Mt.Meru oder Kilimanjaro?

16 Antworten · 4'321 Aufrufe · gestartet 06. Okt. 2016 von ccc
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Themenstarter150 Beiträge · seit 201606. Okt. 2016 · #1
Hallo

In Januar bin ich in Arusha und habe 3 volle Tage was zu unternehmen.
Ich wollte Mt.Meru oder Kilimanjaro hochklettern, wobei bei Kilimanjaro vermutlich nur Teil von Marangu Route in Frage kommt.
Bei Mt.Meru habe mehr Chancen bis nach oben zu schaffen und vielleicht wegen Wildlife interessanter ist.
Hat jemand von Euch bereits beide Berge geklettert und hat ein Vergleich?
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zuletzt bearbeitet 11. Jan. 2017
6'369 Beiträge · seit 201106. Okt. 2016 · #3
Hoi CCC

Auf dem Meru war ich zwar nicht unterwegs aber meine Mitreisenden haben 2013 erst den Meru und dann den Kili bestiegen.
Für den Meru braucht man 3 Tage, beim Kili ist fünf Tage das geringste was ich bisher für Touristen gehört habe und meiner Meinung nach nicht zu empfehlen.
Und von Klettern kann bei beiden nicht die Rede sein, wandern mit mehr (Meru) oder weniger (Kili) Ansprüchen an die Trittfestigkeit.
Du könntest aber z.B. am Kili zum Shira-Plateau rauf, da siehst Du schon einiges was die Bergwelt Ostafrikas ausmacht.
In meinem Reisebericht (Signatur) vom Kili findest Du auch Infos.
Gruss, Picco B) Meine Reiseberichte: Nord- und Süd-Tansania, Kenya, Ruanda, Uganda, Botsuana/Sambia, DR Congo, und als ausserafrikanische Gebiete: Costa Rica und Mt. Everest BC (klick hier)
297 Beiträge · seit 200706. Okt. 2016 · #4
beide Berge sind Wanderberge - dort wird nicht geklettert.
Für den Meru sind 3-4 Tage ausreichend. Kili geht gar nicht. Mach Dich mal schlau über Akklimatisation.

Du kannst meines Wissens nicht 'einfach' 3 Tage auf der Marangu-Route laufen und umdrehen. Bei Höhenproblemen musst Du umdrehen/absteigen; ich bin mir nicht sicher ob man auch 3 Tage dort wandern kann. Dort ist alles relativ starr geregelt und festgelegt. Bestimmte Routen sind nur für Aufstieg, andere für Abstieg. Vermutlich um die Massen irgendwie zu lenken...

Mt Meru ist schön, und Du hast Chancen Großwild (neben allerei kleinerem Getier) zu sehen. Du bist dort natürlich nicht alleine, die besten Chancen auf eine Sichtung hast Du vorne in der Gruppe. Die Wege sind gut (ausgebaut). Die Gipfeletappe ist nicht zu unterschätzen, siehe Akklimatisation. Ist immerhin ein 4000er.

Bei 3 Tagen macht nur Mt Meru Sinn.
Viel Spaß!
LG Heike
(ich war auf Mt Meru, im Anschluß auf Kilimanjaro)

*noch 31 Tage bis Jordanien* 🙂 🙂 🙂
zuletzt bearbeitet 06. Okt. 2016
Themenstarter150 Beiträge · seit 201606. Okt. 2016 · #5
Vielen herzlichen Dank, werde 3 Tage Mt. Meru bestellen.
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Themenstarter150 Beiträge · seit 201607. Okt. 2016 · #6
Ich habe mich erkundingt und sollte eine privat Tour zum Mt. Meru Gipfel mit dem Guide and Koch haben.

Wieviel Trinkgeld sollte ein Guide und wieviel ein Koch pro Tag bekommen?
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zuletzt bearbeitet 08. Okt. 2016
6'369 Beiträge · seit 201107. Okt. 2016 · #7
Hoi ccc

Eine kurze Suche bei Google hat folgendes erbracht:
Klick mich und scrolle etwas runter!
Für den Meru gilt dasselbe wie für den Kili.
Und falls Du auch etwas für den Safari-Guide brauchst einfach etwas weiter nach unten scrollen.
Gruss, Picco B) Meine Reiseberichte: Nord- und Süd-Tansania, Kenya, Ruanda, Uganda, Botsuana/Sambia, DR Congo, und als ausserafrikanische Gebiete: Costa Rica und Mt. Everest BC (klick hier)
zuletzt bearbeitet 07. Okt. 2016
Themenstarter150 Beiträge · seit 201607. Okt. 2016 · #8
Danke Picco, in dem Fall muss ich genug Bares mitnehmen.
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1'042 Beiträge · seit 201607. Okt. 2016 · #9
picco schrieb:Für den Meru braucht man 3 Tage, beim Kili ist fünf Tage das geringste was ich bisher für Touristen gehört habe und meiner Meinung nach nicht zu empfehlen.
Hallo zusammen,

