Namibia oder SA im Januar 22?

15 Antworten · 4'051 Aufrufe · gestartet 03. Okt. 2021 von Marc88
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Themenstarter17 Beiträge · seit 202103. Okt. 2021 · #1
Hallo zusammen,

bisher haben wir seit einem knappen Jahr nur stumm mitgelesen und die Entwicklung in Namibia beobachtet, jetzt hoffen wir auf unsere Überlegungen etwas Feedback von euch zu bekommen. Hintergrund ist, dass wir schon eine ganze Zeit Namibia bereisen wollen, bisher aber nur SA "geschafft" haben, zuletzt im September eine größere Tour im KNP. Etwas unverhofft hat sich nun die Chance ergeben, im Januar durch einen beruflichen Wechsel knapp 4 Wochen reisen zu können. Wir stellen uns nun die Frage - mal ganz unabhängig davon, ob in SA oder Namibia wieder eine Corona-Welle sein wird oder nicht - ob es Sinn macht Namibia im Januar zu bereisen oder lieber auf ein anderes Jahr zu warten und dann in der Trockenzeit zu reisen?
Wir waren inzwischen 4 mal in SA unterwegs, einmal die typische Tour rund durch SA (Dez/Jan), beim zweiten mal KNP, Marakele und Pilansberg (Sept) und die letzten 2 mal dann nur KNP (ebenfalls im Sept.). Der Park ist einfach so groß und divers, dass man dort wohl Monate zubringen könnte. Auch Entspannen und Abschalten fällt uns dort so viel einfacher wie irgendwo anders auf der Welt. Von SA/KNP wissen wir, dass es auch in der Regenzeit einen Besuch wert ist und die Straßen auch sehr gut ausgebaut sind. Natürlich sieht dann alles anders aus und Tiere sind schwerer zu sehen, aber das ist okay für uns - dafür ist die Landschaft spannender. Uns ist klar, dass eine "Ersttätertour" durch Namibia vollkommen anders ist als 4 Wochen Kruger, speziell auch was Tierbeobachtung angeht, aber auch das ist ein Urlaub den wir uns bestens vorstellen können.

Nachdem die Virusvarianten-Gebiete aufgehoben wurden wollten wir dann diesen September spontan nach Namibia, haben aber gezögert, weil wir die Situation vor Ort schlechter einschätzen konnten und eine Rundreise als weniger zur Situation passend erachtet hatten als in einem Nationalpark zu bleiben. In Namibia wäre es wohl eine typische "Ersttätertour" geworden, dazu gibt es ja auch schon viele Ideen hier im Forum, die Ersttätertouren von Christian finden wir schon sehr spannend. Was uns etwas abschreckt ist, dass es generell aus dem Januar kaum Reiseberichte gibt und wir in Reiseführern und im Internet mit Verweis auf die Straßenverhältnisse und entsprechendes Klima den Eindruck gewonnen haben, für einen "Ersttäter" wäre die Trockenzeit wohl die bessere Wahl. Wann der nächste Afrika-Urlaub nach Januar aber möglich sein wird ist für uns leider unklar. Insgesamt scheint eine Namibia-Tour auch deutlich teurer als KNP, so dass wir das wahrscheinlich nicht in nährer Zukunft noch einmal in der Trockenzeit wiederholen würden.

Was denkt ihr darüber? Habt ihr speziell mit dem Januar schon Erfahrungen gemacht und könnt uns da Tipps geben? Oder ist das eher etwas, wenn man zuvor schon einmal in der Trockenzeit da war und das besser einschätzen kann? Wir würden uns wohl an der 3-Wochen Ersttätertour von Christian orientieren und schauen, ob manche Gegenden zu dem Zeitpunkt besser ersetzt werden sollten, und das ganze generell noch um die restlichen 7 Tage entzerrren. Nachfolgend von Christian kopiert und grob angepasst:
- Windhoek (1 Nacht)
- Kalahari (3 Nächte) – die Roten Dünen von Namibias zweiter (Halb)Wüste
- Aus (2 Nächte) – ein voller Tag für Lüderitz, die Wüstenpferde und die Geisterstadt Kolmanskuppe
- D707 (2 Nächte) – Namibias Panoramastraße mit einmaligen Landschaften
- Sesriem/Sossusvlei (2 Nächte) – das „Dünenmeer der Namib“ (Welterbe), Sesriem-Canyon
- Swakopmund (3 Nächte) – Meeresleben, Wüste, Stadtrundgang; siehe mehr unter „Warum?“
- Damaraland (3 Nächte) – Wüstenelefanten, Twyfelfontein (Welterbe), Versteinerter Wald, Spitzkoppe uvam.
- Etosha (7 Nächte; 1+2+2) – die typische Tierwelt Afrikas
- Okonjima, Erindi, Mount Etjo, Epako, Otjiwa (3 Nächte oder 2 + 2) – die besondere Tierwelt Afrikas „kompakt“ oder Waterberg – Wanderparadies

