Familienreise Namibia

12 Antworten · 3'321 Aufrufe · gestartet 09. Juli 2017 von famurna
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Themenstarter3 Beiträge · seit 201709. Juli 2017 · #1
Hallo.
Zu erst einmal möchte ich uns vorstellen. Wir sind Mirja, Laura und ich, Achim.
Nächstes Jahr planen wir eine Reise durch Namibia. Meine Frau und ich haben schon an geführten Touren in Botsuana, Sambia und Simbabwe teilgenommen und eine selber zusammengestellte, aber durch Guides gefahrene Tour durch Tansania unternommen. Im Nordwesten der USA und durch Neuseeland sind wir auf eigene Faust gefahren. Ich würde also sagen, dass wir Reiseerfahrung und auch etwas Afrikaerfahrung haben. Nun wollen wir beides kombinieren. Unser Traum ist Namibia zu erfahren.
Wir planen die Reise im Juli/August 2018, angedacht sind 3 Wochen. Es soll eine Camping Tour werden mit einem 4x4 Camper mit Dachzelt. Was wir sehen wollen sind die Kalahari, die Namib, die Dünen, Etosha. Wobei der Fokus klar auf Naturerleben steht. Also Tierbeobachtung, Landschaften und auch Wandertouren. Jegliche Tipps ausserhalb der gerade erwähnten Highlights sind äusserst willkommen.
Im Thread mit den Ersttäterrouten sind ja schon einige Dinge angerissen.
Ich gebe meinen Traum, noch einmal Afrikanische Wildhunde zu sehen, nicht auf. 😎
Ich habe gelesen im Khaudum Nationalpark gäbe es diese Möglichkeit, aber dieser soll sehr schwer zu erreichen sein (300 km Sandpiste und nur im Konvoi?) Das ist mit Kind dann wohl doch etwas gewagt. Ich habe aber auch gehört, dass es private Wildfarmen mit sehr guten Beobachtungsmöglichkeiten für Wildtiere gibt, evtl. auch Wildhunde?
Ganz wichtig ist, muss ich alle Campingplätze im vorraus buchen, also die Tour auf den Tag planen, oder gibt es eine gewisse Flexibilität?
So erstmal genug geschrieben. Wir freuen uns auf vielfältige Ideen und Tipps, Erfahrungen!
Vielen Dank im vorraus.
Achim
1'794 Beiträge · seit 201309. Juli 2017 · #2
Hallo Achim, herzlich willkommen im Forum!

Mir fällt in Namibia eigentlich nur Erindi als privater Park ein, wo du Wildhunde zu sehen bekommst!

Andere Möglichlkkeiten außerhalb Etosha für Tierbeobachtungen sind Omaruru Game Lodge, Epako, Mt. Etjo, Otjiwa, Okonjima, Düsternbrook, Okambara, Wabi Lodge und und und!

Viel spaß bei der Planung!

LG NOGRILA
16,9k Beiträge · seit 201209. Juli 2017 · #3
famurna schrieb:Im Thread mit den Ersttäterrouten sind ja schon einige Dinge angerissen.
Ich gebe meinen Traum, noch einmal Afrikanische Wildhunde zu sehen, nicht auf. 😎
Ich habe gelesen im Khaudum Nationalpark gäbe es diese Möglichkeit, aber dieser soll sehr schwer zu erreichen sein (300 km Sandpiste und nur im Konvoi?) Das ist mit Kind dann wohl doch etwas gewagt. Ich habe aber auch gehört, dass es private Wildfarmen mit sehr guten Beobachtungsmöglichkeiten für Wildtiere gibt, evtl. auch Wildhunde?
Ganz klar: Okonjima!

Die Campsites sind super und natürlich entsprechend sehr beliebt. Von daher ist eine Vorbuchung anzuraten.

