Botswanas Beasts & Beauty im April

Reisebericht 342 Antworten · 51,8k Aufrufe · gestartet 18. Apr. 2018 von Rehema
Themenstarter546 Beiträge · seit 201806. Sept. 2018 ·
Nach Chrigus Meldung, dass Bilder hochladen wieder funktioniert, hier also der nächste Versuch:

Sonntag 08.04.2018 South Gate, Khwai und Mankwe –Irrfahrten- Fortsetzung die X. ….

Der Rest des Tages verläuft nun tatsächlich recht unspektakulär! Von South Gate fahren wir die uns durch die Anfahrt bekannte Straße erst mal wieder zurück Richtung Maun.

Diese Strecke ist auch diesmal wieder recht tierreich – wir sehen Impalas, Zebras und auch einige Elefanten.
Zwischendurch auch mal einige Vogelstrauße. Insgesamt nichts, was uns vom Hocker haut – und Zeit zum Anhalten und Bilder machen haben wir nicht mehr wirklich, denn wir möchten doch gerne vor Sonnenuntergang ankommen, und sehr schnell kommt man auf dieser ausgefahrenen, von tiefen Mulden durchsetzten Straße nicht vorwärts. Deshalb fällt die Bebilderung hier auch etwas spärlich aus. Aber es tut uns gut, endlich nicht nur Straße (mit oder ohne Wasser) und Büsche zu sehen!!!

Mankwe-Hornbill.jpg


Mankwe-Zebra.jpg


Mankwe-Ostrich.jpg


Ich mogele jetzt etwas, damit hier mal wieder einige schöne Bilder rein kommen. Die meisten davon sind nicht von dieser Strecke – evtl. fällt es Euch auf. Aber zum einen HABEN wir da wirklich Tiere gesehen (sie nur nicht fotografiert), zum anderen kann man sich auch ruhig an einem solchem Tag ins Gedächtnis rufen, wie vielfältig unsere Reise bisher dennoch gewesen ist:

Mankwe-Impala.jpg


Mankwe-Squirrel.jpg


Mankwe-Giraffe2.jpg


Mankwe-Giraffe.jpg


Ich habe soeben mal wieder in Tabeas Statistik-Buch geschaut. Denn das wird wirklich bis zum Ende der Reise geführt – zwar nicht „fein säuberlich“ 😊 🙄 , aber doch hilfreich 😏 :

Mankwe-Statistik.jpg


Und siehe da: manche Wahrnehmung trügt wohl – denn wir haben an diesem 08.05.2018 doch tatsächlich MINDESTENS (weil nicht alles notiert) folgendes gesehen:
Frankolin: 28
Monkey: 3
Hornbill: 23
Squirrels: 16
Zebra: 13
Waterbuck: 3
Male Impala: 19
Dik-Dik: 2
Comb Duck: 8
Giraffe: 9
Eagle: 1
Elephant: 16
Male Ostrich: 2
Female Ostrich: 2
Langeweile und Zeichnungen: diverse

Mankwe-Impala1.jpg


Mankwe-Impala2.jpg


Mankwe-Impala3.jpg


Zur allgemeinen Ermunterung ziehe ich unterwegs noch das letzte Stück deutsche Salami hervor (das uns jemand nach Malawi mitgebracht hatte), was allgemeine Begeisterung auslöst! 🤩 Und in der Not schmeckt die Wurst bekanntlich auch ohne Brot!!! Und heute ist definitiv eine Not! (wenn auch keine Hungersnot… so kann Salami auch mal Abhilfe bei Frust schaffen!).
Es ist doch gut, wenn Mama immer noch ein paar Trümpfe parat hat….. 😎

Auf der Hauptstraße zwischen Maun und Mababe angekommen biegen wir nach links ab. Hier ist die Piste sehr breit und gut zu fahren! Kurz vor Mankwe hören wir eine Elefantenherde tröten, bekommen sie aber nicht zu Gesicht. Weit können sie jedoch nicht sein!?

Elef3-2.jpg


Der Abzweig zur Mankwe Lodge ist eindeutig gekennzeichnet – nun geht es noch ein ganzes Stück weit einen kleinen ziemlich sandigen Weg ins Gebüsch, und dann heißt es endlich: doch noch angekommen!

Mankwe-Ankunft.jpg
Gelebt in Malawi, Tanzania und Kenya Reiseberichte: Botswana April 2018: https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/295264-botswanas-beasts-beauty-im-april.html Malawi 2015-2018: https://www.namibia-forum.ch/forum/154-diverses/297418-kleinode-in-malawi.html Tanzania - Tarangire April 2020: https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/299356-tansania-pulsiert-trotz-corona.html?start=0
zuletzt bearbeitet 15. Sept. 2018
Themenstarter546 Beiträge · seit 201806. Sept. 2018 ·
Mankwe Lodge - Camping Platz:

Wir scheinen die einzigen Gäste zu sein – werden aber recht freundlich begrüßt. Während Volker In einem großen Zelt, das als Reception dient, einige Formulare ausfüllt, spaziere ich mal zwischen den kleinen, recht hübsch gebauten Hütten herum. Wenn Mankwe so schlecht bewertet wird, will ich mich doch wenigstens mal umschauen und mir eine Meinung bilden:

Also, die Anlage an sich gefällt mir und den Kindern eigentlich recht gut. Es ist im Busch gelegen, macht einen rustikalen, aber sauberen Eindruck. Das entspricht uns erst mal (ich mag pompöse Lodges nicht). Die kleinen 2-Bett-Hütten sind recht neu gebaut und blicken in eine etwas lichtere Ebene. Der einst abgebrannte kleine Pool ist wieder hergerichtet, und dazwischen schlängeln sich hübsche, von Solarlampen gesäumte kleine Schotterwege. So auf den ersten Blick kann ich nicht meckern. Jedoch kann ich weiter nichts zu der Lodge sagen, da wir dort ja auch keinerlei Essen zu uns genommen haben.

Dann werden wir zu unserem Campingplatz geschickt, der (wie zuvor auch von freshy bemerkt) ziemlich weit von der Lodge entfernt liegt. Man fährt den Sandweg wieder zur Hälfte zurück Richtung Straße (den Abzweig zu den Campingplätzen hatten wir vorher schon gesehen, mussten aber zur Anmeldung ja bis zur Lodge fahren).
Schlecht ist auch das auf den ersten Blick nicht: im Gebüsch tut sich ein größerer Sandplatz auf, in dessen Mitte einige größere, schlanke Bäume stehen. Ein Wassertank steht in einem Baum (man hatte uns gesagt, wir müssten dort den Hahn öffnen – und bei Verlassen des Camps bitte auch wieder schließen). An der Feuerstelle hat man uns eine ordentliche Portion Holz hingelegt.
Bald wird die Sonne uns verlassen, und so bauen wir flink Zelte auf!