Unsere Überlegungen sind aktuell (gerne Hinweis, wenn ihr das anders seht):
Namibia-Tour
- ein neues Land, hier waren wir noch nie, wäre also erstmal spannender
- Etosha in der Regenzeit, macht das Sinn? Wir kennen den Park noch nicht, wollen ihn aber bei einer Namibia-Tour definitiv für mehrere Tage besuchen. Tiere zu beobachten machen wir beide sehr gerne und da sollte das sicher nicht fehlen. Da haben wir schon widersprüchliches gelesen, wie sinnvoll das ist.
- Straßenverhältnisse in Namibia: Auch hier haben wir keine Erfahrung. Ist das etwas, wo in der Regenzeit wirklich eine Thema wird oder wäre das nur im Nordosten, den wir wohl aussparen, wirklich nennenswert wo dann deutlich mehr Regen fällt?

KNP
- KNP waren wir nun schon einige Wochen, aber die Regenzeit ist auch wieder anders
- Tierbeobachtung geht hier immer
- Straßen zum KNP und Hauptstraßen selbst im KNP geteert, egal was das Wetter macht, das geht immer
- etwas günstiger

Vielen Dank schon jetzt für euer Feedback 🙂!
1'059 Beiträge · seit 200604. Okt. 2021 · #2
Hallo Marc

Willkommen hier. 🙂

Hast du meine Reiseberichte gefunden unter den wenigen, die es gibt für die betreffende Reisezeit? Siehe Signatur. 😎

Ich / wir waren nun mehrmals zu der Zeit in Namibia (und anderen Ländern / Regionen) unterwegs, auch im Nordosten, sprich, dem Zambezi-Strip und dazu fällt mir hauptsächlich eines ein: es ist heiss. Sehr heiss. Aber Namibia ist ein sehr trockenes Land und ich weiss wirklich nicht so genau, warum so viele Leute so sehr davon abgeschreckt sind, in der Regenzeit zu reisen. Selbstverständlich gibt es auch mal Jahre mit sehr heftigen Regenfällen wie vergangene Saison, aber das kann ja keiner voraussagen und mit diesem «Risiko» leben wir auch, aber das recht entspannt. Es ist absolut nicht so, dass es während der Regenzeit tagelanger, anhaltender Dauerregen geben würde wie in Südostasien z.B. und wenn, dann ist das wohl eine sehr seltene Ausnahme, normaler sind vor allem einfach viele Wolken und lokale, kurze Schauer - die mitunter auch mal heftig ausfallen können.

Aber der grösste Teil der von euch angedachten Route ist auch während der Regenzeit im Normalfall problemlos zu machen. Wirklich. Ich war nun noch nie zur so oft genannten besten Zeit in den trockeneren Monaten im Etosha, aber wir wurden noch nie enttäuscht. Im einen Jahr (da war es aber glaube ich schon März) hatten wir zwar keine (!) Elefanten gesehen, aber ansonsten haben wir nie das Gefühl gehabt, man würde die Tiere weniger gut sichten und schon gar nicht weniger ausgiebig. Frisches, hohes Gras haben wir dort nie erlebt, aber klar, wir hatten auch keine richtig ergiebigen Regensaisons erwischt bis jetzt in der Gegend.

