Don MelonThemenstarter28 Beiträge · seit 201507. Okt. 2018 · #1Hallo zusammen,
meine Frau und ich waren bereits dreimal in Namibia (Namib, Etosha, Caprivi, Kalahari, Damaraland, Region Opuwo). Nun haben wir Nachwuchs: Im kommenden Jahr - dann ist Lara eineinhalb Jahre alt - möchten wir gerne wieder nach Namibia. Wir nehmen meine Cousine als Babysitter mit.
Nun die Frage nach der Route: Der Kinderarzt hat Namibia abgesegnet, vom Caprivi aber tendenziell abgeraten (Malaria). Für uns war gerade das die aufregendste, afrikanischste Region. Wir möchten gerne unberührte Natur sehen - Löwen UND Elefanten - und nur wenige längere Strecken fahren.
Ich rätsele, wie das möglich ist. Wir hatten an Kalahari + Namib gedacht. Aber Elefanten & Co sieht man da halt nicht. Gerne würden wir auch zum Ugab zurückkehren, wo ich meiner Frau den Heiratsantrag gemacht habe. Etosha ist eher weniger unser Ding, zu viel Zoo.
Hat jemand eine Idee, wie sich all das sinnvoll verbinden lässt? Und: War jemand schon mit Kind im Caprivi? Wir vermissen Namibia so sehr, dass wir unbedingt gehen wollen. Allerdings müssen wir deutlich kürzerer Strecken zurücklegen als früher und mehr Übernachtungen einplanen. Ich bitte um Hilfe/Ideen/Anregungen. Habt vielen Dank!
TAtanjatanja137 Beiträge · seit 201707. Okt. 2018 · #2Was willst du hören? Entweder hörst du auf den Arzt und fährst du bis zum Etosha - lässt den Caprivi aus oder du schlägst den Rat des Arztes in den Wind.
Ich finde solche Reisen mit Kleinkindern bzw. Säuglingen in Ordnung (viele schreiben ja ganz dagegen). Ich würde aber nach vorallem gesundheitlich Aspekten abwägen. Der Arzt ist sicher gegen eine Malariaprophylaxe in dem Alter (oder sie ist generell nicht möglich )
Warum nicht jetzt beim Etosha - wegen der Elefanten - bleiben und in einigen Jahren den Caprivi besuchen?
Don MelonThemenstarter28 Beiträge · seit 201507. Okt. 2018 · #3Das ist ja das Problem: Etosha ist doch furchtbar, wenn wir ehrlich sind. Da kann ich auch bei uns in Karlsruhe in den Zoo gehen. Aber ja: Wir werden uns wohl von irgendwas verabschieden müssen. Caprivi war für uns immer nochmal ein Level über allem anderen.
Logi16,9k Beiträge · seit 201207. Okt. 2018 · #4Es wäre mir jetzt neu, dass der Zoo von Karlsruhe über 22.275 Quadratkilometer Fläche verfügt.
Aber gut, man kann ja nicht alles wissen.... 😗
LG
Logi
Don MelonThemenstarter28 Beiträge · seit 201507. Okt. 2018 · #5Ist halt nicht wirklich wild. Das meinte ich.
Jambotessy2'610 Beiträge · seit 200707. Okt. 2018 · #6Hallo,
auch ich bin kein großer (eigentlich gar kein) Fan von Etosha - noch weniger bin ich aber ein Fan von "Kleinkindern in die Wildnis schleppen" (mir ist bisher noch nie klar geworden, was so kleine Kinder von dem Urlaub haben sollen). Klar auch in Namibia und speziell im Caprivi werden Kinder groß, aber die sind 1. an die Umstände eher gewöhnt (schon bei uns Erwachsenen schlägt oft der Durchfall zu wegen der ungewohnten Erreger) und 2. ist die Sterblichkeitsrate dort sicher höher (die Einheimischen werden das besser wissen) als in Deutschland. Warum lasst ihr das Kind nicht bei der Babysitter-Cousine in D? Dann könntet ihr eher den Urlaub genießen und eure Kleine wäre gut aufgehoben.
Wenn ihr denn unbedingt mit Kind reisen wollt, dann stellt die eigenen Wünsche zurück und plant zum Wohle eures Kindes!
Jambotessy
Nur im Vorwärtsgehen gelangt man ans Ende der Reise.
