Madagaskar als Selbstfahrer?

32 Antworten · 10,5k Aufrufe · gestartet 14. März 2023 von Conny43
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69 Beiträge · seit 202210. Jan. 2024 · #21
Moin Thomas,

da es mir bei dieser Reise "vorrangig" um Tiere und um Strände - baden, schnorcheln - ging (ich hatte die letzten 30 Jahre
keine Reise mit Strandaufenhalt 😗 ), war die gewählte Route sehr überschaubar.

Da M. eh nicht mit einem Besuch erkundet werden kann, ist es m.E. nachrangig, welche Region man auswählt.
Ob man nun unbedingt Baobabs sehen muss, oder die roten und grauen Tsingy ist natürlich auch Geschmacksache.

Für mich waren ebenfalls Chamäleons und Lemuren der Hauptgrund die Insel zu besuchen.
An meiner gefahrenen Route liegen u.a. 1) Amber Mountain NP und 2) Ankarana Reserve
Auf geführten Touren - je nach Ausdauer/Geschmack 1-3 Std. lang - werden dir eben diese Tiere gezeigt.
Den größten Artenreichtum und auch die mit Abstand häufigsten Sichtungen hatte ich jedoch auf Nosy Be im Lokobe NP. 🙂

Mein FAZIT: Man muss in der kurzen Zeit nicht die halbe Insel abfahren!


Route-besuchteInseln.jpg


Viel Spass bei der weiteren Planung
Matze
435 Beiträge · seit 200711. Jan. 2024 · #22
Das ist natürlich für 3,5 Wochen eine recht übersichtliche Route, aber du hast schon recht: man muß nicht durch das ganze Land fahren nur um am Ende festzustellen das man die meiste Zeit im Auto auf schlechten Pisten oder in Baustellen zugebracht hat. Da ist weniger oft mehr.
Reisebericht Namibia/Botswana 2007
312 Beiträge · seit 200711. Jan. 2024 · #23
Hej Thomas,

ich sehe das ähnlich, weniger ist oft mehr!

Von einem Ort zum nächsten hetzen und nur im Auto sitzen ist nicht schön, eher etwas weniger Strecke machen und die Zeit in den Nationalparks verbringen. Manche Strecken würde ich fliegen, zum Beispiel Tana nach Morondava (Westen).

Beste Grüsse,
Thorsten
Bereiste Länder: Südafrika, Swaziland, Namibia, Botswana, Sambia, Zimbabwe, Madagaskar, Tanzania, Uganda, Liberia, Australien, Neuseeland, Borneo, Kambodscha, Indonesien, USA, Island
435 Beiträge · seit 200728. Feb. 2024 · #24
Wir haben jetzt folgende Streckenplanung als Reise über eine Agentur angeboten bekommen:
1. Mit dem Allradauto und Fahrer von Tana nach Osten über Andasibe (Mantadia-Reservat und das Spezialreservat Analamazaotra) über den Canal des Pangalanes zum Palmarium Hotel in Ankanin'Nofy (Eye-Eye) und über Zwischenstop in Andasibe wieder zurück nach Tana.
2. Inlandsflug nach Diego Suarez und mit Allradauto und neuem Fahrer weiter über das Smaragdmeer nach Joffreville (Montagne d’Ambre), über Anjahakely(Tsingy Rouge) und Ankarana (Tsingy von Ankarana) nach Ambanja. Von dort aus geht es dann nach Besuch einer Kakaoplantage weiter nach Ankify um mit der Fähre nach Nosy Be überzusetzen.
3. Nosy Be für 4Tage mit Ausflügen in diverse National und private Parks und Besuch diverser Inseln.
4. Rückflug nach Tana mit Puffertag dort vor dem Heimflug.
Jetzt stellt sich für uns die Frage ob sich das ganze auch als Selbstfahrer realisieren ließe oder aber in Eigenregie mit Fahrer.
Reisebericht Namibia/Botswana 2007
1'068 Beiträge · seit 201328. Feb. 2024 · #25
Du lässt dir von einer Agentur ein detailliertes Programm ausarbeiten und das jetzt doch nicht annehmen?
Verstehe ich nicht ganz....
37 Beiträge · seit 200929. Feb. 2024 · #26
Hallo,
wir haben genau diese Tour im Oktober gemacht ,auch mit organisiert.
wenn du entspannten Urlaub möchtest mach das so ,es wr super.
Du wirst kaum bis nichts Sparen wenn du selber Organisierst und wenn dann Streik in Anta. ist
wie bei uns am 1. Tag kannst du deinen Programm hinterher laufen.
Bei uns wurde alles vom Operator um organisiert.
Wir haben für diese Tour keinen Cent mehr bezahlt als die Gruppenreise gekostet hätte.
Der Film über die Tour läuft am Freitag u. Samstag in Rothenburg O.T un Madegassisches Abendessen gibt es auch noch.
Wilfried.
435 Beiträge · seit 200707. März 2024 · #27
@Mabe: Ist halt doch recht teuer und wir sind lieber flexibel unterwegs. Der Zeitplan ist recht straff.

