totale Überforderung...^^

60 Antworten · 9'542 Aufrufe · gestartet 18. Juni 2017 von BobTetzlaff
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Themenstarter8 Beiträge · seit 201618. Juni 2017 · #1
Liebes Forum,

meine Frau Stefanie und ich Christian fliegen am 29.08-16.09 nach Namibia. Flüge und Mietwagen sind bereits gebucht. Unser Plan war bisher rauf in den Norden und dann an der nach Süden runter - white lady, swakopmund, namib, Sossusvlei, ggf. noch Fish River Canyon zurück nach windhoek...
Je mehr wir lesen, desto mehr fühlen wir uns überfordert mit der Planung und Gestaltung. Insbesondere weil wir eigentlich "einfach drauf los" wollten. Immer mehr erhalten wir das Gefühl alles genau durch planen zu müssen, weil ständig Warnungen zu lesen sind, dass man Unterkünfte früh buchen muß und nicht alles mal eben so geht, wie z.B. eine geführte Tour durch Etosha etc.
Wir sind das erste Mal in Afrika/Namibia und für uns ist das wichtigste Tiere und Landschaften zu sehen und bei all den zahlreichen Threads und Empfehlungen, sind wir nun an dem Punkt, dass wir mal an "Händchen" genommen werden müssen bzgl Route etc.;-)

Wir möchten direkt nach Etosha hoch, ggf. Zwischenstop ( hier fehlt uns aber noch ein richtige AHA-Sehensmuß ) und dann einige Tage dort verbringen. Einige sagen 3 Tage, manche 5. Eigentlich würden wir das gerne vor Ort entscheiden. Geht das denn und was ist die durchschnittliche Meinung? Gerne würden wir auch Etosha ohne Führer machen, aber ich glaube mitlerweile man sollte einen haben. Kriegen wir den denn kurzfristig vor Ort?

Vielen Dank für Meinungen 🙂

P.S.
Bitte verzeiht meine Verzweiflung

Christian
2'391 Beiträge · seit 201618. Juni 2017 · #2
Hallo Christian,
Etosha ist perfekt für Selbstfahrer. Gerade da braucht man keine Gamedrives buchen. In den privaten Logde und Farmgebieten musst du meistens geführte Touren machen. Die kannst du aber normalerweise vor Ort buchen.
Touren in Swakopmund, wie die Little Five Tour, könnten ausgebucht sein.
Campingplatz in Etosha und Sossusvlei buchen die meistens vor. Wir sind Lodgehopper deshalb kann ich dazu nicht aus eigener Erfahrung berichten.
Viele Grüße
Sasa
Die Freiheit des Einzelnen endet da, wo seine Faust die Nase eines anderen trifft. 3 Generationen zum ersten Mal auf Pad, Namibia 2016: http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/291659-3-generationen-auf-grosser-namibia-erstlingstour.html
505 Beiträge · seit 201718. Juni 2017 · #3
Hallo Christian,

bin selber "Selbstfahrender Ersttäter" und jetzt in der Planung für nächstes Jahr September - Oktober.
Das mit der Führung in Etosha seh´ ich nicht so. Ich war 2012 mit ´ner Reisegruppe 3 Wochen in Namibia unterwegs und fand es immer schade, dass ich nicht selbst entscheiden konnte, wie lang ich stehen bleibe, oder ob der Stop kürzer sein soll. Ich hab´s nicht bereut, wir hatten mit Ingo ´nen super tollen Fahrer/Guide!!! Aber geführte Tour durch Etosha, ich weiß nicht?! Wenn dir die Sichtungsfee beisteht siehste was, wenn nicht, halt ...! Ob jetzt mit oder ohne Guide! Denk ich!!! Aber so 4-5 Tage würd´ ich persönlich schon einplanen und dann vielleicht unterschiedliche Camps!

Für die Fahrt hin, sind halt ~400-550 km je nachdem welches Gate ihr nehmt! Ist halt schon was! Bleibt ihr die erste Nacht in Windhoek? Meine Tour "damals" lief anders rum, wir hatten den Etosha als Abschluss und wir hatten ´nen Stop in Erindi, aber das sind nur ~110 km von Windhoek. Waterberg (~300 km) liest man öfters was von, war ich nur nicht ...

