madinThemenstarter66 Beiträge · seit 201904. März 2020 · #1
Guten Morgen,
ist die Reifendruckkontrolle bei Neuwägen auch in Namibia mittlerweile Pflicht ? Wir vermuten eher nicht.
Falls keine Pflicht, würden wir ein Reifendruck/TPMS-System zum Aufschrauben auf die Ventile (z.Bsp. von TireMoni) des Mietwagens zulegen.
Hat Jemand bereits Erfahrungen mit solch einem System gemacht ? Kann damit ein Reifendefekt/Reifenplatzer erkannt u. vermieden werden ?
Danke für die Antworten.
Reiseklaus1'086 Beiträge · seit 200904. März 2020 · #2
Hallo madin,
in der Regel sind die Fahrzeuge im südlichen Afrika nicht mit einer Reifendruckkontrolle ausgestattet. Empfehlenswert ist daher ein Gerät wo die Sensoren auf die Ventile aufgeschraubt werden. Diese Geräte funktionieren einwandfrei und melden abfallenden Reifendruck sofort. So können größere Schäden an den Reifen sowie Unfälle vermieden werden.
TireMoni nutzen hier sehr viele. Meine Erfahrung (und die vieler Anderer): Sensoren werden manchmal sofort erkannt, dann wieder überhaupt nicht. Laut dem Vertrieb hier liegt es an zu schwacher Batterie, zu weiter Entfernung von Sensor zum Anzeigegerät oder oder oder.
Ich fahre auch mit den Dingern bei langen Überlandstrecken herum. Solange es Dir nur darum geht schnelle Veränderungen zu sehen ist das ok. Man darf den absoluten Anzeigewerten aber nicht zu viel Aufmerksamkeit widmen. Wenn nachweislich alle vier Reifen auf den gleichen Druck eingestellt sind, zeigt TireMoni teilweise Unterschiede von bis zu 20 Prozent.
Viele Grüße Christian
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Ich persönlich bevorzuge das System, bei dem sich der Monitor im Reifen befindet. Ich habe festgestellt, dass das System mit dem Sensor außerhalb des Ventils häufig beschädigt oder der Sensor gestohlen wird. Aber wenn es nur für Ihre Namibia-Tour mit einem Mietfahrzeug ist, besorgen Sie sich ein billiges, das an der Außenseite des Ventils angebracht ist. Es hilft definitiv. Und dann denken Sie natürlich daran, den Druck auf die Schotterstraßen usw. zu verringern.
Hallo, uns hat ein TireMoni System schon 4x einen schleichenden Luftverlust, und einmal selbst einem harten Einschlag in die Reifenflanke auf einer frisch gegräderten Strecke sehr frühzeitig angezeigt. Wir haben noch keinen Reifen bis zur Unreparierbarkeit zerfahren. Die beim Kauf mitgelieferten Batterien mußten wir aber gleich ersetzen. Damit klappte die Erkennung und Datenübertragung perfekt.
Grüße Ralf
madinThemenstarter66 Beiträge · seit 201909. März 2020 · #6
Hallo, danke für die vielen Rückmeldungen. Das hat mich dazu bewegt ein TPMS zu besorgen.
Wieviel Prozent des normalen Teerstraßen-Reifendrucks sollte man auf Schotterstraßen ablassen? Auf Sand sind es rund 20 % ?
Wieviel Prozent des normalen Teerstraßen-Reifendrucks sollte man auf Schotterstraßen ablassen?
zu der Druckfrage und wieviel wo und wann gibt es diverse - kontroverse - Threads. Ich fahre auf Teer mit dem gleichen Druck wie auf Schotterstraßen. Andere (v.a. wohl Touristen auf Anraten ihres Vermieters) verringern gerne ein wenig. Mit ist das viel zu viel Aufwand für einige hundert Kilometer. Wenn Du natürlich tagelang nur Schotter fährst, kann man gerne etwas verinngern. Was Sand angeht gibt es mMn keine pauschale Regelung. In den Dünen fährt man häufig mit deutlich weniger als 1 (100), was in meinem Fall eine Verringerung von etwa 60 Prozent gegenüber dem Normalwert ist.
