Corona und flexibles Reisen

562 Antworten · 97,2k Aufrufe · gestartet 26. März 2020 von Maputo
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Gast21. Apr. 2020 ·
Hallo Maputo, es ist zwar nicht so wichtig, trotzdem nochmals @ Übermoralisten
Ich habe mir das schon überlegt, bevor ich obiges Beispiel für mE verantwortungsloses Handeln gegeben habe, aus meiner Sicht ist das keineswegs polemisch.
Begründung: Als in der Lombardei, Emilia etc. schon Pandemonium herrschte, die Durchseuchung der italienischen Schigebiete schon klar erkennbar war, diese daher gesperrt wurden, haben die österreichischen Schigebiete den aus Italien ausreisenden Touristen den roten Teppich aufgerollt, sie aktiv mit Angeboten umworben usw. Alle haben gewusst, worauf man sich da einlässt.
Fachleute haben davor gewarnt, die Tourismusspitzen haben aber overruled, die politischen Spitzen weggeschaut, usw.*)
Der ganze Vorgang landet sowieso vor Gericht und U-Ausschüssen, danach können wir ja nochmals drüber diskutieren, falls du noch Lust dazu hast.
Ich persönlich bin nicht überzeugt, dass sich sowas nicht wiederholen kann, weil es ja, wie bei obigem Vorfall, zunächst nicht unter der Kontrolle des Staates ist. Wenn die staatlichen Institutionen es bemerken, ist die Sache schon zu 90 % gelaufen (r-Faktor > 3). Die Behörden können dann nur Eindämmung durch radikale Quarantänen verordnen, daher ja auch die große Versuchung für Anbieter einen oder mehrere Verdachtsfälle unter den Tisch zu kehren.
Das ist jetzt nicht als Argument gegen Reisen gemeint, ich werde auch wegfahren, wenn es gut ausschaut, damit rechne ich nicht vor 3 bis 4 Monaten, aber kleinräumig in A, Italien habe ich aber vorläufig gestrichen.
Grüße
*)PS 13:10. Hotels haben ihr heimisches Stammpersonal, nach Erhalt der Quarantäneverordnung, aber vor der betrieblichen Umsetzung, ein Zeitfenster von ein paar Stunden gegeben, um noch schnell in ihre Heimatorte abzuhauen, in einen Umkreis bis 50 km. Kann man weiter fortsetzen @ Vertrauen in Verantwortungsbewusstsein.
zuletzt bearbeitet 21. Apr. 2020
Themenstarter828 Beiträge · seit 201621. Apr. 2020 ·
Lotusblume schrieb:
Außenminister Heiko Maas dämpft Hoffnungen auf eine schnelle Rückkehr zum Tourismus. „Eine normale Urlaubssaison wird es diesem Sommer nicht geben können. Das wäre nicht zu verantworten“, sagt Maas nach einer Schalte mit den Außenministern von Österreich, Schweiz, Liechtenstein und Luxemburg.
"Normal" wird die Saison nicht, da bin ich einverstanden. Es werden viel weniger Leute ins Ausland reisen, es wird Restriktionen geben, an Stränden, in Restaurants. Von Asien / Übersee werden wenig bis gar keine Turis kommen. Ganz ausfallen wird die Saison von mir aus gesehen sichre nicht. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Grenzen zu Deutschland monatelang für die umliegenden Länder geschlossen bleiben, zumal in 1-2 Monaten all diese Länder zur Low Risiko Zone gehören ... Let's see

lg Maputo
zuletzt bearbeitet 21. Apr. 2020
2’319 Beiträge · seit 201121. Apr. 2020 ·
Servus,

