So vorm Wochende noch der schönste Tag vom Urlaub
Tag 14
Endlich Etoscha und Timing ist allesHeute müssen wir durch bis Halali. Leider war es Buchungstechnisch nicht anders möglich um im Park zu übernachten. Wir machen uns also Früh auf zum Galton Gate. Aber irgendwie haben wir Zeit verloren und sind erst gegen 9 am Gate. Wir sind aber die einzigen, welche Einlass begehren und somit geht es sehr schnell. Wer ergattern noch den letzten Parkplan und dann geht es los in den Park.
Unser erster Halt ist das Wasserloch Renostervlei zeitgleich mit uns trifft eine Gruppe Bergzebras ein die ihren Durst löschen möchte.
Wir beobachten Sie ein wenig und fahren dann weiter zum Wasserloch Jakkalswater. Hier sehen wir unsere ersten Steppenzebras zudem noch Oryx, Strauße und Giraffen.
Unterwegs nach Olifantrus begegnen wir noch einigen Straußen. Die beiden scheinen sich ein wenig was zu sagen zu haben.
Eine Gabelracke sehen wir auch.
In Olifantrus ist kurz Toiletten Pause angesagt und es wird ein kleiner Rundgang gemacht. Am Wasserloch ist außer ein paar Schildkröten nix los.

Wir machen uns wieder auf den Weg und finden leider das nächste Wasserloch verweist vor. Wieder auf der Strecke kommt plötzlich vom Beifahrersitz „ich glaub ich sehe Elefanten“, zwei Sekunden später „nein sind wohl nur Felsen“. Ich frage kurz zurück ob sie schonmal sich bewegende Felsen mit Ohren gesehen hat. Die Elefanten traben leider in etwas weiterer Entfernung durch das Gras. Ich schweife kurz mit dem Objektiv nach links und rechts ob ich noch mehr entdecken kann und sehe links den Wasserspeicher vom nächsten Wasserloch. Ich teile meiner Freundin die Vermutung mit das die kleine Herde auf dem Weg zum Wasserloch ist und wir begeben uns schnell dorthin. Ich hatte recht und wir können 15min lang die Gruppe am Wasserloch beobachten. Genauso schnell wie Sie kamen waren Sie dann auch wieder verschwunden. Wir waren die ganze Zeit das einzige Fahrzeug und konnten die Begegnung richtig genießen.
An einem der nächsten Wasserlöcher begegneten uns dann noch zwei Bullen.
Beim nächsten Wasserloch gab es dann Strauße, kuschelnde Zebras und Gnus.
Nachdem wir uns an den Tieren satt gesehen hatten fuhren wir weiter um kurz darauf wieder anzuhalten. Vor uns standen zwei Fahrzeuge am Straßenrand am Charl Marais Dam und hier aus dem Forum wusste ich, dass man ruhig mal fragen sollte was es denn zu sehen gäbe. Die Antwort war Lions. Wir ließen uns kurz erklären wo und reihten uns dann ein. Der hübsche Pascha lag abseits unter einem Baum.
Der Rest der Familie hatte es sich in einem Busch direkt neben der Straße gemütlich gemacht. Man konnte aber leider nicht viel sehen außer ab und an mal eine Tatze. Unsere Geduld sollte sich aber auszahlen. Irgendwann musste eine Löwin mal austreten und verließ das Gebüsch. Ihr folgten zwei süße Löwenkinder.
Auch eine zweite Löwin war nun besser zu sehen da Sie die kleinen nicht aus den Augen lies. Der Papa beobachtete alles aus sicherer Entfernung. Zurück am Busch fielen plötzlich noch zwei weitere Löwenkinder über ihre Mutter her. Ein paar Minuten später räumten wir den Platz um auch anderen einen direkten Blick zu ermöglichen. Wir konnten unser Glück nicht fassen und fuhren weiter Richtung Okaukejo. Unterwegs sahen wir noch Zebras und Springböcke.
Okaukejo ließen wir links liegen und fuhren weiter Richtung Halali. Die restlichen Wasserlöcher auf dem Weg waren leider wenig ergiebig. Kurz vor Halali stand wieder ein Auto am Rand und wir fragten uns, was es hier zu sehen geben könnte. Also langsam angenähert, kurz bevor wir auf gleicher Höhe waren, nahm ich links im Gebüsch eine Bewegung war und konnte meinen Augen nicht trauen, ein Zweihorn. Da es sich entgegen unserer Fahrtrichtung bewegte legte ich den Rückwärtsgang ein und fuhr gut 100m rückwärts. Das Zweihorn enttäuschte uns nicht und querte gut 20m vor unserem Auto die Straße.
Erst als ich zu Hause die Bilder sortierte fiel mir auf, dass das arme Tier nur noch ein Ohr hatte. Es ist schon sehr merkwürdig, wie sehr die Freude über solche Begegnungen die Wahrnehmung von Details beeinflusst. Nachdem sich das Tier wieder ins Unterholz verzogen hatte fuhren wir weiter nach Halali. Wir erreichen Halali ca. 1h vor Toresschluss und checken ein.
Da es sich nicht lohnte nochmal hinauszufahren gingen wir zu Sundowner ans Camp eigene Wasserloch. Hier gaben sich die Elefanten den die Rüssel in die Hand, es ist ein ständiges kommen und gehen.
Einige der Tiere kommen sehr nah an den Zaun. So dass ein paar Nahaufnahmen gelingen, leider schon bei schlechtem Licht. Nach Sonnenuntergang gehen wir noch essen und dann sehr schnell ins Bett.