PRPrinchenThemenstarter10 Beiträge · seit 202328. Juni 2023 · #1Guten Tag liebes Forum
Ich reise im Oktober/November für fast 3 Wochen mit Mietwagen und Dachzelt durch Namibia. Hierfür habe ich viel in diesem Forum gelesen und auch bereits hilfreiche Informationen rausziehen können. Nun brauche ich noch ein paar Anregungen und Inputs von euch. Und zwar:
Welche Route von Spitzkoppe zum Etosha? Soll ich ein oder zwei Tage von Spitzkoppe zum Etosha einplanen? Was gibt's auf dem Weg für Sehenswürdigkeiten? Die Felsmalereien «White Lady» interessieren mich nicht, hab schon in Australien genügend Felsmalereien besichtigt, aber möglicherweise ist die Landschaft bei der «White Lady» sehenswert oder ist sie ähnlich wie anderswo? Was ist mit Vingerklip –empfehlenswert? Der versteinerten Wald interessiert mich nicht, zumal auf den Fotos, die ich gesehen habe, sieht er nicht besonders sehenswert aus.
Wie findet ihr meine provisorische Route?
1. Tag Ankunft Windhoek (Mietauto abholen, einkaufen kurze Tour durch Windhoek)
2. Tag Fahrt nach Bagatelle Kalahari Lodge
3. Tag Entspannen (evtl. Spaziergang mit Buschmännern oder kleine Pirschfahrt)
4. Tag Maltahöhe
5. Tag Sesriem
6. Tag Mirabib
7. Tag Swakopmund
8. Tag Entspannen (Evtl. Ausflug Sandwich Harbour)
9. Tag Spitzkoppe
10. Tag ?
11. Tag ?
12. Tag Etosha
13. Tag Etosha
14. Tag Etosha
15. Tag Etosha
16. Tag Weinberg
17. Tag Erindi
18. Tag Voigtland Guesthouse Windhoek
19. Tag Abflug Windhoek
Grundsätzlich würde ich sehr, sehr gerne noch einen Abstecher nach Lüderritz, resp. Kolmanskuppe machen, doch lohnt sich der weite Umweg in die Geisterstadt? Das heisst weniger Zeit anderswo und viel mehr Autofahren. Ich würde dies aber in Kauf nehmen, wenn ihr sagt, dass es sich wirklich lohnt.
Ich freu mich auf eure Inputs und wünsche euch einen wunderschönen Tag.
busko807 Beiträge · seit 201828. Juni 2023 · #2Hallo Princhen!
Die Reise ist wie du sie geplant hast durchaus so machbar.
Allerdings würde ich doch einige (folgende) Änderungen vorschlagen.....
- Nach Bagatelle würde ich anstatt nach Maltahöhe, über Helmeringhausen nach Tiras oder Klein Aus Vista fahren.
- Von Tiras dann gemächlich auf der d707 (einer der schönsten Strassen Namibias!) nach Sesriem.
- In Sesriem/um Sossusvlei dann mindestens noch eine weitere Übernachtung einplanen, denn die Sehenswürdigkeiten in diesem Park sind am Morgen bzw. Abend ganz besonders Fotogen! Hierzu auch auf der NWR Campsite übernachten, da man von dort 1 Stunde früher in den Park reinkommt bzw. 1 Stunde später erst raus muss!
- Obwohl man durchaus auch in 1 Tag von Sesriem nach Swakop kommt, lohnt sich Mirabib unbedingt.....aus unserer Sicht eines der einsamsten/"weitsichtigsten" Plätze in Namibia!
- 2-3 Tage in Swakopmund sind angemessen.
- Spitzkoppe lohnt sich auch wirklich, allerdings nur mit Übernachtung, da hier das gleiche gilt wie in Sesriem.....Abends und Morgens sind die mit Abstand schönsten Zeiten!
