Reisebericht

Namibia August 2017 Bewertungen

von La Leona · begonnen 25. Aug. 2017 · 16 Teile

Teil 125. Aug. 2017
Namibia August 2017 Bewertung von Unterkünften, Camp Sites, Restaurants, Aktivitäten und Autovermietung

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Wir sind erst kurz wieder daheim nach drei Wochen in Namibia als neunköpfige internationale Familie auf Campingtour. Dafür plante und reservierte ich frühzeitig drei Fahrzeuge, feste Unterkünfte und camp sites. Die Route war sehr Damaraland-lastig weil Max und ich diesmal mehr Zeit in der Palmwag Concession und Umgebung verbringen wollten.

Route:
Windhoek-Camp Gecko-Swakopmund-Cape Cross- Messum Krater-Ugab Rhino-Gai-As-Doros Krater-Goantageb-Madisa-Twyfelfontein-Palmwag-Crowther-Mudorib-Hoanib-Obias-Sesfontein-Ongongo-Khowarib-Klein Serengeti-Ojitheka-Hoada-Kamanjab-Olifantsrus-Okaukuejo-Outjo-Okonjima-Windhoek.

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Wir neun bereisten Afrika zum ersten Mal gemeinsam im Jahr 2011 als Selbstfahrer und Camper in Botswana und sind ein gut eingespieltes Team. Sieben von uns waren noch nie in Namibia. Der damals knapp aus den Windeln jüngste Teilnehmer konnte diesmal schon ganz alleine das Campfeuer anmachen.

Wem die lokalen Ausdrücke unbekannt sind kann gerne in meinem Glossar den einen oder anderen Begriff nachschlagen. https://www.namibia-forum.ch/forum/139-off-topic/284127-glossar.html?limitstart=0

Die Bewertungen stelle ich nach und nach ein und beginne logischerweise mit Windhoek wo wir alle Ende Juli aus diversen Himmelsrichtungen eintrudelten.

Windhoek:
Tamboti Guest House
2Ü zum Beginn der Reise und dann noch 1Ü am Ende. Das Preis-Leistung Verhältnis scheint mir sehr gut. Doppel mit Frühstück N$820. Geräumige saubere Zimmer, davon einige mit Aussensitzplatz, praktisch möbliert, in einem ruhigen Quartier und doch an zentraler Lage. Kein Safe im Zimmer. Haartrockner auf Verlangen erhältlich. Zum Frühstück gibts keine Eier. Dafür diverse Sorten sehr gutes Brot und guter Kaffee. Die schattigen Innen-Parkplätze sind auch für hohe Fahrzeuge mit Dachzelten geeignet. Mutter Sigi und Sohn Olaf sind jederzeit zur Stelle bei Wünschen und Fragen. Es gibt einen Self-Service Kaffeeautomaten und eine honesty bar mit kühlen Getränken. Schwimmbad nur im Sommer.

Joe's Beerhouse
ist für Neulinge ein Muss, die Preise sind sehr akzeptabel, das Ambiente ist locker, man muss auf Rückenlehnen verzichten, eher Bierzelt-Bestuhlung. Der Service ist erstaunlich gut und freundlich, wenn man bedenkt dass hier 550 Personen auf einmal sitzen und essen + noch 60-80 an der Bar. Unbedingt mutig sein und exotische Fleischstücke bestellen. Reservation notwendig. Vermerken wenn man drinnen sitzen will.
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Nice
Beste Qualität diverser Fische und Austern, sehr gut zubereitet und kreativ dekoriert serviert. Teurer als Joe's, aber auch viel eleganter und raffinierter. Uneingeschränkt zu empfehlen. Wäre zu Fuss erreichbar vom Tamboti aus. Exklusiv: Männer dürfen auf Eiswürfel pinkeln...
Teil 225. Aug. 2017
Camp Gecko

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Die Bush Tents und 3-storey hide-aways stehen etwas nah beieinander, aber das war für unsere Familie geradezu ideal, denn die Kinder schliefen alleine in einem der Zelte. Self-catering Preis pro unit zwischen N$790-900. Ausstattung ist zweckmässig rustikal, gute Matrazen, saubere Wäsche, liebevolle Dekoration überall, einmalige Sicht in die Weite. Als Einstieg für uns perfekt, wir genossen unser erstes Braai bei mildem Winterwetter und den fast vollen Mond. Wegen Wassermangel war Priorität Wasser für unsere Duschen statt Pumpe fürs Wasserloch gemäss René. Tipp: Adventure Trail auf Camp Gecko wandern, was ungefähr zwei Std. dauert. Die diversen Stationen entlang des Trails mit den Fragen und Quiz sind interessant für jung und alt. Heidi, René und Maria sind liebe Leute und interessante Gesprächspartner. Abfahrt 9 Uhr in Windhoek über die C26, Wendekreis des Steinbocks, Spreetshoogte Passs (dort pic nic mit fantstischer Sicht) um 14 Uhr im Camp und dort den Nachmittag geniessen.

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Teil 325. Aug. 2017
Auf dem Weg von Camp Gecko nach Swakopmund

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machten wir eine Aktivität bei Daredevil Adventures

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Combo mit 1 Stunde dune boarding und 1 Stunde quad biking war eine ideale Kombination als Nachmittagsprogramm von 15.00-17.00 Uhr für uns. Preis pro Person N$650

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Zum Sonnenuntergang war die Tour gerade zu Ende und die restlichen km fuhren wir dem Meer entlang in toller Dämmerstimmung bis Swakopmund.
In Meike's Guest House wurden wir von Meike persönlich empfangen und fühlten uns sofort sehr wohl. Danke für den Tipp Eulenmuckels. Hier wohnten wir gerne für 2 Tage. Die Zimmer sind sehr bequem und geräumig, die Badezimmer pingelig sauber und der Garten liebevoll gepflegt. Super Frühstücksbuffet und charmant nette Bedienung.