LG

Markus
Kapstadt Namibia VicFalls 2012 Namibias Süden & KTP 2018 Cuba 2019 Eifel 2020 Ostfriesische Nordseeküste 2021 Schottland 2022 Australien 2023 Stockholm 2024 Dublin 2024 Edinburgh 2024 Al Andalus 2025 Und dieses Jahr noch Venedig, Athen und Edinburgh
zuletzt bearbeitet 18. Juni 2017
16,9k Beiträge · seit 201218. Juni 2017 · #4
Hallo Christian,

ich versuche mal mein Glück etwas Ordnung ins vermeintliche Chaos zu bringen:
wie ich sehe, wollt Ihr entgegen des Uhrzeigers fahren

29.08. Abflug (Frankfurt ???)
30.08. Ankunft Windhoek, Leihwagenübernahme, Stadtrundfahrt, 1 Übernachtung Windhoek
31.08. Weiterfahrt in Richtung Norden, 2 Übernachtungen Okonjima
2.-4.09. Etosha Ost, 2 Übernachtungen außerhalb (Onguma, Mokuti usw.)
4.-6.09. Etosha Okaukuejo, 2 Übernachtungen
6.-8.09 Nähe Twyvelfontein, 2 Ü (Camp Kipwe, Mowani usw.)
8.-11.09. Swakopmund, 3 Übernachtungen (Robbentour, Little 5, Mondesa Tour, Mondlandschaft/Welwitschia)
11.-13.09. Sesriem, 2 Übernachtungen (eine der Taleni Unterkünfte)
13.-15.09. Kalahari
16.09. Ankunft Deutschland ??? oder bleibt noch 1 Nacht übrig?

LG
Logi
Themenstarter8 Beiträge · seit 201618. Juni 2017 · #5
Wow 🙂 so schnell so viele Antworten. Toll danke!

Wir erreichen Windhoek am 30.08 morgens und fliegen am 16.09 Abends zurück. Ggf. machen wir, wie von Logi beschrieben, eine Übernachtung. Allerdings hatten wir auch überlegt nur Vorräte einzukaufen und Windhoek am letzten Tag zu besichtigen, falls noch Zeit ist - denn der Flug geht erst Abends zurück. Hatte vergessen zu schreiben, dass wir ein Auto mit Dachzelt haben und daher im Prinzip sehr flexibel sind bzgl Übernachtungen. Die Route - Logi - könnten wir uns grob so vorstellen!!

Meint ihr vier nächste in Etosha reichen?

@ logi:
2.-4.09. Etosha Ost, 2 Übernachtungen außerhalb (Onguma, Mokuti usw.) ---Was meinst du mit außerhalb?
zuletzt bearbeitet 18. Juni 2017
4'140 Beiträge · seit 200918. Juni 2017 · #6
Hallo Christian,
die Route von Logi könntet ihr schon so fahren. ich würde trotzdem versuchen in der Etoscha vorzubuchen. wenn du das aber lieber vor Ort erledigen willst und darauf hoffst, dass du mit den Übernachtungen Glück hast, dann besorge dir doch "Trummis Liste", ein Buch, in dem alle Unterkunfstmöglichkeiten (auch Campsites) in Namibia mit den Kontaktdaten stehen, dann kannst du, wenn du dir in Namibia eine dortige SIM-Karte beosorgt hast, jeweils einen Tag vorher bei deinem Wunschziel anrufen.
Gruß:
Burschi
21x Namibia, 6x Botswana, 6x Südafrika, 4x Simbabwe, 2x Sambia, 1x Tansania, 2x Kenia, 1x Mauritius, 1x Sansibar
4'140 Beiträge · seit 200918. Juni 2017 · #7
Etoscha "Außerhalb" heißt, du übernachtest nicht im Park, sondern außerhalb der Parkgrenzen. Den Park musst du dann am Morgen bei Sonnenaufgang aufsuchen und musst ihn auch vor Sonnenuntergang verlassen. "Im" Park kannst du in Okaukuejo, Halali, Namutoni, Dolomite und Olifantsrus übernachten. Da solltest du aber versuchen vorher zu buchen.
Der Vorteil von "im" Park ist, dass du auch nachts die Tiere an einem beleuchteten Wasserloch beobachten kannst. Besonders geeignet sind da Okaukuejo undn Halali.
Gruß:
Burschi
21x Namibia, 6x Botswana, 6x Südafrika, 4x Simbabwe, 2x Sambia, 1x Tansania, 2x Kenia, 1x Mauritius, 1x Sansibar
16,9k Beiträge · seit 201218. Juni 2017 · #8
BobTetzlaff schrieb:Wir erreichen Windhoek am 30.08 morgens und fliegen am 16.09 Abends zurück.
Okay, dann korrigiere ich wie folgt:

