Alex_MucThemenstarter857 Beiträge · seit 201422. Okt. 2016 ·
Die Strecke nach Namutoni war am nächsten Tag nicht sonderlich ereignisreich, wir verlängerten nochmals den Aufenthalt, da wir sonst schon um 13 Uhr den Park hätten verlassen müssen, und fuhren nach einer kurzen Besichtigung des Forts Richtung King Nehale Gate, wo wir bisher immer Elefanten fanden. So auch dieses Mal: Beim Einbiegen zu einem Wasserloch konnten wir einige Fahrzeuge bemerken, die sich vor der Leitkuh in Sicherheit brachten. Die Gruppe war friedlich am Wasserloch gewesen, als seitlich der Fahrzeuge eine Teilgruppe mit jungen Elefanten auftauchte, die Autos waren also im „Elefantensandwich“. Die Leitkuh fand das ganz offensichtlich nicht gut, ein teilweise recht schnelles Flüchten der Autos beruhigte die Situation allerdings. Dass in einem Kleinbus mal wieder, trotz Verbot, alle Seitentüren offen waren, war ja zu erwarten, die Leute fielen dann beim flotten Kurvenfahren fast raus.. Nach einer Minute war die Situation ruhig, alle Elefanten am Wasserloch, und ich hatte plötzlich allen Platz der Welt, eine gute Position einzunehmen (vorsichtig natürlich). Unsere Freunde hielten lieber 50 Meter mehr Abstand. Die Herde war ca. 30- 40 Tiere stark, und hielt sich etwa 30 Minuten am Wasserloch auf, incl. spielenden Jungelefanten etc.
Nachdem die Gruppe in Richtung Süden abgezogen war, fuhren wir zum King Neohale Gate, und hatten auf dem Rückweg auf der Straße 2x Kontakt mit 2-3 Elefanten, die aber dankenswerterweise kurz vor uns von der Strasse gingen.
Wir fuhren dann gegen 17 Uhr aus dem Park, nachdem wir das restliche Fleisch durchbraten mussten – so streng war die Kontrolle lange nicht gewesen, auch wenn es der Dame sichtlich leid tat. Onguma lag direkt ums Eck, die neue Campsite ist großzügig angelegt, ca. 15 Meter sind zwischen den einzelnen Plätzen, jede Campsite hat ein eigenes Küchen-/Toiletten-/Duschhaus. Ich fand die ganze Atmosphäre (es waren außer uns keine Gäste anwesend) sehr entspannend, und der zuständige Mitarbeiter nahm sich viel Zeit für ein Schwätzchen. Zusammengefaßt war Etosha mit enorm vielen Sichtungen gesegnet, was allerdings auch zu hunderttausend Film- und Fotopausen wegen jeder Giraffe und jedem Zebra führte.. was sich etwas außerhalb der guten Filmreichweite befand, war dann uninteressant. Ärger.. aber sehr souveräne Südafrikaner, die ruhig Platz machten.. vorhersehbar war die Situation nicht, die 2. Gruppe von Elefanten war nicht zu sehen gewesen..
schon wieder Elefanten.. Der Elefantenbulle, der der großen Herde folgte..
Alex_MucThemenstarter857 Beiträge · seit 201422. Okt. 2016 ·
Nochmal der Bulle..
Die Strecke nach Düsternbrook verlief dann ohne Probleme. Düsternbrook hatten wir wegen der Nähe zu Windhoek und Flughafen als letzte Station Erindi vorgezogen (die Wünsche der Freunde waren im Vorherein: unbedingt Zebra und Giraffe, Elefanten, und super wäre Hippo.. sonst alles was kommt). Die Lage der Lodge ist wunderschön über dem Flußbett, wir hatten (sündhaft teuer) die beiden Hippo-Chalets (eins Holz weiter hinten am See, eins Stein weiter vorne; inzwischen ist der See wohl „ein“ größerer See, weil wohl der Damm dazwischen gebrochen ist). Das Ganze war neben 3 Tagen Erindi im Chalet das teuerste, was ich jemals in NAM gemacht habe, und leider die größte Enttäuschung. Für den Preis fand ich das Gebotene nicht hinreichend, die Lage am Wasser ist super, rundum Berge/Hügel, Hippos zum Anschauen, Wasservögel, nachts war anderes Getier vor dem Haus (Antilopen). Aber: Die Räume und Ausstattung sind sehr abgewohnt und nicht liebevoll gestaltet, bei dem Preis für mich ein „no-go“. Die Toilette ist einfach in den Raum integriert, nach oben ins Zimmer offen, die Fenster bieten Mückennetze, die aber großteils kaputt sind, außerdem sind durch die Fugen im Holzhaus genügend Mücken gekommen. Anfangs war das Haus drückend heiss, später dann kalt. Im Steinhaus funktionierte weder das Wasser noch das Licht (solarbetrieben; was zu Schadenfreude ob des Wasserstreits führte, dort wohnten nämlich unsere Freunde wegen der besseren Sicht auf die Hippos). Das gebuchte Essen als Abschluss war auch eine Enttäuschung: Alle Personen sitzen zusammen an einem Tisch (ca. 15), was ich nicht sonderlich mag, und bei einem so großen Gästebetrieb auch nicht erwarte! Das Essen war nicht sonderlich gut und vor allem nicht reichlich: Kudubraten, Nudeln, Blumenkohl, Salat vorneweg, kleines Stück Apfelkuchen. Alles ging im Laufe des Essens aus, und nachgefüllt wurde nicht. Das bei einem Preis von 250 oder 300 N$ pro Nase ohne Getränke – das habe ich in Namibia noch nie erlebt. Der Service für Aktivitäten und beim Essen war eher lustlos.