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Abends gingen wir einmal im Brewer's and Butchers und einmal im Ocean Cellar essen, beide Male zu Fuss, ca 10 Minuten zügig laufen. Wir waren mit dem Essen und dem Service in beiden Restaurants sehr zufrieden, Reservation ist notwendig.
Teil 425. Aug. 2017
Batis Birding
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Eco Dune Tour
auch bekannt unter dem Namen Living Desert oder Little Five Tour. Abholung im Hotel um 08.00 Uhr, Dauer ca 4,5-5 Std. Die Tour führte Sean Braine, alle waren restlos begeistert von seinen Kenntnissen. Preis N$700 pro Person. Ich habe den Ausflug in den vergangenen zehn Jahren schon viermal mitgemacht, abwechselnd mal mit Tommy und Chris. Es freut mich ganz besonders dass die Familie Braine nebst Birding Reisen nun auch diese halbtägige Tour anbietet.

Village Café, Swakopmund
Ein absoutes Muss in Swakopmund, deftiges Frühstück kann man den ganzen Tag bestellen, feine Salate, verführerische Torten, etc. Hinten im Garten ist es lauschig. Die Sprüche an den Wänden sind so witzig.


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Teil 525. Aug. 2017
6. Tag Swakopmund - Ugab Rhino Camp

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Am Morgen stiessen unsere südafrikanischen Freunde inkl. ihrem jungen Zwergdackel zu uns um uns während einer Woche auf unserer Tour zu begleiten. Ich war etwas nervös den Konvoi zu leiten, denn unser Freund kennt wahrscheinlich jeden track den es in Namibia gibt. Doch er insistierte das Schlusslicht zu machen, so wie wir, als wir vor ein paar Jahren in der umgekehrten Lage waren und an einer Reise mit seinen Freunden teilgenommen haben.

Unsere Gruppe war nun 11 Leute, 1 Hund und 4 Fahrzeuge stark und voller Aufregung denn das Camping Abenteuer konnte beginnen.

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Abfahrt war um 08.30 Uhr für die Etappe Swakopmund - Cape Cross - Messum Krater - Brandberg West Mine - Ugab Rhino Camp. Das Permit dafür hatte ich schon am Vortag im 1. Stock der NWR Behörde kostenlos besorgt.

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Tageskilometer 260km alles auf Saltroads, Schotter und Sand, wir waren 8 Stunden unterwegs davon sind wir gute 5 Std. netto gefahren. Die Abzweigung zur 4x4 Route ca. 5km nördlich von Cape Cross zum Messum Krater ist gut ausgeschildert. PicNic Stop haben wir beim Viewpoint des Kraters gemacht. Tiere sahen wir keine, dafür schöne Welwitschias.

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Ugab Rhino Camp N$80 pP

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Keine Vorausbuchung. Zahlung cash an den Caretaker. Die camp sites sind entlang des südlichen "Ufers" des Ugab Trockenfluss verteilt. Wir suchten uns einen geeigneten Platz für die vier Fahrzeuge. Der Caretaker heizt den donkey für Warmwasser entweder abends oder am nächsten Morgen ein. Nebst uns war nur noch ein Platz belegt. Es gab keine Tiere im Camp. Die Sanitäranlagen sind sehr rustikal mit longdrop Plumpsklo, aber soweit sauber. Der Wind legte sich gottlob bei Sonnenuntergang.
Teil 625. Aug. 2017
Ugab Rhino bis Madisa Camp
Abfahrt war um 08.30 Uhr (Tageslicht ab 06.30) Richtung bei Gai-As wo wir zuerst zu den versteinerten Bäumen fuhren, danach zum Aussichtspunkt bei Little Gai-As und dann zu "gross" Gai-As wo es permanent Wasser gibt und wir entsprechend Tiere sahen.

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Danach umrundeten wir den Doros Krater nördlich bevor wir ein gutes Stück im Goantageb Trockenfluss fuhren. Wir machten die Bekanntschaft von anti-poaching rangers des Save the Rhino trust.

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Das waren lediglich 100km aber wir waren den ganzen Tag unterwegs.

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Madisa Camp

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Für unsere grosse Gruppe reservierte ich schon sehr frühzeitig einen overland camp site und bezahlte diesen per paypal. Der email Kontakt war sehr freundlich und promt. Wir bekamen den Platz "Elephant" und waren froh dass derjenige neben uns frei blieb. Die overland sites sind grösser als die anderen, liegen nah beieinander und nah am Pool und an der Bar. Lustigerweise war aber auf keinem der Plätze ein overland Fahrzeug sondern je ein bis zwei Fahrzeuge. Die Ablutions für die overland sites sind nicht getrennt für Frauen und Männer. Es gibt 4-5 WC's und ebensoviele Duschen, halb offen, jedoch als besetzt kennzeichenbar. Vorteil ist hier dass der donkey immer eingeheizt ist und man sozusagen rund um die Uhr heiss duschen könnte. Die ganze Anlage ist sehr liebevoll gebaut und originell dekoriert. Die junge Besitzerin war gerade anwesend und für einen Schwatz aufgelegt. Sehr nette Frau. Nachts hörte man Verkehrslärm von grossen Lastern auf der D2612, der Generator wurde um 22.00 Uhr abgestellt. Ein paar Angestellte wohnen in Zelten gleich neben den Overland Sites und es war nicht unbedingt die ruhigste Nacht unserer Reise, grad noch akzeptabel. Preis für uns alle für eine Nacht N$1340.
Teil 725. Aug. 2017
Madisa - Aba Huab
Eigentlich waren 2Ü auf Madisa vorgesehen und gebucht, aber die D2612 ist in solch miserablem Zustand dass wir uns die 50-minütige Fahrt auf tiefstem Wellblech zwischen Twyfelfontein und Madisa nicht zwei Mal mehr als notwendig antun wollten.

Twyfelfontein Felsgravuren

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Schöne zweistündige Tour mit dem obligatorischen Guide auf dem Dancing Kudu und dem Lion Man Trail. Damit wir den Dancing Kudu machen konnten musste ich etwas insistieren, der Guide Deon war absolute Klasse. Eintritt N$100 pro Person. Bewachter und schattiger Parkplatz. Kiosk verkauft kalte Getränke, es gibt ein kleines Museum mit Infotafeln, einen Souvenirshop und Toiletten.