(Sprichwort der Ovambo)
1x Togo + Benin (mit TUI), 1x Ruanda + Zaire ( mit Explorer Reisen), 3x Kenia (in Eigenregie mit dem Bodenzelt), 23 x südl. Afrika (in Eigenregie Namibia, Botswana, Zimbabwe, Sambia, Südafrika/ 17x mit dem Dachzelt und 6x ohne Dachzelt)
Inka264 Beiträge · seit 200807. Okt. 2018 · #7Hallo Don Melon,
Wenn Du so eine Abneigung gegen Etosha hast, dann musst Du ihn halt streichen. 😐
Was ich persönlich nicht nachempfinden kann, aber gut, jeder hat da seine eigene Meinung.
Als Alternative zu Etosha, mit Kalahari und Namib, würde sich ja gut der KTP in Südafrika mit Übergang Mata Mata anbieten.
Ob der jetzt ebenfalls unter Zoo Charakter bei Dir durchfällt, kann ich nicht beurteilen.
Und ob da Kleinkinder in die Camps dürfen, weiss ich nicht.
Da kann der eine oder andere hier bestimmt mehr sagen, oder einfach unter San Parks nachschauen.
Eines Tages wirst Du aufwachen und keine Zeit mehr haben für die Dinge, die Du immer wolltest. Tu sie jetzt.
Paulo Coelho
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Unsere Fern-Reisen im Laufe der Zeit
Thailand von Nord nach Süd, Bali, Philppinen, Malaysia, Singapur, Mexico, USA-Florida, Indien, 4x Namibia.
lilytrotter4'129 Beiträge · seit 200807. Okt. 2018 · #8Don Melon schrieb:Etosha (...), zu viel Zoo.
Das ist eine falsche Interpretation.
Etosha ist kein Zoo und auch nicht "Zoo-ähnlich".
Eines der beeindruckendsten Wildschutzgebiete der Welt als "zuviel Zoo" zu bezeichnen, dazu gehört schon was.
Wie kommt man wohl zu einer derartigen Einschätzung?
PS: Auch in Etosha gibt es Malaria...
Gruß lilytrotter
Always look on the bright side of life... :-)
Walvisbay boomt
Don MelonThemenstarter28 Beiträge · seit 201507. Okt. 2018 · #9Wir sollen unser eineinhalbjähriges Kind drei Wochen alleine lassen???
YAyanjep1'014 Beiträge · seit 201607. Okt. 2018 · #10Es ist eure Reise und euer Kind. Die Entscheidung, ob ihr in den Caprivi fahrt oder nicht, könnt ihr nur alleine treffen.
Es ist allerdings eine ganz ordentliche Strecke ab Windhoek und Kinderärzte (Kinder haben ja gerne mal was, wenn es gerade so gar nicht paßt) sind rar gesäht.
Wenn ihr den Etosha nicht mögt, laßt ihn halt weg. Mir sind die Elefanten und die anderen Tiere nicht weniger "wild" vorgekommen wie anderswo außerhalb von Zoos.
Yanjep
TAtanjatanja137 Beiträge · seit 201707. Okt. 2018 · #11Ich bin bezüglich Etosha gar nicht deiner Meinung.
Ich sowie meine Mitreisenden fanden den Nationalpark nicht furchtbar und auch kein Vergleich mit irgendeinem Zoo wo wir jemals gewesen sind.
Jambotessy2'610 Beiträge · seit 200707. Okt. 2018 · #12Zitat: Wir sollen unser eineinhalbjähriges Kind drei Wochen alleine lassen???
Na, ich weiß jetzt nicht, was besser ist: entweder bei einer vertrauenswürdigen Person geschützt vor "Tropenkrankheiten" lassen oder mitnehmen, auf die Gefahr hin, es sich eine schwere Erkrankung holt.
Was mich allerdings wirklich stört- meine ganz persönliche Empfindung - dass ihr eure eigenen Vorlieben vor das Wohl des Kindes setzen wollt! Fahrt in den Süden, vielleicht auch in den KTP - in den Hauptcamps, sowie im Tented Camp sind Kinder erlaubt und verzichtet einfach auf Etosha und Elefanten. Namibia ist so schön und aus einem Kompromiss wird ganz schnell "große Liebe".
Jambotessy
Nur im Vorwärtsgehen gelangt man ans Ende der Reise.
(Sprichwort der Ovambo)
1x Togo + Benin (mit TUI), 1x Ruanda + Zaire ( mit Explorer Reisen), 3x Kenia (in Eigenregie mit dem Bodenzelt), 23 x südl. Afrika (in Eigenregie Namibia, Botswana, Zimbabwe, Sambia, Südafrika/ 17x mit dem Dachzelt und 6x ohne Dachzelt)
Don MelonThemenstarter28 Beiträge · seit 201507. Okt. 2018 · #13Wollen wir nicht.
Derzeitige Überlegung ist: Kalahari-NP, Namib, Windhoek.