Ich bin sehr gerne zu der Zeit in Namibia unterwegs, es ist brüllend heiss, die Nächte sind warm, es ist sehr ruhig (momentan wohl sowieso noch mehr als in anderen Jahren...) und freue mich schon auf die nächste Reise im Dezember und Januar. 🙂 Probiert es einfach!

Liebe Grüsse
Sam
Reiseberichte: #safaribrothers on Tour Vol. IX- safaribrothers.ch Blog «In Gedenken - Kurzer Kgalagadi-Trip 2024» #safaribrothers on Tour Vol. VIII - safaribrothers.ch Blog «Du hast es so gewollt - 8 Wochen Campingsafari in Namibia und Botswana 2021/2022» #safaribrothers on Tour Vol. VII - «Kalahari» #safaribrothers on Tour Vol. VI - «Wo Problem?»
33,1k Beiträge · seit 200604. Okt. 2021 · #3
Hallo Marc88,

was Regen angeht, kann keiner Dir konkret was sagen. Wenn man dem Wetteramt glauben darf, wird es zumindest eine durchschnittliche Regenzeit, eher wohl eine überdurchschnittliche. Es kann also gut mal sein, dass Du vor einem fließenden Fluss (hier nennt sich das dann "abkommendes/laufendes Rivier") für ein paar Stunden stehst und wartest oder eben Umwege in Kauf nehmen musst. Generell gibt es hier deutlich weniger Teerstraßenanteil als in SA.

Ich persönlich würde keine Woche zu der Zeit (bzw. überhaupt) in Etosha verbringen, aber die Geschmäcker sind da sehr unterschiedlich. Du wirst, wenn es eben geregnet hat, weniger an den Wasserlöchern anfinden, die sonst Anfahrtspunkt Nr 1 wären. Ich persönlich finde Etosha um Lichtjahre besser als Kruger NP, aber auch da scheiden sich die Geister.

Wenn es bedeckt ist, dann ist es nicht zu heiß. Wenn aber eben wolkenloser Himmel herrscht, müsst ihr Euch auf Temperaturen jenseits der 40 Grad einstellen. Insgesamt könnte es eben landschaftlich nicht das "typische" (trockene Savanne) Namibia sein, was Euch erwartet.

Fazit: Ich finde auch die Regenzeit bzw. den Sommer eine super Reisezeit (bedenke vor allem, was Dich für Wetter alternativ in der Heimat erwartet ;-)). Du solltest aber bei der Wildbeobachtung, eben wenn es gut geregnet hat, Nachsicht haben. Womöglich wirst Du nicht ständig zig Elefanten etc sehen.

Viele Grüße aus Windhoek
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
1'927 Beiträge · seit 200804. Okt. 2021 · #4
Wir reisen nun seit 15 Jahren im Januar-Februar nach Namibia und können Dir nur zuraten.
Man lässt den europäischen Winter hinter sich und genießt wieder wunderbar lange Tage. Die langen Unterhosen kannst Du getrost zuhause lassen und wenn Du den Caprivi aussparst, spielen die paar Regentropfen ohnehin keine große Rolle.
16,9k Beiträge · seit 201204. Okt. 2021 · #5
Guten Morgen Marc,

genau, wie der User Kalachee, so reisen wir grundsätzlich im Dezember/Januar. Warum auch soll ich kommen, wenn es kalt ist und die Tage kurz sind? Und im europäischen Sommer bleibe ich in Europa. 😎

Die Natur verändert sich täglich: vom trockenen Grau-Braun wird es immer grüner. Natürlich kann es auch mal regnen, jedoch selten so stark, wie in diesem Januar. Das hatten wir das letzte Mal 2011/2012.

LG
Logi
6'152 Beiträge · seit 200604. Okt. 2021 · #6
hallo Marc,
ich stimme Logi, Peter und kalachee zu, auch wir sind die letzten Jahre immer Januar und Februar gereist, das sind die Monate wo es bei uns viele Tage garnicht hell wird, der Himmel grau in grau, da bin ich lieber in Namibia und schwitze .... 😉
Liebe Grüsse Hanne
8 x Südafrika,1x Zimbabwe, 22x Namibia, 4x Botswana, 1x Lesotho, 1 x Swasiland
2'191 Beiträge · seit 201604. Okt. 2021 · #7
Hallo Marc,

wir waren schon zu allen Jahreszeiten in Namibia. Im Januar, zu Ostern, Pfingsten, im August und im Herbst. Die Reise im Januar war die einzige Reise mit Regen, aber das war kein Problem. Der Regen ist ja nicht wie in Deutschland, stundenlang und dann eiskalt. Es regnet halt mal heftig und dann ist auch wieder gut. Alles ist dafür schön grün. Ich würde jederzeit wieder zu dieser Jahreszeit fahren.

