ANNICKThemenstarter8’057 Beiträge · seit 200822. Mai 2019 ·
Fortsetzung
Zuerst ein bisschen Geographie.
Die Abbé See Region ist der Mittelpunkt der Afar Senke. Sie gehört zu den grössten Baustellen des Planeten. Hier entfernen sich 3 grosse Kontinentalplatten: die arabische, die afrikanische und die somalische Platte. Seit 30 Millionen Jahren ist die Erde hier ständig in Bewegung. Erdbeben reissen immer wieder den Boden auf und spalten sogar alte Vulkankegel. Die viele Spalten und Risse verlaufen oft parallel in 3 Hauptrichtungen: - eine Bruchzone erstreckt sich nach Nordwesten ins Rote Meer hinein - die andere nach Osten in den Golf von Aden - die dritte Bruchzone, der Ostafrikanische Grabenbruch verläuft vom Afar-Dreieck aus geradewegs nach Süden. Entlang dieser Bruchlinien dehnt sich die Erdkruste um 10 bis 20 Millimeter im Jahr. Die Bruchzonen im Roten Meer und im Golf von Aden trennen den afrikanischen Kontinent von der arabischen Halbinsel. Entlang dem Ostafrikanischen Graben, der sich 6000 Kilometer lang nach Süden erstreckt, wird sich die afrikanische Platte warscheinlich in einigen Millionen Jahren in 2 Teile aufspalten.
Unser Fahrer hält auf einmal vor einer Spalte an.
Er zeigt uns einige tektonische Stufen.
Wahnsinnig. Kaum vorstellbar dass da einmal alles unter Wasser stand!
Diese trostlose mondähnliche Gegend diente dem Film Planet der Affen als surreale Kulisse.
Anschliessend geht es auf einer schlechten Piste bergauf.
Wir erblicken auf einmal einen anderen Wagen. Er fährt bestimmt auch nach Lac Abbé.
Wir halten Beide am Viewpoint an.
Die Aussicht ist einfach "Out of this World".
Von weitem erblickt man schon die renomierten Kalksteinkegel von Lac Abbé.
10 Minuten später fahren wir auch dorthin.
Diese Kalksteinkegel können bis zu 50 Meter Höhe erreichen. Sie haben sich aus Ablagerungen heisser Thermalquellen unter Wasser gebildet. Da die Gegend sich in den letzten Jahrtausenden um ca 100 Meter gehoben hat, befinden sie sich jetzt im Bereich des trockenen Seeufers.
Manchmal kommt Wasserdampf aus den bizzaren Gebilden oder kleine Geysire schiessen aus der Erde.
Hier ist der Boden vulkanisch aktiv. Die Gegend hier ist absolut nicht unbewohnt. Nomadische Afars lassen ihre Kamele, Ziegen und Schafe in der Nähe weiden. Man kommt sich hier ein bisschen wie in Island vor.
ANNICKThemenstarter8’057 Beiträge · seit 200823. Mai 2019 ·
Fortsetzung
Hier findet man sogar Warzenschweine!
Es ist ein echtes Highlight neben diesen Kalksteinschornsteine zu laufen.
Kein Wunder dass Charlton Heston 1968 zu seinem Filmklassiker "Planet der Affen" am Ufer des Abbe Sees inspiriert wurde.
Dieses Fleckchen Erde ist auch eine Oase für Schafe.
Der Boden ist manchmal auch sehr sumpfig. Man muss echt aufpassen wo man seine Füsse tut.
Der Guide erklärt uns dass es schon Afars gab die da versunken sind.
Es gibt nur einen Ort an dem man in diesem bizarren und kargen Teil der Welt übernachten kann. Es handelt sich um das Camp As Boley chez Houmeb. Es besteht aus etwa 15 traditionellen Afar Hütten die aus einem mit Matten überzogenen Drahtgestell bestehen.
Jede Hütte enthaltet 2 Betten mit Matratzen und gelöcherte Moskitonetzen.
