kaiserschmarrnThemenstarter24 Beiträge · seit 201429. Apr. 2018 · #1
Liebe Fomis,
Es geht um "komische Träume" nach Malarone Prophylaxe.
Ich hab zwar im Forum schon gesucht, aber leider dazu noch nichts gefunden.
Wir (meine Frau und ich) waren 4 Wochen im März/April 2018 in Namibia und Botswana. Jetzt sind wir rd. 3 Wochen zurück und bin immer noch geplagt mit den komischen Träumen. Ich nehme an mehren von euch sind die Nebenwirkungen von Malarone (wie es auch im Beipackzettel steht) bekannt. Laut Auskunft des Tropeninstituts in München, sollten die Nebenwirkungen und damit auch die Träume nach einigen Tagen nach dem Absetzen der Malarone Prophylaxe aufhören. Leider ist das nicht der Fall und ich träume jede Nacht irgendeinen Msit.
Wir waren auch bereits in 2016 für 4 Wochen in Namibia und Botswana und haben auch damals Malarone eingenommen und hatte auch nach dem Urlaub ohne Malarone noch mehr als ein Jahr diese komischen Träume. Es sind zwar keine furchtbaren Albträume, sonst aber jeder Scheiß an Träumen. Es sind keine Träume mit Urlaubseindrücken, auch nichts was mich sonst belasten würde. Einfach nur Mist.
Kennst da jemand auch oder hat jemand einen Tip was man dagegen tun kann. Bin für Tipps und Hilfe dankbar. Sollte es dazu im Forum schon was geben, gerne auch die links dazu.
wir haben auch schon zweimal etwa drei Wochen Malarone zur Prophylaxe genommen. Wir konnten eine solche Wirkung nicht feststellen, weder während der Einnahme noch danach. Aber das heißt natürlich nichts!
Ich schreibe deshalb weil ich ganz unabhängig von einer Prophylaxe eigentlich in jedem Urlaub diese "komische" Träume habe. Ich denke, dass hat einfach mit den vielen neuen Eindrücken auf einer solchen Reise zu tun. Auch einige Zeit nach dem Urlaub noch. Das scheint also nicht ganz ungewöhnlich zu sein.
Gruß, Christian
kaiserschmarrnThemenstarter24 Beiträge · seit 201429. Apr. 2018 · #3
Danke Christian,
das Dachte ich Anfangs auch, das das mit den Eindrücken zu tun hat. Jetzt war ich aber schon das 4. mal dort und hatte auch vorher schon andere Beeindruckende Urlaube. Bei mir hat das irgendwie mit dem Malarone angefangen, zumindest kann ich mir es im Moment nicht anders erklären. Vielleicht bekommen wir von anderen noch weitere Tipps und Eindrücke.
Übrigens. Ich will hier keine Angst vor Malarone machen. Ich würde da wieder nehmen, wenn es sich zum Schutz - insbes. während der Regenzeit - notwendig ist.
michi1111192 Beiträge · seit 200829. Apr. 2018 · #4
Hi zusammen,
na das wird schon das Medikament sein. War bei uns auch so, meine Frau hatte noch eine Weile nach Absetzen damit zu tun. Aber wie lange weiß ich auch nicht mehr, ist schon Jahre her. Sind seitdem auch nur auf Standby gewechselt, nicht mehr prophylaktisch. Aber die Meinungen sind halt verschieden, wurde auch schon ausführlich hier diskutiert..
"Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit - aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher." (Einstein)
binca751'567 Beiträge · seit 201529. Apr. 2018 · #5
Hallo Toni, wir waren letztes Jahr im Caprivi und haben 18 Tage Malarone eingenommen. Nach ein paar Tagen stellten sich bei mir sehr lebhafte Träume ein. Der Rest meiner Familie, mein Mann und auch unsere beiden achtjährigen Jungs, haben dagegen nichts ungewöhnliches an sich bemerkt. Ich war froh, dass ich vorher darüber informiert war, dass M. diese Nebenwirkung haben kann. Es war schon ein sehr seltsames Gefühl. Nach Absetzen des Medikamentes verschwanden bei mir aber auch sofort die Träume... Ich würde vielleicht mal beim Arzt nachfragen...? Gruß Bianca PS: Wünsche dir schnell wieder ruhige und traumlose Nächte... Das ist schon unangenehm...
