4 Wochen Costa Rica im Nov/Dez 2021

Reisebericht 132 Antworten · 16,5k Aufrufe · gestartet 15. Jan. 2022 von JP K
Themenstarter388 Beiträge · seit 202104. März 2022 ·
Hier fällt mir wieder ein Spruch von Torfrock ein, den ich mal der Gegebenheit frei anpasse:
wer lang hat, lässt lang hängen,
wer länger hat, hängt seine Auslage über die Astgabel
375CostaRicaDez2021CorcovadoNPLagunaVistaVillas-ManteledHowlerMonkeyMantelbrüllaffe.JPG

Gelbkopfkarakara
389CostaRicaDez2021CorcovadoNPLagunaVistaVillas-yellow-headedcaracaraGelbkopfkarakara.JPG


Auf der Rückfahrt zur Lodge ist mir ein Nest der warrior wasp aufgefallen, bin ausgestiegen und habe es aus nächster Nähe fotografiert. Gut, dass ich erst hinterher gelesen habe, dass diese Wespenart sehr aggressiv werden kann, wenn man sie am Nest stört, und dass deren Stich vergleichbar einer Bullet Ant äusserst schmerzhaft ist.
392CostaRicaDez2021CorcovadoNPLagunaVistaVillas-warriorwasp.JPG


Der nächste Morgen bringt unser letztes Frühstück in der Lodge, bevor wir abfahren.
395CostaRicaDez2021CorcovadoNPLagunaVistaVillas.jpg


IMG_0836.JPG


Die Fahrt wird wieder sehr lange dauern, da wir wieder den gleichen Schlagloch-Weg zurück müssen, wie wir ihn hingefahren sind. Allerdings dieses Mal wussten wir, was auf uns zukam, das Wetter war einigermassen sonnig und somit keine Fahrt in der Dunkelheit, so dass wir die Rückfahrt nicht mehr als belastend empfanden wie noch die Hinfahrt.

Auf diesem Weg hielt ein PKW und die ausgestiegenen Insassen schauten interessiert in einen Baum am Wegesrand hinein. Wir hielten ebenfalls an und fragten was es zu sehen gibt. Es stellte sich heraus, dass ein professioneller Guide seinen touristischen Kunden einen Vogel zeigte, der auf einem Ast hockte. Ich musste drei mal nachfragen, wo denn der Vogel ist, ich hätte ihn sonst nicht entdeckt, obwohl er sich wie auf dem Tablett präsentierte:
lesser night hawk / Texas-Nachtschwalbe
400CostaRicaDez2021OsaHalbinsel-lessernighthawkTexasnachtschwalbe.JPG


Zum Mittag hielten wir im Norden der Osa-Halbinsel an einem Restaurant mit schöner Aussicht, um unser Mittagessen einzunehmen. Das Essen war einfach, aber sättigend.
402CostaRicaDez2021OsaHalbinsel-aneinerRaststätte.JPG


Schule. Das war so ein Thema, was beim Autofahren ständig aufgefallen ist. Hier mal zwei typische Schulgebäude, wie sie an der Strasse gelegen sind.
405CostaRicaDez2021OsaHalbinsel-inderSchuleistnixlos.JPG


406CostaRicaDez2021OsaHalbinsel-inderSchuleistnixlos.JPG


Jedes Dorf hatte eine Schule, manchmal waren die Schulzonen sogar ausserhalb der Dörfer. Der Hinweis auf eine Schule war immer mit einem Strassenschild verbunden: sofern Schüler anwesend sind, sollte nicht schneller als 25 km/h gefahren werden. Anders herum gedacht: sollte man hier schneller fahren als 25 km/h und in einen Unfall mit einem Schüler verwickelt werden, wird man schnell als Hauptschuldiger des Unfalls angeklagt werden können. Also habe ich mich immer an diesen Geschwindigkeitshinweis gehalten, bin häufig von anderen Autos überholt worden. Jedoch: wie auf den Bildern zu sehen, gab es weit und breit keine Schüler. Nirgendwo. Die Schulgebäude waren leblos, keiner ging zur Schule. Es war keine Ferienzeit. Warum war das so? Keine Ahnung, vielleicht haben alle Schulen auf online-Unterricht umgestellt?

Unser nächstes Ziel ist Dominical an der Pazifikküste.
zuletzt bearbeitet 04. März 2022
1'394 Beiträge · seit 200905. März 2022 ·
Hallo JP,

die Bilder finde ich wieder super - aber die von den Einsiedlerkrebsen und der Mücke finde ich ganz besonders klasse!!!

Die Auflösung mit den Schulen/Schülern würde mich auch interessieren.

Viele Grüße
Sabine
900 Beiträge · seit 201505. März 2022 ·
Das Äffchen mit der Kokosnuss ist genial 🙂

Magst du mal deine Tageseinteilung mitteilen?
Wann war überlicherweise Aufstehen, wann Frühstück, ...

LG yvy
https://www.yp-travel-photography.de/andere-afrikanische-l%C3%A4nder/uganda-2025-gorillas-im-nebel/ https://www.yp-travel-photography.de/andere-afrikanische-l%C3%A4nder/madagaskar-2024-nosy-be/ https://www.yp-travel-photography.de/nord-und-mittelamerika/costa-rica-2024-pura-vida-2/ https://www.yp-travel-photography.de/andere-afrikanische-l%C3%A4nder/seychellen-2023-zur%C3%BCck-im-paradies/ https://www.yp-travel-photography.de/nordamerika/costa-rica-2022-pura-vida/ https://www.yp-travel-photography.de/andere-afrikanische-l%C3%A4nder/tanzania-2022-safari-in-der-serengeti-und-sansibar/ https://www.yp-travel-photography.de/afrika/namibia-2019-der-tierreiche-norden/ https://www.yp-travel-photography.de/afrika/namibia-2015-der-trockene-s%C3%BCden/ https://www.yp-travel-photography.de/afrika/sansibar-2019-hakuna-matata-auf-der-gew%C3%BCrzinsel/ https://www.yp-travel-photography.de/afrika/mauritius-2017-trauminsel-im-indischen-ocean/ https://www.yp-travel-photography.de/afrika/s%C3%BCdafrika-2018-19-jahreswechsel-an-der-gardenroute-2/ https://www.yp-travel-photography.de/afrika/s%C3%BCdafrika-2016-in-style/
Themenstarter388 Beiträge · seit 202105. März 2022 ·
yp-travel-photography schrieb:
Magst du mal deine Tageseinteilung mitteilen?
Wann war überlicherweise Aufstehen, wann Frühstück, ...
Oh, das ist aber eine ungewöhnliche Frage. Mein Tipp generell: es ist Deine Reise, gestalte sie wie Du Dich damit wohl fühlst. Warum fragst Du?