LG
Logi
Themenstarter3 Beiträge · seit 201709. Juli 2017 · #4
Super, vielen Dank. Die erste Antwort so schnell!
Was ist zu der Reisezeit zu sagen, in unserem Sommer? Wie ist es da in Namibia? Dicke Schlafsäcke nehmen wir mit.
Dann kommt ja auch Gepäck zusammen. Welche Fluglinien sind zu empfehlen?
33,1k Beiträge · seit 200609. Juli 2017 · #5
Hallo Achim,

willkommen im Forum.
Ihr reist zur Hauptsaison (u.a. Schulferien in Mitteleuropa und dem gesamten südl. Afrika), so dass Vorbuchen an den Hotspots und insbesondere wenn ihr spezielle Campingplatzwünsche habt, durchaus Sinn macht. Das Auto könnt ihr ruhig auch schon ein Jahr im Voraus buchen um die besten Angebote zu bekommen.

August ist tiefster Winter, d.h. es kann (von Süd nach Nord wärmer) nachts Frost geben und tagsüber im Süden nicht wärmer als 15 Grad sein. Im Norden (Etosha) erlebt ihr tagsüber um die 25 Grad. Ich rate vom Camping an der KÜste ab, da das Wetter sehr wechselhaft ist und es aufgrund der Feuchtigkeit/Nebel unschön sein kann.

Wildhunde siehst Du mit Sicherheit nur auf Erindi, mit Glück u.a. im Khaudum und Mangetti (die aber beide nicht unbedingt zur Standard-Erstlings-Tour gehören). Ansonsten sind diesbezüglich Harnas und N/a'an ku sê Anlaufstellen. Dazu gibt es auch eine Thread (zwar aus 2010, macht aber inhaltlich nichts): https://www.namibia-forum.ch/forum/7-routen/134950-wild-dogs-in-namibia.html

Ansonsten hier der Thread zu den beliebten Ersttätertouren: https://www.namibia-forum.ch/forum/7-routen/289845-ersttaetertouren-so-sehen-sie-aus.html

Viele Grüße aus Windhoek
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
16,9k Beiträge · seit 201209. Juli 2017 · #6
Wildhunde siehst Du mit Sicherheit nur auf Erindi,

Nöö, aber nicht als Camper bzw. im Camp Elephant 😉

Dazu müssten sie schon in der Old Traders Lodge übernachten.

LG
Logi
zuletzt bearbeitet 09. Juli 2017
Themenstarter3 Beiträge · seit 201710. Juli 2017 · #7
Vielen Dank schon mal für die Antworten.
Ich habe auch gleich Nachgesehen, leider sind viele Aktivitäten für kleinere Kinder laut den Beschreibungen nicht zugelassen (Gamedrive im offenen Wagen, Bushwalk etc.). Hat da jemand genauere Erfahrungen, Reisen mit kleinen Kindern gemacht? Unsere Tochter wird 3 Jahre alt sein.
Viele Grüsse Achim
6'152 Beiträge · seit 200610. Juli 2017 · #8
hallo Achim,
im Juli und August wird es abends und in der Nacht sehr kalt ob das für ein dreijähriges Kind im Dachzelt so angenehm ist, ich denke nein. Warum wartet Ihr nicht noch ein paar Jahre bis ein Kind auch vernünftiger ist. Wie Du schon erwähnst, ist bei entlichen Unterkünften das Mindestalter 12 jahre, so auch auf Okonjima. Was für Euch spannend mit Tiersichtungen ist, muss für das Kind nicht so sein, sondern immer im Auto finde ich anstrengend und langweilig, denn in diesem Alter möchten die Kinder lieber per Fuss die Welt erkunden. Wenn es schon Namibia sein soll, dann würde ich bevorzugt auf Farmen nächtigen, da sind meistens Tiere , es gibt viel zu sehen und das Kind kann auf Erkundungstour gehen. Überlegt Euch doch ob Ihr nicht erstmals hier in Deutschland auf einem Bauernhof Ferien macht, denn Flug und Rundreise ist doch für ein Kind anstrengend.
sonnige Grüsse
Hanne
8 x Südafrika,1x Zimbabwe, 22x Namibia, 4x Botswana, 1x Lesotho, 1 x Swasiland
33,1k Beiträge · seit 200610. Juli 2017 · #9
Hallo Achim,
Ich habe auch gleich Nachgesehen, leider sind viele Aktivitäten für kleinere Kinder laut den Beschreibungen nicht zugelassen (Gamedrive im offenen Wagen, Bushwalk etc.). Hat da jemand genauere Erfahrungen, Reisen mit kleinen Kindern gemacht?
ich habe selber zwei kleine Kinder (1,5 und 4,5) und lebe in Namibia. Die Einschränkungen beziehen sich eigentlich nur auf Game Drives wo "gefährliche" Tiere zu sehen wären. Normale Farmrundfahrten auf Gästefarmen etc sind in 99 % der Fälle kein Problem (vorausgesetzt Eure Tochter ist einigermaßen erzogen). Bei Erindi gibt es z.B. (sofern ihr in der Lodge übernachtet) spezielle Kinder-Gamdrives. Bushwacks machen mit kleinem Kind ja ohnehin wenig Sinn, aber es gibt da auch zahlreiche Möglichkeiten wo es keinerlei Vorschriften gibt (eigene Wanderungen/Spaziergänge auf Anib und und und...).