Ob Du gute oder schlechte Sichtungen hast, hängt nicht nur von der Jahreszeit, sondern auch von Deinem Glück ab.

Ich würde Dir zu einer Reise in dieser Jahreszeit raten. Unabhängig davon finde ich kann man Namibia das ganze Jahr über bereisen.

LG

Gabi
10.2023 Gardenroute // 03.2023 Namibia // 03.2022 Swakop, Etosha und Damaraland // 08:2021 Uganda // 01.2021: Caprivi // 10.2020: Etosha pur // 04.2019: KTP, Tok Tokkie Trail und Sossusvlei // 06.2018: Swakopmund und Etosha // 08.2017: Kalahari, KTP, Fish River, Soussusvlei, Swakopmund // 04.2016: Gardenroute
Themenstarter17 Beiträge · seit 202104. Okt. 2021 · #8
Hallo zusammen,

vielen Dank für den freundlichen Empfang und die vielen schnellen Antworten! 🙂 Insgesamt klingt das ja alles nicht ganz so wild mit dem Regen und wenn es ab und an mal nen Tag regnet ist das eben so - kann einem in Europa im Hochsommer genauso mit Pech mal ne Woche am Stück passieren....

Beim Lesen der Kommentare haben wir uns gefragt, ob der Etosha zu der Zeit keine so gute Idee ist vor allem in der Länge? Die Anzahl Straßen im Park ist sicher irgendwie limitiert, das haben wir z.B. am Kruger nach mehreren Tagen in einem Camp auch gemerkt. Ist es das, was ihr meint, oder gibt es zu der Zeit einfach andere Gegenden, die ihr mehr empfehlt? Tiersichtungen sind natürlich immer Glück, das ist uns klar. Wir haben es auch schon tagelang geschafft nicht einen Löwen im Kruger zu sehen während das Auto nebenan von der 3. Sichtung an einem Tag erzählt - man muss eben zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein, das ist klar.

@Sam Wir haben die zwei Reiseberichte angeschaut, klingen beide sehr spannend. Ihr scheint wohl ganz auf den KTP zu stehen, die Bilder sehen auch wirklich toll aus. Von der Zeit her ja quasi gleich wie wir jetzt überlegen. Was findet ihr persönlich denn so viel spannender am KTP als Etosha? Wäre an sich bei uns ja auch möglich, im Kruger hatte uns ein Pärchen auch vom KTP vorgeschwärmt.
@Christian Du scheinst den Etosha ja in deine Ersttätertour eingebaut zu haben, aber bist du nicht von einer Woche dort überzeugt. Weil es spannendere Alternativen gibt oder weil dir ganz persönlich eine Woche in dem Park zu lang wäre?

Noch einmal vielen Dank an alle für eure Meinungen - ich hab mir die Regenzeit tatsächlich wohl deutlich zu schlimm vorgestellt, eher so wie in Asien... 😄
2'191 Beiträge · seit 201604. Okt. 2021 · #9
Hallo Marc,

wie lange bleibst Du denn im Etosha? Du schreibst 7 und in Klammern 1+2+2. 7 Nächte oder 5 Nächte? Mir persönlich reichen 4 Nächte, maximal 5 Nächte Etosha. Dann fahre ich lieber noch auf eine Gästefarm, wo es auch Tiere gibt, aber man vielleicht auch noch andere spannende Dinge erleben kann. Für den einen ist es Tontaubenschießen (meine Männer), für andere z.B. Reiten oder gutes Essen. Da müsste man Eure Vorlieben kennen.

