GiraffenfanThemenstarter65 Beiträge · seit 201407. Mai 2017 · #1
Hallo liebe Fomis, nach langem Planen und Informationen hier aus diesem tollen Forum habe ich endlich die Zeit gefunden unseren 1.Trip durch Namibia hier zu posten. Geholfen haben mir die vielen tollen Reiseberichte aus diesem Forum und Volker und Ute aus Swakopmund. Allen sei Dank! Vorab: Wir haben die Fotos mit einer Kompaktkamera geschossen: Canon Powershot SX710HS. Ich bitte daher um Nachsicht bei der Qualität.
Wir kommen pünktlich mit dem Flixbus um 14:15 am Frankfurter Flughafen an. Einchecken bei Air Namibia um 18:30. Alles wird genau geprüft. Läuft aber alles problemlos ab. Abflug planmäßig um 20:15. Die Bordverpflegung ist gut. Warmes Abendessen und Getränke gibt es kostenlos und mehrfach. Nach ruhigem Nachtflug landen wir pünktlich um 6:00 in Windhoek auf dem internationalen Flughafen Hosea Kutako.
GiraffenfanThemenstarter65 Beiträge · seit 201407. Mai 2017 · #2
Montag, 19.09.2016 - Immanuel Wilderness Lodge
Die Mietwagenfirma ASCO Carhire wartet bereits mit einem Fahrer in der Ankunftshalle. Da wir mit 3 anderen Paaren zu ASCO Carhire fahren, müssen wir noch auf diese warten. Wir nutzen die Zeit und sind die ersten am Wechselschalter und wechseln hier zum günstigsten Kurs während der ganzen Reise. Wir kaufen noch eine Telefonkarte und zwischenzeitlich hat der Fahrer alle Gäste beisammen und wir fahren ca. 30 Minuten zur Mietwagenfirma in Windhoek. Nach einer langen Prozedur bei ASCO Carhire mit Erklärungen des Wagens sowie der Haftpflichtversicherung wird klar, dass ich mit meinem alten Führerschein aus Deutschland gar nicht in Namibia fahren darf. Bernd hatte sich auf mein Bestreben den internationalen Führerschein besorgt. Nun darf er die ganze Reise alleine fahren. Wir fahren einen Suzuki Grand Vitara 4x4 Automatik. Auf dem Dach befindet sich ein 2. Reservereifen. Während unserer ganzen Reise durch Namibia haben wir keinen 2. Wagen mit einem Reifen auf dem Dach gesehen. Unser Wagen hat also einen großen Wiedererkennungswert. Das ist nicht zu verachten, denn geschätzte 95% der Autos in Namibia sind weiß. Das Auto hat bei Beginn der Reise einen Kilometerstand von 103.379 km. Das finde ich für einen Benziner und die Straßensituation Namibias ganz schön viel. Auf einen Hinweis, dass der Funkschlüssel nicht richtig funktioniert, kommt die lapidare Antwort: „zweimal drücken!“ Das funktioniert auch ein paar Mal. Nach dem ersten Aussteigen funktioniert es jedoch gar nicht mehr. Das heißt ab sofort die beiden 20kg-Koffer über die Rückbank hieven. Rein und raus, denn die Heckklappe hat keinen mechanischen Öffner und die Beifahrertür immer von innen öffnen. Ganz schön lästig.
GiraffenfanThemenstarter65 Beiträge · seit 201407. Mai 2017 · #3
Das Linksfahren stellt sich in Windhoek erstmals sehr gewöhnungsbedürftig heraus und mehr als einmal kommen wir in brenzlige Situationen. Nach vergeblichen Suchen des MET (Umweltministerium) zum Kaufen des Permits für den geplanten Welwitchia- und Monddrive bei Swakopmund fahren wir zum Pick´n´Pay einkaufen. Danach die B1 zur Immanuel Wilderness Lodge. Da genau an der Abfahrt zur Lodge eine riesige Baustelle ist, kurven wir lange hin und her um eine Ersatzzufahrt zu finden. Das Navi will uns natürlich immer durch die Baustelle führen. Nach ca. 30 Minuten sind wir dann endlich auf einer Route, die uns zur Lodge führt und wir kommen um 11:30 an. Das Zimmer in einem Doppelchalet ist sehr schön mit einer kleinen Terrasse.
Tagesprogramm: Ausruhen, am Pool liegen und über die Lodge wandern. Hier laufen Springböcke Perlhühner, große Schildkröten und anderes Getier rum.
