Zimbabwe September 2016

9 Antworten · 2'703 Aufrufe · gestartet 03. Okt. 2016 von SIRI-01
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Themenstarter10 Beiträge · seit 201603. Okt. 2016 · #1
Hallo zusammen,

wir waren im September für 3 Wochen in Zimbabwe unterwegs und nachdem es aufgrund der politischen Situation einige Unsicherheiten gibt, ein kurzer Bericht unserer Erlebnisse.

Tour: Pretoria - Marakele NP - Khama Rhino - Grenzübergang Plumtree - Matopos NP - Hwange NP - Binga - Chizarira NP - Makuti - ManaPools - Grenzübergang Kariba - Weiterreise in Sambia

Polizeikontrollen: Wir haben etwa 25 - 30 Polizeikontrollen passiert, davon wurden wir 4 Mal gestoppt, wobei nur 1 Mal der Führerschein kontrolliert wurde. Bei den anderen Stopps konnten wir nach einem kurzen Gespräch schnell weiterfahren. Die Kontrollen waren sehr freundlich und waren entgegen vieler Warnungen kein Ärgernis auf unserer Reise. Wir haben im Voraus sichergestellt, dass alle Vorschriften (rote und weiße Reflektoren, Feuerlöscher, 2 Warndreiecke, Warnwesten) von uns erfüllt werden.

Grenzübergang: Sowohl in Plumtree als auch in Kariba war an der Grenze ziemlich wenig los. Wir haben in Plumtree etwa 1,5h für Ein- und Ausreiseformalitäten gebraucht. Treiber war hier die Abfertigung des Carnets für unser Auto gewesen.
In Kariba waren wir die einzigen Leute an der Grenze. Hier haben wir etwa 2h gebraucht, da Kauf von Versicherung, Carbon Tax, Visa, etc. ziemlich viel Zeit in Anspruch genommen haben.

Dieselversorgung: Wir konnten überall tanken (Bulawayo, Hwange, Binga, Karoi) und z.T. war auch die Zahlung per Kreditkarte möglich. Dieselpreis 1,05 - 1,20 $ / Liter

Reservierung von Campsites: Wir haben keine einzige Campsite im Voraus gebucht und konnten ohne Probleme meist die gewünschten Sites vor Ort buchen (z.B. Masuma Dam in Hwange NP, Mucheni in Mana Pools). Generell waren an den von uns besuchten Orten sehr wenige Touristen.

Fazit: Wir hatten eine fantastische Zeit in Zimbabwe. Die Leute waren extrem freundlich und hilfsbereit. Wir hatten einige, erstaunlich offene Gespräche über die derzeitige politische Situation und hoffen, dass sich in dem Land bald eine Veränderung einstellt. Generell ist es schon sehr ernüchternd, in welchem desolaten Zustand die Infrastruktur ist. Die Leute geben dennoch nicht auf und setzen sich in Vereinen und privaten Initiativen für den Erhalt der Camps bzw. der Tierwelt ein (z.B. Painted Dog Conservation). Das ist ziemlich beeindruckend und die Gespräche mit den Leuten waren immer sehr interessant.
Die Tiersichtungen in Hwange und vor allem in Manapools waren außergewöhnlich. Vor allem haben wir es genossen, dass aufgrund der wenigen Touristen, das Naturerlebnis nochmal größer war. Wir haben uns zu jeder Zeit sehr sicher gefühlt und können einen Besuch in Zimbabwe absolut empfehlen!
699 Beiträge · seit 201004. Okt. 2016 · #2
Danke für deinen Bericht. Für uns sehr interessant und hilfreich, da wir in einigen Wochen nach Zim reisen werden.

Grüße Giselbert
36 Beiträge · seit 200804. Okt. 2016 · #3
Four weeks ago, upon entering Zimbabwe via Kariba, passing the border took us two and a half hours. We returned via Chirundu, and there was a tout, offering his services: "Pass customs, quick-quick!". When we saw a series of counters, each with a multitude of waiting persons, we decided to follow the tout. He managed to get us past 7 different counters within 10 minutes, which otherwise would have taken us at least four hours. To cover his "expenses" (bribing officials) he asked 20 USD for the service. So far our contribution to african corruption 😎
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56 Beiträge · seit 200704. Okt. 2016 · #4
Hallo,

