Reiseklaus schrieb:in Anbetracht der heiklen Situation können wir im Moment keine Reisen nach Südafrika mit gutem Gewissen empfehlen. Wir hoffen, dass die Polizei die Situation bald im Griff hat und ein sicheres Reisen wieder möglich ist.
@ das „in den Griff“ kriegen.
Ich persönlich halte das für eine Illusion, kein Land der Welt könnte das (oder konnte es), schon gar nicht ein so armes. Auch in Europa konnte die Entstehung von „No-Go-Zonen“, wo nicht ein Mal mehr die Polizei hineingehen will, verhindert werden und ist auch weit davon entfernt, DAS „in den Griff“ zu kriegen.
Vor einiger Zeit (ich glaube anlässlich der Tötung eines deutschen Touristen auf Numbi Rd.) gab es eine Audiokonferenz verschiedener „stakeholder“ zum Thema Kriminalität und Touristensicherheit. Die (ziemlich überkandidelte) Kriseninterventionsbeauftragte u. a. beamtete und ministeriell Zuständige haben diverse Programme und Maßnahmen für Touristen ausgerollt und angekündigt, von Überwachung, Infos bis Kummernummern.
Nur ein Teilnehmer sagte, dass nicht nur auf Touristen fokussiert werden sollte, sondern das Problem ganzheitlich angegangen werden muss; alles andere würden auch die (viel mehr darunter leidendenden Südafrikaner) nicht verstehen. Ich finde, dass er recht hat, weil es ein (gesamt)gesellschaftliches Problem ist und das ist mehr als ein "staatliches". Aber es ist eine Herkulesaufgabe, bei der polizeiliche Maßnahmen nur ein kleiner Teil sind. Ohne Maßnahmen gegen die Armut wird es nicht gehen und da wird es in einer Gesellschaft, wie der südafrikanischen, bald utopisch. GsD gibt es aber in RSA eine sehr engagierte Zivilgesellschaft, ohne deren Einsatz schon Alles Allen um die Ohren geflogen wäre. Sie kämpft aber auf verlorenem Posten…
Bleibt konkret was für die Selbstfahrer? Sich nicht auf gxxmaps verlassen, sich informieren, Einheimische fragen und keine (eigentlich bekannten) Risiken eingehen z. B. derzeit Wanderungen am Tafelberg machen. Wenn die Räuber auch schon die Bergretter und Guides angehen, werden lokale Führer wohl auch nix mehr helfen.
Wer sich dabei nicht mehr wohl fühlt, sollte es mE bleiben lassen. Urlaub soll Vergnügen sein. Ob es schon so weit ist, dass man generell nicht hinfahren sollte (Reiseklaus u. a.) oder nur regionale Einschränkungen machen sollte, weiß ich persönlich nicht.
Absolut, in Wahrscheinlichkeiten ausgedrückt, erscheinen gravierende Ereignisse bei Touristen (!!) noch wenige, auch wenn’s hier nicht danach ausschaut. Aber wenn sich die Verunsicherung bereits im Kopf eingenistet hat ……… ? 😕 Angesichts der Herausforderung an einen 0815-Touristen, die derzeitigen Risiken beim Wandern in Kapstadt von denen einer „klassischen“ RSA-Tour auseinander zu halten? Schwierig 😵 😕