ich habe zwar keine Ambitionen diese Berge hoch zu laufen aber da hätte ich doch eine Frage:
3 Tage für den Meru bedeutet doch NUR rauf bis man auf dem Gipfel steht? Man muss ja auch noch runter laufen (ich schätze dann an Tag 4). Der Berg ist laut Wiki ja deutlich über 4000 m hoch. Da wird die Luft oben schon langsam knapp.

5 Tage Kili halte ich für den ungeübten Wanderer ohne Höhenerfahrung definitiv als viel zu wenig. Das ist versuchter Selbstmord. Nach 5-7 Tagen in Höhen über 3500 m ist man eigentlich erst so weit angepasst, dass man noch höher als 5000 m möchte. Das bedeutet aber dass man sich da schon mehrfach zwischen 3500 m und 4500 m bewegt hat getreu dem Motto: Steige hoch, schlafe tief (also abends unbedingt wieder tiefer sein).

Dazu bitte beachten: Das Wetter in den Bergen kann sehr schnell umschlagen. Sobald die Sonne weg ist wird es außerdem schlagartig äußerst unangenehm kalt.

Wie schon beschrieben: Beim ersten Anzeichen von Höhenkrankheit SOFORT absteigen bis die Symptome wieder verschwinden! Selbst auf dem Meru kann man schon die Höhenkrankheit bekommen, wenn auch unwahrscheinlicher. Mit dem Hausarzt sollte man vor so einen Vorhaben auch einmal gesprochen haben, es gibt gute Merkblätter zum Thema Höhenkrankheit und es gibt auch Notfallmedikamente!

Man möchte ja gesund wieder kommen...

Gruß Markus
6'369 Beiträge · seit 201107. Okt. 2016 · #10
Hoi Markus

Am ersten Tag steigt man auf zur Miriakamba Hut, von wo man am zweiten Tag weiter zur Saddle Hut, von wo man nachts so um 01:00 Uhr weiter zum Gipfel aufsteigt. Am Morgen ist man etwa um 08:00 oben (Je nach Gruppe und Kondition), dann folgt der Abstieg bis zur Miriakamba Hut und am dritten Tag Abstieg ins Tal. Siehe auch hier (klick mich) im Reisebericht meiner damaligen Mitreisenden.
Die Höhenkrankheit können Empfindliche übrigens auch schon ab 2500müM bekommen und selbst mehrfache Mt. Everestbesteiger sind nicht davor sicher.
Aber wie Du richtig schreibst: Sofort Abstieg! Mit der Höhenkrankheit ist nicht zu spassen!
Gruss, Picco B) Meine Reiseberichte: Nord- und Süd-Tansania, Kenya, Ruanda, Uganda, Botsuana/Sambia, DR Congo, und als ausserafrikanische Gebiete: Costa Rica und Mt. Everest BC (klick hier)
Themenstarter150 Beiträge · seit 201607. Okt. 2016 · #11
Markus615 schrieb:
ich habe zwar keine Ambitionen diese Berge hoch zu laufen aber da hätte ich doch eine Frage:
3 Tage für den Meru bedeutet doch NUR rauf bis man auf dem Gipfel steht? Man muss ja auch noch runter laufen (ich schätze dann an Tag 4). Der Berg ist laut Wiki ja deutlich über 4000 m hoch. Da wird die Luft oben schon langsam knapp.
Gruß Markus
Die ganze Mt.Meru Besteigung, hoch bis zum Top und runter sollte nur in 3 Tagen realisierbar sein, wobei die letzte Etappe am Tag 3 sollte man um Mitternacht anfangen. Scheinbar zum Runterkommen braucht man ca. 6-7 Stunden. 🙂
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1'042 Beiträge · seit 201607. Okt. 2016 · #12
picco schrieb:Am ersten Tag steigt man auf zur Miriakamba Hut, von wo man am zweiten Tag weiter zur Saddle Hut, von wo man nachts so um 01:00 Uhr weiter zum Gipfel aufsteigt. Am Morgen ist man etwa um 08:00 oben (Je nach Gruppe und Kondition), dann folgt der Abstieg bis zur Miriakamba Hut und am dritten Tag Abstieg ins Tal. Siehe auch hier (klick mich) im Reisebericht meiner damaligen Mitreisenden.
Hallo Picco,

irgendwie glaube ich dass Du einen Tag "vergessen" hast... Deinen Reisebericht (den ich übrigens super toll finde) interpretiere ich aber so:

Tag 1: Aufstieg zur Miriakamba Hut (Übernachtung)
Tag 2: Aufstieg zur Saddle Hut (Übernachtung)
Tag 3: Sehr früher Aufstieg zum Gipfel und zurück zur Miriakamba Hut (Übernachtung)
Tag 4: Abstieg von Miriakamba Hut

wie soll da am dritten Tag der Abstieg ins Tal erfolgt sein?