BikeAfrica7'296 Beiträge · seit 200629. Apr. 2018 · #6
binca75 schrieb: wir waren letztes Jahr im Caprivi und haben 18 Tage Malarone eingenommen. Nach ein paar Tagen stellten sich bei mir sehr lebhafte Träume ein.
... eingenommen? Malarone musst Du doch wie Zäpfchen einführen. Kein Wunder, dass da seltsame Träume auftreten. 😉
Kleiner Scherz. Ich bin überrascht, dass sich so viele Leute mit Problemen melden. Ich habe Malarone schon häufig genommen, wenn ich in Ländern ohne vernünftige medizinische Versorgung bereist habe und bis zu sieben Wochen am Stück. Ich habe da noch nicht einmal irgendeine Kleinigkeit wahrnehmen können.
Gruß Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
Auch wir hatten schon des öfteren Malarone eingenommen, vorallem wenn wir über längere Zeit in Feuchtgebieten unterwegs waren. & nie hatten wir damit Probleme. Was mir mit Malerone bekannt ist & ich schon des öferern gehört habe, dass es oft mit Schlaflosigkeit & Paranoia verbunden ist. Ich würde sicherheitshalber beim Hausarzt oder beim Tropeninstitut nachfragen. Gruss Margrit
Ich kenne die beschriebenen Nebenwirkungen sehr gut. Ich hatte vor einigen Jahren Malarone eingenommen, als ich in Uganda war. Kurz nach Beginn der Einnahme hatte ich Nachts ziemlich unangenehme/anstrengende (Alp-)Träume. Ich habe dann nach ein paar Tagen die Einnahme deswegen abgebrochen. Schon ein Tag später waren die (Alp-)Träume komplett weg. Andere Nebenwirkungen (außer den Träumen) habe ich übrigens nicht gemerkt.
Wenn ich es irgendwie vermeiden kann werde ich das Zeug nicht mehr nehmen.
Selstam finde ich, dass es bei Dir auch nach Absetzten des Medikamentes noch so lange nachwirkt.
Gruß
Boris
XYXynxNet145 Beiträge · seit 201729. Apr. 2018 · #9
Bist du dir sicher, dass du Malarone und nicht Lariam mitgenommen hast? Ich kenne diese Nebenwirkungen nur von Lariam.
ANNICK8'054 Beiträge · seit 200829. Apr. 2018 · #10
Hallo Toni,
Ich habe schon viele verschiedene Malaria Prophylaxe Tabletten genommen...... 😎
Leider habe ich immer über schwere Nebenwirkungen gelitten. Entweder Depressionen oder Alpträume....... 😣
Seit 6 Jahren, I cross fingers, nehme ich keine Prophylaxe mehr...... 😗
binca751'567 Beiträge · seit 201529. Apr. 2018 · #11
Hallo Wolfgang,
bei uns in der Familie war auch nur ich die "Traum-Geplagte", alle anderen haben wunderbar traumlos geschlafen. 😗 Es war aber tatsächlich so, dass ich wirklich jede Nacht irgendeinen komischen Kram geträumt habe und ich morgens mit dem Gedanken an den Traum wach wurde. Dabei schlafe ich sonst eigentlich recht "traumlos". Habe das Medikament allerdings brav durchgenommen. Direkt mit dem Absetzen waren bei mir die Träume allerdings auch weg... LG Bianca
BEbeate1'450 Beiträge · seit 200630. Apr. 2018 · #12
Also solche "komischen Träume" hatte ich vor vielen Jahren mal, als es noch kein Malarone gab und Lariam die einzige Alternative war. Mit Malarone haben weder mein Mann noch ich irgendwelche Probleme, auch nach ca. 7 oder 8 Reisen nicht.