Mankwe-Camp.jpg


Die Dusch- und Toilettenörtlichkeiten begeistern die Kinder anfangs: die Eimerdusche sieht abenteuerlustig aus – und entpuppt sich am Ende auch als „abenteuerlich“…. Im Bild hinten mit Planen abgehängt zu sehen)

Neben dem Waschbecken kriecht an der Wand eine hübsche grünliche dicke Raupe.
Erst später zu Hause dämmert mir: DAS war ein Mopane-Wurm!!! Und ich bereue, ihn nicht fotografiert zu haben!
Als ich das den Kindern sage, meint Benni: „Ja klar!!!! Wieso sind wir da nicht drauf gekommen!? Auch die Bäume dort hingen voll davon!“
Andrerseits bin ich nicht böse, dass uns das dort nicht klar geworden war – sonst hätte Joel sie in eine Tüte vom Baum geklaubt und einige Tage später hätten wir uns im Auto über einen penetranten Geruch gewundert…. 🤢 😵

Das Klo stinkt in einem Radius von mindestens 10 Metern, und zeigt die Hinterlassenschaften der letzten Camper…. 🤢 😣 Wir drehen den Hahn des Tanks auf, aber die Klospülung gibt nicht viel her. Ich fülle zwei bereit stehende Blecheimer mit Wasser und spüle kräftig nach und putze erst mal Klo. Nun kann man das Ganze wenigstens wieder benutzen.
Also – das sind gleich mal zwei Minuspunkte: dass man es nicht mal fertig bringt, für angemeldete Camper die Toiletten ordentlich bereit zu halten, nachdem die Angestellten nun wirklich gerade nicht unter Überlastung zu leiden haben….
Ich gönne mir noch schnell eine Eimerdusche – nachdem ich die Sackkonstruktion auf eine für mich passende Höhe gebracht und den Sack mit ordentlich Wasser gefüllt habe, funktioniert das Ganze auch einigermaßen – aber was ist denn mit dem Wasser los??? Ich fühle mich an, als hätte ich das gesamte Duschgel über mich gekippt – ekelig schmierig. Und salzig schmeckt es noch dazu! Nur mit viel Mühe kriege ich diese Schmiere wieder einigermaßen von meiner Haut. Aber ein klein bisschen erfrischt fühlt es sich trotzdem an!
Als die Kinder später duschen wollen, krampfen wir eine Weile herum, bis das Ding endlich auf einer für sie brauchbaren Höhe hängt, aber obwohl der Sack neu gefüllt ist, kommt irgendwie nur noch tröpfchenweise Wasser raus. Ich suche den Sack nach toten Spinnen oder Käfern ab 🤨 – vielleicht hat ja was das Ding verstopft? Kann aber nichts finden. Joel ist aber bereits von Kopf bis Fuß eingeschäumt! Ich kippe mehrere Eimer Wasser über ihn – er bleibt ein eingeseiftes Etwas 😄 , wir nehmen es mit Humor und benutzen hier erstmals zum Zähneputzen nicht das Wasser aus dem Hahn!!!
Auch zum Kochen der Nudeln verwende ich diesmal unser Trinkwasser aus den Kanistern. Bis morgen abend wird unser Vorrat sicher reichen.

Wir sind nicht unfröhlich – der Platz an sich gefällt uns. Die Abolutions haben wir einfach unter „ekelig“ abgehakt, aber die Feuerstelle lädt uns noch zu einem gemütlichen Abend ein. Die Kinder sammeln noch kleines Feuerholz – es liegt genug abgerissenes Trockenes im Gestrüpp. Es sieht aus, als wären hier regelmäßig Elefanten am Werk! Wir hören sie auch immer wieder in der Ferne.

Lange sitzen wir heute noch gemeinsam ums Feuer, schauen in die tanzenden Flammen, hören dem knisternd Geschichten erzählenden Feuerspiel zu und wagen kaum über unsere Hoffnungen und Befürchtungen für den morgigen Tag zu sprechen:
wir wollen in einem Rutsch über Savuti hoch zum Chobe – bei Kavimba habe ich im „Mwandi View“ eine Campsite gebucht. Einerseits freuen wir uns auf diese „legendäre“ Strecke – andererseits wissen wir nicht, was uns erwartet an Straßenbeschaffenheit. Und von dem heutigen Tag doch ziemlich desillusioniert fragen wir uns, ob es evtl. hauptsächlich ein langweiliger, langer Fahrtag werden wird?

Und was bleibt nun von diesem Tag?

Das Beste - da sind wir uns alle einig - war noch das Stecken-Bleiben!!! 🤩 🤩 🤩
Sowas sagt man aber nur, wenn alles gut ausgeht! Wenn’s Auto absäuft oder es „tierische“ Zwischenfälle gibt, sieht sowas sicher schon wieder anders aus….

Der Khwai - tja, vermutlich schlechte Reisezeit, da man bei dem vielen Wasser viele Weg nicht abfahren konnte. Ob wir nördlich des Khwai mehr gesehen hätten, bleibt zu bezweifeln, von dem was andere Camper uns so berichteten. Es würde mich allerdings wirklich reizen, diese Gegend nochmal in der Trockenzeit zu besuchen!

Was hätten wir anders machen können?
Eine bessere Wahl wäre gewesen, morgens gleich um 6 nicht zum Khwai hoch, sondern nochmal eine ausgiebige Schleife um die Black Pools zu fahren. Ich glaube, das wäre lohnenswert gewesen! Dann hätten wir einen schönen Abend-Drive um die Black Pools und einen schönen morgen-Drive dort hin gehabt. Wir hätten dann immer noch mittags am South Gate die Zelte abbauen und weiter fahren können. Hier wollten wir vermutlich einfach zu viel verschiedenes sehen.

Es liegt also, wie so oft im Leben, bei jedem selbst, wie man einen Tag abschließend beurteilt.

Man könnte diesen gesamten Tag wohl getrost als “Griff ins Klo“ bezeichnen.
Ich persönlich verbuche ihn lieber unter: „Lebenserfahrung“! 😉
Gelebt in Malawi, Tanzania und Kenya Reiseberichte: Botswana April 2018: https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/295264-botswanas-beasts-beauty-im-april.html Malawi 2015-2018: https://www.namibia-forum.ch/forum/154-diverses/297418-kleinode-in-malawi.html Tanzania - Tarangire April 2020: https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/299356-tansania-pulsiert-trotz-corona.html?start=0
zuletzt bearbeitet 06. Sept. 2018
8’057 Beiträge · seit 200806. Sept. 2018 ·
Hallo Antje,

Die Bilder mit dem springenden Impala finde ich echt genial!

