jekabemuThemenstarter324 Beiträge · seit 201805. Juni 2018 · #1Hallo zusammen,
wie haltet ihr das bei euren Mietwagenbuchungen mit der Scheibenversicherung? Bei den ganzen Gravel-Roads erachte ich das Risiko eines Steinschlag als ziemlich hoch. Auch wenn wir 2010 schonmal ohne Steinschlag durchkamen. Allerdings sind bei den lokalen Vermietern, die ja hier sehr häufig gelobt werden (z.B. Safari Car Rental), in den normalen Tarifen die Scheibenversicherungen nicht drin bzw. die Selbstbeteiligung so hoch, das ich wahrscheinlich mehrere Scheiben wechseln lassen kann. Wenn ich allerdings die Selbstbeteiligung auf nahe 0€ senke und dann auch eine Scheibenversicherung habe, zahle ich wieder deutlich mehr (520€ für 25 Tage). Ich bin mir nicht sicher in welchen sauren Apfel ich da beißen soll... 🙂
Wie macht ihr das so?
Wieviel ziehen die Vermieter so für eine WIndschutzscheibe ab?
LG Jens
06/2026: Botswana; 10/2025: Namibia, Botswana; 10/2023: Namibia, Botswana; 11/2018: Südafrika, Namibia; 06/2012: Südafrika; 11/2010: Namibia, Botswana
MarcBerger16 Beiträge · seit 201705. Juni 2018 · #2Hallo Jens,
ich halte das Risiko für eine Steinschlag in Deutschland für wesentlich höher als in Namibia. Du bist meistens allein unterwegs dort - also wo soll der Stein herkommen??
Abstand halten auf Gravel versteht sich von selbst. War zumindest meine Erfahrung letztes Jahr.
VG
Markus
chamäleon20112'497 Beiträge · seit 201106. Juni 2018 · #3Hallo Jens,
ich kenne von Savanna die Tyre und Windscreen Versicherung für 140 bis 180 N$ pro Tag, je nach Fahrzeug und auf die würde ich nie verzichten. Es ist zwar weniger Verkehr in Namibia und wir halten auch Abstand auf Gravelroads, aber uns überholt immer mal wieder ein Raser, da kann man dann den Abstand vergessen. Ein kaputter Reifen oder Katschen in der Windschutzscheibe kommen schon vor, ich würde das Risiko nicht eingehen. Bei 25 Miettagen macht das bei unserem Bushcamper ca. 300 €, dafür bekomme ich sicher keine neue Windschutzscheibe. Die Reduzierung des Selbstbehaltes ist eine andere Sache.
Viele Grüße
Karin
Würde sollte niemals ein Konjunktiv sein.
Namibia 2016: Infos zu Auto+Camps+die "Jahrhundertsichtung"
Namibia 2015: Namibia - Mein Seelenland
Namibia und Botswana 2014: Überraschungstour Namibia und Botswana mit Guide
Namibia 2013: Drei Heidjer in Namibia - Guck mal, Elefanten!
MAMarkus6151'042 Beiträge · seit 201606. Juni 2018 · #4Hallo Markus
MarcBerger schrieb:
ich halte das Risiko für eine Steinschlag in Deutschland für wesentlich höher als in Namibia. Du bist meistens allein unterwegs dort - also wo soll der Stein herkommen??
Ich halte das Risiko für einen Steinschlag in Deutschland nicht höher als in Namibia, aber auch nicht geringer.
Die meisten "Scheibenkiller" kommen aus dem Gegenverkehr, da ist auch die Relativgeschwindigkeit meistens sehr viel größer mit dem der Stein die Scheibe trifft und es gibt keinerlei Möglichkeit dieses Risiko zu senken.
Beim hinterher Fahren lässt sich das Risiko doch deutlich senken durch großen Sicherheitsabstand, was aber wieder unvermeidbar ist: Wenn man überholt wird, selbst wenn man die Geschwindigkeit extrem verringert kann so ein einzelner Stein seinen Weg zur Scheibe finden.
Noch eine Möglichkeit: Man trifft sich quasi "selbst" mit dem Stein. Das Risiko ist durchaus überschaubar und meistens hält die Scheibe so einem Einschlag stand. Das Risiko ist aber nicht gleich Null. 😉
MarcBerger schrieb:
Abstand halten auf Gravel versteht sich von selbst. War zumindest meine Erfahrung letztes Jahr.