Gruß Markus
Themenstarter150 Beiträge · seit 201607. Okt. 2016 · #13
Markus615 schrieb:
irgendwie glaube ich dass Du einen Tag "vergessen" hast... Deinen Reisebericht (den ich übrigens super toll finde) interpretiere ich aber so:

Tag 1: Aufstieg zur Miriakamba Hut (Übernachtung)
Tag 2: Aufstieg zur Saddle Hut (Übernachtung)
Tag 3: Sehr früher Aufstieg zum Gipfel und zurück zur Miriakamba Hut (Übernachtung)
Tag 4: Abstieg von Miriakamba Hut

wie soll da am dritten Tag der Abstieg ins Tal erfolgt sein?

Gruß Markus
Meine, nur 3-Tage Tour wird ungefähr so aussehen:

Tag 1. Abholen in Hotel in Arusha. Laufen zum Miriakamba Hut. Übernachtung in Miriakamba Hut

Tag 2. Laufen von Miriakamba Hut zu Saddle Hut. Übernachtung in Saddle Hut, nachdem Abendessen "Gute Nacht" um ca. 19.00.

Tag 3. Um Mitternacht aufstehen und zum Gipfel laufen. Am gleichen Tag Runterlaufen und zurück ins Hotel.
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zuletzt bearbeitet 07. Okt. 2016
6'369 Beiträge · seit 201107. Okt. 2016 · #14
Hoi Markus
Markus615 schrieb:irgendwie glaube ich dass Du einen Tag "vergessen" hast... Deinen Reisebericht (den ich übrigens super toll finde) interpretiere ich aber so:

Tag 1: Aufstieg zur Miriakamba Hut (Übernachtung)
Tag 2: Aufstieg zur Saddle Hut (Übernachtung)
Tag 3: Sehr früher Aufstieg zum Gipfel und zurück zur Miriakamba Hut (Übernachtung)
Tag 4: Abstieg von Miriakamba Hut
Uiuiui, Asche auf mein Haupt! Hast natürlich recht! Sorry!
Gruss, Picco B) Meine Reiseberichte: Nord- und Süd-Tansania, Kenya, Ruanda, Uganda, Botsuana/Sambia, DR Congo, und als ausserafrikanische Gebiete: Costa Rica und Mt. Everest BC (klick hier)
8 Beiträge · seit 201507. Okt. 2016 · #15
Sehr cooler Reisebericht.
Macht Lust auf mehr 😉
297 Beiträge · seit 200707. Okt. 2016 · #16
ich sagte ja 3-4 Tage insgesamt. Wenn man fit genug ist und die Höhe verträgt kann man in der Nacht auf Tag 3 zum Gipfel aufsteigen. Ankunft etwa bei Sonnenaufgang. So wird das meist gemacht. Dann hat man noch den ganzen Tag vor sich. Also dann komplett absteigen anstatt noch einmal zu übernachten. Mit einer größeren Pause für den normal bis gut trainierten Wanderer theoretisch machbar.

Ungefähre Gehzeiten (je nach Trainingszustand und Höhenverträglickeit):
Aufstieg Hütte (Saddle Hut) - Gipfel 5-7h
Aufenthalt auf dem Gipfel ....
zurück zur Hütte ca +/- 3h
Pause 3h
Abstieg zur Miriakumba Hut +/- 2,5h
weiterer Abstieg 4h

Aber bitte vorher über Höhenkrankheit (Anzeichen, was zu tun ist wenn sie eintritt und vor allem wie man sie vermeidet) informieren.

Dann sollte dem Spaß nix entgegenstehen.

LG Heike
Themenstarter150 Beiträge · seit 201611. Jan. 2017 · #17
Hallo

Ich habe mich schlussendlich für Kilimajaro 6-Tage Machame entschieden.
Silvester und Neujahr habe auf dem Gipfel gefeiert. 🙂
Keine Vorbereitung, keine Medikamente und keine Höhenkrankheit.
Es hat aber jeden Tag geregnet und nachts war es recht kalt, aber generell ein Erlebinis und hat sich auf jeden Fall gelohnt!
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zuletzt bearbeitet 11. Jan. 2017