29.08. Abflug (Frankfurt ???)
30.08. Ankunft Windhoek, Leihwagenübernahme, Stadtrundfahrt, 1 Übernachtung Windhoek
31.08. Weiterfahrt in Richtung Norden, 2 Übernachtungen Okonjima
2.-4.09. Etosha Ost, 2 Übernachtungen außerhalb (Onguma, Mokuti usw.)
4.-6.09. Etosha Okaukuejo, 2 Übernachtungen
6.-7.09. Etosha West, 1 Übernachtung Olifantsrust
7-9.09 Nähe Twyvelfontein, 2 Ü (Camp Mowani usw.)
9.-12.09. Swakopmund, 3 Übernachtungen (Robbentour, Little 5, Mondesa Tour, Mondlandschaft/Welwitschia)
12.-14.09. Sesriem, 2 Übernachtungen (NWR Camp)
14.-16.09. Kalahari
17.09. Ankunft Deutschland

Für Swakopmund empfehle ich auf Grund der Witterung unbedingt eine feste Unterkunft - und zwar, da Ihr als Camper eh Selbstversorger seid, eine Ferienwohnung.
Die Campsites von Okonjima sind der Knaller, allerdings empfiehlt sich wegen der Beliebtheit, hier auch dringend eine Vorbuchung.

LG
Logi
zuletzt bearbeitet 18. Juni 2017
284 Beiträge · seit 201018. Juni 2017 · #9
Wir waren jetzt erst ausserhalb der Etosha in der Mushara Lodge und haben die Game Drives jeweils mit einem Guide gemacht.
Wenn man geführte Game Drives macht hat das entscheidende Vorteile:
die Guides stehen untereinander in Kontakt und helfen sich bei der Suche nach den Tieren.
Sie wissen auch aus Erfahrung, wann welche Tiere z.B. ans Wasserloch kommen.
Man erfährt viel Interessantes über Fauna und Flora und sie haben einen geschulten Blick, die Tiere, die man selbst übersehen würde, zu finden ( und das sind viele!)
Ausserdem unterstützt man auf diese Weise die Arbeitsplätze der Guides und somit die Akzeptanz der Bevölkerung für die
Nationalparks ( die Einstellung "Geiz ist geil" schadet hier nur )
LG Fredi





















Nationalparks. ( die Einstellung "Geiz ist geil" schadet hier nur!)
Gruss Fredi
Die Massai haben erzählt, dass sich zwei Löwen das Grab als Ruheplatz ausgesucht haben. Von dort haben sie eine gute Sicht ins Tal und auf das Wild. Ich darf nicht vergessen, es Denys zu erzählen, er würde sich darüber freuen. ( Frei nach Tanja Blixen)
7'296 Beiträge · seit 200618. Juni 2017 · #10
Hallo Christian,
BobTetzlaff schrieb:
Wir sind das erste Mal in Afrika/Namibia und für uns ist das wichtigste Tiere und Landschaften zu sehen

auch wenn Etosha ruft und ihr bei eurem ersten Afrika-Aufenthalt möglichst schnell viele Tiere sehen wollt, rate auch ich dazu, erst einmal eine Nacht in Windhoek zu bleiben und euch keinem unnötigen Stress auszusetzen.
Evtl. auf dem Flug nicht gut geschlafen, Gepäck kommt bisschen später, Probleme bei der Autoübernahme und plötzlich hat man einen Zeitdruck, der zum Rasen verführt. Überdurchschnittlich viele und schwere Unfälle passieren gleich am ersten Tag.