Abstand halten auf Gravel macht schon wegen der Staubwolke wirklich Sinn. Ich verstehe nicht, dass es manchen Spaß machen kann kilometerlang in so einer Staubfahne hinterher zu fahren.
Ob eine Versicherung Sinn macht ist die eine Sache, man muss aber bedenken, dass das eigentlich immer Versicherungspakete sind und da nicht "nur" die Scheibenversicherung dabei ist. Meistens wird der eine oder andere kaputte Reifen auch bezahlt oder andere versicherbare Gefahren. Da wurde hier im Forum aber schon viel drüber geschrieben.
Gruß Markus
jekabemuThemenstarter324 Beiträge · seit 201806. Juni 2018 · #5Hallo zusammen,
danke schonmal für die ersten Antworten.
Beim Steinschlag dachte ich auch eher an entgegenkommenden bzw. mich überholenden Verkehr. Ich plane meine Reise so, dass ich tatsächlich ohne Hektik unterwegs bin. In Staubwolken wollte ich auch nicht unbedingt fahren wollen... 🙂 Das in den Versicherungen auch z.B. Reifenschäden drin sind, hab ich gesehen. Allerdings sehe ich das Problem eines Reifenschadens als durchaus überschaubares Risiko, zumal die Reifen sehr häufig recht günstig repariert werden können. Ich bin eher einer, der sich nicht für alle Eventualitäten versichern möchte, einfach weil die meistens eh nicht eintreten.
Hat denn jemand Erfahrung, was eine Scheibenreparatur so kostet? Laut Angebot von Nambozi, würde eine neue Scheibe ca. 185€ kosten. Das wäre z.B. preiswerter als die Versicherung an sich.
VG Jens
06/2026: Botswana; 10/2025: Namibia, Botswana; 10/2023: Namibia, Botswana; 11/2018: Südafrika, Namibia; 06/2012: Südafrika; 11/2010: Namibia, Botswana
Chrigu7'263 Beiträge · seit 200606. Juni 2018 · #6Hallo
Ich hatte in Namibia deutlich mehr Steinschläge auf der Scheibe als in Europa. Bei uns war das immer mit entgegenkommenden Fahrzeugen. In den letzten 17 Jahren (ca. 200'000km) ca. 6-8 mal. Es kommt also nicht so häufig vor aber es kommt vor.
Die meisten Steinschläge waren so, dass die Scheibe nicht getauscht werden musste. Ich hatte zweimal Vogelschlag welche zu defekten Scheiben mit Austausch geführt haben.
Der Austausch der Scheibe liegt bei meinem Landcruiser bei ca. 120 Euro. Wobei es keine Original Toyota Scheibe ist.
Herzliche Grüsse
Chrigu
zebra.reisen: Individuelle und Begleitete Selbstfahrerreisen, Kleingruppenreisen und Reiseberatung
Satellitentelefon: Satellitentelefon für die weltweite Nutzung
Reiseplanung / Reiseberatung: Besprechung per Videokonferenz
Der Zebra Shop: Karten, Bücher und Infos für das südliche Afrika
Erlebnisse: Einige unserer Reiseerlebnisse aus Namibia, Botswana und Sambia
Topobär5'479 Beiträge · seit 200906. Juni 2018 · #7Ich habe noch nie eine Reifen- und Scheibenversicherung abgeschlossen. Das rechnet sich vorn und hinten nicht. Das Risiko ist überschaubar und kalkulierbar. Man muss nicht mit einem finanziell bedrohlichen Schaden rechnen.
Da man ja auch mit einem Sprung in der Scheibe weiterfährt, besteht maximal das Risiko eine neue Scheibe zu bezahlen. Die kostet in Namibia deutlich weniger als in Deutschland. Im Schnitt um die 200€. Bei Reifenschäden lassen sich die meisten für rund 10€ reparieren. Ein neuer Reifen kostet um die 150€.
Bei dem genannten Preis von 520€ könnt Ihr ja selbst ausrechnen, wie viel Ihr da auf einer Reise kaputt fahren müsst; 2 Reifen und eine Windschutzscheibe.
Auf all meinen Reisen in Afrika musste ich bislang eine Windschutzscheibe ersetzen, obwohl ich bekanntermaßen ordentlich Kilometer auf anspruchsvollen Strecken zurücklege.
giraffenmog649 Beiträge · seit 200706. Juni 2018 · #8Versicherungen werden nicht angeboten, weil man den Touris etwas Gutes tun will, sondern um damit Geld zu verdienen. Damit dürfte klar sein, dass man beim Abschluss einer Versicherung mehr zählt, als man im Mittel für so einen Schaden zahlen müsste, wenn man investieren lassen muss.