Etosha finde ich für Einsteiger nett, aber doch sehr künstlich. Im Zweifel werden wir von Caprivi absehen, naturli(!) geht das Kindeswohl vor.
AOaos1'166 Beiträge · seit 200807. Okt. 2018 · #14Hallo,
wann wollt ihr denn genau reisen?
Viele Grüße
Axel
PAPallas833083 Beiträge · seit 201507. Okt. 2018 · #15Wir waren erst einmal in Namibia, deshalb kann ich Euch nur wenig zu den spezifischen Fragen helfen. Ich kann Dir aber unsere Erfahrung mit Reisen mit Kleinkind teilen.
Unsere grosse Liebe war Nordamerika. 5 Monate durften wir da rumkurven und entdecken. Die beste Zeit unseres Lebens! Unsre Erinnerungen daran wollten wir so rasch als möglich auffrischen. Also sind wir mit unserer 1.5 jährigen Tochter losgezogen für drei Wochen. (Fast) die schlimmsten Ferien unseres Lebens! Reisen mit Kleinkindern ist in jeder Beziehung ganz anders als alleine reisen. Der Rhythmus ist anders, die Bedürfnisse sind anders, die Risikobereitschaft ist anders (z.B. bezüglich Hygiene), die Ernährung, das Schlafen, die Reisezeiten, die Museumsbeuche und die Besuch von Natursehenswürdigkeiten, das Wandern, das Baden, einfach wirklich alles!
Meine Empfehlung deshalb an alle Jungeltern: Lasst es sein! Schon eine Stunde im Auto bei Hitze und Lärm können mit einem kleinen Kind für alle zur Tortur werden. Erinnerungen wird ein kleines Kind keine mitnehmen. Ihr kommt gar nicht dazu, die Seele baumeln zu lassen. Wartet ein paar Jahre. Dann wird reisen mit Kindern wieder richtig spannend. Dann sieht man auch die Welt wieder mit Kinderaugen und entdeckt Dinge wieder, die man schon lange vergessen hat. Das wird jedoch frühestens in fünf Jahres soweit sein, wenn die Kinder auch etwas "robuster" sind. Geniesst doch Eure Ferien jetzt lieber im Kleinen. Die ganze Familie hat viel mehr davon!
Wie oben gesagt: meine Erfahrung als Familienvater, andere mögen andere Erfahrungen gemacht haben...
In dem Sinne: schöne Ferien wünscht Pallas
H.Badger1'822 Beiträge · seit 201607. Okt. 2018 · #16Hallo,
ich gehöre zu überzeugten Fraktion des mit Kindern Reisens.
Auch wir waren mit unserer ersten Tochter, als sie noch ganz klein war, in den USA unterwegs und bei uns hat alles unterm Strich gut geklappt - natürlich ist das immer sehr individuell vom Kind abhängig. Aber auch wir haben uns damals auf die Bedürfnisse versucht einzustellen und sind recht kurze Etappen gefahren und haben uns bei einigen Aktivitäten aufgeteilt.
Seit einigen Jahren fahren wir mit unseren nun zwei Töchtern schwerpunktmäßig durch das südliche Afrika und bisher hat auch hier alles so geklappt, dass wir es immer wieder tun würden und werden. Natürlich ist es legitim zu fragen, was ein Kleinkind von so einer Reise hat. Als Antwort kann ich hier auch nur geben: Glücklichere Eltern - wenn denn alles gut läuft.
Wir jedenfalls haben bisher Malaria-Regionen gemieden (ich zähle Etosha in der Trockenzeit jetzt mal nicht dazu...) und die Etappen immer klein gehalten, ein Auto mit Bewegungsraum gemietet...
Und wildnistechnisch stellen wir wohl auch nicht so große Ansprüche - uns sind Etosha, KTP und sogar der Kruger für einen Urlaub mit Kindern wild genug.
Auch wenn das nicht immer so gern gesehen wird, verweise ich hier auf meine Signatur. Dort findest du Informationen über einige Afrikatouren mit Kindern, die wir nicht missen möchten.
LG
Sascha
Website:
www.picturesgonewild.de
SA, Namibia, Mauritius 2016 / Kruger NP 2016, 2018, 2021, 2023, 2025 / Namibia 2017 / Sri Lanka 2018 / Namibia und Botswana 2019 / Costa Rica 2022 / Namibia 2022 / Norwegen 2024 / Indien 2025
Alle Reiseberichte unter:
https://www.namibia-forum.ch/forum/linksammlungen-signaturen/304512-h-badger-reiseberichte.html
Don MelonThemenstarter28 Beiträge · seit 201508. Okt. 2018 · #17Vielen Dank für eure Antworten. Wir werden schweren Herzens auf den Caprivi verzichten, alles andere wäre unvernünftig.