Höhepunkt war der Morning Drive: Gebucht für uns 4, exklusiv ein Auto, zum Leopard und zu den Geparden. Auskunft: Sonnenaufgang, 6.30 Uhr. Das hiess im Dunkeln aufstehen, packen, einräumen, und kein Blick mehr auf die Hippos. Im Endeffekt standen wir dann am Haupthaus und warteten 30 Minuten, bis der Guide anschlappte. Meine Beschwerde bei der Empfangsdame brachte mir den lapidaren Hinweis ein, sie wüsste doch nicht, wann die Sonne genau aufginge.. diese Antwort bereute sie dann allerdings im Nachhinein, vermute ich.. ! Der Gamedrive selbst war gut durchgeführt, der Guide liess sich Zeit und erklärte viel.
Zusammengefasst kann ich Düsternbrook nicht empfehlen, für eine Nacht (und Gamedrive) haben wir zu viert mehrere Tausend N$ gezahlt, die so nicht gerechtfertigt waren.
Am nächsten Tag folgte dann nur die Abgabe des Autos, und abends das Fahren der Freunde zum Flughafen. Die Rückgabe funktionierte gut, es wurde nichts bemängelt.
Ausblick vom Hippo Chalet auf den Staudamm (unterer Teil) am oberen Chalet.. Das Holz-Chalet
Alex_MucThemenstarter857 Beiträge · seit 201422. Okt. 2016 ·
Morning Drive: Die Leopardin.. nur im "Käfig", aber trotzdem beeindruckend! Andere Leos ignorieren uns seit Jahren.. 🙁
Alex_MucThemenstarter857 Beiträge · seit 201422. Okt. 2016 ·
Die Geparden.. jeglicher Respekt ging verloren, als die Großkatzen um Futter bettelten, und - nein - nicht grollten, sondern ein zartes "Miau" wie eine Stubenkatze absonderten..
Alex_Muc schrieb:Die Geparden.. jeglicher Respekt ging verloren, als die Großkatzen um Futter bettelten
Hallo Alex so ging mir das auch dort. Düsternbrook ist für mich aus vielen Gründen schrecklich in Erinnerung. Leider ist Eure Reise schon wieder fast zu Ende und so will ich mich schon jetzt für die Mitnahme bedanken.
Alex_MucThemenstarter857 Beiträge · seit 201423. Okt. 2016 ·
Hallo Elisabeth, danke. Düsternbrook war eben als krönender Abschluss gedacht, und deshalb war ein tiefer Sturz bei den Erwartungen möglich.. v.a. bei den Preisen, die verlangt werden. Dann ein schwacher Service und eine dämliche Ausrede, nach einem angespannten Urlaub, das war einfach zuviel. Der Guide der Führung hat allerdings, nach meiner Explosion (ich habe das Ganze ihm im Auto nochmals kurz erklärt), wirklich eine tolle Führung gemacht, das muß ich ihm lassen. Das Trinkgeld war dann auch entsprechend. Und man sieht die Tiere sehr nah, was ich in freier Natur wohl eher selten so lange haben könnte. Zum Respekt: Ausgestiegen wäre ich wohl trotzdem nicht bei den "Kätzchen" 😉 war aber vielleicht auch der Kontrast zum Leoparden, der permanent tödlich wirkte. Gruß Alex