Das Risiko wird über alle Versicherungsnutzer geteilt - dass heisst allerdings nicht, dass man im Schadensfall mit Versicherung billiger weg kommt. In diesem Fall, bei cirka 100 - 150 € pro kaputter Scheibe scheint das nicht der Fall zu sein.
Aber: Wer hat in seiner Urlaubsplanung schon ein bis zwei Tage Werkstattaufenthalt eingerechnet? Und: Als Touri kennt man die Werkstätten im Urlaubsland nicht. Die muss auch erst einmal gesucht und gefunden werden. Stellt man den Wagen dort ab, braucht man eine anderes Auto, um nicht in der Werkstatt übernachten zu müssen. Diesen Aufwand sollte man auch bezlffern und auf die Kosten der neuen Scheibe hinzu rechnen.
Natürlich kann man den Wagen mit defekter Scheibe auch beim Vermieter abgeben " Da, mach mal - ich bezahle das dann." Wer schon mal einen Leihwagen mit leeren Tank abgegeben hat weiss, dass man dann aber nicht mit den marktüblichen Kosten rechnen sollte...
Es läuft immer darauf hinaus: Gehe ich das Risiko ein und bezahle gar nichts? Sind mir die vorher bekannten Kosten für die Versicherung sympathischer? Oder lasse ich mich im Schadensfall von Reparaturkosten - zumeist negativ! - überraschen? Jeder sieht das anders.....
fiedlix548 Beiträge · seit 201606. Juni 2018 · #9Guten Morgen,
wir hatten letztes Jahr bei Safari Car rental die reduzierte Kaution gebucht, sprich pro Tag 22€ oder so mehr bezahlt um diverse Versicherungen zu haben. Die Kaution betrug dann nur noch 100€.
Leider schmetterte uns ein Überholer einen Stein auf die Scheibe. Auf die ersten zwei Blicke war nix zu sehen, aber auf dem dritten Blick hieß es, die Scheib sei hin und muss ersetzt werden.
Ich nahm an mit der erhöhten Tagesrate (das waren ja auf die 20 Tage über 400€) sei dies abgedeckt, aber leider war dem nicht so. Die Kaution wurde dann auch noch einbehalten. Von daher frage ich mich, was diese Versicherungen wirklich bringen und ob man diese braucht.
Viele Grüße
Elke
Menschen, mit denen man lachen und weinen kann, sind die Menschen, die das Leben ausmachen.
Topobär5'479 Beiträge · seit 200906. Juni 2018 · #10@Giraffenmog:
Ich glaube, Du hast eine falsche Vorstellung davon, was die Versicherung leistet.
Die Versicherung bewahrt Dich weder vor einem Werkstattaufendhalt, noch sagt sie Dir, wo eine Werkstatt zu finden ist, noch stellt bzw. zahlt sie einen Ersatzwagen.
In der Praxis sieht es so aus, dass so aus, dass man bei Beschädigung der Scheibe bis zum Ende der Reise mit beschädigter Scheibe unterwegs ist, wenn man kein Bock auf einen Werkstattaufenthalt hat und den Wagen dann mit defekter Scheibe zurück gibt. Das ist in Namibia absolut üblich. Ich kenne niemanden, der unterwegs seine Scheibe austauschen lies, sofern diese nicht vollkommen zerstört war.
Beim Reifen besorgt man sich beim nächsten Händler einen neuen und gut ist.
Die Versicherung übernimmt lediglich im Nachgang die Kosten für die Scheibe bzw. den Reifen.
dergnagflow2'534 Beiträge · seit 200706. Juni 2018 · #11Topobär schrieb:Ein neuer Reifen kostet um die 150€.
Hängt stark vom Reifen und der Location ab.
Ich hab für einen neuen All-Terrain Reifen für den Hilux Off-Road von Savannah in Opuwo
300 Euro 3000 Namibia Dollar bezahlt.
Hatte aber eine Scheiben- und Reifenversicherung. Angesichts der Tatsache, dass auf dem Crowthers Trail noch ein Reifen den Geist aufgegeben hat, war das heuer eine gute Entscheidung.
lg
Wolfgang