Dusche gibt es hier keine aber Toiletten sind vorhanden!
Ich bereite schon einmal mein Bettchen für die Nacht vor. Anschliessend setze ich mich auf einen Felsen und schaue das Geschehen. Man muss es sehen um es zu glauben. Ich komme mir wie in einem Film der über die Bibel berichtet vor. Viele Afar Leute kommen mit ihren Schafe, Esel und Kamele vom weiden zurück.
Sie hinterlassen einen Sandrauch. Ein tolles Ambiente.
Das sind so Momente die für immer in Erinnerung bleiben werden.
ANNICKThemenstarter8’057 Beiträge · seit 200824. Mai 2019 ·
Fortsetzung
Und so bleibe ich eine ganze halbe Stunde beim Zuschauen.
Ein ewiges Hin und Her!
Niemals könnte man ahnen dass so viele Einheimische mit ihren Tieren hier in der Gegend leben.
Einige Esel laufen hinter mir vorbei.
Die Sonne geht langsam unter.
Im Camp gibt es ein kleines Restaurant. 3 Tische sind gedeckt.
Einer für mich und Daniela.
Einer für die 2 Chinesen und der andere für 3 Einheimische aus Djibouti die einem amerikanischen Freund das Land zeigen wollen. Im Restaurant bekommt man abends Licht. Die Modernität hat es auch bis hierher geschafft. Zum Abendessen werden Crudités, Hähnchen mit Spaghettis und Früchte serviert. Es schmeckt sogar! Danach tanzen und singen die Afars für uns.
Gegen 22 Uhr gehen wir zu Bett. In der Hütte ist es so warm.....Und dazu noch die viele Moskitos. Ich habe noch nie in meinem Leben so einen grossen Schwarm beobachten können. Das Summen geht einem dazu noch auf die Nerven. Nach einer Stunden entscheiden Daniela und ich draussen vor der Hütte zu schlafen.
Da weht ein winziger Wind.
Die Schnacken geben uns aber weiterhin zu schaffen. Bei den Afar-Touris mit dem Amerikaner herrscht grosse Fiesta vor ihrer Hütte. Da wir den Schlaf nicht finden können leisten wir ihnen zum Schluss Gesellschaft. Und so machen wir mit dem Khat und lokalen Palmenwein bekanntschaft. Doch doch Muslims trinken manchmal Alkohol. Alah soll ihnen verzeihen..... Khat ist eine leicht narkotische Pflanze die seit Jahrhunderten am Horn von Afrika und auf der Arabischen Halbinsel sozial gekaut und genossen wird. In Djibouti und Aethiopien wird die Pflanze auf offenen Märkte frei gekauft und in der gleichen Regelmässigkeit wie Kaffee in westlichen Länder konsumiert. Frische Blätter und Spitzen werden vom Catha Edulis Strauch geerntet und entweder frisch gekaut oder getrocknet und in einem Tee gebraut. Die erste Methode ist wesentlich wirksamer und liefert eine viel höhere Dosierung des stimulierenden Teils der Pflanze, bekannt als Cathinon. Cathinon wird oft mit Amphetaminen verglichen, was ähnliche Wirkungen hervorruft. Dazu gehören Aufregung, Erregung, Gesprächigkeit, gesteigertes Selbstvertrauen und Konzentration. Bei mir entdecke ich Euphorie..... Der Geschmack der Blätter finde ich süss und bitter zugleich. In Djibouti geben leider reguläre Khat Nutzer schätzungsweise bis zu einem Fünftel ihres Haushaltsbudget für Khat aus. Geld das besser für Bildung oder Gesundheit ausgegeben werden könnte.
Irgendwann in der Nacht legen wir uns wieder hin und schlafen ganz happy ein....