meines Erachtens werden wir es uns abschminken müssen, in 2020 und 2021 über nationalen geschweige denn internationalen Tourismus auch nur annähernd zu philosophieren.
Dabei mag es durchaus vorstellbar sein, daß das Reisen im eigenen Land möglich sein wird. Gewißheit besteht aber darüber, daß selbst der nationale Tourismus aufgrund von mangelndem Übernachtungsangebot für die Masse an Menschen, die dann alle zum gleichen Zeitpunkt am gleichen Ort den Urlaub verbringen wollen, ins Stocken gerät. Dies gepaart mit der Insolvenz vieler Beherbergungsbetriebe, mangelnden Piepen aufgrund von Kurzarbeit und Arbeitslosigkeit. Dazu noch eine Prise Angst derer, die sich nicht trauen werden, die räumliche Nähe des eigenen Zuhauses zu verlassen, um nicht im Falle eines Falles in fern der Heimat befindlichen Sanitätseinrichtungen das Lager aufschlagen zu müssen.
Europäisch betrachtet glaube ich, daß es den wenigsten Menschen eine Freude bereiten würde, sich in Länder wie Italien oder Spanien zu begeben, um dort den Strand mit Millionen Einheimischen zu teilen oder sich auf Kulturtrip zu begeben. Denn wer hätte Lust dazu, sich tagsüber in elend langen Schlangen am Einlaß der Uffizien zu verweilen, um dann einmal drin, sich vom bemasketem Personal durch die Kunsthallen schleusen zu lassen, um dann abends statt Lust bei Pasta & friends sich mit dem Problem der Reservierung bei reduziertem Trattoriatischangeboten rumschlagen zu müssen. Ganz zu schweigen von einem eventuell notwendigem Besuch einer italienischen Klinikeinrichtung.
Was Afrika anbelangt bin ich bei angemessenerem Blick noch nüchterner. Die dortigen Auswirkungen durch Covid-19 werden zu sehr großen Verwerfungen sowohl gesundheitlicher, wirtschaftlicher als auch demzufolge sozialer Natur führen.
Traurig, aber wahr.

Alm
1’794 Beiträge · seit 201321. Apr. 2020 ·
Hallo Alm, da stimme ich dir voll und ganz zu.
Selbst bei der Möglichkeit zu reisen, werden es viele nicht tun aus Angst, finanzieller Situation und und und...denn Urlaub soll ja auch Spass machen und sämtliche Rahmenbedingungen sollten stimmen.
Und außerhalb Europas kommt die Frsge der Einreise noch dazu.

Alles irgendwie traurig...!

LG NOGRILA
2’780 Beiträge · seit 200721. Apr. 2020 ·
Maputo schrieb:

Einfach die Menschen über Monate wegsperren oder im  eigenen Land einzusperren wird keine Lösung sein. Physical Distancing wird sicher bleiben die nächsten Monate. Massenveranstaltungen, Fussball vor ausverkauften Stadien,  Après-Ski Partys oder Konzerte werden sicher keine stattfinden. Ausser vielleicht in Ländern die von unverbesserlichen Desperados (Trump, Bolsonaro usw..) regiert werden

lg Maputo
Wenn man sich wagt 'out of the box' und in die Zukunft blickend zu denken, dann könnten Massenveranstaltungen, Menschenansammlungen etc sehr bald wieder möglich werden insofern in 2-3 Monaten billige, zuverlässige und massiv produzierbare Schnelltests weltweit verwendet würden. Und zwar verbesserte Tests, nicht diejenigen die es heute gibt. Tests die an allen Eingängen welche eine Person passieren will, innerhalb von wenigen Sekunden ein Resultat geben, sogar eventuell mehrmals täglich vorgenommen werden könnten. Im Transpsort, Unterhaltung, Ausbildung, Produktion, etc. und auf der Person mit einem Armband oder einer App regisistiert werden. Es tönt wie science fiction, ist aber durchaus möglich und leider auch notwendig, denn wir leben so aufeinander, wir sind einfach zuviele Menschen auf der Welt, so dass es wirtschaftlich gesehen unmöglich sein wird uns vorallem in den industrialisierten Ländern langfristig physisch voneinander zu trennen. Geht einfach nicht.
Gruss Leona
78 Beiträge · seit 201721. Apr. 2020 ·
Sehe ich ähnlich wie Alm. Vielleicht sogar noch eine Spur pessimistischer. Bevor es keinen in der Breite verfügbaren Impfstoff gibt, wird das touristische Reisen - wenn überhaupt - höchstens national möglich sein. Und wenn das Virus mutiert oder die Chinesen ein neues in Umlauf bringen, geht es von vorn los.
2’780 Beiträge · seit 200721. Apr. 2020 ·
Impfstoff denke ich ist nicht vor 18 Monaten auf dem Markt. Und dann erst noch nicht für alle zugänglich, da erstens teuer und zweitens die Produktion nicht über Nacht die ganze Welt beliefern kann.

