RenzoThemenstarter120 Beiträge · seit 201526. Okt. 2017 · #1
A shepherd (59) survived an attack by no one but two leopards in the Karibib area on Monday.
According to the Erongo Region's Coordinator of Crime Investigation, Adj.komm. Erastus Iikuyu, fought the man for his life to turn off one of the predators.
"Shepherd, Mr. David Dantatzao was almost killed by the two leopards at the farm Domeb in the Karibib district at about 10:00 when he fed sheep, "said Iikuyu.
"Dantatzao managed to kill a young leopard female with a knife and a spear."
Iikuyu said the shepherd had serious injuries and was taken to the Usako state hospital for treatment. His condition is described as stable.
michi1111192 Beiträge · seit 200826. Okt. 2017 · #3
Nee nee, keine Sorge...die Leoparden haben eher ein Menschenproblem... 😕
Aber is ja gottseidank wieder einer weniger dieser blutrünstigen Biester, die nicht tolerieren wollen, dass ihr Lebensraum immer kleiner wird: "Dantatzao managed to kill a young leopard female with a knife and a spear." 😐
"Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit - aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher." (Einstein)
BikeAfrica7'296 Beiträge · seit 200626. Okt. 2017 · #4
r2d2 schrieb: Leoprdenproblem?
Warum?
... es gibt relativ viele Leoparden in Namibia und wo Tiere wie Elefanten, Löwen oder Leoparden auf Menschen treffen, gibt es ganz einfach Probleme. Für uns als Touristen mag das schwer verständlich sein, aber wer dort unter armen Verhältnissen lebt und das mühsam beackerte Feld von Elefanten abgeräumt wird oder jede Woche eine Ziege vom Leopard geholt wird, der mag das anders sehen, weil seine Lebensgrundlage wegbröckelt. Die Leute dort sind auch nicht gegen jeden Kleinkram versichert ...
Im Kaokoveld habe ich mal 'nen Zehnjährigen getroffen, der mir erzählte, wo er zur Schule ging. Der ist mitten in der Nacht aufgebrochen und mindestens drei Stunden zu Fuß im Dunkeln unterwegs gewesen. Wenn Leoparden sogar tagsüber einen Erwachsenen angreifen, dann sind Kinder im Dunkeln leichte Beute.
Je mehr Leoparden es gibt, desto größer ist die Konkurrenz um Nahrung und desto eher gibt es wohl mal Angriffe auf Menschen. Das hat natürlich zur Folge, dass Leoparden dann wieder stärker bejagt werden. Und dann wird es halt schwer, eine Balance zu finden ...
Gruß Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
michi1111192 Beiträge · seit 200826. Okt. 2017 · #5
Das hört sich an, als ob es Leoparden wie Sand am Meer gibt. Dem ist - soweit ich weiß - auch in Namibia nicht so. Ist es nicht vielmehr so, dass deren Lebensraum (und damit Jagdgebiete) immer mehr eingeschränkt werden und sie sehen müssen, wo sie Beute herbekommen? Daher halt Konflikte mit Menschen bzw. deren Herden?
Bitte verbessere mich, wenn ich mich irre. Meine ich nicht böse 🙂
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BikeAfrica7'296 Beiträge · seit 200626. Okt. 2017 · #6
michi1111 schrieb:Das hört sich an, als ob es Leoparden wie Sand am Meer gibt. Dem ist - soweit ich weiß - auch in Namibia nicht so. Ist es nicht vielmehr so, dass deren Lebensraum (und damit Jagdgebiete) immer mehr eingeschränkt werden und sie sehen müssen, wo sie Beute herbekommen?
... das ist ja ein Teil des Problems. Sie müssen schauen, woher sie Beute bekommen und das führt zum Konflikt mit den Menschen. Ich meine, es gibt in Namibia ungefähr so viele Leoparden pro Flächeneinheit wie Bären im canadischen Yukon. Allerdings ist der Yukon wesentlich dünner besiedelt als Namibia.
Gruß Wolfgang
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Solche Konflikte gibt es nicht nur in Afrika. In Deutschland soll ja gerade auch ein Wolfsrudel zum Abschluss freigegeben werden. Nachdem das Muttertier illegal geschossen wurde, hat der Vater mit den Jungtieren vermehrt Schafe gerissen. Jetzt sind das halt auch "Problemtiere" . Die Bedingungen für die Schafbesitzer hier sind bestimmt deutlich besser als für die in Namibia, aber die fordern auch den Tod der Tiere. Die Gefahr für die Menschen ist in Namibia bestimmt sehr viel höher als in Deutschland. Hier geht es "nur" um das Vieh. Zumal Schutzmaßnahmen wie Schutzhunde oder E-Zaun noch staatlich subventioniert wird. Ich denke nicht, dass der Hirte in Namibia solche Unterstützung hat. Bevor man andere Verurteilt, sollte man mal im eigenen Umfeld schauen. Viele Grüße Sasa
Topobär5'479 Beiträge · seit 200927. Okt. 2017 · #8
Wer sagt eigentlich das der Leopard die Initiative für den Angriff ergriffen hat? Anscheinend waren es ja zwei Tiere und nach der Beschreibung ist anzunehmen, dass es sich um ein Jungtier und ein Elterntier gehandelt hat. Ein Angriff auf einen mit einem Speer bewaffneten Menschen ist in dieser Konstellation ist schon mehr als ungewöhnlich. Gerade Leoparden gehen dem Menschen aus dem Weg. Ich durfte davon schon selbst profitieren, als ich einen Leoparden im Baum über mir nicht entdeckte. Er hätte mir ins Genick springen können und ich hätte keine Chance gehabt. Stattdessen ist er hinter mir zu Boden gesprungen und weggelaufen.
Nach dem Artikel ist auch folgendes Szenario denkbar: Der Hirte entdeckt ein Leopardenjungtier und nutzt die Gelegenheit einen Nahrungskonkurrenten Auszuschalten. Dabei wird er vom Elterntier, welches versucht das Jungtier zu schützen schwer verletzt. Dieses Szenario würde auf jeden Fall die normalen Verhaltensweisen von Hirten und Leoparden besser widerspiegeln.
RenzoThemenstarter120 Beiträge · seit 201527. Okt. 2017 · #9
Topobär es könnte so gegangen sein wie du schriebst. Ich hab eine Foto vom getöteten "Leopardenjungtier" gesehen und es ist nicht so klein dass ich es einfach mit messer und speer attackieren würde.
Ich höre immer öfter dass Leoparden in Namibia im moment am boomen sind und immer öfter konflikte mit menschen gibt. Das problem ist dass sie dann schnell mit gift dezimiert werden können...