auch wir waren im September in Zimbabwe.
Grenzübertritt in Plumtree dauerte 3 Stunden. Grenzer waren von sehr freundlich bis zutiefst gelangweilt.
Überrascht waren wir, als wir unsere Campingausrüstung/ Lebensmittel sowie unsere Fotoausrüstung deklarieren mussten; war eher ungewöhnlich.
Matobo NP war das erste Ziel. Camping beim Maleme dam war unmöglich. Alle Sanitäreneinrichtungen waren Schrott und vergammelt. Dies dürfte sicherlich auch dem Umstand geschuldet sein, dass der Dam ohne Wasser war.
Tolle Camping Möglichkeit bei der Big Cave Lodge, Mister Brown betreut mit großem Elan den Platz.
Rino walk von der Lodge ist zu empfehlen.
Sonnenuntergang beim world-view ist ein MUSS!!
Weiterfahrt zum Hwange NP.
Main Camp haben wir der Größe wegen gemieden, Sindematella war ohne Reservierung möglich.
Wir waren fast allein.
Super Lage.
Games drives im Park bieten sich aus unserer Sicht nicht unbedingt an.
Die beiden Wasserlöcher sind auch für erfahrene Reisende sehr schön.
Wir waren während der Tierzählung vor Ort.
Dies war entgegen einiger -im Forum im Vorfeld geäußerter Meinungen- überhaupt kein Problem.
Niemand raste durch den Park und störte das Wild.
Ganz im Gegenteil, wir konnten schöne Situationen an den Wasserlöchern beobachten und auch gute Gespräche mit den freiwilligen Tierzählern führen und haben uns dabei über Gott und die Welt unterhalten.
Ausgereist sind wir dann über den kleinen Grenzposten Pandematenga.
Die Fahrt dorthin war weniger anstrengend als zum Teil im Forum gepostet.
Unsere Empfehlung Zimbabwe gerne wieder.
389 Beiträge · seit 200604. Okt. 2016 · #5
Hallo zusammen,

auch wir waren im August 3 Wochen in Simbabwe unterwegs. Im großen und ganzen die Punkte von SIRI-01 und können die Meinung nur teilen.
@Paul2007 Matopo NP Maleme Dam haben wir auch gebucht und keiner hat uns über die marode Lage dort aufgeklärt. Auf meine Beschwerde hin wollte ich mein Geld zurück aber was mal kassiert ist geben die nicht wieder her. Hier als Tip: Erst anschauen und dann zahlen. Wir sind dann zurück nach Bulawayo und haben uns dann entschlossen über Botswana nach RSA Marakele NP "zu flüchten".
Die privaten Camps sind um einiges besser als die Staatlichen. Ein sehr schönes Land aber leider in einer desolaten Lage.

Grüße Joachim
Touristen bringen Souveniers mit nach Hause. Reisende Geschichten.
20 Beiträge · seit 201609. Okt. 2016 · #6
Hallo zusammen

Ja dann werde ich auch noch meine Erfahrungen dazu geben von ende September in Zimbabwe.
Wir fanden den Maleme Dam nicht so schlimm, kein Licht aber warm Wasser. Tip einfach hingehen und dort Campen, es kontrolliert eh niemand und es kostet schon zu viel, für dass was geboten wird.
Zu Hwange, alle grossen Camps auslasen und auf Picknic Plätzen übernachten. Wir hatten keine Reservierung aber konnten immer bei sehr netten Südafrikaner übernachten. Einfach nett fragen und dem Platzwart ein paar Dollar geben. 3 Nächte bei Masuma Dam waren bis jetzt eines unserer Highlight auf unserer Reise, jeden Abend hunderte Elefanten und Löwen sahen wir jeden Tag (wir sind von mitte September bist mitte November im südlichen Afrika unterwegs).

Grüsse aus Grotfontein (mit endlich wieder einmal einigermassen schnellen Internet 😉 )
699 Beiträge · seit 201010. Okt. 2016 · #7
Hallo,
"Wir hatten keine Reservierung aber konnten immer bei sehr netten Südafrikaner übernachten."
Heißt das, die Campingplätze im Hwange waren so voll, dass du dort nicht mehr untergekommen bist und Südafrikaner fragen mußtest, ob du auf ihrem Platz übernachten darfst? Das würde mich wundern, wo man doch hier im Forum gelesen hat, die Campingplätze seien sehr leer.
LG Giselbert
20 Beiträge · seit 201610. Okt. 2016 · #8
Hoi Giselbert

Nein die grossen Main Camps waren praktisch leer, wir durften bei den exklusiven Picknic-Sites übernachten. Diese Plätze sind ja nur für eine Partei gedacht und man muss sehr lange reservieren, was wir gar nicht gemacht hatten.

gruss
Themenstarter10 Beiträge · seit 201611. Okt. 2016 · #10
Hi Max,

wie haben als Walk-In Guests Masuma Dam gebucht. Wenn man jedoch ein ganz spezielles Camp besuchen möchte, sollte man vorab reservieren.

Viele Grüße