Darum sehe ich in den Schnelltests die Überbrückung für die nächsten 2 Jahre, damit man die Infizierten von den noch nicht angesteckten oder immunisierten Menschen trennen kann.
Gruss Leona
78 Beiträge · seit 201721. Apr. 2020 ·
Wie willst du das in der Praxis umsetzen. Den ersten Test mache ich bei der Einreise nach Österreich. Den zweiten beim Check in im ersten Hotel, den dritten, bevor ich vor dem Abendessen noch schnell in die Sauna gehe, den vierten vor dem Abendessen, den fünften am Eingang der Bar gegenüber, den sechsten zurück im Hotel, den siebten beim Absacker in der Hotelbar, den achten vor dem Frühstück, den neunten beim Einchecken im zweiten Hotel am zweiten Ziel...
Besichtigungen, Restaurantbesuche zur Mittagszeit usw. usw. gar nicht mitgerechnet. Wäre schön, wenn das funktionieren würde. Vielleicht sehe ich das auch zu pessimistisch, aber ich fürchte nicht.
Gast21. Apr. 2020 ·
Hallo LaLeona, ich persönlich glaube nicht, dass von dieser Seite (Tests und Impfung) eine RASCHE Hilfe kommt. Für Wenige ja wahrscheinlich, aber für die Menge bin ich da skeptisch. Mir fehlt da echt das Vorstellungsvermögen für eine Massenlösung. Der aufwendige Entwicklungs- und Zulassungsprozess ist da mE noch das kleinere Problem. Alleine die Herstellung und Verteilung von xxx Millionen Einheiten ist ein langwieriger Prozess. Es gibt ja keine freien Herstellungskapazitäten dafür, die Produktion aller anderer Medikamente muss ja weitergehen. Also müssen erst xx neue Fabriken gebaut werden. Wenn ich denke, wie lange alleine der Planungs- und Bewilligungsprozess für irgendeine „Fabrik“ dauert, dann die Errichtung, die Inbetriebnahme….usw. Mir fehlt da die Phantasie für rasch und massenhaft verfügbare Tests und Immunisierung. Wir werden für einige Jahre damit leben und das lernen müssen. *)
Die Leute werden sich daran gewöhnen, die Risikobereitschaft wird, wie immer, steigen und auch die Bereitschaft sich selber was einzufangen und Kollateralschäden zu verursachen. Wie wurde denn jahrelang mit HIV umgegangen? Die Menschen entwickeln rasch eine dicke Haut. Die no risk no fun Fraktion ist groß, sie schweigt nur jetzt zähneknirschend.
Ich vertraue da für die nächste Zeit weder auf Tests noch auf Einsicht und Disziplin meiner Umwelt, rechne mit einem raschen Nachlassen und werde auf mich selber aufpassen.
Werner
*) PS 17:45 ....und das würde viel leichter fallen, wenn man schwere Erkrankungen besser BEHANDELN könnte als jetzt, das geht vielleicht schneller als Impfen.
zuletzt bearbeitet 21. Apr. 2020
727 Beiträge · seit 200821. Apr. 2020 ·
Sorry, wenn ich das jetzt nicht so optimistisch sehe. Wir schaffen es ja noch nicht mal ansatzweise, alle mit einem einigermaßen sicheren Mundschutz auszustatten. Ja noch nichtmal Klopapier können wir offenbar in ausreichender Menge bereitstellen.
Und Ihr redet von der Massenproduktion (mehrere Milliarden) verlässlicher (!) Tests?
zuletzt bearbeitet 21. Apr. 2020
1’115 Beiträge · seit 201021. Apr. 2020 ·
Auch ich hoffe natürlich auf eine Impfung.