Aber hier kommen ein paar Anmerkungen zu unserer Tagesgestaltung:
generell gehen wir auf Reisen sehr früh ins Bett, meine Frau trinkt kein Alkohol, also lungern wir nicht zu zweit bis spät abends an Hotelbars rum. Das begünstigt ein frühes Aufstehen.

der Jetlag führte in der ersten Woche dazu, dass wir früh müde wurden und früh beim Frühstück waren. Wir haben uns an die Frühstückszeiten der Hotels/Lodges gehalten, vorher fing der Tag für uns auch nicht an, abgesehen um den Quetzal zu sehen. Die Frühstückszeiten gingen so zwischen 7 und 8 Uhr los, wir waren fast durchgehend zu den Anfangszeiten dort, nicht kurz vor Schliessung des Buffets. Für den Quetzal bin ich vor 5 Uhr aufgestanden und habe danach gefrühstückt. Im Tortuguero NP haben wir einmal eine morgentliche Bootstour mitgemacht, die ging so gegen 6 Uhr los, danach haben wir gefrühstückt.

Sofern wir von einem Hotel zu nächsten gefahren sind, war unsere Abfahrtzeit immer so gegen 10 Uhr (Auschecken aus Hotel)

Wir haben regelmässig zu Mittag gegessen, zumeist im Hotelrestaurant oder in einem Restaurant auf dem Weg. Das ist für meine Frau gesetzt, ich selbst könnte auch drauf verzichten und ne geschmierte Stulle einpacken. Tagesausflüge haben wir zB gemacht zum Rio Celeste und die geführte Tour im Corcovado NP. Tagesausflüge alleine habe ich zB in der Arenal Observatory Lodge gemacht und mein zweiter Ausflug in den Corcovado NP. Häufig waren wir ansonsten fast überall halbtags unterwegs, ansonsten auch mal für nen halben Tag am Hotelpool abgelegen, zB Tortuguero NP, Baldi Hot Springs, Laguna Vista Lodge, Dominical.

Fototechnisch habe ich keine bestimmte Zeiten anvisiert um etwas bestimmtes zu fotografieren (bis auf den Quetzal der sich nur morgens zeigte), sondern habe drauf gehalten auf alles, was mir bei unseren Ausflügen vor die Linse kam. Das Wildlife-Fotolicht im Regenwald ist anders als in der offenen afrikanischen Savanne. Wegen des Zwielichtes im Wald fand ich es einfacher, bei kräftigem Sonnenschein zu fotografieren, da das Blätterwerk sowieso viel Licht wegnimmt. Ausserdem hatten wir viel Bewölkung und Regen, da braucht man schon das volle Tageslicht. Daher war es mir auch nicht wichtig, früh morgens oder später Nachmittag auf Pirsch zu sein. Vielleicht hätten wir mehr oder andere Tiere gesehen, wenn wir häufiger in der Dämmerung unterwegs gewesen wären, aber ich weiss es nicht. Sicherlich gibt es nachtaktive Tiere, zB Gürteltier, Leopard, Schlangen etc, aber darauf hatten wir es nicht angelegt.

Die Nachtwanderung in Monteverde war von 20 bis 22 Uhr, so dass auch nach diesem Ausflug ein gesittetes zu Bett gehen möglich war 🙂 .
900 Beiträge · seit 201506. März 2022 ·
Ich frage, weil es ja auch früh hell wird.
Außerdem ist ja bei allem rund ums Birding auch Frühaufstehen angesagt.
Super vielen Dank!
Unsere Zeiten sind ähnlich.
Wobei mich oft morgens nichts mehr im Bett hält und ich 1h vor dem Frühstück schon Vögelchen suche.
Das ist in der Maquenque oder Trogon Lodge dann möglich.
Mein Partner schläft gerne lange, aber das wird diesen Urlaub nichts 😉.
Mittagessen gibts bei uns nicht. Wir machen auch kein Picknick.
Höchstens Obst.

Gestern habe ich fleißig Enten, Gänse ... knipsen geübt; fast das Gleiche 😉

LG yvy
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Themenstarter388 Beiträge · seit 202107. März 2022 ·
yp-travel-photography schrieb:
Gestern habe ich fleißig Enten, Gänse ... knipsen geübt; fast das Gleiche 😉
mmh naja, der Schwierigkeitsgrad die gewünschten Vögli zu fotografieren ist in CR nochmal ne Stufe höher, vermute ich 😎

Dominical

Dominical war nun so ganz anders als die übrigen Orte, die wir im Programm hatten. Hier ging es nicht um Wildlife, sondern der Ort atmete Fun und Coolness. Hier ging es um junge Leute, Backpacking, Beach, durchtrainierte Körper, Cocktailbars - und vor allem Surfing. Niemand interessierte sich für Leguane, Papageien, Blattschneiderameisen, Spechte und Basilisken- sie waren auch da, ja, aber weitgehend unbeachtet vom Partyvolk. Anderswo sind die Tiere die Stars, hier fristen sie ein Schattendasein, die Stars sind hier die Naturgewalten der Wellen und deren muskulöse Bezwinger.