Fahrt doch am ersten Tag zum Daan Viloen Wildpark etwa 25 km westlich von Windhoek. Dort gibt es die Möglichkeit, mit dem Auto einen kleinen Rundkurs zu fahren oder auch z.B. eine 9km-Wanderung zu unternehmen. Mit etwas Glück begegnet ihr dort schon Zebras, Gnus, Kudus, Oryx, Springböcken, Kuhantilopen, Pavianen oder Giraffen - und das nicht nur aus dem Auto raus, sondern zu Fuß. Löwen, Elefanten usw. sind dort nicht am Start, so dass man dort alleine unterwegs sein kann. Stabiles Schuhwerk ist jedoch von Vorteil, da zumindest der 9km-Weg auch zeitweise über Geröll führt.

Nach hoffentlich ersten Sichtungen steigert sich die Vorfreude auf Etosha noch und der Abend klingt aus in Joe's Beerhouse mit einem Bushman Sosatie (Fleischspieß mit diversen Wildsorten). 😉
Dann gehts am nächsten Morgen entspannt los.

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
5 Beiträge · seit 201719. Juni 2017 · #11
Hallo Christian,
BobTetzlaff schrieb:

Meint ihr vier nächste in Etosha reichen?

Das muss jeder selber entscheiden, wenn man Pech und wenige Sichtungen hat, sind vier Übernachtungen sehr lange, andererseits erhöht es die Trefferquote, je länger man da ist.
Wir haben auch immer außerhalb des Nationalparkes übernachtet und sind früh zeitig in den Park gefahren. Meines Wissen nach gibt es im Park nur 3 Campingplätze, die aber, wie viele bereits gesagt haben, vor ab gebucht werden sollten.

Einen Tipp habe ich aber noch; die Routen sollten nicht zu lang gewählt werden. Zumal wenn man das erste Mal als Selbstfahrer unterwegs ist. Bei unserem ersten Aufenthalt sind wir auch über 4000 km gefahren. Im Endeffekt sieht man da nicht viel von der wunderbaren Landschaft. Auch ist der Druck zu groß, noch vor dem Dunkelwerden die nächste Unterkunft zu erreichen.

Wir werden 2018 diesmal Etosha auslassen und uns mehr am Waterberg und in der Okambara aufhalten, da sind auch die Big five zu finden und zu beobachten.
Viel Spaß
Falk
16,9k Beiträge · seit 201219. Juni 2017 · #12
Meines Wissen nach gibt es im Park nur 3 Campingplätze,

Es sind 4 Campingplätze:

Olifantsrus
Okaukuejo
Halali
Namutoni

LG
Logi
1'059 Beiträge · seit 200619. Juni 2017 · #13
Hallo zusammen

Wenn man kampiert, kann man meiner Meinung nach durchaus auch im Osten des Parks, also in Namutoni, übernachten. Das mit den Übernachtungen ausserhalb der Tore hat sich in diesem Forum hier irgendwie so ein bisschen als feste Meinung etabliert. Gegen die Lodges und Campsites dort ist ganz bestimmt nichts einzuwenden und das möchte ich wirklich betont haben, aber sooo wahnsinnig schlimm, wie man manchmal meinen könnte, ist Namutoni dann auch wieder nicht. Wie es mit den Bungalows dort aussieht, weiss ich nicht, aber der Campingplatz ist eigentlich ganz okay und hat halt eben den entscheidenden Vorteil, dass man innerhalb des Parks übernachtet. Die Gegend um Namutoni ist erfahrungsgemäss recht ergiebig, was Tiersichtungen angeht und es bringt es durchaus, wenn man morgens direkt aus dem Gate fahren kann und schon im Park ist bei Sonnenaufgang.

Viel eher würde ich mittlerweile auf das Campen auf Okaukejo verzichten, denn das ganze Rastlager dort ist ja zu einem riesigen Touri-Resort verkommen und eigentlich überhaupt nicht mehr gemütlich. Aber das ist natürlich nur meine persönliche Meinung.

