Himba, San oder Damara?

8 Antworten · 2'853 Aufrufe · gestartet 19. Jan. 2017 von Otis
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Themenstarter11 Beiträge · seit 201719. Jan. 2017 · #1
Hallo,

Namibia ist ein Land mit prächtige Landschaften.
Darauf freuen wir uns schon, aber wenn wir eine Reise machen, wollen wir auch gerne in Kontakt kommen mit Menschen…

In Namibia gibt es neben die Herrero auch Völker wie Himba, San und Damara.
Ich lese von Möglichkeiten wie Himba Dörfer und die Living Musea. Das interessiert uns.

Was ist nach Ihre Meinung die beste Weise so ein Volk zu treffen.
Und welch ‘Volk‘/Ort würden Sie empfehlen?

Es geht nicht um schöne Fotos zu haben, sondern um eine Gefühl zu bekommen wie anders das Leben für Sie ist.

Im Voraus vielen Dank für eure Meinungen.
162 Beiträge · seit 201119. Jan. 2017 · #2
Hallo

Sehr schön zu lesen das dich die Völker Namibias interessieren.
Ich war 2015 in der Kapika Water Fall Lodge im Norden von Namibia gewesen.
In der Nähe der Lodge war auch ein Himbas Dorf. Ich wurde eingeladen das Dorf zu besuchen. Ich habe die Leute kennen und lieben gelernt. Ich durfte sogar in eine Hütte rein,was ja nicht selbstverständlich ist.
Die Kinder haben mich sehr fastzeniert.
Ich half Ihnen bei der Wasserbeschaffung.
Sie ließen mich an ihr Leben teilhaben.Wir haben sehr viel interessantes und wissenswertes gelernt.
Es war ein unvergessliches Erlebnis. Ich kann es dir nur sehr empfehlen.

LG Chris
48 Beiträge · seit 201219. Jan. 2017 · #3
Hallo Otis,

zu den Living Museen guckst du hier: www.lcfn.info
Welches Volk/Dorf du wählst hängt halt auch von der Region ab, die du besuchen möchtest.

Darüber hinaus gibt es z.B. in der Region Kaokoveld auch "richtige" Himba-Dörfer (z.B. an der Straße Opuwo-Epupa), die Verständigung dürfte dort aber schwer bis unmöglich sein (....dann gibt es natürlich auch noch andere Gründe, warum man solch ein Dorf nicht besuchen möchte....)

VG Andrea
2018 Tansania / 2017 Botswana - Nambia / 2016 Namibia / 2015 Südafrika - Simbabwe - Botswana / 2013 Südafrika & Swasiland / 2012 Südafrika & Namibia / 2011 Lesotho - Swasiland - Südafrika / 2009 Südafrika - Botswana - Swasiland / 2008 Südafrika - Swasiland
zuletzt bearbeitet 19. Jan. 2017
4'140 Beiträge · seit 200919. Jan. 2017 · #4
Hallo,
wenn du erstmals in Namibia bist und keine der Stammessprachen sprichst, dann ist natürlich eines der "Living Museums" empfehlenswert.
Für San z.B. Grashoek ca. 150 km nordwestlich von Grootfontein. Du übernachtest am besten in Roys Camp und machst am nächsten Tag einen Ausflug dort hin.
Für Damara: Damara Living Museum bei Khorixas bzw. Twyfelfontein. Den Besuch kannst du gut mit dem Besuch der Felsgravouren und dem Petrified Forest sa einem Tag kombinieren.
Um Opuwo oder Epupa oder Ruacana herum werden von den Lodges oder Campsites Halbtagestouren zu den Himba angeboten. Sie gehen meist in ein Dorf, sind nicht museumsmäßig aufgebaut und unterschiedlich gut. Seit kurzem soll ein Living Museum der Himba auch auf der Strecke zwischen Opuwo und Epupa eröffnet worden sein.
In all diesen Einrichtungen hast du kompetente Englisch sprechende Führer. Da erfährst du dann auch wesentlich mehr, als wenn du irgendein Dorf ansteuerst und dich dann nicht verständigen kannst.
Gruß:
Burschi
21x Namibia, 6x Botswana, 6x Südafrika, 4x Simbabwe, 2x Sambia, 1x Tansania, 2x Kenia, 1x Mauritius, 1x Sansibar
1'483 Beiträge · seit 200919. Jan. 2017 · #5
Neben den erwähnten Vorschlägen:

Wo immer es möglich ist, solltet ihr die Leute ansprechen!!! Reden, reden und nochmals reden ist das Wichtigste. Dann wirst du, wo immer du bist, über Gespräche viel erfahren. Nehmt die Leute einfach überall ernst! Das fängt schon bei den Parkplatzwächtern, den Nussschnitzern etc. an. Sie haben, wenn entsprechen angesprochen, so viel zu erzählen und man ist ganz schnell bei privaten Themen.


Gruß Piscator
2'391 Beiträge · seit 201619. Jan. 2017 · #6
Es gibt auch ein Living Museum der San direkt vor der AiAiba Lodge.
Und ich kann Piscator nur zustimmen. Geh in Tsuneb auf den Markt, in Mariental zum Frisör oder sprich den Strassenkehrer in Walvis Bay an, dabei hatten wir unsere schönsten Urlaubserlebnisse und diese Menschen hatten auch eine Menge Spaß dabei unsere "seltsamen" Sitten erklärt zu bekommen.

Viele Grüße

Sasa
Die Freiheit des Einzelnen endet da, wo seine Faust die Nase eines anderen trifft. 3 Generationen zum ersten Mal auf Pad, Namibia 2016: http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/291659-3-generationen-auf-grosser-namibia-erstlingstour.html
7'296 Beiträge · seit 200619. Jan. 2017 · #7
Sasa schrieb:Geh in Tsuneb auf den Markt, in Mariental zum Frisör oder sprich den Strassenkehrer in Walvis Bay an, dabei hatten wir unsere schönsten Urlaubserlebnisse und diese Menschen hatten auch eine Menge Spaß dabei unsere "seltsamen" Sitten erklärt zu bekommen.

... "Toren besuchen im fremden Land die Museen. Weise gehen in die Tavernen".
(Erich Kästner)

Ich gehe unterwegs immer in diese einfachen Kneipen und Bretterbuden, in denen es weder Touristen noch weiße Einheimische gibt, sondern nur schwarze Afrikaner aus der einfachen Bevölkerung, die mit Touristen normalerweise keinen Kontakt haben. Man kommt meist schnell ins Gespräch und erfährt viele Dinge des alltäglichen Lebens aus erster Hand.

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
1'941 Beiträge · seit 201120. Jan. 2017 · #8
Hallo Wolfgang, wie kommst du mit ihnen ins Gespräch? Sprichst du ihre Sprache?

Liebe Grüße
Solitaire
www.margit-noehrer.com FB und Insta: reisende.autorin Buch: Der glühende Atem der Wüste Meine Solo-Reise von der Namib in die Kalahari
7'296 Beiträge · seit 200620. Jan. 2017 · #9
solitaire schrieb:Hallo Wolfgang, wie kommst du mit ihnen ins Gespräch? Sprichst du ihre Sprache?

... es gibt fast immer jemanden, der Englisch spricht und übersetzt. Das kann z.B. ein Dorflehrer sein oder sonst irgendein Mensch der ein bisschen mehr rumgekommen ist. In Regionen, in denen auf größerer Fläche die gleiche Sprache gesprochen wird wie z.B. Swahili (halb Ostafrika) oder Chichewa (Malawi), versuche ich mir die wichtigsten Redewendungen zur Begrüßung oder Beantwortung der ersten Fragen einzuprägen.
Das klappt natürlich nicht bei einer Klicklautsprache oder in Ländern wie z.B. Kamerun, wo es 280 verschiedene Sprachen gibt und alle paar Kilometer was anderes gesprochen wird.

Manchmal ist natürlich auch keine Verständigung möglich, aber häufig bekommt man dann einfach die Faust mit nach oben gestrecktem Daumen entgegengehalten. Das interpretiere ich dann so, dass man sich über meinen Besuch freut und ich bekomme umgekehrt ja trotzdem mit, wie das Leben dort abläuft. Oder die Leute geben einem nur freundlich die Hand und können sich ansonsten halt nicht mit einem unterhalten. Auf jeden Fall empfinde ich solche Begegnungen als Bereicherung.

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...