teure Swift-Überweisung der Hausbank.
Und das Geld kommt bis auf den Cent genau auf dem Empfängerkonto an.
Hoffentlich bleibt dieses System noch lange bestehen.
Einen Euro weniger zahlt man bei Profee.com, auch von Kreditkarte, aber leider kommen da häufig Rückfragen von den Reservebanken nach den Geldwäschegesetzen. Die sitzen auf Malta (EU), haben aber nicht ein solch ausgeklügeltes System wie xe.com. Sind aber nach meinen Erfahrungen auch absolut zuverlässig.
Hier brauche ich wenigstens meine Kreditkartendaten nicht im Netz jonglieren zu lassen.
AkirfaThemenstarter5 Beiträge · seit 202324. Juli 2023 · #4Vielen Dank Christian für deine Antwort.
Allerdings wirft sie alles über den Haufen, was ich dachte, was für Kreditkartendaten gilt. Wenn ich es richtig sehe, dann ist
Credit Card #: __________________________________________________ Exp: ________________________________
die Nummer der Kreditkarte, Exp: vermutlich das Ablaufdatum und CCV Nummer, die 3 stellige Sicherungsnummer, die man keinesfalls herausgeben soll. Dazu eine Kopie des Reisepasses. Das ganze in ner unverschlüsselten E-Mail über Kontinente versandt. Der Betrag um den es sich handelt sind 12 .- Euro. Ich weiß, du kannst nichts dafür, aber sehr wohl ist mir bei dieser Sache nicht. 🤢 Aber wenn, du sagst es ist sicher und es wird immer so gehandhabt und alle machen das so, dann werde ich das wohl machen.
AkirfaThemenstarter5 Beiträge · seit 202324. Juli 2023 · #5Oooooh, ich will einfach einen Campingplatz. Ja ich weiß, in einem anderen Erdteil aber das setzt ja anscheinend ne Banker-Lehre voraus. Vielen Dank Hajo für deine Information. Woher weiß ich denn, ob meine Kreditkarte für Internet Transaktionen eingerichtet ist? 3 € Überweisungsgebühr für einen Überweisungsbetrag von 12 € ist ja nicht gerade wenig. Aber dafür kannst du ja nichts. Aber es vermutlich sicherer, als die gesamten Kreditkartendaten mit Reisepassnummer UND Kopie des Reisepasses um die Welt zu schicken.
Hajo52409 Beiträge · seit 202224. Juli 2023 · #6Versuche es einfach wenn Du Internet-Banking hast, andernfalls frage die ausstellende Bank der Kreditkarte. Es gibt auch in D Abweichungen von Bank zu Bank.
AkirfaThemenstarter5 Beiträge · seit 202324. Juli 2023 · #7Ich denke, ich verbringe mehr Zeit vor dem PC als ich - so Gott will - in Namibia verbringen werde. Aber, dank den Forum lerne ich dazu. Tatsächlich gibt es bei meiner Bank - Postbank - eine Option in Länder ohne IBAN zu überweisen. Allerdings wäre es zu schön, wenn das so einfach wäre, wird doch Ort, Straße, PLZ der Empfängerbank verlangt - alles Angaben, die mir niemand mitgeteilt hat. Ich hab also einfach was erfunden und schon könnte ich überweisen. ABER für den Überweisungsbetrag von 12 EURO für eine Nacht Camping unter südlichen Sternenhimmel verlangt meine Bank 48,92 Euro Gesamtbetrag. Lächerliche 36 EURO bleiben somit bei der Bank hängen. Wenn ich nicht den Flug schon gebucht hätte, dürfte Namibia weiterhin glücklich vor sich hin schlummern.
Hajo52409 Beiträge · seit 202224. Juli 2023 · #8Dieser hohe Preis kommt durch das Swift System zustande.
Genau deshalb bedient man sich der Dienstleister,
travelNAMIBIA33,1k Beiträge · seit 200624. Juli 2023 · #9du sagst es ist sicher und es wird immer so gehandhabt
nein, ich sagte nicht, dass es sicher ist, nur üblich! Die Risikoabwegung musst du schon selber machen.
Viele Grüße
Christian
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adkstr155 Beiträge · seit 200725. Juli 2023 · #10Akirfa schrieb:das Ablaufdatum und CCV Nummer, die 3 stellige Sicherungsnummer, die man keinesfalls herausgeben soll. Dazu eine Kopie des Reisepasses. Das ganze in ner unverschlüsselten E-Mail über Kontinente versandt.
Das würde ich auch nicht machen.
Ein Ausweg wäre, das Formblatt nicht per Email schicken, sondern faxen.
Alternativ könnte man den PDF-File des Passes und das Formblatt verschlüsselt mailen.
Anschließend das Passwort und die CCV-Nummer per SMS schicken.
Ob das wirklich absolut sicher ist, kann ich nicht beurteilen. Mir hat es allerdings ein sicheres Gefühl gegeben und ich habe es mehrfach so gehandhabt.
