Selbstfahrer Rundreise Namibia Botswana Simbabwe

7 Antworten · 4'203 Aufrufe · gestartet 22. März 2022 von plastefuss
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Themenstarter2 Beiträge · seit 202222. März 2022 · #1
Hallo zusammen im Forum.

Mein Name ist Wolfgang und ich habe schon ein paar Jährchen auf dem Buckel. Meine Frau und ich haben uns vor einigen Jahren in das südliche Afrika verliebt und haben schon als Selbstfahrer Südafrika bereist. Im nächsten Jahr steht erneut SA auf dem Tour Programm bevor wir dann 2024 eine Rundreise durch Namibia Botswana und Simbabwe machen wollen. Hier und in anderen Foren gibt es natürlich jede Menge Tipps und Tricks fürs Reisen. leider sind diese aber Teilweise so fragmentiert, das man nach 2 Stunden lesen und suchen nicht unbedingt schlauer ist. Daher möchte ich diese Form wählen um die Fragezeichen im Kopf loszuwerden.

Wie gesagt, (geschrieben) wir haben bereits Erfahrungen als Selbstfahrer sammeln können. Allerdings in Südafrika, und das ist es ja relativ westlich geprägt, sowohl auf als auch neben der Straße.

So, und nun zu meinen Frage: Ist eine Tour, so wie wir sie planen, also durch Namibia, Simbabwe und Botswana realistisch? Wir planen folgende Punkte abzufahren bzw. zu besuchen: Kalahari, Sossusvlei, Swakopsmund, Etosha, Caprivistreifen, Viictoria Fälle und Okawango Delta.
Gibt es ähnlich der Garden-Route in SA Strecken in Namibia? (ich habe bisher nichts ähnliches gefunden)
Wir wollen in Gästehäusern übernachten, da wir vom Zelten nicht begeistert sind. Wie ist deren Qualität? Sind die Nationalparks grundsätzlich staatlich oder gibt es auch private Game Lodges? Worauf sollte ich allgemein achten in den drei Ländern? (Höflichkeit, Freundlichkeit usw. meine ich hier nicht)

Ich würde mich sehr freuen, wenn ich Antworten und Empfehlungen bekommen würde und diese genauso freundlich sind wie die Themen die ich hier schon gelesen habe. Es gibt nämlich Foren, in denen wird man zur Begrüßung erst einmal beleidigt.

Ich sage also schon mal Danke für die Mühen.
16,9k Beiträge · seit 201222. März 2022 · #2
Herzlich willkommen im Namibia Forum!

Um auf Deinen Beitrag einigermaßen vernünftige Antworten geben zu können, müssten wir noch etwas mehr wissen:

beispielsweise, wie viele Wochen habt Ihr für diese 3-Länder-Reise eingeplant?

Wollt Ihr in Windhoek starten und von Victoria Falls, Kasane oder oder oder zurück fliegen. Kostet weniger Zeit, aber mehr Geld.

Habt Ihr Euch damit vertraut gemacht, dass die Straßen deutlich schlechter, dafür jedoch die Unterkünfte deutlich hochpreisiger, als in Südafrika, sind?

LG
Logi
zuletzt bearbeitet 22. März 2022
280 Beiträge · seit 201822. März 2022 · #3
Hallo Wolfgang,
grundsätzlich ist die Tour (mit entsprechend Zeit) machbar. Zu vielen Dingen kann man heute noch nichts sagen, z.B. zu den Preisen oder den Straßenzuständen (wenn es, wie dieses Jahr, viel regnet, kann da auch viel passieren) oder den Grenzübertritten. Zum Fahren allegmein würde ich sagen: immer die Gastgeber vor Ort nach einer passenden Route zum nächsten Ziel fragen, nicht zu weite Strecken einplanen (falls Umweg nötig ist) und genauso wie in SA nicht im Dunkeln fahren.
Worüber ihr euch jetzt schon Gedanken machen könntet :
- Wollt ihr alles selbst planen und buchen oder zumindes die Buchung an eine Agentur übergeben ? (Habe ich bisher noch nicht gemacht, würde es aber in der heutigen unsicheren "Reisewelt" in Betracht ziehen; v.a. wegen eventuelle Umbuchungen).
- Wollt ihr als Selbstversorger unterwegs sein oder euch bekochen lassen? Geht natürlich auch als ein Mix aus beiden, aber als Selbstversorger sollte das Auto nicht allzu klein sein, um neben eurem Gepäck und den Lebensmitteln noch Wasserkanister, Holzkohle oder Feuerholz und eine ordentliche Kühlbox unterzubringen.
- Was für ein Fahrzeug ? Wenn ihr im Okavango Delta selbst fahren wollt, braucht es einen ordentlichen 4x4. Den braucht ihr aber für den Rest der Reise nicht unbedingt und das ist natürlich ein Kostenfaktor.
Du kannst ja ein bisschen in den Reiseberichten stöbern. Viele hier sind allerdings mit Dachzelt unterwegs, aber es gibt auch die "Lodgehopper", wobei da nicht nur die Luxuslodges dabei sind.
Viel Spaß bei den Planungen.
16,9k Beiträge · seit 201222. März 2022 · #4
Eine sehr wichtige Frage, wie ich meine, Rockshandy, die Du da aufgeworfen hast. ...
Rockshandy schrieb:
Worüber ihr euch jetzt schon Gedanken machen könntet :
- Wollt ihr alles selbst planen und buchen oder zumindes die Buchung an eine Agentur übergeben ?
Denn, wie wir alle wissen, gehen zur Planung einer solchen Runde etliche Monate ins Land, bis man alles unter Dach und Fach hat.

