BikeAfricaThemenstarter7'296 Beiträge · seit 200605. Aug. 2017 · #1Hallo zusammen,
ich habe gestern mal einen Quadrocopter live gesehen und die Möglichkeiten, die so ein Ding an Filmaufnahmen ermöglicht. Vor allem hatte ich die Möglichkeit, dem Besitzer reichlich Fragen zur Technik zu stellen und habe wichtige Infos zur rechtlichen Situation in Deutschland bekommen.
Wie sieht das nun in Afrika aus? Gibt es da irgendwelche Bestimmungen und Erfahrungen?
Zum einen möchte ich nicht gegen geltende Regeln verstoßen, zum anderen auch nicht Tiere verschrecken.
Ich weiß, dass viele Leute durch diese Dinger genervt sind, daher möchte ich mich auch im Vorfeld darüber informieren und vor allem dort Aufnahmen machen, wo weder Menschen noch Tiere gestört werden. Wie sieht das jetzt z.B. im Sossusvlei aus, wenn ich zu Fuß über die erste Düne steige, ganz alleine mitten im Sand bin und so ein Teil fliegen lasse?
Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
ERErnst541'079 Beiträge · seit 201605. Aug. 2017 · #2Hallo Wolfgang!
Hatte zu diesem Thema einen Thread eröffnet.
https://www.namibia-forum.ch/forum/15-fotos/291919-wer-hat-erfahrung-mit-kameradrohnen.html#465746Lies da mal nach, auch viel rechtliches ist dabei.
Gruß
Ernst
swisschees1'715 Beiträge · seit 200605. Aug. 2017 · #3In Parks sind sie veboten. Am Anderson Gate wurden wir danach gefragt. Deshalb gehe ich davon aus, dass sie auch im Sossusvlei nicht erlaubt sind.
Gruss
Emanuel
Vögali154 Beiträge · seit 201005. Aug. 2017 · #4Hallo Wolfgang
Ich kann nur von Sossusvlei berichten. Wir sind in Mai dort mit einem Guide unterwegs gewesen. Er musste uns dann kurz im Stich lassen, weil er einen Drohnen-Piloten ausfindig machen musste. Er hat uns dann aufgeklärt, dass diese dort verboten seien.
Lieber Gruss - Esther
Es stolpern mehr Menschen über ihre Zunge als über ihre Füsse.
YAyanjep1'014 Beiträge · seit 201605. Aug. 2017 · #5Das Verbot steht auch unübersehbar am Eingang. Im Etosha und allen anderen Parks ist es auch verboten, Drohnen zu benutzen. Aber das Land ist groß und es gibt genug freie Fläche, um eine Drohne aufsteigen zu lassen und niemanden zu belästigen.
Yanjep
BikeAfricaThemenstarter7'296 Beiträge · seit 200605. Aug. 2017 · #6yanjep schrieb:Das Verbot steht auch unübersehbar am Eingang.
... als ich vor fast 2 Jahren zum letzten Mal dort war, hat mich das Thema noch absolut gar nicht interessiert. Verbotsschilder, die mich nicht betreffen, vergesse ich auch sofort wieder (kennt ja fast jeder PKW-Fahrer, wenn auf der Autobahn Überholverbot nur für LKW oder Fahrzeuge mit Anhänger gilt). Sieht man, vergisst man aber umgehend wieder, wenn man nicht betroffen ist ...
Vielen Dank schon mal an alle, die geantwortet haben.
Gruß
Wolfgang
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YAyanjep1'014 Beiträge · seit 201605. Aug. 2017 · #7Das war auch keine Spitze gegen Dich sondern auf den Typen in Vögalis Post gemünzt.
Yanjep
BikeAfricaThemenstarter7'296 Beiträge · seit 200605. Aug. 2017 · #8yanjep schrieb:Das war auch keine Spitze gegen Dich sondern auf den Typen in Vögalis Post gemünzt.
... keine Sorge.
So habe ich das auch nicht aufgefasst.
Ich bin wirklich dankbar über jede Meinung und Erfahrung, bevor ich begeistert und blauäugig mit so 'nem Teil umherfliege und jede Menge Ärger bekomme, weil ich gegen irgendwas verstoße, von dem ich nichts weiß.
Gruß
Wolfgang
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dergnagflow2'534 Beiträge · seit 200705. Aug. 2017 · #9Ich werd' auf meinem nächsten Trip auch wieder eine mitnehmen.
Filmen tu' ich damit aber ausschließlich Landschaften und nur dort, wo sonst keine Menschen sind. Tiere film' ich damit auch nicht. Etoscha ist natürlich ein "No-Go", da ist's auch kein Problem, die Drohne während des Aufenthalts im Park in einer Kiste versiegeln zu lassen.