KTP oder Etosha? Ich kenne beides und es ist nicht vergleichbar. Vorab: der KTP ist derzeit nur über Südafrika erreichbar, was relativ aufwendig ist (Test, Grenzübergang, weitere Fahrt). Sofern sich das bis Januar nicht ändert, würde ich das gar nicht in Erwägung ziehen.

Folgende Unterschiede:
- Der KTP ist von den Fahrstraßen sandig und 4x4 sollte vorhanden sein. Etosha ist auch mit einem Polo machbar.
- Im Etosha kannst Du außerhalb übernachten und musst nicht in staatliche Camps, im KTP ist das von den Entfernungen her nicht möglich. Dafür gibt es im KTP die Wilderness Camps, die < 10 Zelte haben und somit sehr einsam sind.
- Der KTP ist ein Kreis (wenn man mal Mata-Mata, Twee-Revieren, Nossob sieht) während der Etosha eine Ost-West-Linie darstellt.
- Der KTP ist hügeliger, während der Etosha flacher ist.
- Die Wasserlöcher im KTP sind sehr nah an der Fahrstraße, während es im Etosha meistens Abzweigungen mehrerer Kilometer sind.
- Im Etosha gibt es Elefanten, im KTP nicht.

Ich persönlich mag den Etosha lieber. Aber das ist Geschmackssache.

LG

Gabi
10.2023 Gardenroute // 03.2023 Namibia // 03.2022 Swakop, Etosha und Damaraland // 08:2021 Uganda // 01.2021: Caprivi // 10.2020: Etosha pur // 04.2019: KTP, Tok Tokkie Trail und Sossusvlei // 06.2018: Swakopmund und Etosha // 08.2017: Kalahari, KTP, Fish River, Soussusvlei, Swakopmund // 04.2016: Gardenroute
Themenstarter17 Beiträge · seit 202105. Okt. 2021 · #10
Hallo Gabi,

das ist ein guter Punkt, wir hatten die 5 Nächte von Christian als Vorlage genommen und die restlichen Urlaubstage verteilt um es noch etwas zu entzerren statt weitere Stationen einzubauen, wir wären dann dort wohl 7 Tage geblieben. Das mit dem KTP über SA ist ein wirklich guter Punkt, wenn die Prognosen nicht ganz verkehrt sind könnten Grenzübertritte zu der Zeit ja ggf wieder etwas komplizierter werden - vermutlich zumindest nicht einfacher - dann sollten wir das tatsächlich bei einer Namibia-Tour nicht in Erwägung ziehen.

Da wir noch nie im Etosha waren (und unsere Freunde, die dort schon waren, nie im KNP waren) würde mich interessieren ob du vielleicht auch schon mal dort warst? Sicher komplett verschieden, aber wie ähnlich sind sich die Parks denn mit Blick auf Tierreichtum, landschaftliche Vielfalt und der Qualität der staatlichen Restcamps?

Danke euch noch einmal vielmals! 🙂
2'191 Beiträge · seit 201605. Okt. 2021 · #11
Hallo Marc,

ich war bisher 4 x im Etosha. Wir übernachten jedoch nie in den staatlichen Camps, sondern immer außerhalb. Im Osten sind es 10 Minuten in den Park, am Anderson Gate 30 Minuten. Wir persönlich brauchen nach einem Safaritag nicht noch ein Wasserloch am Abend. Wir geniessen lieber den Abend bei einem gutem Essen. Aber da sind die Vorlieben unterschiedlich.

Die staatlichen Camps sind - soweit ich das von den Berichten beurteilen kann - zweckmäßig. Vorteil ist klar, dass Du morgens direkt im Etosha bist und keine Anfahrt hast und abends das Wasserloch genießen kannst. Dafür sind die Unterkünfte einfacher und das Essen so lala.

Die Landschaft schaust Du Dir am besten auf Bildern an. Tiere gibt es im Etosha genug. Wobei es immer Glück ist. Wir hatten Oktober letzten Jahres > 25 Löwen in 4 Tagen, während wir Ostern keinen einzigen gesichtet haben.