Ungeachtet des dörflichen Mainstreams habe ich weiterhin Ausschau gehalten nach meinen Lieblingen, und gleich an der Hotelrezeption begrüßte uns ein schwarzer Leguan.
001CostaRica2021DominicalHotelRioMar-schwarzerLeguan.jpg


Das Hotel war etwas abseits des Trubels gelegen, etwa 500 Meter vom winzigen Dorfkern, 800 Meter vom Beach entfernt. Das Zimmer war recht einfach, aber mit der notwendigen Klimaanlage ausgestattet. Wir hatten zwei getrennte Doppelbetten. Es hatte zwei Pools, die wir auch gelegentlich nutzten.
003CostaRica2021DominicalHotelRioMar.jpg


Das Frühstück war schon das schlechteste der ganzen Reise. Wir wurden satt, aber Gourmet geht anders. Dafür waren die Kosten mit etwa 80 Euro pro Nacht auch am unteren Ende unserer Skala. Hier mal ein Tipp für diejenigen, die vorhaben, den Ort zu besuchen. Uns hat Phat Noodle sehr gefallen, wir haben dort zwei mal zu Abend gegessen, so nett fanden wir es dort. Es ist ein schmackhaftes Asian Fusion Restaurant, coole laute Musik dröhnt aus den Boxen, das Restaurant ist überdacht, aber halb offen zu zwei Seiten.
002aCostaRica2021DominicalHotelRioMar-imRestaurantPhatNoodle.jpg


Am nächsten Morgen nach dem Frühstück und Vogelknipsen direkt vor unserer Tür sind wir zum Strand gelaufen.
evtl. Wilson Warbler
006CostaRica2021DominicalHotelRioMar-evtlWilsonWarbler.JPG


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052CostaRica2021Dominical-Surfer.JPG


Der Poser musste erstma über Insta den Daheimgebliebenen übermitteln, dass er am geilsten Flecken Erde das coolste Bier des Urlaubs schlürft - yo bro
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Einige fahren aber auch neben der Spur und müssen absteigen
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The dude
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The dudette – konnte auch gut mit den Wellen umgehen
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Dominical – fest in US-amerikanischer Hand, überall hört man diesen breiten Akzent. Eines anderen Tages kreuzte ich den Weg eines weissbärtigen und weisshaarigen Hippies, der in Flipflops mit etwas abgeranzter weissen Shorts und ehemals weissem T-Shirt (hey dude, what`s up) mir ungefragt und im Vorbeigehen zuruft, er wohne nun schon 28 Jahre in diesem Kaff. Ahhh ja, schön zu wissen, Träume wurden wahr. Ein bißchen beneide ich ihn, leider bin ich nicht vor inzwischen 32 Jahren in Kalifornien hängengeblieben.

Zum frühen Mittag ging es für Nachos und Chips zur Beachbar. Auch auf den Toiletten darf der Coolness-Faktor nicht fehlen.
015CostaRica2021Dominical.jpg


Zurück zum Hotel, da läuft mir doch direkt ein brauner Basilisk über den Schotterweg.
018CostaRica2021Dominical-StripedBasilisk.JPG
zuletzt bearbeitet 07. März 2022
900 Beiträge · seit 201507. März 2022 ·
Dominical werden wir auf jeden Fall einen Besuch abstatten.
Lässiges Surferflair im Urlaub mag ich auch sehr!
wir haben etwas südlicher in Uvita 4 Nächte 🙂
So ein Faultiershirt will ich auch haben.

Ich bin voller Vorfreude 🙂
https://www.yp-travel-photography.de/andere-afrikanische-l%C3%A4nder/uganda-2025-gorillas-im-nebel/ https://www.yp-travel-photography.de/andere-afrikanische-l%C3%A4nder/madagaskar-2024-nosy-be/ https://www.yp-travel-photography.de/nord-und-mittelamerika/costa-rica-2024-pura-vida-2/ https://www.yp-travel-photography.de/andere-afrikanische-l%C3%A4nder/seychellen-2023-zur%C3%BCck-im-paradies/ https://www.yp-travel-photography.de/nordamerika/costa-rica-2022-pura-vida/ https://www.yp-travel-photography.de/andere-afrikanische-l%C3%A4nder/tanzania-2022-safari-in-der-serengeti-und-sansibar/ https://www.yp-travel-photography.de/afrika/namibia-2019-der-tierreiche-norden/ https://www.yp-travel-photography.de/afrika/namibia-2015-der-trockene-s%C3%BCden/ https://www.yp-travel-photography.de/afrika/sansibar-2019-hakuna-matata-auf-der-gew%C3%BCrzinsel/ https://www.yp-travel-photography.de/afrika/mauritius-2017-trauminsel-im-indischen-ocean/ https://www.yp-travel-photography.de/afrika/s%C3%BCdafrika-2018-19-jahreswechsel-an-der-gardenroute-2/ https://www.yp-travel-photography.de/afrika/s%C3%BCdafrika-2016-in-style/
151 Beiträge · seit 201808. März 2022 ·
Hallo JP K,
da kommen wir nach 3,5 Wochen Traumurlaub in Costa Rica zurück ins kalte Deutschland, ich schaue nach ein paar Tagen ins Forum meiner Lieblingsdestination und was entdecke ich: einen sehr schön geschriebenen und noch besser bebilderten Reisebericht aus CR. Unsere Routen waren fast deckungsgleich, sogar die Hotels an einigen Orten waren die gleichen.
Großer Unterschied unserer Reisen: wir hatten nur Sonne. Geregnet hat es nur 1x Nachts in Sarapiqui und im Orosital kam 2x Abends der Nebel mit Sprühregen aus dem Tapanti NP runter. Selbst der Nebelwald in Monteverde war ein "Sonnenwald". Ich denke mit unserer Wahl des Reisezeitraums waren wir etwas besser dran.
Ganz großes Danke für Deine Vogelbestimmung. Du hast mir viel Arbeit erspart.