Danke für's Mitnehmen
Annick
Südafrika 2014 http://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/281763-miam-miam-und-mamamia.html Namibia 2014 [http://namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/283810/-die-frenchies-in-namibia.html] Tansania 2015 [http://namibia-forum.ch/forum/158-diverses/285247-tansania-auf-jeden-fall-wieder.html] Uganda/Ruanda 2015 {http://namibia-forum.ch/forum/160-diverses/286948-uga,html} Tanzania 2016 {http://namibia-forum.ch/forum/158-diverses/288428-rei,html} Südafrika/Simbabwe 2016 {http://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/290185.html} Südafrika Garden Road 2018 {http://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/295032-the-garden-road-ein-bisschen-anders.html Malawi 2018{http://namibia-forum.ch/forum/154-diverses/296097-reisebericht-malawi-august-2018.html}
Themenstarter546 Beiträge · seit 201806. Sept. 2018 ·
Annick - die Bilder des springenden Impalas sind als einzige "richtig" gemogelt - denn sie stammen aus Malawi - genauer: Majete Park, am Shire-Fluß Ufer, wo wir kurz nach Botswana bzw. vor unserer Reise nach Deutschland noch einen Familien-Abschluss-Tag gemacht haben. Ich habe mir erlaubt, sie hier rein zu nehmen, weil ich Euch nicht noch länger mit Bildern von Straßen und unserem Landcruiser anöden wollte... Und da wir and diesem Tag durchaus Impalas gesehen hatten (nur sie nicht fotografiert haben), habe ich mal in meiner "Bilder-Kiste" gestöbert.
Ich hoffe, das stößt jetzt nicht sauer auf - aber ich hab ja gleich dazu geschrieben, dass ich diese paar Bilder von anderen Orten zusammengeklaubt habe..... (wobei die meisten aus dem Moremi sind, und die weiteren von anderen Botswana-Orten dieser Reise)

Ansonsten gehören in diesem Bericht alle Bilder auch da hin, wo sie stehen.
So, das kurz zur vervollständigenden Erläuterung.
Und jetzt muss ich noch lesen, w as Du weiter von Malawi geschrieben hast, nachdem Deine Bilder sich nun auch wieder einstellen ließen! 🙂
Gruß,
Antje
Gelebt in Malawi, Tanzania und Kenya Reiseberichte: Botswana April 2018: https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/295264-botswanas-beasts-beauty-im-april.html Malawi 2015-2018: https://www.namibia-forum.ch/forum/154-diverses/297418-kleinode-in-malawi.html Tanzania - Tarangire April 2020: https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/299356-tansania-pulsiert-trotz-corona.html?start=0
1’055 Beiträge · seit 201607. Sept. 2018 ·
Hallo Antje ,
diese Bilder mit dem springenden Impala sind supertoll. Ist egal , wo sie aufgenommen wurden - auf jeden Fall in Afrika . Und du hast es ja vorher angekündigt . Mir ist bei unseren Bildern auch aufgefallen , daß wir manchmal garkeine gemacht haben 😄 😄 😄
Was will man auch den 100 Elefanten ablichten , wenn man doch schon 99 hat .

LG Conny
Namibia zum 1. Elefantenrunde Abschied für immer Auf neuen Wegen ins Kaokoveld (hummeldumm?") [url//namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/306123-der-kreis-hat-sich-geschlossen-bot-nam.
Themenstarter546 Beiträge · seit 201808. Sept. 2018 ·
Also Antje, Literaturwissenschaftler nennen das, was Du hier betreibst, euphemistisch " retardierendes Moment". Ich nenne es schlicht Cliffhänger
Liebe Friederike - nun gebe ich mir alle Mühe, das retardierende Moment etwas zu beschleunigen und den langweiligen Tag weit hinter uns zu lassen! 😛
Lillytrotter, Matthias und Ingrid - wie schön, dass Ihr auch noch weiter mit fahrt! Bei dem derzeitigen Angebot an schönen Reiseberichten ja nicht selbstverständlich, dass Ihr Euch nach meiner langen Pause nochmal mit einhängt!
Und Conny:
Mir ist bei unseren Bildern auch aufgefallen , daß wir manchmal gar keine gemacht haben. Was will man auch den 100 Elefanten ablichten, wenn man doch schon 99 hat .
Danke für Dein Lob an die springenden (malawischen) Impalabilder. Und mit den Fotos: manchmal möchte ich auch einfach den Moment genießen, und nicht immer mit der Kamera beschäftigt sein! 😐
Also, weiter geht's wieder zurück nach Norden!
Gelebt in Malawi, Tanzania und Kenya Reiseberichte: Botswana April 2018: https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/295264-botswanas-beasts-beauty-im-april.html Malawi 2015-2018: https://www.namibia-forum.ch/forum/154-diverses/297418-kleinode-in-malawi.html Tanzania - Tarangire April 2020: https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/299356-tansania-pulsiert-trotz-corona.html?start=0
Themenstarter546 Beiträge · seit 201808. Sept. 2018 ·
Montag, 09.05.2018:
Von Mankwe Camp über Savuti nach Kavimba (Mwandi View an den Linyati Flood plains):

Untertitel: Es müssen nicht immer Löwen sein.....

Wir stehen mit Morgengrauen auf und haben alle wieder neuen „Safari-Entdeckergeist“ in den Gliedern! So schnell lassen wir uns das nicht einfach verderben!!! 😛
Und: wir werden heute auch tatsächlich dafür „belohnt“!

In der Nacht hatten wir Besuch einer größeren Elefantenherde – möglicherweise die, die wir am Abend gehört hatten? Jedenfalls war ich öfters wach gelegen und hatte dem Knacksen in den Büschen und Bäumen um uns herum gelauscht. Immer wieder fasziniert mich das leise, dumpfe Geräusch, wenn diese Riesen sanft ihre Füße auf den Boden setzen!
Ab und zu halte ich die Luft an – denn die grauen Freunde sind SEHR nah neben unseren Zelten, und ich hoffe inständig, dass sie nicht Äste über den Zelten abbrechen (im Ruaha-Park in Tanzania landete einmal ein dicker Ast mit einem lauten RUMS auf unserer Blechhütte - glücklicherweise nicht Zelte…). Oder dass eins der Kinder gerade dringend aufs Klo muss….