Aba Huab Camp
Direkt an der nachts nicht oder wenig befahrenen Strasse und am gleichnamigen Trockenfluss. Es gibt alte und neue Ablutions, beide sind gleich schmutzig und es sind Reparaturen fällig. Keine Haken in den Duschen. Es gibt heisses Wasser praktisch rund um die Uhr weil immer jemand den donkey beheizt. Die Asche der Feuerstellen wird morgens mit der Schubkarre gesammelt und dann einfach ins Trockenflussbett gekippt, überall liegt Müll. Sehr schade. Trotzdem blieben wir hier für eine Nacht und hatten Elefantenbesuch nachts auf unserer camp site. 200 N$ pP zahlt man für die Location, nicht für den Service. Nur cash, im Office neben der Bar mit Quittung.

Living Damara Museum
Sehenswert für gross und klein. Zeitlicher Aufwand eineinhalb bis zwei Stunden.
Organ Pipes und Burnt Mountain
N$80 Eintritt, die chemischen Toiletten sind geschlossen und es gibt keinerlei Informationen für Besucher. Muss nicht sein.
Teil 826. Aug. 2017
Aba Huab - Palmwag
Im Trockenfluss des Aba Huab fuhren wir erst bis zu den Organ Pipes und dann Richtung Mündung des Huab und machten einen Lunchbreak unter Anabäumen bevor wir bei den Wassertanks das Flussbett auf der pad Richtung Doro Nawas wieder verliessen. Wir sahen im Aba Huab einen schönen und entspannten Elefantenbullen bei seiner Siesta mit im Ast hängenden Rüssel. Am Nachmittag gings auf der C39 Richtung Palmwag. Wir fuhren total 170km und waren 7 Std. unterwegs, davon sind wir netto knapp 5 Std. gefahren.

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Palmwag Campsite
Ich kenne diese Lodge seit 2003 und kann mitverfolgen wie hier jedes Jahr etwas angebaut, renoviert, verbessert wird. Es gibt neue hübsche Zelte mit Holzdeck, etc. aber ich habe mir das heuer zuwenig angeschaut. Die Veränderungen sind rundum ersichtlich und das Personal wirkt sehr motiviert und freundlich.

Für uns habe ich nur eine camp site per email direkt vorausgebucht und die Nr. 3 verlangt. Meine Kreditkarte wurde wie vereinbart 30 Tage vor Ankunft belastet. Preis pP N$205. Fritz der Konzessionär begleitete uns persönlich auf den Platz weil er unbedingt sicher sein wollte wie wir da die Autos hinstellen, denn Nr. 3 sei der "Elefanten-Highway". Jumbo käme da zwischen diesen Büschen am Rand hoch, reibe sich dann rechts von der Palme den Hintern und marschiere dann da und da durch. Wir sollen doch bitte die Autos so und so stellen. Wir dachten er mache einen Witz. Wir durften uns schlussendlich je zwei Fahrzeuge auf Platz 3 und 5 verteilen.

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Die Ablutions sind nagelneu und sehr hübsch, praktisch und geräumig. Getrennt für Frauen und Männer. Gleich hinter dem Gebüsch von Nr. 3 ist der alte Pool den nun die Camper benutzen, der zweite neue Pool der Lodge darf aber ebenfalls benutzt werden und geniesst nachmittags mehr Sonne. Der Zwerg-Dackel und die drei Jungs probierten alle beide aus. Vorgängig hatten wir bei Palmwag angefragt ob der nicht mal ein Kilogramm schwere Hund willkommen sei. Die Antwort war "Sure, but maybe he gets eaten"!

Jumbo kam um 20.00 Uhr und faszinierte durch seine enorme Grösse und Geräuschlosigkeit. Er knabberte an diversen Büschen und zwängte sich dann in den grünen Gang Richtung Pool. Da wurde mir das Konzept Elefant im Porzellanladen wirklich klar. Leider fanden ein paar Camper man müsse ihn mit Blitz ablichten und ihm etwas zu essen an den Rüssel halten und ihn streicheln. Jumbo fand das dann nicht so toll und pustete die Leute auf Distanz.

Auch wenn die Stellplätze hier eher eng zusammenliegen ist die campsite der Palmwag Lodge ein idealer Zwischenstop für Reisen in die Palmwag Concession/Crowther Trail. Die Tankstelle gleich vor der Lodge nimmt nur Bargeld. Aber als Gäste der Lodge oder der campsite kann man den Treibstoff an der Reception mit Kreditkarte bezahlen. Camper ohne Reservation finden einen "overflow" Platz zwischen dem Camping Areal und der Garage, es gibt da auch Gruppengrillplätze. Unser Stellplatz Nr. 5 grenzte an diesen overflow aber wir wurden durch diese Leute nicht gestört. Es gibt keinen WifFi Corner mehr auf Palmwag.
Teil 928. Aug. 2017
Palmwag Concession - Crowther trail

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Das permit um in die Concession zu fahren erhält man an der Rezeption der Palmwag Lodge. Bezahlung ausschliesslich cash. Pro Fahrzeug N$120 unabhängig von der Dauer des Aufenthalts und pro Person/Übernachtung innerhalb der Concession N$120 pro Tag. Man erhält eine Karte und Verhaltensregeln. Es gibt keinerlei Infrastruktur innerhalb des Konzessionsgebietes. Das Schutzgebiet ist etwa so gross wie der Kanton Bern und grenzt an andere Schutzgebiete/Parks. Es leben keine Menschen hier, dafür ist die Gegend zu unwirtlich und zu trocken. Tiere gibt es wenige und nur solche die hier zu überleben wissen. Die nördliche Grenze der Palmwag Concession ist der Hoanib Trockenfluss, zugleich auch die Grenze zwischen Damaraland und Kaokoveld. Man fährt durch endlose Steinwüsten und Mondlandschaften, kann die Einsamkeit geniessen und hat eine sehr geringe Chance ein Wüsten-Spitzmaulnashorn in freier Wildbahn zu sehen.

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Das bewachte und verschlossene Gate befindet sich knapp 1km nördilich von Palmwag an der C43, Eintritt nur mit Permit.
Für unsere zweite Durchquerung dieses Gebietes wählte ich als Abstecher nur das Van Zyl's Gat, eine Schlucht die sich bei Regen mit Wasser füllt, welches dann im Uniab abgeht.