ANNICKThemenstarter8’057 Beiträge · seit 200827. Mai 2019 ·
11.01.2019
Um 05.30 wird heute morgen aufgestanden. Ich fühle mich wie neu geboren. Das Zeug von gestern Abend scheint immer noch zu wirken....Daniela hingegen fühlt sich schlecht und ist voller Moskitostiche. Mit Afar Guide geht es schon einmal zu Fuss Richtung Abbé See. Später wird es nämlich zu heiss. Das Ambiente finde ich grandios.
Der Abbé See ist ein Salzsee, der auf der Grenze von Djibouti und Aethiopien liegt. Von seinen 340 Km2 liegen 110Km2 in Djibouti. In den abflusslosen See mündet der Fluss Awash.
Wir merken sehr bald dass es gefährlich ist hier herumzulaufen. Die Gegend wird manchmal sehr sümpfig.
Wir schauen sehr genau wo wir unsere Füsse tun. Unser Guide anscheinend weniger denn er schreit auf einmal. Wir drehen uns um und bemerken dass er mit beiden Beinen bis zu den Oberschenkel im Schlamm steckt.
Wir helfen ihm da herauszukommen. Nicht einfach.
Ein Schuh fehlt noch. Wir werden im Schlamm fündig.
So weit ist es nicht mehr bis zum See.
Unser Guide will aber nicht mehr weiter gehen. Können wir verstehen...Schade denn in der Weite sieht man am Ufer Flamingos.
Andere Vögel lassen sich in verschiedene Pfützen erblicken.
Manche Pfützen schenken uns tolle Farben.
Anschliessend geht es wieder zurück ins Camp.
Da frühstücken wir auch. Es gibt Kaffee, Brot, Butter und Honig. Danach fahren wir noch einmal zu den Kalksteinkegeln.
ANNICKThemenstarter8’057 Beiträge · seit 200829. Mai 2019 ·
Fortsetzung
Via Grand Barra
und Petit Barra
erreichen wir die Abzweigung Tadjourah - Djibouti. Die Aussicht von hier ist einfach grandios.
Wir fahren dann durch verschiedene Dörfer
bis zur Lac Assal Kreuzung. Da biegen wir nach links. Von weitem erblickt man den Salzsee.
A propo Salz. Mit einem Salzgehalt von 35% ist der Assal See das salzhaltigste Gewässer ausserhalb der Antarktis. Die Weltmeere kommen auf ein Zehntel seines Salzgehalts. Mit seinen 54 Km2 liegt er bis zu 173 Meter unter dem Meeresspiegel. Lac Assal wird hauptsächlich aus unterirdischen Quellen gespeist. Bis auf 52 Grad steigt hier im grossen Grabenbruch das Thermometer an manchen Tagen. Hinzu kommt noch ein kräftiger Wind, der das Land noch weiter ausdürrt und zur ungewöhnlich massiven Verdunstung von Seewasser beiträgt. Der Ort kann von seltener Schönheit sein.
An den salzigen Ufern haben sich über die Jahrhunderte der Erosion fantastische Motive in das Salz gegraben.
Diese Salzmotive werden am Eingang des Sees zum Verkauf angeboten.
Das Wasser ist, wenn man heute Glück hat, dunkel und türkisblau gefärbt und wird bisweilen von einem Smaragdgelb unterbrochen, wo hier und da schneeweisse Berge und Atolle aus Salz aus dem See hervorragen.
Leider hat vor einem Jahr das Lake Assal Sodium Bromide Projekt begonnen. Es wurde von den Chinesen finanziert. Hier wird Natriumbromid und kaustisches Soda (Natriumhydroxid) produziert.
Natriumbromid kann zur Herstellung elementaren Broms im Labormasstab dienen. Natriumhydroxid dient hier zur Herstellung von Reinigungsmittel. Wenn der Wind wie heute in die falsche Richtung bläst, sieht der Assal See echt enttäuschend aus! Auf der Oberfläche ist es sehr dreckig und schaumig.
ANNICKThemenstarter8’057 Beiträge · seit 200803. Juni 2019 ·
Fortsetzung
Es ist echt eine Katastrophe den See so zu sehen!