Peter
ADVENTURE BEFORE DEMENTIA - noch etwas erleben im Leben
kalachee1'059 Beiträge · seit 200625. Juli 2023 · #11Das ist so ein Thema für sich und leider ist es schon so, dass die Tourismusindustrie in Namibia (und z.B. auch Botswana) hier schon noch ziemlich hinterher hinkt. Nur weil es seit Jahrzehnten so üblich ist, ist es ja nicht wirklich gut. Es besteht durchaus Bedarf, man sieht ja an den vielen Anfragen dazu in allen einschlägigen Plattformen, wie sehr es die (angehenden) Besucher verunsichert. Es ist wirklich total bekloppt, die Kreditkartendaten per E-Mail oder meinetwegen auch Fax (wer bitteschön hat noch ein Faxgerät) in der Weltgeschichte herumzuschicken oder überteuerte Banküberweisungen machen zu müssen. Namibia ist ja eigentlich ein modernes Land und wir haben jetzt 2023 - das geht echt nicht mehr.
Immerhin bei meinen aktuellen Buchungen waren immerhin zwei Camps dabei, die eine Alternative anbieten und die Bezahlung des Deposits (auch so ein alter Zopf, der eigentlich mal abgeschnitten gehört...) über eine sichere Plattform (Paygate) ermöglicht haben. Der Rest über Agentur oder direkt auf der Website der Unterkunft mit Buchungsplattform gebucht.
Wie dem auch sei, einigermassen gezwungenermassen habe ich auch dieses Mal wieder das CCA-Form rumgeschickt. Immerhin so viel kann ich sagen: von allen Gastrobetreibern selber habe ich damit noch nie Probleme gehabt, das wird schon vertraulich und zuverlässig behandelt.
Und noch zum Thema an den/die TE: August ist Hochsaison in Namibia, wenn du sicher gehen willst, musst du halt vorbuchen. Es gäbe sonst auch noch Agenturen/Veranstalter, die das für dich machen und du überweist einfach den Gesamtbetrag (und hast im besten Fall eh noch Schutzbrief oder wie das heisst). Ansonsten findet sich auch bestimmt ohne Vorbuchung vielerorts noch ein Plätzchen (feste Unterkünfte sind in der Hochsaison vielmehr ein Problem, Campsites abseits der absoluten Hotspots sicherlich viel weniger). Das Problem ist halt einfach, dass die Unterkünfte/Camps oft sehr weit auseinander liegen und es dann mitunter schwierig sein kann, nachmittags/abends noch eben schnell zu einem anderen Camp zu fahren, wenn das erste voll ist. Ansonsten einfach jeweils einen, zwei Tage vorher kurz anrufen und reservieren...
Liebe Grüsse
Sam
travelNAMIBIA33,1k Beiträge · seit 200625. Juli 2023 · #12Hi Sam,
Du hast in der Sache absolut Recht und seitdem 90% der festen namibischen Unterkünfte mittlerweile Onlinebuchungssysteme mit Payment-Gateway (v. a. Nightsbridge) nutzen, ist es auch schon viel weniger mit den KK-Formblättern geworden. Bei Campsites sehe ich aber auch kaum Alternativen (mal abgesehen davon, dass sie vielleicht einfach keine Anzahlung/Vorauszahlung verlangen könnten), da die Kosten der Systeme/Onlinebezahlangebote in keinem Verhältnis zu den Einnahmen stehen und v. a. bei Campsites in entlegensten gebieten schon die reine Online-Anbindung (also die Fütterung der Systeme mit Verfügbarkeiten, Einrichtung der Paygates etc) ein Problem sein kann. Da hilft eigentlich nur, die Campsites vorzubuchen, die man online auch bezahlen kann (z. B. NWR, Onguma...)
Viele Grüße
Christian
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AkirfaThemenstarter5 Beiträge · seit 202325. Juli 2023 · #13Vielen Dank für die Antworten. Das mit den Campsites versteh ich, dass scheinen oft nicht sehr viele Stellplätze zu sein, und dann lohnt sich der Aufwand mit Paygates usw. nicht. Allerdings hilft mir das nicht in der jetzigen Situation.
Dass August absolute Hochsaison ist, hätte ich nie gedacht. Wer fliegt schon vom schönen Sommer in Europa ins winterliche Namibia? Ich hätte das auch nicht gemacht, aber die Beiden anderen können von der Zeit nicht anders.
Aber man geht ja immer von sich aus, und denkt alle anderen ticken genau so. Da fällt man dann mitunter 🙁 auf die Nase.
Von der Planung her scheint mir
(Etosha konnte ich schon buchen. Die haben was geschickt, nennt sich payfast und das scheint auch sicher zu sein),
Caprivi mit Rückweg durch Botswana reisetechnisch überschaubarer zu sein. Weiß jemand, ob da die Campingplatzdichte im August mehr Platzmöglichkeiten hat als der Süden / Westen Namibias?
travelNAMIBIA33,1k Beiträge · seit 200625. Juli 2023 · #14Hi Akirfa,
die Trockenzeit ist im gesamten südlichen Afrika (mal das West-/Nordkap in Südafrika mit Winterregen ausgenommen) absolute Hauptsaison, d. h. von Mai bis Oktober.
Viele Grüße
Christian
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