@Filmer: An Streik o.ä. hab ich noch gar nicht gedacht. Ich dachte eher das die Organisation vor Ort selbst recht schwierig wird.
Reisebericht Namibia/Botswana 2007
435 Beiträge · seit 200709. Mai 2024 · #28
Wir sind aus Madagascar zurück. Wahnsinn! Absolute Empfehlung an alle die mal eine Zeitreise machen wollen.
Es hat sich bezahlt gemacht organisiert mit Reiseagentur aber individuell mit Mietauto und Fahrer unterwegs zu sein.
Kurz vor unserer Reise hat ein Zyklon 2Brücken auf der RN6 zerstört: die Mahavavy Bridge direkt in Ambilobe
k-20240424_090426.jpg

und die 30Km östlich davon liegende IFASY BRIDGE wobei letztere fast komplett weggerissen wurde.
Als Selbstfahrer hätten wir wahrscheinlich umdrehen müssen. So hat die Agentur die Bootstransfers, ein Auto zum Transfer zwischen den Brücken und ein neues Auto und Fahrer zur Weiterfahrt nach Nosy Be besorgt.
Die Strassen sind zwar katastrophal (bis auf die neu asphaltierte RN6 östlich von Ambilobe) als Selbstfahrer aber durchaus zu machen. Schwieriger ist der Verkehr mit plötzlich auftauchenden sehr langsamen Zebu-Karren, Fußgängern, Radfahrern und Fußgängern oder LKW und die Unkenntnis der "Hupsprache".
Vor allem der Mehrwert als Selbstfahrer die Flexibilität lässt sich praktisch nicht umsetzen. Man ist an die Touristenhotels/Lodges gebunden und Campingplätze haben wir auch nur 2-3 gesehen. Ausserdem gibt es keine Supermärkte, die Selbsversorgung ist somit auch nicht einfach. Die einfachen touritauglichen Restaurants sind selten und teils nur schwierig zu finden.
Reisebericht folgt..
Reisebericht Namibia/Botswana 2007
zuletzt bearbeitet 09. Mai 2024
8'054 Beiträge · seit 200810. Mai 2024 · #29
Hallo linksfahrer,

Schön dass du aus Madagaskar ganz begeistert zurück kommst! 😁 😁

Ich hoffe du schreibst etwas mehr darüber........ 🙂

Es grüsst
Annick
Südafrika 2014 http://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/281763-miam-miam-und-mamamia.html Namibia 2014 [http://namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/283810/-die-frenchies-in-namibia.html] Tansania 2015 [http://namibia-forum.ch/forum/158-diverses/285247-tansania-auf-jeden-fall-wieder.html] Uganda/Ruanda 2015 {http://namibia-forum.ch/forum/160-diverses/286948-uga,html} Tanzania 2016 {http://namibia-forum.ch/forum/158-diverses/288428-rei,html} Südafrika/Simbabwe 2016 {http://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/290185.html} Südafrika Garden Road 2018 {http://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/295032-the-garden-road-ein-bisschen-anders.html Malawi 2018{http://namibia-forum.ch/forum/154-diverses/296097-reisebericht-malawi-august-2018.html}
243 Beiträge · seit 202110. Mai 2024 · #30
Hallo Linksfahrer, ich kann mich Annik nur anschließen. Auch ich wäre sehr interessiert an einem Bericht von Dir über diese Reise!
LG Kirsten
1 Beiträge · seit 202411. Aug. 2024 · #31
Hallo Conny,

obwohl in dem Thread lange nichts passiert ist, möchte ich gern noch antworten, da ihr ja erst im Oktober/November fahren wollt, Ich habe mich auch extra dafür hier angemeldet.

Wie habt ihr nun entschieden? Mit oder ohne Fahrer?

Wir waren vom 1.9. bis 26.9 2023 als Selbstfahrer in Madagaskar unterweg (https://www.roadtripafrica.com/de/madagaskar).
Es hat alles geklappt und war für uns, auch aufgrund der fahrerischen Herausforderungen und Landschaft , eine geile Tour!

Trotzdem empfehle ich euch, bucht noch einen Fahrer, falls ihr die Selfdrive Variante gewählt habt!
Dss sollte auch vor Ort sollte kein Problem sein..

Das Fahren in Madagaskar ist nicht vergleichbar mit USA, Australien, Europa, Türkei, Costa Rica, Namibia, Vietnam, Thailand, Malaysia.
Überhaupt ist MAD diesbezüglich mit keinem Land in Afrika vergleichbar. Ich bin da in Namibia, SA, Botswana, Simbawe, Sambia und Kenia selbst gefahren. (Wie habt ihr das in Vietnam gemacht? Die lassen doch keinen ausländischen Führerschein zu)

Wir sind in MAD den Grand Circuit (von Roadtrip Africa) gefahren. Insbesondere wenn es (an der Westküste) offrad geht, braucht ihr starke Nerven. Wir wurden in einem Abschnitt acht Mal von (illegalen) Strassensperren mit entsprechenden Maut Forderungen belästigt, wurden an einer Stellen darauf dringlich hingewiesen sofort aufgrund von Überfällen weiterzufahren und auch die Fähren sind nicht unbedingt immer so wie wir uns das vorstellen.