So weiss ist die Salzkruste nicht mehr.....
Unser Guide sieht auch sehr betroffen aus. Er nimmt Fotos und will sie dem Office de Tourisme von Djibouti schicken.
Dieser dunkle Schaum im Wasser finden wir einfach gruselig.
Nach 20 Minuten vewrschwinden wir einfach. Was ein Hightlight des Tages sein sollte wurde zu einem echten Reinfall! 😣 Zum Glück bleiben uns auf der Rückfahrt nach Djibouti City schöne Aussichten erhalten.
Auf der Hauptstrasse begegnen wir einigen Kamelen
und sämtliche arme kleine Dörfer.
Ab und zu erinnern uns Fahnen dass wir in Djibouti sind.
Djibouti Airport erreichen wir gegen 17 Uhr. Da laden wir die 2 Chinesen aus. Sie haben einen Flug um 19 Uhr. Danach werden wir zu unseren Hotels zurückgebracht. Ich übernachte wieder in der Auberge du Héron. Da kenne ich inzwischen Jeden. Nach der Dusche, nehme ich ein Sammeltaxi in die Innenstadt. Da treffe ich auch wieder Daniela. Wir gönnen uns ein chinesisches Essen im Restaurant La Chaumière.
Dazu natürlich ein chinesisches Bier!
Preis/leistung stimmt. Zu Fuss geht es wieder in unser Hotel zurück. Ich verabschiede mich von Daniela. Sie fliegt morgen wieder zurück. Für mich beginnt morgen hoffentlich eine tolle Schiffsreise.
ANNICKThemenstarter8’057 Beiträge · seit 200804. Juni 2019 ·
12.01.2019
Mensch tut das gut ohne Moskitos durch zu schlafen! Nach dem Frühstück laufe ich zum Super Cash Supermarket. Da kaufe ich einige französische Weinflaschen. Ein Sunset auf einem Boot und einen guten Wein dazu kann nicht schaden.... 😛 Danach packe ich meinen Koffer und begleiche die Rechnung. Hier in der Auberge du Héron habe ich mich sehr wohl gefühlt. Gesundheitsmässig geht es mir auch viel besser.
Um 10 Uhr soll mich Dolphin Excursion (www.divedjibouti.com) vor dem Hotel mitnehmen. Der Driver erscheint aber erst um 11.10 denn die Air France Maschine hatte Verspätung. Er musste da 7 Franzosen am Flughafen abholen. Er fährt mich gleich zum Hafen und da mache ich am Pier mit einem elsässischen Ehepaar mit Tochter, 2 Damen aus Paris und ein Ehepaar aus Marseille Bekanntschaft.
Zusammen betreten wir die M/Y DELI. Es handelt sich um ein traditionell türkisches Gulet in Teak. Länge: 26 Meter Breite: 7 Meter Es bietet 6 Kabinen und kann 12 Turis empfangen. Da wir nur zu 8 sind, bekomme ich eine Kabine für mich allein.
Es ist klein aber fein.
Hier die Treppe die zu meiner Kabine führt.
Da das Deck.
Wir packen schnell unsere Sachen aus und begeben uns zum Debriefing. Quentin, der Tauchlehrer, erklärt uns schon das Nötigste.
Am Djibouti Hafen gibt es noch 2 andere Boote die solche "Diving Packages" anbieten: die ELEGANTE
und die luxuriöse LUCY (Aircon, Wifi, usw...)
Gegen 12 Uhr legen wir ab.
Quentin zeigt uns auf der Karte die verschiedene Diving Spots.
Auf dem Boot gibt es einen riesigen Kühlschrank.
Da kann man sich frische Getränke besorgen. Einfach auf den Zettel jedesmal notieren und zum Schluss wird alles zusammen berechnet. Das Boot fährt unter Djibouti Flagge.