Beate
BikeAfrica7'296 Beiträge · seit 200630. Apr. 2018 · #13
binca75 schrieb: bei uns in der Familie war auch nur ich die "Traum-Geplagte", alle anderen haben wunderbar traumlos geschlafen. 😗
... vielleicht lag das auch daran, dass Du Dir als Mutter viel mehr Gedanken gemacht hast als die anderen. Im Schlaf wurde das dann in Träumen verarbeitet. Deine Kinder wissen eh nicht, was Malaria ist und sind unbekümmert und Dein Mann weiß es zwar, macht sich aber wahrscheinlich keine Sorgen.
Gruß Wolfgang
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kaiserschmarrnThemenstarter24 Beiträge · seit 201406. Mai 2018 · #14
Vielen Dank für eure zahlreichen Antworten.
Auch dem Tropeninstitut ist die lange Nachwirkung mit den komischen Träumen bei Malarone nicht ganz unbekannt. Wohl sehr selten und eine Idee oder Lösung wie man das wegkriegt hat das Tropeninstitut heute auch noch nicht (totz auch recherche in Ärzteforen), obwohl die beratende Ärztin sehr bemüht ist und sie nicht zu irgendwelchen Psychopharmaka rät um das zu unterdrücken.
Auf Rat und Rücksprache mit einer versierten Apothekerin, hab ich nun noch einiges erfahren. Es kann wohl vorkommen, dass sich der Wirkstoff an Körperstellen etwas einlagert, z.B. auch in Fettgewebe und somit diese Nebenwirkungen länger nachhalten. Jetzt hoff ich mal, das das bei meinen rd. 85 Kilo nicht ewig der Fall ist. Das gibt es auch wohl nicht so selten bei Narkosepatienten die Fälle, dass Norkosewirkstoffe länger als gewünscht nachwirken was auch Verwirrungen im Körper anstiften kann.
Es gibt nun pflanzliche Mittel, die das "Ausschwemmen" von bestimmten Medikamenten Wirkstoffen unterstützen und beschleunigen. Das wird auch bei Narkose Nachwirkungen gemacht. Das werde ich demnächst ausprobieren.
freshy3'883 Beiträge · seit 201106. Mai 2018 · #15
kaiserschmarrn schrieb: Es gibt nun pflanzliche Mittel, die das "Ausschwemmen" von bestimmten Medikamenten Wirkstoffen unterstützen und beschleunigen. Das wird auch bei Narkose Nachwirkungen gemacht. Das werde ich demnächst ausprobieren.
Hat dazu von euch einer irgendeine Erfahrung?
Hallo Toni, bist du sicher, dass du die Frage im richtigen Forum stellst? Das ist hier ein Reiseforum und keine Apotheke. Wir sind doch keine Fachleute und du kannst dich nicht darauf verlassen, dass die Antworten eine fachliche Qualität haben. Ich wäre da vorsichtig. Warum probierst du nicht einfach aus und siehst dann, wie das pflanzliche Mittel wirkt? Im übrigen wundere ich mich, dass der Forumsbetreiber nicht schon längst eingeschritten ist.
kaiserschmarrnThemenstarter24 Beiträge · seit 201406. Mai 2018 · #16
... ich will ja keinen Angst machen und bin auch kein Apotheker. Das beste ist doch, dass alle kein Problem damit haben und Malarone als Prophylaxe dann wohl passt.
Was ist falsch an meiner Frage hier in diesem Forum bei so vielen Reise Erfahrenen.
BikeAfrica7'296 Beiträge · seit 200606. Mai 2018 · #17
freshy schrieb: Im übrigen wundere ich mich, dass der Forumsbetreiber nicht schon längst eingeschritten ist.
... warum das denn? Hier geht es nicht um Fragen, für die man einen Arzt aufsuchen sollte bzw. hat der Threaderöffner das ja bereits sogar getan. Es geht um Probleme mit einem Medikament, welches viele Reisenden einnehmen und die Erfahrungen damit.
