Tipp, wo bekomme ich Malarone

16 Antworten · 4'029 Aufrufe · gestartet 12. Aug. 2022 von 1743
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Themenstarter69 Beiträge · seit 202212. Aug. 2022 · #1
Hi,

wir sind Richtung Norden in Botswana unterwegs (Sambia, Tansania etc)

Wir wollen (nach Rücksprache mit einem Reisemediziner) Malarone als Malariaprophylaxe nehmen.

Warum auch immer, haben wir aber nur für einen Monat Tabletten mitgenommen. Das reicht für unsere geplante Reisezeit nicht ansatzweise aus.

Habt Ihr einen Tipp wo ich das Medikament in Botswana / Sambia bekommen.

Zwei Versuche in Apotheken in Maun waren arg unergiebig. Die erste hatte weder ein DEEt Spray noch Malarone, die zweite hatte auch kein DEET Spray und hat mir erklärt, das Malarone in Botswana nicht zugelassen sei.

Unsere Tabletten reichen bestimmt bis Lusaka, falls ihr also einen Tipp für Sambia habt würde das auch helfen.
VG Uli
605 Beiträge · seit 201212. Aug. 2022 · #2
Zumindest zum Deet-Spray folgenden Hinweis: in jedem größeren Supermarkt gibt es Peaceful Sleep Spray oder Tabard Spray. Zu den Tabletten hab ich keine Idee.
Gruß, HeiVi
4'129 Beiträge · seit 200813. Aug. 2022 · #3
Frag in der Apotheke nach dem Wirkstoff, nicht nach dem Markennamen!
Gruß lilytrotter Always look on the bright side of life... :-) Walvisbay boomt
33,1k Beiträge · seit 200613. Aug. 2022 · #4
Frag in der Apotheke nach dem Wirkstoff, nicht nach dem Markennamen!
Malarone heißt im südlichen Afrika Malanil und ist in (fast) jeder Apotheke erhältlich. Je nach Land Rezeptpflichtig. Preis um 400 Rand für 12 Stück.

Viele Grüße
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
zuletzt bearbeitet 13. Aug. 2022
106 Beiträge · seit 201813. Aug. 2022 · #5
Hallo,
die oben genannten Hinweise sind richtig. Lese dir auch noch den Beipackzettel bezüglich Dauer der Einnahme und Nebenwirkungen durch. Vielleicht hast Du dann schon eine neue Erkenntnis.
Wenn nicht kannst Du auch in Lusaka zu einem Privatarzt gehen und Dich beraten lassen.
Ich war 7 Winter mit einem Arzt unterwegs, der im Senegal, Burkina Faso, Kongo und Brasilien gearbeitet hat.
Viele Grüße
Wolfgang
7'296 Beiträge · seit 200613. Aug. 2022 · #6
Wolfgang 181 schrieb:
Lese dir auch noch den Beipackzettel bezüglich Dauer der Einnahme und Nebenwirkungen durch. Vielleicht hast Du dann schon eine neue Erkenntnis.

Die Dauer der Einnahme war früher mal auf vier Wochen beschränkt. Diese Beschränkung ist irgendwann mal weggefallen. Vielleicht steht diesbezüglich inzwischen wieder was drin. Das mag sein. Ich habe schon seit Jahren kein Malarone mehr genommen.

@1743
Zur Not suche unterwegs mal 'nen Arzt auf und kläre ab, ob ein Wechsel zu einem anderen Medikament problemlos möglich ist. Irgendwelche anderen Mittel gibt es unterwegs auf jeden Fall.

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
Themenstarter69 Beiträge · seit 202213. Aug. 2022 · #7
travelNAMIBIA schrieb:
Frag in der Apotheke nach dem Wirkstoff, nicht nach dem Markennamen!
Malarone heißt im südlichen Afrika Malanil und ist in (fast) jeder Apotheke erhältlich. Je nach Land Rezeptpflichtig. Preis um 400 Rand für 12 Stück.