Ich krieche also morgens aus dem Zelt um mal nach „Beweisen“ zu schauen – denn ich bin meist die einzige, die nächtlichen Wildtierbesuch wahrnimmt, und alle meine Familienmitglieder meinen dann immer mit einem mitleidigen Lächeln, dass ich eine tolle Phantasie oder lebhafte Träume hätte! 😵
Dabei sieht die Wahrheit ganz anders aus: alle anderen sind mit einem viel besseren Schlaf gesegnet als ich! Warum versteht mich denn keiner??? 😮
Vor vielen Jahren – da war ich mal mit meinem Mann und meinem jüngeren Bruder in Kenya unterwegs – hatte ich nachts im Tsavo eine wirklich schlaflose Nacht, weil die Dickhäuter um das kleine Zelt herum sämtliche Bäume abzureißen drohten! Ich traute mich kaum, zu atmen – so viel Schiß hatte ich…. Aber die Herren in meinem Zelt schien das alles nicht zu stören.
Am nächsten morgen darauf angesprochen fragt mein Mann nur verschlafen: „Welche Elefanten?“, und mein Bruder meint mega relaxed dazu nur: „Ooch – ich hab die auch gehört. Und mich umgedreht und gut weitergeschlafen!“ 😠
Grrrrr! Warum kann ICH weder das eine noch das andere??? 😈 😈

Ah – aber OH Wunder! Diesmal kriege ich sogar Unterstützung von meinem Mann, der sie auch neben den Zelten gehört haben will! Und den Kindern kann ich immerhin die Fußabdrücke im Sandweg rund um die Zelte zeigen!

Die beschweren sich nun, dass ich sie demnächst wecken soll, wenn nachts Tiere da sind. Ja – wozu das denn? Damit sie mal aus dem Zelt gucken und Guten Tag sagen können???

Wir verfolgen also gemeinsam die vielen Fußstapfen, und Tabea hat ihren Spaß daran, mal ihren zarten Fuß mit dem unserer grauen Freunde zu vergleichen:

Mankwe-fuß.jpg


Papa zeigt den Kindern noch, wie man aus der letzten übriggebliebenen Glut nochmal ein ordentliches Feuer wiederbeleben kann (ich meine, es ist ja sooo kalt hier, dass wir dringend heizen müssen….). Aber alle Pyromanen kommen damit nochmal auf ihre Kosten, während ich mir meinen Kaffee koche:

Mankwe-Kaffee.jpg


Wir schlabbern noch alle ein Schälchen Müsli (Brot gibt es erst wieder ab Kasane), packen die Zelte ein, hinterlassen die wunderhübschen Abolutions in besserem Zustand 😉 als angetroffen 🤢 und drehen auch noch wie gebeten den Hahn des Wassertankes wieder zu. Vielleicht geben die Camper nach uns dem Mankwe dann einen Stern mehr als wir….

Bald brettern wir wieder auf der Sandpiste Richtung Mababe gen Norden. Aber wir sind aufmerksam genug, um wegen der Straßenüberquerung eines anderen kleinen Verkehrsteilnehmers anzuhalten und uns an diesem so ganz anderen Tier zu erfreuen:

Mankwe-Mababe-Schildkröte.jpg


Die Kinder haben ihre helle Freude daran, und wollen gar nicht weiter fahren! Herrlich! Ich freue mich immer wieder darüber, dass sie sich an jedem Lebewesen, egal welcher Art, so ergötzen können!
Und als wir wieder ins Auto steigen, werden die Bestimmungsbücher wieder hervorgezogen und das hübsche Exemplar einstimmig als „Stigmochelys pardalis“ identifiziert!

Bald begleiten uns auch wieder Hornbills und Roller, und zwischendurch auch mal zwei Adler.

Mankwe-Mababe-Adler.jpg


Benni ist etwas unzufrieden, dass er ihn nicht schärfer eingefangen bekommt – aber ich finde es gar nicht so schlecht!

Nach ich weiß nicht wieviel Fahrzeit ist unsere sonst so trockene Sandpiste plötzlich von einem weiten Wasserlauf unterbrochen.

Mankwe-Mababe11.jpg


Nach rechts geht eine Detour – aber die endet auch im Wasser! Während wir noch überlegen, was wir tun, kommt aus der Detour ein Laster angefahren. Also fahren wir mal dort rein – aber sehr überzeugend sieht das nicht gerade aus.

Mankwe-Mababe1.jpg


Fast übersehen hätten wir, dass zur Linken auch noch eine Herde Elefanten plantscht!

Mankwe-Mababe2.jpg


Mankwe-Mababe3.jpg


Während ich die Elefanten im Blick behalte, läuft Volker den potentiellen Weg ab. Aber wir sind beide skeptisch – auch wenn da ein Laster durch fuhr – irgendwie kommt uns das alles nicht mehr richtig vor. Bis vor kurzem waren uns noch Autos entgegen gekommen. Nun ist schon seit längerem (außer diesem Laster) nichts mehr begegnet. Aber Reifenspuren gibt es - auch vor uns direkt ins Wasser!?
Wir fahren wieder zur Hauptstraße und begutachten nochmal die erste Wasserdurchfahrt. Volker stapft herum und meint nach einiger Zeit, am linken Rand könne man evtl. durch kommen. Aber seine größten Fragezeichen sind, ob das der einzige Wasserlauf ist, oder ob nach dem nächsten Hügel ein weiterer kommt? Eigentlich reizt es ihn sehr, das jetzt auszuprobieren. Aber so ganz überzeugt ist er dennoch nicht.
Gab es denn einen Abzweig, den wir verpasst hätten? Volker meint, etwa 10 Minuten Fahrt zurück wäre nach links ein Schild „Dizhana – Mababe“ gestanden. Komisch. Laut Karte sollte es eigentlich nicht über Dizhana nach Mababe gehen. Aber wer weiß? Wir fahren zurück und folgen dem Schild auf einem kleinen Pfad durch den Busch. Nach weiteren 5 Minuten habe ich meine ernsthaften Zweifel. Das wird wohl doch nur zum Camp gehen. Wir drehen um. „Maps-me“ auf meinem Phone hilft uns gerade nicht, da wir nicht wissen, wo genau wir uns befinden. Also wieder zurück die Hauptstraße gen Norden – denn Volker meint, da wäre kurz vor der Wasserstraße ein Schild an einer Detour gestanden. Huch? Und ich soll das nicht gesehen haben? Hab ich da grad dem Adler in der Luft zugeschaut? 😗
Aber tatsächlich - da steht es:

Mankwe-Mababe-.jpg


Jedoch keinerlei Hinweis auf eine Detour. Auch nicht, dass man nicht durchs Wasser fahren könne. Nur eben: „Water ahead!“ Klasse! Vielen Dank! Das ist doch echt hilfreich 😠 – ich meine, das Wasser sehen wir ja selber (und wir fahren auch nicht 200 km/h, um ungebremst hinein zu sausen…). Es ist auch wirklich schön, dass Botswana vor einiger Zeit sein 50. Bestehen gefeiert hat und das auf seinen Straßenschildern kund gibt. Doch was sollen wir jetzt tun???
Rechts geht ein kleiner Weg rein. Den nehmen wir einfach mal.
Das entpuppt sich als DIE Lösung – und bald kann ich diesen kleinen Wegen auch wieder auf „Maps-me“ folgen. Das ist eine ziemlich lange Umleitung – mit mehreren Abzweigen, und immer wieder zeigen sich v.a. links von uns diverse Wasserstraßen. Aber nun läßt sich jedes Kürvchen nachvollziehen – ich bin wirklich begeistert von „Maps-me“!!!! 🤩
Nach einer gefühlten Ewigkeit landen wir wieder auf der Hauptstraße. Rückblickend bietet sich dieses Bild:

Mankwe-Mababe-WaterEnde.jpg


Und auch wenn es auf den ersten Blick der ersten Wasserstraße ähnelt: es ist eindeutig eine andere, und Volker ist demnach froh, dass wir nicht versucht haben, durch zu fahren. Wer weiß, wie viele noch gekommen wären – und in welcher wir dann stecken geblieben wären. Und keiner hätte uns gefunden – weil alle anderen wohl die Detour kennen!
Gelebt in Malawi, Tanzania und Kenya Reiseberichte: Botswana April 2018: https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/295264-botswanas-beasts-beauty-im-april.html Malawi 2015-2018: https://www.namibia-forum.ch/forum/154-diverses/297418-kleinode-in-malawi.html Tanzania - Tarangire April 2020: https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/299356-tansania-pulsiert-trotz-corona.html?start=0
zuletzt bearbeitet 15. Sept. 2018
Themenstarter546 Beiträge · seit 201808. Sept. 2018 ·
Nicht weit von uns kreuzt noch ein Elefant die Straße….

Mankwe-Mababe-Ele1.jpg


Mankwe-Mababe-Ele2.jpg


…. und kurz darauf kommen wir durch Mababe, wo der Linksabzweig dann auch eindeutig ist.

Leider haben wir durch diese Wasserverwirrungen sehr viel Zeit verloren – mindestens 1 h – eher mehr. Damit hatten wir auf dieser Strecke überhaupt nicht gerechnet! Irgendwie scheint im Forum darüber keiner was geschrieben zu haben. Jedenfalls nicht da, wo ich gelesen habe. Oder aber die meisten fahren diese Strecke nicht, sondern über North Gate durch den Moremi nach/von Savuti!?

Nun – wir wissen wieder, wo wir sind und wo wir hin müssen, also: weiter geht’s!
An der Kreuzung, wo die Straße aus Richtung Khwai/North Gate dazustößt, stehen zwei Hilux, deren Insassen mit unsicheren Gesichtern den Abzweig betrachten. Die kennen wir doch, denken wir! Eines davon ist das junge deutsche Pärchen, die wir erstmals im Tiaans gesehen, in Maun „verfolgt“ und später auch nahe South Gate mal den Weg gewiesen hatten. Bisher waren sie ziemlich maulfaul gewesen. Jetzt fragen sie, ob das der Weg nach Savuti wäre – und da wir uns inzwischen ja wieder sicher sind, fahren wir mal vor.

Kurz danach entdecken wir direkt neben der Straße eine Überraschung:

Man-Mab-WildDogs1.jpg


Wild Dogs! Damit hatten wir ja gar nicht gerechnet! Wir haben erst ein einziges Mal welche gesehen – das war zwei Jahre zuvor im South Luangwa in Zambia! Wie schön, dass sie sich direkt neben die Straße gelegt haben! Leider kommt das hübsch gemusterte Fell im Schatten der Büsche auf den Fotos nicht recht zur Geltung. Aber wir bleiben doch ein bisschen und freuen uns an ihnen!

Man-Mab-WildDogs3.jpg


Und bei diesem ärgere ich mich sehr, dass da der Ast noch vor der Kamera war!

Man-Mab-WildDogs5.jpg


Die Zeit drängt – denn die Strecke vor uns soll ja bekanntlich tiefsandig sein. Und voller Matschlöcher, wie uns Leute am North Gate erzählt hatten. Aber die Kinder quängeln: „Neiiiin! Nicht fahren! Ich will die noch angucken! Die sind soooo schöööön!“ Ein bisschen bleiben wir noch, aber viel bessere Bilder werden es dennoch nicht.

Man-Mab-WildDogs2.jpg


Dann reißen wir uns los, und lassen die beiden Hilux-Fahrer noch ein wenig mit den Hunden allein.
Und nach einem weiteren Katzensprung treffen wir auf das Mababe Gate – Chobe, wir kommen wieder!!! 🤩 😏

Mababe-Gate.jpg
Gelebt in Malawi, Tanzania und Kenya Reiseberichte: Botswana April 2018: https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/295264-botswanas-beasts-beauty-im-april.html Malawi 2015-2018: https://www.namibia-forum.ch/forum/154-diverses/297418-kleinode-in-malawi.html Tanzania - Tarangire April 2020: https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/299356-tansania-pulsiert-trotz-corona.html?start=0
779 Beiträge · seit 201709. Sept. 2018 ·
Oh wie e schön, es geht weiter! Wie habt ihr euch in Deutschland eingelebt? Schönen Sonntag!
2016: Südafrika mit Gardenroute 2018 : Vic Falls, Namibia, Botswana, Mauritius 2020: Kapstadt und Gardenroute 2022: Namibia 2024: Namibia und Südafrika 2026: Namibia und Botswana
1’007 Beiträge · seit 200810. Sept. 2018 ·
Hallo Antje,

Ich bin auch noch da und reise bis zum Ende mit!
Toll, dass Du trotz dem Umzugsstress weiterschreibst. Danke!!!
Viele Grüße
Doro
Themenstarter546 Beiträge · seit 201811. Sept. 2018 ·
Fortsetzung Montag, 09.04.2018:
Von Mankwe Camp über Savuti nach Kavimba (Mwandi View an den Linyati Flood plains)

Untertitel: Es müssen nicht immer Löwen sein....

Während wir mit dem Officer plaudern, trudeln auch die beiden Hilux Fahrer ein. Das deutsche Pärchen steht bald neben uns im office – und redet immer noch kein Wort mit uns (die müssen uns doch genauso erkennen wie wir sie?), und meine Bemühungen um einen Blickkontakt, bei dem man sich mal kurz begrüßen könnte, gehen ins Leere…. 😐

Ich weiß nicht – ich finde diese Berührungsängste irgendwie komisch 🤨 . Ich will ja nicht mit jedem eine Stunde lang plaudern, finde es aber eigentlich doch normal, dass man sich gegenseitig wahrnimmt und vielleicht aller wenigstens mal freundlich zunickt. Wenn man schon seit ca. 4 Tagen mehr oder weniger auf der gleichen Strecke unterwegs ist!? Bin ich da komisch? Während Volker Formulare ausfüllt, blättere ich im Moremi-Führer (den gab es am South Gate nicht, und jetzt werden wir ihn auch nicht mehr kaufen – stattdessen kaufen wir dann aber doch noch den vom Chobe. Die sind übrigens an diesem Gate um einiges billiger!!!).
Da bekomme ich mit, wie die beiden Deutschen untereinander diskutieren, wie sie denn jetzt den Weg nach Savuti finden, und welche Straße die SandRidge Road ist und welche die Marsh Road usw. Da fasse ich mir ein Herz und spreche sie auf deutsch an – dass das eindeutig wäre mit den Straßen, und dass wir nun doch auch schon seit Tiaan’s „parallel“ unterwegs wären und…. – und siehe da: da reagieren sie nun ganz freudig und freundlich und wir kommen ein wenig ins Gespräch! Das Eis scheint gebrochen, und sie scheinen nicht grundsätzlich anderen gegenüber abgeneigt zu sein!