ANNICKThemenstarter8’057 Beiträge · seit 200814. Juni 2019 ·
Fortsetzung
Nach dem Essen gibt es vor dem ersten Tauchgang das Debriefing mit Quentin. Jeder sucht sich seinen Buddy aus. Ich tauche mit Martine, die Tochter vom elsässischem Ehepaar. Zusammen checken wir das Material und schlüpfen in unsere Wetsuits. Gleich danach verschwinden wir alle ins Wasser.
Hier die Karte von den verschiedenen Diving Spots. Heute befinden wir uns bei Nummer 12.
Das türkisfarbene Gewässer hier bietet eines der besten Tauchreviere Djibouti und überzeugt mit angenehm warmen Wassertemperaturen, exzellenten Sichtweiten und einer unglaublichen Artenvielfalt. Die Fülle an gut erhaltenen, farbenfrohen Korallen gepaart mit der relatif geringen Anzahl von Touristen in dem Gebiet garantiert einen unvergesslichen Tauchgang. In Djibouti kann man 200 verschiedene Korallenarten bewundern. Zum Fotografieren habe ich mir eine Olympus Digital Camera TG4 mit Unterwassergehäuse ausgeliehen. Bei den ganzen Bilder die ich geschossen habe bleiben leider nur 2 von diesem Coral Reef Fish gebrauchbar.
Die Anderen musste ich alle löschen. Die Kamera habe ich vorher nicht ausprobiert und meistens war ein Finger vor dem objektif..... 😣 Wenigstens haben sich die Franzosen sehr darüber amüsiert..... 😎 50 Minuten später sind wir alle wieder auf dem Boot und gehen anschliessend eine Runde in diesem lauwarmen Wasser schwimmen. Ein genuss sage ich euch! Dann geht es zum Duschen in die Kabine zurück.
Später ist Apéro Time.
Momo kocht für uns morgen diese Carangue die er am Nachmittag gefangen hat.
Zum Abendessen gibt es Salatbuffet, Hähnchen in Sauce und verschiedene Gemüse. Als Nachspeise bekommen wir einen frisch zubereiteten Obstsalat. La vie est belle! 🤪
13.01.2019
Um 06.30 sind wir alle schon auf dem Deck. Das Programm heute klingt nicht schlecht.
Wir nehmen schnell einen Café und 2 Kekse und hop ins Wasser. Da gelingen mir einige Fotos ohne Finger!
Und so vergeht auch die Zeit sehr schnell da unten.
ANNICKThemenstarter8’057 Beiträge · seit 200816. Juni 2019 ·
Fortsetzung
Es gibt natürlich auch wunderschöne bunte Fische.
Muränen hat es sehr viele.
Nach dem Tauchgang gibt es gleich Frühstück. Um 9 Uhr nehmen wir schon die 2 kleine Boote
und begeben uns Richtung Ras Korali. Da werden wir anscheinend Walhaie bewundern können. Auf dem Weg dorthin passieren wir die CECAD (Centre d'entraînement au combat et d'aguérissement de Djibouti). Er wird durch die Franzosen geleitet.
Die Amerikaner, Japaner, Chinesen, Deutschen, Spanier und Italiener besitzen auch eine Militärbasis in Djibouti. Man schätzt dass mehr als 7000 ausländische Soldaten in Djibouti stationniert sind, darunter 1500 Franzosen. Warum? Vor den Küsten von Djibouti verläuft eine der meist befahrenen Schiffahrtstrassen der Welt. Dutzende Oeltanker und Containerschiffe steuern dort täglich das Rote Meer an, um nach der Passage durch den Suezkanal in den Häfen Europas festzumachen. Für die NATO Staaten bietet eine Präsenz in Djibouti maritime Sicherheit und eine Basis für die Bekämpfung regionaler militanter Bedrohungen obwohl die Piraterie vor der Küste Somalias von 2012 bis 2018 stark zurückgegangen ist. Dazu bringen diese ausländische Streitkräfte Djibouti ein jährliches Einkommen von mehr als 300 Millionen US Dollars.