- Von der Spitzkoppe kommst du auch gut an einem Tag nach z.B. Okaukuejo (ca. 300 km) wenn dich Twyfelfontein nicht interessiert. (Die beiden Tage die du hier eingeplant hattest kannst du auf Sesriem bzw. Swakopmund verteilen)
- Zwischen Etosha und Windhoek reicht auch Erindi (oder Okonjima).....den Tag "Weinberg" könnte z.B. gut eingesetzt werden um von Tiras (oder Klein Aus Vista) eine Tagestour nach Lüderitz zu fahren!?
(Meiner Meinung nach lohnt sich Lüderitz sehr; Nicht wegen Kolmanskuppe, sondern wegen des ganz krassen (nirgendswo sonst in Namibia so deutlich) Kontrastes zwischen typisch deutscher Architektur des späten 19. Jahrhunderts und der "absolut undeutschesten" Landschaft die man sich vorstellen kann!)
Viel Spass noch bei der Planung.....
Liebe Grüße,
busko
Der Übergang vom Affen zum Menschen sind wir! - Konrad Lorenz
jekabemu324 Beiträge · seit 201828. Juni 2023 · #3ob sich Lüderitz und Kolmanskuppe lohnt, kannst du auf diversen Bildern die man dazu im Internet findet vermutlich am Besten beurteilen. Ich fand es schön, würde aber keinesfalls nur deswegen einen solch großen Umweg fahren.
von Spitzkoppe zum Etosha kannst du gut und gerne direkt machen, wenn dich die Felsmalereien und der versteinerte Wald nicht interessiert.
Alternativ kannst du über die Ecke Palmwag / Grootberg fahren (das wäre mein Favorit) die sehr schön sein soll (Wüstenelefanten, Canyon) oder einen Zwischenstopp in der Gegend Ai-Aiba (quasi ums Eck, fand ich recht schön, war da aber nur über Nachmittag/Nacht als Zwischenstop).
Ansonsten vielleicht die Dinosaurierfußspuren bei Etjo und die AfriCat Foundation einbauen. Dann wärst du allerdings auch schon quasi am Waterberg.
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BikeAfrica7'296 Beiträge · seit 200628. Juni 2023 · #4Ich stimme mit der vorstehenden Meinung überein und würde ebenfalls in Sesriem und an der Spitzkoppe zwei Nächste verbringen. Ich war schon mehrfach im Sossusvlei und verbringe regelmäßig mindestens einen vollen Tag zwischen den Dünen.
Brandberg ist schon interessant, aber muss meines Erachtens auch nicht unbedingt sein. Die Region um Vingerklip mit den Ugab-Terrassen fand ich schon sehenswerter. Und den versteinerten Wald kannst Du wirklich getrost weglassen. Wenn man nicht gerade Geologe ist, ist das ziemlich öde.
Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
DomesticDog15 Beiträge · seit 202228. Juni 2023 · #5Moin aus Hamburg!
Ich kann Grootberg wärmstens empfehlen. Wenn die das noch machen, ist das Rhono-Tracking ein unvergessliches Erlebnis. Allerdings sollte man dafür schon zwei Nächte bleiben. Geht in aller Herrgottsfrühe los und dauert auch bis zum Nachmittag. Danach wäre ich nicht mehr in der Lage gewesen, die Lodge zu wechseln.
Da ich kein großer Freund davon bin, irgendwo nur eine Nacht zu verbringen – man kommt in der zweiten Tageshälfte an, kann keine Aktivitäten mehr machen und fährt morgens am folgenden Tag schon weider – würde ich, wenn ich pesönoich planen würde, auf Voigtland verzichten. Lieber zwei Nächte auf Erindi und von dort aus ganz enspannt zum Flughafen. Vorausgesetzt es ist ein Abendflug. Über Erindi gibt es zwar geteilte Meinungen, ich werde aber nie vergessen, wie wir da von der Terasse unserer Unterkunft das Rudel Wildhunde dabei beoachten konnten, wie die die ganze NAcht über ein Gnu zerlegten.