Viele Grüße aus Windhoek Christian
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MAMarkus6151'042 Beiträge · seit 201609. März 2020 · #8
Hallo,
madin schrieb: Wieviel Prozent des normalen Teerstraßen-Reifendrucks sollte man auf Schotterstraßen ablassen?
das kann man nicht ganz pauschal sagen. Es kommt auf das Fahrzeug und die Bereifung* wie viel Druck man ablassen kann oder es besser nicht macht.
madin schrieb: Auf Sand sind es rund 20 % ?
Hmm wenn man Reifen hat die man normalerweise mit 2,2 bar fährt, dann stimmt der Wert in etwa. Wobei es auch wieder auf die Bedingungen ankommt. Sand ist ja nicht gleich Sand. 😉 Wobei ich auch keine Wissenschaft daraus machen würde. 🙂
Auf Schotter lasse ich ca. 0,2 bar raus, damit er ein wenig "besser" federt. Auf richtig heftigem Wellblech bringt das aber auch fast nichts.
Gruß Markus
*Reifen die extra für schweres Gelände bestimmt sind, sind sehr viel unempfindlicher wenn man die mit weniger Druck fährt. Herkömmliche Straßenbereifung zerstört man mit so wenig Druck im Reifen möglicherweise schon, weil die Reifenflanken "durch gewargelt" werden und die Karkasse zerstört wird. Außerdem riskiert man, dass ein größerer Stein bis zur Felge durch schlägt und das Felgenbett dadurch beschädigt wird bis hin zum Bruch oder starker Deformation der Felge.
Cruiser2'530 Beiträge · seit 201110. März 2020 · #9
travelNAMIBIA schrieb:zu der Druckfrage und wieviel wo und wann gibt es diverse - kontroverse - Threads. Ich fahre auf Teer mit dem gleichen Druck wie auf Schotterstraßen. Andere (v.a. wohl Touristen auf Anraten ihres Vermieters) verringern gerne ein wenig. Mit ist das viel zu viel Aufwand für einige hundert Kilometer. Wenn Du natürlich tagelang nur Schotter fährst, kann man gerne etwas verinngern. Was Sand angeht gibt es mMn keine pauschale Regelung. In den Dünen fährt man häufig mit deutlich weniger als 1 (100), was in meinem Fall eine Verringerung von etwa 60 Prozent gegenüber dem Normalwert ist.
Viele Grüße aus Windhoek Christian
Ou man 🙄 , hier stehen mir mal wieder alle Haare zu Berge. Aber ich halte die Klappe. Hände nicht am Keyboard. 😛
Best Regards
Adolf
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BikeAfrica7'296 Beiträge · seit 200610. März 2020 · #10
Hallo Christian,
travelNAMIBIA schrieb:In den Dünen fährt man häufig mit deutlich weniger als 1 (100), was in meinem Fall eine Verringerung von etwa 60 Prozent gegenüber dem Normalwert ist.
diesen Satz habe ich jetzt mehrfach gelesen und immer noch nicht begriffen. Mit "1" ist vermutlich 1 Bar Überdruck gemeint, aber was bedeutet die 100?
Gruß Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
1 Bar = 100 kPa ( Pascal ist eine abgeleitete SI-Einheit des Drucks)
Wenn TN in den Dünen mit deutlich weniger fährt also let's say 0.7 Bar (= fast Plattfuss) und dies ein Verringerung des Normaldrucks von 60% ist, beträgt der Normaldruck auf der Strasse oder wo auch immer 1.2 Bar ( 1.2 *0,6 ) ...
lg M
BikeAfrica7'296 Beiträge · seit 200610. März 2020 · #12
Maputo schrieb:@Wolfgang
1 Bar = 100 kPa ( Pascal ist eine abgeleitete SI-Einheit des Drucks)
Danke. Ich wusste nicht, dass kPa in Namibia gebräuchlich ist. Ich dachte, man verwendet dort PSI ...
