Hepatitis-E

4 Antworten · 1'876 Aufrufe · gestartet 09. Jan. 2018 von travelNAMIBIA
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Themenstarter33,1k Beiträge · seit 200609. Jan. 2018 · #1
Hi zusammen,
für Reisende dürfte der Ausbruch der Hepatitis-E in Windhoeks Armenvierteln eigentlich keine Gefahr darstellen, aber ich will es nicht unerwähnt lassen (auch, weil ich die zwei "Krankheitswarnungsthreds" von GinaChris zu anderen Krankheiten/Staaten gerade sehe): Bisher 200 bestätigte Fälle, 1 Todesopfer.

Viele Grüße aus Windhoek
Christian

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Themenstarter33,1k Beiträge · seit 200624. Juli 2018 · #3
aktuelles Update
ist ja relativ mit der Aktualität 😉 Es gibt schon länger keine Fälle mehr in Windhoek. Insgesamt gab es seit Dezember 17 Todesopfer und 147 Fälle. Derzeit breitet es sich eher in den Armenvierteln an der Zentralen Küste und im Norden aus. Ist also weiterhin für "normale" Leute und v.a. Reisende kein gesteigertes Ansteckungsrisiko.
Hinzu kommt nun verstärkt die Schweinegrippe (bisher 2 Todesopfer). Es gibt aber keinen offiziellen Ausbrauch laut WHO.
Hier die offiziellen Informationen des MHSS, die auch so an die WHO gehen: http://www.mhss.gov.na/documents/119527/573553/Speech+-+Minister+%40+Press+Conference%2C+05+July+2018.pdf/c7c37013-5f21-45dd-92f5-68390c4cd4f3

Viele Grüße
Christian
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2'391 Beiträge · seit 201624. Juli 2018 · #4
Hallo zusammen, unser Reisemediziner hat uns das auch für den Sambesizipfel gesagt vor drei Wochen. Er riet uns Einweghandschuhe mitzunehmen, falls man jemand helfen muss, der blutet. Auch wegen AIDS. Das gilt aber hier ja genauso. Übertragung von Hepatitis E durch Blut und Sexualkontakte. Er wusste allerdings nicht, ob bei Blutkonserven auch darauf getestet wird. Da könnte ein Ansteckungsrisiko liegen.
Viele Grüße
Sasa
Die Freiheit des Einzelnen endet da, wo seine Faust die Nase eines anderen trifft. 3 Generationen zum ersten Mal auf Pad, Namibia 2016: http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/291659-3-generationen-auf-grosser-namibia-erstlingstour.html
1'737 Beiträge · seit 201024. Juli 2018 · #5
Robert Koch Institut zu Hepatitis E

"Infektionsweg:
In den Industrie­ländern inklusive Deutsch­land findet haupt­säch­lich eine zo­o­no­ti­sche Über­tragung über den Ver­zehr von unzureichend gegartem Schweine- bzw. Wild­fleisch und daraus her­ge­stellten Produkten statt. Filtrierende Orga­nismen (z.B. Muscheln) können im Wasser vorkommendes HEV anreichern und so eben­falls als Infektionsquelle dienen. Das Virus kann auch parenteral (z.B. durch konta­mi­nierte Blutprodukte) übertragen werden. Eine Mensch-zu-Mensch-Über­tragung (z.B. unter Haus­halts­an­ge­hö­ri­gen) ist bei reiseassoziierten HEV-1- und -2-Infek­ti­o­nen durch Kontakt­über­tragung (Schmier­infektion) möglich. In Deutsch­land erworbene Infektionen durch HEV-3 scheinen (wenn überhaupt) jedoch nur extrem selten direkt von Mensch zu Mensch übertragbar zu sein. Aus­brüche mit diesem Geno­typ wurden bisher lediglich im Zusammen­hang mit dem Verzehr konta­mi­nierter Lebensmittel (z.B. Schweine­fleisch­pro­dukte) beobachtet.

In Ländern mit wenig Ressourcen und niedrigem Hygiene­standard wird das Virus (Genotyp 1 und 2) haupt­sächlich durch die Auf­nahme von fäkal verunreinigtem Wasser oder Lebens­mitteln übertragen."

@Sasa, da verwechselst Du oder Dein Reisemediziner wohl was bei den Sexualkontakten. Das ist Hep B, wogegen man sich impfen lassen kann.
www.botswanadreams.de "Alles, was ich jetzt wollte, war nach Afrika zurückzukommen. Ich hatte es noch nicht einmal verlassen, aber wenn ich nachts aufwachte, lag ich lauschend da, bereits voller Heimweh danach." Ernest Hemingway