Aber:
dass es in den letzten 17 Jahren nicht gelungen ist, weder eine Impfung, noch einen
monoklonalen Antikörper gegen Corona-Viren zu entwickeln;
dass es überhaupt noch nie gelungen ist, eine Impfung gegen welches Corona-Virus
auch immer zu entwickeln;
dass auch die so genannte „Grippe-Impfung“ entgegen der gängigen Werbung nur
einen minimalen Effekt ausweist.
Quelle: https://www.mittellaendische.ch/2020/04/07/covid-19-eine-zwischenbilanz-oder-eine-analyse-der-moral-der-medizinischen-fakten-sowie-der-aktuellen-und-zuk%C3%BCnftigen-politischen-entscheidungen/

Die Hoffnung stirbt zuletzt, aber realistisch / pesimistisch gesehen könnte ein Impfstoff noch in sehr weiter Ferne liegen.....

Gruss Rajang
82 Beiträge · seit 202021. Apr. 2020 ·
loser schrieb:Hallo LaLeona, ich persönlich glaube nicht, dass von dieser Seite (Tests und Impfung) eine RASCHE Hilfe kommt. Für Wenige ja wahrscheinlich, aber für die Menge bin ich da skeptisch. Mir fehlt da echt das Vorstellungsvermögen für eine Massenlösung. Der aufwendige Entwicklungs- und Zulassungsprozess ist da mE noch das kleinere Problem.
Das Problem in der Argumentation fängt schon mal damit an, dass Du Tests und Impfstoffe in einen Topf wirfst. Das ist sowohl in Entwicklung, Zulassung als auch Produktion ein himmelweiter Unterschied.
loser schrieb:Alleine die Herstellung und Verteilung von xxx Millionen Einheiten ist ein langwieriger Prozess. Es gibt ja keine freien Herstellungskapazitäten dafür, die Produktion aller anderer Medikamente muss ja weitergehen. Also müssen erst xx neue Fabriken gebaut werden.
Deutschland hat zuletzt wohl gar keine Masken mehr hergestellt. Kam alles aus China und anderen Ländern. Bis August wird die inländische Produktion auf über 200 Millionen Masken pro Monat hochgefahren sein (davon ca. 20% die aufwändigeren FFP2-Masken). Deutschland wird sich dann selbst mit Masken versorgen können. Man wird dafür bis August keine einzige neue Fabrik bauen.