Wir planen mit kurzen Strecken und vielen Übernachtungen an einem Ort. Eventuell Kalahari + Namib.
Conny + Micha1'055 Beiträge · seit 201608. Okt. 2018 · #18Hallo ihr drei ,
als Mutter von 3 Kindern ( alle längst erwachsen ) möchte auch ich euch den Rat geben , lieber einen Urlaub in der näheren Umgebung zu machen .Schätzt euch doch glücklich , daß ihr schon 3x in Namibia sein durftet und bestimmt noch etliche Lebensjahre vor euch habt . Es ist ein riesiger Unterschied , wenn man mit Kindern reist . Gerade in diesem Lebensalter sind Kinder schnell mal krank und sind dann zu Hause am besten aufgehoben und versorgt . Wollt ihr mit einem evtl. fieberndem Kind von einem Quartier zum Nächsten reisen , weil es so gebucht ist ? Gerade weil ihr ja Namibia kennt , solltet ihr einschätzen können , daß solch eine Reise mit Kleinkind nicht optimal ist . Deshalb auch von mir die Überlegung - entweder ohne Kind , oder ein kindgerechter Urlaub ( bitte jetzt nicht böse sein - aber als Eltern muß man halt auch auf manches verzichten können )
LG Conny
Namibia zum 1.
Elefantenrunde
Abschied für immer
Auf neuen Wegen ins Kaokoveld (hummeldumm?")
[url//namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/306123-der-kreis-hat-sich-geschlossen-bot-nam.
TAtanjatanja137 Beiträge · seit 201708. Okt. 2018 · #19Nähere Umgebung wegen Kleinkindern ? Muss finde ich nicht unbedingt sein.
Wir sind auch mit ein und dann zwei Kindern von Anfang an schon als Säuglinge gereist (Griechenland, Kroatien, Spanien, Portugal, Italien). Zwar nicht so weit und wild wie Namibia 😉
Aber immer feste Unterkünfte bzw auch mal Camping/Wohnmobil für die gesamte Reise. Von dort schon mal den ganzen Tag im Auto zum Land und Leute kennenlernen . Aber nicht täglich.
Was mich abschrecken würde sind diese vielen langen Autofahren mit Kleinkindern.
Ich würde auf jedenfall versuchen möglichst immer volle zwei Tage vor Ort zu sein und nicht sehr lange Tagesstrecken planen .
Und dann natürlich der gesundheitliche Aspekt. Wenn der Kinderarzt sagt keine Malariagebiete dann würde ich mich danach richten.
travelNAMIBIA33,1k Beiträge · seit 200609. Okt. 2018 · #20Hallo Don Melon,
ich gebe auch nochmal meinen Senf als Vater zweier kleiner Kinder (5+3) ab. Unsere Kinder sind ab 9 Monate überall mit uns ins Ausland gereist (Deutschland, Südafrika, Mosambik, Mauritius etc). So, wie ich es als Kind auch gemacht habe und im Nachhinein mehr als dankbar dafür bin. Die Thematik der Malaria ist aber durchaus bei Kindern unter 2 Jahren Ernst zu nehmen, da eben keine Prophylaxe (zumindest was die Ärzte hier sagen) zu empfehlen ist. Ich habe zwar schon mit einem Jahr Prophylaxe genommen, aber das war in einem anderen Jahrtausend 😉 Deshalb würde ich den Caprivizipfel streichen. Ansonsten genießt Eure Reise, stellt Euch auch auf die Wünsche des Kindes (sofern man mit 1,5 Jahren schon welche äußern kann) ein, und ansonsten macht es so, wie es Euch/dem Kind gefällt. Ihr kennt Euch/Euer Kind am besten. Ein bisschen Flexibilität, häufigere Pausen etc. müssen dann eben mal drin sein. Habt im Hinterkopf, dass viele Lodges keine Game Drives mit Kindern erlauben, v.a. wenn es "gefährliche" Tiere gibt. Das schränkt schon teilweise sehr ein. Andere wiederum erlauben gar keine (kleineren) Kinder. Etosha würde ich auf keinen Fall auslassen, da man dort eben die Großtiere ziemlich nach sehen kann, was es auch einem 1,5 Jahre alten Kind ermöglicht "etwas" zu sehen. Auch Swakopmund wäre für einige Tage mit Kind ein "Muss" für mich, da man dort eben auch einfach mal an den Strand kann etc.
Viele Grüße aus Windhoek
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!