Zu Campen mit Kleinkind kann ich nichts sagen (da ich auch ohne Kind nicht campe). Was lange Autofahrten angeht kann man pauschal auch keine Aussage treffen. Meine Kinder haben keinerlei Problem damit 2x 10 Stunden von Windhoek nach Kapstadt oder 6 Stunden zum Opa auf die Farm im Auto zu sitzen. Sie kennen es aber sozusagen von Tag 1 an nicht anders.
Wir nutzen aber auch die moderne Technik wie DVD-Player (für den Größeren) etc. Auch der 10-Stunden-Flug haben beide nun mehrmals mitgemacht und das ohne Probleme. Ich möchte aber nicht wissen wie es z.B. mit Kindern ist, die den ganzen Flug Ohrenschmerzen haben. Soll nicht selten ein Problem sein.

Beste Grüße aus Windhoek
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
16,9k Beiträge · seit 201210. Juli 2017 · #10
famurna schrieb:Vielen Dank schon mal für die Antworten.
Ich habe auch gleich Nachgesehen, leider sind viele Aktivitäten für kleinere Kinder laut den Beschreibungen nicht zugelassen (Gamedrive im offenen Wagen, Bushwalk etc.). Hat da jemand genauere Erfahrungen, Reisen mit kleinen Kindern gemacht? Unsere Tochter wird 3 Jahre alt sein.
Afrika ist eben kein Zoo. Dass vielfach so kleine Kinder nicht zugelassen sind, hat nämlich einen einfachen Grund: sie könnten potentielle Beute für Raubtiere sein.

LG
Logi
1'822 Beiträge · seit 201610. Juli 2017 · #11
Hallo Achim,

wir reisen mit unseren Töchtern durch das südliche Afrika seit unsere Große 1,5 Jahre alt war. Unsere Kleine war mit uns unterswegs, als sie noch unter einem Jahr alt war. Bei uns hat immer alles gut geklappt - wenn man Tagesetappen nicht zu umfangreich plant und bereit ist, sich auch auf den Rythmus der Kinder einzulassen. Wir campen aber nicht, sondern wohnen in festen Unterkünften - auf Farmen, in Lodges oder staatlichen Rastlagern. Das hat für uns der Vorteil, dass einerseits ein gewisser Kälte- und Hitzeschutz gewährleistet ist, die Kinder einen Rückzugsraum haben und wir auch mal getrennt auf Pirschfahrt gehen können, da unsere Unterkunft ja nicht immer verpackt werden muss.
Wenn du irgendwelche konkreten Fragen zum Reisen mit Kleinkindern in der Region hast, kannst du sie mir gerne stellen. Ansonsten verweise ich noch auf meine Reiseberichte in meiner Signatur, zum Zeitpunkt der Reisen war unsere große Tochter vier Jahre alt und unsere Kleine rund um ein Jahr. In ein paar Wochen kann ich berichten, wie sich unser Nachwuchs in diesem Jahr im KTP und im Etosha geschlagen haben wird.