Persönlich habe ich allerdings kein Problem, beispielsweise im menschenleeren Deadvlei eine Drohne fliegen zu lassen. Im Februar zur Mittagszeit oder am frühen Nachmittag ist die Chance dafür wirklich gut 😉
lg
Wolfgang
YAyanjep1'014 Beiträge · seit 201605. Aug. 2017 · #10Soweit ich weiß, ist in Namibia zum 31.05.17 eine Drohnenverordnung in Kraft getreten, die u.a. die Nutzung in Nationalparks untersagt (wie in D in Naturschutzgebieten). Wenn man erwischt wird, könnte ich mir vorstellen, daß die Drohne erst mal konvisziert wird, ein teurer Spaß... Ganz davon abgesehen, daß die Behörden vermutlich ziemlich angepißt reagieren, wenn sich Touristen über geltende Gesetze (und deutliche Schilder) nach Lust und Laune hinwegsetzen.
Yanjep
buma831 Beiträge · seit 200905. Aug. 2017 · #11Vor zwei Jahren mussten wir so etwas im Deadvlei ertragen und es war einfach ätzend!
Für mich bedeutet das eine absolute Rücksichtslosigkeit gegenüber seinen Mitmenschen.
Übrigens: auch am Mittag waren wir schon im Deadvlei und auch andere kommen tagsüber dorthin.
Ich hoffe, dass das neue Verbot (31. 5. 17) hilft, diesen Unsinn zu unterbinden.
Liebe Grüße
Marga
dergnagflow2'534 Beiträge · seit 200705. Aug. 2017 · #12buma schrieb:Vor zwei Jahren mussten wir so etwas im Deadvlei ertragen und es war einfach ätzend!
Was genau hast du an "menschenleer" nicht verstanden?
Oder an "nur dort, wo sonst keine Menschen sind."
Kann mir vorstellen, dass es mühsam ist, wenn an "Hotspots" in Namibia zu Hochtourismuszeiten Drohnen umherfliegen. Und dass man auf jeden Fall zum Schutz der Wildtiere wie Nashörner in Parks wie Etoscha Drohnen rigoros verbietet. Allerdings gibt's so viel leere Gegend und Zeiten in Namibia, wo absolut niemand gestört wird, da ist eine solche Argumentation ("absolute Rücksichtslosigkeit", "Unsinn zu unterbinden" etc.) einfach fehl am Platz. Sorry.
Und als ich im Deadvlei war, war es *menschenleer*. Absolut. Also ausser mir halt. Und ich war dort über eine Stunde.
Nichts für ungut.
Wolfgang
Mattes-do71 Beiträge · seit 201606. Aug. 2017 · #13Ist doch eigentlich ganz einfach: Deadvlei ist ein Teil des Sossusvlei und somit Nationalpark. Und in Namibischen Nationalparks ist es verboten Drohnen aufsteigen zu lassen.
Im Zweifel werden die offiziellen Stellen sich um das Argument "menschenleer" nicht kümmern.
Nicht falsch verstehen, ich bin selber Drohnenpilot und fand es sehr schade das ich im Sossusvlei nicht fliegen durfte.
Aber als Tourist bin ich nun mal Gast in Namibia. Und für mich ist es selbstverständlich das ich die Gesetze und Bestimmungen meines Gastlandes akzeptiere.
Basta!
Gruß,
Mattes
BikeAfricaThemenstarter7'296 Beiträge · seit 200606. Aug. 2017 · #14... ich habe mich jetzt mal 'ne Weile mit dem Thema beschäftigt und für die nächste Reise fällt die Idee schon mal aus. Ich habe eine Umsteigeverbindung in Kairo und in Ägypten sind die Dinger verboten. Dann gehts weiter nach Südafrika und dort ist das private Fliegen verboten. Vielleicht gibts zusätzlich Probleme, damit einzureisen. Und dann gehts weiter nach Botswana und dort benötigt man wohl im ganzen Land -selbst außerhalb der Parks- für jeden Flug eine Registrierung.
Ich war da wohl ein bisschen blauäugig und dachte, ich könne einen Quadrocopter einfach so fliegen lassen, wenn niemand in der Nähe ist, den es stört.
Ich habe auch nicht bedacht, dass Wilderer solche Geräte nutzen, um Tiere aufzuspüren und in der Nähe befindliche Ranger rechtzeitig zu bemerken. Kein Wunder, dass man die Nutzung solcher Geräte stark einschränkt bzw. verbietet und ziemlich heftig reagiert, wenn sich jemand nicht dran hält. Ich bin schon mal fast im Knast gelandet, nur weil ich ein Pfefferspray in der Größe eines Deo-Sticks dabei hatte.