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Distanz für heute inkl. Abstecher 98km, wir fuhren in Palmwag um 09.00 ab, kraxelten lange in der Schlucht, machten einen ausgiebigen Mittagshalt beim viewpoint nach C3 und erreichten unser Übernachtungsziel C5 nach 8 Std., davon 5 Std. netto Fahrzeit. (C1-10 sind die markierten Stellen wo campen erlaubt ist)

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Teil 1028. Aug. 2017
Palmwag concession - Obias Trockenfluss
Gestern gingen alle früh schlafen und ich genoss die helle Mondnacht in ohrenbetäubender Stille am Feuer der Theun's campsite. Die Nähe zum Sekleton Coast Park ist spürbar, sogar die paar Prozent mehr Luftfeuchtigkeit.
Beim Hunkab Trockenfluss bogen wir ab nach Westen Richtung Blackridge campsite C-6 wo ich alternativ die Übernachtung geplant hatte.
C6 hat eine exponierte Lage, aber auch eine uneingeschränkte Weitsicht.
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Von C5 bis C6 sind es gut eineinhalb Stunden Fahrt, was uns gestern zu lang erschien. Zudem konnten wir heute frisch ausgeschlafen die rauhe Schönheit der Landschaft mehr geniessen.

Gegen Mittag erreichten wir das Trockenflussbett des Mudorib und machten kurz nach dem Kontrollposten (permit muss vorgezeigt werden) und dem Mudorib Wasserloch unsere Mittagspause unter schattigen Bäumen im Hoanib der hier breit und von hohen Felswänden und Dünen umgeben ist. Wir begegneten zwei recht grossen und absolut friedlichen Elefantengruppen, hauptsächlich Mütter mit ihren Jungen, wir sahen vereinzelt Kudus mit prächtigen Hörnern, viele Giraffen, Oryx und Springbock.

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Dann verliessen wir das wunderschöne Hoanibflussbett und bogen in ein von Felsformationen gesäumtes Seitental wo wir einen Mini-Rock-Arch entdeckten. Dann wurde das Tal immer breiter und ich kam mir plötzlich vor wie im Marienfluss im Kaokoveld.
Schon um 16.00 Uhr erreichten wir den Signal Hill. Total 102km, wir waren 7 Std. unterwegs und sind davon gute vierdreiviertel Stunden gefahren.

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Teil 1129. Aug. 2017
Obias - Khowarib Community Campsite

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Tolles Barking Gecko Konzert bis in die frühen Morgenstunden. Wir alle empfanden diesen Ort als ganz besonders, vielleicht wurde auch deshalb hier ein Memorial für eine verstorbene Person aufgestellt. Das scheint unter Offroadern und Naturliebhabern des südlichen Afrikas ein verbreiteter Brauch zu sein, ich durfte auch einmal an einer solchen Memorial-Plaque-Zeremonie für eine liebe namibische Freundin teilnehmen in der Region der Spitzkoppe.

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Zum Beginn des Tages und auflockern hüpften wir etwas in den Feenkreisen rum. Dann folgten wir dem westlichen Track des Obias bis zur D3707 und hier auf der Wellblechpiste mit Sand nach Osten bis zum verlassenen Ganamub Mountain Camp. Kaffeestopp mit Ausblick.

In Sesfontein gab es kein Diesel. Der Tankwagen werde erst morgen oder übermorgen erwartet. Das kennen wir nun schon von früheren Reisen. Von 3 x war nur 1 x Treibstoff erhältlich. Dafür gabs kalte Getränke und wifi in der Lodge. Danach fuhren wir für einen Sprung ins Wasser bis zur Warmquelle Ongongo. Seit meinem letzten Aufenthalt hat sich hier viel verändert. Die sanitären Anlagen und die Feuerstellen wurden neu gebaut und alles sieht sauber gefegt und gepflegt aus. Die Stellplätze sind sehr eng beisammen. Als Tagesbesucher bezahlten wir gerne die N$50 pro Person und nutzten die Gelegenheit um im Naturpool zu spielen, wir sahen Wasserschildkröten. Dann wurde noch warm geduscht, wohltuend nach 2 Tagen im "bush".

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Die staubige und holprige Fahrt retour zur Hauptstrasse und die wenigen Kilometer bis zum Beginn der Khowarib Schlucht wollte ich noch heute hinter uns bringen, denn die nächste Etappe bis nach Hoada via Klein Serengeti wurde mir von T4A für 124km mit 5h23min Fahrzeit berechnet. Egal was T4A berechnet, es ist für uns generell immer 50% mehr, also 8 Stunden. Das ist happig, denn im August hat man grad mal 11 Std. Tageslicht plus die Dämmerung als Puffer. So fuhren wir um 16.00 weiter und genossen dann bei der Khowarib community camp site noch einen Spaziergang am seichten Wasser im Hoanib. Die Übernachtung kostet N$100 pro Person, zahlbar bei der netten Angestellen am Eingang. Der donkey wird sofort bei Ankunft eingeheizt. Es gibt zwei Stellplätze mit direkter Sicht auf den Hoanib, unser Platz war leicht rückversetzt aber dafür gross genug für 4 Fahrzeuge.

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Es musste alles restliche Fleisch gebraten werden, denn die Mitnahme von rohem roten Fleisch (und Eier) durch den Veterinary Control Point von Nord nach Süd ist nicht erlaubt. Fisch und Geflügel kein Problem.
Teil 1230. Aug. 2017
Etappe Khowarib community Campsite - Hoada camp site

Die Community camp site ist sehr empfehlenswert, rustikal, schöne Lage und grosszügig bemessene Stellplätze, etwas wenig Schatten, Freiluft-Toilette und Dusche mit freier Sicht auf den Fluss und auch leicht einsehbar....

Gestern abend wurde alles Fleisch vorgebraten wegen dem Veterinary check-point, es blieb aber nichts übrig, 8 Erwachsene und 3 Kinder haben aufgegessen...

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Abfahrt war um 08.30 Uhr für die neu ab hier berechnete Route von 108km.

