Abschußwerbung Wüstenelefanten und -löwen

55 Antworten · 6’371 Aufrufe · gestartet 08. Feb. 2017 von Swakop1952
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Themenstarter2’664 Beiträge · seit 201208. Feb. 2017 ·
Screenshot. Aufgrund Shitstorm gelöscht. Läuft bestimmt auf diversen Medien weiter.


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zuletzt bearbeitet 08. Feb. 2017
785 Beiträge · seit 200808. Feb. 2017 ·
Hi Swakop,


Danke für den Link, ich habe gleich gebucht, so ein Schnäppchen darf man sich doch nicht entgehen lassen!!! 😄

Viele Grüße und Waidmannsheil


Markus
1’723 Beiträge · seit 200908. Feb. 2017 ·
ich sach jetzt besser nix ..........
kann gar nicht so viel essen wie ich kotzen moecht ..
😵 😈 😵 😵 😵 😵
[b]"eine der blamabelsten Angelegenheiten der menschlichen Entwicklung ist es, dass das Wort Tierschutz ueberhaupt geschaffen werden musste" theodor heuss
1’425 Beiträge · seit 201508. Feb. 2017 ·
Unmöglich...

Ich bin nicht auf aktuellem Stand, was die Desert Lions angeht.... Aber gibt es da nicht sowieso nur eine ganz kleine Anzahl?
I will always have a bit of namibian sand in my shoes! Linksammlung zu den letzten Reiseberichten und Filmen Aktuell: Reisebericht Kenia 2024
zuletzt bearbeitet 09. Feb. 2017
Gast08. Feb. 2017 ·
Hallo,

keine Ahnung, wie da der genaue Bestand ist. Die Zahl der voll ausgewachsenen, männlichen Löwen in der Torra Conservancy dürfte sich aber an einer Hand abzählen lassen. Spannend ist etwas anderes: Die Conservancy bekommt von den 80.000 USD voraussichtlich ca. 3.500 USD. Eine Facebook-Gruppe will denen einfach den Löwen "abkaufen", genauer das Recht den Löwen abzuschießen und ihn dann am Leben zu lassen. Vermutlich ist es im aktuellen Fall aber schon zu spät. Aber wie schon oft geschrieben: Die Einnahmen durch die Trophäenjagd für die Locals werden meistens absurd übertrieben und wären einfach zu kompensieren - insbesondere soweit es um sogenannte Wüstenlöwen und Wüstenelefanten geht.

2 Dinge kann man noch anmerken:
1. Bei den letzten Trophäenjagden auf Löwen in der Gegend ging immer etwas schief bzw. die wurden "unsauber", unethisch durchgeführt.
2. Die Torra Conservancy ist touristisch überdurchschnittlich gut aufgestellt. Gemeinsam mit Wilderness Safaris gehört denen das Damaraland Camp/Damaraland Adventure Camp. Skeleton Coast Safaris hat da auch noch das Kuidas Camp für seine Luxus-Flugsafaris. Die sollten mit Tourismus Millionenumsätze generieren (in USD, nicht NAD). Die Touris zahlen um Tiere, insbesondere Wüstenelefanten und -löwen zu sehen. Auf den ersten Blick leuchtet nicht ein, dass der Abschuss eines männlichen Wüstenlöwen da wirtschaftlich sinnvoll sein soll.

Beste Grüße

Guido
890 Beiträge · seit 201608. Feb. 2017 ·
Hi Guido,
wie heißt das immer so schön: "wirtschaftlich ist alles, was Profit bringt" Langfristfolgen bei einem "Kurzfristmanagement" vollkommen egal.
VG
16,9k Beiträge · seit 201208. Feb. 2017 ·
Otjitambi hatte letzte Woche einen Stand auf der Jagd & Hund - Halle 6.
Im Vorbeigehen habe ich nur gesehen, dass mit Jagd auf "Schadelefanten" geworben wurde.