Zur ursprünglichen Frage: 4 Nächte in Etosha halte ich durchaus für sinnvoll für »Ersttäter«. Mehr geht immer, weniger würde ich nicht, es lohnt sich sonst ja kaum, weil der Park ist riesig und man hat bei weniger Tage vor Ort keine Zeit, alles in Ruhe zu entdecken.

Liebe Grüsse
Sam
Reiseberichte: #safaribrothers on Tour Vol. IX- safaribrothers.ch Blog «In Gedenken - Kurzer Kgalagadi-Trip 2024» #safaribrothers on Tour Vol. VIII - safaribrothers.ch Blog «Du hast es so gewollt - 8 Wochen Campingsafari in Namibia und Botswana 2021/2022» #safaribrothers on Tour Vol. VII - «Kalahari» #safaribrothers on Tour Vol. VI - «Wo Problem?»
49 Beiträge · seit 200919. Juni 2017 · #14
Hallo Christian,

nur die Ruhe und nicht verrückt machen.
Oft ist das ja auch nur eine ganz persönliche Vorliebe, ob man lieber spontan ist, oder die Sicherheit einer gebuchten Übernachtung vorzieht.
Ich persönlich reise grundsätzlich auch gerne spontan. Allerdings glaube ich nicht, dass euch das in Namibia groß etwas bringt.
Du must bedenken, dass die einzelnen Übernachtungsmöglichkeiten oft weit auseinanderliegen und die Anfahrten zum Teil recht lang sind. Gleichzeitig sind viele schöne Campingplätze relativ klein, so dass in der Hauptferienzeit doch das ein oder andere ausgebucht sein könnte.
Ich persönlich würde daher in eurem Fall die Stellplätze vorbuchen. Dann spart ihr euch die nervenaufreibende Suche am späten Nachmittag und habt mehr Zeit für die tolle Landschaft. Aber wie gesagt, dass sieht jeder anders.

Bei der Etosha plädiere ich auch eher für die Übernachtungen im Park. Im letzten September hatten wir besonders viel Glück in Halali. Jeden Abend (3 Nächte) Nashörner am Wasserloch und sogar einen Leoparden. Okaukuejo ist m.E. für einen Neuling auch ein Muss, auch wenn ich zugebe, dass es doch recht unpersönlich und überlaufen dort ist. Aber Tiere siehst du (im Normalfall) jede Menge. 4 Nächte sind auch für mich das Minimum. Hängt halt von euren Interessen ab.

Zum Beginn eine erste Übernachtung in Windhoek finde ich auch empfehlenswert. Ist ja doch alles fremd und man kann sich so ein wenig einfinden.

Viel Spass noch beim Planen
Andi
191 Beiträge · seit 200919. Juni 2017 · #15
Hallo Christian, wie schon mehrfach erwähnt, gibt es verschiedene Möglichkeiten Etosha zu besuchen (Unterkunft innerhalb/außerhalb). Ich habe in den letzten 2 Monaten meine Buchungen für September abgeschlossen. Es war nicht einfach überhaupt noch eine Unterkunft, sei es Camping oder Zimmer, innerhalb oder außerhalb Etoshas zu bekommen. Zimmer in Etosha sind restlos ausgebucht, ebenso der Campingplatz in Okaukuejo (würde ich auch wegen des Trubels weglassen), lediglich in Halali war auf dem Campingpaltz noch etwas frei.
Du mußt Dich in jedem Fall beeilen, damit für Etosha noch etwas geht.

Beste Grüße
Gobobos
0
487 Beiträge · seit 201219. Juni 2017 · #16
Hallo,

Ich war gerade zwei Wochen in Windhoek und habe mit bekommen, dass die Unterkünfte in und um Etosha so ziemlich bis in die Mitte (außer Regenzeit) des nächsten Jahres ausgebucht sind, das gilt auch für viele andere Gegenden in Namibia. Selbst Touroperator und andere Veranstalter stöhnen unter der Situation.
Elf statt zwei Airlines fliegen jetzt Namibia an, da ist es schnell mit der Individualität am Ende. Einige Veranstalter (DER Tours) haben Kontingente, zwar meist keine Wunschunterkünfte oder schnuckelige Farmen aber noch verfügbare Plätze.
Die Planung muss zur Zeit folgender Maßen sein: Früh beginnen, erst die Unterkünfte, dann das Fahrzeug und zuletzt die Flüge.