Viele Grüße und noch viele schöne Reisen wünscht Till
151 Beiträge · seit 201808. März 2022 ·
Hallo yvy,

wir sind vor 3 Wochen aus CR zurückgekommen, kann Dir möglicherweise auf einige Deiner Fragen aktuell antworten.
Fahrtzeit San Gerado de Dota - Airport San Jose
Ist sehr schwer einzuschätzen. Für uns war es der letzte Tag des Urlaubs. Wir sind am Morgen gegen 9:30 aufgebrochen und waren gegen Mittag in Cartago. Haben viele Fotostopps und eine Kaffeepause eingelegt. Nach dem Essen in Cartago haben wir allerdings über 3,5 Stunden bis zum Airport benötigt. Das war an einem Samstagnachmittag. Zum Glück hatten wir genügend Zeit, sonst wäre Panik angesagt gewesen.
In umgekehrter Richtung haben wir am ersten Fahrtag an einem Sonntagvormittag nur knapp über 1 Stunde bis Cartago benötigt.
Wer in CR gut durchkommen will, muss entgegen den Reisegewohnheiten der Ticos fahren. Bedeutet: Die fahren am Freitagnachmittag / Samstagvormittag ans Meer und am Sonntagnachmittag wieder ins Landesinnere. Wer entgegengesetzt fährt kommt gut durch, wer identisch fährt, steht nur im Stau.
Mein Mietwagen hat mir nach jeder Etappe die Durchschnittsgeschwindigkeit des Tages angezeigt. Ich habe es nur auf dem Pazifikhighway auf ein ordentliches Tempo gebracht. Im Durchschnitt lagen wir knapp unter 35 km/h. Mit diesem Wert würde ich alle Etappen in CR planen.
Gärten in San Gerado de Dota
Wir haben in der am höchsten gelegenen Cloud Forest Lodge geschlafen. Diese hat wie alle anderen einen "privaten Regenwald". Dieser ist wie der der Trogon Lodge für Wanderer offen. An der Vogeltränke / Futterstelle unserer Lodge waren auch Gäste anderer Hotels, so wie wir auch in der Trogon Lodge Vögel beobachtet haben. Leider wollte uns man da keinen Kaffee servieren.
Für uns der Höhepunkt in diesem Tal war eine Wanderung zu den 2 Wasserfällen am Rio Savegre. Eingang zum Sendero ist etwa 500 südlich des Savegre Hotels, an der Zufahrt zur Forellenzucht "Truchas Reales".
Der letzte Teil des Weges befindet sich schon im NP Quetzales. Bis zum ersten Fall ist es ein schöner Wanderweg, dann wird es etwas abenteuerlich, mit Klettereinlagen über Leitern und Hängebrücken die nie einen TÜV-Prüfer gesehen haben. Hat Spaß gemacht. Und wir hatten den Jackpot am Wegrand: 30 Minuten einen Quetzal mit langer Schwanzfeder für uns ganz alleine.
Tagesablauf - wann aufstehen
Wir waren fast jeden Tag gegen 6 Uhr oder schon eher draußen.
In den Hotels gibt es Frühstück ab 7 Uhr, wir waren immer die ersten. In der Laguna Lagarto Lodge gibt es Frühstück ab 6:30. Die Fotoprofis bauen ab 5:30 auf. Hier kann man beim Frühstück die besten Bilder machen 😉

Ich wünsche eine schöne Reise, kommt gesund und erholt wieder.
Gruß Till
770 Beiträge · seit 201708. März 2022 ·
Hallo JP K, nun habe ich endlich mal aufgeholt. Dein Bericht ist sehr interessant und die Fotos 1a!
Ich weiss nun, warum ich gerne mal nach Costa Rica reisen möchte 😉
Liebe Grüsse Caroline
2016: Südafrika mit Gardenroute 2018 : Vic Falls, Namibia, Botswana, Mauritius 2020: Kapstadt und Gardenroute 2022: Namibia 2024: Namibia und Südafrika 2026: Namibia und Botswana in Planung :-)
Themenstarter388 Beiträge · seit 202110. März 2022 ·
Eulenspiegel schrieb:Großer Unterschied unserer Reisen: wir hatten nur Sonne. Geregnet hat es nur 1x Nachts in Sarapiqui und im Orosital kam 2x Abends der Nebel mit Sprühregen aus dem Tapanti NP runter. Selbst der Nebelwald in Monteverde war ein "Sonnenwald". Ich denke mit unserer Wahl des Reisezeitraums waren wir etwas besser dran.
Hallo Till, ja das kannst Du wohl sagen. Allerdings war ich mir des Risikos bei Buchung schon bewusst, hatte aber trotzdem auf ein rechtzeitigeres Ende der Regenzeit spekuliert. Wenn man ganz sicher dem Regen aus dem Weg gehen möchte, sollte man nach Weihnachten fahren wir Ihr es gemacht habt.
Eulenspiegel schrieb:Eingang zum Sendero ist etwa 500 südlich des Savegre Hotels, an der Zufahrt zur Forellenzucht "Truchas Reales".
ja, den sind wir auch gegangen, sind aber beim ersten Wasserfall wieder umgekehrt. Dass ihr dort einen Quetzal gesehen habt, ist natürlich sensationell und sollte Ansporn für Nachahmer sein, den Weg zu gehen.
Enilorac65 schrieb:Hallo JP K, nun habe ich endlich mal aufgeholt. Dein Bericht ist sehr interessant und die Fotos 1a!
Ich weiss nun, warum ich gerne mal nach Costa Rica reisen möchte
Hallo Caroline, fahr hin, CR wird Dir auf jeden Fall gefallen, ob mit oder besser ohne Regen.
zuletzt bearbeitet 10. März 2022
Themenstarter388 Beiträge · seit 202110. März 2022 ·
Dominical 1. Fortsetzung

Am nächsten Morgen nach dem Frühstück musste erstmal der Hotel-eigene Naturpfad entdeckt werden. Es ist ein 1 Kilometer langer Rundweg, den ich aber nicht vollständig laufen konnte, er war vom Regen so dermassen eingematscht, dass ich stellenweise mit meinen Wanderschuhen über den hohen Schaft hinaus eingesunken wäre.