Als wir wieder zum Auto kommen, finden wir unsere 4 Kinder in regem Gespräch mit den Insassen des anderen Hilux – zwei junge deutsche Frauen. Na, unsere 4 scheinen ihren Fan-Club gefunden zu haben, und werden über „ihr Leben in Afrika“ ausgefragt! Das Interesse scheint den Kindern gut zu tun, und darüber hinaus stellt sich heraus, dass die eine Dame in wenigen Wochen in Malawi sein wird, und einige Wochen u.a. auch im Queen Elisabeth Hospital in Blantyre (der Arbeitsstätte meines Mannes) sein wird! Da hat sie sich gefreut, schon mal einen Ansprechpartner kennen gelernt zu haben! (Jaaaa, das hilft überall in der Welt – aber in Malawi ganz besonders, denn da reden ganz viele Menschen schlicht weg nicht mit einem! 😵 )

Da wir uns nun einander bekannt gemacht haben, ist es irgendwie netter, quasi in ungezwungener Kolonne weiter zu fahren, als wie wenn man die Leute aus den anderen Autos nicht kennt. Sie überlassen uns die Führung, denn „ihr fahrt schneller als wir, und wir wollen Euch nicht blockieren“. Ob das nun eine Anerkennung oder ein Tadel war, weiß ich nicht so genau…. 😣 Jedenfalls dürfen wir vor, und sind darüber im weiteren Verlauf auch ziemlich froh, denn:
Zum einen sehen wir die Tiere als erstes, und nicht erst, nachdem ein anderes Auto (in diesem Falle dann wir) sie von der Straße vertrieben haben:

Mababe-Savuti-Gir-1.jpg


Mababe-Savuti-Gir-2.jpg


Zum anderen entscheiden wir uns nach einer Weile, nur wegen der zahlreichen puddles nicht diese gesamte Strecke im Schneckentempo zu fahren (immerhin wollen wir heute noch nach Kavimba – die anderen nur bis Savuti!)
Anfangs noch so:

Mababe-Savuti-Straße.jpg


Verändert sich die Straße nach kurzer Zeit so:

Mababe-Savuti-Straße-1.jpg


Seit den Wild-Dogs sind wir wieder wach – und die nächsten Stunden werden eine wahre Freude – nach dem gestrigen Tag ganz besonders! Ziemlich bald laufen uns die ersten Elefanten über die Straße

Mababe-Savuti-Ele1.jpg


Mababe-Savuti-Ele2.jpg


Mababe-Savuti-Ele3.jpg


Was sich bis Savuti noch ein paar Mal wiederholen wird! Wir sind so glücklich! Endlich wieder Tiere! Und so schöne! Und von so nah!

Meist verschwinden sie aber sehr schnell wieder rechts oder links im Gebüsch, und machen nicht den Anschein, einen Fototermin gebucht zu haben. So genießen wir es einfach, ohne ständig mit unseren Kameras zu wedeln! Ihr kriegt darum weniger davon ab – aber Phantasie habt Ihr ja alle, und an diese appeliere ich jetzt mal! 😉 Denn auf dieser Strecke waren ja auch die meisten meiner Leser schon, also könnt Ihr Euch das ja vor Eurem inneren Auge ausmalen, oder?

Wir sehen zwischendurch auch mal ein paar Warthogs, diverse schöne Vögel, hier und da mal ein Impala (oder auch zwei) und v.a. viele Elefanten und Giraffen!

Mababe-Savuti-Gir-5.jpg


Mababe-Savuti-Gir-6.jpg


Und folgende Bilder haben mit ihrem besonderen Effekt doch fast schon was von „Fotokunst“, oder? 😮 😄

Mababe-Savuti-Gir-3.jpg


Mababe-Savuti-Gir-4.jpg


Also, bei diesen Bildern musste ich nun lange überlegen, was da im Vordergrund vor die Linse gekommen ist – aber nach einiger Zeit ist mir klar: das sind Matschflecken auf der Scheibe! Ja, aber haben wir denn tatsächlich durch geschlossene Fenster fotografiert????
Ja, haben wir! Und zwar deshalb:

Mababe-Savuti-Straße-2.jpg


Fortsetzung ist gleich fertig - waren zu viele Bilder...
Gelebt in Malawi, Tanzania und Kenya Reiseberichte: Botswana April 2018: https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/295264-botswanas-beasts-beauty-im-april.html Malawi 2015-2018: https://www.namibia-forum.ch/forum/154-diverses/297418-kleinode-in-malawi.html Tanzania - Tarangire April 2020: https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/299356-tansania-pulsiert-trotz-corona.html?start=0
zuletzt bearbeitet 15. Sept. 2018
1’055 Beiträge · seit 201611. Sept. 2018 ·
Also Antje , so geht das NICHT !
Gerade hatte ich mich ausgelogt , und dann kommt dein Bericht Was ihr auf der Strecke bis Savuti gesehen habt geht ja garnicht . Bei uns war es tiertechnisch in entgegengesetzter Richtung eher flau ( bis auf den Leo ). Aber ich gönne es euch - war doch bei uns die Khwai - Region erfolgreicher . So hat Jeder seine eigenen Eindrücke der jeweiligen Region .
Schreib schnell weiter , denn das Bett ruft schon . Vielleicht sollten wir uns doch mal treffen oder telefonieren ?

Liebe Grüße Conny
Namibia zum 1. Elefantenrunde Abschied für immer Auf neuen Wegen ins Kaokoveld (hummeldumm?") [url//namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/306123-der-kreis-hat-sich-geschlossen-bot-nam.
Themenstarter546 Beiträge · seit 201811. Sept. 2018 ·
Fortsetzung
Also, es war ja eh klar, dass wir im April die SandRidge Road, und nicht die Marsh Road wählen würden. Und das hatten uns die Leute, mit denen wir am North Gate geplaudert hatten, auch SEHR ans Herz gelegt, denn in der Marsh Road würde man ziemlich sicher im Matsch versinken…. Sie selber seien die Sand Ridge Road kaum durch gekommen. Aber nicht etwa wegen Tiefsand, sondern wegen Tiefmatsch! 😄 Bei ihnen hatte es nämlich 3 h am Stück tropisch geregnet gehabt! Ja, und nun waren wir einen Tag später dran, und man konnte auch an der Straße und den Matschmulden erkennen, dass vor kurzem das Wasser noch sehr viel höher gestanden haben muß.