Im Idealfall sieht ein Schnelltest so aus, dass das ein dünner Plastikstreifen ist, auf den eine winzige Menge von farbmarkierten Antikörpern gedruckt wird. Da kommt etwas Speichel drauf. Die Antikörper reagieren auf das neue Corona-Virus und führen innerhalb kurzer Zeit zu einem Farbwechsel. Klingt nach Science-Fiction? Ist das seit 40 Jahren etablierte und angewendete Verfahren für Schwangerschaftsschnelltests! Nur das das es beim Schwangerschaftstest keine Corona-Virus-Antikörper sondern hCG-Antikörper sind. Und übrigens: So einen Schwangerschaftstest gibt es z.B. bei der docMorris-Apotheke für 1,29 EUR. Der Preis dürfte selbst Skeptikern und Bedenkenträgern wie Dir verdeutlichen, wie gering der Produktionsaufwand für so etwas ist. Wenn so etwas entwickelt wird, lässt sich die Produktion sehr schnell von null auf gigantisch hochfahren, in dem man erst mal Produktionskapazitäten für anderes umwidmet.
Gast21. Apr. 2020 ·
Danke A7456 für die Erläuterung, ich lerne gern dazu, lasse mich auch gerne überzeugen, das ist ja gar nicht das Problem. Den Unterschied von Schnelltest und Impfung kenne ich auch. Ein Schnelltest hätte sicher hohen Wert bei der raschen Erkennung und Isolierung von Infektionsherden und daher der Unterbrechung von Ausbreitungspfaden, das verstehe ich ja. Er ersetzt aber wohl nicht die dafür nötigen Maßnahmen, wie Quarantäne, eingeschränkte Bewegungsfreiheit, verschärfte Schutzmaßnahmen etc.
Aber genau das ist es ja, was so viele Leute nicht wollen und glauben durch Schnelltests rasch wieder ihre unbehinderte Mobilität vom status quo ante zu erhalten, OHNE sich an Schutzmaßnahmen zu halten, nach dem Motto: Beweise mit Schnelltest beim Abflug, dass sauber, beweise bei Ankunft, dass sauber, und bewege mich dann in einer mir völlig unbekannten, leicht bis mittel durchseuchten Umgebung….glaube: fange mir nichts ein, gebe auch nichts weiter, denn bei der Abreise war ich ja sauber. So stellen sich das doch viele Leute vor.
Dann, am Tag 6 und nach 3 Destinationen (z. B. Sevilla, Cordoba, Cadiz) nach der Einreise mache ich wieder einen Schnelltest, um auf der sicheren Seite zu sein. Der ist dann positiv….und jetzt? Rekonstruiert wer die Ansteckungskette, wie?
Egal, sicher mache ich einen Denkfehler.
Grüße
zuletzt bearbeitet 21. Apr. 2020
82 Beiträge · seit 202022. Apr. 2020 ·
Also erstmal noch: Meine Preisangabe für den Schwangerschaftstest war ziemlich daneben. Bei Amazon gibt es solche Schwangerschaftstests für 0,24 EUR das Stück (Made in China, Verkauft durch deutschen Importeur). Auf chinesischen Großhandelsplattformen ab 0,01 USD.

Dann noch: Die Patentantwort für jedes Detail, wie zukünftig Tourismus aussieht, habe ich auch nicht. Für mich sind Schnelltests die wichtigste Komponente, um Reisen wieder möglich zu machen. Aber sie sind nicht die einzige Komponente. Bis zum Sommer werden die Fallzahlen wahrscheinlich deutlich niedriger sein als jetzt, was Ansteckungsrisiken minimiert. Die Behörden werden besser darin sein, Infektionen schneller nachzuverfolgen, Kontakte zu recherchieren und Infektionsketten zu unterbrechen. In Deutschland werden dazu die über 400 Gesundheitsämter personell aufgestockt. Wenn es nur noch 200 oder 500 neue Fälle am Tag gibt (rund einen pro Gesundheitsamt), dann ist es viel realistischer, dass das gelingt, als bei zuvor 6000 neuen Fällen am Tag. Für andere Länder gilt das ähnlich. Eine App allein wird Corona nicht ausrotten, kann aber auch ein wichtiger Baustein sein. Vielleicht wird eine App/Tracking für Touristen auch verpflichtend.

Anfang Juni können wir vielleicht etwas klarer in die touristische Zukunft blicken. Wir werden sehen, wie es dann rund um Schnelltests aussieht und wie die Fallzahlen dann aussehen. Es werden dann Apps verfügbar sein und man wird erste Zahlen haben, wie die Akzeptanz dafür ist. Erste Studien zur Wirksamkeit bekannter Medikamente gegen COVID-19 könnten durch sein. Die Wissenschaft wird dann wesentlich mehr detaillierte Daten zu Verbreitungswegen, Ansteckungsgefahren uvm. haben, was Politikern die Festlegung zielgenauerer Maßnahmen erlaubt. Ganz sicher ist einfach, dass wir nicht stehen bleiben und dann in vielen Aspekten weiter sein werden als jetzt. Deswegen macht es wenig Sinn, die aktuelle Lage auf den Sommer oder das ganze Jahr zu projizieren.
78 Beiträge · seit 201722. Apr. 2020 ·
@A7456 Ich wünschte, du behieltest Recht. Aber ich fürchte, das wird nicht so sein.
Themenstarter828 Beiträge · seit 201622. Apr. 2020 ·
A7456 schrieb:

Anfang Juni können wir vielleicht etwas klarer in die touristische Zukunft blicken. Wir werden sehen, wie es dann rund um Schnelltests aussieht und wie die Fallzahlen dann aussehen.
Roche CEO Severin Schwan meint, dass 12 bis 18 Monate für die Entwicklung einer Impfung sehr ehrgeizig sind. Er persönlich rechnet nicht vor Ende 2021 mit einem Impfstoff.

Roche will bis Anfang Mai einen Coronavirus-Antikörpertest auf den Mark bringen. Das klingt positiv, nur wird mit diesem Test ja nur nachgewiesen, dass jemand das Virus schon hatte und nicht ob jemand aktuell krank oder (noch) gesund ist? Es geistern viele Schnelltests im Internet herum, die alles andere als zuverlässige Resultat liefern, weil es anscheinend tausende Corona Viren gibt.
Kann sein, dass ich etwas falsch verstehe, ich bin kein Virologe...

https://www.bazonline.ch/roche-chef-schwan-glaubt-nicht-an-baldigen-corona-impfstoff-682103857188

lg Maputo
16,9k Beiträge · seit 201222. Apr. 2020 ·
Maputo schrieb:
Roche will bis Anfang Mai einen Coronavirus-Antikörpertest auf den Mark bringen. Das klingt positiv, nur wird mit diesem Test ja nur nachgewiesen, dass jemand das Virus schon hatte und nicht ob jemand aktuell krank oder (noch) gesund ist?
Dazu gab es am Montag bei RTL Extra folgenden Video-Beitrag:

https://www.rtl.de/videos/coronavirus-schnelltest-5e9eac49568086300910dfaf.html

LG
Logi
82 Beiträge · seit 202022. Apr. 2020 ·
Maputo schrieb:
Roche CEO Severin Schwan meint, dass 12 bis 18 Monate für die Entwicklung einer Impfung sehr ehrgeizig sind. Er persönlich rechnet nicht vor Ende 2021 mit einem Impfstoff.
Und dann bleiben wir doch gleich in der Schweiz: Martin Bachmann vom Universitätsspital Bern hat einen Impfstoff entwickelt, mit dem er Massenimpfungen schon im Oktober für möglich hält. Swissmedic, das Schweizerische Heilmittelinstitut welches den Impfstoff zulassen müsste, sagt dazu: "Der Zeitplan ist äußerst optimistisch, aber er ist nicht komplett an den Haaren herbeigezogen".
https://science.orf.at/stories/3200611/

Es ist ja alles richtig, dass die Entwicklung eines Impfstoffes normalerweise lange dauert. Aber es ist in der Geschichte der Menschheit noch nie mit solcher Dringlichkeit und noch nie mit so großen Ressourcen an der Entwicklung eines Impfstoffes gearbeitet worden. Wie lange es "normal" dauert, ist kein Maßstab, weil nicht "normal" vorgegangen wird.

Und noch etwas anderes wissen wir gesichert z.B. von der Ebola-Epidemie: Da wurde besonders gefährdeten Menschen zu Zigtausenden ein Impfstoff verabreicht (auf freiwilliger Basis), als der noch gar nicht zugelassen war. Der stand auch nicht Tage oder Wochen vor der Zulassung, sondern wurde erst mehr als ein Jahr später zugelassen. Je nachdem, wie dramatisch (oder nicht) sich die Lage im Herbst darstellt, wird man das wieder machen und beispielsweise Ärzte und Pflegepersonal schon mal impfen (auf freiwilliger Basis).

Damit einstweilen niemand aus der Übung kommt: Airport-Home-Training

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zuletzt bearbeitet 22. Apr. 2020