Auf der französischen Basis ist allerhand los!
Es ist schon ein kommisches Gefühl hier.....
Kurz vor Ras Korali begegnen wir einigen Fishermen. Sie bieten uns Fisch zum Kauf an.
ANNICKThemenstarter8’057 Beiträge · seit 200817. Juni 2019 ·
Fortsetzung
Quentin erklärt uns wir würden bald unser Ziel erreichen. Wir sollen uns alle zum Schnorcheln vorbereiten. Keine 2 Minuten später gibt es im Himmel einen riesen Lärm. Heute scheint echt viel bei den Franzosen los zu sein!
Von diesem Helikopter werden 3 Marines ins Wasser abgesetzt.
Für einen Augenblick kommt man sich vor wie im Film "Good Morning Vietnam"! Das Ganze dauert zum Glück keine Ewigkeit..... 😎
Und jetzt zu den Walhaie. Es gibt keinen Ort, an dem man eines der grössten Naturwunder unserer Erde erwartet. Ringsherum liegen düstere Berge, ab und zu sind Schüsse von der Militärbasis zu hören. Hier auf Ras Korali ist das Wasser trüb und reich an Plankton, jenen mikroskopisch kleinen Organismen die dem grössten aller Fische als Nahrung dienen, nämlich dem Walhai. Hier hat man von Oktober bis Ende Januar sogar eine Garantie sie zu sehen laut Quentin. Quentin schreit auf einmal: Requin-baleines à tribord. Wir legen schnell unser Schnorchelmaterial an und springen vom Boot ins Wasser. Der Walhai ist ein freundlicher Hai mit grau-blauem, gepunkteten Rücken, einen hellen Bauch und einer breiten und stumpfen Schnauze. Er besitzt 2 Rückenflossen und 2 Brustflossen. Er ist der grösste Fisch der Welt und kann 14 Meter erreichen.
Er hat eine besondere Art sich zu ernähren. Er stellt sich meistens senkrecht mit dem Kopf zur Wasseroberfläche auf und öffnet sein riesiges breites Maul. Dabei schluckt er Mengen Wasser in dem gleichzeitig das Plankton schwimmt. Dann presst er das Wasser durch seine Kiemen hinaus. Diese sind mit ca 300 bis 350 Reihen mit insgesamt 3600 kleine Zähne besetzt und halten das Plankton fest. Aufgrund seiner Grösse kann er einen Taucher jedoch einsaugen oder mit seiner Schwanzflosse wegfegen. Quentin hat uns vorher erklärt dass der Walhai nur seitlich sehen kann. Wir sollen ja nie vor ihm schwimmen, immer schön auf die Seite.
Die meisten Haie schwimmen indem sie ihre Schwanzflosse hin und her bewegen. Der Walhai hingegen neigt seinen gesamten Körper abwechselnd von links nach rechts und von rechts nach links. Richtig schnell wird er dabei nicht. Er erreicht eine gemütliche Geschwindigkeit von 5Km/Stunde.
Ich habe mir das Fotografieren von den Walhaie ganz einfach vorgestellt. Man sieht im Internet viele schöne Bilder. Aber hier ist so viel Plankton dass das Wasser zu trüb ist um gute Bilder zu schiessen.
Ich muss auch gestehen dass es ein kommisches Gefühl ist neben so einem Riesen zu schnorcheln......
Habe 3 Videos gedreht. Darin sieht man den Walhaie besser. Leider bekomme ich sie nicht im Thread hinein, sorry.... 😣 Man kann die Walhaie praktisch 10 Minuten verfolgen. Dann verschwinden sie in die Tiefe. Wir steigen danach wieder ins Boot hinein und fahren eine Weile. Sobald wir das Signal von Quentin bekommen springen wir alle wieder is Wasser. Und so vergehen gute 2 Stunden beim "In und Out". Am Ende sind wir alle fertig! Die 2 Boote bringen uns wieder nach Ras Eiro. Vor der DELI hat ein anderes Boot geankert. Quentin erklärt uns dass es sich um ein gechartetes Schiff handelt. An Bord nur Expat-Amerikaner.