Gruß Wolfgang
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POpolepole1 Beiträge · seit 201826. Juli 2018 · #18
Hallo Forum, ich habe in mehreren Ländern Afrikas gearbeitet mit Familie (2 Kleinkinder). Meine persönlichen Erfahrungen sind folgende. Malaria Tropica ist für Alleinreisende lebensgefährlich, da sie zu Übelkeit führen kann(Medikamente werden wieder ausgekotzt), deshalb wird dann auch Chinin intravenös gegeben. Malarone/ Lariam als Prophylaxe: Ich kenne zwei Fälle persönlich bei denen es zu schweren Depressionen geführt hat. Aber sie vergingen auch wieder. Ich bin dieses Jahr wieder mit meinen nun erwachsenen Kindern nach Tanzania/Zanzibar gereist. Sie wollten beide von mir wissen, was sie tun sollen. Sie mussten selbst entscheiden. Letztendlich lief es darauf hinaus: Meine Kinder : keine Prophylaxe, Repellent und Malarone im Handgepäck Selbst: kein Repellent(nicht benutzt), nur Malarone im Gepäck. Impfungen habe ich alle durch, durch meinen Auslandsaufenthalt. Selbst hatte ich noch nie Malaria. Meine Kinder schon, im Kleinkindalter. Medikamente wurden vor Ort gekauft. Was immer gut war: Objektträger und einen Pikser zur Blutentnahme. Wenn jemand Malaria hat ist der Transport zum Arzt manchmal zuviel. IN Asien nehme ich immer Repellent, hier hat mich schon Dengue erwischt.
Jeder muss selbst entscheiden, es gibt nicht DEN richtigen Weg. Und "shit happens"
Ach ja, Malarone behalte ich auch nach der Reise, als Vorsichtsmaßnahme, Malariauntersuchungen sind nicht immer eindeutig, auch in D nicht
Meine Anmerkungen sehe ich nicht als Anweisungen. Bitte selbst informieren!
BEbeate1'450 Beiträge · seit 200626. Juli 2018 · #19
Nur sollte man nun wirklich nicht Malarone und Lariam in den selben Topf werfen und im selben Satz bewerten. Das sind zwei völlig verschiedene Inhaltsstoffe, die auch völlig verschiedene Nebenwirkungen (oder auch keine) haben. Von Lariam ist bekannt, dass die Nebenwirkungen Depressionen sein kann oder auch Alpträume. Hatte ich auch. Deshalb nehme ich es auch nicht mehr. Dagegen hat Malarone kaum Nebenwirkungen, bei mir z.B.gar keine. Von Depressionen bei Malarone sagt nach meiner Information die medizinische Literatur nichts.
Beate
DRDreamliner90 Beiträge · seit 201826. Juli 2018 · #20
Hallo,
beate schrieb:Dagegen hat Malarone kaum Nebenwirkungen, bei mir z.B.gar keine. Von Depressionen bei Malarone sagt nach meiner Information die medizinische Literatur nichts.
Ehrlich: Wie kann man offensichtlich noch nicht mal einen Beipackzettel gelesen haben, der ausnahmslos jeder Packung Malarone beiliegt und dann die Behauptung aufstellen, dass die "medizinische Literatur" zu Malarone nichts über Depressionen sagt? Wenn man keine Ahnung hat, dann muss man doch nichts zu einem Thema schreiben?
Im Beipackzettel zu Malarone (siehe Anhang) steht, dass bis zu 10% der Anwender u.a. folgende Nebenwirkungen erleiden: - Schlaflosigkeit - Seltsame Träume - Depressionen - Schwindel - allergische Reaktionen Wie kann man da schreiben, dass die medizinische Literatur bei Malarone nichts zu Depressionen sagt? Der Beipackzettel wurde auch nicht ausgewürfelt, sondern ist das Ergebnis klinischer Studien und spiegelt somit den Stand der medizinischen Literatur.
Mehr als 10% der Malarone-Anwender erleiden übrigens: - Übelkeit - Erbrechen - Durchfall - Kopfschmerzen
Lariam hat bei Vielen das Image von Teufelszeugs und Malarone gilt als so (un)gefährlich wie eine Vitamin-Brausetablette. Mit der Realität hat beides nicht viel zu tun. Zu allem gibt es heute Statistiken. Rechtzeitig diagnostiziert und behandelt ist eine Malaria statistisch nicht gefährlicher als eine Grippe. Dauerhafte Schäden und der Tod drohen, wenn Malaria nicht rechtzeitig behandelt wird. Die Schlüsse daraus mag jeder selbst ziehen.