Viele Grüße
Christian
Die Auskunft es Apothekers in Maun war, das es das Medikament in Botswana nicht gibt, weil nicht zugelassen. Gefragt hatte ich nach Wirkstoff. (Hatte eine Packung dabei)
VG Uli
605 Beiträge · seit 201214. Aug. 2022 · #8
Es gibt in Maun nicht nur eine Apotheke. Mussten leider auch feststellen, dass die Intelligenz und Bereitschaft, einem ausländischen Kunden zu helfen, von Apotheke zu Apotheke sehr unterschiedlich verteilt ist... Ein Apotheker hatte "noch nie etwas von Wick Daymed" gehört und hatte auch keine Alternative, die nächste Apothekerin ein paar Ecken weiter war super und hat mir mit guten Medikamenten über üble Tage geholfen.
Grüße,
HeiVi
33,1k Beiträge · seit 200614. Aug. 2022 · #9
Die Auskunft es Apothekers in Maun war, das es das Medikament in Botswana nicht gibt, weil nicht zugelassen. Gefragt hatte ich nach Wirkstoff. (Hatte eine Packung dabei)
Das ist Unsinn, denn es ist auch in Botswana die Standardprophylaxe gegen Malaria.

Viele Grüße
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
Themenstarter69 Beiträge · seit 202215. Aug. 2022 · #10
travelNAMIBIA schrieb:
Die Auskunft es Apothekers in Maun war, das es das Medikament in Botswana nicht gibt, weil nicht zugelassen. Gefragt hatte ich nach Wirkstoff. (Hatte eine Packung dabei)
Das ist Unsinn, denn es ist auch in Botswana die Standardprophylaxe gegen Malaria.

Viele Grüße
Christian
Hab heute nochmal eine Tour durch einige Apotheken in Main gemacht. Du hast recht, heute kannten alle Malarone / Malanil. Einhellig war aber die Rückmeldung, dass es zur Zeit nicht lieferbar ist..

Hat mir der Apotheker letzte Woch also Unsinn erzählt.
VG Uli
904 Beiträge · seit 201016. Aug. 2022 · #11
Hi Uli, 🙂

kenne nen Arzt, der das Medikament in Tansania nach ein paar Tagen abgesetzt hat, weil er Depressionen davon bekommen hat. Kann passieren, muss nicht. Was sicher passiert: die Blutwerte verändern sich, besonders bei längerer Einnahme. Deshalb sollte man das Zeug nicht lange Zeit futtern. Gut, die Leber regeneriert, so kann man es auch sehen.

Malaria hatte ich schon, überlege gerade auch, ob ich Malarone wieder nehme. Bin noch zu keinem Ergebnis gekommen, es kann aber gut sein, dass ich es nur einpacke und dann nehme, wenn es Symptome gibt. Im Krankenhaus haben sie mir damals 4 Tage 4 Stück (auf einmal) rein gedröhnt. Genau das hatte mir ein Freund geraten, der schon 2x Malaria hatte. Kann man auch so machen, ist ja nicht so, das man jeden Tag Malaria bekommt, mich hat es beim 40. Aufenthalt in Afrika erwischt. Hätte auch 40x das Zeug futtern können, bin froh, dass ich es nicht gemacht habe.

Grüße
Ebi
299 Beiträge · seit 201816. Aug. 2022 · #12
Ebi schrieb:Hi Uli, 🙂
mich hat es beim 40. Aufenthalt in Afrika erwischt. Hätte auch 40x das Zeug futtern können, bin froh, dass ich es nicht gemacht habe.
Grüße
Ebi
Erwischt hätte es Dich trotzdem, die Tabletten schützen ja lediglich von den starken Symptomen, oder liege ich da falsch?
Ich tue mich auch jedes mal schwer, da es ja einem nicht wirklich vor einer Infektion schützt und sie ziemlich reinhauen.
Vertrage sie zwar nicht schlecht aber ganz hundert ist es irgendwie auch nicht.

Beste Grüsse
René
In der Schweiz daheim, auf der Welt zuhause
zuletzt bearbeitet 16. Aug. 2022
904 Beiträge · seit 201016. Aug. 2022 · #13
Das kann ich dir, wenn ich ehrlich bin, nicht beantworten. Da, wo ich das Zeug gefuttert habe, hab ich kein Malaria gehabt. Vielleicht gibt es hier jemanden, der die Frage beantworten kann.

Schöne Grüße
Ebi
zuletzt bearbeitet 16. Aug. 2022
7'296 Beiträge · seit 200616. Aug. 2022 · #14
Ytramix schrieb:
Ebi schrieb:Hi Uli, 🙂
mich hat es beim 40. Aufenthalt in Afrika erwischt. Hätte auch 40x das Zeug futtern können, bin froh, dass ich es nicht gemacht habe.
Grüße
Ebi
Erwischt hätte es Dich trotzdem, die Tabletten schützen ja lediglich von den starken Symptomen, oder liege ich da falsch?
Ich tue mich auch jedes mal schwer, da es ja einem nicht wirklich vor einer Infektion schützt und sie ziemlich reinhauen.
Vertrage sie zwar nicht schlecht aber ganz hundert ist es irgendwie auch nicht.