LG
Logi
785 Beiträge · seit 200808. Feb. 2017 ·
Hi,

was ich sehr schade finde ist, dass es bei diesen Geschichten keine klare Transparenz gibt,zumindest habe ich jetzt hier nix brauchbares im Netz gefunden! ( habe jetzt allerdings auch nicht stundenlang recherchiert )

Es gibt die Leute die dies Jagden vermarkten, irgendwelche horrenden Beträge aufrufen und alles ganz toll finden und dann die Jagdgegner die hier schimpfen und alles verfluchen.

Um mir hier eine Meinung zu bilden, währe es für mich sehr wünschenswert, wenn hier klare Fakten veröffentlicht werden wie:

Die Anzahl der Elefanten, oder Löwen...

Welcher Elefant oder Löwe zum Abschuss frei gegeben wird ( dürfte bei der geringen Anzahl ja wohl genau möglich sein )

Eine klare Begründung warum dieses Tier jetzt ohne Schaden für die Arterhaltung geschossen werden kann. ( auch dies müsste möglich sein und auch durch eine unabhängige Organisation bestätigt werden )

Wie viel Geld jetzt hierfür eingenommen wird und für was dieses Geld dann konkret verwendet wird. ( hier gibt es ganz unterschiedliche Zahlen von beiden Seiten )

und, und, und,....!

Auch sollte für die Exportgenehmigung und für die Einfuhr in die USA oder Europa eine CITES Genehmigung erteilt worden sein, denn sonst lässt sich ja eine solche Jagd nicht vermarkten und für mich währe es wünschenswert zu lesen, auf welcher Grundlage diese Genehmigung erteilt wurde, hier müssten ja eigentlich alle obigen Fragen vorab entsprechend geklärt sein!

Generell habe ich keine Einwände, wenn eine Wildart auch durch die Jagd genutzt wird, es sollte diese jedoch langfristig, nachhaltig und überlegt geplant sein, ansonsten ist dies nicht vertretbar und auch zu verurteilen!

Für wirklich sachdienliche und fundierte Informationen währe ich sehr dankbar!


Viele Grüße


Markus
Gast09. Feb. 2017 ·
Hallo,
maggus schrieb:Es gibt die Leute die dies Jagden vermarkten, irgendwelche horrenden Beträge aufrufen und alles ganz toll finden und dann die Jagdgegner die hier schimpfen und alles verfluchen.
Um mir hier eine Meinung zu bilden, währe es für mich sehr wünschenswert, wenn hier klare Fakten veröffentlicht werden wie:
Wer ist denn primär in der Pflicht nachzuweisen, dass eine Jagd nachhaltig ist? Wohl das Ministerium, dass die Jagdquoten - versehen mit dem Etikett "nachhaltig" - festlegt. Da gibt es aus meiner Sicht keine ausreichende Transparenz. Es gibt keine belastbaren, unabhängigen Game Counts als Basis. Unabhängige Game Counts werden teilweise bewusst abgelehnt (z.B. der panafrikanische Great Elephant Cenus). Bei den Game Counts, die es in den Conservancies gibt, werden alle möglichen Arten gezählt. Auch Raubtiere und Arten von denen man nur 2 Stück findet. Zu Löwen werden da keine Zahlen veröffentlicht. Es gibt meines Wissens auch keine jährliche MET-Veröffentlichung der Hunting Quotas für die einzelnen Conservancies. Alles schön intransparent aber man soll glauben, das das alles nachhaltig ist. Klingt plausibel...

Ansonsten will ich keinen Roman schreiben nur 3 Punkte:
Alle Conservancies nehmen aus der Trophäenjagd aktuell jährlich um die 40 Mio. NAD ein (Quelle: NACSO-Reporte 2013-2015). Das beinhaltet Fees, Gegenwert des Fleisches usw. Der Staat erwartet pro Jahr 4,3 Mio NAD aus Gebühren rund um die Trophäenjagd (Quelle: Medium Term Expenditure Framework 2016/17, Finanzministerium).