Volker fährt das erste Stück recht langsam und „besonnen“ – denn im Moremi hatten die Matschmulden eine andere Qualität, mit keiner-weiß-was-einen-überrascht und viele plötzliche „unterirdischen“ Kanten, aber hier sind wir nun schon eine ganze Zeit unterwegs, und die Straße ist eigentlich „gleichförmig“: ein permanentes wellenförmiges auf und ab, als ob jemand in sehr regelmäßigen Abständen diese Mulden vermessen hätte! 🤪 Sie sind auch allesamt harmlos und geschmeidig, so dass Volker irgendwann meint: „Also, das macht hier alles einen harmlosen Eindruck – wenn wir in dieser Geschwindigkeit weiterfahren, kommen wir wer weiß wann an. Ich glaube, ich schalte jetzt mal in einen anderen Fahrstil. Alle einverstanden???“ – „Jaaaaah!“ 🤩 🤩 🤩 🤩 🤩 schreit die Besatzung einstimmig – doch dafür müssen wir die Fenster schließen!

Mababe-Savuti-Straße-3.jpg


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Tabea vergißt anfangs, das eine hintere Schiebefenster zu schließen, und die Spuren davon sieht man noch heute auf der Matratze….
Hui! Jetzt macht es RICHTIG Spaß! 😎 Die Kinder jauchzen bei jedem „SPLASH!“ 😄 🤩 🤪

Spätestens hier haben wir die anderen dann weit abgehängt….. Und auch wenn ich nach ca. Nr. 50 aufhöre zu zählen: es geht vermutlich 350 mal so….. vielleicht warn’s auch 550….. Bis sich plötzlich die Vegetation ändert und wir uns: in Savuti wieder finden!

Also Fazit zu dieser "legendären" Tiefsandstrecke: wir haben uns die ganze Zeit über gefragt, wann denn endlich der Tiefsand kommt….. 🤨
Nix mit Reifendruck ablassen! Das haben wir in diesem April in Botswana nicht ein einziges Mal gebraucht!

Aus diversen Gründen hatten wir für Savuti ja keine Zeit eingeplant.
Grund Nr.1: wir hatten nicht genügend Tage.
Grund Nr.2: das Camp war uns mit 50 Dollar pro Person zu teuer.
Grund Nr.3: im Forum hatte ich mehrere Stimmen gehört, die Savuti inzwischen nicht mehr für besonders lohnenswert halten.

So war eigentlich der Plan gewesen, durch zu fahren. Aber während Volker das Auto so durch die 350 oder 550 puddles steuerte, habe ich mich ein wenig in den Führer/Karte vom Chobe geschmökert, und darauf entdeckt, dass es in Savuti ja noch ein kleines feines Wegenetz um einige pans herum usw. gibt. Das hat mich dann doch sehr verlockt, noch hier oder da eine kleine Schleife einzubauen!
Die Gegend gefällt uns auf Anhieb gut, und Volker ist auch sofort einverstanden. Ich glaube, es ist ca. 1 Uhr, als wir Savuti erreichen, so dass wir also noch etwas Zeitpuffer haben.

Wir biegen von der Hauptstraße nach rechts zu dem ersten größeren Tümpel ab, wo uns auch eine Schar Comb Ducks begrüßt:

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Da alles sehr flach uns graslos ist, erlauben wir uns auszusteigen und waschen unsere Guck-Luken!

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Inzwischen konnte man nämlich durch die Fenster nicht mehr nur noch keine Fotos mehr machen, sondern auch so beim raus Schauen nicht mehr viel sehen!
Und vielleicht – tja ganz vielleicht – sehen wir doch jetzt endlich noch unsere Löwen!!!!!?

Zunächst bleibt es außer der Vögel erst mal nur bei ein paar Gnus und Impalas – aber nach dem gestrigen „Nieten-Tag“ sind wir total glücklich über jedes Tier und fast verzückt von dieser wunderschönen Landschaft! (endlich nicht mehr nur noch GESTRÜPP!!! 😏 )

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Gelebt in Malawi, Tanzania und Kenya Reiseberichte: Botswana April 2018: https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/295264-botswanas-beasts-beauty-im-april.html Malawi 2015-2018: https://www.namibia-forum.ch/forum/154-diverses/297418-kleinode-in-malawi.html Tanzania - Tarangire April 2020: https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/299356-tansania-pulsiert-trotz-corona.html?start=0
zuletzt bearbeitet 11. Sept. 2018
Themenstarter546 Beiträge · seit 201811. Sept. 2018 ·
Hallo Liebe Conny,
na, die Fortsetzung dauerte ja nur ein paar Minuten - vielleicht haste sie gleich noch erwischt? (ich schreibe den Text etappenweise in Word - denn das Internet in Malawi verließ mich manchmal an ungünstigen Stellen, und dann war alles Futsch! 😈 So schreibe und speichere ich mein Geschribsel erst in Word, sortiere die Fotos, und wenn beides stimmt, setze ich es ins Forum. Das dauert dann meist nicht mehr so lange).
Ich habe übrigens heute meine Wartezeit bei Tabeas Ballett dazu genutzt, endlich Deinen Reisebericht in einem Schwupps noch fertig zu lesen!!!! Das war mir eine Freude - danke dafür!
Und herzliche Grüße an Deinen Mann: ich finde Deine vielen Sonnenuntergänge (und ein paar wenige Aufgänge) alle so wunderschön - ich möchte sie am liebsten vor mein Fenster projizieren! Also, er soll Dich mal weiter Sonnenuntergänge fotografieren lassen! 😎
Zu allem anderen: ich schreibe Dir demnächst mal eine PM - aber jetzt nicht mehr, jetzt muss ich eindeutig ins Bett!!!! 😣

Und Reisemaus, Doro und Kalaharicalling (tja wie war das nun - Stefanie oder Sabine? Ich muss nachblättern gehen, verzeih 😊 ): So schön, von Euch zu hören, und dass Ihr auch wieder dabei seid! Danke! Es schreibt sich doch irgendwie schöner mit Publikum!