Buff-rumped warbler / Schmätzerwaldsänger
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024CostaRica2021Dominical-leaf-cutterants.JPG


Nach dem Mittag sind wir noch einen Kaffee trinken gegangen im Café Mono Congo, auch meine Empfehlung an Euch. Kann man cool abhängen, nach hinten raus sitzt man an der Flussmündung. Das große AAAber: weil das so ein cooles Café war und uns der Kaffee so geschmeckt hat, haben wir den dazu gehörigen coolen Kaffee in der 340g-Packung (12 oz) gemahlen gekauft. Wir zehren immer noch von unseren insgesamt 2 Kilo Kaffee, die wir aus Costa Rica mitgenommen hatten. Der Mono Congo war der schlechteste und dabei teuerste Kaffee, er hat im Vergleich zu den verschiedenen anderen Sorten kaum Geschmack. Besser ist es, eine Kaffee-Finca zu besuchen, mehr dazu im Orosi-Tal später.
002bCostaRica2021DominicalHotelRioMar-imRestaurantCafeMongoCongo.jpg


Auch in Dominical gilt:
068CostaRica2021Dominical.JPG


Wieder unser Haustier im Hotel
027CostaRica2021DominicalHotelRioMar-schwarzerLeguan.JPG


Vor dem Hotel führt ein Schotterweg den Fluss entlang, den bin ich mal gegangen um zu schauen was es so gibt am Wegesrand.
yellow-headed gecko
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da kommt man schon mal ins Schielen
076CostaRica2021Dominical-Frosch.JPG


wenn ich so ein Bildhintergrund doch bloß nach Belieben reproduzieren könnte... der Hintergrund war gar nicht schwarz, sondern er ist schwarz geworden dadurch, dass es hellster Sonnenschein auf dem Motiv (Libelle) war, der Hintergrund im Schatten und ich 0,7 Schritte unterbelichtet habe. So wird das eigentliche Motiv stärker betont. Nun weiss ich es und hoffe, das nächste mal dran zu denken.
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Ohne Natur geht es nicht. Es gab einige Optionen, u.a. den 50km entfernten Manuel Antonio NP. Da wir aber schon in so vielen Parks waren, wollten wir es etwas gemütlicher und ohne große Erwartungen an Sichtungen angehen und haben uns zum Nauyaca Wasserfall aufgemacht, 10 km von Dominical entfernt. Einfach mal ein Spaziergang ohne Hintergedanken, allerdings auch hier selbstredend Eintritt zu zahlen. Der Feldweg war recht matschig und aufgeweicht vom Regen, aber trotzdem gut zu begehen.
094CostaRica2021Dominical-NauyacaWaterfalls.jpg


Auch in der freien Natur immer wieder Hinweise auf Abstand und Maske, sehr vorbildlich. Es war ja noch Delta-Variantenzeit. Der Wasserfall ist zweistufig, baden ist auch im leichten Sprühregen erlaubt, was sich die jungen Leute natürlich nicht zweimal sagen lassen.
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107CostaRica2021Dominical-NauyacaWaterfalls.JPG


Brahman-Rind und sein Cowboy
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116CostaRica2021Dominical-NauyacaWaterfallsRinderundCowboys.JPG

Die Cowboys waren zu zweit und wollten sich aus der Herde ein Rind mit dem Lasso fangen. Sie haben sich dabei allerdings nicht sonderlich geschickt angestellt. In den Western-Filmen sieht das alles sehr viel cooler aus, aber die beiden hatten einen schweren Stand, die Rinderherde ist immer wieder ausgebüchst, sobald die Cowboys näher kamen. Und auch aus weniger als 5 Meter Entfernung haben sie mit dem Lasso nicht getroffen, und keines der Rinder hat stillgehalten, um sich ein Lasso einfach mal so überstreifen zu lassen. Wir sind dann nach dem Beobachten einiger Fehlversuche gegangen.

Was wäre ein Tag ohne Blattschneiderameisen. Gefunden am Wegesrand zu den Wasserfällen
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zuletzt bearbeitet 10. März 2022
1'394 Beiträge · seit 200910. März 2022 ·
Hallo JP,

was für ein sagenhaftes, geniales Bild „Frosch mit Fliege“, wie ich finde. Toll!!!

Viele Grüße
Sabine
900 Beiträge · seit 201511. März 2022 ·
Lieben Dank Till für deine sehr hilfreichen Infos.
Da habe ich die Fahrzeiten doch unterschätzt!!!

Blöderweise vom Tenorio NP am Karfreitag runter bis Manuel Antonio; Monteverde müssen / wollen wir weglassen.
Ging nicht anders, hätte ich die Route andersrum gelegt, wäre es genauso ausgekommen.
Puh, da müssen wir wohl früh los!
Ich hatte bei einem Gruppenreiseanbieter geschaut und die haben die gleiche Strecke in 1 Tag gemacht.

Wir haben den identischen Rückweg:
Samstag Morgen ab Trogon Lodge - Flughafen ( Abflug 7pm)
Da sparen wir uns das Mittagessen in Cartago auf jeden Fall.
Gibts da keinen Schleichweg?
Wie wäre es zb. via 222 - 209 - 39 zu fahren?
Außerdem muss ja der Mietwagen noch abgegeben werden.
Wir haben Adobe Cars, was hattet ihr?

Den Nauyaca Wasserfall möchte ich auf dem Weg von Uvita nach Trogon Lodge machen; als Zwischenstopp.
Wie lange ist die Wanderung wirklich? Man liest unterschiedliche Angaben.
Wann ist gutes Fotolicht auf dem Wasserfall?