Auf der anderen Seite verschleudert Namibia seine Nationalparks aktuell für umgerechnet 5 EUR Eintritt - seit 10 Jahren nicht erhöht, nicht mal an die Inflation angepasst. 2014 hat das MET 58 Mio. NAD an Eintrittsgeldern eingenommen. Würde Namibia den Eintritt verdreifachen, so wären Nationalparks in Namibia immer noch billiger als z.B. Krüger und Kgalagdi. Dann würde man 120 Mio. jährlich zusätzlich an Nationalparkgebühren einnehmen (inkl. aktuellem Tourismus-Wachstum eher 200 Mio. mehr). Das Geld lässt man einfach liegen. Aber ca. 43 Mio. NAD aus der Trophäenjagd auf staatlichen Flächen stellt man immer als völlig unverzichtbar für den Naturschutz und keinesfalls anderweitig kompensierbar dar? Findest Du bestimmt maximal plausibel...

Zu den Wüstenlöwen kenne ich keine aktuellen und halbwegs belastbaren Zahlen. 2 Zahlen zu Elefanten: Beim Gamecount im Juni 2016 wurden in allen rund 30 Conservancies im Nordwesten Namibias zwischen Brandberg und Kunene 41 Elefanten gesichtet (Quelle NACSO). Laut Desert Elephant Conservation (kümmern sich nur um Elefanten in der Hoanib-Hoarusib-Region) ist der Bestand in den letzten 10 Jahren um 30 Prozent gefallen und 2015 gab es noch 31 Tiere, darunter 4 Bullen im fortpflanzungsfähigen Alter.

Meine persönliche, nicht faktenunterlegte Schätzung ist, dass es in der Torra-Conservancy 1-4 fortpflanzungsfähige männliche Löwen und 1-4 fortpflanzungsfähige Elefantenbullen gibt. Davon will man jeweils einen wegschießen. Wenn man keinen hübschen Löwen finden, wird man wieder einen aus der Palmwag-Area rauslocken und wegschießen.

Beste Grüße

Guido
zuletzt bearbeitet 09. Feb. 2017
785 Beiträge · seit 200809. Feb. 2017 ·
Hallo Guido,

Danke für dein Antwort!

Wir sind uns beide einig, dass hier die Transparenz fehlt, ganz klar und fehlende Fakten schaffen Platz für wilde Spekulationen!

Ich stimme mit dir auch überein, dass die Einnahmen durch die Parks hier wirklich nicht optimal genutzt werden, dies ist sicherlich verbesserungswürdig, ist aber auch ein anderes Thema.

Zu deinen Angaben bezüglich der Rückgängigen Zahlen bei den Elefanten innerhalb von 10 Jahren um 30 %, was war der Grund hierfür, sicherlich doch nicht die Trophäenjagd, oder?

Was war der Grund für den Rückgang der Wüstenlöwen in der letzten Zeit, wohl auch nicht die Trophänenjagd, wir erinnern uns an die sinnlosen Tötungen durch Bauern, die ihre Ziegen bedroht sahen...!

Auch hast du bei den Einnahmen der Conservancies in Höhe von NAD 40 Mio. wohl nur die reinen Gebühren für die Abschüsse berücksichtigt ( bitte korrigiere mich wenn ich falsch liege ) nicht aber die Einnahmen die durch Schaffung von Arbeitsplätzen, Einnahmen von Steuern , sonstige Einnahmen durch Flüge, Mietwagen, Hotel,...der eingeflogenen Jäger berücksichtigt und diese dürften um ein vielfaches höher sein wie die reinen Fees für die Abschüsse!

Klar ist für mich: Die Jagd bringt Geld in das Land!

Viele Jagdfarmen finanzieren sich hieraus, wenn diese Einnahmequelle weg fällt, wird wieder auf Rinder, Ziegen,...oder sonst was umgestellt und hiervon hat niemand etwas! ( Ist aber auch wieder ein anderes Thema und nicht mit den Wüstenelefanten / Löwen über einen Kamm zu scheren ).