GiraffenfanThemenstarter65 Beiträge · seit 201407. Mai 2017 · #4
Nach einem traumhaften Sonnenuntergang mit Blick auf die Khomas-Hochlandberge bekommen wir ein sehr gutes Abendessen. Vier-Gänge-Menü: Tomatensuppe (sehr aromatisch und scharf), Salat mit Gemüsecroutons, Kudusteak auf Reis, selbstgemachtes Eis. Alles sehr lecker, nur das Fleisch etwas salzig. Der Besitzer kocht hier selbst und bereitet das Steak im Restaurant auf einem großen Herd zu. Um 21: 30 fallen wir müde ins Bett. Gefahrene KM: 31
GiraffenfanThemenstarter65 Beiträge · seit 201407. Mai 2017 · #5
da auch wir kurz vor unserem "ersten Mal" stehen, verfolgen wir Deine Zeilen und ersten Eindrücke sehr aufmerksam. Vielen Dank dass wir an Deiner Reise teilnehmen können.
Giraffen-Lisa fährt bei Giraffenfan's Traumreise voller Freude mit! 😄
Giraffengrüsse aus Süddeutschland
Meine Aufenthalte in Südwest/Namibia:
1978/79 Besuch auf Farm am Waterberg, 1980 Praktikum im Schülerheim Otjiwarongo/Caprivi, 1981 Bulli-Rundreise mit crockydile: Namibia – Kapstadt – Gardenroute – Zymbabwe – Victoriafälle – Botswana (10Tage mit dem Mokoro im Okawango-Delta) – Namibia,
1983 Arbeiten auf Farm Otjikaru am Waterberg
lange Pause
Tolle Urlaube folgenten: 2007 Namibia, 2008 Namibia/Botswana, 2009 Namibia
2018 Wunderschöne 2-Familientour mit Familie tim.buktu
die Reise lasse ich mir natürlich auch nicht entgehen. Mit jedem Reisebericht steigert sich die Vorfreude. Einige Unterkünfte haben wir auch gebucht, somit bin ich neugierig, was du so berichten wirst.
GiraffenfanThemenstarter65 Beiträge · seit 201408. Mai 2017 · #11
Hallo danke an alle die mitlesen. Leider kriege ich das mit den Fotos nicht richtig hin. Sie werden nur angehängt wenn ich sie hochlade. Was mache ich da falsch?
GiraffenfanThemenstarter65 Beiträge · seit 201408. Mai 2017 · #12
Nach einem guten und großen Frühstück mit Kuduschinken, Zebrasalami und Oryxwurst fahren wir um 8:30 los. Nach 40 Minuten machen wir eine Zwischenstation an einer Tankstelle und gehen über einen Craftmarkt gegenüber und kaufen kleine Holztiere. 2 Stunden Weiterfahrt auf einer endlosen geraden B1 bis Okonjima Plains Camp. Rechts und links an der B1 sehen wir Warzenschweine, Affen und 1 Oryx mit nur einem Horn. Das Gate zur Okonjima AfriCat erinnert an Jurassic Park nur etwas kleiner. Mit mehreren Stromkabeln oben gesichert. Wir fahren ca. 20 km Schotterpiste durch den Danger Room, Raubtiere wie Leopard und Gepard leben hier wild und selbständig und sehen Kudus, Giraffen, Oryxe, Graulärmvögel, Zebras. Wir kommen um 12:30 an. Gefahrene KM: 267
GiraffenfanThemenstarter65 Beiträge · seit 201408. Mai 2017 · #14
GiraffenfanThemenstarter65 Beiträge · seit 201408. Mai 2017 · #15
Danach gehen wir zurück zum Wagen, fahren zu einem gemütlichen Platz unter einem Kameldornbaum und nehmen unseren Sundowner zu uns. Auf der Rückfahrt sehen wir noch eine Hyäne. Abendessen um 20 Uhr mit Gemüsemix, Eland-Stroganoff und Reis.
GiraffenfanThemenstarter65 Beiträge · seit 201408. Mai 2017 · #16
Danach gehen wir zurück zum Wagen, fahren zu einem gemütlichen Platz unter einem Kameldornbaum und nehmen unseren Sundowner zu uns. Auf der Rückfahrt sehen wir noch eine Hyäne. Abendessen um 20 Uhr mit Gemüsemix, Eland-Stroganoff und Reis.