LG yvy
https://www.yp-travel-photography.de/andere-afrikanische-l%C3%A4nder/uganda-2025-gorillas-im-nebel/ https://www.yp-travel-photography.de/andere-afrikanische-l%C3%A4nder/madagaskar-2024-nosy-be/ https://www.yp-travel-photography.de/nord-und-mittelamerika/costa-rica-2024-pura-vida-2/ https://www.yp-travel-photography.de/andere-afrikanische-l%C3%A4nder/seychellen-2023-zur%C3%BCck-im-paradies/ https://www.yp-travel-photography.de/nordamerika/costa-rica-2022-pura-vida/ https://www.yp-travel-photography.de/andere-afrikanische-l%C3%A4nder/tanzania-2022-safari-in-der-serengeti-und-sansibar/ https://www.yp-travel-photography.de/afrika/namibia-2019-der-tierreiche-norden/ https://www.yp-travel-photography.de/afrika/namibia-2015-der-trockene-s%C3%BCden/ https://www.yp-travel-photography.de/afrika/sansibar-2019-hakuna-matata-auf-der-gew%C3%BCrzinsel/ https://www.yp-travel-photography.de/afrika/mauritius-2017-trauminsel-im-indischen-ocean/ https://www.yp-travel-photography.de/afrika/s%C3%BCdafrika-2018-19-jahreswechsel-an-der-gardenroute-2/ https://www.yp-travel-photography.de/afrika/s%C3%BCdafrika-2016-in-style/
zuletzt bearbeitet 11. März 2022
Themenstarter388 Beiträge · seit 202112. März 2022 ·
@yuy
Ich habe im Internet geschaut: Adobe Cars liegt ebenfalls wie auch in unserem Fall Sixt nicht im Flughafenterminal, sondern ausserhalb. Es kommt drauf an, auf welcher Spur der Autobahn ihr den Vermieter anfahren könnt von San Jose aus gesehen: hin zum Flughafen (gut) oder ob ihr eine Schleife drehen müsst über den Flughafen wie wir bei Sixt (schlecht). Das kann ich Euch nicht sagen, ihr werdet es spätestens bei der Autoübergabe herausfinden, dann könnt ihr immer noch den letzten Tag entsprechend planen.

Keine Erinnerung mehr daran, wie lange unsere Wanderzeit am Nauyaca Wasserfall war, ich denke es war weniger als 2 Stunden eine Richtung, d.h. weniger als 4 Stunden gesamt inkl. Aufenthalt am Wasserfall. Da es zu nieseln angefangen hatte als wir dort waren, blieben wir nicht lange. Die unterschiedlichen Zeitangaben kommen wohl daher, dass Du das Auto sowohl an der Rezeption an der Landstrasse parken kannst als auch auf einem gesonderten Parkplatz ca. 4km innerhalb des Parks. Wir sind auf den speziellen Parkplatz gefahren, das verkürzt das Wandern. Viel interessante Sachen gibts nicht zu sehen auf der Wanderung, wir wurden also fotografisch im wesentlichen nur nur durch Kühe, Cowboys und Ameisen abgelenkt.
zuletzt bearbeitet 12. März 2022
Themenstarter388 Beiträge · seit 202112. März 2022 ·
Dominical 2. Fortsetzung

Auch der nächste Tag beinhaltete Blattschneiderameisen. Mir war mittlerweile aufgefallen, dass die Ameisen direkte Sonne meiden, größere Strecken laufen sie nicht in der Sonne, sondern ihre Strassen verliefen normalerweise wo Bäume Schatten spenden. Am Parkplatz unseres Hotels blieb ihnen aber anscheinend nichts anderes übrig als durch das sengende Sonnenlicht zu laufen, es war einer der seltenen Tage, an dem sich die Sonne in ihrer ganzen Pracht für ein paar Stunden zeigte.

Der eine knechtet, der nächste schwingt das Zepter und irgendwer muss dabei die Verantwortung tragen.
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Auf dem Weg ins Orosi-Tal müssen wir noch einen Abstecher zurück zu San Gerardo de Dota fahren, da meine Frau dort ihr Notebook im Hotelzimmer vergessen hatte. Da wir unsere Reisen nicht im Minutentakt verplanen, war das aber kein Problem. Das Hotel hatte ihn sicher verwahrt. Dabei entstanden diese Bilder.
Crested Caracara
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Magnificent Hummingwird
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Acorn woodpecker / Eichelspecht
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zuletzt bearbeitet 12. März 2022
Themenstarter388 Beiträge · seit 202114. März 2022 ·
Orosi Tal

Die Anfahrt zum Orosital war nicht einfach – wo von der Panamericana abfahren? Laut Papierkarte gibt es einen Stichweg von der Route 2 noch in den Bergen vermeintlich direkt ins Tal. Da ich aber noch den Reisebericht von Bettina hier im Forum im Hinterkopf hatte, haben wir das gar nicht erst versucht, auch weil wir kein 4WD haben. Wir sind bis nach Cartago gefahren und haben uns hoffnungslos im unbeschilderten Strassengewirr verloren. Mehrfach sind wir zurückgefahren zum Ausgangspunkt der Abzweigung, immerhin das haben wir wiedergefunden. Die Zeit schritt immer weiter voran, wir würden im Dunkeln erst ankommen, was die Orientierung im Orosital auch nicht einfacher werden liess. Als wir uns beim wiederholten Versuch verfranst hatten, haben wir in einer Werkstatt nach dem Weg gefragt. Wie durch Geisterhand bin ich dann dieser Beschreibung, die ich mangels Spanischkenntnissen mit keinem Wort verstehen konnte, gefolgt und kam ohne mich ein weiteres Mal zu verfahren, durch die Stadt und zum Abzeig mit dem Hinweisschild zum Orosital. Von da an war es ein Kinderspiel.

Casona del Cafetal hieß unsere Unterkunft, gelegen direkt am durch Menschenhand aufgestauten Lago de Cachi. Dazugehörig gab es ein Restaurant, was abends eher aussah als wenn es geschlossen wäre, es waren kaum Gäste dort und der große Saal wurde daher nur halb beleuchtet. Es wurde wohl nicht geheizt, die Aussentemperatur entsprach der Innentemperatur. Eine große nett überdachte Terrasse beherbergte etliche Tische. Das Wetter war auch hier phasenweise recht bescheiden, es war unangenehm kühl, die Feuchtigkeit kroch in die Wäsche. Dafür waren die Zimmer sehr gepflegt, wir haben uns sehr wohl gefühlt.

