DKDK791002Themenstarter4 Beiträge · seit 201914. Mai 2019 · #1
Hallo zusammen,
wir planen aktuell einen Trip Ende Oktober/Anfang November von Namibia über Botswana zu den Victoriafällen (und zurück nach Namibia) und haben folgende Route (in Botswana) im Sinn:
- Wir sind für eine Übernachtung in Maun (Crododile Camp) - Wollen dann zum Third Bridge Camp fahren (auch 1 ÜN) - Dann weiter zum Camp Dizhana (1 ÜN) - Zum Savuti Camp (1 ÜN) - Dann weiter nach Kasane...
Unsere Frage hierzu: Sind die jeweiligen Tagestrips realistisch oder angesichts der Verhältnisse nicht oder nur schwer machbar? Wir sind uns aktuell etwas unsicher, da wir zwar aus dem letzten Jahr Namibia bereits schlechte Pisten gewohnt sind, uns aber auch klar ist, dass die Verhältnisse gerade in den Nationalparks in Botswana deutlich schwieriger sind. Wir werden einen 4x4 Toyota Hilux mit Dachzelt haben.
Und auch wenn nicht zur Route gehörend noch eine andere Frage (wenn notwendig stellen wir diese auch gerne noch in einem anderen Thema: Wir würden gerne Eure Erfahrungen bzgl. des Campings auf den nicht eingezäunten Campsites lesen. Wir haben bereits gelernt, dass wir zwar grundsätzlich im Dachzelt sicher sind, nachts das Zelt idealerweise nicht verlassen sollten und natürlich auch nachts nichts ausserhalb des Autos oder Zelts liegen lassen sollten. Dennoch haben wir Respekt vor den Tieren und auch vor den spontanen Begegnungen (Hyänen, Löwen, Elefanten). Wie schätzt Ihr das ein?
Danke für Eure Rückmeldungen!
P.S.: Wir haben auch im Forum bereits gesucht, und auch vieles gelesen, irgendwie fällt es uns aber noch immer schwer die tatsächliche Gefahr konkret einzuschätzen
Jambotessy2'610 Beiträge · seit 200714. Mai 2019 · #2
Hallo,
willkommen im Forum. Das Dizhana Camp kenne ich nicht (in der Nähe vom North Gate?), aber die anderen Camps im Moremi haben wir in diesen Etappen angefahren, allerdings sind wir immer gleich mehrere Tage in einem Camp geblieben.
Du hast deine Fragen zu den nicht eingezäunten Camps eigentlich schon beantwortet. Bitte auch keine Lebensmittel (vor allen Dingen Orangen oder Äpfel) mit ins Zelt nehmen. Am besten streichst du frisches Obst direkt von der Liste, so lange du in Gebieten bist, wo Elefanten herumlaufen. --- Ganz so eng musst du es aber nicht sehen, also nicht unbedingt bei Einbruch der Dunkelheit ins Dachzelt, Du würdest ja die schönen Abende am Lagerfeuer verpassen. Wir sitzen immer (relativ nah) mit dem Rücken zum Fahrzeug, zwischendurch ab und an mit einer guten (starken) Taschenlampe oder Strahler das Camp ableuchten. Trotzdem wirst du überrascht sein, wie nah die "grauen Riesen" ohne ein Geräusch und als Schatten in die Nähe des Feuers kommen können. Auch Hyänen sind gerade in Third Bridge immer wieder nah gekommen; fühlten sie sich ertappt, zogen sie sich zurück. Leider werden die Hyänen immer noch von unverbesserlichen Touristen angefüttert und haben ihre natürliche Scheu oft abgelegt. Ihr werdet sehen, wie aufregend es ist, in der Dunkelheit den Geräuschen der Wildnis zu lauschen. Für mich ist es immer wieder faszinierend.
Grüeß Jambotessy
Nur im Vorwärtsgehen gelangt man ans Ende der Reise.
(Sprichwort der Ovambo)
1x Togo + Benin (mit TUI), 1x Ruanda + Zaire ( mit Explorer Reisen), 3x Kenia (in Eigenregie mit dem Bodenzelt), 23 x südl. Afrika (in Eigenregie Namibia, Botswana, Zimbabwe, Sambia, Südafrika/ 17x mit dem Dachzelt und 6x ohne Dachzelt)
meine Einschätzung: unrund (Maun-3rd Bridge-Dizhana) und zur kurz. Meine Empfehlung: 3-4 Nächte Moremi-Gebiet und 2 Nächte Savuti, Reiseberichte im Forum und "zur Not" einen -führer.
Meiner Meinung nach wird zu oft unnütz in Maun übernachtet - hängt natürlich davon ab, von wo ihr anreist.