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Tiefsand, glatte und kantige Felsen, kleine und grössere Steine und ev. Wurzeln und vergrabene Äste durften wir als Hindernisse erwarten und entschlossen uns deshalb nicht den Druck der Reifen abzulassen. Mit einem 4.2l V8er, Untersetzung und den Difflocks hat man mehr als genug Spielraum um bei Feststecken souverän freizukommen. Im Notfall mit winch.
Für die 8km bis zum Wasserfall benötigten wir schon mal eine Stunde. Hier wurde etwas gespielt und die erste 4x4 Probe, gleich zum Einstieg, ausgiebig kommentiert.

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In meinen Augen der schönste Abschnitt der Khowarib Schlucht mit bunten Felsformationen.

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Beim eingezeichneten roten Punkt verliessen wir das Trockenflussbett um in die Klein Serengeti zu gelangen. Genau an dieser Stelle sahen wir sehr viele frische Löwenspuren jeder Grösse. Diese Spuren verliefen in Fahrtrichtung vor uns auf der sandigen Fahrspur und die Erwartung und Aufregung wurde über Funk kommuniziert. Natürlich haben wir keine Löwen gesehen. Im hohen Gras hätten sie unbemerkt einen Meter neben der Fahrspur liegen können.

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Die Markisen wurden am Mittag ausgerollt um wie schon ein paarmal zuvor an einer baumlosen schönen Stelle nicht der Sonne ausgesetzt zu sein.

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Am Ende der Ebene begegneten wir Rangers eines neuen? anti-poaching camps des Save the Rhino Trust. Diesen Männer kann man mit ein paar Päckchen Zigaretten eine grosse Freude machen. Leider wussten wir das nicht vorher.

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Den Rest des Nachmittags schufteten wir uns über Stock und Stein. In der Palmenoase wären alle gerne länger verweilt. Es war aber schon 17.00 Uhr als wir endlich das Rooilyn Vet Gate erreichten

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und noch eine halbe Stunde später die Hoada camp site.

Seit Juni 2017 ist Hoada unter neuem Management, die liebenswürdige junge Frau aus Outjo begrüsste uns und verlangte den Beleg der Vorauszahlung. Online buchte ich bei grootberg@journeysnamibia.com den Group Camp Site für uns. Pauschalpreis N$ 2035 bis max. 14 Pers. Abgerechnet mit Kreditkarte. Wir wurden der Nr. 8 zugeteilt. Flache grosszügige Fläche für die Autos, überdachte etwas erhobene "Küche" mit Spüle und gemauerter Arbeitsfläche, daneben eine hüfthohe Grillstelle plus noch eine Feuerstelle im Freien. In den Felsen schön versteckt 3 Toiletten und 3 Duschen. Wrude nur einmal eingeheizt. Kein Strom, ergo auch kein künstliches Licht. Schade dass wir so spät ankamen, es reichte nur noch ganz knapp für einen Sprung in den kleinen Pool. Den Kindern wurde vom Klettern in den Felsen abgeraten weil momentan eine "kleine Invasion" vorallem von Zebraschlangen und auch Puffottern bekämpft wird. Die Zebraschlange ist eine Speikobra und sehr giftig, ob man gebissen oder ins Auge gespukt wird. Sie kommt regelmässig in der Region um Kamanjab vor.
Ich kann diese camp site uneingeschränkt empfehlen.

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Teil 1301. Sept. 2017
Hoada - Kamanjab - Galton Gate - Olifantsrus 235km
Tanken und Einkaufen in Kamanjab. Ab Samstagmittag bis Montagmorgen sind sozusagen alle Geschäfte geschlossen. Ausnahmen: der kleine Shop bei der Total Garage wo man das Allernötigste wie Getränke, Dosenfutter, wenige Milchprodukte, etc. erhält. Dort um die Ecke auf dem Weg zu Oppi Koppi gibts Fleisch und Gemüse beim Impala Meatmarket. An der Shell Tankstelle kann man nur mit Bargeld bezahlen im geschlossenen Shop ist der ATM. Die Total Tankstelle nimmt Kreditkarten.

Oppi Koppi: für uns belegte Brote, Salate, Pizzas, sehr guten Kaffee, saubere Toilettten, wifi und Oasen-Feeling mit sauberem Pool. Hier sitzen am späten Vormittag bereits Locals am "Wasserloch" an der Bar vor dem TV mit Sportübertragung. Wir müssen uns hier von unseren Freunden verabschieden, denn Vierbeiner sind im Etosha NP nicht erlaubt.

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Galton Gate: rechts im kleinen Rondavel werden die Pässe gescannt (wenn in Betrieb) und links im grossen Gebäude muss man den Parkeintritt bezahlen. Erwachsene Ausländer zahlen (noch) N$80 pro Tag, Kinder unter 16 Jahren sind gratis. Problemos kann man auch erst vor der Ausreise aus dem Park in Okaukuejo oder Namutoni mit Kreditkarte die Parkgebühren bezahlen. Unsere Fahrzeuge werden sehr gründlich auf Drone durchsucht. Drone fliegen lassen ist verboten, wer einen mitführt muss diesen versiegeln lassen für den gesamten Aufenthalt in Etosha.

Das relative neue eingezäunte Olifantsrus Camp bietet ausschliesslich camping. Es gibt lediglich 10 Stellplätze und es herrscht grosse Nachfrage. Die einzelnen Plätze sind eng beeinander und einige haben gemauerte Feuerstellen am Boden und andere haben die hüfthohe Version aus einem halbierten 200l Ölfass. Die Ablutions sind für Frauen und Männer getrennt und gut eingerichtet, aber nicht besonders sauber. Das Wasser in den gekachelten Duschen ist heiss aber salzig. Es gibt auch eine grosse Spüle für die Wäsche oder den Abwasch. Ich würde sagen das Wasser ist nicht trinkbar.

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Es gibt ein interessantes Museum mit diversen informativen Tafeln zur Tierdichte, Geografie, Botanik und generelle Angaben zur Geschichte von Etosha, insbesondere Olifantsrus und den Elefanten.

So auch dass hier noch in den 1980er Jahren etwa 500 Elefanten zu Dosenfleisch verarbeitet wurden.