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Der See muss einen extremen Pflanzenbewuchs verkraften, der den See zeitweise komplett bedeckte. Allerdings gab es Tagesabschnitte, an denen die Wasserfläche komplett frei zu sein schien, anscheinend wandern die Pflanzen, verdichten sich und ziehen sich wieder auseinander. Der Wind oder andere Erklärungen? Hier ein Bild mit kompletter Bedeckung.
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Eine Tour über eine Kaffeeplantage haben wir uns für ganz zum Schluss aufbewahrt. Unser Hotel schickt ihre Gäste immer zur Finca Cristina, dort haben wir für 15 Dollar pP über 3 Stunden verbracht mit Erläuterungen über die Zucht, Beschattung und Pflege der Bäume, der Kaffeeherstellung und die Vermarktung sowie der Kompostierung und Kreislaufwirtschaft auf der Finca erhalten. Weiters wurden wir aufgeklärt, welche Tiere und Vögel von den einzelnen Pflanzen profitieren.
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rechts die frische rote Kaffeekirsche, links die beiden frischen Hälften aus der Frucht herausgepresst, hinten getrockneten Früchte
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Eigentümer dieser Finca ist ein älteres amerikanisches Ehepaar, Ernie und Linda. Linda hat uns durch die Plantage geführt, während Ernie uns seinen Maschinenpark erläutert hat. Das Orosital liegt hoch genug um als Highland Coffee qualifiziert zu sein, zusätzlich gilt diese Finca als organic, viele Abfälle werden kompostiert und auf die Plantage ausgebracht, zu Öl verarbeitet etc. Die komplette Farm ist beschattet mit hohen gepflanzten Bäumen, was man kaum auf den anderen umliegenden großen Plantagen sieht. Das Ehepaar hat den Anspruch, so weit wie möglich autark zu wirtschaften. Als Saisonarbeiter werden ausschließlich Bewohner der umliegenden Dörfer beschäftigt und langfristig gebunden.
Kaffeefrüchte am Baum auf der Finca
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Trocknung
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der Kaffeehund
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Green spiny lizard an der Wand des Trocknungsraums
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Linda erklärt die Röstung - je langsamer geröstet wird bei niedriger Temperatur, desto besser für den Kaffeegeschmack. Sie zeigte uns auch ihre Diagramme, die sie im Laufe der Jahre für ihre Maschine angefertigt hat.
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Wir haben einen großen 1kg-Bohnenbeutel mitgenommen, er ist zu unserem Lieblingskaffee geworden. Leider liefert die Finca nicht nach Europa, sonst würden wir nachordern. Diese Farm ist jeden Besuch wert.

Unsere Unterkunft ist so etwas wie eine kleine Doppelhaushälfte mit Terrasse, auf der wir unseren Nachmittags-Wohlfühlkaffee getrunken haben. Es kamen einige Waldbewohner vorbei.
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Bananaquit an der rosa Bananenstaude
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rufous-tailed hummingbird - Braunschwanzamazilie
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Muscovy duck
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Man konnte einen kleinen Streckenabschnitt am See spazieren gehen.
crimson-fronted parakeet
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white-crowned parrot / Weißkopfpapagei
035CostaRicaDez2021Orosi-TalCasonadelCafetal-white-crownedparrotWeisskopfpapagei.JPG<br>yellow-crowned night-heron / Krabbenreiher<br>[attachment=384707]043CostaRicaDez2021Orosi-TalCasonadelCafetal-yellow-crownednight-heronKrabbenreiher.JPG

buff-throated saltator / Buntkehlsaltator
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Libelle
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Broad-winged hawk / Breitflügelbussard
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blue-black grassquit
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yellow-crowned night-heron / Krabbenreiher
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zuletzt bearbeitet 14. März 2022
Themenstarter388 Beiträge · seit 202116. März 2022 ·
Blattschneiderameisen – das Finale

Versprochen – dies werden die letzten Ameisen-Bilder dieser Reise werden. Das Hotel war umgeben von Kaffeeplantagen. Der Spazierweg führte zwischen See und Plangage durch hohe Bäume. Hier lag auf dem Waldweg ein achtlos weggeworfer Zweig eines Kaffeebaums, der von den Blattschneiderameisen bearbeitet und abgetragen wurde.
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24 Stunden später sah der Zweig dann übrigens so aus
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Nun konnte ich mit diesem gefundenen Zweig das erste Mal den Ameisen beim Schneiden bequem zusehen.
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wer am Ast sägt, auf dem er sitzt...
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Der Abtransport dieser Blattstücke ging übrigens sehr gemächlich vonstatten. Während die Ameisen auf ihren Strassen rennen als ginge es um ihr Leben, war die Aufnahme des Blattes zum Abtransport sowie das Balancieren auf dem Zweig eher Zeitlupentempo. Auf der Ameisenstrasse folgen die Ameisen einer Duftspur, aber dort, von wo sie abtransportieren, existiert ein solcher Duft nicht uns sie müssen sich mühselig orientieren.
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Es ist kaum zu glauben, aber die Tritte der Ameisen interlassen tiefe Furchen; diese Ameisenstraße führte wie ein ausgetretener Trampelpfad über den Rasen unseres Hotels. Hinter dem Busch war übrigens ein Eingang ins Unterirdische:
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Auch andere hoch frequentierte Ameisenstrassen sind übrigens als Erdspur deutlich sichtbar.