Was ich mich immer noch frage und hierfür noch keine Erklärung gefunden habe: Wie kann es sein, dass Citis eine Freigabe für den Export und auch den Import für diese beiden Abschüsse gibt, wenn es hierfür keine sachliche Begründung gibt?

Auch denke ich mal, wird gerade diese Organisation ein genaues Augenmerk hierauf werfen, denn ihnen dürfte die Brisanz dieses Themas wohl bewusst sein!!

Wie gesagt, ich kann mir leider noch kein klares Urteil über die Nachhaltigkeit der Jagdquoten auf Wüstenelefanten und Wüstenlöwen machen, da mir hierzu einfach die entsprechenden Grundlagen / Informationen fehlen!

In wie weit die Trophäenjagd moralisch vertretbar ist, dies ist wiederum ein anderes Thema, hier muss jede seine Moralgrenze so ziehen, wie er es für sich richtig hält, klar ist, es geht hier nur ums Geld!


Viele Grüße


Markus
zuletzt bearbeitet 09. Feb. 2017
890 Beiträge · seit 201609. Feb. 2017 ·
Hallo,
kurze Frage. Sind Wüstenlöwen und Wüstenelefanten eine eigene Art oder laufen die bei Cites unter den normalen "Löwen" und "Elefanten".
Die Cites Liste gibt es nur mit wissenschaftlichen Namen - da fehlt mir das Wiissen zur Übersetzung....
VG
785 Beiträge · seit 200809. Feb. 2017 ·
Hallo Can,

gute Frage, ich weis es nicht!


Gruß

Markus
Gast09. Feb. 2017 ·
Hallo,
maggus schrieb:Was war der Grund für den Rückgang der Wüstenlöwen in der letzten Zeit, wohl auch nicht die Trophänenjagd, wir erinnern uns an die sinnlosen Tötungen durch Bauern, die ihre Ziegen bedroht sahen...!
Ja, die Trophäenjagd war zuletzt nicht der Grund, weil es 4 Jahre keine Trophäenjagd auf Löwen in der Gegend gab. Aber muss man nun on top zu den anderen Problemen dann noch einen weiteren Löwen wegschießen? Das Problem ist dabei nicht, dass ein Löwe geschossen wird. Davon gibt es in der Gegend genug. Männliche Löwen im fortpflanzungsfähigen Alter gibt es wahrscheinlich nicht genug. Genau so einer soll jetzt aber wieder geschossen werden.
maggus schrieb:Viele Jagdfarmen finanzieren sich hieraus, wenn diese Einnahmequelle weg fällt, wird wieder auf Rinder, Ziegen,...oder sonst was umgestellt und hiervon hat niemand etwas!
Ich habe kein großes Problem mit Jagdfarmen in Namibia. Bedrohte Arten wie Löwen können dort in der Regel nicht geschossen werden und ich gehe davon aus, dass ein Jagdfarmer ein hohes Eigeninteresse an einer nachhaltigen Bejagung hat, weil er sonst morgen schlicht kein Geschäft mehr hat. In den Conservancies ist das anders. Und gerade bei der Torra Conservancy, die touristisch so gut aufgestellt ist, verstehe ich den Sinn einfach nicht.
maggus schrieb:Wie kann es sein, dass Citis eine Freigabe für den Export und auch den Import für diese beiden Abschüsse gibt, wenn es hierfür keine sachliche Begründung gibt?
Ich weiß das nicht genau. Man vertraut zum einen sicher auf die Zahlen, die das MET meldet. Da es keine unabhängigen Zählungen gibt (das MET verhindert diese ja teilweise vorsätzlich), hat man keine andere Quellen und kann das alles gar nicht hinterfragen. Dazu kommt, dass MET und IUCN Wüstenlöwen und Wüstenelefanten nicht separat betrachten. Die zählen biologisch nicht als eigene Art und werden deshalb immer in einen Topf zu den anderen Elefanten und Löwen geworfen. Wenn dann einer von 10.000 bis 25.000 Elefanten in Namibia abgeschossen wird, dann erscheint das natürlich völlig unkritisch und plausibel als nachhaltige Nutzung. Einer von vielleicht nur noch 6-10 Wüstenelefantenbullen klingt ganz anders, aber so wird das nicht betrachtet. Aber genau darum geht es. Wenn man überhaupt regional aufschlüsselt, dann nach Verwaltungsregionen. Die Kunene-Region geht bis östlich von Outjo. Auch dabei verschwinden dann die Wüstenelefanten unter normalen Elefanten. Soll heißen: die Procedere berücksichtigen die besondere Konstellation dieser so besonderen Wüstentiere in keiner Weise.