Nun aber GUTE NACHT!
Antje
Gelebt in Malawi, Tanzania und Kenya Reiseberichte: Botswana April 2018: https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/295264-botswanas-beasts-beauty-im-april.html Malawi 2015-2018: https://www.namibia-forum.ch/forum/154-diverses/297418-kleinode-in-malawi.html Tanzania - Tarangire April 2020: https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/299356-tansania-pulsiert-trotz-corona.html?start=0
1’055 Beiträge · seit 201611. Sept. 2018 ·
Tscha Antje , alles klar ; wir sind die Marshroad gefahren . Deshalb vielleicht euer Sichtungsglück ?
Conny
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5’486 Beiträge · seit 200911. Sept. 2018 ·
Hallo Antje,

die Sandridge Road unter Wasser kenne ich sehr gut. Bei uns hatte es beim letzten Mal vorher 12h am Stück stark geregnet und deshalb hatten wir vom Gate bis Savuti durchgehend in jeder Mulde Wasser. Häufig so tief, dass wir nicht mittig hindurchfahren konnten, sondern uns am Rand entlang tasten mussten und das Wasser zum Teil trotzdem noch bis über die Motorhaube ging.

Alles Gute
Thomas
Unser Reise-Blog: KaTho_VanTour Staub & Schlamm (Kenia 21/22) 7 Wochen in der Regenzeit !? (NAM/BOT 18/19) Leoparden hautnah (Tansania 2016/2017) Elefantös - Zimbabwe 2016 Auf Großer Fahrt (Reisebericht SA-NAM-BOT-ZIM 2014/2015) Rivers & Sand (Reisebericht Namibia/Botswana 2013) Reisebericht Tansania 2013: "Das volle Programm"
Themenstarter546 Beiträge · seit 201811. Sept. 2018 ·
Hallo Thomas - ja, mit Dir wäre ich auch gerne mal unterwegs (und meine Kinder auch 😎 - sie haben Deine Reiseberichte verschlungen, v.a. aus Tanzania….). Wer weiß - vielleicht bekommen wir mal die Chance, einander im Matsch zu begegnen! 🤩
So wie Du beschreibst, scheint es den anderen Leuten kurz vor uns auch ergangen zu sein (auch die Südafrikaner, die wir im Makgadikgadi trafen, waren einige Tage zuvor bei Starkregem diese Strecke runter gekommen, und auch wenn sie recht unempfindlich wirkten, schienen sie absolut genug vom Matsch zu haben!). Die Leute, mit denen wir am North Gate geplaudert hatten, hatten auch gesagt, dass sie noch an den Seiten der Löcher grade so durchgekommen waren. Der eine Tag ohne Regen hat da wohl einen deutlichen Unterschied gemacht. Diese Vorwarnungen (plus unsere Erfahrungen im Moremi und das Steckenbleiben davor) hatten uns erst mal vorsichtiger an die Sache heran gehen lassen - was ja dann aber überflüssig war.

Conny:
Ich glaube nicht, dass unser unterschiedliches Sichtungsglück an Marsh-Road versus Sandridge-Road lag. Ich glaube eher, es ist wie immer: Zur richtigen Zeit am richtigen Ort - und wann das gerade wo ist, weiß man nie vorher.
Gerade auf dieser Strecke war uns das nochmal so deutlich vor Augen: wir haben wirklich viele Elefanten gesehen - oft ganz nah an der Straße, oft überquerten sie diese auch. Aber innerhalb weniger Minuten waren sie KOMPLETT verschwunden - und ob die zwei Hilux hinter uns sie auch gesehen haben, haben wir nie erfahren!
Fahre 5 Minuten später an der selben Stelle vorbei, und Du siehst evtl. etwas ganz anderes - oder auch nix! Faszinierend, wie der Busch die Tiere in Kürze verschlingt!
Deshalb wissen wir ja auch gar nicht, wer UNS alles gesehen hat an unserem Nieten-Tag. Bloß weil wir die Tiere nicht sahen, schließt das ihre Anwesenheit ja nicht aus 😎

Da zitiere ich doch gerne wieder BG - unseren guide von der Chobe River Cruise:
"Safari is like a gamble - sometimes you win, sometimes you lose. You never know what happens in nature!"

Nur nicht aufgeben und frustrieren lassen - wer Natur erleben will, muss auch hin und wieder "Nieten" aushalten! 🤪
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zuletzt bearbeitet 11. Sept. 2018
5’486 Beiträge · seit 200911. Sept. 2018 ·
Hallo Conny, Hallo Antje,

grundsätzlich ist die Marshroad auf jeden Fall besser für Tiersichtungen. Dies allein schon aufgrund der Tatsache, dass man auf der Sandridge Road über lange Strecken durch stark verbuschtes Gelände bewegt, während die Marshroad durch sehr viel offeneres Gelände führt. In der Trockenzeit gibt es im Bereich der Marshroad auch mehr Wasserstellen. Die Erfahrung des Einzelnen kann natürlich stark von dieser Normalverteilung abweichen.
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194 Beiträge · seit 201811. Sept. 2018 ·
Hallo Conny, Hallo Antje, Hallo Thomas!

Ich würde Thomas zustimmen! Auf der Marsh Road bekommt man (meistens) und vor allem in der Trockenzeit mehr zu sehen. Wir haben dort Büffelherden von mehreren Hunderten Büffel gesehen, an die Tausend würde ich mal schätzen - das war sehr beeindruckend! Aber trotzdem kann man natürlich Glück haben und das Wildhundrudel liegt plötzlich mitten auf der Hauptstraße.....Und kurz vor Kasane stehen die Elefanten ja sogar oft direkt neben der Teerstraße unter einem Baum.

Euer Rafiki ist anscheinend gut für Tiefsand geeignet! Ich bin jedenfalls damals mit meinem kleinen Mitsubishi Pajero (auch genannt: Kubu Mobil) an der Mababe Depression stecken geblieben und musste von vorbeikommenden Rangern rausgezogen werden. Ich würde jederzeit wieder gerne nach Savuti fahren, ich kann aber verstehen, das ihr das nicht gemacht habt. 50 $ für eine Nacht Camping pro Person ist bei einer sechsköpfigen Familie natürlich ein Wort! Wir hatten zu unserer Zeit in Bots das Glück, das wir als "Residents" nur einen Bruchteil der Summe zahlen mussten, die man als "International" zahlt.

Es freut mich aber, das Ihr doch noch einen schönen Tag im Chobe hattet!

Liebe Grüße,
Stefanie
5 Jahre in Botswana, 3 Jahre in Sierra Leone, 1 Jahr in Lesotho außerdem Reisen in Namibia, Südafrika, Mozambique, Eswatini, Tansania und Äthiopien www.kalahari-calling.com
Themenstarter546 Beiträge · seit 201811. Sept. 2018 ·
Vielen Dank, Thomas und Stefanie, für diesen Hinweis!
Das macht durchaus Sinn mit dem offeneren Gelände und den Wasserstellen.
Dann hatten wir also einfach Glück und waren zur rechten Zeit am rechten Ort 😉
Antje
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