Die hier erwähnten 2 Stunden sind von daher ein Tropfen im Meer der Planung und des Beschäftigens mit den potentiellen Reisezielen.
plastefuss schrieb:...das man nach 2 Stunden lesen und suchen nicht unbedingt schlauer ist. ...
Wenn das zu viel erscheint, dann käme eventuell der Beratungsservice des Forumsbetreibers in Frage:
https://tracks4africa.de/service/reiseplanung/


LG
Logi
zuletzt bearbeitet 22. März 2022
1'835 Beiträge · seit 201523. März 2022 · #5
Ich meine dass ihr nicht unbedingt mit einem Mietauto nach Zim zu fahren braucht, da ihr ja nur die Vic Falls besuchen wollt. Das kann man von Kasane in Botswana aus als Tagesausflug machen. Grenzüberquerungen in Afrika sind stressig und das Visum (war $30 pp) wird dann vom Tourguide erledigt und ihr braucht euch nicht zu quälen und mit einem Auto über die Grenze zu fahren.
Für diese Tour würde ich eher 4 Wochen als nur 3 Wochen einplanen.
Moremi geht nur mit 4x4 und es hat dort leider sehr wenige Guesthouses dort, daher besser außen rum über Nata fahren und den Moremi mit einem Tour Operator von Maun aus besuchen.
Ich glaube in Khwai gibt es ein Guesthouse und in Third Bridge kann man ein festes Zelt mieten.
Andere Forum members wissen da vielleicht mehr.
Wie es im Etosha Chobe und Moremi für uns war kannst du unten in meiner Signatur lesen. Wir sind aber Camper. Nam und Bots kannst du überhaupt nicht mit SA vergleichen. Ich würde euch eigentlich raten, nur Namibia zu besuchen und Botswana für eine spätere Lodge Tour zu sparen.
Liebe Grüsse von Katrin
If life is a journey be sure to take the scenic road! Expedition Antarktis: https://www.namibia-forum.ch/forum/weiterelaender/299327-expedition-antarktis-mit-falklands-und-s-georgia.html Island In Herbstfarben https://www.namibia-forum.ch/forum/weiterelaender/299288-island-in-herbstfarben-september-2018.html Nordamerikanische Safari und Landschaften May Till October 2019 https://www.namibia-forum.ch/forum/index/weitere-laender/299141-nordamerikanische-safari-und-landschaft-2019.html Zweite Selbst Fahrer Tour in Tansania. Same same but different. Juni 2018 https://www.namibia-forum.ch/forum/index/tansania/295665-zweite-selbst-fahrer-tour-in-tansania-same-same-but-different.html Trip reports in English: Namibia and KTP 2016 http://safaritalk.net/topic/16959-self-drive-safari-tr-nam-sa-bots-nam/ Botswana 2016: http://safaritalk.net/topic/16985-self-drive-safari-tr-bots-nam-sa/ Tanzania 2015: http://safaritalk.net/topic/15256-self-drive-safari-through-northern-tz-parks-of-mara-crossings-and-lions-in-camp/ Nam-SA-Bots 2014: http://safaritalk.net/topic/14669-self-drive-safari-in-botswana-south-africa-and-namibiab/page
441 Beiträge · seit 201423. März 2022 · #6
Moin