GiraffenfanThemenstarter65 Beiträge · seit 201408. Mai 2017 · #17
Wir haben den Morning Leopard-Drive gebucht. Das heißt um 6 Uhr aufstehen, zum Treff um 6:15 mit dem Guide Jerry und den anderen Gästen. Wir unterhalten uns ein wenig auf Englisch. Um 7 Uhr ist Abfahrt. Wir fahren durch den großen Park und sehen Oryxe, Springböcke, Steinböcke, DikDik, Warzenschweine, Gnus und mehr. Wir suchen ca. 2 h mit Hilfe des Funkgerätes nach einem Leoparden und kreisen ihn immer mehr durch abenteuerliche Fahrten in unwegsamem Gelände ein. Allein wir sehen ihn nicht. Mehrmals fahren wir an ihm vorbei.
Dann plötzlich ein Ruf: da ist er. Rechts im Gestrüpp fast verborgen liegt der 18 Jahre alte Conciergo. Er ist hier der Chef aller Leoparden. Von uns lässt er sich kaum stören. Geht ein wenig seines Weges, legt sich hin, steht wieder auf und geht wieder ein Stück. Dann legt er sich halb verborgen in hohes Gras. Ist aber neugierig und lugt fast unsichtbar nach uns.
Wir beobachten ihn über ½ Stunde machen viele Fotos und fahren dann glücklich durch diese schöne Sichtung wieder zurück.
Nachmittags ist relaxen am Swimmingpool angesagt und um 19 Uhr gibt’s Dinner. Diesmal überbackenes Gemüse, Oryxsteak mit Kartoffelgratin, Eis mit Pfannkuchen gefüllt mit Heidelbeeren. Den netten Kerl (Gelbsschnabeltokko) haben wir auch entdeckt.
GiraffenfanThemenstarter65 Beiträge · seit 201408. Mai 2017 · #18
Donnerstag, 22.09.2016 - Waterberg Plateau Lodge
Nach dem Frühstück brechen wir um 9:45 auf. An der Abbiegung von der C22 in die D2512 Gravelpad meint meine bessere Hälfte 1/4 Tankfüllung reicht nicht mehr für ca. 100 km. Mein Einwand: „Das reicht dicke“ wird beiseite gewischt und nun gut: fahren wir ca. 30 km zum Tanken nach Okarara und wieder 30km zurück! 🤩 Wir kommen um 12:45 an. Die Lodge ist toll gelegen. Mitten im Waterberg mit tollen Felsformationen und jedes Chalet hat einen eigenen kleinen Pool. Die Räume sind sehr schön und sehr sauber. Gefahrene KM: 169 mit Umweg von 60 KM zum Tanken
GiraffenfanThemenstarter65 Beiträge · seit 201408. Mai 2017 · #19
Für den Nachmittag haben wir einen Drive durch den Waterberg-Nationalpark gebucht. Wir hoffen Nashörner zu sehen. Um 15 Uhr gibt’s Kaffee und Kuchen und um 16 Uhr fahren wir mit 3 anderen Paaren los. Wir sehen Oryxe, DikDik, Giraffen, Impalas, Springböcke, Kudus und auf einer weiten Savanne Gnus, Wildpferde, Strauße und Nashörner.
Wir fahren ca. 1 Stunde durch die Dornbuschsavanne und halten an. Nun geht es zu Fuß weiter. Nach einer halben Stunde zwischen Dornbüschen hindurch sehen wir plötzlich 2 große Nashörner vor uns. Laut unseren beiden Guides sind es 2 Weibchen und diese wären nicht aggressiv. Wir sollten ihnen aber nicht zu nahe kommen und nicht den Weg versperren. Die beiden grasen den Boden ab und lassen sich von uns nicht stören. Wir begleiten sie ein wenig beim Fressen und machen viele Fotos. Dann lassen wir sie in Ruhe und gehen wieder zurück. Dabei ziehe ich mir einen tiefen Kratzer mit einem Dorn an der Schläfe.
Als wir im Restaurant ankommen, bekommen wir den letzten Tisch. Sind aber verwundert, da noch nicht alle, die mit zum Drive waren, da sind. Dann klärt es sich auf. Camper haben einen Tisch besetzt und wollen etwas bestellen. Leider geht das nicht. Die Tische sind nur für Lodge-Besucher und genau abgezählt. Die Camper müssen den Platz räumen. Sie diskutieren und stehen dann mürrisch auf und gehen. Zum Dinner genießen wir: Vorspeise: Spinatsuppe, Hauptgericht: gefülltes Oryxsteak, Brokkoli, Kartoffeln, Rotkohlsalat Nachtisch: Käsekuchen
GiraffenfanThemenstarter65 Beiträge · seit 201408. Mai 2017 · #20
Morgen gehts weiter. Wir kommen zum Etosha. Darauf habe ich mich besonders gefreut!