Deine übrigen Tage könntest Du wie folgt verbringen:

Okonjima mit Leoparden-Tracking (1 Nacht)
Kambuka mit Reiten oder geführten Game-Drive (2 Nächte)
Gabus Game Ranch - eine Gästefarm (1 - 2 Nächte)
Vingerklip Lodge (1 Nacht)
Erongo (2 Nächte)
Spitzkoppe (1 Nacht)

Das ganze als Auswahl. Alle wirst Du nicht unterbringen. Falls Dir mehrere gut gefallen würde ich Kalahari und Damaraland von 3 auf 2 Nächte kürzen.

LG

Gabi
10.2023 Gardenroute // 03.2023 Namibia // 03.2022 Swakop, Etosha und Damaraland // 08:2021 Uganda // 01.2021: Caprivi // 10.2020: Etosha pur // 04.2019: KTP, Tok Tokkie Trail und Sossusvlei // 06.2018: Swakopmund und Etosha // 08.2017: Kalahari, KTP, Fish River, Soussusvlei, Swakopmund // 04.2016: Gardenroute
1'394 Beiträge · seit 200905. Okt. 2021 · #12
Hallo Marc,

ich hatte hier vor einiger Zeit eine ähnliche Frage zur Reisezeit gestellt, weil wir ganz kurzentschlossen einen Super-Schnäppchenflug in der Regenzeit gebucht hatten - mit dem Unterschied, dass wir bereits zuvor schon einige Male in unserem Herbst in Namibia waren.

Entgegen meiner ursprünglichen Befürchtungen hatten sich dann doch einige Fomis gemeldet, die regelmäßig in der Regenzeit nach Namibia reisen und es wiederholen würden. Viele sprachen sogar von besonders tollen Lichtstimmungen, schönen Wolkenbildungen etc.

Wir haben uns allerdings für eine Südroute für 3 Wochen entschieden, weil a) ich mir den Etosha nicht so spannend vorstelle wie in der Trockenzeit, b) denke (hoffe), dass die Regenzeit mehr Auswirkungen im Norden hat.

Ich mag sowohl den Etosha sehr gerne als auch den KTP, sie sind halt unterschiedlich. In beiden Parks waren wir mehrmals und auch schon mal eine Woche und ich fand es nicht zu lang, würde es jederzeit wieder so lange einplanen. Von den staatlichen Camps im Etosha kenne ich bis auf Halali alle, lediglich in Namutoni hat es mir nicht so gut gefallen. Bzgl. Service und der Unterkunft muss man halt Abstriche machen, aber ich fand es okay, lediglich in Onkoshi hat für uns alles gepasst, das ist aber schon ein paar Jahre her.

Auf den KTP habe ich schweren Herzens wegen der Grenzübertritte und des zurzeit großen Umweges verzichtet - wegen Corona, also so wie Gabi schon zu Bedenken gab. Dieser Park hat für uns einen ganz großen Erholungswert, besonders wenn man Glück hat und Wilderness Camps gebucht bekommt, was uns leider beim letzten Mal eines Versuches nicht mehr gelang. Aber es ist halt wirklich Geschmackssache.

Den Krüger kenne ich selbst nicht und kann daher keinen Vergleich ziehen.

Viele Grüße
Sabine
1'059 Beiträge · seit 200605. Okt. 2021 · #13
Hallo Marc

Gabi hat dazu ja inzwischen schon einiges geschrieben. Ist natürlich ein guter Punkt wegen dem derzeit geschlossenen Grenzübergang in Mata Mata. Wir werden jetzt dann im Dezember von Norden her über Buitepos nach Botswana einreisen und dann die Kalahri über das Konzessionsgebiet durchqueren und via Kaa Gate kommen. Aber das würde nicht zu eurer Route passen und viel zu viel Anfahrts- und Rückfahrttage benötigen.

Anyway, ich habe nirgends geschrieben, dass wir den KTP spannender finden als den Etosha - wir sind einfach liebend gerne im KTP, mögen die Athmosphäre, die Landschaft, die Weite, die Abgeschiedenheit, Ruhe und auch, dass es viel ruhiger und weit weniger touristisch zu und her geht als z.B. in Etosha. Ich habe nicht grundsätzlich etwas gegen Etosha, es gefällt mir eigentlich auch sehr gut und die Möglichkeiten für Tierbeobachtungen sind mit vom Besten, was man im südlichen Afrika bekommen kann. Aber mir ist es etwas zu trubelig geworden, selbst in der Nebensaison und in den letzten Jahren hatten wir auch immer Routen geplant, die dort eh nicht so direkt vorbeigeführt hätten.