Ansonsten gibt es nicht den geringsten Zweifel, dass (Foto-)Tourismus sehr viel mehr Geld bringt als Trophäenjagd. Ebenso ist es zweifellos so, dass sich Foto-Tourismus nicht gut mit Trophäenjagd im selben Gebiet verbinden lässt. Richtig ist aber auch, das Stand heute in vielen Conservancies kaum Foto-Tourismus existiert und Trophäenjagd da die Haupteinnahmequelle ist. Die Einnahmen und die Anzahl der geschaffenen Jobs sind dabei aber lächerlich (siehe NACSO-Statistiken) und wären einfach zu kompensieren. Auch in anderen Gegenden Namibia wie z.B. der Naye-Naye-Conservancy gibt es regelmäßig Trophäenjagden auf Elefanten. Das ist weit weniger ein Aufreger, weil es dann tatsächlich einer von 10.000-25.000 Elefanten ist.

Übrigens die riesige Sapi Hunting Concession, die östlich an den Mana Pools Nationalpark in Zimbabwe grenzt, wird zukünftig auch nicht mehr für die Jagd sondern für Tourismus genutzt (Allerdings Luxus-Tourismus).

Beste Grüße

Guido
zuletzt bearbeitet 09. Feb. 2017
1’042 Beiträge · seit 201609. Feb. 2017 ·
Hallo Guido,
Guido. schrieb:
maggus schrieb:
Wie kann es sein, dass Citis eine Freigabe für den Export und auch den Import für diese beiden Abschüsse gibt, wenn es hierfür keine sachliche Begründung gibt?
Dazu kommt, dass MET und IUCN Wüstenlöwen und Wüstenelefanten nicht separat betrachten. Die zählen biologisch nicht als eigene Art und werden deshalb immer in einen Topf zu den anderen Elefanten und Löwen geworfen.
Afrikanische Elefanten (aus Botswana, Namibia, South Africa und Zimbabwe) und Löwen sind laut CITES zwar eine potentiell bedrohte Art, aber damit stehen die die Anhang II, also kontrollierter Handel ist erlaubt. Die afrikanische Elefanten die nicht in Botswana, Namibia, South Africa oder Zimbabwe sind haben da mehr Glück, die sind unter CITES Anhang 1 (weil vom Aussterben bedroht) gelistet und damit ist deren Handel international generell verboten.

Liste der Tierarten (CITES): CITES Liste der bedrohten Tierarten

Erklärung zu Anhang I, II und III

Du hast natürlich Recht, Wüstenelefanten sind quasi eine Unterart der Afrikanischen Elefanten und werden damit separat nicht erfasst. Es gibt nur die Unterscheidung zwischen afrikanischem um asiatischen Elefant und beim afrikanischen Elefant kommt es dann auch noch darauf an in welchem Land er wohnt. Ganz nachvollziehbar ist das irgendwie aber auch nicht... 😮