Trotzdem viel Glück
Bernd
www.save-wildlife.org www.sptr.de
312 Beiträge · seit 201322. Juni 2017 · #17
Hallo Christian,

ich möchte zum ersten Tag der Tour noch einen Kommentar geben: Ankunft am 30.08., Immigration/Gepäck, Übernahme Auto mit Dachzelt (sorgfältige Prüfung nötig) & Einkauf für die ersten Tage (in Etosha ist die Auswahl mickrig) erlauben es m. E. nicht, dann auch noch bis Etosha zu fahren. Die Tage sind noch nicht so lang und im Dunkeln fahren ist ein no go.

Generell: Denkt daran, dass Ihr nicht einfach so "um die Ecke" eine Übernachtungsalternative, ein Geschäft oder ein Restaurant findet. Überlegt Euch, wo Ihr für welchen Abschnitt einkaufen könnt/wollt und was Ihr in den spärlicher ausgestatteten Gegenden vorrätig braucht.

Viel Spaß bei der weiteren Planung
DoNo
99 Beiträge · seit 201625. Juni 2017 · #18
Wenn Du morgens ankommst mit Air Nam dann kann's zeitlich bis Etosha ausgehen, aber wirklich machen will man das nicht. Je nachdem, welches Gate Du ansteuern willst, gibt es aber genügend Möglichkeiten auf halber Strecke.
Schau mal auf der NWR website nach bzgl. der Campsites im Park. Sieht für Juli/August/September relativ ausgebucht aus. Drumherum gibt es aber genügend Ausweichmöglichkeiten. Vreugde ist sehr herzlich, Mushara gefiel uns mehrfach sehr gut.
Etosha würde ich immer wieder nur als Selbstfahrer machen. Wenn man keine Tiere findet, findet man andere weiße Touri-Wägen, die welche sichten. Und in der Trockenzeit ist es unmöglich, keine zu finden. Unser eindrücklichstes Erlebnis war nachmittags um 15:30 ein Rhino was quer über die Straße trottete und sonst keine Menschen und Autos um uns rum waren 🙂
Die Straßen sind im Etosha teils gut, teils schlimmste Waschbretter. Auch deshalb kann ich mir eine mehrstündige Tour im Minivan oder Safariwagen nur schwer vorstellen.
Grüße, Tommy
199 Beiträge · seit 201525. Juni 2017 · #19
Hallo,

wir waren gerade drei Wochen mi dem Dachcamper in Namibia unterwegs und ich kann Dir nur davon abraten, gleich am ersten Tag bis Etosha durchzufahren. Bei unserem vorigen Besuch sind wir bis ca Otjiwarongo gefahren (ohne Dachzelt), nie wieder !!
Wir hatten am Flughafen Probleme mit dem Gepäck, dann ging es noch zum ATM und zum MTC Laden und dann das Auto übernehmen (der Vermieter war zum Glück am Fluhgafen ansässig). Das ganze Erklären mit Dachzelt und Checken des Zubehörs hat ca 1,5 Stunden gedauert, ich meine wir waren gegen 09:00 am Flughafen fertig. Dann noch Einkaufen (was mich nach dem Flug schon komplett überfordert hat, da aufgeregt und übermüdet), so das wir gegen 11 Uhr erst an unserer ersten Unterkunft in Windhoek ankamen. Wenn ich mir vorstellen müsste, das ich jetzt noch ca 6 Stunden Fahrt vor mir gehabt hätte...no way 🤢
Zu den Unterkünften in Etosha: Die Campsite in Namutoni ist ganz nett (ob wir nun Glück hatten weil es so ruhig war wegen Nebensaison weiss ich nicht). Okaukuejo dagegen war uns zu unruhig, aber für zwei Nächte war es okay. Ich würde allerdings bei unserer nächsten Tour nur eine oder zwei Nächte im Park bleiben, und dann noch 1-2 Nächte ausserhalb übernachten.
Wir haben übrigens alle Touren in Etosha auf eigene Faust gemacht - man ist einfach flexibler. Ich fand nichts schlimmer, als diese überfüllten Safari-Busse, die kurz an jedem Wasserloch angehalten haben, jeder durfte einmal den Löwen, Elefanten oder was auch immer knipsen und weiter ging es... Und Tips für interessante Sichtungen bekommt man auch auf andere Wege (z.B. liegt an jeder Rezeption ein Sightings-Book aus, wo jeder Besucher eintragen kann was er gesehen hat oder auch auf den Picnic Sites ergeben sich nette Kontakte). Im Gegensatz zu anderen Parks dürfen auch die Guides in Etosha m.W. nach nur die offiziellen Wege nehmen und nicht querfeldein fahren.

