Jossi schrieb:Seyko schrieb:https://www.starlink.com/business/direct-to-cell
Bei direkter Kommunikation mit dem Satelliten wird das spannend.
Es
ist direkte Kommunikation mit dem Satelliten.
Soweit ich das seinerzeit (das ist ja seit einigen Jahren in der Entwicklung) mitbekommen habe, geht das auch nur mit relativ aktuellen Mobiltelefonen (ich glaube alles ab LTE, also nicht soooo aktuell), und die Bandbreite ist extrem niedrig, weil die Sendeleistung eines Telefons einfach für die Entfernungen nur gerade so irgendwie mit Hängen und Würgen ausreicht. Deswegen gibts da anfangs erstmal nur SMS, und später soll dann Voice im alten GSM-Codec folgen, wenn ich mich recht erinnere.
Sendemasten am Boden sind nicht nötig (also bis auf ein paar Bodenstationen natürlich), die Satelliten reichen die Signale ja untereinander weiter.
Jossi schrieb:Starlink muss um die Datenverbindung zu kappen nicht dauernd ein- und ausschalten.
Da hast du was falsch verstanden, die Rede war davon, dass Starlink ja die Antenne ausschalten
müsste, wenn es wirklich so wäre, dass CRAN ihnen das Senden auf einer Frequenz untersagen dürfte. Quasi, um zu zeigen, wie absurd die Vorstellung ist.
Das hat sich aber hoffentlich mittlerweile geklärt, und jedem ist endlich klar, dass Namibia genau das nicht darf, weil das internationales Recht, und eben gerade nicht nationales ist.
Vielleicht noch ein letztes mal deutlich:
Jedes Land darf auf eigenem Hoheitsgebiet das Betreiben von Sendeanlagen regulieren.
Wenn eine Antenne aber im Nachbarland (oder eben im Weltraum) steht, hat das Land da nichts zu melden.
Es gibt gemeinsame internationale Regeln, bspw. mit welcher Leistung auf welcher Frequenz gesendet werden darf, und wofür welche Frequenz da ist (damit nicht der eine Radio auf 89,5 sendet, während im Nachbarland die Garagentore damit gesteuert werden).
Da im Weltraum kein Land die Lizenz für das Betreiben der Sendeanlage erteilen kann, macht das die ITU direkt.
Deshalb hat Starlink eine direkte Lizenz von der ITU, auf diesen Frequenzen zu senden, und das darf Starlink dann halt auch über den Köpfen der Namibier, und CRAN kann ihnen das auch nicht untersagen.
Was CRAN in Namibia lizenzieren kann, und wofür Starlink eine Lizenz beantragt hat, ist das Betreiben eines Netzwerks, und auch das Anbieten von Geräten hierfür. Das darf Starlink bisher nicht, und deswegen macht Starlink das auch nicht. Starlink hat das auch in der Vergangenheit zu keinem Zeitpunkt getan.
Deshalb ist es so eine Provinzposse, dass CRAN ein "Cease and Desist" verschickt, denn damit fordert man Starlink effektiv dazu auf, etwas zu unterlassen, was Starlink ja überhaupt nicht tut.
Genau genommen kann Starlink dem ja nicht einmal Folge leisten, denn man kann nicht aufhören, etwas zu tun, wenn man noch nicht damit angefangen hat 🤩
Karl Valentin hätte seine reinste Freude.
Was CRAN in Wirklichkeit möchte, ist ohnehin etwas völlig anders: sie möchten Starlink dazu zwingen, seinerseits Maßnahmen zu ergreifen, um den Nutzern von Starlink die effektive Nutzung des Dienstes in Namibia unmöglich zu machen. Technisch kann Starlink das natürlich tun, denn es weiß natürlich, wo sich welches Gerät aufhält.
Ob sich aber irgendeine Rechtspflicht herleiten lässt, dass ein internationales Unternehmen, welches in Namibia eben gerade nicht aktiv ist (weil ja bisher keine Lizenz erteilt ist!), aktiv Maßnahmen ergreifen muss, um den eigenen Kunden (nicht-namibischen Kunden wohlgemerkt!) die eigenverantwortliche Nutzung des Equipments unmöglich zu machen, halte ich nicht nur für fraglich, sondern für ausgemachten, mit Verlaub, Blödsinn.
Starlink fügt sich trotzdem, weil sie CRAN bei Laune halten wollen, um sich den Prozess der Lizenzierung nicht zu erschweren, aber eigentlich handelt es sich da um einen Fall von Erpressung.