Lesefutter

8 Antworten · 2'285 Aufrufe · gestartet 01. März 2018 von marianne2014
Antworten
Themenstarter210 Beiträge · seit 201701. März 2018 · #1
Hallo Fomis,
im Mai geht unsere erste Namibienreise los (nicht unsere erste Afrika-Reise) und ich bin auf ein paar nette und interessante Bücher gestossen. Ich bin davon überzeugt, dass Ihr auch ganz viele Lesetipps habt.
(Keine Reiseführer und Hummeldumm oder Henno Martin (die kennt wahrscheinlich jeder...) 🙂 )

Ich fange einfach mal an:

Afrika - Patt Problem von Peter Kohle.
Er beschreibt auf humorvolle Weise seine Reise durch alle Länder von Afrika 1996-99. Er hatte sich zum Ziel gesetzt in allen afrikanikschen Ländern 1000 Briefmarken zu kaufen und abstempeln zu lassen. Diese Schnapsidee hat zumindest einen netten und auch interessanten Reisebericht ergeben. Ich habe ich schon vor vielen Jahren im Internet gefunden, 2 Teile sind auch noch zu lesen (in Teil 3 kommt auch Namibien vor).
Ansonsten im Buchhandel erhältlich.
Teil 3
Teil 4

Solitaire von Ton van der Lee (leider nur auf Holländisch, aber die Holländer tummeln sich hier ja auch).
Ton verlies 1996 Holland um sich selbst und Ruhe zu finden in Afrika. Er landet in einem Kaff mit 3 Häusern – in Solitaire - und kann es nicht lassen, dort doch etwas auf die Beine zu stellen, denn er langweilt sich. So wird der Laden erweitert und entsteht eine Übernachtungsmöglichkeit. Als es aber dann bekannt wurde und viele Touristen kamen ging es für ihn nach hinten los, denn er wollte ja Ruhe…. Heute isst wohl dort jeder Apfelkuchen von Mo.
Er hat noch weitere Bücher über Afrika geschrieben.

Die Bücher von Alexander McCall Smith.
Amüsante Lektüre über Mma Ramotswe, die das erste weibliche Detektivbüro in Botswana aufmacht und Fälle auf Botswanische Art löst.

Sehnsuchtsland Namibia von Hannah Schreckenbach.
Reiseerinnerungen mit Zeichnungen versehen, liegt bereit und muss ich noch lesen.

Grts
Marianne
2018 Erfahrungen unserer Reise nach Namibia 2017 Stippvisite im Iran
7'296 Beiträge · seit 200601. März 2018 · #2
marianne2014 schrieb:
Solitaire von Ton van der Lee (leider nur auf Holländisch, aber die Holländer tummeln sich hier ja auch).
Ton verlies 1996 Holland um sich selbst und Ruhe zu finden in Afrika. Er landet in einem Kaff mit 3 Häusern – in Solitaire - und kann es nicht lassen, dort doch etwas auf die Beine zu stellen, denn er langweilt sich. So wird der Laden erweitert und entsteht eine Übernachtungsmöglichkeit. Als es aber dann bekannt wurde und viele Touristen kamen ging es für ihn nach hinten los, denn er wollte ja Ruhe…. Heute isst wohl dort jeder Apfelkuchen von Mo.

... ich war 1998, 2000 und 2001 die ersten Male in Solitaire.
Da war quasi noch nichts los und ich/wir haben uns lange mit Moose unterhalten. Wir sind mit ihm zum Pumpenhaus gefahren, weil die Wasserpumpe streikte und sein eigenes Auto auch und seine Backstube (die zeigte er uns auch) war in dem Gebäude, in dem heute auch der Laden hinter der Tankstelle ist. Die heutige Bäckerei gab es noch nicht. Damals machte er den Apfelkuchen und das Brot so nebenbei, weil er Spaß daran hatte.
Er hat uns viele Geschichten erzählt, aber ein Holländer kam da nie drin vor. Wie lange war der denn dort? In Michael Martins Bildband war Solitaire bereits fotografisch erwähnt (den Bildband zeigte er mir auch) und ein Fernsehspot für Toyota wurde dort gedreht.

Sein Apfelkuchen wurde langsam bekannt, sein Brot war aber eigentlich noch besser. Moose fragte uns auch nach einem Rezept für Schwarzwälder Kirschtorte. Das habe ich ja normalerweise auf jeder Afrikareise dabei, aber damals leider zuhause vergessen. 😉
Wie es aussieht, hat Moose das Rezept bis zu seinem Tod nie bekommen, denn als ich 2015 das letzte Mal in Solitaire war, gab es immer noch keine Schwarzwälder Kirschtorte. Dafür gab es jede Menge Betrieb in dem damals so beschaulichen Ort.