wir haben diese Tour schon mehrfach gemacht.
Wenn Euch tatsächlich 2 h Vorbereitungszeit zu viel sind, stellt sich die Frage, ob Ihr überhaupt selbst organisieren/fahren solltet.
Wäre ein Veranstalter nicht die bessere Wahl ? Es muss ja nicht die Bustour sein. Wie Logi erwähnte, gibt es auch Firmen die Euch eine Tour zusammenstellen, und Ihr fahrt die gebuchten Punkte der Reihe nach ab. Oder Ihr habt einen Fahrer nur für Euch. Der kümmert sich auch dann um eine evtl Reifenpanne etc.
Danke und Gruß Matze
485 Beiträge · seit 202023. März 2022 · #7
plastefuss schrieb:... leider sind diese aber Teilweise so fragmentiert, das man nach 2 Stunden lesen und suchen nicht unbedingt schlauer ist. Daher möchte ich diese Form wählen um die Fragezeichen im Kopf loszuwerden.
kein Problem, geht mir auch oft so 😎 .... und ich persönlich finde auch nicht, dass du damit sagst, du willst die gesamte Vorbereitung in 2 Stunden erledigt haben ... 😉
plastefuss schrieb:Wie gesagt, (geschrieben) wir haben bereits Erfahrungen als Selbstfahrer sammeln können. Allerdings in Südafrika, und das ist es ja relativ westlich geprägt, sowohl auf als auch neben der Straße.
...
Gibt es ähnlich der Garden-Route in SA Strecken in Namibia? (ich habe bisher nichts ähnliches gefunden)
ich finde nicht, das diese "Garden-Route" überhaupt existiert ... sah für mich immer nach eine Ansammlung von Orten, Wirtschaftsbetrieben und Küsten-Abschnitten und Hightlights aus, die mit Marketing-Sprech verbunden wurden.
Bis darauf dass Namibia viel dünner besiedelt ist, ist das dort an sich genau so, es gibt Strecken (längere und kürzere), mit Orten oder Dörfern verbunden mit Straßen (viel auch auf Schotter) und immer wieder landschaftliche u.a. Hightlights dort.
plastefuss schrieb:
So, und nun zu meinen Frage: Ist eine Tour, so wie wir sie planen, also durch Namibia, Simbabwe und Botswana realistisch? Wir planen folgende Punkte abzufahren bzw. zu besuchen: Kalahari, Sossusvlei, Swakopsmund, Etosha, Caprivistreifen, Viictoria Fälle und Okawango Delta...
klar geht das, ich persönlich würde das Okawango-Delta in Botswana weglassen. Im Norden kann man auch in Namibia direkt "am Okawango" Lodges finden und von dort Ausflüge organisieren, nicht bis ins richtige Delta aber schon extrem schön und wohl auch nicht dermaßen überteuert.
Fahrt dann durch den Streifen bis nach Botswana (Kasane), dann seid ihr bereits am Chobe-River (Flood Plains) mit vielen Möglichkeiten, Unterkünfte gibt es dort reichlich. Die organisieren auch vor Ort Ausflüge oder Transfers nach Victoria-Falls, die VISA Gebühren spart man dann nicht, aber auch für das eigene Auto fallen wohl noch erhebliche Kosten extra an in Zimbabwe.
Ich war jetzt 3 mal in Victoria Falls, immer ohne Auto und mit Transfer von/nach Kasane.

Immer wieder empfehlen würde ich, von Victoria-Falls oder Kasane (nach JNB) zurück zu fliegen, das spart viel Zeit, Katima Mulilo geht auch nach WDH. Die One-Way Gebühr für den Mietwagen relativiert sich dann auch ziemlich (Übernachtungen, Sprit). Die Zeitersparnis eröffnet dann zusätzlich Möglichkeiten für die gesamte Tour. Wie rum man fährt, ist an sich egal. Einen 4x4 halte ich für ein MUSS, auch wenn man ihn meistens nicht benötigt, man kommt aber sonst einfach nicht entspannt in die Parks rein auf vielen Loops im Norden bzw. für manche holperigen Zufahrten zu tollen Lodges.

An sich habe ich eine fast identische Tour von 2 Jahren direkt vor Corona gemacht (ohne Kalahari), hat bei uns nur 14 Tage gedauert ... 😉 (oK, bevor ich wieder zerrissen werde, war schon etwas knapp kalkuliert.... 😄 ). Spaß an längeren Autofahrten sollte man dann aber schon mitbringen.

Das Lodge-Angebot (selten mal auf einer Farm) war für mich immer "perfekt" , komfortabel und sauber, bin da an sich nie reingefallen. Auch wir gehen nur in Lodges, oft kleinere, und im Südsommer ist für uns eine Aircondition auch ein Muss. Stadt-Hotels bzw. 5-Sterne Unterkünfte und 5-Sterne Küche brauche ich nicht. Die B&Bs aus Südafrika sind an sich ein guter Maßstab soweit ich sie kenne.
Gruß Burkhard
266 Beiträge · seit 200824. März 2022 · #8
hallo plastefuss
deine überlegungen kann ich sehrgut nachvollziehen.
so habe ich vor jahren auch gedacht und angefangen mit afrika.
die ersten zwei touren habe ich mit einem reisebüro in deutschland gebucht.
das ist kein normales reisebüro ,sondern ein ehepaar, das sich speziell auf diese gebiete spezialisiert hat.
der eigentümer ist selbst mehrmals im jahr vor ort und führt gemeinsame touren mit touristen durch.eine einweisung in 4x4 gehört automatisch dazu.und so ist es dann auch kein problem das man dann auch z.b. durch den khautum nationalpark fährt,der nicht ganz ohne ist.
es ist aber auch möglich bei ihm z.b. flug und auto zu buchen.desweiteren kannst du mit ihm deine routen persönlich bei ihm im büro durchsprechen,er berät dich,könnte die unterkünfte für dich buchen und dir das ganze noch in eines seiner gps speichern . das gerät mit der gespeicherten route nimmst du auf deiner tour mit.desweiteren kann er dir auch zur sicherheit ein satelitentelefon mitgeben, für besondere fälle.
ich habe schon viele bekannte in den letzten jahren zu ihm geschickt und alle waren auch hinterher noch gegeistert.
hier der link zum reisebüro:
https://nature-trekking.com/
h. bischof ist erst diese woche von einer seiner letzten touren zurück.er ist auch zu coronazeiten mit touristen immer unterwegs.
gruss matthias