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Ich buchte und bezahlte fast ein Jahr im voraus einen Platz für 2 Personen auf der homepage von NWR. Die zusätzlichen Personen zahlten an der Reception im Camp. Preis pro Person pro Nacht N$280. Man will zukünftig Frühstück anbieten, der Kiosk und die Rezeption schliessen um 18.00 Uhr. Der Generator wird um 22.00 abgestellt. Gateschliessung war in unserer Augustwoche 17.43 Uhr und Gateöffnung um 06.18 Uhr. Das Publikum war gemischt international, jeder Platz belegt und auch die overflow Gäste bei den pic nic Tischen waren zum Brechen voll.

Eine nicht rutschsichere Holzimitation-Passarelle führt zum schönen Hide und hier gibt es zwei Etagen: oben mit freier Sicht und unten verglast. Es war viel los am dürftig beleuchteten Wasserloch, Nashörner, Elefanten, Hyänen, Löwen und die üblichen Verdächtigen.
Teil 1402. Sept. 2017
Olifanstrus - Okaujuejo 160km inkl. Zufahrt an diverse Wassserlöcher
Eine Beschreibung der Strecke und der Wasserlöcher in Etosha unterlasse ich denn es gibt hier im Forum genug informative und bildstarke Beiträge und Reiseberichte mit Schwergewicht Etosha.

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Die Bürokratie floriert im Restcamp Okaukuejo. Check-in der Zimmer und Campsites an der rechten Seite der Rezeption, den Parkeintritt zahlt man an der linken Seite. Zweimal einstehen. Schlüssel gibts gegen Schlüsselgebühr N$500 in cash.
Bush Chalet kostet N$2680 für zwei Personen und ist doppelt so gross wie ein Waterhole Chalet Zimmer, privater Parkplatz vor der Türe, private Sitzecke oder Tisch mit Bank und private Braaistelle. (Leider kein Foto dazu)

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Waterhole Chalet Doppelzimmer sind paarweise in einem Häuschen untergebracht und teilen sich den bequemen überdachten Aussensitzplatz. Preis für zwei Personen N$3640 für ein sehr kleines Zimmer, unpraktisch möbliert, keine Haken und Abstellfläche im Bad. Fahrzeug muss etwas entfernt auf dem grossen Parkplatz parkieren. Ein Zusatzbett für eine 3. Person ist nur im Bush-chalet vorbuchbar. Vor Ort (wir haben aus Olifantsrus am Morgen angerufen) kann man jedoch eine 3. Matraze für ein Kind verlangen in einem Waterhole Chalet, aber dann wirds erst richtig eng. Waterhole Chalet Nr. 1 und 2 und Nr. 9 und 10 haben Sicht aufs Wasserloch.

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Sonst haben nur die Premier Waterhole Chalets Sicht auf das Wasserloch.

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Das Restaurant offeriert alle Mahlzeiten in Form von Buffet. Preis mittags N$210, abends N$230, Kinder unter 12 Jahren die Hälfte, wie in den Zimmer. Mittags herrscht Hochbetrieb im Restaurant mit auswärtigen Besuchern, auch am Wasserloch. Abends ist es Dank Tischreservationen ordentlich organisiert und weniger chaotisch. Konsumationen werden direkt im Restaurant bezahlt, Visa und Mastercard akzeptiert. Noch immer sind die Renovationsarbeiten im Gang und das Restaurant funktionierte Ende August nur "al fresco". Die festen Unterkünfte haben Frühstück inkludiert, mit dem Angebot am Buffet waren unsere Bedürfnisse gedeckt, Brotliebhaber kommen zu kurz. Der gleiche Wein ist im Restaurant billiger als im Shop. Die Qualität des Essens ist unter-durchschnittlich, aber es geht. Das Personal ist erstaunlich freundlich.

Die Tankstelle in Okaukuejo hatte an unseren zwei Tagen nur Benzin, kein Diesel.

Das Museum ist in einem lamentablen Zustand mit toten Vögeln (nebst den absichtlich ausgestellten auch tote verirrte Vögel die nicht mehr hinausfliegen konnten) hinter den Schaufenstern, überall dreckig.

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Das Wasserloch ist der Grund warum wir hier zwei Tage verbrachten. Sonst käme es mir nicht in den Sinn solch einen Zirkus mitzumachen.
Nach dem Planschen im Schwimmbad verbrachten die Kinder jede freie Minute am Wasserloch und offerierten uns den willkommenen Service uns zu informieren wenn Action angesagt war: "hurry rhino with baby....tons of elephants...giraffe drinking......etc",

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Teil 1502. Sept. 2017
Okaukuejo - Okonjma
Bei Ausfahrt am Anderson Gate werden die Fahrzeuge kontrolliert. Anderson Gate ist ein Veterinary Cordon Gate
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Proviant und Treibstoff in Outjo. Der OK foods supermarket hat ein sehr gutes Sortiment, wir waren sehr positiv überrascht. Jede Menge Auswahl an gefrorenem Fisch, Meeresfrüchte, Fleisch, Game, gluten free Produkte, frische Salate, Gemüse. Bravo. Die Bakery hat zur Fabrik mutiert, war aber gut als Zwischenstopp und hinter dem Gebäude kann man sicher parken. Dort wird bald die neue Open Mall fertig sein. Über die Strasse die neue Location des Souvenir shops welcher früher neben der Bäckerei stand. Hübsche Auswahl, preislich etwa gleich wie im Craft Market in Windhoek.

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Okonjima wählte ich wegen den nur 4 schönen weit auseinander stehenden camp sites damit wir zum Abschluss nochmals "unter uns" in der Natur sein konnten. Ich reserviert Chimelo, den grössten Platz, für zwei Nächte lange im voraus, Bezahlung mit Kreditkarte. Preis pro Person N$330 pro Nacht. Wir hatten je zwei wunderbare Duschen und separate Toiletten und eine tolle überdachte Küche. Wild spaziert gelassen durch die Gegend.