Also wenn ihr das jetzt noch wollt, viel Spass in MAD. Ihr werdet eine geile Zeit haben.
Ich würde aber 99% der Europäer vom Selbstfahren abraten.

Lg Steffen
Themenstarter9 Beiträge · seit 202311. Aug. 2024 · #32
Guten Morgen Steffen,
Vielen Dank für deine Beitrag!
Ja, wenn alles gut geht und wir fliegen können (wegen gesundheitlicher Probleme) werden wir mitte Oktober los fliegen.

Wir haben uns gegen den Fahrer entschieden. Die Grand Circuit Tour fand ich auch sehr interessant, da hätten wir für den Westküstenabschnitt auch definitiv einen Fahrer genommen, aber wegen Zeitmangel und da wir die Interessen von 4 Personen berücksichtigen mussten haben wir uns gemeinsam für den Norden entschieden.

Unsere Tour sieht jetzt folgendermaßen aus:
Wir fliegen Nosy Be an, setzen mit der Fähre aufs Festland über, übernehmen das Auto von Roadtrip Africa, fahren über Ambilobe, die RN 5 über Vohemar nach Andapa, dann wieder zurück bis zum Ankarana NP, weiter nach Diego Suarez, dann nach Joffreville, zu den Red Tsyngis und dann zurück nach Ankify, das Auto abgeben und nach Nosy Be wieder rübersetzen.

Die Straßen im Norden sollen in einem guten bis sehr guten Zustand sein, die RN 5 ist vor 2 Jahren oder so erst neu asphaltiert worden, bis auf die 2 eingestürzten Brücken… wobei da auch schon fleißig dran gearbeitet wird, lt. Hotel und Roadtrip Africa soll es bis Oktober wohl keine Probleme mehr geben bzw. Man hilft uns dann bei der Organisiation.

Generell soll der Norden weniger Tousitisch sein, es soll weniger bzw. Keine Straßensperren geben und es ist so gut wie alles, mit Ausnahme ein paar kleine Streckenabschnitte und Zufahrtsstraßen zu Unterkünften, alles asphaltiert und in einem guten Zustand. Auch deshalb ist für uns die Entscheidung auf den Norden gefallen.

Also alles in allem bin ich da ganz zuversichtlich und falls es uns doch alles zu viel wird, dann kehren wir einfach um oder versuchen noch einen Fahrer zu bekommen. Aber ich denke, das wird schon klappen.

Ich weiß, in Vietnam erkennen die keine Führerscheine aus anderen Ländern an, aber sie haben auch keinen sehen wollen. Darf halt nur nichts passieren. Ist schon ein Risiko.

Jetzt hoffen wir, das gesundheitlich alles hinhaut, denn mit einer Krankheit ist Madagaskar dann sicherlich nicht das optimale Reiseland und das Risiko werden wir dann nicht eingehen.

LG
Conny
391 Beiträge · seit 200819. Dez. 2025 · #33
Also, wir würden nie in Madagaskar als Selbstfahrer reisen und wir sind oft und gerne als Selbstfahrer unterwegs… Senegal, Kenia, Chile, Brasilien, Philippinen (Manila, auch der absolute Horror), Botswana, Namibia, Süd Afrika, Marokko, Oman, Australien, Costa Rica usw.

Abgesehen davon, dass wir kein Französisch sprechen, sind die Pisten abseits der großen Strassen völlig unübersichtlich. Ich weiß z. B. nicht wie unser Fahrer das Iharana Bush Camp gefunden hat. Man muss immer mit irgendwelchen Überraschungen rechnen, eingestürzte Brücken, Straßensperren, Umleitungen etc. Hinzu kommt die Korruption bei Straßenkontrollen. Dies ist auch ein Problem in Marokko, aber Madagaskar ist da noch eine andere Liga. Wie Annick schon schrieb, Madagaskar ist eines der ärmsten Länder der Welt. Kriminalität und Carjacking sind für Vazahas, die im Auto unterwegs sind, ein Problem. Freunde von uns wohnten in Antanarivo und sind als Selbstfahrer nur in der Hauptstadt gefahren. Auch ist ein Auto mit Fahrer günstig.
Camperreise in die tasmanische Wildnis https://www.namibia-forum.ch/forum/weiterelaender/306857-camperreise-in-die-tasmanische-wildnis.html?start=0 Mora, Mora unterwegs auf Madagaskar https://www.namibia-forum.ch/forum/164-diverses/306553-mora-mora-langsam-langsam-auf-nord-madagaskar.html
zuletzt bearbeitet 19. Dez. 2025