Wir ziehen uns um und begeben uns gleich zum Tisch. Miam miam! 😁 Die Salate schmecken lecker.
ANNICKThemenstarter8’057 Beiträge · seit 200819. Juni 2019 ·
Fortsetzung
Beim Mittagessen besuchen uns einige Delfine.
Anschliessend gibt es eine gutverdiente Pause. Quentin möchte am Nachmittag noch einmal zu den Walhaie. Keiner von uns hat aber Lust darauf. Wir wollen nur Faulenzen, Schwimmen und ein wenig in der Nähe vom Boot tauchen.
Das Wasser ist ein echter Genuss. Man braucht auch nicht weit unter Wasser zu sein um sich die Unterwasserwelt Djiboutis anschauen zu können.
Fische gibt es so viele.
Diese Schildkröte scheint mit dem Chirurgfisch eng verbunden zu sein!
Ich verfolge sie eine Weile.
Sie schwimmen meistens nebeneinander.
Zusammen gehen sie auch auf Nahrungssuche.
Die Zeit da unten vergeht einmal wieder sehr schnell.
Bevor ich in das Boot zurückkehre begegne ich noch diesem Kugelfisch.
Mensch Annick, So tolle Unterwasser Aufnahmen. Da wäre ich auch gerne dabei gewesen. Das Problem mit den Videos habe ich auch. Man muss sie wohl auf YouTube oder Flickr hochladen, dann kann man sie verlinken. Liebe Grüße et bonne journée Martina
ANNICKThemenstarter8’057 Beiträge · seit 200821. Juni 2019 ·
@Martina: danke für den Ratschlag! May be for the next time. 😎
Fortsetzung
Danach trinken wir alle zusammen Café und plaudern eine Weile.
Die Sonne geht auch langsam unter.
Gegen 18 Uhr wird es dunkel. Da schlüpfen wir in unsere Wetsuits und der Nachttauchgang kann losgehen. Ich muss gestehen, ich bin ungern im Meer Nachts......Da kommt mir der Film "der Weisse Haie" in Erinnerung.... 😣 Wir nehmen die Kleinboote und wechseln ein wenig die Stelle. Dann hop ins Wasser. Wir folgen Quentin. Mit der Taschenlampe kommen die verschiedene Koralle wunderbar heraus.
Manchmal trifft man kommische Kreaturen.
Fische ruhen sich nachts auch aus. Dieser Poisson Perroquet gefällt mir sehr.
Die Unterwasserwelt bleibt hier ein Erlebnis.
Die Korallen sind meistens in einem guten Zustand.
Die Fische scheinen es da unten sehr gut zu haben.
50 Minuten später kehren wir zur DELI zurück. Zum Apéro Rhum Coca Cola und Whiskey Coca Cola serviert. Die Stimmung auf dem Boot heute Abend ist klasse. Zum Nachtessen gibt es émincé de boeuf in Sauce mit Reis, Rübli und Tomatensalat. Als Nachspeise, Bananes Flambées. Miam miam. 😛 Gegen 22 Uhr gehen wir alle zu Bett. Von meiner Kabine aus, sehe ich auf das beleuchtete Wasser. Da schwimmen ein Haufen kleine Fische auf der Oberfläche.
ANNICKThemenstarter8’057 Beiträge · seit 200823. Juni 2019 ·
14.01.2019
Auf dem Boot muss ich gestehen schläft man sehr gut. Die matratzen sind komfortabel. Gegen 06.30 geht die Sonne auf.
Das heutige Programm ist schon aufgeschlagen.
Um 7 Uhr heisst es schon hop ins Aquarium.
Da unten wird es nie langweilig.
Die Korallen bleiben ein Geschenk für die Augen.
Dieser Poisson Ange zeigt tolle Farben.
Die Zeit verläuft viel zu schnell.