Es mag vielleicht gelegentlich die Möglichkeit geben, eine Sondergenehmigung zu bekommen, aber ich habe keine Lust, vorher langen Papierkrieg zu führen, um dann (vielleicht) die Erlaubnis zu haben, an Stelle X an Datum Y ab 14:20 Uhr für 15 Minuten fliegen zu dürfen. Ich möchte im Urlaub möglichst flexibel sein.
Irgendwie sind die Verwendungsmöglichkeiten dann doch sehr eingeschränkt und momentan sehe ich jetzt gerade keinen großen Sinn, mir so ein Gerät anzuschaffen.
Gruß
Wolfgang
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YAyanjep1'014 Beiträge · seit 201606. Aug. 2017 · #15Das mit den Wilderern hört man zwar immer wieder, aber ich kann mir nicht vorstellen, daß der Aufwand das Ergebnis trägt. So ein handelsüblicher Copter kostet ab 1000,00 Euro aufwärts. Ich kann mir vorstellen, in Afrika noch einiges mehr. Mit einem Akku bleibt sie er ca. 15-20 Minuten in der Luft, danach ist Akkuwechsel angesesagt und Ersatzakkus sind auch richtig teuer. Das dürfte sich gegenüber der herkömmlichen Wilderei ggfs. mit Unterstützung der lokalen Bevölkerung nicht rechnen bzw. bei der geringen Flugdauer auch nicht zielführend sein.
Ich würde vermuten, daß Copter in dem einen oder anderen Staat unbeliebt sind weil sie durch Überflug auch dort filmen können, wo man sonst nicht hinkommt und die Öffentlichkeit unerwünscht ist. Ich denke da z.B. an Präsidentenwohnsitze, militärische Anlagen und das Ergebnis der einen oder anderen Miß- oder Vetternwirtschaft, die mittels Copter auf den Speicherchip gebannt und veröffentlicht werden können. Daß in Nationalparks eine Störung der Tiere und Besucher unerwünscht ist, kommt natürlich dazu.
Yanjep
ERErnst541'079 Beiträge · seit 201606. Aug. 2017 · #16Hallo Yanjep!
Deine Meinung ist eine Ansicht, an die viele gar nicht denken. Aber das mit der Wilderei stimmt schon. Moderne Copter, z.b. DJI Mavic Pro, kosten mit 2 Ersatzakkus ca. 1700,-- Euronen. Für organisierte Banden kein Problem. Das Ding ist aber bis zu 5 Km Steurbar und damit ist es für Wildhüter praktisch unmöglich, den Besitzer zu finden. Und das ist sicher der Hauptgrund, dass man diese Dinger in den Wildparks verbietet.
LG
Ernst
BikeAfricaThemenstarter7'296 Beiträge · seit 200606. Aug. 2017 · #17yanjep schrieb:Das mit den Wilderern hört man zwar immer wieder, aber ich kann mir nicht vorstellen, daß der Aufwand das Ergebnis trägt. So ein handelsüblicher Copter kostet ab 1000,00 Euro aufwärts. Ich kann mir vorstellen, in Afrika noch einiges mehr. Mit einem Akku bleibt sie er ca. 15-20 Minuten in der Luft, danach ist Akkuwechsel angesesagt und Ersatzakkus sind auch richtig teuer. Das dürfte sich gegenüber der herkömmlichen Wilderei ggfs. mit Unterstützung der lokalen Bevölkerung nicht rechnen bzw. bei der geringen Flugdauer auch nicht zielführend sein.
... ich würde vermuten, dass die reichen Chinesen, die das illegal erbeutete Nashorn oder Elfenbein abnehmen, gerne solche Quadrocopter als "Arbeitsmaterial" zur Verfügung stellen. Der Ablauf der Wilderei bleibt im Grunde gleich, ist dann aber zielgerichteter.
So 'ne Mavic Pro fliegt 5-7 km weit und wenn die Akkuleistung sich dem Ende neigt, kehrt sie rechtzeitig automatisch zum Startpunkt zurück. Dazwischen liefert sie in Echtzeit Bilder und Koordinaten.
Ich glaube auch nicht, dass ein afrikanischer Wilderer sich aus eigenem Antrieb so ein Ding kauft, aber für die Auftraggeber im Hintergrund wäre es eine einmalige Investition und erhöht den "Ertrag".
Gruß
Wolfgang
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buma831 Beiträge · seit 200904. Okt. 2017 · #18Dann kriegst Du, wenn ich zufällig vorbei komme, etwas Ärger. So schon vor drei Jahren am selben Platz geschehen.
Trotzdem liebe Grüße
Marga
dino727 Beiträge · seit 200804. Okt. 2017 · #19Schubs!
dino727 Beiträge · seit 200804. Okt. 2017 · #20Immer noch der blöde Seitenumbruch Bug