Gruß Markus
4’132 Beiträge · seit 200809. Feb. 2017 ·
Du hast natürlich Recht, Wüstenelefanten sind quasi eine Unterart der Afrikanischen Elefanten und werden damit separat nicht erfasst. Es gibt nur die Unterscheidung zwischen afrikanischem um asiatischen Elefant
🤪
Recht? Mit was? - ...so'n Quatsch hat Guido. nicht geschrieben!
...quasi eine Unterart... 😣

muss man denn zu allem seinen Senf geben, auch wenn man keinen blassen Schimmer hat?
Gruß lilytrotter Always look on the bright side of life... :-) Walvisbay boomt
zuletzt bearbeitet 09. Feb. 2017
785 Beiträge · seit 200809. Feb. 2017 ·
Hi,
Guido. schrieb:
Ebenso ist es zweifellos so, dass sich Foto-Tourismus nicht gut mit Trophäenjagd im selben Gebiet verbinden lässt.
Guido
Hier möchte ich deutlich widersprechen, denn in den Nordwestlichen Gebieten von Namibia wird schon die ganze Zeit Trophäenjagd ausgeübt und diese Gebiete sind nach wie vor auch für den Foto-Tourismus frei zugänglich!

Eine gleichzeitige Nutzung und ein doppelter Gewinn ist somit durchaus möglich und wird seit Jahren praktiziert!

Hier ist mal ein Text, der mit anderen Zahlen arbeitet, ich habe den Text im Netz gefunden, hatte jedoch jetzt nicht groß recherchiert, wer hinter diesen Aussagen steckt! ( Ist natürlich ein Jagdbefürworter, wo jetzt die wirklich Wahrheit liegt, weis ich nicht )

http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1111/cobi.12643/full


Viele Grüße

Markus

Ach, noch was: ich möchte mich dafür bedanken, dass diese Diskussion hier, doch größtenteils sehr sachlich und nicht mit persönlichen Beschimpfungen geführt wird!
zuletzt bearbeitet 09. Feb. 2017
1’042 Beiträge · seit 201609. Feb. 2017 ·
lilytrotter schrieb:
Recht? Mit was? - ...so'n Quatsch hat Guido. nicht geschrieben!
...quasi eine Unterart... 😣
Guido hatte geschrieben, dass er zur Art der afrikanischen Elefanten gehört oder habe ich das falsch gelesen?
lilytrotter schrieb:
muss man denn zu allem seinen Senf geben, auch wenn man keinen blassen Schimmer hat?
Der Informationsgehalt von Deinem Post hier geht gegen 0. Deine Aussage zu dem Thema fehlt ja völlig. Die Huffington Post schreibt von Unterart bzw. "fast" sicher, dass es sogar eine eigene Art ist: Click mich, bin ein Link (kann man jetzt halten was man will davon).

Nichts desto trotz wird in der CITES Liste keinen Unterschied zwischen Wüstenelefanten und Afrikanischen Elefanten gemacht, sollte das anders sein, dann möchte ich bitte von Dir berichtigt werden und das mit Quellenangabe! Um etwas anderes ging es gar nicht. Wie Du ein "quasi" definierst, bleibt Dir überlassen!

Ich habe keine Ahnung, was Dein Grund für ständige Sticheleien gegenüber mir ist?

Grüße Markus
4’132 Beiträge · seit 200809. Feb. 2017 ·
Das ist keine Stichelei, das ist Kritik.

Du fragst ob du den Satz von Guido falsch gelesen hast?
Also falsch wiedergegeben schon, auch ohne den Zusammenhang.

Zu deiner Bekräftigung, der irrigen und wissenschaftlich unhaltbaren Annahme:
Nur weil irgendein Journalist Röttger etwas wiedergibt, was irgendein Filmer, der im Skeletton Coast Park angeblich „vorwiegend zu Fuß (Wüstenelefanten) verfolgte“ und daran glaubt, diese hätten „nachgewiesen“, dass es tatsächlich Wüstenelefanten gibt... 🤩
Deshalb glaubst du das?
O.K. Wenn du willst.

Aber dann musst du dir auch Kritik gefallen lassen.