LG
Sascha
Website: www.picturesgonewild.de SA, Namibia, Mauritius 2016 / Kruger NP 2016, 2018, 2021, 2023, 2025 / Namibia 2017 / Sri Lanka 2018 / Namibia und Botswana 2019 / Costa Rica 2022 / Namibia 2022 / Norwegen 2024 / Indien 2025 Alle Reiseberichte unter: https://www.namibia-forum.ch/forum/linksammlungen-signaturen/304512-h-badger-reiseberichte.html
83 Beiträge · seit 201610. Juli 2017 · #12
Hi achim,

Ich denke du wirst am besten wissen was mit deinem kind geht und was nicht.
Wir reisen mit unserer tochter sehr viel seitdem sie auf der welt ist. Alle waren toll, wenn nicht gar magisch, nur weil die kleine mit uns da war.
Mir ist klar, dass wir das erstmal für uns selbst machen aber uns gehts dabei sehr gut und das schlägt auch direkt auf die kleine durch. Meine erfahrung ist, dass kinder dann eine gute zeit haben wenn die eltern entspannt sind.
Baut einfach ein paar sachen in den tag ein die euere kleine mag und lasst euch zeit. Zur not teilt ihr euch mal auf wenn ihr einen bushwalk etc. machen wollt.
Ihr habt ja ein eigenes auto und könnt selber viel anschauen. Etosha ist ebenfalls kein problem mit kind.
Vielleicht kann sie auch schon ein paar kleinere aufgaben übernehmen. Überlegt euch ein paar nette rituale und hebt euch neues spielzeug, dass sie noch nicht kennt für die momente auf an denen sie mal schlechte laune hat.
Mit der richtigen ausrüstung sollte auch das schlafen im dachzelt kein problem sein. Ein guter schlafsack, eine decke und ne dicke umarmung sollten reichen. Ab und zu ne lodge und alles ist gut.
Wir gehen im august nach botswana und unsere ist jetzt vier. Über ein paar grundsätzliche regeln und ideen kannst du hier im forum gut nachlesen.

Macht die reise und schafft euch tolle erlebnisse.

Beste grüsse!
2x Australien, brunei, vietnam, 3x Indonesien, namibia, südafrika, mosambik, swaziland, chile, argentinien, mexiko, 2x kanada, Kalifornien, Florida, Singapur, nevada, ruanda, nepal, kambodscha, vietnam und brasilien sowie einmal durch südeuropa mit dem camper in der elternzeit
zuletzt bearbeitet 11. Juli 2017
130 Beiträge · seit 201227. Juli 2017 · #13
Hallo Sascha,

ich freue mich auf Deinen neuen Reisebericht! Ich hab die anderen beiden mit viel Freude gelesen - denn sie waren der Grund, warum ich mich endlich getraut habe, eine Etosha-Reise mit unserer Tochter anzugehen. Ist zwar noch ein bisschen hin, sie ist jetzt 1,5 Jahre und wird zum Zeitpunkt der Reise drei sein - aber sei's drum. Ich dachte eigentlich, ich müsste meine Afrika-Sehnsucht noch mindestens zehn Jahre mit Gewalt unterdrücken, da eine Tour mit Kleinkind einfach zu schwierig oder riskant sei... oder ihre Anwesenheit andere Reisende pikieren könnte. 😉 Also an dieser Stelle: Vielen Dank, dass Du mir die Angst genommen und somit Afrika "wiedergegeben" hast.

Schönen Gruß aus München
Katja
Do no harm, but take no shit. 1996: Maasai Mara * 2012: Etosha * 2015: Kruger * 2018: KTP * 2019: Namibia Rundreise * 2021 Uganda Rundreise Reisebericht KTP 2018 - Biltong for Breakfast