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Wenn TN in den Dünen mit deutlich weniger fährt also let's say 0.7 Bar (= fast Plattfuss) und dies ein Verringerung des Normaldrucks von 60% ist, beträgt der Normaldruck auf der Strasse oder wo auch immer 1.2 Bar ( 1.2 *0,6 ) ...
ich fahre normalerweise mit 2,1 Bar laut Hersteller. 60% Verringerung sind dann so ca. 0,9 bar. Kommt aber natürlich auch u. a. auf die Temperatur des Sandes an. Deshalb mein Hinweis, dass es keine pauschale Regelung gibt.
Viele Grüße Christian
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"früher" war alles kPa und auch heute ist es z. B. an Tankstellen noch den meisten geläufig. Deshab meine Angabe auch dazu.
Viele Grüße Christian
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Max Power570 Beiträge · seit 201111. März 2020 · #15
Schönes Thema, dann kann ich gleich meine Frage zum Reifendurck System anbringen:
Wenn man derartige schutzkappen mit Sensor draufschraubt: Ist das Ein und Ablassen von Luft dann immer noch so leicht? Ist das auch Abschrauben, wiederaufpumpen, fertig?
Hier gehts ja auch um praktikabilität. Gibt ja Tage da macht man dass 2-3 mal und dann hab ich keine Lust das es noch komplizierter wird 😉
Reiseklaus1'086 Beiträge · seit 200911. März 2020 · #16
Max Power schrieb:... Ist das Ein und Ablassen von Luft dann immer noch so leicht? Ist das auch Abschrauben, wiederaufpumpen, fertig?...
Genau Gruß Klaus
ACAchdoch232 Beiträge · seit 201911. März 2020 · #17
Naja nicht ganz. Die Sensoren sind durch eine kleine Schraube gegen abdrehen und Diebstahl auf dem Ventil Einsatz gesichert. Diese schraube muss erst gelöst werden dann sensor abschrauben, Luft pumpen, Sensor aufschrauben und Sicherungsschraube fest ziehen. Meine ganz persönliche Luftdruck Tabelle Normal Druck für mein Auto v/h 2,4 Teer 2,6 Gravel schnell 1,9 v / 2,0 h Gravel langsam, schlimmes Wellblech 1,7 v / 1,9h Tiefsand schnell 1,4 v/ 1,6 h Tiefsand langsam z. B. Strand Mosambik 0,8 v / 0,9h Vg
Cruiser2'530 Beiträge · seit 201111. März 2020 · #18
Achdoch schrieb:Naja nicht ganz. Die Sensoren sind durch eine kleine Schraube gegen abdrehen und Diebstahl auf dem Ventil Einsatz gesichert.
Tyre Moni und Tyre Guard haben das nicht, was ja den Gebrauch stark eingeschränkt, gerade wenn man zwischendurch mal schnell ablassen und danach wieder pumpen will.
Hier bei uns montieren einige ein zweites Ventil in die Felge innenseite, damit der Sensor nicht jedes Mal abgeschraubt werden muß und auch vor Zweigen etc geschützt ist. Die Offroadfahrer welche in den Atlantis Dünen bei Cape Town spielen, machen das sehr gerne.
Ich bevorzuge eher die Sensoren in der Felge, aber das wäre für ein Tourist sehr aufwendig zu montieren und auch wieder abzunehmen.
Best Regards
Adolf
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ACAchdoch232 Beiträge · seit 201911. März 2020 · #19
Hi Cruiser, Der inbegriffene Diebstahlschutz hat aber diese Sicherungsschraube.... Man kann sie natürlich weglassen, nur dann kann der sensor halt fix verlustig sein. Auch in SA gibt's diese schraube am sensor. Freund hat sich in nam tyre moni gekauft und war jedes Mal genervt die schraube aufzufummeln.... Siehe hier in den Antworten von tyre moni weiter unten bei Diebstahl.... https://www.tiremoni.com/support/haufige-fragen/ VG
ACAchdoch232 Beiträge · seit 201911. März 2020 · #20
Die bohren nen zweites Loch in die felge... Auch ne Möglichkeit, nur halt bissl dumm. Es gibt Aufsätze dafür mit zwei Anschlüssen was das aufpumoen ablassen ohne sensor abzunehmen ermöglicht. Nachteil ist schwer und Rad muss mit aufsatz gewuchtet werden.