Gruß lilytrotter
Gruß lilytrotter Always look on the bright side of life... :-) Walvisbay boomt
zuletzt bearbeitet 09. Feb. 2017
Gast09. Feb. 2017 ·
Hallo,
Guido. schrieb:
Hier möchte ich deutlich widersprechen, denn in den Nordwestlichen Gebieten von Namibia wird schon die ganze Zeit Trophäenjagd ausgeübt und diese Gebiete sind nach wie vor auch für den Foto-Tourismus frei zugänglich!
Überleg noch mal. Was genau beweist das? Das beweist in keinster Weise, dass das gut funktioniert. Es beweist nur, dass das momentan so gemacht wird. Das ist ein Unterschied. Trump unterschreibt in einer Demokratie auch jeden Tag schwachsinnige Dekrete. Das beweist nicht, das schwachsinnige Dekrete und Demokratie super zusammen passen und das langfristig keine negativen Folgen hat. Es beweist nur, dass das aktuell so gemacht wird.

1. Wenn es in der Torra Conservancy noch 1-4 Mähnenlöwen gibt und man schießt einen davon weg, dann reduziert man für Touristen die Chance um 25 bis 100%, mal einen davon zu sehen. Ist sicher unheimlich vorteilhaft für den Tourismus.

2. Wenn die Tiere bejagt werden, dann ändert sich ihr Verhalten. Sie hauen ab, wenn sie am Horizont Mensch oder Auto entdecken. Oder sie werden aggressiv. Für Touristen sind diese Tiere kaum noch nutzbar. Das Ganze ist seit Ewigkeiten bekannt und auch der Grund, warum man schon vor Jahrzehnten bei Populationsreduzierungen in Südafrika oder Simbabwe immer gleiche eine ganze Herde nieder gemäht hat und nicht nur einzelne Tiere. Gerade für das Damaraland ist das auch konkret bekannt. Aus einer Elefantenherde, die lange Autos in der Nähe toleriert hat, wurde vor 1 oder 2 Jahren ein Elefant geschossen. Danach konnte man sich der Herde nicht mehr nähern. 1 Elefant geschossen. 10 Elefanten für die touristische Nutzung verloren. Ist sicher unheimlich vorteilhaft für den Tourismus.

3. Für pro Jahr durchschnittlich 2.000-3.000 USD aus der Trophäenjagd auf Löwen und Elefanten sollte die Torra Conservancy unbedingt 1-2 Millionen USD Tourismusumsatz riskieren. Ergibt sich aus den Zahlen, dass das ökonomisch sinnvoll ist. Nicht zu vergessen der Benefit aus dem leckeren Löwenfleisch. Hast mich überzeugt: Trophäenjagd und Tourismus im selben Gebiet passen super zusammen 🤪

Nochmal ganz klar meine Position: Ich finde Trophäenjagd scheiße, habe das früher vollständig abgelehnt. Andererseits habe ich aber lernen müssen, dass Trophäenjagd in der Praxis gebietsweise noch die Haupteinnahmequelle ist, auch wenn die Einnahmehöhe dabei niedrig ist. Auf privaten Jagdfarmen kann ich das akzeptieren. Als Übergangs-Einnahmequelle kann ich das mangels Alternativen zur Not auch in Conservancies akzeptieren, die keine touristischen Einnahmen haben. Bei Wüstenelefanten und Wüstenlöwen sehe ich keine Begründung, womit das gerechtfertigt werden könnte (Sonderkonstellation eventuell Problemtier, worum es dieses mal aber nicht geht).

Beste Grüße

Guido
16,9k Beiträge · seit 201209. Feb. 2017 ·
Trophäenabgaben Torra Konzession:

Kudu 1000 Euro 60" und drüber 1150 Euro

Oryx 650 Euro

Springbock 500 Euro 17 " und drüber 550 Euro

Hartmanns Zebra 750 Euro

Hyäne 900 Euro

Giraffe 1800 Euro

Strauß 450 Euro

Leopard, Löwe und Elefant auf Anfrage

(Quelle: Hausprospekt von Otjitambi Trails & Safaris / Savannah Safaris auf der Jagd & Hund)

LG
Logi