… die Symptome sind es aber letztlich, was Du als Malaria wahrnimmst und Dir Beschwerden macht.
Wenn Dich eine infizierte Mücke sticht, wandern die Erreger normalerweise in die roten Blutkörperchen und sind so vor der körpereigenen Abwehr verborgen. Sie wandern in die Leber, wechseln von den roten Blutkörperchen in die Leberzellen. Die Blutkörperchen gehen dabei kaputt. Das sind noch nicht viele und daher merkt man davon erst einmal nichts.

Jetzt vermehren sich die Erreger massenhaft in den Leberzellen, bis diese platzen und ein Vielfaches der Erreger ins Blut geschwemmt wird. Hier dringen sie erneut in die roten Blutkörperchen ein, vermehren sich erneut und bringen nun auch die roten Blutkörperchen zum Platzen. Jetzt sind es so viele, dass Du Probleme bekommst. Die Prophylaxe sorgt aber dafür, dass die Erreger im Blutkreislauf bekämpft werden. Das bedeutet vereinfacht, dass Du weniger Erreger im Blut und weniger Probleme hast. Nimmst Du Medikamente erst im Fall von Beschwerden, hast Du bereits eine wesentlich höhere Zahl an Erregern im Blutkreislauf. Deshalb muss man auch eine höhere Dosis der Medikamente schlucken.

Je nach Malariaform landen die Erreger erneut in der Leber, vermehren sich wieder und das Spiel beginnt von vorne, potenziert sich aber bei jedem Umlauf. Die üblichen Medikamente bekämpfen auch nur die Erreger im Blut und nicht in der Leber. Das ist der Grund, warum früher nach einer Malariaerkrankung die Krankheit oft lebenslang wiederkehrte. Es blieben halt immer einige Erreger in den Leberzellen zurück, vermehrten sich und sorgten irgendwann wieder für eine neue Welle.

Inzwischen gibt es Medikamente, die auch die Erreger in der Leber bekämpfen, wodurch eine Malaria in den meisten Fällen komplett ausgeheilt werden kann.

Das war jetzt mal grob vereinfacht das Prinzip einer Malaria, die je nach Erregertyp und ggf. Kombination derselben unterschiedlich verlaufen kann und auch ggf. mit unterschiedlichen Medikamenten behandelt werden muss. Deshalb geht man bei Malariaverdacht auch zum Arzt und wirft sich nicht selbst die Notfalldosis irgendeinen Medikaments ein.

Die Plasmodien als Auslöser der Malaria sind übrigens Parasiten und keine Viren oder Bakterien. Deshalb ist es auch so schwierig, eine vernünftige Impfung zu entwickeln.

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
Themenstarter69 Beiträge · seit 202227. Aug. 2022 · #15
Wir sind seit heute in Sambia / Livingstone. Hier gibt es Malarone problemlos in der Apotheke. Man braucht keine Arztbescheinigung o.ä.
Preislich ist es aber deutlich teurer als in Deutschland.
VG Uli
66 Beiträge · seit 201331. Aug. 2022 · #16
Ich musste leider schon bei 2 Reisen durch das südl. Afrika, Malarone absetzen, weil ich davon Durchfall bekommen habe.
Habe dann Malerone durch ein tägliches Glas Gin-Tonic ersetzt. Hat bislang, nunmehr über Jahre, geholfen.
Liebe Grüße
Manfred
Ein bisschen Puros, ein bisschen Epupa und ...? (2013) Dem Lockruf gefolgt - ein Landyabenteuer (2014) Ostern - entlang der Garden Route mit gutem Wein! (2015)
4'984 Beiträge · seit 201631. Aug. 2022 · #17
Illmi schrieb:Ich musste leider schon bei 2 Reisen durch das südl. Afrika, Malarone absetzen, weil ich davon Durchfall bekommen habe.
Habe dann Malerone durch ein tägliches Glas Gin-Tonic ersetzt. Hat bislang, nunmehr über Jahre, geholfen.
Liebe Grüße
Manfred
Hast du auch die Gebrauchsanweisung von Malerone für deinen GT übernommen?
▪ Wenn Sie innerhalb von 1 Stunde nach Einnahme einer Malarone Tablette erbrechen, nehmen
Sie sofort eine weitere Dosis ein.
😄

Sorry, aber das musste jetzt sein...
Gruß Gina