Eines anderen Tages haben wir spät entschlossen uns aufgemacht zum Tapanti Nationalpark. Vor dem Gate konnten wir uns aber nicht entschliessen, den Eintritt zu zahlen und einzufahren, da wir erst 2 Stunden vor Tagesschluss dort ankamen. Die Anfahrt dorthin war recht zeitaufwändig, und wir sind erst nach dem Mittagessen, das wir in Orosi eingenommen haben, losgefahren. Auf dem Rückweg gab es auf halber Strecke die Termales Hacienda Orosi. Es war eine Spa-Einrichtung, wir fragten am Gate ob wir auch nur auf einen Kaffee einfahren dürfen. Durften wir, und wir haben die Aussicht über das Orosi-Tal genossen. Die Hacienda hat eine eigene Kaffeeplantage, auch von dort haben wir 12 oz Kaffee mitgenommen.
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zuletzt bearbeitet 16. März 2022
Themenstarter388 Beiträge · seit 202119. März 2022 ·
Orosital – Ende der Reise
Hier noch ein paar lose Bilder von Spaziergängen um unsere Unterkunft herum.
Broad-winged hawk / Breitflügelbussard
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grey-headed chachalaca
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Die Bäume und Palmen hinter unserer Unterkunft dienten den Papageien als Schlafplätze, und ab 16 Uhr fielen die Vögel ein, so dass in den Bäumen der Geräuschpegel stark anschwoll. Die Papageien hatten sich viel zu erzählen, was sie den Tag über erlebt hatten, oder aber sie zankten sich um die besten Plätze. Jedenfalls ging das so bis zum Einbruch der Dunkelheit. Morgens so ab 7 Uhr flogen sie wieder davon.
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Frühstück auf der Terasse
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wieder kein Sonnenschein
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rufous-tailed hummingbird / Braunschwanzamazillie
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Brown jay / Braunhäher
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Am Tag der Abfahrt sind wir auf dem Weg zum Flughafen noch an der Kirchenruine von Ujarras vorbei gefahren. Sie ist etwa 350 Jahre alt und ist ein Nationalmonument, ein Zeugnis der kolonialen Vergangenheit. Sie liegt in einem kleinen Park mit alten knorrigen Bäumen.
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Ich habe ja schon mehrfach über die Verkehrswirren im Zentraltal geschrieben, es erging uns nicht besser am letzten Tag. Wir haben uns zwar nicht mehr verfahren, aber die Verkehrsdichte hat uns fast die Ruhe geraubt, obwohl wir sehr rechtzeitig losgefahren sind und vermeintlich ausreichend zeitlichen Puffer hatten. Ich verweise mal auf mein voriges Geschreibsel.

Zu Hause angekommen, hat meine Frau alle Kaffeetüten aufgereiht und fotografiert. Die kleineren Tütchen im Vordergrund sind die Hotelportionen.
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Themenstarter388 Beiträge · seit 202119. März 2022 ·
Fazit
Es war eine sehr schöne Reise mit bisher unbekannten Eindrücken. Eine Wiederholung in diesem Teil der Welt ist nicht ausgeschlossen. Allerdings ist unsere Devise: keinen Urlaub zweimal machen, es kann nur schlechter werden. Daher tendiere ich eher dazu, beim nächsten Mal ins nördliche Südamerika zu fliegen. Die Wildlife-Sichtungen werden dort ähnlich sein bis zu einer gewissen Höhe, aber irgendwann höher kommen die Vikunjas und Condore dazu.

Rekapitulation unserer Sichtungshighlights
- Grüne und braune Basilisken sowie Leguane
- Alle 4 Affenarten
- Der King Vulture
- Der Quetzal
- Ein Tayra
- Crocs und Alligatoren
- Zweizehenfaultiere
- Mehrere verschiedenfarbige Trogonarten inklusive des Quetzals
- Blattschneiderameisen
- Ein Ameisenbär
- Bunte Großvögel wie Tukane und Aras
- Unzählige bunte Kleinvögel, besonders hervorzuheben sind die Kolibris, die meinen fotografischen Eifer weckten
- Die Pfeilgiftfrösche und der Rotaugenfrosch in der freien Natur, die mir nochmals auf einem Tisch für die Makrofotografie präsentiert wurden
Die unerwähnt gebliebenen Sichtungen waren jedoch nicht minder toll. Insgeheim gehofft habe ich natürlich auf einen Jaguar oder einen Puma sowie auf einen Tapir, Fischotter und bunte Schlangen, leider ist uns das Glück dazu verwehrt geblieben.

Es hat viel geregnet. Es hat uns nichts ausgemacht, da wir vorbereitet waren und uns auch mental vorher darauf eingestellt hatten: Es gibt ja kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung. Wir sind bewusst zu dieser Jahreszeit geflogen.

Alle Stationen unserer Reise waren es wert besucht zu werden – o.k., vielleicht bis auf Monteverde. Trotzdem müsste ich mich von einigen Zielen mehr trennen, um Platz zu schaffen für neue bei einer zweiten Reise. Am ehesten wären dies La Fortuna und Orosi. Meer würde ich wieder einbauen wollen, es muss nicht immer Dominical sein, obwohl cool war es schon dort. Aber es gibt noch so viel mehr Strände links wie rechts, oben wie unten. Dringend einen zweiten Besuch hat die Laguna del Lagarto Lodge verdient, auch wenn es diverse Lodges gibt, die sich auf Vogelfotografie spezialisiert haben. Viele preisgekrönte Naturfotografen kehren immer wieder zu dieser Lodge zurück, dies lässt sich im Internet recherchieren (siehe zB Petr Bambousek). Ich habe zwar keine Fotografenkrone, aber die Lodge fand ich trotzdem echt affengeil.

4WD ist nicht notwendig. Autofahren in den großen Städten des Zentraltals ist das Grauen. Ein Navi-Gerät könnte Abhilfe schaffen. Ausserhalb vom Zentraltal: Pura Vida.

Die Welt der Blattschneiderameisen ist hoch interessant. Trampelt nicht achtlos auf ihren Pfaden herum, sondern beugt Euch zu ihnen hinunter und begebt Euch auf Augenhöhe mit ihnen. Es lohnt sich.

Ich hoffe, Ihr habt Anregungen für Eure eigene Reise aus meinem Reisebericht erhalten. Oder zumindest, dass ich Euer Fernweh mal in eine andere Richtung gelenkt habe. Würde mich freuen.

Bis demnächst mal wieder
JP