LG Nordlicht
--------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Viel zu spät begreifen viele die versäumten Lebensziele: Freude, Schönheit der Natur, Gesundheit, Reisen und Kultur. Darum, Mensch, sei zeitig weise! Höchste Zeit ist's! Reise, reise! Wilhelm Busch (1832 - 1908)
568 Beiträge · seit 201425. Juni 2017 · #20
Hab' mir den ganzen Faden gerade durchgelesen und so was wie eine "allseitige Überforderung" festgestellt.
Angefangen damit, daß "einfach drauflos" (wie ich es liebe) in Namibia an Grenzen stößt, zumal in der vorgesehenen Reisezeit,
über die kurze Reisedauer und "must see" Gedanken bis hin zu Detailantworten zu Fragen, die mir selbst völlig unklar sind.
Bevor falsche Schlüsse gezogen werden: ich schließe mich dieser "allseitigen Überforderung" an.

Ausnehmen davon will ich 'Logi", dessen Vorschlag eine stringente plausible Struktur in die Diskussion brachte.
Die "must see" Punkte für einen Ersttäter sauber aufgelistet und verteilt, fahrtechnisch machbar, Klasse!

Die Diskussion über "wieviele Nächte in Etosha und/oder drumrum" führen wir schon ohne zu wissen, worauf es dem "namibiaunerfahrenen" Threadersteller ankommt. Mit lauter guten Beiträgen m.E., aber wie zielführend?
Gerade die Frage: "in-oder außerhalb Etosha übernachten?" lässt sich wohl nur beantworten, wenn man die Situation kennt. So würde ich z.B. nicht "außerhalb" übernachten, nur um jeden Tag wieder eine "DDR-mäßige Einreise" in den Park zu zelebrieren. Wogegen ich mich z.B. in Onguma mit seinen Tieren auch ohne offiziellen Etosha-Park äußerst wohlfühlen kann.
Den Etosha von innen ohne Hektik morgens und abends erleben zu können, ist auch ohne "Stadionatmosphäre" am Wasserloch ein echter Bonus. Dafür muß ich nicht in Okaukuejo sein, eher zum "'ne Runde vor dem Frühstück drehen" ohne Anfahrt und Einreiseformalitäten.
Ein entspannter Sundowner drive/walk in Onguma ist eine schöne Ergänzung, eher als eine Alternative. Ob die Fragenden nun aber sich auf Entdeckungen in der Natur einlassen, oder besondere Präferenzen wie "Kätzchen", "Elis" oder sonstwas haben, gar eine Tier-Strichliste führen wollen, wissen wir nicht.

Im Grunde meine ich, wir können nur über erste organisatorische Klippen weghelfen.
Den Rest müssen und dürfen Stefanie und Christian selbst erleben.
Nimmt sie das Land gefangen, wie die meisten von uns, dann machen sie alles "verpasste" eben beim nächsten Mal.
Wenn nicht, sind sie woanders besser aufgehoben (wie es uns z.B. auf den Seychellen erging: "nett, aber abgehakt", um's überspitzt auszudrücken).

Damit euch, Stefanie und Christian ein erfüllendes, entspanntes Namibia-Erlebnis, Irgendwie regelt sich immer alles!
Insofern, auch wenn nur bedingt passend ein gut australisches "no worries mates" 😎