Von der Buchung der Carnivore Tour am Ankunftstag nachmittags, trotz Bestätigung per email ( deswegen kamen wir ja auch schon um 14.30 an), wusste man nichts an der Rezeption des Day Centers. Es klappte dann doch noch aber wir fanden die Tour eigenartig. Wenig Informationen vom Guide. Kurzer Halt im Education Center und ein schneller Blick ins Spital. Dann zielstrebig alle sieben nicht in der freien Wildbahn überlebensfähigen Tiere im Gepardengehege finden, und dann noch den angefütterten Leoparden vom Hide aus abknipsen. Unterdessen hörte der Guide nicht auf zu jammern weil er schon den ganzen Tag arbeitete. Es herrschte dann aber später von Seiten der Rezeption und des Camp Supervisors grosses Interesse uns einen weiteren Ausflug zu verkaufen und wir entschieden uns für das Cheetah Tracking am nächsten morgen. Leider sei es dem Guide untersagt bestimmte Touren zu empfehlen. Die Auswahl müsse von uns getroffen werden.

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Unser Cheetah Tracking begann eine halbe Stunde früher als vereinbart, schlaftrunken noch vor Sonnenaufgang bei 3 Grad Celsius fuhren wir gut eine Stunde im offenen Wagen mit zwei Guides. Statt Guten Morgen hiess es wir müssen um 09.30 Uhr zurück sein. Der Andere meinte "This is bad", weil ihnen die allein lebende Gepardin mit Revier hoch oben im Norden zugeteilt worden ist. Dort ist das Gelände noch nicht gepardenfreundlich gerodet und das Tracking gestaltet sich entsprechend mühsam und unübersichtlich. Nach eineinhalb Stunden im Gänsemarsch durch Dornengebüsch sahen wir dann die Gepardin in der Distanz Dank dem Signal ihres Halsbandes welches uns piepend zu ihr führte. Dann war Zeit zum umkehren, zum Wagen zu gehen und alles im Eiltempo retour zu fahren. Nicht einmal für die Sichtung über Funk des frischen Oryxkill einer Leopardin mit ihren beiden Jungen hielt den Fahrer ab direkt auf die campsite zurückzufahren.

Meine Bewertung für Okonjima: Sehr schön angelegte und gewartete camp sites, sauberer Pool für die Camper, gut markierte Pfade für individuelle unbegleitete kürzere oder längere Wanderungen im "katzenfreien" Gebiet. Sehr freundlicher Camp Supervisor Daniel. Die gebuchten Ausflüge waren für uns alle, nicht nur für mich, unbefriedigend. Wir haben uns die Lodges nicht angeschaut, sondern das Areal der Camper ausgiebig genossen.
Teil 1603. Sept. 2017
Okonjima - Windhoek
war eine lockeres Vormittagsprogramm inklusive soukmässig gefeilschter Einkauf von schönen Holzschnitzereien in Okahandja. Dann fuhren wir direkt in unser Gästehaus um dort noch die restlichen Esswaren als picnic zu Mittag zu verzehren, die Zimmer zu beziehen und die Autos auszuräumen. Erst danach fuhren wir zu Savanna um die Fahrzeuge vor 16.00 Uhr wie vereinbart zurückzubringen. Den Rest des Nachmittags verbrachten wir mit Geld ausgeben im Craft Market und Appetit sammeln für das Abschiedsessen mit unseren Freunden.

Savanna Autovermietung / Fahrzeuge und Ausrüstung

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Für die diese Route wollten wir die tauglichsten und komfortabelsten Fahrzeuge. Ich wollte zudem unbedingt den Land Cruiser mit dem V8er 4.2l Diesel-Motor. Die Erfahrungen anderer Fomis mit diesem LC bushcamper bestärkten mich. Wir mieteten also 2 x die bushcamper Version für die Ehepaare und 1x die LC Camp Version mit zwei Dachzelten und dem Aufbau mit Schubladensystem für die Familie.
Alle waren begeistert von der Performance. Es ist das Mehrgeld wert, es gibt nichts aussetzen. Ausser ein Detail: Der Rückspiegel auf der Fahrerseite sollte über eine Verlängerung verfügen, denn die Sicht nach hinten ist durch das auf dieser Seite angebrachte 2. Reserverad sehr eingeschränkt.
Alle Reifen kamen heil und ohne jegliche Reifenpanne retour. Die Stabilität auf Asfalt und Schotter ist sehr gut. Der LC camp ist auch für eine 5-köpfige Familie ausreichend gross.
Die Campingausrüstung im bushcamper ist etwas umfangreicher, generell aber ähnlich in beiden Ausführungen. Warmwasser-Aussendusche und Solarpanel hat nur der bushcamper.
Ausser ein paar Tupperwares, einer non-stick Bratpfanne für nicht anklebende Rühreier und Badetücher (sind nicht inkl. im Bettwäsche-Set) kauften wir nichts dazu. Die Bettwäsche: Laken für die Matraze, Schlafsack, Kopfkissen und eine warme Decke gabs extra zu mieten für N$15 pro Tag/Person/Set.
Der grosse Kühlschrank im Bushcamper muss explizit zum voraus bestellt werden, sonst bekommt man nur den normalen 40l. Im LC Camp hat es eh nur Platz für den 40l. Bei Dreierbelegung im Dachzelt ist es wichtig das breite 1.60m zu buchen, normal nur 1.30m. Das vergass ich und kurzfristig war kein breites Zelt verfügbar. So schlief der Jüngste auf einer Schaumstoff-Matratze, welche geistesgegenwärtig kurz vor Abfahrt noch verlangt wurde, im "Premium Einzelzimmer" auf der Rückbank, denn drei Kinder im normalen Dachzelt geht nicht.

Die Solarzellen laden die 2. Batterie und damit wird der grosse Freezer/Fridge sowie ein 12V-220V converter gespeist. Man kann also alle elektronischen Geräte und Batterien direkt mit 220V aufladen.
Der LC Camp begann die Reise mit 15'000km und die beiden bushcamper mit 38'000 bzw. 49'000km. Der durchschnittliche Treibstoffverbrauch lag bei 14.8l/100km.
Die absolut notwenigen Funkgeräte für solch eine Tour mit mehreren Fahrzeugen mieteten wir nicht von Savanna, sondern durften die Geräte unseres Freundes benutzen. Wichtig ist einen Octopus 12-V Adapter mitzuführen denn Navi und Funkanlage schliesst man am Zigarettenanzünder an. Und davon gibts nur ein Anschluss im Wageninnern.