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
16,9k Beiträge · seit 201201. März 2018 · #3
.
zuletzt bearbeitet 14. März 2018
7'296 Beiträge · seit 200601. März 2018 · #4
Logi schrieb:Er hat uns viele Geschichten erzählt, aber ein Holländer kam da nie drin vor. Wie lange war der denn dort? I

Doch, doch das stimmt. Nach ihm ist dort das "van der Lee" Café benannt.

... ist das das Lokal links von der Tankstelle, wenn man darauf schaut?
Das gab es damals aber auch noch nicht.

Wahrscheinlich habe ich den ersten Beitrag missverstanden. Van der Lee verließ Holland 1996, aber kam vermutlich erst Jahre später in Solitaire an. Dann würde das alles zusammenpassen ...

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
16,9k Beiträge · seit 201201. März 2018 · #5
.
zuletzt bearbeitet 14. März 2018
Themenstarter210 Beiträge · seit 201701. März 2018 · #6
Ton van der Lee ist 1996 nach Afrika gegangen. Er hat 3 Jahre in Solitaire gewohnt und das Buch ist 2001 erschienen. Ich weiss natürlich nicht, ob er gleich 1996 in Solitaire gelandet ist.

Grts
Marianne
2018 Erfahrungen unserer Reise nach Namibia 2017 Stippvisite im Iran
79 Beiträge · seit 201802. März 2018 · #7
Hallo,
ich klinke mich mal hier ein, weil ich gerade
Die Herrin der Savanne von Eduardo Garrigues
gelesen habe. Natürlich ist es ein Roman und kein Tatsachenbericht, aber er scheint mir gut recherchiert zu sein, sodass man sich ein wenig eine Vorstellung machen kann, wie ab 1907 die deutschen Kolonialherren in Namibia gelebt haben. Weiteres findet Ihr hier

Viele Grüße
Kleine Hexe
502 Beiträge · seit 201629. Aug. 2018 · #8
Hallo Leseratten,

ich habe schon einiges in Zusammenhang mit Namibia gelesen (Bernd Jaumann, Anna Mandus, Peter Stark, etc.), sowohl Historisches, Aktuelles als auch Belletristik) doch der Titel "Sehnsuchtsland Namibia" von Hannah Schreckenbach sticht hervor.
Die Autorin, Jahrgang 1932, schreibt in einem hervorragenden Stil über ihre vielen Eindrücke aus dem Land. Wer das Land kennt, ist sofort mit allen Sinnen bei ihr und ihren Erinnerungen. Für die Bücherwürmer unter Euch mein absoluter Lesetipp:

"Namibia mit allen Sinnen erleben, mit einem scharfen Blick für das Besondere und einem offenen Ohr für die Menschen, so lautet die Devise von Hannah Schreckenbach. Zehnmal hat sie das Land bereist, durch ihre "akfrikanische Brille" betrachtet und ihr sehr persönlichen Eindrücke und Erlebnisse festgehalten. Wir verfolgen mit ihr zwanzig wichtige Jahre in Namibias Entwicklung, fahren durch spektakuläre Landschaften, bestaunen Geologie, Flora und Fauna und durchleben kleine und große Abenteuer. Und wir werfen einen Blick in die Zukunft. Quo vadis , Namibia?" (.. vom Verlag beschrieben ...)

Feierabendliche Grüße,
Dieter
zuletzt bearbeitet 30. Aug. 2018
4'140 Beiträge · seit 200930. Aug. 2018 · #9
@ Kleine Hexe,
leider muss ich dir widersprechen. Ich habe das Buch auch gelesen und muss dir sagen als einer, der sich intensiv mit der Geschichte Namibia befasst, dass ich selten ein schlechter recherchiertes Buch gelesen habe. Hauptquelle scheint das bekannte Blaubuch der Engländer nach 1919 gewesen zu sein. Auch wenn das Buch ein Roman ist, so wird doch viel zu viel phantasiert. Das beginnt schon damit, dass die Frau von Wolf nicht in Südwestafrika war.
Es gibt viel bessere Romane zu Namibia, z.B. von Giselher Hoffmann, Candi Miller oder Sarah Forster oder auch vom schon erwähnten Bernd Jaumann.
Spannend zu lesen sind alle Südafrika-Romane von Stefanie Gercke. Die ist auch sprachlich um Längen besser als Garrigues, wobei das natürlich auch an der Übersetzung liegen kann.
Gruß:
Burschi
21x Namibia, 6x Botswana, 6x Südafrika, 4x Simbabwe, 2x Sambia, 1x Tansania, 2x Kenia, 1x Mauritius, 1x Sansibar