DKDK791002Themenstarter4 Beiträge · seit 201914. Mai 2019 · #4
Jambotessy schrieb: Das Dizhana Camp kenne ich nicht (in der Nähe vom North Gate?), aber die anderen Camps im Moremi haben wir in diesen Etappen angefahren, allerdings sind wir immer gleich mehrere Tage in einem Camp geblieben.
OK, vielen Dank schon mal, das zeigt grundsätzlich, dass die Route nicht komplett irrsinnig ist. Dizhana Camp: KLICK
aos schrieb:meine Einschätzung: unrund (Maun-3rd Bridge-Dizhana) und zur kurz. Meine Empfehlung: 3-4 Nächte Moremi-Gebiet und 2 Nächte Savuti, Reiseberichte im Forum und "zur Not" einen -führer. Meiner Meinung nach wird zu oft unnütz in Maun übernachtet - hängt natürlich davon ab, von wo ihr anreist.
Danke, Axel, verstehe ich aber noch nicht ganz. Du beziehst Dich also mehr auf die Aufenthaltsdauer und weniger auf die Route an sich, oder? Leider werden wir nicht mehr Zeit haben. Wir kommen am Vortag von der El-Fari Campsite bei Ghanzi, noch weiter zu fahren als Maun haben wir deswegen ausgeschlossen.
Ansonsten bin ich natürlich - ohne die bisherigen abwerten zu wollen 🙂 - für weitere Meinungen und Tipps dankbar!
Hallo, grundsätzlich fahrbar ist das in den von euch geplanten Zeiten auf jeden Fall. Nur bleibt euch dann keine (oder kaum) Gelegenheit, in Ruhe schöne Pirschfahrten zu unternehmen Wegen der Beschaffenheit der Strecken solltet ihr euch im Klaren darüber sein, dass es in den Gegenden sehr tiefsandige Abschnitte gibt, also immer schön den Reifendruck regulieren. Und wegen der Tiere: macht euch keine allzu großen Sorgen! Alleine dass ihr das hier ansprecht sagt schon aus, dass ihr den nötigen Respekt mitbringt. Seid einfach nicht unvorsichtig, dann werdet ihr den Trip sehr genießen! Nur schade halt, dass ihr da so "durchhetzen" müsst. Have fun! Peter
Wohnen, wo andere Urlaub machen,
Urlaub machen, wo keiner wohnt!
DKDK791002Themenstarter4 Beiträge · seit 201927. Mai 2019 · #8
Hallo zusammen,
ich habe noch eine Nachfrage hierzu:
Uns hat das Savuti Camp nun leider abgesagt, da sie zu den von uns genannten Daten keine Plätze mehr frei haben. Hat jemand Vorschläge für uns, welchen Zwischenstopp wir alternativ einlegen könnten? Wir tun uns leider aktuell sehr schwer, in der Gegend von Savuti Alternativen zu finden.
Vielen Dank und Grüße Daniel
GinaChris4'984 Beiträge · seit 201628. Mai 2019 · #9
Hi Daniel,
"in der Gegend von Savuti" ist ja dehnbar. Von wo kommst du, und wohin solls dann weitergehen? Gruß Gina
marimari2'240 Beiträge · seit 201128. Mai 2019 · #10
DK791002 schrieb: Wir tun uns leider aktuell sehr schwer, in der Gegend von Savuti Alternativen zu finden. Daniel
Hallo, da gibt es auch nicht allzu viel (Camping-) Alternativen: Linyanti oder dann weiter Muchenje Gruss Mari
Hallo Daniel, wir waren im letzten Jahr ebenfalls im Oktober in Botswana unterwegs, nur in umgekehrter Richtung aus Kasane nach Maun. Wir hatten ursprünglich vor, von Kasane über Savuti und Mababe Gate zum Mbudi Camp zu fahren. Da wir erstmals dann von Kachikau an auf Sand gefahren sind, hat sich unsere Fahrzeit drastisch erhöht. Wir haben es dann zeitlich nicht mehr geschafft die ganze Etappe zu fahren, da wir nicht im Dunkeln durch das Savutigebiet fahren wollten. Netterweise durften wir bei einem Österreicher mit auf seiner gebuchten Campsite mit unserem Nissan 4x4 mit Dachzelt im Savuti Camp übernachten. So sind wir am nächsten Morgen die ~100 km vom Savuti (über die Marschroad und Mababe Gate) bis zum Mbudi Camp gefahren. Wir haben zwei Nächte in diesem Camp verbracht und fanden es wundervoll. Es ist ein kleines von Einheimischen geführtes Camp, allerdings sehr basic. Aber wir hatten tolle Elefantensichtungen 🤪 🤩 und eine wundervolle Mokoro-Tour. Das Mbudi Camp liegt an der Transit Road. Wenn es für Dich von Interesse ist, kann ich dir gerne die Daten zusenden. Ich habe mal ein einen kleinen Ausschnitt unserer Route angehängt, so dass du sehen kannst wo sich das Camp befindet.