Savanna - Erreichbarkeit und Abwicklung/Kulanz bei Problemen

1. Problem - Kühlschrank
Am Dienstag nach dem Grosseinkauf in Windhoek kühlte unser volles Gefrierfach schlecht, darum hängten wir in Tamboti den Kühlschrank vorsichtshalber über Nacht ans 220V Netz per Stromkabel. Am Mittwochmorgen zeigte das Display -13 Grad C. Wunderbar. Nach der Fahrt am Ende dieses Tages stellte ich jedoch auf Camp Gecko fest dass unser Gefrierfach erneut nicht kühlt, die andere Seite des Kühlschranks schien ebenfalls wärmer. René, der Besitzer von Camp Gecko kennt sich in elektrischen Sachen aus und zusammen mit Max suchten sie die mögliche Ursache indem sie alle Anschlüsse Kabel, Voltien, Displays, Schaltungen, Sicherungen, etc. kontrollierten. Das Problem musste am Kühlschrank liegen, denn alles andere schien perfekt zu funktionieren.
Noch am selben Mittwoch rief ich von Camp Gecko aus die Savanna Mechanics hotline an und Heinz Geschke verstand die Sachlage und versprach eine Lösung zu finden bis am nächsten Morgen.

Am Donnerstagmorgen verzögerten wir die Abfahrt von Camp Gecko weil wir unbedingt die Antwort von Savanna wollten bevors losging. Der wifi corner kam gerade richtig um die Wartezeit zu überbrücken und doch jederzeit startklar zu sein.

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Savanna schlug vor uns mit Courier einen Ersatzkühlschrank nach Swakopmund zu senden und wir sollen diesen am Freitagmorgen beim Courier abholen, dort den defekten ausbauen und auf demselben Weg retoursenden. Das konnten wir alles planmässig am Freitag erledigen, denn wer Swakopmund kennt weiss dass dort am Wochenende die Gehsteige hochgeklappt werden. Wir wollten keinen Reisetag verlieren. Nach einem kleinen Umweg in einem Elektronikgeschäft weil die Kabel der beiden Kühlschränke verschieden waren, konnten wieder die Esswaren umgeladen werden und Grünzeug bei Fruit and Veg gekauft werden. Schade war jedoch dass Max und ich nicht an der Eco Dune Tour mit Batis Birding teilnehmen konnten und der Nachteil wir bekamen einen kleinen 40l Kühlschrank ohne Gefrierfach. Somit blieb unsere gefrorene Ware im anderen Auto für den Rest der Reise.

2. Problem Bremsleitung
Auf der C39 begann mir kurz vor einer Anhöhe auf dem Weg nach Palmwag plötzlich die Warnanzeige der Bremse on and off am Display zu erscheinen. Handbremse war voll gelöst, Max meinte es sei wohl irgendwo etwas Staub an einen Sensor gekommen. Als wir Palmwag erreichten fuhren wir zuerst zur Tankstelle und da legte sich Max unters Auto und stellte fest dass Bremsflüssigkeit ausfloss. Zwischen der Tankstelle und der Lodge versagten die Bremsen komplett.
Die Palmwag Lodge ist besitzt eine recht grosse Garage mit workshop, die Mechaniker machten sich sofort an die Arbeit, bauten die Leitung aus, schweissten sie und bauten sie wieder ein. Max verpasste den sundowner noch so gerne, wir hatten wieder Bremsen!

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3. Problem nochmals Bremsleitung
Auf dem letzten Viertel der Strecke von Olifantsrus nach Okaukuejo versagten die Bremsen erneut, das Pedal ging durch bis zum Boden. Zum Glück war es topfeben. Wir fuhren langsam und vorsichtig weiter wegen den Tieren. Einmal musste Max ganz drastisch runterschalten und die Handbremse ziehen weil ein Springbok aus dem nichts genau vor uns kreuzte. In Okaukuejo fuhren wir an die Tankstelle und dort hiess es dass in Okaukuejo nicht mal platte Reifen repariert würden. "No" war keine Option und Max insistierte so lange bis telefoniert wurde und ein Mann in einem BMW heranfuhr. Mr. X am Steuer sagte nur "follow me". Durch ein do-not-enter Tor gings in dieses Areal.

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Nach dem Befund wurde mit dem handy von Mr. X die Savanna Mechanics Emergency Nummer angerufen und die Sachlage erklärt, nein dies sei kein workshop und keine Toyota Garage. Dann fragte Mr. X plötzlich in die Leitung ob er schweissen oder eine neue Bremsleitung einbauen soll. Ersetzen war die Antwort, Max war auch dafür. Aber woher das Ersatzteil nehmen? Nach wenigen Minuten materialisierte sich eine offensichtlich nicht neue aber intakte Bremsleitung und Mr. X baute diese ein. Wieviel Max bereit sei zu bezahlen, das letzte Mal habe es Bremsflüssigkeit inklusive N$210 gekostet. Mr. X schlug 400 vor, und beide waren einverstanden. Die defekte Bremsleitung konnten wir nach Windhoek mitnehmen.

Savanna erstattete uns alle Auslagen und erst noch 50% des verpassten Ausfluges in Swakopmund mit einer Gutschrift auf unsere Kreditkarte. Gemäss AGB's wären sie dazu aber nicht verpflichtet, wir finden diesen Goodwill sehr entgegenkommend.

Fazit: Es kann immer etwas schiefgehen, wichtig ist dass der Vermieter erreichbar ist und konkrete und rasche Hilfe anbietet und dass man selber Initiative zeigt. Wer etwas von Mechanik versteht ist klar im Vorteil, denn nicht jeder wüsste auf Anhieb beim inspizieren woher die Flüssigkeit ausfliesst wenn er in unserer Lage gewesen wäre. Max's Kenntnisse haben uns schon oft aus mechanischen Misslagen gerettet, gerade weil er promt eine Diagnose zu stellen vermag, dazu seine latino-Verhandlungskunst und genügend Gelassenheit und Ruhe in einer kniffligen Situation passen perfekt in Afrika.

Gerne beantworte ich Fragen! Danke fürs miteisen und mitlesen!
Wünsche allen auch weiterhin gute pad auf euren Reisen durch Afrika.

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