Bevor wir an die Oberfläche gelangen erblicke ich noch diesen Poisson Coffre
und diese Muräne.
Beim Frühstück bekommen wir Besuch.
Diese Fischer hoffen auf eine kleine Essensgabe. Momo überreicht ihnen unsere Resten.
Sie strahlen als sie uns verlassen.
Gleich danach nehmen wir die 2 kleine Boote und fahren wieder nach Ras Korali zu den Whale Sharks. Heute windet es wie verrückt. Leider werden wir nur kurz einen Walhai treffen. Das Wasser ist auch trüb und mit dem Fotografieren wird es nichts...
ANNICKThemenstarter8’057 Beiträge · seit 200825. Juni 2019 ·
Fortsetzung
Vor dem Mittagessen erkunden wir noch ein wenig das Gebiet um die DELI. Diese "bénitiers" finde ich einmalig.
Später schmecken die "al dente" Spaghettis mit Gemüsesauce und Carangue fantastisch. Reden wir nicht vom Salat und den Mangos! Miam, miam. 😄 Gegen 15 Uhr geht es wieder zum tauchen. Da unten gibt es viele Poissons anges.
Von den verschiedenen Korallenarten wird man auch nie satt.
Korallen gehören zu der Gruppe der sogenannten Nesseltiere zu denen auch Quallen und Seeanemonen gezählt werden.
Die meisten Korallen benötigen zum überleben Zooxanthellen. Es handelt sich um Algen die sich in der Aussenhaut des Korallenpolypen ansiedeln. Alge und Polyp leben in einer Symbiose.
Auf einmal begegnen wir dieser Schildkröte.
Sie schwimmt direkt auf mich zu und begrüsst mich.
Danach macht sie sich aus dem Staub.
Langsam begeben wir uns wieder zur Oberfläche.
Zum sundowner gibt es später Rhum arrangé.
Zum Nachtessen bekommen wir Mint Meatballs mit Kartoffelpuree. Dazu verschiedene Salate. Die Küche ist hier echt klasse! 🙂
Morgen früh wechseln wir die Stelle uhd fahren in die Baie de Goubet.
ANNICKThemenstarter8’057 Beiträge · seit 200827. Juni 2019 ·
15.01.2019
Gegen 6 Uhr höre ich die Motoren von der DELI. Das Boot bewegt sich auch gleich darauf. Eine halbe Stunde später begebe ich mich auf das Deck. Das heutige Programm lautet:
Bald erreichen wir " La Passe" die uns in die Baie du Goubet führt.
Es fängt an wie verrückt zu winden und die Ströhmung ist gewaltig. Später wird es ruhiger.
Die Landschaft wechselt mit der Zeit.
Wir ankern an die Stelle "La Faille" auch The Crack genannt. Da findet der Early Morning Tauchgang statt.
Nichts für mich heute morgen. Die Medizin die ich seit einigen Tagen schlucke bekommt mir nicht besonders. Ich beschliesse an Bord zu bleiben. La Faille ist eine Erdbruchkante am nördlichen Baie du Goubet Ufer. Geologisch trennen sich hier 3 tektonische Platten: die Afrikanische, die Asiatische und die vom Indischen Ozean. Laut Martine habe ich da echt etwas verpasst. Man taucht entlang eines grossen Risses. Da gibt es viele "Tunels" und "Caves".
Gegen 9 Uhr frühstücken wir. Danach geht es mit den 2 kleinen Booten wieder auf Walhaisuche. Wir werden leider nicht fündig. Anschliessend fährt die DELI zur Baie des Etoiles wo wir über Nacht bleiben werden.
Hier sieht das Wasser echt einladend aus.
Zum Mittagessen gibt es Oeufs Mimosa
Rote Beten, Reis und Gemüse mit Hähnchenstücke. Wir bekommen dabei Unterhaltung.
Gegen 15 Uhr bereiten wir uns auf den Tauchgang vor. Dann hop ins Wasser.