Viel Spaß
kalachee1'059 Beiträge · seit 200629. Juni 2023 · #6Hallo Princhen
Princhen schrieb:
Welche Route von Spitzkoppe zum Etosha? Soll ich ein oder zwei Tage von Spitzkoppe zum Etosha einplanen? Was gibt's auf dem Weg für Sehenswürdigkeiten? Die Felsmalereien «White Lady» interessieren mich nicht, hab schon in Australien genügend Felsmalereien besichtigt, aber möglicherweise ist die Landschaft bei der «White Lady» sehenswert oder ist sie ähnlich wie anderswo? Was ist mit Vingerklip –empfehlenswert? Der versteinerten Wald interessiert mich nicht, zumal auf den Fotos, die ich gesehen habe, sieht er nicht besonders sehenswert aus.
Du, es ist durchaus erlaubt, auch einfach mal von der absoluten Standard-Touri-Kehre, die in jedem Reiseführer steht, abzuweichen. 🙂 Ist doch völlig in Ordnung, wenn dich das nicht so interessiert. Wie bereits vorgeschlagen wäre die Region um Grootberg und/oder Palmwag auch sehr zu empfehlen.
Princhen schrieb:
4. Tag Maltahöhe
5. Tag Sesriem
Von der Bagatelle nach Sesriem sollte eigentlich auch in einem Tag gut zu schaffen sein. Wirklichen Sinn in einem Zwischenstopp in/um Maltahöhe sehe ich nicht so recht, wobei ich ausser das Kaff-Hotel selber jetzt auch nichts kenne in der Umgebung. Aber ich schätze, diese Übernachtung könntest du dir sparen und dafür woanders einsetzen.
Liebe Grüsse
Sam
PRPrinchenThemenstarter10 Beiträge · seit 202330. Juni 2023 · #7Vielen lieben Dank für euere tollen Inputs.
Ich hab jetzt meine Route umgestellt und und mich an eure Empfehlungen gehalten. Wir machen tatsächlich den Umweg nach Lüderitz und sparen uns die Tage auf dem Weg von Spitzkoppe zum Etosha sowie den Waterberg. Weiter werden wir die D707 in Richtung Sesriem nehmen. Dort hab ich ein Campingplatz im Park reserviert, so dass wir bereits 1 Std. früher, resp. später loskönnen. Mirabib hab ich weiterhin eingeplant, hoffe es klappt, da der Campingplatz ja nicht reserviert werden kann. Und von der Spitzkoppe will ich direkt zum Etosha rauffahren, weiss allerdings nicht, ob ich es schaffe, denn laut Google sind es 5,5 h Fahrt, da ich alleine fahren muss, vermeide ich grundsätzlich Strecken über 4 h Fahrzeit. Meine längste Fahrt ist momentan von der Bagatelle Kalahari Lodge nach Klein-Aus, laut Google 4h 40min, davor graust es mir. Wir werden die Fahrt gemütlich nehmen, immer wieder Fotostopps machen und in Keetmanshoop einen längeren Halt mit Mittagspause einlegen.
Hat jemand noch Tipps zum Autofahren in Namibia? Linksverkehr bin ich gewohnt von Australien, da hab ich mich schnell daran gewöhnt. Wie ist es mit dem Fahren auf Schotter- und Sandpiste, lässt ihr da jedesmal Luft aus den Reifen? Wie fährt es sich zum Deadvlei? Ich möchte da nicht im Sand steckenbleiben.
jekabemu324 Beiträge · seit 201801. Juli 2023 · #8Ein bisschen Vorsicht bei Google Maps Angaben. laut T4A brauchst du von Bagatelle nach Klein-Aus 05:20. Die Zeit halte ich auch für realistischer.
von Spitzkoppe nach Okaukuejo brauchst du laut T4A 5h.
da vieles Schotter sein wird was du fährst, wirst du da erstmal etwas Luft ablassen und dann so bleiben, außer bei Sand, resp. Tiefsand, wo du nochmal reduzieren solltest und dann zurück auf Schotter natürlich wieder erhöhen musst. Ansonsten besonders vor Kurven etwas die Geschwindigkeit reduzieren ist nie verkehrt, da ein Fahrzeug auf Schotter einfach leichter anfängt zu rutschen. Ich würde eh nie am Limit fahren, dafür ist die Landschaft einfach meistens auch zu schön.
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