Etosha ist sehr weitläufig, es gibt schon einiges an verschiedenen Strecken und Loops, die man fahren kann, unterschiedliche Wege zu den verschiedenen Wasserlöchern und das Ganze erstreckt sich von Ost nach West über eine grosse Distanz. Da wird einem schon nicht so schnell langweilig. Und dadurch, dass es sehr viel offenes, flaches und übersichtliches Gelände hat, kann man die Tiere auch von weit her ausmachen. Im Gegensatz zum KTP hatten wir in Etosha nie das Gefühl, dass wir wenig Sichtungen gehabt haben, das war wie erwähnt schon durchaus ergiebig. Da würde ich mir echt keine Sorgen machen (auch wenn es weniger sein kann als in der Trickenzeit, klar).

Mein Verweis auf die Reiseberichte zielte mehr darauf ab, dir ein Bild zu vermitteln, wie es sich Reisen lässt in der Regenzeit, gerade im südlicheren Teil der angedachten Route von euch. Es kann wie gesagt auch anders sein, das ist aber sicherlich eher ungewöhnlich und normalerweise lässt sich das Land auch im Januar sehr einfach bereisen. Und wenn mal eine Strasse nicht passierbar ist, finden sich immer Lösungen. Es ist wirklich nicht so dramatisch, wie man sich das vielleicht vorstellt und wie einem immer wieder vermittelt wird.

Viel Spass bei den weiteren Planungen. 🙂

Liebe Grüsse
Sam
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2'319 Beiträge · seit 201106. Okt. 2021 · #14
Hi Marc,

ich kann vielen der Vorschreiber zustimmen. Das Thema Regenzeit kann sich im südlichen Afrika sehr unterschiedlich zu den langjährigen Klimastatements geben. Ich denke, da ist nichts in Stein gemeißelt. So waren wir beispielsweise schon Ende Dezember bis Mitte Januar im Krüger NP und hatten von Nord nach Süd eine absolut verdorrte Landschaft erlebt. Wohingegen wir in der angeblichen Trockenzeit im August die Kalahari haben weinen gesehen.

Betreffs der Frage Krüger vs. Etosha und vs. KTP ist es so, wie mit der Wahl zwischen Eiger-Mönch-Jungfrau vs. Großer Arber und vs. Totengrund in der Lüneburger Heide. Landschaftlich sind alle drei mehr als unterschiedlich.
Jeder bricht ja gerne seine eigene Lanze für den persönlich als auf dem Siegertreppchen ganz obenstehenden Nationalpark.
Für uns ist das, wenn wir nur die drei in Rede stehenden NPs betrachten, zweifelsohne der KTP wegen seines ganz besonderen Wildernesscharakters, der Farben und der im Vergleich zu den anderen NPs geringeren Touristenströme.
Den Krüger bevorzugen wir, wenn die Seele mal kurzerhand und ohne viel Aufwand mit Afrikafeeling, gepaart mit vielen diversen Landschaften aufgeladen werden muß.
Den Etosha betrachten wir hingegen eher als simples schmückendes Beiwerk, weil landscapetechnisch nach unserem Dafürhalten eher uninteressant.
Aber es ist wie beim Affen, der in die Seife biß. Individuelle Geschmacksache eben.

Lieben Gruß vom Alm
Themenstarter17 Beiträge · seit 202110. Okt. 2021 · #15
Vielen Dank allen das Feedback, hat uns sehr geholfen 🙂
1'059 Beiträge · seit 200611. Okt. 2021 · #16
Marc88 schrieb:Vielen Dank allen das Feedback, hat uns sehr geholfen 🙂
Immer gerne. 🙂 Dann lass uns doch bei Gelegenheit noch an euren Erkenntnissen teilhaben und berichte, wann und wohin ihr dann reisen wollt.

Liebe Grüsse
Sam
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